Auf ihrem heutigen Jahreskongress in Blackpool forderte die Gewerkschaft GMB Scotland die schottische Regierung sowie auch die Regierung des Vereinigten Königreichs auf, die Straßen-, Schienen- und Seeverbindungen im Norden Schottlands zu verbessern. Den Verantwortlichen wirft sie vor, die Scotch-Whisky-Branche und den Tourismussektor durch Investitionsstau und Vernachlässigung regelrecht zu „sabotieren“.
Im Vorfeld der Debatte erklärte Louise Gilmour, Sekretärin von GMB Scotland:
“The Highlands are famous for many things but, economically, few are more important than whisky.
“It generates billions of pounds for the UK economy each year while millions of tourists visit our famous distilleries.
“The industry is one of Scotland’s greatest success stories and does not exist in isolation, but rests on good roads and reliable ferries.
“When those connections are underfunded or unreliable, it is workers, their families and their communities that pay the price in lost time and lost opportunities.
“Efficient, reliable transport links across the region can no longer be treated as an aspiration by ministers but an economic necessity.
“Good roads are not paved with politicians’ promises and platitudes.”
Als Beispiel führte die Gewerkschaft den schleppenden Ausbau der Hauptstraße von Perth nach Inverness auf zwei Spuren pro Richtung an. Der Ausbau eines rund 11 Meilen (18 Kilometer) langen Abschnitts der A9 – der wichtigsten und am stärksten befahrenen Straße in die Highlands – habe bereits mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch genommen. Und Schätzungen zufolge könnten die Arbeiten noch weitere zehn Jahre dauern.
GMB Scotland verwies bei dieser Gelegenheit auf Daten der Scotch Whisky Association, die die Bedeutung des Scotch Whisky für Schottland auch auch Groß-Britannien darstellen. Demnanch trägt die Scotch-Whisky-Industrie mit 7 Milliarden Pfund zum Ergebnis der britischen Wirtschaft bei. Und sichert so auch nach Schätzungen der Gewerkschaft in den Highlands rund 11.000 Arbeitsplätze. Zudem besuchen jährlich etwa zwei Millionen Touristen die schottischen Destillerien.















