Wer schon einmal bei der Cotswolds Distillery war, der kennt das auf vielen Bildern gezeigte Besucherzentrum und den Shop der Brennerei nordwestlich von London auch von innen. Und weiß, dass es nicht gerade unglaublich viel Platz bietet. Hier ein Bild von unserem Besuch im letzten Herbst:
Jetzt hat die Destillerie bekannt gegeben, dass man durch die Gewährung eines Darlehens von 145.000 Britischen Pfund des Entwicklungsprogramms für ländliche Gegenden der EU den Bau eines neuen und größeren Besucherzentrums plant.
Den Rest der Kosten will man durch das momentan laufende Crowdfunding-Programm, das sich ein Ziel von 2 Millionen Pfund gesetzt hat, aufbringen. Das neue Zentrum soll auch Räume für Tastings, einen erweiterten Shop, Ausstellungsräume und ein Café bieten und es ermöglichen, den schon jetzt 30.000 jährlichen Besuchern eine größere Auswahl an Touren und Angeboten machen zu können.
Hier noch ein paar Bilder aus der Brennerei und vom Gelände:
Eine Verkostung bei Serge Valentin, aus der Johnnie Walker Red Label als eindeutiger Sieger hervorgeht? Markieren Sie sich das Datum: 10. Mai 2018 – denn heute ist dieser denkwürdige Tag.
Serge Valentin hat heute – just for fun, wie er schreibt – Blends aus Schottland verkostet, und zwar gängige Standardware, die man auch im Supermarkt und im Getränkemarkt finden kann. Und hier setzt sich der rote Walker gegen vier andere Konkurrenten durch. Zehn Punkte Abstand zum Zweitplatzierten, das ist durchaus recht deutlich.
Wie in jeder Verkostung bei Serge sind die Punkte natürlich nur die halbe Miete. Die Beschreibungen sind es, die die Eindrücke detailliert festhalten. Nachzulesen hier.
Und hier die Punkte:
Johnnie Walker ‘Red Label’ (40%, OB, blend, +/-2018): 78 Punkte
Grant’s Family Reserve (40%, OB, blend, +/-2018): 68 Punkte
VAT 69 (40%, OB, blend, +/-2018): 65 Punkte
J&B ‘Rare’ (40%, OB, blend, +/-2018): 50 Punkte
Haig ‘Gold Label’ (40%, OB, blend, +/-2018): 55 Punkte
Grant’s Signature (40%, OB, blend, +/-2018): 60 Punkte
Ein altes Logo von Johnnie Walker, die zweitwertvollste Spirituosenmarke der Welt.
Es war schon immer etwas teurer, eine Erstausgabe zu besitzen – nicht nur in der Whiskywelt. Wer eine der restlichen 100 Flaschen des ersten Whiskys aus der Destillerie Eden Mill in St. Andrews sein Eigen nennen will (es gab ursprünglich 300 Flaschen davon, aber 200 kamen nie in den freien Verkauf sondern gingen zum Beispiel an Mitarbeiter), der muss dafür 500 Britische Pfund auf den Tisch legen.
Die Flasche 1 von 300 ist noch etwas teurer geworden. Sie erzielte in einer Versteigerung den rekordverdächtigen Preis von 7100 Britische Pfund, wie einem Artikel in Scottish Field zu entnehmen ist. Der Whisky stammt aus American und French Virgin Oak quarter casks und einem ex Pedro Ximénez sherry cask – und ist der erste Whisky, der seit 1860 in St. Andrews destilliert wurde.
Wer eine der 100 verbleibenden Flaschen der Erstausgabe (47% Alkohol) erstehen will, der kann dies mittels eine email-Adresse auf dieser Seite tun.
Die Erstausgabe des Whiskys aus der Eden Mill Distillery. Bild: Eden Mill Distillery
Neues aus Deutschland gibt es zu vermelden: Die Lübbehusen Malt Distillery aus Emstek hat ihren ersten Single Malt veröffentlicht. Schon 2014 haben wir über die Eröffnung berichtet, nun tun wir das gerne wieder zum Erscheinen der Erstabfüllung – und gratulieren dazu ganz herzlich.
Hier der Pressetext, den wir erhalten haben:
Erstabfüllung von The Lübbehusen: fruchtig-rauchiger Single Malt Whisky
Whisky-Destillerie aus Norddeutschland startet mit limitierter Auflage
Emstek. Dreieinhalb Jahre nach ihrer Eröffnung bringt The Lübbehusen Malt Distillery nun ihren ersten Whisky heraus. Die Erstauflage des norddeutschen Single Malt Whiskys aus der Nähe von Cloppenburg ist ab sofort direkt bei der Brennerei erhältlich.
Fruchtig-elegant mit einem Hauch von Rauch und Wind – so stellte sich Inhaber und Master Distiller Jens Lübbehusen seinen Single Malt Whisky schon 2014 bei der Eröffnung seiner Brennerei vor. Dreieinhalb Jahre später hat er diesen nun erstmals genau so in Flaschen abgefüllt. „Unsere Region verbinde ich mit ursprünglicher Natur und rauer, von Wind und Wetter geprägter Landschaft. Ich wollte einen Whisky machen, der genau das widerspiegelt“, erzählt Lübbehusen, der selbst ein Kind Norddeutschlands ist. Die Mission ist geglückt: Ein handgemachter Single Malt Whisky, der so schmeckt wie die Region, aus der er kommt.
Batch 1 – die Erstabfüllung – ist auf 2.825 Flaschen limitiert, von denen zahlreiche bereits an einen exklusiven Kreis von Kunden ausgeliefert wurden. „Unsere Erstabfüllung konnte jeder im Vorfeld bei uns reservieren – einige Fans hatten das bereits bei unserer Eröffnungsfeier gemacht“, erklärt Lübbehusen. Die restlichen 450 Flaschen sind ab sofort im freien Verkauf zum Preis von 59,90 € (0,7 Liter) im Onlineshop der Destillerie erhältlich. Wer den fruchtig-rauchigen Whisky probieren möchte, sollte sich also beeilen.
Melange aus vier besonderen Whisky-Fässern
Ein Teil des Single Malt Whiskys wurde aus Gerstenmalz hergestellt, das über Torffeuer getrocknet wurde. Das verleiht The Lübbehusen seinen leicht-rauchigen Geschmack. Das frische Destillat, der sogenannte New Make, reifte in vier verschiedenen Holzfässern zu Whisky heran: First Fill Ex-Bourbonfässern aus den USA, französischen Rotweinfässern, Pedro-Ximénez-Sherry-Butts sowie Ex-Bourbonfässern, in denen vorher rauchiger Scotch Whisky von der berühmten „Torf-Insel“ Islay lagerte. Die Whiskys aus diesen vier Fässern wurden anschließend zur Erstabfüllung von The Lübbehusen vermählt. Abgefüllt wurde die mit 44,4 % vol. – und weder gefärbt noch kühlfiltriert, wie alle Whiskys der Brennerei. Die nächsten Abfüllungen werden in absehbarer Zeit folgen.
Bratäpfel, Vanille und Röstaromen – so schmeckt The Lübbehusen
Das Ergebnis ist ein sehr vielschichtiger Whisky mit leicht phenolischen Raucharomen:
Farbe: Rotgold, helles Kupfer
Nase: Getrocknete Kirschen und Dörrzwetschge, Apfelschale, Zesten von Grapefruit und Bitterorangen, Distel und getrocknete Kräuter, Röstaromen, warmer, knuspriger Bacon und Räucherspeck, dunkle Schokolade, dezent würzige Holznoten
Gaumen: Bratapfel, Orangeat, Vanille, frisches Gebäck, Röstaromen wie von Malzkaffee, Bratengewürze, dunkler Nougat mit dezentem Rauch
Nachklang: Dunkle Schokolade mit Trauben und etwas Chili, Dörrzwetschgen, warm und lang anhaltend, abschließend verweilt immer noch etwas Raucharomatik und klebt förmlich am Gaumen
The Lübbehusen Single Malt Whisky
Erstabfüllung – Batch 1 mit 44,4 % vol.
59,90 € für die 0,7-Liter-Flasche
Erhältlich unter www.theluebbehusen.com
Aus Schottland erreicht uns die Meldung, dass von BenRiach ein neuer, dreifach destillierter 10 Jahre alte Single Malt erschienen ist. Der BenRiach 10yo Triple Distilled ist für den globalen Travel Retail gedacht. Ab sofort wird man den mit 43% abgefüllten Malt in ausgesuchten Flughäfen rund um den Globus kaufen können.
Wir haben für Sie die Tasting Notes und die englischsprachige Pressemitteilung, sowie einige Bilder der neuen Abfüllung, zu der wir allerdings keinen Preis nennen können:
BENRIACH LAUNCHES 10 YEAR OLD TRIPLE DISTILLED SINGLE MALT
BenRiach Distillery is pleased to announce the release of a new triple distilled expression, aged for 10 years, exclusively for the global travel retail market. The expression joins the classic and peated BenRiach Quarter Casks in the global travel retail range from BenRiach. The range embodies the unconventional Speyside style of BenRiach and its creative heritage of distilling malt whisky in a ‘troika’ of styles: unpeated, peated and triple distilled. The new expression was launched at Spirit of Speyside Whisky Festival which BenRiach is an official partner of.
Although Scotch Whisky is traditionally distilled just twice, BenRiach have been experimenting with a third distillation since 1998, giving the spirit an even more fruity and zesty character. Building on the rich cask maturation profile of BenRiach expressions, this rare triple distilled whisky from Speyside has matured for at least ten years in first fill American Bourbon barrels and first fill Pedro Ximenez Sherry Casks. The bourbon barrels add perfectly balanced notes of vanilla and spice, while the Pedro Ximenez casks contribute to the complexity and richness of this smoothest of Single Malt whiskies.
BenRiach Triple Distilled Aged 10 years is bottled at 43%, of natural colour and is a global travel retail exclusive available in selected airports worldwide from May.
Announcing the debut of BenRiach Triple Distilled Aged 10 Years, Master Blender Rachel Barrie, said:
“Two decades ago the BenRiach distillery team started to experiment with small batches of triple distilled whisky, even when most Single Malt Scotch whiskies are distilled just twice. We continue to boldly approach the art of distillation and cask maturation, inspired by the adventurous spirit of our distillery founder.
“I have the wonderful task of bringing out this experimental nature through some of the most interesting casks in Speyside. For the unconventional whisky lovers and explorers, BenRiach Triple Distilled is a chance to enjoy an innovative style of Speyside Single Malt Scotch not once or twice, but triple distilled.”
BenRiach Triple Distilled Aged 10 Years Old Tasting Notes:
Colour: Polished new gold.
Nose: Crisp green apple skin sweetened by a dusting of vanilla icing sugar, white grape, lychee and a sweet barley back note.
Taste: Vibrant freshly sawn oak, pear tarte Tatin dusted with cinnamon and white pepper sauce, with a delicate and sweet floral, barley background.
ABV: 43%
Availability: This is a global travel retail exclusive available in selected airports worldwide.
„Master of American Whiskey“, kurz #MOAW, wurde 2016 von Brown-Forman Deutschland ins Leben gerufen, um in der Barkeeper-Szene das Wissen um amerikanischen Whiskey zu vertiefen und die Beschäftigung damit anzustoßen. Seit damals begleiten auch wir das Programm mit PR-Berichten darüber, und wollen – nachdem wir über das deutsche Finale berichteten, auch einige Eindrücke vom weltweiten Finale in den USA mit Ihnen teilen. Das tun wir mit einem Pressetext, den wir von Brown-Forman erhalten haben, und einer Galerie von sieben Bildern aus dem Finale in den USA:
#MOAW INSIGHTS III – Freundschaft, Wissen und persönliche Weiterentwicklung
Fünf aus 60 Teilnehmern haben es geschafft erfolgreich ihr Können unter Beweis zu stellen und eine Reise in die Geburtsstätte des American Whiskey zu gewinnen. Doch im Vordergrund stand nicht der Wettbewerbsgedanke:
„Brown‐Forman hat es geschafft, ein Programm ins Leben zu rufen, bei dem auch im zweiten Jahr Freundschaft, Wissen und persönliche Weiterentwicklung im Vordergrund stehen. Ich bin unglaublich dankbar, die Erfahrung gemacht zu haben und kann nur jedem ans Herz legen, im kommenden Jahr selber teilzunehmen.“ (Stefan Körner, Barmanager Bricks Bar und Restaurant, Düsseldorf; Gewinner „Master of American Whiskey 2018“).
Das Schulungsprogramm „Master of American Whiskey“ wurde 2016 von Brown-Forman Deutschland ins Leben gerufen. Anfang Mai 2018 ging die zweite Runde des bereits in der Bartenderszene etablierten Programmes zu Ende. Renommierte Speaker, zwei Stationen voller geballtem American Whiskey Wissen und die Chance sein bisher erlangtes Know-How in einer dritten Station in den USA, der Heimat des American Whiskey, unter Beweis zu stellen.
Das Programm richtet sich vor allem an Jung-Bartender, die ein breites und fundiertes Wissen zur Kategorie American Whiskey vermittelt bekommen sollen. Während sich Station 1 der Theorievermittlung widmete, mussten die Teilnehmer bei der zweiten Station ihr Wissen in die Praxis umsetzen. Unterstützt und gecoached wurden sie im Verlauf von Speakern wie Jeffrey Morgenthaler (Barmanager Clyde Common and Pepe Le Moko, Portland, Oregon; Co-Autor „The Bar Book: Elements of Cocktail Technique“), Gabriel Daun (Barmanager Gekkos, Frankfurt; Juror und Schirmherr Schulungsprogramm „Master of American Whiskey“), Nick Theurer (Senior Account Manager, Brown-Forman Deutschland GmbH; Juror „Master of American Whiskey“), Bianca Praetorius (Pitchtrainer; Jurorin „Master of American Whiskey“) und Nils Wrage (Chefredakteur Mixology; Juror „Master of American Whiskey“), als auch dem letztjährigen Master of American Whiskey Florian Drucks-Jacobsen (Headbartender Liquid Bar, Tübingen; Juror „Master of American Whiskey“).
Aus 60 Teilnehmern zu Beginn wurden mit Hilfe eines Blind Tastings und Multiple Choice Testes die 15 Besten ermittelt. Diese Teilnehmer traten unter anderem mit einer Barrel-Aged-Cocktail Challenge gegeneinander an. Die fünf Gewinner der zweiten Station bekamen die Möglichkeit nach Kentucky und Tennessee zu reisen und den Titel des zweiten „Master of American Whiskey“ zu erlangen. Vor Ort in der USA bekamen die Finalisten (Frank Thelen, Shepheard, Köln; Marina Hofacker, Spirits, Köln; Andrea Turan, Reingold, Berlin; William Reese, Mash, Hamburg; Stephan Körner, Bricks Bar, Düsseldorf) die Möglichkeit die Brown-Forman Cooperage (Brown Forman stellt seine Whiskey-Fässer selbst her!), die Destillerien und Produktionsstätten von JACK DANIEL´S, WOODFORD RESERVE als auch OLD FORESTER zu besichtigen. Private Insights der Master Destiller, gemeinsame Verkostungen mit den amerikanischen Whiskey-Profis und eine Personal Selection von JACK DANIEL´S Single Barrel in der Destillerie des Marktführers der Kategorie American Whiskey, standen auf der Agenda.
Mit dem Programm „Master of American Whiskey“ ist es Brown-Forman Deutschland gelungen, das Menschliche und das Miteinander, die gegenseitige Unterstützung und die Zusammengehörigkeit der Teilnehmer durch das ganze Programm in den Mittelpunkt zu rücken. Insbesondere der Wissensaustausch als auch das Netzwerken innerhalb der Szene wurde bei den jungen Talenten sehr gelobt.
So freut sich Brown-Forman Deutschland auf ein weiteres spannendes Jahr „Master of American Whiskey“.
Als am Dienstag Nicola Riske, Brand Ambassador von The Macallan für Zentral- und Südeuropa nach Wien kam, um dort im Park Hyatt die neue Core Range der Speyside-Destillerie vorzustellen, war dies natürlich eine gute Gelegenheit, von ihr persönlich mehr über die Nachfolger der bestehenden Serie mit The Macallan Gold, Amber, Siena und Ruby zu erfahren. Zukünftig wird es drei zwölfjährige Macallans in der Standard-Range geben: The Macallan Triple Cask Matured 12yo, The Macallan Double Cask 12yo und The Macallan Sherry Oak Cask 12yo (im Herbst wird dann noch ein altersloser The Macallan Double Cask Gold erscheinen).
Nicola erzählt zunächst einiges über sich und legt dann dar, was sich bei The Macallan ändert. Neu ist, dass es wieder drei Abfüllungen mit Altersangaben geben wird, die drei unterschiedliche Fasstypen (Ex-Bourbonfässer sowie Sherryfässer aus amerikanischer und europäischer Eiche) in unterschiedlichen Kompositionen präsentiert. Ein guter Teil ihrer Ausführungen beschäftigt sich mit dem Fassmanagement bei der Destillerie und wie die unterschiedlichen Fässer den Whisky beeinflussen.
Mit der Umstellung will The Macallan die Abfüllungen, die in verschiedenen Regionen angeboten werden, global mehr harmonisieren – ohne natürlich die markante Vielfalt, die The Macallan im Segment der speziellen Abfüllungen anbietet, zu schmälern.
Dieses etwas über 18 Minuten lange Interview mit Nicola Riske finden Sie hier und auf Youtube. Es wurde in englischer Sprache geführt.
Im Anschluss an das Interview verkosteten wir die neue Core Range sowie auch zwei Sonderabfüllungen – hier einige Bilder dazu:
Zur Core Range selbst: An ihr lässt sich das Zusammenspiel der Fasstypen sehr gut erkennen:
Der The Macallan Triple Cask Matured 12yo reüssiert mit Früchten und Karamell sowie deutlicher Süße, hält sich aber in der Sherry-Stilistik eher zurück. Hier möchten wir Nick Savage, der Master Distiller von The Macallan, mit seinen eigenen Worten laut Presseblatt zitieren:
„Die Kombination aus drei Fässern, die für Triple Cask Matured 12 Jahre verwendet wurde, schafft einen Macallan mit einer leichteren Stilistik und einem komplexeren Charakter und ist Ausdruck unseres ständigen Strebens, konkurrenzlose Single Malts zu entwickeln. Die Verwendung von amerikanischen Ex-Bourbon Eichenfässern verleiht dem Whisky markantere Aromen und Geschmacksnuancen nach hellen Zitrusfrüchten, während er gleichzeitig die hellere Farbe und Süße, die mit amerikanischer Eiche assoziiert wird, beibehält.“
Die Sherrynote im The Macallan Double Cask 12yo wird nun bereits prominenter – aber auch hier dominieren noch Butterscotch und Honignoten sowie leicht zitronige Anklänge. Wiederum Nick Savage:
„The Macallan Double Cask 12 Jahre ist ein faszinierender Single Malt, der die Vereinigung zweier stilistischer Richtungen zelebriert, um einen meisterhaft abgerundeten und markanten, warmen Charakter mit Honig-, Zitrus- und Ingweraromen zu kreieren. Durch die Verbindung von Holzeinflüssen konnten wir eine neue Abfüllung produzieren, die sich perfekt zwischen unseren „Sherry Oak“- und „Triple Cask Mature“-Serien einreiht und Whisky-Liebhabern die Möglichkeit bietet, die Welt von The Macallan weiter zu erkunden.“
Der The Macallan Sherry Oak 12yo stellt dann die Trockenfrüchte und die Würzigkeit der europäischen Eichenfässer ins Rampenlicht. So beschreibt ihn Dr. Nick Savage:
„The Macallan Sherry Oak 12 Jahre spiegelt die intensive Holznote und die Aromen getrockneter Früchte wider, die mit der Sherry-Eichen-Stilistik von The Macallan assoziiert werden, und ist Ausdruck unseres nachhaltigen Strebens, unvergleichliche Single Malts zu kreieren. Wir investieren mehr in Seasoned Casks als jede andere Destillerie, indem wir unsere Fässer mit großer Sorgfalt auswählen, produzieren und betreuen, um jene Tiefe, Komplexität und Geschmacksvielfalt zu erzeugen, für die The Macallan bekannt ist.“
Allen gemeinsam ist ihre ausbalancierte Natur und eine Unkompliziertheit, die aber nicht zur bloßen Flachheit verkommt.
Zwei Sonderabfüllungen bildeten den Abschluss der Verkostung: Der Macallan Rare Cask setzte prominente Akzente durch die ausschließliche Verwendung von Sherryfässern aus europäischer Eiche, die zuvor mit Oloroso-Sherry gefüllt waren (The Macallan verwendet ausschließlich Oloroso-Sherry für das Seasoning der Fässer), ohne dabei auch nur im Anklang ins Holzige abzugleiten.
Der Macallan Reflexion, als letztes Highlight, zeigte die Charakteristik der alten Macallans mit einer faszinierenden Kombination aus geschmacklicher Wucht und Geschmeidigkeit, die vor allem durch die Auswahl kleinerer Fasstypen erreicht wurde. Er liegt preislich dementsprechend auch dort, wo die alten Originalabfüllungen am Sekundärmarkt zu finden sind. Nichts für den Alltag, aber ein echtes Whiskyerlebnis – mit dem dann auch die Präsentation der Whiskys von The Macallan endete.
Über die neue Destillerie, die ja demnächst eröffnet wird, konnte man übrigens auf der Veranstaltung noch nichts erfahren – die Sperrfrist mit Informationen dazu wird eisern eingehalten. Wir werden aber zum gegebenen Zeitpunkt natürlich ausführlich dazu berichten…
Wissen Sie, was ein Pleonasmus ist? Ein weißer Schimmel, zum Beispiel, oder ein schwarzer Rappe – also wenn man etwas mit einem Attribut versieht, was ohne ihm auch schon alles sagen würde.
In diesem Sinne könnte man die Überschrift dieses Artikels auch als einen Pleonasmus deuten, denn Langweiliges kommt selten aus der Islay-Brennerei Bruichladdich. Die vier Abfüllungen, die sich Serge heute von dort ausgesucht hat, sind es jedenfalls nicht. Wenn man die Beschreibungen, die vor den Benotungen stehen, ansieht, dann findet man darin ungewöhnliche Geschmacksbeschreibungen und -zusammenstellungen.
Und alle vier unabhängigen Bottlings können in der Verkostung auch bei den Punkten kräftig zulangen, wie man hier sieht:
Bruichladdich 12 yo 2005/2017 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, cask #11830, 276 bottles): 88 Punkte
Bruichladdich 6 yo (55.9%, Dramfool, bloodtub, cask #4091, 2017): 89 Punkte
Bruichladdich 15 yo2002/2017 (57.1%, North Star Spirits, 264 bottles): 87 Punkte
Bruichladdich 17 yo 1990/2007 (57.9%, Riegger’s Selection, cask #34): 82 Punkte
Einen ganz besonderen Whiskey haben Irish Distillers angekündigt: Der Redbreast Dream Cask 32yo stammt aus Fässern in einem Lagerhaus in der Midleton Distillery, die im Jahr 1985, genauer gesagt am 31. Oktober, befüllt wurden. Es handelte sich um ex-bourbon casks. Im Jahr 2011 wurden die Fässer in ein first fill oloroso sherry bitt umgefüllt und im letzten Jahr dann erstmals abgefüllt, allerdings nur in wenige kleine Sampleflaschen für den World Whisky Day. Der Rest verblieb bis heuer im Fass.
Jetzt hat man von diesem Whiskey 861 0.5l-Flaschen mit 46.5% Alkohol und ohne Kältefiltration abgefüllt, die um € 500,- pro Flasche verkauft werden, allerdings nur an Mitglieder von The Birdhouse, dem Online-Club der Destillerie. Mitglieder werden in den nächsten Tagen in jenen Ländern, in denen man den Whiskey kaufen kann, benachrichtigt (die USA gehört übrigens nicht dazu, da man dort Whisky nich in 0.5l-Flaschen anbieten darf).
Wer den Whiskey haben möchte und noch kein Mitglied in The Birdhouse ist: Hier kann man beitreten.
Über ihre neueste Abfüllung Swiss Mountain Single Malt Whisky «Ice Label» Edition 2018 informiert uns Rugenbräu in ihrer heutigen Pressemitteilung. Nähere Informationen zu diesem 9-jährige Whisky mit einer limitierten Anzahl von 997 Flaschen finden Sie im folgenden Text:
Ab sofort steht er bereit: der exklusive Swiss Mountain Single Malt Whisky «Ice Label» Edition 2018. «Die Abfüllung ist soeben erfolgt, der 9-jährige Whisky wird in einer limitierten Anzahl von 997 Flaschen angeboten», bestätigt Kurt Althaus, Master Distiller bei der Rugenbräu AG.
«Ice Label» 2018 mit neuer Verpackung
Der Swiss Mountain Single Malt Whisky «Ice Label» Edition 2018 «Aged 9 years» wurde im ewigen Eis in einer Eisgrotte auf dem Jungfraujoch, auf 3‘454m und bei konstant -4 Grad, ausgereift. «Der Whisky besticht durch seine dunkle Bernsteinfarbe und einer weichen Textur mit langanhaltender, intensiver Fülle», schildert Althaus. Komplexe Aromen mit einer leicht holzigen Note bis hin zu Karamell runden den Genuss ab.Die limitierte Edition 2018 wird neu in einer Rundverpackung angeboten. Angelehnt an den Ort der Reifung ziert eine Eisgrotte die Verpackung und das Alter des Whiskys ist prominent aufgeführt. Der im Jahr 2017 als Schweizer Whisky des Jahres ausgezeichnete Whisky gilt als Flaggschiff der Rugen Distillery und erzählt zugleich die Geschichte der Jungfraubahn mit dem Jungfraujoch – Top of Europe.
Weltweit einzigartig …
Im Frühling 2018 wurde unter der Leitung des Master Distiller, Kurt Althaus, ein Whisky im Tropenhaus Frutigen zur Reifung deponiert: «Aktuell sind wir weltweit die einzige Whisky-Distillerie, welche Whiskys im Eis, im Felsenkeller und in den Tropen reifen lässt und dies in einem Radius von rund 50 km, beziehungsweise innerhalb einer Region», weiss Remo Kobluk, Geschäftsführer der Rugenbräu.
Gestern haben wir ja über einen neuen Eintrag für einen Johnnie Walker White Walker Game of Thrones Editionberichtet, der in der TTB-Datenbank aufgetaucht ist. Heute können wir Ihnen ein knapp 20 Sekunden langes Teaser-Video von Youtube zeigen, das uns vor allem auch etwas im Titel über das Erscheinungsdatum der Sonderabfüllung verrät: Herbst 2018. Noch immer nicht können wir sagen, ob der Whisky auch in Europa zu haben sein wird – aber ein wenig Zeit ist ja noch hin.
Derweilen also viel Vergnügen mit dem obenstehenden Youtube-Video. Nur ein Teaser, wie gesagt ;-).
Dass man in Fachgeschäften in Deutschland in Bezug auf japanischen Whisky von einer Mangelwirtschaft reden muss, ist augenscheinlich. Nun gibt es aber immer mehr Berichte, dass auch in Japan die Situation als „austrocknend“ bezeichnet werden muss.
Gerade mal 12 Flaschen Hibiki kann man täglich am größten Duty Free Shop auf dem Tokioter Flughafen Haneda ins Regal stellen, und die, so Manager Michihiko Takano laut Nikkei Asian Review, sind innerhalb von 10 Minuten restlos ausverkauft.
Anderen Marken wie Yamazaki haben ein ähnliches Schicksal. Kaum stehen sie (in kleinen Stückzahlen zu einem hohen Preis) zum Verkauf, sind sie schon wieder weg. Und die Händlerpreise für den Yamazaki 12 liegen doppelt so hoch wie der empfohlene Verkaufspreis – und der Anstieg hat sich in den letzten Wochen beschleunigt.
Grund dafür: Die großen Produzenten haben den Boom der letzen Jahre einfach maßlos unterschätzt und kommen mit der Produktion nicht mehr nach. Jetzt fürchtet man, dass die Situation, bei der die Nachfrage das Angebot weit übersteigt, entweder den Markt schnell abkühlen oder gar eine Blase erzeugen könnte.
Es sieht so aus, als hätte man sich die Situation auch mit Marketing zum Teil selbst eingebrockt, nachdem man einen nach einer langen Flaute anziehenden Markt mit zusätzlichen Kommunikationsmaßnahmen weiter angestachelt hat. Die Bestände sind mittlerweile so niedrig, dass manche ein Stocken des Wachstums bis 2020 erwarten. Man überlegt sich auch neue Strategien, um die Nachfrage zu befriedigen.
So hat man laut dem Bericht bei Suntory damit begonnen, New Make als ideale Zutat für den Highball zu promoten (jener Longdrink, der Japans liebste Darreichungsform für Whisky darstellt). Auch will man mehr amerikanischen Whiskey für den heimischen Markt importieren. Bleibt abzuwarten, ob die japanischen Konsumenten auf diesen Zug aufspringen.
Mehr über die interessante Situation in Japan im ausführlichen Artikel auf Nikkei Asian Review.
Die Distell-Gruppe stammt aus Südafrika und besitzt in Schottland drei Destillerien: Bunnahabhain, Tobermory und Deanston. In den letzten Jahren hat man sich um diese Brennereien – man kann es fast nicht anders sagen – liebevoll gekümmert und tut es auch jetzt noch, sei es durch Renovierungsarbeiten, sei es durch sorgsame Produktpflege.
Und diese Investitionen von Zeit, Geld und Herzblut haben sich bezahlt gemacht: Alle drei Brennereien produzieren auf hohem Niveau und haben sich mit schönen Abfüllungen viele Freunde gemacht. So auch Deanston, wo man gerade bei den Standardabfüllungen kontinuierlich an der Qualität gearbeitet hat.
Serge Valentin hat heute zwei Bottlings aus der Destillerie verkostet, eines davon ist auch bei uns gängig, das andere nur in Übersee zu finden. Auf welcher Seite der Erde Sie uns auch gerade lesen – freuen kann man sich über beide Abfüllungen.
Und das sind die Flaschen, die heute in der Verkostung zu finden sind:
Deanston 18 yo (46,3%, OB, +/-2017): 87 Punkte
Deanston 14 yo (57.9%, OB for Quaich Bar Singapore, Spanish oak, 200 bottles, 2017): 87 Punkte
Und wie wäre es mit einer kleinen Galerie von Bildern (Das Titelbild, hier nicht dabei, stammt übrigens voon Marcel Freudenstein)?
Deanston. Bildrechte: Bernd ScheerDeanston. Bildrechte: Bernd ScheerDeanston. Bildrechte: Bernd ScheerFässer in Deanston. Bild: Marcel FreudensteinDas Fass aus dem Film Angel’s Share.Bildrechte bei Marcel FreudensteinLagerhaus von Deanston. Bild: Marcel FreudensteinStills von Deanston. Bild: Marcel FreudensteinDie Destillerie Deanston. Copyright Michael SchmidtDeanston. Bildrechte: Bernd Scheer
Auch wenn Tobermory auf der Insel Mull momentan gerade eine Renovierungsphase durchläuft, hindert es das Management der Destillerie natürlich nicht daran, immer wieder neue Abfüllung zu veröffentlichen – so wie zum Beispiel den Ledaig 13yo Amontillado Cask Finish (für Whiskyneulinge: Ledaig ist der Name, unter dem Tobermory getorfte Abfüllungen auf den Markt bringt).
Der im Sherryfass gefinishte Ledaig ist für Ralfy interessant genug, um ihn in der 725. Ausgabe seiner Videotastings genauer unter die Lupe zu nehmen. Und er bekommt von ihm satte 91 Punkte – und wir Zuhörer den Hinweis, dass der Ledaig locker so manchen Islay-Whisky schlägt. In der Tat hat sich Ledaig in den letzten Jahren fantastisch entwickelt, und diese Originalabfüllung scheint laut Ralfy ein weitere Beweis dafür zu sein.
Knapp 15 Minuten dauert das obenstehende Video – wir wünschen viel Vergnügen damit!