In einer Pressemitteilung hat gestern Brown-Forman das Ergebnis des Finanzjahres 2026, das mit 30. April zu Ende ging, veröffentlicht – und es zeigt neben einigen – im Umfeld nicht unerwarteten – negativen Zahlen des Gesamtkonzerns vor allem in der Whiskysparte recht ermutigende Tendenzen (wobei sich die Aussendung vor allem mit amerikanischem Whiskey wie Jack Daniel’s und Woodford Reserve beschäftigt, die schottischen Destillerien von Brown-Forman kommen allenfalls als Fußnote vor):
Das Geschäftsjahr verlief für Brown-Forman weitgehend stabil, übertraf intern gesteckte Erwartungen am Jahresende. Allerdings war es auch von Marktvolatilität und hohen Wertminderungen geprägt. Der Nettoumsatz sank leicht um 1 % auf 3,9 Milliarden US-Dollar. Auf organischer Basis blieb der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Das Betriebsergebnis ging um 10% auf 1 Milliarde Dollar zurück. „Freies“ Geld hat man dennoch sehr viel: Der operative Cashflow stieg deutlich um 402 Millionen auf 1,0 Milliarde US-Dollar. Der freie Cashflow kletterte um 462 Millionen auf 893 Millionen US-Dollar.
Im vierten Quartal stieg der Nettoumsatz um 2 % auf 912 Millionen US-Dollar (+2 % organisch). Das Betriebsergebnis brach im Quartal um 53 % auf 96 Millionen US-Dollar ein (blieb organisch aber flach).
Das Whisky-Portfolio bleibt trotz aller Widrigkeiten die tragende Säule des Unternehmens. Whiskey zeigte im Geschäftsjahr 2026 ein bemerkenswertes Wachstum und konnte damit Rückgänge in anderen Kategorien (wie Tequila, wo der Umsatz um 4 % sank) halbwegs ausgleichen: Der Nettoumsatz mit Whisky-Produkten stieg insgesamt um 3 % (+1 % organisch). Das ist unter anderem der Produktneuheit Jack Daniel’s Tennessee Blackberry und Woodford Reserve zu danken, letztere erzielte in den USA ein deutliches Wachstum. Aber auch Wechselkurseffekte haben zum Plus beigetragen.
Die Stammmarke, Jack Daniel’s Tennessee Whiskey, entwickelte sich aber negativ – vor allem un den USA ging der Absatz zurück. Auch das RDT-Segment schwächelte, vor allem, so die Presseaussendung, wegen Lieferengpässen in kanadischen Provinzen.
Deutliches Plus für Brown-Forman gab es in den Emerging Markets mit einer Umsatzsteigerung von 14%. Die am stärksten wachsenden Länder waren dabei die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emiraten und Brasilien. Auch der Travel Retail zeigte ein Umsatzplus von 6%.
Für das Finanzjahr 2027 stellt man sich weiterhin auf ein schwieriges Marktumfeld ein. Man rechnet mit einen unveränderten organischen Nettoumsatz und ein rückläufiges Betriebsergebnis (-3% bis -5%). Mit Innovationen und Restrukturierungsmaßnahmen will man hier aber aktiv entgegenwirken.
















