Wie The Whiskey Wash in einem Artikel berichtet, ergeben sich aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen von Diageo höchst interessante Rückschlüsse: Für das am 30. Juni 2026 endende Geschäftsjahr gab es beim Getränkemulti einen Rückgang des ausgewiesenen operativen Gewinns um 27,2 % auf 3,16 Milliarden US-Dollar (2,37 Milliarden Pfund). Die Einbrüche basieren vor allem auf Rückgänge bei Tequila, kanadischen und amerikanischen Whiskey, wohingegen Scotch und die Biermarke Guinness einen Anstieg zeigten. Der gesamte Nettoumsatz sank um 3% auf 14,73 Milliarden Pfund.
Scotch zählte zu den Gewinnern mit 3% mehr Volumen und 2% mehr organischen Nettoumsatz (+5% ausgewiesener Nettoumsatz). Mit 24% des gesamten Nettoumsatzes ist Scotch die größte Kategorie bei Diageo.
+2% organischen Nettoumsatz konnte Johnnie Walker erzielen, vor allem durch ein zweistelliges Wachstum in Indien und der Türkei. In den USA ging der Nettoumsatz um 1,1% zurück, allerdings stiegen die Umsätze bei Johnnie Walker und den Single Malts.
Weltweit verkaufte sich kanadischer Whiskey um 15% weniger, amerikanischer Whiskey bei Diageo (u.a. Bulleit) ging im Volumen um 6% und im Nettoumsatz um 8% zurück.
Das verfügbare Cash von Diageo stieg jedenfalls um 463 Millionen Dollar auf 3,21 Milliarden Dollar – die Kriegskasse ist also bestens gefüllt.
Dementsprechend zufrieden zeigte sich Dave Lewis, der CEO von Diageo:
“We are pleased with our progress in LAC, Europe and Africa. We are focused on recovering our competitiveness in NAM and we are working through the consequences of Government policy in Chinese white spirits.”
Ob die positive Entwicklung bei Scotch die Pläne für den Personalabbau bei Diageo in Schottland beeinfussen wird, wird sich erst zeigen. Wir bleiben für Sie jedenfalls am Ball…
















