Nein, diese Überschrift enthält keine Fehler. Sie soll nicht lauten: Warum man Whisky mit Eis trinken soll, denn das wäre nicht richtig. Richtig ist vielmehr, dass man Eis mit Whisky trinken soll. Und mit sonst keiner anderen Spirituose. Und das kommt so:

Im Fachmagazin Annals of Microbiology wurde unlängst ein Artikel veröffentlicht, der die Kontamination von Eiswürfeln mit allen möglichen Bakterienstämmen nachweist. 60 Proben von Eiswürfeln, gezogen an verschiedenen Orten wie Bars, Eisspendern oder in Haushalten, wurden auf ihre mikrobiologische Belastung untersucht  – und man fand 52 verschiedene Bakterienstämme darauf. Manche davon waren in der Lage, bei Menschen Infektionen auszulösen.

Alkohol über Eis zu geben, ist eine gute Möglichkeit, um diese Bakterien abzutöten. Aber: Nicht jede Art von Alkohol ist dazu gleich gut geeignet, schreibt Men’s Health. Manchmal ist sogar eine andere Flüssigkeit besser. Während in Wodka vier Stämme überlebten, waren es bei Cola oder Martini nur zwei. Und bei Tonic nur einer.

Und hier kommt die Auflösung, warum man Eis mit Whisky trinken sollte: Bei Whisky überlebte kein einiziger Bakterienstamm. Null. Zero. Nada. Das liegt vor allem an seinem pH-Wert von 4.2, der also relativ sauer ist, im Gegensatz zu Wodka, der mit 6.0 recht neutral daherkommt.

Unser Profi-Tipp: Trinken Sie Whisky aber immer ohne Eis. Da sind nämlich dann gar keine Bakterien drin, und man schmeckt mehr ;-).

Photo by Joshua Rappeneker on Visual hunt / CC BY-SA
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