GMB Scotland wirft Diageo „rücksichtsloses Vorgehen“ bei Stellenabbau vor

Das Unternehmen würde sich einem Dialog mit der Belegschaft verweigern, und keine Maßnahmen für eine Abmilderung des Stellenabbaus in den Brennereien ergreifen

Im Rahmen seiner weltweiten Umstrukturierung hat Diageo in Schottland für 172 Beschäftigte in den dortigen Brennereien das Risiko einer Entlassung angemeldet. Ihren Arbeitsplatz könnten 38 Mitarbeiter verlieren. Zu den Brennereien, in denen Arbeitsplätze gefährdet sind, gehören Cardhu, Cragganmore, Port Ellen und Dufftown. Auch an den übrigen Produktions-, Abfüll- und Vertriebsstandorten des Unternehmens in Schottland laufen derzeit ebenfalls Beratungen über den Stellenabbau. Zudem sind in Irland weitere 150 Arbeitsplätze gefährdet.

In Schottland hat Diageo gerade einen vierwöchigen Konsultationsprozess mit der Belegschaft abgeschlossen. Doch die Gewerkschaft GMB Scotland, eine der größten in der Getränkebranche, ist mit dem Verlauf und den Ergebnissen dieses Prozesses mehr als unzufrieden. Es wurde keine Einigung über die Anzahl der potenziell wegfallenden Stellen oder das Verfahren der Entlassungen erzielt. Das britische Unternehmen habe, so GMB Scotland, Alternativen zu betriebsbedingten Kündigungen abgelehnt und ignoriere die Risiken für die ländlichen Gemeinden in den Highlands und auf den Inseln.

Lesley-Anne Macaskill, Gewerkschaftssekretärin der GMB Scotland für die Region Highlands und Islands, sagte:

“We have now had five meetings with the company to discuss its plans, but there has been no serious attempt to engage with our members’ concerns or modify its plans in any way.

“This has not been a genuine consultation but a box-ticking exercise by a company intent on steam-rolling through job losses to a plan that has already been decided.

“The absolute refusal to engage with our members’ concerns is a morally bankrupt betrayal of a skilled, experienced and committed workforce.”

Lesley-Anne Macaskill weiter:

“We detailed a number of measures routinely used across the industry to reduce redundancies and ease the uncertainty of workers, but every other option was rejected out of hand.

“Our members understand the company must respond to changing demand, but that can be done with respect, fairness and genuine consultation. Instead, it has refused to listen or alter its plans in any way.

“It became clear during this sham of a consultation that Diageo executives in the room had no authority to review the proposed redundancies.

“It became obvious the decisions have already been taken elsewhere, miles away from the rural communities where the impact of these redundancies will be felt.”

So habe die Gewerkschaft mehrfach Möglichkeiten wie freiwillige Aufhebungsverträge oder Arbeitsplatzteilung (Job-Sharing) zur Verringerung des Stellenabbaus vorgeschlagen zu haben. Doch die Unternehmensführung habe sich geweigert, diese Optionen überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Die Gewerkschaft hat das Konsultationsverfahren offiziell abgelehnt. Auf die Auswirkungen der Entlassungen auf die ländlichen Gemeinden hat sie Politiker in der gesamten Region Highlands and Islands hingewiesen.

Es wird erwartet, dass Dave Lewis, der Vorstandschef von Diageo, im Laufe dieser Woche (am 6. August) über den aktuellen Stand seines Umstrukturierungsplans informiert. Mehr hierzu dann an dieser Stelle.

-Werbung-

Unsere Partner

Werbung

- Werbung -

Neueste Artikel

Werbung

- Werbung -