Die offiziellen Zahlen der Irish food and drink Agentur Bord Bia bestätigt das, was man aus den Meldungen der verschiedenen Produzenten in den letzten Monaten herauslesen konnte: Der Whiskeysektor in Irland befindet sich momentan in unruhigen Gewässern. Während der Wert der gesamten irischen Getränkeexporte 2025 um 2% zulegte, verlor jener von irischem Whiskey um 5% und liegt nun bei 930 Millionen Euro. Irischer Whiskey hat an der Gesamtkategorie einen Anteil von 45%.
Die Exporte in die USA, dem wichtigsten Zielland für irschen Whiskey, fielen um 5%, und wurden ebenfalls von der Abwertung des US-Dollars um 12% im Jahr 2025 getroffen. Interessant auch, dass in den USA in der zweiten Jahreshälfte große Marken wieder wachsen konnten, während neue und kleinere Hersteller weiter Einbrüche hinnehmen mussten.
Deutschland ist innerhalb der EU der größte Markt für irischen Whiskey, hier vermerkt Board Bia „gemischte Resultate“, ohne eine genauere Zahl zu nennen. Frankreich zeigte sich als Markt stabil, Polen etwas niedriger als im Rekordjahr 2024. Exporte nach Belgien, Italien und Spanien zeigten gutes Wachstum. Kanada wuchs sogar um 25%, was wohl auch dem Streit mit dem Nachbarn USA geschuldet sein wird.
Wichtige Wachtumsmärkte für irischen Whiskey sind Afrika (26% nach 48% 2023), Indien und Japan, mit Wachstum von 75% und 23% seit 2023.
Für 2026 erwartet Board Bia moderates Wachstum in der EU, sowie weitere Erfolge in aufstrebenden Märkten wie Zentral- und Osteuropa. Das Jahr werde aber ein „Jahr der Tansition“ für die irische Getränkeindustrie sein. Mittel- bis langfristig sei man aber positiv gestimmt und erwartet auch wieder Wachstum in den Hauptmärkten.
















