whiskyundfrauen: Interview mit Andy MacDonald (Glenmorangie)

Im Rahmen der letzten Interwhisky konnte margaretemarie vom Blog „whiskyundfrauen. auch für männer.“ ein ausführliches Interview mit dem Distillery Manager von Glenmorangie, Andy MacDonald, führen. In ihm geht es um seine Arbeit, seine Vorlieben – um den Glenmorangie Midwinter Night’s Dram (der seinen Worten nach ein regelmäßiges Bottling werden soll) und einige andere Abfüllungen, wie zum Beispiel neue hochpreisige Vintage-Bottlings. Hier ein kleiner Ausschnitt:

MM: Welche Pläne gibt es denn derzeit?

Andy: Wir werden bald die Private Edition No 8 herausbringen, aber ich kann noch nichts darüber sagen. Und der 25jährige wird eingestellt und durch alte Vintage-Abfüllungen ersetzt werden. Wir werden jedes Jahr eine neue Vintage herausbringen, in kleinen Mengen.

Mehr darüber und zu anderen Themen im heute erschienenen Interview.

Andy MacDonald, Distillery Manager Glenmorangie. Bild: margaretemarie

The Courier: Die Bedeutung des Straßennetzes für die Whiskyindustrie

Ein Artikel in The Courier beschäftigt sich mit einem gern übersehenen Aspekt des Räderwerks, das uns das Wasser des Lebens zu genießen ermöglicht: Das Transportnetzwerk, oder besser gesagt – nach dem Niedergang des Streckennetzes der Eisenbahn – das Straßennetz. Nicht nur der Whisky wird auf ihm ausgeliefert; in einer Zeit, in der Produktionen an so vielen verschiedenen Standorten passieren, ist auch der Rohstoff oft weite Strecken unterwegs, bevor er in der Whiskyerzeugung eingesetzt werden kann.

Der Artikel nimmt vielleicht etwas die Romantik aus den Vorstellungen über die Whiskyproduktion, aber er zeigt dafür einen Blickwinkel, der vielleicht nicht der hübscheste ist, dafür eine Wirklichkeit zeigt, die eben auch die 40-Tonner und den stetigen Schwerverkehr auf Schottlands Straßen mit berücksichtigt.

Der Bruichladdich-Truck. Bild: Marcel Freudenstein

Pune Mirror: Fünf nichtschottische Whiskys, die man probiert haben sollte

Wenn man anderswo mal über den Tellerrand blickt, kann das ganz interessant sein: Im Pune Mirror aus Indien empfiehlt Autor Keshav Prakash fünf Whiskys, die nicht aus Schottland stammen, die man aber probiert haben sollte. Und auch wenn es sich dabei quasi um Exoten handelt, die Empfehlung aus einem für uns „exotischen“ Whiskyland stammt, so sind die Empfehlungen so exotisch nicht: Tasmanien, Taiwan, Indien, Holland und die USA sind die Ursprungsländer der vorgeschlagenen Whiskys, und auch unserer Meinung nach hat es sich jeder davon verdient, verkostet zu werden.

Welche es sind und vor allem warum sie empfohlen werden, können Sie im englischsprachigen Originalartikel nachlesen.

Whiskyintelligence: Interview mit Jim Murray – Teil 2

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Was in der letzten Woche mit dem ersten Teil begann, wird heute mit Teil 2 fortgesetzt: Whiskyintelligence bringt ein ausführliches Interview mit Jim Murray, dem Autor der Whisky Bible – jenem Buch mit unzähligen Tasting Notes, das Jahr für Jahr wieder für neues Rauschen im Blätterwald und in der Community sorgt, vor allem durch die durchaus kontroversiell gesehenen Ernennungen zum „Whisky des Jahres“.

Im zweiten Teil des Interviews geht es eben um diese Kontroversen, die Sicht von Jim Murray darauf, warum schottischer Whisky schon länger nicht mehr den Titel „Whisky des Jahres einheimsen konnte“ und seine (nicht vorhandenen) Pläne für den Rückzug aus dem aktiven Berufsleben. Hier ein kleines Stück darüber, was er zu seinen Kritikern zu sagen hat:

What do you say to critics of the Bible?
I get a bit cheesed off when people say I give an award for this and that because I’m on the take. These people don’t have a clue what I’m about; I believe in total honesty. When I gave World Whisky of the Year to a Canadian whisky [Crown Royal Northern Harvest Rye], people said I did it for publicity. Selling books in Canada is virtually impossible! If you sell 5,000 books in Canada, it’s a bestseller. If we gave the award to a Scotch whisky company, we’d make far more money. So you get these idiots coming out with no idea about the reason why you give the award. There’s only one reason: because it’s the most complete, the most beautiful whisky I’ve tasted that year, wherever it’s from. The only criteria I look at is quality.

Auch interessant: Im Interview attestiert er dem verstorbenen Michael Jackson, dem Altmeister der Tasting Notes und für viele DER Whiskyjournalist, eine größere Liebe zum Bier als zum Whisky.

In jedem Fall lesenswert und Stoff für einige Diskussionen.

Video: In 12 Minuten durch die schottischen Highlands

Jeden Sonntag beginnen wir unsere News mit einem Video über Whisky oder Whiskey – oder die Regionen, in denen das Wasser des Lebens erzeugt wird. Auch heute setzen wir diese Tradition fort, mit einem zwölfminütigen Reisebericht aus dem Jahr 2013 über die schottischen Highlands, zusammengestellt vom Youtube-User Scarborough Tourist.

Im obenstehenden zwölfminütigen Clip, den Sie auch auf Youtube sehen können, zeigt man uns – im schönsten Full HD – die Isle of Skye, Caithness, Inverness-shire und Sutherland. Viel Vergnügen dabei, und einen schönen Sonntag, an dem wir Sie weiter mit Berichten begleiten werden.

Whisky im Bild: Diageo Geschäftszahlen anschaulich gemacht

Diageo, der weltgrößte Getränkekonzern, hat vorgestern sehr positive Zahlen zur Geschäftsentwicklung veröffentlicht. Da aber Zahlenberge und trockene Tabellen nicht gerade kommunikativ sind, hat man im Unternehmen die Zahlen in Bildern aufbereitet. Hier sind einige davon, die sich auch mit dem Wachstum im Whiskysegment beschäftigen:

The Famous Grouse sammelt 600.000 Pfund für erfolgreichen Vogelschutz

Wenn man eine bedrohte Vogelart sozusagen als „Wappentier“ für seinen Whisky benutzt, wie es bei The Famous Grouse mit dem Raufußhuhn der Fall ist, dann hat man damit nicht nur einen Aufhänger für sinnvolle Marketing-Aktionen, sondern wohl tatsächlich eine gewisse Verbundenheit mit den sich daraus ergebenden Möglichkeiten.

Als man im Jahr 2008 The Black Grouse auf den Markt brachte, ist man bei der Destillerie Glenturret, der Lead-Distillery für den Blend, eine Partnerschaft mit der gemeinnützigen Vogelschutzorganisation RSPB eingegangen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bestände des seltenen Schwarzen Raufußhuhns nicht nur zu schützen, sondern durch den Schutz auch wieder zu erhöhen. Heute, 8 Jahre und 600.000 Pfund später, ist dieses Ziel tatsächlich erreicht worden, wie die Sunday Post berichtet. Die Bestände sind deutlich angewachsen.

50p pro im Vereinigten Königreich verkaufter Flasche gingen an die Organisation, und mit den so gesammelten Spenden konnte The Famous Grouse anfänglich vier Reservate unterstützen: Inversnaid und Corrimony in Schottland; Geltsdale in Nordengland und Lake Vyrnwy in Wales. Später kamen dann noch andere dazu, in denen insgesamt zum Beispiel 185.000 Bäume gepflanzt wurden. Dies geschah, um die Moore, die Heimat des Schwarzen Raufußhuhns, wieder zu renaturalisieren.

Insgesamt eine schöne und sinnvolle Aktion, die Erwähnung verdient.

Black Grouse. Photo credit: fveronesi1 via Visual hunt / CC BY-SA

Video: Neue Stills auf dem Weg zur Midleton Distillery

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Vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass Irish Distillers die Destillerie in Midleton um über 10 Millionen Euro ausbauen lässt, um damit die Kapazität der Anlage um 30% zu steigern. Um das zu erreichen, müssen natürlich auch neue Stills installiert werden, und diese sind nicht von der kleinen Sorte.

Das Video (auch auf Youtube) zeigt nun in knapp 2 Minuten, wie diese drei Stills mit einer Kapazität von je 75000 Litern und einem Gewicht von jeweils 8 Tonnen von einem Schiff im Hafen von Cork auf Schwertransporter verladen und in der Nacht in Richtung Destillerie gebracht werden. Ein imposanter Anblick!

The Advertiser: Fünf der besten Whiskys aus Tasmanien

Auf der anderen Seite des Globus wird ebenso Whisky gemacht wie in vielen anderen Ländern der Welt, und das Zentrum der australischen Whiskyproduktion ist dabei die Insel Tasmanien, die dem australischen Kontinent im Süden vorgelagert ist. Dort gibt es mittlerweile jede Menge Destillerien, und einige der Produkte von dort finden auch immer wieder den Weg zu uns nach Europa.

Wer sich ein wenig näher mit tasmanischem Whisky beschäftigen will, dem könnte unser Fund hier hilfreich sein: The Advertiser aus Adelaide wirft einen Blick auf tasmanische Whiskys und hat die, ihrer Meinung nach, fünf besten davon speziell beschrieben. Nicht alle davon sind bei uns leicht zu finden, aber vielleicht macht ja gerade das den Reiz der Jagd aus.

Serge verkostet: Strathisla alt vs. neu

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Wenn man auf der Suche nach alten Abfüllungen der Speyside-Destillerie Strathisla ist, kommt man an Gordon & MacPhail nicht vorbei. Bei neuen Abfüllungen ist das auch nicht viel anders – nahezu die Hälfte (!) aller am Markt verfügbaren Strathislas stammen von dem unabhängigen Abfüller aus Elgin.

So ist es kein Wunder, dass Serge Valentin heute in seiner Verkostung, in der eine alte Abfüllung von Strathisla gegen eine neue antritt, beide Bottlings von Gordon & MacPhail wählt.

Von der Wertung her liegen die beiden fast gleichauf – beim Preis sieht das allerdings wohl ganz anders aus: Eine Abfüllung aus dem Jahr 1953 (sie stammt aus der Speyside Collection, dem Sevenpack in der Holzbox, den es erst ab einem fünfstelligen Eurobetrag gibt), ist nicht für einen Pappenstiel zu haben…

  • Strathisla 2005/2015 (43%, Gordon & MacPhail, licensed bottling): 84 Punkte
  • Strathisla 1953/2012 (43%, Gordon & MacPhail, Speyside Collection, cask #1614, first fill sherry butt, 258 bottles): 85 Punkte

Strathisla. Bildrechte bei Marcel Freudenstein

Stuttgarter Zeitung: Vorbericht zur 0711 Spirits

Heute um 17 Uhr öffnet die 0711 Spirits wieder ihre Pforten, um dem interessierten Publikum neues aus der Welt der Spirituosen zu präsentieren. Die Stuttgarter Zeitung hat dazu einen kurzen Vorbericht gebracht, der die Highlights und Daten der Messe aufzählt. Drei Tage lang kann man dort Whisky und andere Spirtuosen entdecken und verkosten, es gibt auch einige Tastings, die aber – vor allem am Samstag – schon zum Großteil ausverkauft sind.

Nähere Infos zur Messe finden Kurzentschlossene auch auf der Homepage der Veranstaltung.

 

Whisky im Bild: Sonnenuntergang auf Skye (Wallpaper)

Die Insel Skye ist nicht nur für ihren Whisky (Talisker) berühmt – man kann dort an jeder Ecke auf ein fantastisches Fotomotiv treffen. Kein Wunder also, dass viele Bilder aus unserer Wallpaper-Serie von der Insel stammen. So wie dieses des Fotografen Joshua Earle, der das rechtefreie Bild an der Küste bei Sonnenuntergang geschossen hat. Bekommt man da nicht auf der Stelle Sehnsucht und Reiselust?

Das Original in der Größe 3000×2000 Pixel (1.75MB) können Sie hier herunterladen, untenstehend finden Sie es verkleinert und komprimiert zum Ansehen vorab.

Diageo mit +28% Betriebsergebnis

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Diageo, der weltgrößte Getränkekonzern und Besitzer vieler Destillerien in Schottland, konnte heute am Morgen mit für die Shareholder erfreulichen Zahlen aufwarten: Das britische Unternehmen hat nach einem Report in Yahoo Finance das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr ihres Finanzjahres um 28% steigern können. 2.6 Milliarden Dollar sind das, im Zeitraum von Juli bis Dezember 2016. Auch das organische Umsatzwachstum, also jenes, das aus eigener Kraft und nicht durch z.B. Wechselkursänderung erzielt wurde, ist in diesem Zeitraum um 2% gestiegen, in den USA sogar um 3%. Das veranlasst das Unternehmen, die vorläufige Dividende um 5% zu erhöhen.

Man zeigt sich bei Diageo, trotz einer eher komplizierter gewordenen Weltlage, zuversichtlich, die selbst gesetzten Ziele für das gesamte Finanzjahr erreichen zu können, sagte Ivan Menezes, der CEO von Diageo.

Schottischer Verkehrsminister will Whisky Highway (A95) ausbauen

Wer schon einmal auf der A95 durch die Speyside unterwegs war, der weiß, dass die Straße, die man auch „Whisky Highway“ nennt, an manchen Stellen ganz gut ausgebaut ist, an anderen aber einem Nadelöhr gleicht. Das führt zu vielen unerfreulichen Begegnungen mit Lastkraftwagen, und wenn sich zwei Brummis an der falschen Stelle begegnen, kann das sehr haarig werden.

The Press and Journal berichtet nun, dass der schottische Verkehrsminister Humza Yousaf diese Strecke nach einer Besichtigung ausbauen lassen will, um die schlimmsten Gefahrenstellen zu entschärfen. Der Minister besichtigte die Strecken als Beifahrer in einem Laster der Firma McPherson of Aberlour, und nach einer engen Begegnung in der Nähe von Craigellachie versprach er, sich für einen baldigen Ausbau der Strecke, die massiv für den Transport von Waren zu und von vielen Destillerien genutzt wird, einzusetzen.

Detail am Rande: McPherson of Aberlour, eines der größten für die Whiskyindustrie tätigen Transportunternehmen, gibt an, bei ihren Lastwagen pro Woche 1000 Pfund für den Ersatz von Seitenspiegeln auszugeben, die entweder durch Gegenverkehr oder Äste zerstört wurden.

Die Destillerie Cardhu bei Craigellachie, unweit der A95. Photo credit: yashima via Visualhunt / CC BY-SA