In der Speyside gelegen, ist für viele Glen Grant einer der klarsten Repräsentanten des Stils, den man Whiskys aus dieser Region nachsagt: fruchtig, frsich und leicht. Obwohl: nachdem die Brennereien immer experimentierfreudiger und die Fassfinishes immer häufiger werden, fällt eine regionale Zuordnung einer Destillerie rein nach dem Charakter ihrer Abfüllungen auch immer schwerer. Gibt es ihn noch, generell gesprochen, den typischen Speysider, Highlander oder Islay-Whisky? Bei einer Blindverkostung von einem Dutzend zufälliger Destillerieabfüllungen – wie viele würde man sich zutrauen, nach Region richtig einzuordnen?

Angus, der am Samstag Serge Valentin auf Whiskyfun vertritt, muss sich diese Fragen nicht stellen – er weiß, dass er drei Whiskys aus Glen Grant im Glas hat, und er scheint auch recht viel Gefallen an ihnen gefunden zu haben. Auch der offizielle Glen Grant 18yo, der bei Serge eher nicht so großen Anklang fand, konnte bei Angus in der Verkostung Gefallen finden:

  • Glen Grant 18 yo (43%, OB, 2018): 84 Punkte
  • Glen Grant 19 yo 1999/2018 (49.8%, OB ‘Distillery Only’, cask #1, 94 bottles): 87 Punkte
  • Glen Grant 25 yo 1992/2018 (50.4%, Cadenhead’s Single Cask, bourbon barrel, 144 bottles): 88 Punkte
Glen Grant. Bildrechte: Lars Pechmann