Nicht aus offiziellen Kanälen, sondern von Ruben Luyten und seinem Blog whiskynotes.be haben wir die Mitteilung, dass ab 1. Februar ein neuer Benromach auf den Markt kommen wird: Der Benromach 35yo. Destilliert wurde er 1980, und im Vorjahr mit 43% abgefüllt. Wie man sieht, wird er in einer recht gelungenen hölzernen Box verkauft. Bei den Preisen hört man unterschiedliche Angaben, die sich zwischen 450 und 540 Euro bewegen.
Die offiziellen Tasting Notes haben wir wie immer für Sie übersetzt:
Die schöne goldene Bernsteinfarbe des Benromach 35yo verspricht einen komplexen, Speysider, der hohe Ansprüche befriedigt. Die Nase offeriert reichhaltige Sherry-Aromen mit Orangenmarmelade, Kiwi und Grapefruit, mit einem großartigen Zimtgeschmack ergänzt. Am Gaumen zunächst honigsüß, Früchtekuchen, reife Banane und Melonenaroma. Dann entwickelt sich etwas Schokolade und sanfte Minze – hin zu einem vollmundigen und langen, fruchtigen Finish.
Die Destillerie Waterford hat ein Bild veröffentlicht, das den Abtransport ihres New Spirits zur Abfüllung und zur Lagerung zeigt. Ein schöner Blick auf die manchmal etwas unromantische Realität bei der Whiskyerzeugung.
Die Destillerie Waterford ist das Projekt von Mark Reynier, nach seiner Zeit bei Bruichladdich wieder in die Produktion von Whisky einzusteigen, diesmal in Irland. Er hat dafür, zusammen mit Investoren, von Diageo die Brauerei Waterford gekauft und zur Destillerie umgebaut. Ersten Whisky daraus werden wir in knapp drei Jahren verkosten können…
30.000 Flaschen soll die Auflage weltweit betragen, und mit 53.9% wird er wohl abgefüllt. Mehr gab es darüber noch nicht in Erfahrung zu bringen, so zum Beispiel ein Erscheinungsdatum oder einen Preis – doch werden wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten.
Nachtrag: Neuesten Infos nach wird der Highland Park Ice Edition im März in Deutschland erhältlich sein, und zwar in größeren Mengen. Noch im Februar wird er dem Fachpublikum vorgestellt.
Zugegeben, man reist nicht jeden Tag mal kurz zu seinen Antipoden ins ferne Tasmanien, aber als Whiskyfreund könnte einem der Gedanke schon kommen, das irgendwann einmal zu tun. Denn Tasmanien ist so etwas wie Schottlands Islay in nicht-rauchig: Eine Insel, auf der Whiskydestillerien gehäuft auftreten.
alle mit Kurzbeschreibung und Verlinkung zu deren Homepages. Und auch wenn man nicht nach Tasmanien fahren will, ist der Artikel doch ein perfekter Ausgangspunkt fürs Couch-Surfing…
Unser Titelbild zeigt die Nant Distillery (Fotorechte bei der Destillerie)
Serge gibt selbst zu, dass das heute nicht die glamouröseste Tasting-Session ist, die er je durchgeführt hat – es gibt nämlich „nur“ zwei Blends heute, und die sind keine Exoten oder alte Raritäten. Aber nun gut, auch unser Leben ist nicht ständig von Sensationen durchwoben und der Durchschnitt ist der Durchschnitt, weil er eben häufig ist – ach, lassen wir das :).
Hier also die beiden Blends und ihre Bewertung durch Serge:
Monkey Shoulder (40%, OB, blended malt, +/-2015): 73 Punkte
The Six Isles (43%, Ian McLeod, blended malt, +/-2015): 83 Punkte
Von Balblair gibt es eine neue Abfüllung zu vermelden: Der Balblair 05 wird dieser Tage auf den Markt gebracht und den Balblair 03 ersetzen.
Destilliert wurde der Balblair 05 im Jahr 2005, im Dezember 2015 dann abgefüllt, und zwar mit 46%. Er ist weder gefärbt noch kühlfiltriert und kostet in England 43 Pfund. Beschrieben wird sein Geschmack so (Übersetzung von uns):
Einige Noten von Zitrusöl zu Beginn, dann Honig und Haferflocken, mit einem Eichenton. Am Gaumen Honigsüße, gefolgt von Kräuter- und Gewürznoten. Das Finish soll frisch und etwas bitter sein. Man beschreibt den Balblair 05 als lebendigen Single Malt, der hervorragend zu einem sonnigen Sommernachmittag passt.
Auch in diesem Jahr bringt Sie Whiskyexperts wieder zur Hanse Spirit. Die beliebte Messe in Norddeutschland steht zum sechsten Mal vor der Tür – und wir möchten Sie daran erinnern, dass wir bis Sonntag noch gemeinsam mit dem Veranstalter drei mal zwei Eintrittskarten für die Messe verlosen , genauer gesagt für Freitag, den 6. Februar 2016, dem ersten von drei Messetagen.
An diesem Tag hat die Hanse Spirit bis 23 Uhr geöffnet – Zeit genug also, bei allen Ausstellern vorbeizuschauen oder eines der Seminare zu besuchen. Alles über die Hanse Spirit können Sie aus der Pressemitteilung zur Messe unter dem Motto „Explore the Liquid Life“ erfahren.
Und so können Sie eines dieser Packages gewinnen:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage (wenn Sie sich unsicher sind, lesen Sie bitte diesen Artikel genau): Zum wievielten Mal findet die Hanse Spirit statt?
a) zum sechsten Mal
b) zum dritten Mal
3. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 31. Januar 2016, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 31. Januar 2016, 23:59. Die Gewinner werden am 1. Februar auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Falls Sie im Vereinten Königreich arbeiten können (genauer gesagt in Edinburgh), bereit sind, von Zeit zu Zeit zu reisen, Erfahrung im Marketing in verantwortlicher Position haben (nicht unbedingt in der Whiskyindustrie) und vor allem für eine Destillerie arbeiten wollen, dann könnte das Jobangebot hier auf s1jobs.com interessant sein, das heute online gestellt wurde: Glenglassaugh sucht einen Marketing Manager, der dem Sales Director zuarbeitet und für das Marketing der Destillerie verantwortlich ist.
Details zum Angebot wie weitere Voraussetzungen entnehmen Sie unserem Link. Und wenn Sie dann dort zu arbeiten beginnen: Vergessen Sie nicht, wo Sie es gehört haben 🙂
The Quiet Man Traditional Irish Whiskey ist ein Blend aus Irish Single Malt und Irish Single Grain, der eine Besonderheit aufzuweisen hat: Er ist in neuen Bourbonfässern gefinisht worden, um ihm einen markanten Geschmack zu geben. Und tatsächlich ist das gelungen, denn die Diskrepanz zwischen Nase und Gaumen ist überraschend und spannend.
In der Nase zeigt der Quiet Man Blended eine wuchtige Fruchtnote – süß und reif, mit Pfirsich, Äpfeln, Noten von Zitrusschalen und dem nachfolgenden Geruch von frischem Heu. Ein klein wenig sticht der Alkohol in der Nase, aber das verfliegt. Hinter der Frucht entdeckt man Röstaromen und eine etwas holzige Note.
Am Gaumen aber hat er einen anderen Charakter. Weich und rund ist er, die Frucht tritt in den Hintergrund, dominant wird hier eine herbe, würzige Note, etwas Malzigkeit, etwas Holz – interessant, weil so kontrastierend zur Nase. Der Alkohol hat sich aus dem Gesamteindruck weitgehend verabschiedet – das ist angenehm und leicht trinkbar.
Im Finish duellieren sich die würzige und zitronige Note. Es ist relativ kurz und verabschiedet sich mit einem Ingwerton.
Alles in allem: Ein schöner Blend, der erstaunlich viel Charakter zeigt und damit auch Freunden von Single Malt Freude bereiten kann. Seine Spezialität ist der ihm innewohnende Kontrast, und das gefällt. Gut!
Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden.
Oft findet man bei unabhängigen Abfüllern Whiskys, die keinen Destillerienamen tragen. Das liegt daran, dass einige Destillerien Fässer nur unter der Auflage verkaufen, dass der originale Destilleriename auf der Abfüllung nicht genannt werden darf. Im Falle der Speyside ist das in der Regel Glenfarclas, zufälligerweise heute auch das Titelbild des Beitrags 😉 – in den Highlands drängt sich als erstes die Destillerie Glenmorangie ins Gedächtnis (bei der zusätzlich der Verkauf nur als technischer Blend, also mit einem Teelöffel anderen Single Malts verschnitten, erlaubt ist).
Serge Valentin hat heute neun Abfüllungen aus der Speyside verkostet, die keinen Namen tragen. Hier die Resultate:
Ganz frisch erschienen auf 4traders.com sind die neuesten Zahlen von Diageo, und die sehen durchaus nicht so unerfreulich wie befürchtet aus, allerdings haben sich die negativen Annahmen bei der Gewinnerwartung durch Wechselkursverschiebungen voll bestätigt:
1.8% organisches* Wachstum der Nettoverkäufe, 1% Plus beim organischen Volumen
2.4% Wachstum beim organischen Profit
400 Millionen Pfund Verlust beim Nettoverkaufsergebnis und 156 Millionen Pfund Verlust beim operativen Gewinn
Die Dividende steigt um 5% auf 22.6 pence
Ivan Menezes, Chief Executive von Diageo, erwartet ein starkes Ergebnis für das Gesamtjahr und blickt laut der Presseaussendung auch zuversichtlich auf 2016.
Diageo ist der weltgrößte Getränkekonzern und Besitzer zahlreicher schottischer Destillerien.
*organisch bedeutet, dass die Zahlen aus der Geschäftstätigkeit heraus berechnet wurden und zum Beispiel Merger und Kapitalerträge unberücksichtigt bleiben
Aufmerksamen Whiskyfreunden wird in letzter Zeit aufgefallen sein, dass der Knob Creek seine Altersangabe auf dem Etikett verloren hat. Stand da früher noch laut und deutlich „aged nine years“…
…so ist diese Altersangabe in der letzten Zeit still und heimlich verschwunden.
Hier steht nun, dass der Knob Creek „patiently aged“ ist – eine schöne, aber dann doch irgendwie inhaltslose Marketing-Formulierung. Also nichts mehr mit neun Jahren?
Sehen Sie sich diese amerikanische Flasche an:
Hier finden wir, wenn auch deutlich kleiner als zuvor, die Bezeichnung „aged nine years“ – also neun Jahre gealtert.
Wie, was? Gibt es jetzt einen neunjährigen Knob Creek für den amerikanischen Markt und einen alterslosen (und damit wohl jüngeren) für internationale Märkte?
Der bekannte Autor Fred Minnick hat bei Beam Suntory nachgefragt – und eine interessante Antwort erhalten:
Der Knob Creek, so der Konzern, ist immer noch neun Jahre alt. Tatsächlich hat man aber für verschiedene internationale Märkte ein Etikett gemacht, das auf das Altersstatement verzichtet, „because European consumers think of Scotch when seeing aged stated whiskey“ – also weil europäische Konsumenten an Scotch denken, wenn sie Whisky mit Altersangabe sehen.
Das nehmen wir mal einfach mit einem Schmunzeln zur Kenntnis :-).
Fast genau ein Jahr ist es her, dass Douglas Laing den Rock Oyster veröffentlichte, einen Blended Malt aus Single Malts von den Inseln Jura, Arran, den Orkneys und Islay. Damals mit 46.8% abgefüllt, gibt es ihn ab sofort in einer limitierten Ausgabe auch in Fassstärke, nämlich mit 57.4%.
So wie alle Whiskys von Douglas Laing ist der Rock Oyster Cask Strength weder gefärbt noch kältefiltriert. Er wird in einer recht attraktiven, mit Goldfolie applizierten Verpackung verkauft.
Die Ankündigung gilt zunächst einmal für UK – vom deutschen Distributor haben wir aber bereits erfahren, dass es ihn auch sehr bald in Deutschland geben wird. Wir halten Sie natürlich wie immer auf dem Laufenden!
Während in den Geschäften ab morgen der Glenmorangie Milsean auftauchen wird, hat Glenmorangie noch einen weiteren Pfeil im Köcher, diesmal aber für den Travel Retail.
Der Glenmorangie Tayne gehört zur Legends Collection, die ausschließlich für den Travel Retail aufgelegt wurde. Die englischsprachige Pressemitteilung, die wir heute erhalten haben, beschreibt ihn sehr blumig als „schatzbeladene spanische Galleone“ – wohl geschuldet der Tatsache, dass er in Fässern mit Amontillado Sherryfässern gefinisht wurde. Dementsprechend ist auch das Packungsartwork gestaltet. Als NAS-Whisky trägt der Glenmorangie keine Altersangabe. Er ist kältefiltriert und mit 43% abgefüllt.
Wie üblich haben wir als Service die originalen Tasting Notes eingedeutscht:
Farbe: Helles Mahagoni. Dieser zarte und florale Single Malt birgt Noten von Rose und gerösteten Kastanien, Muskovadozucker, Kaffee und von Schokolade umhüllten Rosinen. Eine ölige, wärmende Textur bringt den Geschmack von Toffee, braunem Zucker und tropischen Früchten, die in einem langen und würzigen Finish mit bittersüßen Zitrusnoten und getrockneten Früchten ausklingen.