Auch heute gönnt sich Serge Valentin bei seinen Verkostungen einige Abfüllungen aus den USA – wiederum sind es fünf Bottlings, aber diese sind schon etwas spezieller und hierzulande nicht mehr ganz so leicht zu bekommen wie es die vorigen Whiskeys waren.
Drei Rye Whiskeys sind dabei, und einer, der sich eigentlich nicht Whiskey nennen darf, weil er nicht die benötigte Zeit reifen durfte, sondern im Schnellverfahren künstlich gealtert wurde (er kommt bei Serge nicht so besonders an, aber kann sich punktemäßig durchaus mit den Abfüllungen von Montag messen).
Allen gemeinsam ist eine Stärke von 50% aufwärts. Hier die Wertungen der Verkostung von heute:
Reservoir Rye (50%, OB, American whiskey, +/-2017): 87 Punkte
FEW ‘Rye Cask Strength’ (60.5%, OB, USA, +/-2018): 88 Punkte
Lost Spirits ‘Abomination Chapter 1 Crying of the Puma’ (54%, OB, American spirit drink, +/-2017): 78 Punkte
Noah’s Mill (57.2%, OB, bourbon, +/-2017): 82 Punkte
Willet’s 3 yo ‘Family Estate’ (53.7%, OB, Straight rye whiskey, +/-2017): 79 Punkte
Eigentlich ist es ein Werbevideo für die Abfüllung zur Feier von 200 Jahren Bladnoch Distillery, ein 29jähriger Bladnoch, der an die 5000 Pfund kostet und über den wir bereits vor zwei Wochen hier berichteten. Aber das Video gibt schöne Einblicke in die neu renovierte Destillerie, die ja nach einiger Zeit des Stillstands und – man muss es leider sagen – Verfalls nun wieder zu neuer Blüte kommt, nachdem sie der australische Frühstücksflocken-Millionär David Prior erworben hat.
Das zweieinhalbminütige Youtube-Video ist aufwendig produziert und zeigt neben der Brennerei auch Wortmeldungen von David Prior und dem Master Distiller Ian Macmillan. Sie finden es obenstehend, unten zeigen wir Ihnen noch eine Aufnahme der Brennerei und die angesprochene Abfüllung. Vielen Dank an Dr. Mario Prinz für den Hinweis auf das Video.
Messegehern in Deutschland wird Alex Bruce kein Unbekannter sein: Man trifft den Managing Director des unabhängigen Abfüllers Adelphi fast in jedem Jahr auf der Aquavitae in Mülheim. Und weil ihn die Jobs bei Adelphi und deren Brennerei Ardnamurchan offensichtlich nicht ganz auslasten, ist der umtriebige Schotte auch noch der Master Blender bei Fusion Whisky.
David Broom von scotchwhisky.com hat mit Alex Bruce ein interessantes Interview über seine Sicht auf das Whiskybusiness geführt, über den Nutzen der Blockchain-Technologie für die Industrie (Blockchain wird bei Ardnamurchan und Fusion Whisky für größtmögliche Transparenz eingesetzt), und über die Herausforderungen, die die gestiegene Nachfrage für einen unabhängigen Abfüller darstellt. Hier ein kurzer Ausschnitt des Artikels in der Originalsprache:
The whisky loch of the ‘80s and ‘90s has more or less dried up and what’s left has premiumised in price significantly. Cask management in those days was also up and down, so you have to be selective.
Younger [post-2007] stock has better quality across the board, but is quite young, so there’s a gap in the middle. As a result, we don’t do very many bottlings! Over a year it will be one cask chosen out of every 35 offered
Alex Bruce, Master of The Quaich und Managing Director der Adelphi Distillery Ltd. sowie der Ardnamurchan Distillery. Ltd (Copyright: Fusion Whisky Ltd; Picture: Tina Norris)
Am Ostermontag wagte Serge Valentin einen Blick über den großen Teich in die USA und hat von dort fünf verschiedene Whiskeys verkostet. Bis auf den ersten Whiskey von Brown-Forman, der es wohl nicht in unsere Geschäfte geschafft hat sondern unseres Wissens nach auf die USA beschränkt ist, sind alle auch bei uns eher einfach zu bekommen.
Die Wertungen der Verkostung kommen diesmal nicht über 80 Punkte hinaus. Es handelt sich ja bei allen der vorgestellten Whiskeys eher um Massenware, die meist auf geschmacklichen Konsens für breite Zielgruppen getrimmt ist – die Feinheiten beim amerikanischen Whiskey sind anderswo zu finden.
Unser aktuelles Gewinnspiel ist geschlagen – und wir haben unsere Glücksfee in Form eines mehrstufigen Auswahlverfahrens durch Zufallszahlen ihre Arbeit tun lassen, damit Sie das Vergnügen des Gewinnens haben.
Diesmal ging es um insgesamt fünf Flaschen aus der Lowland-Destillerie Auchentoshan, die uns freundlicherweise von Beam Suntory Deutschland zur Verfügung gestellt wurden – und fünf unserer Leser konnten diese feinen Whiskys gewinnen.
1x Auchentoshan Bartender’s Malt
1x Auchentoshan 12yo
3x Auchentoshan American Oak in der Geschenkverpackung mit Emaille-Becher
Hier mehr Infos über die Abfüllungen – und wer sie gewonnen hat. Zunächst aber einmal Wissenswertes über die Brennerei Auchentoshan:
AUCHENTOSHAN – SCOTLANDS ONLY TRIPLE DISTILLED SINGLE MALT WHISKY
Übersetzt bedeutet der Name Auchentoshan, gesprochen Aw-khen-tosh-an, „Ecke des Feldes“. Die Destillerie Auchentoshan gibt es seit 1823 und ist heute eine der letzten Destillerien in den Lowlands, am westlichen Stadtrand von Glasgow. Zudem ist sie die einzige Brennerei mit drei Pot-Stills, die hier früher typisch waren und den Whisky noch dreifach destillieren. Dank diesem aufwändigeren Destillationsprozess und dem Einsatz von typischen Holz-Gärbottichen entsteht ein wunderbar leichter und fruchtiger Whisky, der voller Charakter und Finesse ist. In ausgewählten Bourbon-, Sherry- und Weinfässern reift Auchentoshan so deutlich mehr als drei Jahre oder – bis zu 21 Jahre – zu einem milden Whisky mit vielseitigem Aroma. Dadurch eignet sich Auchentoshan auch perfekt als Basis für einen hochwertigen Cocktail.
Der Bartender’s Malt ist der Allererste seiner Art und nur in begrenzter Auflage erhältlich. Auchentoshan® hat wie schon oft zuvor gegen die Konventionen der traditionellen Scotch Whiskys und typischer Barkeeper-Wettbewerbe verstoßen und den Herstellungsprozess dieses exklusiven Single Malts ganz den Barkeepern der „New Malt Order“ überlassen.
Der „New Malt Order“-Wettbewerb ermittelt die talentiertesten Barkeeper, die sich von der Menge abheben und ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben – eine Passion, die letzlich in einem neuen Produkt zum Ausdruck kommen sollte. Alle ausgezeichneten Barkeeper wurden nach Glasgow, der Heimatstadt von Auchentoshan®, eingeladen um jedes einzelne Element des Bartender’s Malt – von der sorgfältigen Auswahl der Fässer, die u.a. amerikanische und deutsche Eichenfässer sowie Sherry-Fässer und Rotwein Barrique Fässer umfasst, bis hin zum außergewöhnlichen Verpackungsdesign zu entwickeln. Ziel war es, den zukunftweisenden Ansatz der Marke und deren Ethos „Distilled Different“ widerzuspiegeln.
Tasting Notes
Aroma: Getrocknete Aprikosen, Honig und Milchschokolade mit leichten Anklängen von Tabakblättern.
Geschmack: Zitronenzesten und Ingwer mit floralen Noten von Kirschblüten.
Abgang: Markant mit einer langanhaltenden Wärme.
Den Auchentoshan Bartender’s Malt gewinnt:
Michael Schottes aus 45525 Hattingen!
Herzlichen Glückwunsch!
Auchentoshan American Oak Geschenkverpackung mit Emaille Becher (0,7l, 47% Vol.)
Diese Abfüllung von Auchentoshan reifte ausschließlich in first-fill Bourbonfässern aus amerikanischer Weißeiche und erhält dadurch Noten von Vanille und Zitrusfrüchten gepaart mit dem besonders milden Geschmack von Auchentoshan.
Tasting Notes
Aroma: Bourbon-Vanille und Kokosnuss mit Anklängen von saftigen Zitrusfrüchten.
Geschmack: Erfrischend weich mit Noten von Vanille, Kokos und weißen Pfirsichen.
Abgang: Frisch mit süßer Grapefruit und einem Hauch von Gewürzen.
Alle Zutaten bis auf das India Pale Ale in einen Shaker mit Eiswürfeln geben und 10 Sek. kräftig shaken. Danach mit dem Pale Ale auffüllen und einem Zitronenachtel garnieren.
Je einen Auchentoshan American Oak in der Geschenkverpackung gewinnen:
Winfried Hahn aus 24782 Büdelsdorf Michael Peters aus 46499 Hamminkeln Thomas Welsch aus 76596 Forbach
Herzlichen Glückwunsch!
Auchentoshan 12 Years Old (0,7l, 47% Vol.)
Dieser 12-Jährige lagerte nach seiner dreifachen Destillierung sowohl in Ex-Bourbon- als auch in gebrauchten Sherryfässern und überzeugt durch seine fruchtig-süßen Zitrusnoten.
Tasting Notes
Aroma: Schmackhafte Crème Brûlée mit sanften Zitrusfrüchten.
Geschmack: Weich und süß mit einem Hauch von Mandarinen und Limetten.
Abgang: Leicht trocken mit einem Hauch von Ingwer.
Den Auchentoshan 12 Years Old gewinnt
Kevin Kostka aus 39108 Magdeburg
Wir gratulieren ebenfalls sehr herzlich!
Die Gewinner erhalten Ihre Preise in der nächsten Zeit direkt durch Beam Suntory Deutschland zugesendet. Wir freuen uns mit Ihnen – und wir freuen uns über die zahlreichen Mitspieler.
Wer diesmal kein Glück hatte: Kein Problem. Eine neue Chance gibt es schon bald wieder – mit einem neuen Gewinnspiel und neuen attraktiven Preisen. Bis dahin hoffen wir, dass Sie auch die Neuigkeiten und Informationen, die wir Ihnen täglich bieten, als Gewinn betrachten.
Den zweiten Osterfeiertag möchten wir mit einem Wallpaper für Sie beginnen – einem rechtefreien und daher von Ihnen nach Gutdünken verwendbaren Bild, diesmal zu einer der ikonischen Destillerien, wenn es um Insel-Malt geht.
Das Foto der Destillerie Talisker, das unserer Meinung nach ihren Geist sehr schön einfängt, können Sie als unkomprimierten Download in der Größe von 3776 x 2520 Pixel (3.3MB) hier herunterladen. Untenstehend finden Sie es verkleinert zum Ansehen, Anklicken und Vergrößern.
Rechtefrei bedeutet übrigens, dass Sie es zu jedem nur erdenklichen Projekt, auch kommerzieller Natur, verwenden können. Im vorliegenden Fall gibt es allerdings zwei Einschränkungen: Sie müssen den Urheber und die Copyright-Anmerkung zum Bild so dazugeben, wie wir es tun – und Sie dürfen das Bild nicht verändern.
Frohe Ostern, liebe Leser, und geben Sie dem Osterhasen eine Chance, Sie bei unserem Ostergewinnspiel, das wir gemeinsam mit unseren Partnern bei Beam Suntory Deutschland veranstalten, zusätzlich zu beschenken.
Heute ist der letzte Tag, also mitmachen!
Diesmal geht es um insgesamt fünf Flaschen aus der Lowland-Destillerie Auchentoshan, die uns freundlicherweise von Beam Suntory Deutschland zur Verfügung gestellt wurden – und fünf unserer Leser können diese feinen Whiskys ganz leicht gewinnen:
1x Auchentoshan Bartender’s Malt
1x Auchentoshan 12yo
3x Auchentoshan American Oak in der Geschenkverpackung mit Emaille-Becher
Hier mehr Infos über die Abfüllungen – und danach, wie Sie sie gewinnen können. Also: Weiterlesen, einsenden – und mit etwas Glück sind Sie bei den Glücklichen dabei!
AUCHENTOSHAN – SCOTLANDS ONLY TRIPLE DISTILLED SINGLE MALT WHISKY
Übersetzt bedeutet der Name Auchentoshan, gesprochen Aw-khen-tosh-an, „Ecke des Feldes“. Die Destillerie Auchentoshan gibt es seit 1823 und ist heute eine der letzten Destillerien in den Lowlands, am westlichen Stadtrand von Glasgow. Zudem ist sie die einzige Brennereie mit drei Pot-Stills, die hier früher typisch waren und den Whisky noch dreifach destillieren. Dank diesem aufwändigeren Destillationsprozess und dem Einsatz von typischen Holz-Gärbottichen entsteht ein wunderbar leichter und fruchtiger Whisky, der voller Charakter und Finesse ist. In ausgewählten Bourbon, Sherry- und Weinfässern reift Auchentoshan so deutlich mehr als drei Jahre oder – bis zu 21 Jahre – zu einem milden Whisky mit vielseitigem Aroma. Dadurch eignet sich Auchentoshan auch perfekt als Basis für einen hochwertigen Cocktail.
Der Bartender’s Malt ist der Allererste seiner Art und nur in begrenzter Auflage erhältlich. Auchentoshan® hat wie schon oft zuvor gegen die Konventionen der traditionellen Scotch Whiskys und typischer Barkeeper-Wettbewerbe verstoßen und den Herstellungsprozess dieses exklusiven Single Malts ganz den Barkeepern der „New Malt Order“ überlassen.
Der „New Malt Order“-Wettbewerb ermittelt die talentiertesten Barkeeper, die sich von der Menge abheben und ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben – eine Passion, die letzlich in einem neuen Produkt zum Ausdruck kommen sollte. Alle ausgezeichneten Barkeeper wurden nach Glasgow, der Heimatstadt von Auchentoshan®, eingeladen um jedes einzelne Element des Bartender’s Malt – von der sorgfältigen Auswahl der Fässer, die u.a. amerikanische und deutsche Eichenfässer sowie Sherry-Fässer und Rotwein Barrique Fässer umfasst, bis hin zum außergewöhnlichen Verpackungsdesign zu entwickeln. Ziel war es, den zukunftweisenden Ansatz der Marke und deren Ethos „Distilled Different“ widerzuspiegeln.
Tasting Notes
Aroma: Getrocknete Aprikosen, Honig und Milchschokolade mit leichten Anklängen von Tabakblättern.
Geschmack: Zitronenzesten und Ingwer mit floralen Noten von Kirschblüten.
Abgang: Markant mit einer langanhaltenden Wärme.
Auchentoshan American Oak Geschenkverpackung mit Emaille Becher (0,7l, 47% Vol.)
Diese Abfüllung von Auchentoshan reifte ausschließlich in first-fill Bourbonfässern aus amerikanischer Weißeiche und erhält dadurch Noten von Vanille und Zitrusfrüchten gepaart mit dem besonders milden Geschmack von Auchentoshan.
Tasting Notes
Aroma: Bourbon-Vanille und Kokosnuss mit Anklängen von saftigen Zitrusfrüchten.
Geschmack: Erfrischend weich mit Noten von Vanille, Kokos und weißen Pfirsichen.
Abgang: Frisch mit süßer Grapefruit und einem Hauch von Gewürzen.
Alle Zutaten bis auf das India Pale Ale in einen Shaker mit Eiswürfeln geben und 10 Sek. kräftig shaken. Danach mit dem Pale Ale auffüllen und einem Zitronenachtel garnieren.
Auchentoshan 12 Years Old (0,7l, 47% Vol.)
Dieser 12-Jährige lagerte nach seiner dreifachen Destillierung sowohl in Ex-Bourbon- als auch in gebrauchten Sherryfässern und überzeugt durch seine fruchtig-süßen Zitrusnoten.
Tasting Notes
Aroma: Schmackhafte Crème Brûlée mit sanften Zitrusfrüchten.
Geschmack: Weich und süß mit einem Hauch von Mandarinen und Limetten.
Abgang: Leicht trocken mit einem Hauch von Ingwer.
Und so gewinnen Sie eine der fünf Flaschen Auchentoshan von Beam Suntory zu Ostern:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage, die Sie durch aufmerksames Lesen unseres Beitrags leicht beantworten können: Wann wurde die Destillerie Auchentoshan gegründet?
a) 1823
b) 1963
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Ostern“!
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 1. April 2018, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 2. April bekannt. Welche Flasche welchem Gewinner zugeordnet wird, entscheidet ebenfalls das Los. Der Versand der Flaschen erfolgt dann durch Beam Suntory Deutschland.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „Ostern“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 1. April 2018, 23:59 Uhr. Die Gewinner/innen werden am 2. April auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Beam Suntory Deutschland und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Flaschen erfolgt durch Beam Suntory Deutschland. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Die Geschichte des Whisk(e)ys muss neu geschrieben werden
Bis jetzt glaubten wir diese Version über die Herkunft von und die Erfindung des Whisk(e)y: Im 5. Jahrhundert begannen christliche Mönche in Irland und Schottland zu missionieren. Neben der Bibel brachten die Mönche den dort lebenden Kelten auch das Wissen und die dazu gehörigen technische Geräte zur Herstellung von Arzneimitteln und Parfüm mit. Und diese Kelten waren dann die Ersten, die eine wasserklare Flüssigkeit destillierten. Diese hieß aqua vitae oder uisge beatha, woraus sich dann im Laufe der Zeit die Wörter Whisky oder Whiskey entwickelt haben. The Northern Research Society for Viking Daily Life kommt zu einem ganz anderen Ergebnis.
„Diesen Quatsch müssen wir jetzt schon seit Jahren lesen“.
Wir treffen uns mit dem Runologen und Sprachwissenschaftler Aegir Krøyer in Wien, und er ist sichtlich erbost. Aegir ist Vorsitzender der „The Northern Research Society for Viking Daily Life“ mit Sitz im norwegischen Stavanger und hat es sich auf die Fahne geschrieben, den Verlauf der Geschichte richtig zu stellen. „Das mit der Christianisierung wird schon einigermaßen stimmen. Nur das mit dem uisge beatha, das ist ein weiterer, in diesem Fall äußerst offensichtlicher, Übersetzungsfehler des Christentums“.
Denn Whisky oder Whiskey leitet sich vom altnordischen vískeýe oder víski ab. So sprachen die Wikinger zu ihrer Hochzeit, diese beiden Versionen dokumentieren nur unterschiedliche Dialekte, nämlich vískeýe im Altwestnordischen und víski im Altostnordischen. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, mit den Missverständnissen und auch Unwahrheiten über unsere Vorfahren aufzuräumen.“ Aegir Krøyer holt weiter aus. „Eine Viking ist im Altnordischen eine weite Schiffsreise. Aus diesem Wort wurden dann die Wikinger. Durch diese weiten Schiffsreisen wurde mit weit entfernte Kulturen Handel betrieben. Sie hatten aber auch kriegerische Eroberungen als Zweck.“ Aegir verschweigt nicht, wofür die Wikinger heutzutage eher bekannt sind. „Die Nordmänner – so nannten sie sich selbst und so nennen wir sie auch – brachten allerdings auch ihre Kultur mit und hinterließen Teile dieser überall in Europa. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Kultur war das gemeinsame Trinken unterschiedlicher alkoholischer Getränke. Dazu gehörte neben Met (altnordisch mjǫðr) und Bier (altnordisch mungát) auch ein stark alkoholisches Getränk mit dem altnordischen Namen vískeýe / víski.“
Die erste Erwähnung von Whisky finden wir in Hamburg
Aegir Krøyer kann dies auch anhand historischer Quellen belegen: „Die Österreichische Nationalbibliothek bewahrt das bedeutendste Manuskript der ‚Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum‚ auf. Geschrieben wurde dies von Adam von Bremen, einem Kleriker und Chronisten, welcher Mitte des 11. Jahrhunderts lebte. Sein Werk besteht aus fünf Teilen. In den ersten drei Teilen schrieb er über die Geschichte des Erzbistums Hamburg. Im vierten Teil allerdings, Descriptio insularum aquilonis, beschäftigt er sich mit Nordeuropa. Dieses Werk gilt als älteste ausführliche Quelle zur Geographie und Kultur Nordeuropas, insbesondere Skandinaviens.“
Adam von Bremen, Geschichte der Hamburger Kirche, 11 Jahrhundert Quelle: Scan aus Buch: Matthias Puhle (Hrsg.): Otto der Große. Magdeburg und Europa, Bd. II. Katalog, S. 8, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Adam_von_Bremen.jpg
Wir sind sichtlich beeindruckt, doch der Zusammenhang erschließt uns noch nicht sofort. Aegir fährt fort: „Der Dänenkönig Sven Estridsson (ca. 1020 – 1076 ) diente dem Geschichtsschreiber Adam von Bremen als Quelle für seine Darstellungen. Neben den Feldzügen und Eroberungen gab Sven Estridsson auch detaillierte Einblicke in das alltägliche Leben der Nordmänner. Und nach den erfolgreichen Überfahrten gab es für die Besatzung der Schiffe ein immer gleiches Ritual, welches Sven Estridsson so beschreibt: halda svá til hafnar, víski snerta. Übersetzt heißt dies: Heldengleich im Hafen, trank ich den Whisky mit einem Zug.“
Kaum eine Wikinngerreise dürfte ohne víski geschehen sein: halda svá til hafnar, víski snerta!
„Da die erste urkundliche Erwähnung des schottischen aquavite erst 1494 stattfand, die ‚Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum‘ allerdings schon zwischen ca. 1070 und ca. 1076 geschrieben wurde, ist es somit wissenschaftlich bewiesen, dass Whisky auf die Wikinger zurückgeht.“ Aegir Krøyer kommt zum Ende seiner Ausführungen. Ob dies auch für den nordamerikanischen Whiskey gälte, werfen wir fragend ein. „Dafür gibt es keine belastbaren Quellen“ antwortet Aegir, „doch wir gehen davon aus, dass Leif Eriksson bei seiner Entdeckung Amerikas Whisky mit an Bord hatte.“
Auch heute, am Ostersonntag, präsentieren wir Ihnen Videos und Podcasts, die wir von den Erstellern der Beiträge selbst zur Veröffentlichung erhalten haben. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben und keine kommerziellen Links oder Hinweise geben; wir möchten hier die Arbeit der Vlogger/Podcaster vorstellen, nicht Verkaufsförderung betreiben.
Dies sind die Einträge, die wir Ihnen in der 69. Folge unserer Übersicht zeigen können:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Seit fünf Jahren präsentieren wir Ihnen zu Monatsbeginn einen Whisky, welchen wir beachtenswert finden, der problemlos erhältlich ist und auch preislich im Rahmen bleibt. Diese (stets subjektive) Auswahl erhält von uns das Prädikat „Whisky des Monats“, und wir möchten Klassiker wieder etwas mehr ins Rampenlicht rücken oder unsere Leser einerseits auf neue Pfade führen. So wie in diesem Monat mit dem Old Ballantruan 10yo.
Der Old Ballantruan 10yo ist in mehrerlei Hinsicht ungewöhnlich: Er stammt zwar aus der Destillerie Tomintoul, aber trägt deren Namen nicht groß vor sich her. Weiters ist er ein Speysider – aber dabei einer der wenigen, die sich durchaus torfig präsentieren. Und er ist zudem nicht der einzige Raucher aus Tomintoul, die unter „Peaty Tang“ auch einen unter dem eigenen Namen verkauft.
Tomintoul ist eine der jüngeren Destillerien in Schottland und wurde erst 1964 gegründet. Der Zweckbau in Ballindalloch produziert jährlich knapp über 3 Millionen Liter Whisky und gehört seit dem Jahr 2000 den Angus Dundee Distillers. Viel der auf den vier Stills produzierten Menge landet in Blends, aber man hat sich mit den generell sehr leichten Single Malts durchaus auch einen Namen gemacht.
Der Old Ballantruan 10yo ist der erste Old Ballantruan, der mit einer Altersangabe versehen wurde. Abgefüllt ist er mit kräftigen 50%, die ihn aber weder scharf noch überwältigend machen. Auch auf Kältefiltration wurde verzichtet.
Wir empfehlen den Old Ballantruan 10yo, weil er einerseits sehr zugänglich ist und süße, cremige Malzigkeit bietet, den Rauch aber durchaus prominent präsentiert. An ihm ist schön zu sehen, dass torfig nicht gleich torfig ist und sich vor allem sehr deutliche Unterschiede durch die Herkunft zeigen. Mit einem Islay-Raucher ist er nur bedingt vergleichbar – bei Verkostungen kann man immer wieder sehen, dass er auch Leute ansprechen kann, die generell nicht den torfigen Whiskys zugeneigt sind.
Sie finden den Old Ballantruan 10yo um ca. 55 Euro im Fachhandel und Online – kein Schnäpchen, aber – so finden wir – sein Geld wert. Wenn Sie mit ihm auf den Geschmack der etwas anderen Rauchigkeit gekommen sind und sich abseits von Islay dieser Geschmacksrichtung widmen wollen, können Sie dann auch noch einen Benromach (ebenfalls Speyside) oder einen Ardmore (Highlands) als weitere Alternativen probieren. Freude machen auch die.
Zunächst einmal an alle unsere Leser: Ein frohes Osterfest! Genießen Sie einen wunderbaren Tag und hoffentlich einen spürbaren Frühlingsbeginn! Wir freuen uns, dass wir Sie auch heute begleiten dürfen.
Das tun wir mit gleich mit zwei wunderbaren Videos aus den schottischen Highlands, die sich in 4k-Auflösung der imposanten Landschaft rund um Glen Etive und Glencoe widmen. Das erste Video, knapp 6 Minuten lang, das sie obenstehend finden, stammt wieder einmal von The Hovering Scotsman auf Youtube und wurde dieser Tage hochgeladen. Es zelebriert die Natur und ihre Schönheit – eindrucksvoll wie immer. Leider hat The Hovering Scotsman im Lauf der Aufnahmen seine Drohne geschrottet – und bittet um ein Like als kleine psychologische Kompensation. Bitte erfüllen sie ihm diesen Osterwunsch.
Glencoe ist auch das Thema des zweiten Videos, das wir für Sie auf Youtube ausgewählt haben, diesmal von Nik Cooper (und ebenfalls in 4k). Dabei handelt es sich um ergänzendes B Roll Material, erzählt also keine zusammenhängende optische Geschichte, aber das ist bei solchen Aufnahmen ohnehin eher ohne Bedeutung. Sehen Sie diese vier Minuten untenstehend.
Still und leise hat sich eine neue Abfüllung von Aberlour in den Handel geschlichen: Der Aberlour Casg Annamh ist seit kurzem für ca. 50-60 Euro im Fachhandel erhältlich.
Der alterslose Aberlour kommt in Batches, das ist nun natürlich der Batch #0001. Casg Annamh bedeutet auf gälisch „seltenes Fass“, und laut Rückseitentext der Verpackung ist diese Abfüllung durch den Geschmack bestimmt, dem ihm ausgewählte Oloroso-Fässer geben. Gelagert wird der Whisky allerdings in drei verschiedenen Fässern, europäische Sherry-Eiche und zwei verschiedene Typen aus amerikanischer Eiche. Abgefüllt wird der Aberlour Casg Annamh mit 48%.
Die Tasting Notes haben wir für Sie übersetzt:
Nase: Reichhaltig und süß mit fruchtigen Noten von Herber Orange, galsierten Kirschen Rosinen und einem Hauch Ingwer.
Gaumen: Süße und fruchtige Noten von Apfel und Zimt, Streusel und reifen Pfirsichen, ausbalanciert mit würzigen Noten von Lakritze und Gewürznelke.
Finish: Lang und reichhaltig. Fruchtig mit etwas trockenem Gewürz.
Auch am Karsamstag hat Angus MacRaild auf Whiskyfun von Serge Valentin übernommen, und diesmal widmet sich seine Aufmerksamkeit der Highland-Destillerie Glendronach, und da dem Glendronach 21yo, der auch unter dem Namen Parliament bekannt ist. Er ist die älteste Standardabfüllung aus der Destillerie, und wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal aufgelegt. Diese Erstausgabe und die Batches #2 und #3 sieht sich Angus genauer an, um dann einen unabhängigen Glendronach 25yo sozusagen als krönendes Finale zu verkosten.
Es scheint so zu sein, wenn man sich die Notes ansieht, dass die ersten drei Abfüllungen sehr konsistent gemacht wurden. Die Unterschiede sind höchst subtil, und das zeigt sich auch in den Benotungen. Verkostungssieger ist allerdings der Älteste im Quartett:
Glendronach 21 yo (48%, OB, ‘Parliament’, 1st release, 2011): 86 Punkte
Glendronach 21 yo (48%, OB, ‘Parliament’, 2nd release, 2011): 87 Punkte
Glendronach 21 yo (48%, OB, ‘Parliament’, 3rd release, 2012): 87 Punkte
Glendronach 25 yo (41.2%, Cadenhead’s Original Collection, 1990s): 91 Punkte
Lagerhäuser der Destillerie Glendronach. Bildrechte bei Marcel Freudenstein
Es wird wieder einmal Zeit, einen Blick auf Neuerscheinungen in der TTB Datenbank zu werfen – diesmal sind die schottischen Inseln mit drei Abfüllungen am Zug.
Zunächst einmal hat Highland Park sein Versprechen wahre gemacht und den ersten von zwei Nachfolgern des Highland Park Valkyrie in der Datenbank angemeldet: Highland Park Valknut, benannt nach einem in der Wikingerkunst oftmals verwendeten Stilelement.
Sonderlich viel geben die Label nicht preis über den Whisky – er wird mit 46.8% abgefüllt sein.
Weiters sind da noch die Etiketten der beiden neuen Abfüllungen von Port Charlotte, der torfigen Marke von Bruichladdich: Zunächst einmal wird es einen Port Charlotte Islay Barley 2011 geben, mit 50% abgefüllt und in nicht näher spezifizierten Eichenfässern gelagert.
Neben dem Islay Barley wird es wohl auch eine neue Abfüllung des 10jährigen Port Charlotte Heavily Peated geben. Auch hier wurde mit den für die Marke typischen 50% abgefüllt:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.