Freitag, 10. Juli 2020, 18:59:04

AgriLand: Muss Irish Whiskey zukünftig mit irischer Getreide hergestellt werden?

Die Farm-to-Fork-Strategie der EU-Kommission könnte dazu führen

Waterford für Kirsch und Whic

Was sich ‚Irish Whiskey‘ nennen und als solcher in Europa verkauft werden darf, ist klar und deutlich in der ‚Verordnung (EG) Nr. 110/2008 der Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008‘ definiert und hinter unserem Link zu finden. Ganz stark verkürzt kann ‚Irish Whiskey‘ nur in Irland aus Getreide destilliert werden und muss mindestens 3 Jahre in Irland lagern. Doch woher dieses verwendete Getreide stammt, ist gesetzlich für einen ‚Irish Whiskey‘ nicht vorgeschrieben. So werden zum Beispiel jährlich 100.000 t Mais importiert, um „irischen“ Whiskey herzustellen.

Doch möglicherweise wird sich dies in Zukunft ändern. So vermutet es zumindest Siobhán Walsh in ihrem Artikel auf der Website AgriLand. Denn in der letzten Woche stellte die EU-Kommission die neue Farm-to-Fork-Strategie vor (die Sie hinter unserem Link finden). Unter anderem soll hier dann der Rechtsrahmen für geografische Angaben (g.U.-Produkte und g.g.A.-Produkte) gestärkt und gegebenenfalls spezifische Nachhaltigkeitskriterien einbezogen werden. Und dies könnte dann zur Folge haben, dass ‚Irish Whiskey‘ nur noch aus irischem Getreide hergestellt werden kann.

Bei vielen anderen Produkten mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung ist nicht der Ort der Herstellung vorgeschrieben, sondern die Herkunft der Vor-Produkte. So kann sich zum Beispiel Champagner als solcher nur nennen, wenn die Trauben in der französischen Champagne angebaut und geerntet wurden. Wird dieser dann in einem anderen Land hergestellt, muss dies klar angeben werden. Bei anderen Produkten sind die Vorschriften rigoroser. Dort gehört zur geschützten Herkunftsbezeichnung, dass Vor-Produkt und Herstellung die gleiche Herkunft haben. Sie sehen, es ist kompliziert.

Für den ‚Scotch Whisky‘, so vermuten wir, wird dieses Thema nicht relevant werden. Denn hier sollte der Brexit und die momentan noch andauernden Verhandlungen über den Ausstieg des vereinten Königreichs aus der Europäischen Union noch nicht so weit voran geschritten sein, dass solch ein Detail verhandelt hätte werden können.

SourceAgriLand

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