Exklusiv: Whisky im Bild – Planzeichnungen der Quiet Man Distillery in Nordirland

Heute haben wir etwas Besonderes aus Nordirland für Sie: Als erstes Medium können wir die 3D-Zeichnungen des Architekturbüros Hamilton für die Quiet Man Distillery in Derry präsentieren. Dietmar Schulz von Alba Import (das Unternehmen vertreibt die Marke The Quiet Man in Deutschland) hat uns zu den Schemazeichnungen noch einige Extrainformationen zur Destillerie geschickt:

Die Arbeiten haben begonnen, und so wird im nächsten Jahr Derry zurück sein auf der Landkarte der Whisky Distilleries.
Neben der eigentlichen Brennerei wird auch der Visitor-Bereich eine wichtige Rolle spielen. So soll zum Beispiel die Bar, in der John Mulgrew (der Barkeeper, nach dem die Marke „The Quiet Man“ Whisky benannt ist) Jahrzehnte gearbeitet hat, nachgebildet werden.
Die Location für die Brennerei in Derry ist spannend, sie wird in unmittelbarer Nähe zur „Peace“-Bridge gebaut, die ja eine sehr symbolträchtige Bedeutung hat für Derry sprich Nordirland.

Weitere interessante Infos über die nordirische Destillerie bietet übrigens auch ein Artikel der Irish Times aus dem Vorjahr. Hier aber nun die beiden exklusiven Gebäudeansichten:

Front view from Builing 10 July 12

Front view outside building 10 July 12

Neu ab Jahresende: Macallan Double Cask 12yo

Es scheint, als könne Macallan mit seinen momentanen Lagerbeständen wieder mehr auf Whiskys mit Altersbegrenzung setzen: Wie The Spirits Business heute berichtet, plant die Destillerie, den momentan nur in Taiwan erhältlichen Macallan Double Cask 12yo international auf den Markt zu bringen, und zwar mit Ende des Jahres.

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Interessant daran ist vor allem der Umstand, dass dieser 12jährige, der auf amerikanische und europäische Eiche und mehr auf Sherry-Stilistik setzen wird, in die Core-Range aufgenommen werden soll und keine Sonderedition sein wird. Macallan hat ja vor einiger Zeit sämtliche Whiskys mit Altersangaben in der Core-Range durch NAS-Abfüllungen ersetzt, scheint jetzt aber wieder zur klassischen Form der Namensfindung zurückkehren zu wollen.

Weiters wird im Artikel bestätigt, dass die Eröffnung der neuen Destillerie von 2017 auf 2018 verschoben wurde. Es scheint, dass Großprojekte auf der ganzen Welt nicht ohne Verzögerungen abgewickelt werden können…

Halewood kauft sich bei West Cork Distillers ein

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West Cork Distillers kennt man bei uns vor allem für ihren Blend und den 10jährigen Whiskey (dem übrigens bald ein 12jähriger Single Malt zur Seite gestellt wird). Weniger bekannt ist der Umstand, dass das 2003 gegründete Unternehmen auch für den Whiskey „The Pogues“ verantwortlich zeichnet.

poguestitel

Halewood Wine & Spirits, ein Vertriebspartner in acht Märkten und Co-Eigentümer der Marke „The Pogues“ für Whiskey, hat nun laut einem Bericht von Drinks International und anderer Medien einen „erheblichen Anteil“ an West Cork Distillers gekauft – nach übereinstimmenden Angaben allerdings keinen Mehrheitsanteil. Über die Summe, die dabei bewegt wurde, ist nichts bekannt.

Der Deal zeigt, wie stark das Interesse an irischem Whiskey momentan ist und dass Unternehmen hier ein beträchtliches Potential sehen.

PR: 2 exklusive Old Particular Grain Fässer für Deutschland von Douglas Laing

Das Bremer Spirituosen Contor informiert uns heute über zwei Sonderabfüllungen von Douglas Laing, die nur für Deutschland erhältlich sind und hier in den gut sortierten Handel kommen. Es geht geht dabei um zwei Single Grains aus Cambus und Port Dundas. Hier alle Informationen inklusive der offizielle Tasting Notes und der Preise:

Von wegen Whisky-Sommer-Loch:
Douglas Laing bringt zwei exklusive Old Particular Grain Fässer nach Deutschland

Bremen, 26.07.2016. Diesen Sommer hat das Bremer Spirituosen Contor gemeinsam mit Douglas Laing zwei besondere Fässer exklusiv für den deutschen Markt selektiert und abgefüllt. Bei beiden Whiskys handelt es sich um je ein Einzelfass der bereits geschlossenen Grain Destillerien Cambus und Port Dundas aus Schottland. Mehr als 27 Jahre durften beide Whiskys reifen und überraschen mit einem breiten Aromenspektrum von Vanille, Ahorn-Sirup, Karamell, Honig, Espresso bis hin zu feinen Rauchnoten. Damit eigenen sich die Whiskys besonders in Kombination mit süßen Desserts – wie einem leckeren Vanille-Eis im Sommer.

Das erste Fass stammt aus der bereits 1993 geschlossenen Cambus Distillery. Ein wunderbarer, fast ölig-süßer Whisky mit Aromen von Ahorn-Sirup, Butterscotch und warmen Gewürzen. Abgefüllt wurde es in Fassstärke mit 53,9%. Nach 27 Jahren Reifung stehen von diesem Whisky nur 101 Flaschen zur Verfügung. Das zweite Fass ist ein echtes Kuriosum. Es stammt aus der stillgelegten Glasgow Distillery Port Dundas und überrascht neben Frucht-, Toffee-, Honig- und Espresso-Aromen mit einem deutlichen Hauch von Islay Torf. Da bei Port Dundas nicht mit getorften Getreide gearbeitet wurde, werden diese Aromen vermutlich von der Reifung in einem ehemaligen Islay Fass stammen. Auch hier haben 27 Jahre Reifung eine beeindruckende Vielfalt an Aromen hinterlassen. 231 Flaschen wurden exklusiv für Deutschland in 56,1% Fassstärke abgefüllt.

Timo Lambrecht, Head of Marketing des Bremer Spirituosen Contors hierzu:

„In den letzten Monaten hat sich endlich herumgesprochen, was von Douglas Laing schon seit Jahren immer wieder aufs Neue bewiesen wird: Single Grain Whisky ist viel mehr als nur eine preiswerte Zutat für den Blended Scotch. Diese beiden 27 jährigen Fässer sind ein Muss für Liebhaber von lang gereiften Whiskys. Besonders spannend finde ich auch den Islay Einfluss beim Port Dundas. Einen vergleichbaren Grain Whisky hatte ich bisher noch nicht im Glas.“

Ganz nach dem Firmencredo von Douglas Laing wurden diese Old Particular Abfüllungen ungefärbt, nicht kältegefiltert und unverdünnt abgefüllt, um die Aromen aus dem Fass unverfälscht in die Flasche zu bringen. Beide streng limitierten Abfüllungen sind ab sofort exklusiv in Deutschland im gut sortierten Fachhandel erhältlich.

Die Abfüllungen:

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Cambus 27 Jahre OLD PARTICULAR

53,9%  0,7 – Refill Hogshead
Limitiert auf 101 Flaschen
Distilled: September 1988 – Bottled: Mai 2016
“SPECIALLY AND CAREFULLY SELECTED FOR GERMANY”

Nase: Klare Getreidenoten, Ahornsirup und frisch Gebackenes.
Gaumen: Butterscotch – mundfüllend süß mit im Munde zerfließendem Zucker und weichen Gewürzen.
Abklang: Typische Gewürznoten, wärmend mit lieblichen Aromen.

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Port Dundas 27 Jahre OLD PARTICULAR

56,1%  0,7 – Refill Hogshead
Limitiert auf 231 Flaschen
Distilled: October 1988 – Bottled: Mai 2016
“SPECIALLY AND CAREFULLY SELECTED FOR GERMANY”

Nase: Süße Fruchteisaromen, Getreidenoten, Kaffee, Früchte in Karamell und ein Hauch von sehr süßem Rauch.
Gaumen: Fruchtig mit Aromen von Honigwaben, Orangenbonbons und Gewürzen.
Abklang: Es entwickeln sich spannende würzige Getreidenoten, Espressonoten und Toffee.

Die unverbindlichen Preisempfehlungen:

Cambus 27 Jahre OLD PARTICULAR, 53,9%, 0,70 Ltr., UVP 114,90 €
Port Dundas 27 Jahre OLD PARTICULAR, 56,1%, 0,70 Ltr., UVP 125,90 €

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PR: Neu: DEANSTON 15 Jahre Organic

Eine Presseaussendung von heute kündigt eine neue Abfüllung der Brennerei Deanston an, die wir gerne mit Ihnen teilen:

Mit Stolz präsentiert die Deanston Distillery sein neuestes Produkt, einen 15 Jahre alten Organic Whisky!

Deanston-15-yrs

Streng limitiert mit nur 3.000 Kartons pro Jahr zeichnet sich dieser hervorragende Single Malt durch beste regionale Zutaten, wie die reichhaltige lokale organische Gerste und das weiche Wasser des River Teith aus. Handgemacht von einem kleinen Team lokaler Meister wurde er nach traditionellen Destilliertechniken herstellt und in neuen Eichenfässern handabgefüllt. Er wurde nicht kühlgefiltert, um seinen authentischen Geschmack und seine natürliche Farbe zu erhalten. Nach 15 Jahren Lagerung entfaltet er nun sein wunderbares Aroma nach Vanille und Honig.

Deanston 15 Jahre Organic wurde von der Organic Food Federation zertifiziert.

Nase: Ein milder, fruchtiger Single Malt mit süßer Eiche

Geschmack: Vanille und malzige Aromen, verbunden mit der für Deanston bekannten reichhaltigen Honignote in üppiger Fülle.

Finish: Die unglaubliche Frische ergibt ein unvergessliches Gaumenerlebnis von einer lang anhaltenden eichigen Süße.

46,3 % vol., unchill filtered, 0,7 L
UVP 91,00 €

Import / Vertrieb in Deutschland ab sofort über TeamSpirit Internationale Markengetränke GmbH, Rheinberg

Exklusiv: Maker’s 46 Willkommensparty in München

Für Freunde des amerikanischen Bourbons ist das eine gute Nachricht: Der Maker’s 46, den es bislang nur sporadisch in Deutschland und Österreich gab, kommt ab Oktober 2016 fix in das Verkaufsportfolio von Beam Suntory. Um die Ankunft des veredelten Maker’s Mark auf unserem Kontinent zu feiern, lud man gestern in die Caribbean Embassy in München zu einer Willkommensparty mit Grill und Cocktails. Und hier wurde im doppeldeutigen Sinn stürmisch gefeiert, wie Sie unserem Bildbericht entnehmen können.

Stilleben

Die Temperatur war der des Heimatlandes des Maker’s Mark angepasst, als wir am Nachmittag am Freigelände der Caribbean Embassy von Jan Schäfer, dem Head der Rare Collection, zu der Maker’s 46 im Portfolio von Beam Suntory gehören wird, und Brand Ambassador Daniel Schöll begrüßt wurden. Und wie auf Bestellung kam dann auch noch ein Gewittersturm auf, der Kentucky alle Ehre machte und die Veranstaltung fast „abblies“. Aber nur fast.

So schnell, wie dieser heftige Regensturm kam, so schnell war er auch verzogen, und nach kurzer Beseitigung der minimalen Sturmschäden konnte die eigentliche Feier beginnen.

2Flaschen

Die beiden Stars des Abends, der Maker’s Mark und der Maker’s 46. Der Maker’s Mark ist in deutschen Bars und Haushalten bestens eingeführt, seine Mashbill mit dem hohen Anteil roten Winterweizens gibt ihm seine Milde und Weichheit, für die er so gemocht wird.

Was macht nun den Maker’s 46 so besonders? Markenbotschafter Daniel Schöll erklärt – mit leider nicht ganz idealer Tonspur:

Oder, um es mit den Worten der offiziellen Presseaussendung zu sagen:

Ausgang für den Maker’s 46 bildet ein vollständig gereifter Maker’s Mark. Dieser unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Bourbon Whiskys. Seinen vollen, weichen Geschmack und das unverwechselbare Aroma erhält er durch die Verwendung von rotem Winterweizen anstatt des sonst üblichen Roggenanteils in der Maische. Zur Herstellung von Maker’s 46 wird während der Lagerzeit im Winter das Maker´s Mark Fass mit 10 getoasteten Stäben aus französischer LimousinEiche bestückt. Durch diese zusätzliche Reifung erhält der Bourbon ein tieferes, komplexeres Geschmacksprofil und behält dennoch das milde Aroma von Maker’s Mark. Es waren 123 Stäbe, mit denen eingangs experimentiert wurde, Stab Nr. 46 war es, der den besten Geschmack und letztendlich die Rezeptur von Maker´s 46 und dessen Name hervorbrachte.

Hier auch noch die offiziellen Tasting Notes:

Aroma: Angenehm süß mit Noten gerösteter Eiche und Karamell

Geschmack: Vollmundig und lang anhaltend mit cremigen Noten von gerösteter Eiche, Vanille und Karamell auf der Zungenspitze

Abgang: Langanhaltendes Finish aus Eichen-Noten bei leichter Schärfe

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Natürlich konnten wir den Maker’s 46 selbst verkosten, zusammen mit dem White Dog des Maker’s Mark, dem einjährigen Maker’s Mark, der so natürlich nie im Handel auftaucht, und dem regulären Maker’s Mark, der mit 6 Jahren in die Flasche kommt. Die europäische Eiche, die über die inner staves 11 Wochen auf den Maker’s Mark einwirkt, um ihn zum Maker’s 46 zu machen, macht sich mit schöner Würze und Holz bemerkbar und verleiht dem Bourbon mehr Charakter und Tiefe.

Die Verkostung fand in der Embassy statt – unser Bild zeigt die Ruhe nach dem Sturm und vor der Verkostung:

bereit fürs tasting

Das Line-up:

tasting mat

Aber Bourbon – und damit Maker’s 46 – ist nicht nur dazu da, um pur genossen zu werden. Er macht sich hervorragend in Cocktails, zu Speisen und als Zutat zu Marinaden, wie wir an diesem Abend wieder einmal erleben durften.

menu

Hier ein paar Bildeindrücke von der Willkommensparty:

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Nach dem Regen ging alles seinen geplanten Gang und die Gäste hatten ausgiebig Zeit und Möglichkeit, den Abend zu genießen.

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Mit Cocktails waren wir bestens versorgt.

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Der zweite Star des Abends: Fleisch. Rind, Truthahn und Schwein, im Smoker langsam zur Perfektion gebracht.

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Hier gabs das Fleisch:

fleischessen

Hier die Beilagen:

beilagen

Und hier die Nachspeise :-):

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Zu einem perfekten Grillvergnügen gehören natürlich auch gute BBQ-Saucen – das Rezept für eine solche finden Sie untenstehend auf dem Foto:

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Wie man diese macht, konnte man an diesem Stand in einem Workshop erfahren.

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Und wie endet jedes typische BBQ? Mit dem Grillen von Marshmallows über offenem Feuer – so auch der gelungene Abend in München:

maeshmallows

Disclaimer: Im Sinne unserer Redaktionsrichtlinien legen wir offen, dass wir von Beam Suntory Deutschland zu dieser Veranstaltung eingeladen wurden und in München eine Unterkunft zur Verfügung gestellt bekamen. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung dieses Beitrags.

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Serge verkostet: Ledaig

Wenn die Destillerie Tobermory auf der Isle of Mull getorften Whisky produziert, dann geschieht das unter dem Markennamen Ledaig.

Serge Valentin hat heute zwei Abfüllungen des eigenständigen, weil im Charakter von Islay-Rauchern doch unterschiedlichen Whiskys verkostet, und ob jung oder alt, sie wissen zu gefallen.

Serge bezeichnet Ledaig im Artikel als „neuen Ardbeg“, und wer ihn kennt, der weiß, dass er wohl, was rauchige Whiskys anbelangt, kein größeres Lob aussprechen kann…

  • Ledaig 7 yo 2008/2016 (60.3%, Signatory Vintage for Le Gus’t, first fill bourbon, cask #700751, 312 bottles): 89 Punkte
  • Ledaig 24 yo 1972/1997 (49.8%, Scotch Malt Whisky Society, #42.8): 93 Punkte
Die Destillerie Tobermory (produziert auch Ledaig). Bildrechte bei Torsten Dahmke.
Die Destillerie Tobermory (produziert auch Ledaig). Bildrechte bei Torsten Dahmke.

Edrington Group (The Macallan, Glenturret) mit -13% Gewinn

Nicht besonders rosig sind die Zahlen, die die in Glasgow ansässige Edrington Group laut einem Bericht von Herald Scotland vermeldet: Der Gewinn ist im letzten Geschäftsjahr um 13% zurückgegangen. Vor Steuern sind das zwar immer noch fast 150 Millionen Pfund, aber in einer Wirtschaft, die auf stetiges Wachstum ausgerichtet ist, ist diese Nachricht keine erfreuliche.

Gründe dafür sind laut dem Unternehmen vor allem drei Faktoren: The Macallan hatte vor allem im asiatischen Raum und dort in Taiwan starke Konkurrenz, ihr Blend The Famous Grouse Schwierigkeiten am ohnehin schon problematischen Blend-Markt und die Stärke des britischen Pfund (vor dem Brexit-Votum) ließ die Gewinne weiter schmelzen.

Auch wenn man für 2016 und 2017 durch die instabile politische Lage ebenfalls bewegte Zeiten vor sich sieht, ist man von Seiten der Unternehmensleitung für die mittel- bis langfristige Zukunft weiter optimistisch, vermeldet Herald Scotland.

Unser Titelbild zeigt die zur Edrington Group gehörige Destillerie Glenturret.

Dallas Dhu: Diageo steht Wiederinbetriebnahme nicht im Weg

Die Dinge rund um die Destillerie Dallas Dhu, die seit langem nur mehr als Museum fungiert, scheinen langsam tatsächlich in Bewegung zu kommen: Nachdem nach Jahren der Absichtserklärungen und zaghaften Versuche vor kurzem konkrete Vorschläge zur Finanzierung einer Reaktivierung durch die öffentliche Hand aufkamen (wir berichteten hier), hat nun der Eigentümer, Diageo, laut einem Bericht auf der von uns sehr geschätzten Seite Whiskycast, seine Bereitschaft signalisert, einer Wiederaufnahme des Destillationsbetriebes nicht im Weg zu stehen.

Seit 1983 wird Dallas Dhu nicht mehr aktiv genutzt und fungiert zur Zeit als Museum. Mehr über die bewegte Geschichte der Destillerie können Sie im Artikel auf Whiskycast erfahren.

Whiskyundfrauen: Interview mit Jens Drewitz (Sansibar-Whisky)

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Immer wieder finden wir bei Whiskyundfrauen äußerst interessante Interviews. Dieses mal stellt sich Jens Drewitz, der Geschäftsführer der Firma Sansibar-Whisky, den Fragen von margaretemarie.

Die Idee, eine Kombination von Restaurant, Wein und Whisky zu schaffen, entwickelte Jens Drewitz gemeinsam mit Carsten Ehrlich, dem Organisator der Whisky-Fair Limburg. Und schnell fanden beide, die Sansibar auf Sylt als Top Marke wäre der passende Namenspate. Doch es dauerte drei Jahre, bis die Besitzer des Sansibar auch zustimmten, unter dem Namen des berühmten Restaurants Whisky abzufüllen und zu verkaufen. Im April 2012 wurde dann ein 21 Jahre alter Bunnahabhain unter dem Namen „Gunfire on deck“ abgefüllt. Der Beginn war gemacht, aber:

„Am Anfang war es sehr schwierig. Die Marke Sansibar polarisiert natürlich, und es hat viel Überzeugungsarbeit gekostet, bis die Leute bereit waren, uns zu testen. […] Mittlerweile sind wir auch anerkannt mit dem, was wir machen und auf Messen kommen die Leute immer öfter, weil sie sich für das interessieren, was wir an Abfüllungen haben. Dies war in der Anfangszeit ganz anders.“

Mittlerweile ist Sansibar-Whisky auf dem deutschen und auch internationalen Whisky-Markt mehr als etabliert. Und auch für die Zukunft gut aufgestellt: demnächst wird Sansibar-Whisky Karuizawa-Importeur für einen Teil von Europa. Die ersten Flaschen sind auf dem Seeweg schon unterwegs. Das komplette Interview ist nicht nur wegen dieser News äußerst lesenswert.

Grain Whisky und seine Reifung

Auf The Drinks Report findet sich heute ein interessanter Artikel über Grain Whisky und seine Reifung. Im Vergleich zu den ca. 110 Malt Whisky Brennereien in Schottland ist die Anzahl der Grain Whisky Destillerien fast verschwindend gering. Genau sieben Brennereien produzieren zur Zeit diesen hauptsächlich für Blended Scotch verwendeten Whisky.

Jede dieser Brennereien produziert einen unterschiedlichen Whisky. Die Geschmacksprofile hängen einerseits vom Getreide ab, welches eingesetzt wird. So führt Mais zu einer größeren Süße des Destillats als Weizen. Dazu kommt natürlich noch die Art der Destillation – je näher an die Höchstgrenze von 94,8 Vol.%, desto leichter der Charakter des Destillats, und abschließend natürlich das Fass als hauptsächlicher Einfluss auf den Whisky.

Neben Sandy Hyslop, Ballantine’s Master Blenderin, und Kirsteen Campbell, Master Blenderin bei The Famous Grouse, kommt auch John Glaser zu Wort. Sein Compass Box Whisky veröffentlichte vor 15 Jahren erstmals die Abfüllung „Hedonism“, ein Blend aus Grain Whiskys verschiedener Brennereien. In den letzten Jahren erschienen vermehrt Grain Whiskys auf dem Markt, sei es als Destillerie-Abfüllung oder auch als Single Casks – für einen geneigten Whisky-Liebhabenden ist diese Art des Whiskys mehr als einen Versuch wert.

Serge verkostet: Dalmore

Es dauerte eine Weile, bis die Abfüllungen der Serie „The Dalmore Fortuna Merita“ den Weg in eine Verkostung auf Whiskyfun fanden (die Ankündigung des Starts dieses Serie im Frühjahr 2015 gab es bei uns Ende Oktober 2014). Die Whiskys dieser Reihe haben alle ein Finish in unterschiedlichen Sherry-Fässern erfahren. Für den passenden Einstieg in diese Verkostung sorgt der Dalmore 15 yo, dessen Bewertung (und Serges Wertschätzung) sich nicht hinter den Travel Retail Newbies verstecken muss.

Die heutige Verkostung und die Punktevergabe in der Kurzübersicht:

  • Dalmore 15 yo (40%, OB, +/-2015) 84 Punkte
  • Dalmore ‘Valour’ (40%, OB, Fortuna Meritas Collection, +/-2016) 79 Punkte
  • Dalmore ‘Regalis’ (40%, OB, Fortuna Meritas Collection, +/-2016) 84 Punkte
  • Dalmore ‘Luceo’ (40%, OB, Fortuna Meritas Collection, +/-2016) 82 Punkte
  • Dalmore ‘Dominium’ (43%, OB, Fortuna Meritas Collection, +/-2016) 85 Punkte

Video: Ralfy verkostet Inchmurrin 12yo (Review #593)

In den letzten Wochen sind drei neue Varietäten von Inchmurrin im Handel aufgetaucht: der Inchmurrin 12yo (der im Video die Hauptrolle spielt), der Inchmurrin 18yo und der alterslose Inchmurrin Madeira Wood Finish. Wenn Sie noch nie etwas von der Destillerie Inchmurrin gehört haben, dann brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen – eine solche gibt es nicht. Diese Abfüllungen stammen aus der Destillerie Loch Lomond in den Highlands, so wie manch andere Marken, zum Beispiel der Inchmoan.

Der Destillerie selbst wird unter Whiskyfreunden in der Regel etwas Skepsis entgegengebracht. Manche mögen sie, andere belächeln sie. Ralfy hat sich mit diesem Videoreview ganz klar auf eine Seite gestellt und gibt dem Inchmurrin 12yo satte 90 von 100 Punkte. Grund: Der ausgeprägte Charakter, den man entweder hasst oder liebt. Und Ralfy liebt ihn. Würde er mehr konservativ benoten und seine persönliche Vorliebe weglassen, wären es immer noch 84 Punkte, sagt er.

Mehr im, wie üblich, ausgezeichneten Video, das Sie auch auf Youtube sehen können. In ihm erklärt Ralfy auch die Besonderheiten der Lomond Stills, auf denen dort (und nicht nur dort) gebrannt wird.

Straits Times: Malt Master David Stewart glaubt an Tradition

The Straits Times widmet heute David Stewart, dem Malt Master von The Balvenie, der unlängst von der Queen mit einem Orden ausgezeichnet wurde, einen Artikel unter dem Titel „Malt master believes in sticking to tradition„. In ihm geht es um seine Arbeitsphilosophie und sein Schaffen in der Whiskyindustrie.

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So sagt David, dass er kein großer Fan von No Age Statement Whiskys sei und The Balvenie keine solchen produzieren würde, solange sie nicht von excellenter Qualität seien. Zudem erfahren wir von ihm, wie er den Job bei The Balvenie übernommen hat und über seine Experimente mit Fassfinishes, als deren großer Innovator er gilt.

Mehr dazu lesen Sie hier.