Klaus Pinkernell, Importeur und Inhaber von Pinkernells Whisky Market, wird Ende April durch Österreich touren und dabei einige unabhängige Abfüller in seinem Sortiment Händlern, Gastronomen und Whiskyclubs vorstellen – auch im Rahmen von Verkostungen. Wann, wo und wie – und vor allem, wie Händler und Clubs in Österreich seinen Besuch buchen und nutzen können, lesen Sie in nachfolgender Pressemitteilung:
Pinkernells Whisky Market mit Independents on Tour in Österreich
Whiskyhändler und -importeur Klaus Pinkernell geht auf Tour: Ende April besucht er Händler, Gastronomen und Whiskyclubs in ganz Österreich, die sich für besondere Whiskys interessieren. Zur Verkostung im Gepäck hat er die unabhängigen Abfüllungen von R&B Distillers, Jack Wiebers, Malts of Scotland sowie je nach Verfügbarkeit von North Star und Valinch&Mallet. Mit dabei sind auch die mehrfach preisgekrönten Spirits der deutschen Brennerei St. Kilian, die ab April von Pinkernells Whisky Market exklusiv für Österreich importiert werden. Da der Verkaufsstart des ersten St. Kilian Single Malt Whiskys demnächst bevorsteht, kann dieser bereits vorbestellt werden.
Die geplante Route führt von Salzburg und Zentral-Österreich (23.-26.4.) über Wien und den Südosten (27.-30.4.) bis nach Westösterreich (1.-3.5.). Händler, die ihr Sortiment um neue, interessante Abfüllungen erweitern möchten, haben in diesem Rahmen die Möglichkeit, bisher Unbekanntes zu probieren. Zudem bietet Klaus Pinkernell an, in Pubs, Bars, Shops und privaten Whiskyclubs Verkostungen aus dem genannten Angebot durchzuführen. Terminwünsche werden ab sofort unter info@pinkernells.at gerne entgegengenommen. Klaus Pinkernell hofft auf reges Interesse und freut sich auf eine spannende Tour!
Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun mehr als einem halben Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben. Was wir besonders schön finden: Sie widmen sich auch den Standards um kleines Geld – wichtig nicht nur für die, die den Whisky gerade entdecken.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
In der Speyside gelegen, ist für viele Glen Grant einer der klarsten Repräsentanten des Stils, den man Whiskys aus dieser Region nachsagt: fruchtig, frsich und leicht. Obwohl: nachdem die Brennereien immer experimentierfreudiger und die Fassfinishes immer häufiger werden, fällt eine regionale Zuordnung einer Destillerie rein nach dem Charakter ihrer Abfüllungen auch immer schwerer. Gibt es ihn noch, generell gesprochen, den typischen Speysider, Highlander oder Islay-Whisky? Bei einer Blindverkostung von einem Dutzend zufälliger Destillerieabfüllungen – wie viele würde man sich zutrauen, nach Region richtig einzuordnen?
Angus, der am Samstag Serge Valentin auf Whiskyfun vertritt, muss sich diese Fragen nicht stellen – er weiß, dass er drei Whiskys aus Glen Grant im Glas hat, und er scheint auch recht viel Gefallen an ihnen gefunden zu haben. Auch der offizielle Glen Grant 18yo, der bei Serge eher nicht so großen Anklang fand, konnte bei Angus in der Verkostung Gefallen finden:
Glen Grant 18 yo (43%, OB, 2018): 84 Punkte
Glen Grant 19 yo 1999/2018 (49.8%, OB ‘Distillery Only’, cask #1, 94 bottles): 87 Punkte
Glen Grant 25 yo 1992/2018 (50.4%, Cadenhead’s Single Cask, bourbon barrel, 144 bottles): 88 Punkte
Hunter-Gerste ist eine alte irische Gerstensorte, die seit 40 Jahren nicht mehr verwendet wird – weil sie nicht so ertragreich ist wie moderne Sorten. Aber, das dachte man sich bei der irischen Waterford Distillery unter der Leitung von Mark Reynier, sie dürfte geschmacklich sehr viel zu bieten haben – und deshalb hat man sich entschlossen, damit Spirit für Whisky zu destillieren.
10.000 Liter hat man jetzt davon hergestellt – als Beginn einer Serie mit Experimenten, die man mit verschiedenen alten Gerstensorten unternehmen will. Eine Presseaussendung, die wir dazu erhalten haben, erzählt weitere Details dieser interessanten Unternehmung:
WATERFORD DISTILLERY PRODUCES 10,000 LITRES OF SPIRIT FROM RARE HERITAGE BARLEY
Waterford Distillery has successfully distilled 10,000 bulk litres – totalling 50 barrels – from an unusual heritage grain that has not been available to the industry for 40 years.
The malting barley variety Hunter was named after Herbert Hunter in recognition of his enormous contribution to barley breeding at the Cereal Station run by the then Department of Agriculture and Technical Instruction (DATI) in Ballinacurra, Co. Cork. The Hunter variety was introduced in 1959, and last used in 1979 when it fell out of favour. But it is now accessible to brewers and distillers once again.
This is the first in the distillery’s planned production of spirit from newly accessible heritage grains, in a journey to explore what flavours were available in the past. Most modern barley varieties are produced with grain yield in mind, not flavour, so the distillery aims to discover if a more flavoursome whisky can truly be made from these old varieties.
Through a partnership with maltsters, Minch Malt, and following the distillery’s production of Ireland’s first organic and biodynamic whiskies, Waterford Distillery is demonstrating once again that their terroir-driven production methods places them at the forefront of a new generation of spirit distillers.
Head Brewer Neil Conway says:
“Contrary to what much of the industry is telling drinkers, flavour starts with the grain and the terroir in which it’s grown. Hunter is an old favourite, a very successful variety, so much so that it dominated for 20 years. That’s why we’re working with Minch Malt and our growers – we’re on the hunt for profound sources of flavour, even if that means going back decades to find these forgotten treasures. What’s more, we’re producing these heritage spirits on as large a scale as possible, rather than a barrel here or there, so as many whisky drinkers as possible have a chance to follow our journey.”
Das Minch Malt Team (die Mälzerei, die für Waterford Distillery arbeitet), besucht die Brennerei. Zu sehen (v.l.n.r.): Grace O’Rielly (WD), Pat Kennedy (MM), Tom Bryan (MM), Alan Dempsey (MM), Neil Conway (WD)
Hunter’s Background
Irish farmers grew barley from home-saved seed from the previous harvest before the development of new hybrid varieties in the early 20th Century. This home-saved seed had poor yields, highly variable from plant to plant, and from farm to farm, and dependent on the weather. Farmers struggled year on year and the crop was susceptible to the elements. Such practices were commonplace before the introduction of the Hunter variety.
Hunter is the result of a cross between Spratt Archer – which was the first hybrid variety bred by Herbert Hunter – and Kenia, a Scandinavian barley. Spratt Archer was grown very successfully in the UK but it needed Kenia’s characteristics for shorter and stronger straw to stand against the Irish climate.
Hunter accounted for 75% of Irish malting barley purchases by 1966. Hunter’s dominance of the Irish malting barley industry continued up until 1978-1979 when it was replaced by Ark Royal and Triumph both of which possessed significantly higher grain yield potential and better resistance to fungal diseases. Hunter was widely missed by brewers and distillers as it is thought to be one of the most flavoursome varieties compared to more recent varieties.
The challenge for the distillery’s maltsters, Minch Malt, was to scale up the 25g samples of the Hunter variety stored by The Department of Agriculture in Backweston Co. Dublin to 40 tonnes of barley for malting purposes, and the project has taken several years for the quantity of grain to be viable for distillation.
To accompany their regular distillation programme, Waterford Distillery has plans to distil more heritage barley varieties, including grain that has not been used in brewing and distillation for over 100 years.
Nur noch bis Sonntag läuft unser aktuelles Gewinnspiel – und es geht um ein ganz besonderes Einzelstück: einen Whisky aus Kontinentaleuropa, der starke Wurzeln in Schottland hat.
Die belgische Owl Distillery in der Nähe von Lüttich, die neue Heimat der beiden Brennblasen aus der Lost Distillery Caperdonich in der Speyside, produziert neben vielen anderen Sorten den Belgian Owl, einen Single Malt aus lokalen Getreide, gereift in First Fill Bourbon Fässern vor Ort. Der mit 46% abgefüllte Whisky gefällt durch seine malzig vanilligen Noten. Er ist natürlich ungefärbt und ohne Kühlfiltratrion abgefüllt.
Bei uns können Sie jetzt in dieser Woche eine Flasche dieses Whiskys gewinnen – und sie ist ein vom Gründer und Master Distiller Etienne Bouillon handsigniertes Unikat!
Wenn Sie noch etwas mehr über die auch aus ihrer Entstehung und ihrem Arbeiten heraus interessante Brennerei (so hat man sich zum Beispiel komplett der nachhaltigen Produktion verschrieben) und ihre Whiskys erfahren wollen, dann können Sie das zum Beispiel in einem kommentierten Bildbeitrag, den Sie hier finden – oder im nachfolgenden Interview mit Etienne Bouillon und Product Managerin Femke van der Forst, das wir während unseres Besuchs im letzten Herbst aufgezeichnet haben:
Und so gewinnen Sie den Belgian Owl Whisky mit Widmung von Etienne Bouillon:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Aus welcher – bereits abgerissenen – schottischen Brennerei stammen die Brennblasen der Owl Distillery, die auch das Titelbild unseres Videos zieren?
a) Caperdonich
b) Stronachie
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Belgian Owl“!
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 17. März, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 18. März bekannt. Der Versand der Flasche erfolgt dann durch Whiskyexperts.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Belgian Owl“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 17. März 2019, 23:59 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin werden am 18. März 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Belgian Owl und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Preise erfolgt durch Whiskyexperts. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Auch die Speyside-Brennerei Cardhu wird im Zuge des Investitionsprogrammes von Diageo um- und ausgebaut – und diese Pläne sind ebenfalls kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt worden.
So wie Clynelish die „Heimat von Johnnie Walker“ in den Highlands werden soll (den Artikel dazu finden Sie hier), so ist es für die Speyside für Cardhu geplant. Auch bei Cardhu wird man das Besucherzentrum vergrößern und dort die Geschichte von Helen und Elizabeth Cummings erzählen, die die Brennerei im 19. Jahrhundert gründeten – und die seit 1893 bestehende Verbindung zu Johnie Walker beleuchten.
Auch hier möchte man zusätzlich die nähere Umgebung der Brennerei landschaftlich neu gestalten und dem Ganzen eine mehr parkähnliche Anmutung verleiehen, so zum Beispiel mit einem Obstgarten. Und natürlich wird auch Cardhu ein Bestandteil der Johnnie Walker Tour werden.
So wie schon bei Clynelish, berichtet GQ, wird man auch bei Cardhu nach Erteilung der Baugenehmigung in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen.
Im Rahmen eines gigantischen Investitionsplans von 150 Millionen Pfund über drei Jahre (wir berichteten hier) wird Diageo verschiedene Brennereien aus- und umbauen (zuletzt wurden diese Pläne für Glenkinchie und Caol Ila vorgestellt).
Jetzt sind die Pläne für Clynelish vorgestellt worden. Dort soll ja nicht nur die Brennerei Brora zu neuem Leben erweckt werden, auch Clynelish selbst soll in neuem Glanz erstrahlen. Konkret wird die Brennerei das neue Zentrum für Johnnie Walker in den Highlands werden, stammt doch ein wichtiger Teil der Whiskys in diesem Blend von dort.
Das Besucherzentrum dort soll ausgebaut werden, berichtet Scottish Field, mit einem neuen ersten Stock, in dem die Geschichte der Destillerie erzählt wird, sowie einer neuen Bar und einem Verkostungsbereich. Auch das umliegende Gelände soll landschaftlich gestaltet und verschönert werden.
Die Pläne werden noch in diesem Monat bei der Highland Council eingereicht, und – sollten sie genehmigt werden – man will bereits heuer mit den Bauarbeiten beginnen.
Clynelish soll dann ebenfalls ein Bestandteil der Johnnie Walker Tour werden, die im neugestalteten Johnnie Walker Zentrum in Edinburgh ihren Ausgang nehmen wird.
Sollten wir dazu im Laufe des Tages von Diageo noch eine Pressemitteilung mit mehr Details erhalten, werden wir sie hier nachreichen.
Eine Ankündigung des neuen KilchomanLoch Gorm 2019 haben wir bei The Whisky Business gefunden. Diese jährlich erscheinenden Sonder-Edition reifte erneut vollständig in Sherry-Fässern. Abgefüllt mit 46 % Vol., ist dieses Bottling auf15.000 Flaschen limitiert. Die Abfüllung für 2019 besteht aus 20 Oloroso-Sherry-Butts aus den Jahren 2006, 2007, 2008, 2009 und 2011.Die neueste Veröffentlichung des Loch Gorm enthält somit erstmals Whisky, welcher 12 und 13 Jahre in den Lagern von Kilchoman reifte.
Der Kilchoman Loch Gorm 2019 wird in diesem Monat an die Fach-Händler ausgeliefert, zum diesjährigen Verkaufspreis haben wir noch keine Angaben erhalten.
Erst im letzten Jahr befüllte das Team der Aber Falls Distillery, die zu der Halewood Wines & Spirits Group gehört, das erste Fass mit New Make (wir berichteten). Und heute lesen wir bei The Spirit Business, dass nun auch mit der Produktion eine Whiskys aus Roggen begonnen wurde.
In ihrem aktuellen Portfolio finden wir Vodka und Gin, auf den ersten Whisky müssen wir noch mindestens zwei Jahre warten. Der Rye Whisky von Aber Falls wird ebenfalls ein fester Bestandteil des Portfolios werden. Gegenüber The Sprit BusinesssagtJames Wright, Managing Director bei Aber Falls: „Das Destillieren von Roggenwhisky ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des zukünftigen Whisky-Portfolios von Aber Falls. Unser Ziel ist es, ein Portfolio aufzubauen, das für die nächsten fünf, zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre geeignet ist, und unseren Kunde neue Erfahrungen zu erschließen.“
Aber Falls ist die dritte Whisky-Destillerie in Wales nach Penderyn und Dà Mhìle, und die Erste in Nord-Wales seit mehr als 100 Jahren. Die Brennerei liegt in Abergwyngregyn, Gwynedd – und benutzt Wasser vom Fluss Aber Falls (Afon Rhaeadr Fawr).
Die Scotch Whisky Association als Vertretung und Lobby-Gruppe der schottischen Whisky-Hersteller ist welweit im Einsatz. Erst vor Kurzem berichteten wir über die gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen der SWA und der Waldhornbrennerei Klotz in Deutschland (wir berichteten mehrmals). Heute finden wir in der Malay Mail einen Artikel über eine juristische Auseinandersetzung der SWA in Singapur.
Ist der „Tartan“ – das karierte Muster, welches die Zugehörigkeit zu schottischen Clans anzeigt – ein Symbol von Schottland und deshalb eine zu schützende „geografische Angabe“ (geographical indication – GI)?
Selbstverständlich, so argumentierte die Scotch Whisky Association gegenüber dem Amt für geistiges Eigentum in Singapur (Ipos). Die SWA legte gegen die Marke „Isetan Tartan“ des Kaufhauses Isetan Einspruch ein. In ihren „umfangreichen Beweismitteln“ belegte die SWA „die lange Verbindung zwischen Tartan und Schottland“ und wies darauf hin, dass die Konsumenten in Singapur wahrscheinlich Tartans mit Schottland assoziieren.
Ipos konnte der Argumentation des SWA nur bedingt folgen. Es gehe nicht darum, ob der Tartan ein Symbol Schottlands ist oder nicht, oder ob die Verbraucher Tartans mit Schottland in Verbindung bringen. Sondern es gehe um die Frage, ob der Tartan (oder genauer das Wort „Tartan “) ist eine geografische Angabe ist. Das Wort „Tartan“ ist ein Design oder Muster und somit KEINE geografische Angabe – und so wird es die Marke „Isetan Tartan“ weiterhin in Singapur geben.
Ob gegen die Entscheidung des Ipos Einspruch eingelegt werden kann, entzieht sich leider unserer Kenntnis.
Ein irischer Rapper sucht seinen musikalischen Ausdruck und sein Publikum. Auf den Straßen Dublins unterwegs, findet er mit seiner Kunst kaum Beachtung. Der ältere Straßenmusiker, welcher ihm auf den Straßen Dublins auffällt, erfährt mit seiner Musik mehr Aufmerksamkeit, ein größeres Publikum und auch mehr Erfolg. Ein Gespräch unter Musiker-Kollegen, gemeinsames Musizieren und der Rückgriff auf Traditionen und Erfahrungen bringen dem jungen Rapper mit seiner Kunst schließlich auch den gewünschten Erfolg und ein größeres Publikum.
So lässt sich der neue zweiminütige Werbespot der irischen Whiskey-Marke Teeling zusammenfassen. Realisiert wurde dieser Werbespot von Banjoman Films. Mit einer Länge von fast zwei Minuten ist er ideal für den Werbeblock in den Kinos. In einem Artikel auf Adworld stellt Regisseur Dermot Malone auch dar, welche Parallelen er zwischen Starßenmusik und Irish Whiskey sieht:
„I wanted to craft a story about a new art form that represents a new whiskey. Only when the lead character meets and learns from the old busker, can he look forward and achieve his own goals.“
Den neuen Werbespot von Teeling finden Sie auf Vimeo, im Artikel von Adworld und natürlich auch oberhalb unseres Posts.
In ehemaligen Sherry-Fässern gereifter Whisky – dafür ist Macallan, oder wie es von offizieller Seite aus richtig heißt, The Macallan bekannt und geliebt. Serge Valentin stellt in seinem heutigen Tasting auf Whiskyfun ein kleines Duett solcher Sherry-Whiskys zusammen. Auf der eine Seite finden wir die offizielle Abfüllung ‚Rare Cask Batch No2‘, NAS und mit einem stolzen Preis. Auf der anderen Seite eine unabhängige Abfüllung mit einem reifen Alter von 27 Jahren. Auf den ersten Blick erscheint der Vergleich einer Abfüllung ohne Altersangabe mit einem gereiften Whisky ein wenig unfair. Und ein zweiter Blick bestätigt diese Vermutung: Den schmalen 78 Punkten für ‚Rare Cask Batch No2‘ stehen 92 Punkte für den Indie gegenüber.
Die vierte Ausgabe des Tamdhu Batch Strength ist nun in UK erschienen, wie wir über Drinkretailingnews.co.uk erfahren haben. Die vierte Ausgabe hat man diesmal mit 57.8% Vol./Alk. abgefüllt, in UK kostet die Abfüllung 75 Pfund. Gereift ist er zu 100% in Sherryfässern (präparierte Oloroso-Fässer) aus amerikanischer und europäischer Eiche. Abfgefüllt wurde, ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration.
In der Regel schaffen es die neuen Bottlings von Tamdhu relativ rasch über den Ärmelkanal zu uns, sodass mit einem Erscheinen in Deutschland ebenfalls bald zu rechnen ist.
Vor einigen Tagen konnten wir über einen neuen Tamdhu 15yo berichten – das Newsbit dazu können Sie hier nachlesen.
Der Importeur für die Highland Destillerie Glengoyne, BORCO Marken Import aus Hamburg, hat uns heute über das offizielle Erscheinen der ersten Ausgabe der Glengoyne Legacy Serie, „Chapter One“ informiert (erhältlich ist dieser Whisky ja bereits seit kurzem).
Infos zu dieser neuen Abfüllungsserie, die nun jährlich neu erscheinen soll, können Sie dem Pressetext entnehmen, in dem Sie auch die offiziellen Tasting Notes finden:
Glengoyne Legacy Serie: Erste limitierte Abfüllung „Chapter One“ nun erhältlich
Hamburg, März 2019. Der Highland Single Malt Whisky Glengoyne bringt mit „Chapter One“ die erste Abfüllung seiner limitierten Serie „Legacy“ auf den deutschen Markt, welche zukünftig mit jährlich wechselnden Sonderabfüllungen ein Kapitel in der Geschichte der Destillerie und ihrer Menschen offenbaren soll. Das erste Kapitel ehrt den Destillerie Manager Cochrane Cartwright, der maßgeblich zum heutigen Glengoyne-Stil mit dem Credo „Unhurried since 1833“ beigetragen hat. Cartwright begann 1869 in der Glengoyne Destillerie sein Handwerk auszuführen. Die Destillerie stand schon immer für eine behutsame, entschleunigte Art der Whisky-Kunst. Doch war es Cartwright, der die Brennblasen noch langsamer betrieben und damit zu den langsamsten in Schottland werden ließ. Er war es auch, der die Reifung in Sherry-Fässern einführte ─ das Markenzeichen aller Whiskys aus dem Hause Glengoyne, welches bis heute besteht. Die Veränderungen brachten die süßen, fruchtigen Noten von Glengyone noch deutlicher zum Vorschein.
„Chapter One“ reift in erstbefüllten Oloroso Sherry-Fässern aus dem spanischen Jerez, welche auch von Cartwright damals verwendet wurden. Die Kombination dieser mit zweitbefüllten Fässern lässt den Hausstil von Glengoyne durchscheinen. Der Whisky wird nicht kalt-filtriert bei 48% Vol. abgefüllt und leuchtet in einem edlen, dunklen Bernstein. Erhältlich ist Glengoyne Legacy „Chapter One“ in einer hochwertigen Geschenkdose, die mit einem Burgunderton die Reifung des Whiskys in erlesenen Sherry-Fässern widerspiegelt.
Verkostungsnotiz:
Nase: reich und umfassend, Toffee-Pudding mit Datteln, Vanillecreme, warme Birne und Zimt.
Geschmack: üppig, mit Schichten von süßen, fruchtigen Sherrynoten und sanften Eichennoten, die von Vanille begleitet werden.
Nachgang: Noten von getrockneten Früchten und Gewürzen münden in einen langen, ausbalancierten Nachgang.
UVP: 57,90€
Über Glengoyne
Das inhabergeführte Unternehmen ist aufgrund der Tatsache, dass das Haus auf jedweden Zuckerkulör-Zusatz verzichtet unter Connaisseuren sehr beliebt. Umgeben von einer malerischen Landschaft, geprägt von dichten Wäldern und grünen Hügeln, wird in der Destille „Glengoyne“, deren Name sich von „glen guin“ (Tal der wilden Gänse) ableitet, seit 1833 ununterbrochen ungetorfter Whisky destilliert. Dieser ist nicht nur ein Ergebnis der an Pedanterie grenzenden Akribie der Inhaberfamilie, sondern ebenso der Naturverbundenheit und der kompromisslosen Qualitätsansprüche, die die Familie Macleod an ihre Single Malts stellt. Die Inhaber stehen damit einem der letzten unabhängigen und familiengeführten Whisky-Unternehmen vor, das auf traditionsbewusste Herstellung ebenso viel Wert legt wie auf Zugänglichkeit und Transparenz der Marken.
Glengoyne Distillery, Bild von K. Schwebke unter CC-Lizenz