Seit November 2024 versuchte die Kentucky Owl Distillery und der Besitzer, Stoli USA, erfolglos, sich im Rahmen eines Chapter-11-Verfahrens zu sanieren. Nun haben die unbesicherten Gläubiger und die Stoli Gruppe einen Antrag zur endgültigen Liquidation der Destillerie eingebracht. Es sei die einzige Möglichkeit, zumindest einen Teil der Schulden zurückzuzahlen, berichtet der Lexington Herald.
Allerdings hört man, dass der größte besicherte Gläubiger, die Fifth Third Bank, diesen Antrag beeinspruchen und einen weiteren Antrag für ein Chapter-11-Verfahren, allerdings unter ihrer Leitung zu stellen. Die beiden Anträge werden in einer Sitzung vor Gericht am 26. Januar 2026 verhandelt.
Die Kentucky Owl Distillery wollte ihre Schulden von 78 Millionen Dollar mit 35.000 Fässern Bourbon und bereits gereiftem Whiskey zu decken. Die Fifth Thir Bank lehnte das ab, weil sie dann auf einer Haftung von 60 Millionen Dollar sitzenbleiben würde. Der Richter stoppte den Plan der Kentucky Owl Distillery angesichts des momentanen Zustandes des Marktes, bei dem zu viel Bourbon gelagert ist und man die Fässer nur mit einem hohen Abschlag verkaufen könne, der die Abbezahlung der Schulden unmöglich machen würde.
Nun hat sich auch der Chief Restructuring Officer zurückgezogen, nicht allein deshalb, weil die mit der Überwachung des Verfahrens beauftragten Experten nicht bezahlt wurden und hier weitere offene Forderungen von 6 Millionen Dollar im Raum stehen. Die Gläubiger meinen zudem, dass der Besitzer von Stoli USA, Yuri Shefler, ein russischer Geschäftsmann, der sich selbst als Oligarch bezeichnet, oder die Gruppe selbst genügend Geld hätte, den Bankrott von Kentucky Owl zu finanzieren und die Schulden zu begleichen, sich aber dazu entschieden hätten, es nicht zu tun. Man vermutet auch seitens der Gruppe der Gläubiger, dass die Stoli Group der Fifth Third Bank es übel nehme, weil man dort die Kredite fällig gestellt habe.
Man wird sehen, wie die Entscheidung des Gerichts am 26. Januar dann ausfallen wird…
















