Und auch heute haben wir wiederum eine schöne Bildstrecke von einem Destilleriebesuch – diesmal sind wir mit Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen auf Islay, in der Brennerei Bruichladdich. Dort, im Westen der Insel, die für ihre torfigen Whiskys berühmt ist, hat sie Bilder aus der Produktion und den Lagherhäusern mitgebracht – schöne Details und Übersichtsaufnahmen, die eindrucksvoll die Brennerei zeigen.
Wie üblich können Sie die Bilder durch Anklicken vergrößern und näher betrachten. Viel Vergnügen jetzt also – und freuen sie sich auf weitere Fotoreportagen der Whiskykennerin aus Vorarlberg…
Ob Serge jetzt 38, 48 oder 58 wird, lässt er mit einem Augenzwinkern offen, und die Höflichkeit gebietet uns, da auch nicht weiter nachzufragen – jedenfalls hat Serge Valentin gestern Geburtstag gefeiert – unsere herzlichsten Glückwünsche dazu, auch im Namen unserer Leser.
Gefeiert wurde mit drei gut gereiften Whiskys aus der Destillerie Longmorn, und sehr spät hat Serge, pflichtbewusst wie er ist, noch Tasting Notes dafür veröffentlicht. Solche Geburtstagsdrams kann man sich nur wünschen – es zeigt sich, dass, zumindest beim Whisky, Alter durchaus seine Vorteile hat. Die Punkte, die Serge vergibt, sprechen eine beredte Sprache.
Addendum: Die Tasting Notes wurden von Serge wieder offline genommen, weil zwei der verkosteten Whiskys noch nicht offiziell erschienen sind. Wir haben unseren Artikel dementsprechend angepasst.
Gleich zwei Neuigkeiten haben wir in der us-amerikanischen TTB-Datenbank entdeckt, und beide betreffen bekannte torfige Serien von unabhängigen schottischen Abfüllern:
Der Smokehead Sherry Bomb scheint mit seinen 58% Alkohol tatsächlich dazu angetan zu sein, wie eine Bombe im Mund zu explodieren (die Vorderseite gibt übrigens abweichend 48% an – Fehler oder Verwirrungstaktik?). Rauch und Sherry sind jedenfalls eine explosive Mischung, die uns Ian Macleod Distillers hier in absehbarer Zeit servieren dürften.
Von Douglas Laing befindet sich eventuell ein besonderer Big Peat im Anflug – und zwar einer mit stolzen 26 Jahren. Der Big Peat 26yo wurde im Jahr 1992 destilliert und es scheint sich dabei, trotz der Stärke von 51.8% Alkohol um keine Einzelfassabfüllung zu handeln, denn das Etikett der Vorderseite spricht von „aged in oak casks„.
Genaueres wie Erscheinungsdatum und oder Preise sind aus dem Material in der TTB-Datenbank nicht herauszulesen, aber wenn wir mehr Details erfahren, sind wir natürlich wieder für Sie da.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Mit der Presseaussendung zum The Balvenie DoubleWood 25 years old erhielten wir ebenfalls von der The Balvenie Pressestelle Österreich eine Würdigung des Malt Master von The Balvenie, David C. Stewart. Er begann seine Tätigkeit bei The Balvenie 1962 und feiert im letzten Jahr sein 55-jähriges Dienstjubiläum bei The Balvenie. Zu diesem außergewöhnlichen Ereignis gratulieren wir David C. Stewart nachträglich sehr herzlich – und The Balvenie natürlich auch.
David C. Stewart MBE begann 1962 im Alter von nur 17 Jahren in der Destillerie The Balvenie zu arbeiten und ist heute eine der beliebtesten und angesehensten Persönlichkeiten der Branche. Im September 2017 feierte David sein 55-jähriges Dienstjubiläum im Unternehmen.
Am 5. Juli 2016 wurde er von Queen Elizabeth II bei einer Zeremonie im Palace of Holyroodhouse in Edinburgh, der schottischen Residenz der Königin, für seine Verdienste um die schottische Whiskyindustrie mit dem Verdienstorden „Order of the British Empire“ ausgezeichnet.
David Stewart startete seine Laufbahn in der Destillerie The Balvenie mit einer zwölfjährigen Lehrzeit, in der er sich die Fähigkeiten des Nosings und der Kreation unvergleichlicher Single Malt Scotch Whiskies aneignete. 1974 wurde er dann zum Malt Master von The Balvenie ernannt und diese Position hat er auch heute noch inne.
Im Laufe seiner Karriere entwickelte er eine preisgekrönte Reihe von Single Malt Whiskies, die ihm einige der renommiertesten Auszeichnungen der Branche einbrachten und dem unabhängigen Familienunternehmen William Grant & Sons dazu verhalfen, bei der International Spirits Challenge beispiellose fünf Mal zum „Distiller of the Year“ gekürt zu werden. Vier Auszeichnungen verzeichnete man bei der International Wine and Spirit Competition (IWSC) und 2011 erstmals auch eine bei den World Whiskies Awards.
Es gibt nur wenige Malt Masters für schottischen Whisky weltweit und David Stewart benötigt als Vertreter dieser Profession bei The Balvenie ganz besondere Fähigkeiten, um Qualität und Kontinuität der Whiskies zu gewährleisten. Seine Leidenschaft für die Bewahrung der Tradition sowie seine Experimentierfreude machen The Balvenie zu einem herausragenden, erlesenen Single Malt, der sich bei jüngeren Whiskyfreunden ebenso großer Beliebtheit erfreut, wie bei erfahrenen Whisky-Aficionados. Nach nahezu 55 Jahren hat David seine Meisterschaft zu einer Kunst erhoben und seine Rolle ist Teil der „Five Rare Crafts“, der fünf traditionellen Handwerkskünste, welche die einzigartige Positionierung der Destillerie The Balvenie in der heutigen Welt begründen.
David Stewart ist dafür bekannt das Rampenlicht zu scheuen. Nichtsdestotrotz fand er eine breite Anerkennung in der Branche und erhielt zahlreiche Preise im Laufe seiner Karriere wie den Grand Prix of Gastronomy von der British Academy of Gastronomes (2005), eine Auszeichnung für sein Lebenswerk von Malt Advocate (2007) sowie den „Icon of Whisky“ des renommierten Whisky Magazine (2009).
Zu seinen größten Errungenschaften als Malt Master von The Balvenie zählt neben dem Verdienstorden MBE die Entwicklung des damals noch völlig unbekannten DoubleCask-Verfahrens, der Reifung in zwei Fässern, in den 1980er-Jahren sowie in jüngerer Zeit der als „Finishing“ bekannten Technik, die im Balvenie DoubleWood 12 Jahre sowie im Balvenie DoubleWood 17 Jahre vollendet zum Ausdruck kommt.
Seine Experimentierfreude ermutigte ihn, 2001 den bahnbrechenden Islay Cask 17 Years zu kreieren, der den Weg für eine Reihe erfolgreicher limitierter Editionen wie Balvenie PortWood 21 Years sowie Balvenie Caribbean Cask 14 Years bereitete, die der Destillerie The Balvenie in der Welt des Single Malt Scotch Whisky eine völlig neue Position verschafften.
Davids unübertroffene Kompetenz zeigte sich auch in der Single Barrel-Serie, die drei Abfüllungen umfasst – Single Barrel First Fill 12 YEARS, Single Barrel Sherry Cask 15 Years sowie Single Barrel Traditional Oak 25 Years.
Zuletzt kreierte David The Balvenie DCS Compendium, eine Sammlung von 25 Fässern aus fünf Dekaden der Geschichte von The Balvenie. Jedes Fass verkörpert die Quintessenz der Destillerie und die Entwicklung des typischen The-Balvenie Stils im Laufe der Zeit.
Davids Hingabe an sein Handwerk machte ihn in Verbindung mit seiner Bescheidenheit im Auftreten zu einer der beliebtesten und geachtetsten Persönlichkeiten der schottischen Whiskyindustrie. Er versucht nach wie vor seine Arbeit gemeinsam mit den erfahrenen Handwerksteams der Destillerie The Balvenie nahe Dufftown, Speyside, Schottland zu perfektionieren.
David Stewart lebt gemeinsam mit seiner Frau Ellen und ihren drei Kindern Heather, Colin und Alan sowie den fünf Enkelkindern Rory, Lily, Chloe, Robyn und Lois außerhalb von Glasgow, Schottland. Er ist ein begeisterter Fan des schottischen Fußballclubs Ayr United und widmet sich in seiner Freizeit dem Curling oder spielt eine Runde Golf.
Über den The Balvenie DoubleWood 25 years old konnten wir schon in der letzten Woche berichten. Heute erreicht uns von der The Balvenie Pressestelle Österreich eine Presseaussendung, die dieses spezielle Bottling detailliert vorstellt:
Im Zuge der Feierlichkeiten rund um die Entstehung und den vielen Geschichten, die den Balvenie DoubleWood weltweit bekannt gemacht haben, präsentiert David Stewart, ein Pionier und Wegbereiter der Entwicklung des Fass-Finishings in der Whisky Welt – seine limitierte Sonderedition, die seine Kunsthandfertigkeit und Liebe zum Single Malt Scotch Whisky widerspiegelt.
Bei der Limited Edition The Balvenie DoubleWood Aged 25 years handelt es sich um eine Spirituose, die 1993 in der Destillerie nahe Dufftown, Schottland eingelagert wurde, also in jenem Jahr, in dem der original DoubleWood 12 years in den Handel kam.
Die Geschichte des DoubleWood begann 1982, als David mit dem Fass-Finishing (auch bekannt als Double-Cask-Verfahren) zu experimentieren begann, indem er einen gereiften Balvenie in Oloroso-Sherryfässer umfüllte, um sie ein paar Monate nachreifen zu lassen. Ein Verfahren, das eine zusätzliche Dimension an Aroma, Tiefe und Komplexität einbringt, die durch keine andere Methode zu erreichen ist. Der Erfolg dieser Pionierarbeit veranlasste ihn 1983, den beliebten The Balvenie Classic auf den Markt zu bringen, der in Folge als DoubleWood ein Rebranding erfuhr.
Der Entwicklung dieser Technik und seine legendären Verdienste um den schottischen Whisky verdankt David C. Stewart den MBE-Orden (Member oft the British Empire), der ihm 2016 von Queen Elizabeth II. verliehen wurde.
David Stewart:
„Als wir den ersten DoubleWood 1993 herausbrachten, hätte ich nie gedacht, dass wir irgendwann einmal eine 25 Jahre alte Variante präsentieren würden. Dass wir diese reifere Abfüllung auf den Markt bringen, zeugt vom Erfolg des DoubleWood und seiner Beliebtheit. Das Ergebnis ist eine wunderbare Kombination aus Süße und Würze mit kandidierter Orange und etwas Honigsirup in der Nase, gefolgt von einem samtig vollmundigen Aroma mit Noten braunen Zuckers und süßer, getrockneter Früchte. Die zusätzliche Lagerung in amerikanischer Eiche und anschließend in Sherry-Fässern, sorgt für ein Finishing mit einer Fülle an Eichennoten und der Süße des Sherrys.“
Die Abfüllung reifte in zwei unterschiedlichen Fasstypen – zunächst 25 Jahre lang in traditionellen Whiskyfässern und danach in ehemaligen spanischen Oloroso Sherry-Fässern.
Im Unterschied zum The Balvenie DoubleWood 12 years, die neun Monate in Sherry Fässern reifte, lagerte The Balvenie DoubleWood Aged 25 years nur drei Monate darin. David Stewart entschied sich für eine kürzere Reifezeit, weil nach 25 Jahren Reifen im traditionellen Whiskyfass, der ältere Whisky schon einen höheren Grad an Würze und Komplexität aufwies.
Mit dem Launch dieser Jubiläums Abfüllung würdigt The Balvenie das außergewöhnliche handwerkliche Können und Verständnis aller Beteiligten, die einen wesentlichen Beitrag zur Kreation des DoubleWood leisteten – und insbesondere natürlich die Pionierarbeit von David C. Stewart MBE. Die Markteinführung des DoubleWood Agend 25 Years schlägt ein neues Kapitel in der Geschichte der Marke auf und ist eine verdiente Hommage an David Stewarts Vision und Kompetenz.
The Balvenie DoubleWood Agend 25 years wird mit 43 Vol.-% abgefüllt, das ist etwas höher als der DoubleWood 12 years mit 40 Vol.-%.
Verkostungsnotizen The Balvenie DoubleWood Aged 25 years:
Nase: Malz und Eiche verbinden sich mit einer süßen Sherry-Note. Zarte Anklänge von Gewürznelken und Zimt, kandierter Orange, etwas Honigsirup und würziger Eiche. Gaumen: Üppig, samtig und vollmundig, etwas zartherbe Orangenschale mit Andeutungen von braunem Zucker und dünnflüssigem Honig. Vor dem Hintergrund einer würzigen Eichennote mit Nuancen von Zimt, Gewürznelken und Ingwer offenbaren sich die Aromen von Trockenfrüchten. Finish: Anhaltend mit opulenter Süße, einer Fülle an Sherry-Aromen und Würze.d Würze.
Haben Sie schon Pläne für das diesjährige Halloween? Vielleicht wäre eine Tomatin Distillery Tour an diesem Tag eine interessante Idee?
Die Brennerei Tomatin bietet für den 26. Oktober zwei besondere Brennerei-Führungen an. Für diesen beiden „furchtbaren“ Destillerie-Touren werden mutige Besucher gesucht. Diese werden in Inverness abgeholt und reisen dann nach Tomatin, wo sie einen gruseligen Abend in der Brennerei verbringen werden.
Diese berüchtigten und furchterregenden Touren, die 2016 zum ersten Mal stattfanden, lassen Tomatin zu einer Geisterbrennerei und die Mitarbeiter zu blutrünstigen Geistern und Ghulen werden.
Weitere Infos finen Sie in der nachfolgenden englischsprachigen Presseinformation.
TAKE THE TOMATIN TOUR IF YOU DARE
Tomatin distillery brings back hauntingly good tour
Highland whisky distillery Tomatin, is gearing up to host its infamous spook-tacular Fright Night tours in celebration of Halloween on Friday 26th of October.
The two frightful distillery tours will see 20 brave visitors picked up in Inverness on Friday evening before travelling to Tomatin where they will be in for a spine-chilling evening.
First hosted in 2016, the infamous and terrifying tours see the Tomatin transformed into a haunted distillery and staff becoming bloodcurdling ghosts and ghouls for the event.
Enjoying a cocktail on arrival, visitors will start their tour in the Malt barns, before being taken into the Mash house. Brave attendees will then go through the Stillhouse and around the Cooperage, enjoying several drams along the way, before finally ending in the Warehouses – all the while things go bump in the night.
After a few jump-scares, the tour will end at just before the witching hour in the Visitors Centre with another much-needed dram to calm the nerves.
Louise Taylor, Visitor Centre Manager at Tomatin, said:
“We’re excited to host our fright night, an event that has proved very popular with our visitors in the past. This year we’ve made sure our hair-raising tour is scarier than ever with more ghouls and ghosts than ever before.“
“Tomatin boasts buildings that are over 100 years old, meaning there is no end of eerie tales and fables surrounding the distillery. We look forward to having visitors take part in our creepy tour… if they dare!”
Packed with the longstanding history of Tomatin and an in-depth insight into the process of creating whisky, the tour is not for the faint of heart and is strictly for over 18s only.
Two spine-tingling tours are available: 6:30pm or 7:30pm, with each taking just over an hour. Tickets costs £20 per person and include four drinks and transport.
Spaces are limited and expected to sell fast, to purchase tickets please phone: 01463 248 144
Tomatin Distillery lies just 16 miles south of Inverness and 15 miles north of Aviemore on the A9. For additional information please visit: http://www.tomatin.com/
Freunde des japanischen Whiskys können sich auf zwei neue Abfüllungen aus dem Hause Nikka freuen, auch wenn diese nicht für den europäischen Markt vorgesehen sind. Aus den beiden Brennereien Yoichi und Miyagikyo erscheinen zwei Abfüllungen, welche beide in Manzanilla Sherry Fässern gefinisht wurden. Mit diesen Bottlings setzt Nikka, als Eigentümer der beiden Brennereien, seine Serie der Wood Finishes fort. Schon im letzten Jahr gab es von diesen Destillerien sowohl Abfüllungen mit einem Rum- als auch mit einem Moscatel Wood Finish.
Die beiden neuen Abfüllung erscheinen jeweils in einer Auflage von 4.000 Flaschen. Abgefüllt mit 48 % Vol., sind sie für den japanischen Markt vorgesehen. Yoichi und Miyagikyo Manzanilla Wood Finish erscheinen am 27. September. Wie bei Nikka Single Malts mittlerweile üblich, gibt es auch bei diesen beiden Abfüllungen keine Angabe des Alters (wir berichteten). Jedoch ist die Zeit der Reifung in den ehemaligen Manzanilla-Fässern nachvollziehbar, Forbes gibt in einem Artikel die Zeit des Finishes mit 18 Monaten an. Nähere Angaben zu einem Verkaufspreis finden wir dort allerdings nicht.
Erst Ende des letzten Jahres konnte sich die Glenesk Hotel rühmen, das Hotel mit der größten Whiskyauswahl in der Hotelbar weltweit zu sein (wir berichteten). Und nun, wie uns die Kommunikationsagentur des Hotels in ihrer heutigen Presseaussendung (die Sie nachfolgend finden) informiert, geht der Titel nach Schweden: Neuer Titelträger ist das Hotel Skansen auf der schwedischen Ostseeinsel Öland. Wir gratulieren sehr herzlich dazu!
Im September reisten die Inspektoren von GUINNESS WORLD RECORDS™ aus London auf die Insel Öland und übergaben das Zertifikat für die größte Whiskysammlung der Welt an das Hotel Skansen. Die Sammlung umfasst 1179 Sorten und überholt damit sogar die Konkurrenz aus Schottland.
Die Idee, den Weltrekord zu brechen, entstand zufällig. Fredrik Norén, Hoteldirektor vom Skansen, besucht weltweit regelmäßig Destillen und ist ständig auf der Suche nach neuen Sorten. Auf einer seiner Reisen las er, dass ein Hotel in Schottland mit rund 1000 Whiskysorten den Guiness Weltrekord hält. Dem Hoteldirektor war bewusst, dass seine Sammlung alle schwedischen Sammlungen von Hotels und Bars in Stockholm in den Schatten stellt und kam daher auf die Idee, die Größe seiner Sammlung zu überprüfen. Eine Zählung sowie Auflistung der Bestände im Keller und in den Bars am 11. Juni 2018 ergab schließlich, dass das Hotel über 1179 Whiskysorten verfügt. Der bisherige Rekordhalter, das Glenesk Hotel in Edzel (Schottland), besitzt 1031 Whiskysorten.
Hoteldirektor Fredrik Norén vom Hotel Skansen in Öland ist stolz: er führt die größte Auswahl an Whiskys in der Welt. (Foto: Hotel Skansen)
„Das Hotel Skansen hatte schon immer ein umfassendes Whiskyangebot, für das wir im Jahr 2000 einen eigenen Keller gebaut haben. Wir reisen viel um die Welt, besuchen Destillen, um unser Angebot für unsere Gäste ständig zu erweitern. Zu Weihnachten lasen wir, das Glenesk Hotel Edzel sei Weltrekordhalter. Unsere Zählung ergab, dass wir weit mehr Sorten besitzen. Daraufhin kontaktierte ich GUINNES WORLD RECORDS“, sagt Fredrik Norén, Hoteldirektor und Besitzer Skansen Hotel.
„Im Juni haben wir unseren Weltrekordversuch offiziell gestartet. Zwei Monate benötigten wir schließlich, um zu beweisen, dass wir mehr Sorten als das schottische Hotel unser Eigen nennen können. Gerade fand unser erstes Whisky-Kochen seit dem Rekordversuch statt. Bei diesem Anlass konnten wir das erste Mal offiziell verkünden: Das Hotel Skansen besitzt die größte Whiskysammlung der Welt! Das ist ein schönes Gefühl“, so Fredrik Norén.
Das Hotel Skansen war schon immer stolz darauf, den größten Whiskykeller in Schweden zu besitzen. Lange galten das Hotel und seine Sammlung als Geheimtipp für Eingeweihte und Whisky-Kenner. Neben schottischen Klassikern besitzt das Hotel auch Klassiker und Raritäten aus aller Welt.
Über das Skansen Hotel auf Öland
Das Hotel Skansen liegt in der Mitte der schönen Insel Öland und ist damit ein guter Ausgangspunkt um die Insel zu erkunden. Der historische Bau wurde 1811 zunächst als Gericht erstellt und 1901 dann zum Hotel umgestaltet. Heute verfügt es über 79 Zimmer. Das Hotel für Genießer und Erholungssuchende veranstaltet regelmäßig Wellness, Spa – oder Golfwochen. Neben der Whiskysammlung ist das Hotel auch für sein Restaurant bekannt, das den Schwerpunkt auf nordische Küche legt.
Reisende erreichen vom Hotel schnell den Ort Färjestaden, von dessen Hafen es schnell mit der Fähre nach Kalmar geht oder wo verschiedene Restaurants mit einem breiten kulinarischen Angebot für Abwechslung sorgen. Zum Tierpark von Öland (Ölands Djurpark) sind es nur wenige Kilometer. Als Ausgangspunkt für Erkundungen mit dem Fahrrad ist das Hotel ideal: Strände, historische Gebäude, romantische Dörfer, Galerien und Museum sind schnell und unkompliziert zu erreichen.
Gestern waren wir mit Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen aus Vorarlberg bei der Destillerie Lagg im Süden der Insel (den Bildbericht finden Sie hier), heute zeigt unsere Fotoreportage die „Mutterbrennerei“ Arran im Norden selbst. Achtundzwanzig hervorragende Aufnahmen hat uns Alexandra von ihrer Reise in diesem September mitgebracht – und wir teilen Sie hier gerne in unserer Galerie mit Ihnen.
Die Bilder lassen sich wie üblich durch Anklicken vergrößern:
Highland Park, die Brennerei von den Orkneyinseln, präsentiert eine neue Abfüllung. Diese wäre an sich nichts Ungewöhnliches, denn wir durften hier regelmäßig über neue Bottlings mit unterschiedlichem Alter und verschiedenen Geschichten berichten. Doch mit der Neuauflage des Highland Park 50 yo zeigt die Brennerei, dass sie wohl noch über ein Fasslager mit einem breit gefächerten Alter verfügt.
Der Whisky wurde 1964 in zwei Hogshead-Fässern gefüllt, welche mit Sherry vorbelegt waren. Im Januar 2010 wurden die beiden Fässer miteinander vermählt und durch Whisky des vorherigen Highland Park 50 Years Old ergänzt. Noch weitere acht Jahre durfte dieser Whisky nun reifen, bevor er dann in diesem Jahr per Hand abgefüllt wurde.
Die offiziellen Tasting Notes – sie versprechen Aromen süßer getrockneter Früchte, gepaart mit unter anderem Muscovado Zucker, schwarzen Kirschen und leichtem Torfrauch – finden Sie auf der Website von Highland Park. Oder Sie schauen Highland Parks Senior Brand Ambassador Martin Markvardsen bei der Verkostung des Highland Park 50 Years Old zu, entweder auf Youtube oder oberhalb unseres Artikels.
Zum 50-jährigen Highland Park gehört eine handgefertigte Box aus Eichenholz. In dieser befindet sich neben der Flasche noch ein Kristalldekanter mit Applikationen aus poliertem, versilbertem Metall (diesem Dekanter widmet Highland Park ein eigenes Video, welches Sie auf Youtube finden können). Ganze 274 Flaschen konnten von diesem sehr alten Highland Park mit 42,5 Vol. % abgefüllt werden. Als unverbindliche Preisempfehlung sind £13.500, also in etwa 15.000 €, angegeben. Erhältlich sein wird diese Abfüllung bei ausgewählten Whiskyhändlern.
Nein, die Flaschen schaffen es nie offiziell nach Europa. Nein, halbwegs gute Beziehungen in die USA nutzen da wenig. Ja, man muss schon mehr als Glück haben, eine Flasche davon zu ergattern. Und ja: Wir berichten dennoch jedes Jahr über die neueste Ausgabe der Buffalo Trace Antique Collection – weil es so etwas für amerikanischen Whiskey ist wie die Special Releases von Diageo für Scotch.
Buffalo Trace hat also die neue Antique Collection angekündigt, die in ein paar Wochen ausgeliefert wird. Und wie jedes Jahr besteht sie aus George T. Stagg Bourbon, William Larue Weller Bourbon, Eagle Rare 17yo Bourbon, Thomas H. Handy Sazerac Rye und Sazerac 18yo. Die Stärken haben sich etwas verändert, ebenfalls wie jedes Jahr, allerdings kommt der Eagle Rare 17 diesmal signifikant stärker in die Flasche (50.5%) als zuvor (45%).
Das sind die Details zu allen Bottlings, sowie ein Link zu den Fact Sheets, die mit den Flaschen ausgeliefert werden:
George T. Stagg
15yo
62.45% ABV
$99
284 Fässer
Destilliert im Frühjahr 2003, gereift in den Warehouses C, H, I, K, P und Q.
Vielleicht noch ein Wort zu den Preisen: An die empfohlenen Richtpreise hält sich eigentlich kein Händler, man kann wie jedes Jahr mit deutlich höheren Ausgabepreisen rechnen – und am Sekundärmarkt werden die Bottlings auch nicht günstiger werden, um es einmal vorsichtig auszudrücken…
Eine regionale Institution mit Strahlkraft über die Region hinaus ist die Aquavitae in Mülheim an der Ruhr, die Whiskymesse für das Ruhrgebiet. Der Veranstalter hat uns nun ein kurzes Teaser-Video zur Messe gesendet, gemeinsam mit einem Text, der Sie ebenfalls schon auf die Veranstaltung einstimmen soll. Das Video finden Sie obenstehend, den Pressetext unten:
Herzliche Einladung zur Aquavitae 2018 am 27. und 28. Oktober 2018 in Mülheim an der Ruhr
Auf der Aquavitae 2018 am 27. und 28. Oktober 2018 in Mülheim an der Ruhr lässt sich die gesamte Welt der Destillate entdecken – Schwerpunkt Whisky, sowie Gin, Rum, Cognac, Vodka, Grappa, Obstbrände und vieles mehr. Bei der größten Spirituosen-Messe für Privatkunden in Nordrhein-Westfalen mit weit über 70 Ausstellern, davon allein über 40 Whiskyaussteller, ist der Geruchs- und Geschmackssinn beim Testen der ausgestellten Spirituosen und Whiskysorten gefragt. Denn auch dieses Jahr können die Messebesucher in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr besonders in die Welt der Single Malt Whiskys eintauchen.
„Die Aquavitae-Spirituosenmesse ist eine Veranstaltung mit einem absoluten Alleinstellungs-Merkmal“, freut sich Thilo Marquaß von der Rolf Kaspar GmbH als jährlicher Ausrichter der Messe.
Alle Informationen zur dieser außergewöhnlichen Messe finden sich unter: www.whiskymesse.eu
Ein Video zum Glenmorangie Surfboard konnten wir Ihnen schon vor einer guten Woche zeigen, zusammen mit einigen Infos zum Board und dessen Herstellung aus Fassholz – nun aber haben wir von Glenmorangie die offizielle Pressemitteilung dazu erhalten – und als Bonus gibt es von uns eine schöne Bildergalerie mit dazu :-).
Hier also alle Infos samt eingebetteter Bildergalerie mit 15 Bildern (zum Vergrölßern einfach anklicken):
Glenmorangie reitet Wellen: Whiskyfässer werden zu handgefertigten Holz-Surfbrettern
Erstmals verwandelt die schottische Whiskydestillerie Glenmorangie in einer ausgefallenen Partnerschaft mit Grain Surfboards aus Maine / USA ihre Whiskyfässer in handgefertigte Surfboards. Damit setzt die Hochlanddestillerie mit den höchsten Brennblasen Schottlands ihre Reihe „Beyond the Cask“ fort.
Die charakteristischen amerikanischen Weißeichen-Fässer des Glenmorangie Originals werden nur zweimal zur Whiskyreifung gefüllt und garantieren den berühmten komplexen und facettenreichen Geschmack dieses beliebten Single Malts. In einer limitierten Serie bauen die Holzspezialisten von Grain Surfboards aus den Fass-Dauben stylische Surfbretter in traditioneller Bootsbautechnik.
Für Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks bei Glenmorangie, verdient solch ein spezielles Holz ein weiteres, spektakuläres Kapitel:
„Ich werde häufig gefragt, was mit unseren Whiskyfässern passiert, wenn die Reifung abgeschlossen ist. Deshalb denken wir über den Lebenszyklus dieser Fässer schon länger nach und kooperieren mit Partnern wie Grain Surfboards, die unsere kreative Vision, Leidenschaft und Geduld teilen, um dem Holz eine weitere Verwendung zukommen zu lassen.“
Die Zusammenarbeit der zwei Marken vereint Ideale des wahren Handwerks: Die „Men of Tain“ der Destillerie, die seit 175 Jahren die Kunst des Whiskymachens perfektionieren mit Boardbau-Spezialisten, deren Liebe zum Holz in Surfbrettern verkörpert ist wie keine andere. Die Verbindung ist tief, denn New England wie auch die schottischen Highlands bieten einige der anspruchsvollsten Surfspots der Welt. Mike LaVecchia, Gründer von Grain Surfboards, sagt: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Glenmorangie und diese Boards erfüllen uns mit Stolz. Welche unglaubliche Transformation, dem verwendeten Holz so eine schöne neue Bedeutung zu geben.“ Die Grain Glenmorangie Original Surfboards sind unter höchstem Aufwand handgearbeitet und mit industriell produzierten Boards nicht zu vergleichen. Das verwendete Holz umfasst in Maine gewachsene nördliche weiße und rote Zeder sowie 12 Eichendauben von Glenmorangie. Somit werden Surfer ungefähr auf einem halben Whiskyfass jeweils Wellenreiten.
Die limitierten Grain Glenmorangie Original Surfboards sind ab sofort unter http://Grainsurfboards.com bestellbar und werden weltweit versendet. Der Preis liegt bei circa 4.700€ plus Fracht. Weitere Informationen zur Kooperation und Videos auch unter http://Glenmoranige.com.
Serge ist ein bekennender Clynelish-Fan. Aber die beiden Abfüllungen, die er heute verkostet hat, die scheinen seinen Ansprüchen an die Highland-Destillerie nicht ganz gerecht geworden zu sein. Sie stammen, so sagt Serge, beide nicht aus der besten Periode der Brennerei, und dementsprechend zurückhaltend fallen die Punktewertungen heute aus.
Obwohl: Sie sind in der Skala von Serge immer noch als „ok“ zu verbuchen – und wer Clynelish liebt, der wird wohl auch bei diesen beiden gerne mal zumindest die Nase reinhängen wollen, wobei es bei letzterer der beiden Flaschen eher schwer werden wird, ist sie doch schon vor 10 Jahren abgefüllt worden.
Hier also die Abfüllungen der Verkostung und ihre Wertungen:
Clynelish 28 yo 1989/2018 (49.3%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill American hogshead, cask #8204, 221 bottles): 80 Punkte
Clynelish 17 yo 1990/2008 (46%, Dun Bheagan, butt, cask #13149, 750 bottles): 79 Punkte