Freitag, 02. Januar 2026, 20:05:13

Vorbericht zu Limburg auf Mittelhessen.de

Einen Vorbericht zum Hochamt der Whiskyfreunde, der Whisky Fair in Limburg, gibt es heute auf Mittelhessen.de. Die am kommenden Wochenende stattfindende Messe gilt als eine der wichtigsten Whiskymessen in Deutschland und findet mittlerweile zum 14. Mal statt.

Die Ausstellungsfläche wird in diesem Jahr mit einem Großraumzelt in der Fußgängerzone erweitert.

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PR: Alba goes Irish – Hyde Irish Single Malt im Vertrieb von Alba Import

Über einen neuen irischen Whiskey im Vertrieb von Alba Import berichtet eine Pressemitteilung, die wir heute zur Veröffentlichung bekommen haben. Premiere des irischen Single Malts wird auf der Whisky Fair in Limburg am nächsten Wochenende sein. Wir bringen die Pressemitteilung wie üblich in den relevanten Teilen:

Mit Hyde Irish Single Malt Whiskey kann Alba Import das Portfolio um ein Premium Produkt aus Irland erweitern.

Douglas Hyde war der erste Präsident der Republik Irland nach ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1922.

Zu seinen Ehren haben Hibernia Distillers, ein neuer Premium Abüller aus West Cork, ihre allererste Whiskey-Abfüllung benannt: „Hyde No. 1 – The Presidents Cask“

Die Besitzer von Hibernia Destillers – Alan und Conor Hyde (nomen est omen) – machen dabei kein Geheimnis daraus, dass es sich bei Ihrem Whiskey um Single Malt handelt, der ursprünglich bei der für ihre Top-Qualität bekannten Cooley Distillery gebrannt wurde.

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Nach 10 Jahren Reifung in frischen Bourbon-Fässern umgefüllt in schwere first class Oloroso Sherry casks und in West Cork schlussgereift, tritt Hyde Whiskey an, die ausgeprägte Fruchtigkeit irischer Malts mit der Komplexität und Schwere bester Sherry Fässer zu kombinieren.

Das Ergebnis ist beeindruckend – weich, üppig, aromenreich, sehr sherry-tönig mit langem Finish.

Hyde Irish Single Malt Whiskey ist zweifach in klassischen Pot Stills destilliert und wird nach seiner Schlussreifung in Small Batch Premium Qualität abgefüllt, also ohne Kühlfiltration, in 46% und natürlich ohne Zusatz von Farbstoff.

Zum Herabsetzen auf Trinkstärke wird frisches West Cork Quellwasser verwendet.

Batch 1  ist auf 5000 Flaschen limitiert, welche einzeln durchnummeriert sind.

 

Die offiziellen Tasting Notes HYDE No. 1 „Presidents Cask“

  • Nose: delightful peaches and cream, vanilla, slightly custard, barley malt softness, with citrus, sweet honey, caramel, vanilla, chocolate, orange, lemon, banana and infused with spices
  • Taste: wonderfully smooth yet complex, creamy yet fruity with notes of caramel and manuka honey, apricot, plumb and a silky malt texture
  • Finish: rich, spicy and oaky, it lingers in the mouth with a long rich finish

„Wir freuen uns, dass wir unser Portfolio nun auch mit einem irischen Premium Produkt ergänzen können – insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich bei Hibernia Distillers um ein unabhängiges, privat geführtes Unternehmen mit höchsten Qualitätsansprüchen handelt – was ja der rote Faden in unserem Sortiment ist.

Schon seit längerem haben wir nach einem passenden Partner in Irland gesucht, der sich konsequent Premium Qualität verschrieben hat und das gewisse „Etwas“ bietet“ – so Geschäftsführer Dietmar Schulz von Alba Import.

Im Laufe des Jahres wird Alba Import „HYDE No. 1“ bei diversen Whisky Veranstaltungen und Messen präsentieren, so dass Whisk(e)yliebhaber sich  Eindrücke von der Qualität dieses neuen Irish Single Malts machen können.

Die offizielle Vorstellung von Hyde No. 1 „Presidents Cask“  in Deutschland erfolgt auf der diesjährigen Whisky Fair in Limburg (25. – 26.04.2015).

Deutsche Whiskyszene: Die Mälzerei Weyermann in Bamberg

30 Whiskys, 7 Destillerien, 1 Mälzerei – und dafür genau 3 Tage Zeit: Die WhiskyTour 2015 führte unsere Gastautoren Simon Weiß von whiskyerlebnisse.de und Christian Schrade von Heart-of-the-Run.de an einem langen Wochenende zu den deutschen Whiskybrennern. Das Ziel: Eindrücke, Einblicke und Einsichten von in und über die deutsche Whiskyszene. Ihre Berichte (Text: Christian Schrade) und Bilder darüber bringen wir mit freundlicher Genehmigung der Autoren auch auf Whiskyexperts. Heute: Mälzerei Weyermann in Bamberg.

„Bei Rotlicht kommen die Käfer aus der Gerste raus“, sagt Karl-Ludwig Rieck und hält die Lampe hoch, sodass man die rote Glühbirne sehen kann. Ist dann nur ein Tierchen in der Schale unter dem Sieb, in dem das Getreide liegt, geht ein ganzer Lastwagen mit Gerstenkörnern zum Lieferanten zurück. Denn da, wo ein Käfer ist, sind in der Regel auch viele seiner Freunde. Qualitätskontrolle, das ist schon eine Wissenschaft für sich in der weltweit größten Spezialmälzerei. Seit 135 Jahren weichen, keimen, darren und rösten die Bamberger auf ihrem aus altehrwürdigen Backsteingebäuden bestehenden Firmengelände Getreide – heutzutage vor allem Gerste und Weizen für die Bier- und Whiskyproduktion.

Käferkontrolle im Labor: "Da geht auch schon mal eine Lkw-Ladung zurück." Foto: Simon Weiß
Käferkontrolle im Labor: „Da geht auch schon mal eine Lkw-Ladung zurück.“ Foto: Simon Weiß

Washington, Wellington, Wladiwostok – das Malz aus Bamberg wird nicht nur in Deutschland von zahlreichen Whiskydestillerien geschätzt, sondern auch an Brenner und Bierbrauer in aller Welt verschickt. Weit über 100 Länder kommen so zusammen, erzählt Rieck, während er mit dem Finger über die große Weltkarte mit hunderten kleiner bunter Stecknadeln fährt. Und dabei sind noch nicht einmal alle aktuellen Kunden auf der Karte verzeichnet. „Wir müssten mal wieder ein paar neue Nadeln verteilen“, meint der Kundenberater, der uns am Vormittag durch die Mälzerei führt.

26 Tonnen pro halbe Stunde: Weyermann-Mitarbeiter Karl-Ludwig Rieck. Foto: Simon Weiß
26 Tonnen pro halbe Stunde: Weyermann-Mitarbeiter Karl-Ludwig Rieck. Foto: Simon Weiß

Während wir im Labor im untersten Stock der Familienvilla zuschauen, wie gerade die aktuelle Lkw-Lieferung an Gerste auf Verunreinigungen, Stärkegehalt und zahlreiche weitere Kriterien überprüft wird, fährt schon der nächste Truck mit Getreide auf den Hof. „Heute werden es wohl sechs Lastwagen werden“, sagt Rieck und klingt dabei so, als wenn das eine Halbtagsportion für den Betrieb ist. Ist ja auch Freitag, versteht sich. 30 Minuten braucht es, bis ein Laster leer ist. 26 Tonnen fließen wie aus dem Wasserhahn in ein Loch im Boden auf dem Hof und werden dann mit Förderbändern zur Reinigung geschickt. Dann folgt das Weichen.

Bevor aus Maische Whisky wird, muss aus Malz und Wasser Maische werden. Und wie man aus Getreide und Wasser Malz macht, das können wir eindrucksvoll im sogenannten Keimkasten sehen. Der liegt hinter einer massiven Stahltür, die mit einem großen Hebel geöffnet werden muss, und sieht wie ein großes Schwimmbecken aus. Darin ruhen 120 Tonnen Gerste, übereinandergeschichtet auf 1,30 Meter Höhe, und keimen in Ruhe vor sich hin. Ganze fünf Tage lang dauert das, bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit. Schwimmbadatmosphäre halt. Damit die Keimlinge sich nicht ineinander verhaken wie Grassamen, die zu einer festen Rasendecke verwachsen, muss regelmäßig umgeschichtet werden. Das passiert mit einem langen Stahlrahmen, an dem sich zahlreiche Rührschnecken befinden – ähnlich wie bei einem elektrischen Teigrührer für die Küche. „Wenn wir das nicht regelmäßig machen, wächst das schneller zusammen als man gucken kann“, sagt Rieck. Damit das nicht passiert, sichern Notstromversorgung und ein hauseigener Rund-um-die-Uhr-Elektriker-Service die riesige Gerstenmenge. Bei rund 500 Euro Wert pro Tonne durchaus verständlich.

Ist die Gerste „fertig gekeimt“, hat sie also die für die Vergärung nötigen Enzyme gebildet, wird der Keimungsprozess in großen Trocknungskammern, den Darren, unterbrochen. Denn für die Whiskyproduktion muss noch genügend Malzzucker im Korn übrig bleiben. Wartet man zu lange, geht zu viel Kraft bei der Bildung des Keimlings verloren. Gedarrt wird mit heißer Luft, bei Weyermann auch mit Buchen- und Eichenrauch. „Torf gibt’s bei uns nicht in der Darre“, das kommt bei Rieck wie aus der Pistole geschossen. Man merkt, wir sind nicht die ersten, die danach fragen. „Das sollen lieber die Schotten machen, die haben damit mehr Erfahrung“, gesteht unser Tour-Guide. „Außerdem wäre es viel zu aufwändig, den Torfrauch wieder aus unseren Anlagen zu bekommen. Das setzt sich regelrecht fest.“

Röstmalz, dunkel wie Kaffeebohnen: würzig, angenehm bitter, fruchtig und getreidig. Foto: Christian Schrade
Röstmalz, dunkel wie Kaffeebohnen: würzig, angenehm bitter, fruchtig und getreidig. Foto: Christian Schrade

Stattdessen haben sich die Bamberger auf etwas anderes spezialisiert: Geröstetes Getreide, sogenanntes Röstmalz, das ähnlich wie beim Rösten von Kaffeebohnen in riesigen Trommeln erhitzt wird – bei Weyermann fast so hoch, dass es sich ohne Rotation selbst entzünden würde. Das Ergebnis: kleine, dunkelschwarze Körner, die teils starke Gewürz- und Bitteraromen aufweisen, zusammen mit intensiven Frucht- und Getreidenoten, die sich beim Knabbern des Malzes langsam im Mund entfalten. Bringt man das gekeimte Getreide direkt in die Rösttrommeln, ohne es zu darren, schmilzt der Malzzucker direkt im Korn. Voilà: karamellisiertes Malz.

Neue Brennanlage im Besucherzentrum: Platz für mehr als 550 Liter Maische. Foto: Simon Weiß
Neue Brennanlage im Besucherzentrum: Platz für mehr als 550 Liter Maische. Foto: Simon Weiß

Neben „normal“ gemälzter Gerste werden letztere Spezialvarianten auch gerne in geringen Mengen von Whiskybrennern für ihre Maische verwendet, berichtet Rieck. Das gibt dem Destillat hinterher besondere Karamell- und Rauchnoten. Die erzeugen die Bamberger seit wenigen Wochen auch in der eigenen Whiskydestillerie. Diese steht hochglänzend und vollständig aus Kupfer gefertigt im Besucherzentrum und wurde bisher nur zwei Mal benutzt. 550 Liter Volumen fasst die Brennblase, 90 Prozent Rauchmalz und 10 Prozent karamellisiertes Malz ist das Mischverhältnis für den bisherigen Hausstil. Wie viel der 95.000 Tonnen Malz der Jahresproduktion dann dort destilliert werden sollen, das kann Rieck noch nicht sagen. Im neuen, noch leeren Fasslager ist aber reichlich Platz. Zeit, eine Stecknadel für Bamberg auf der deutschen Whiskykarte hervorzukramen.

 

PR: Diageo Bartender- Ausbildungsprogramm „Learning for Life“ ab sofort auch in Hamburg (mit Video)

Eine Pressemitteilung von Diageo berichtet davon, dass das Diageo Ausbildungsprogramm für Bartender namens „Learning for Life“ jetzt nach Berlin auch in Hamburg verfügbar ist. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Karriere hinter der Bar anzustreben oder als Profi sein Wissen vertiefen will, findet in der Pressemitteilung die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten. Von uns noch als Service dazugestellt: Ein Video, das Beteiligte über ihre Erfahrung mit dem Programm berichten lässt.

Nach dem erfolgreichen Start von „Learning for Life“ im letzten Jahr in Berlin bietet Diageo sein globales Ausbildungs-programm für Bartender ab sofort auch für Teilnehmer im Großraum Hamburg an.

Mit diesem Ausbildungsprogramm gibt Diageo Quereinsteigern, Berufs-anfängern sowie Bar-Profis, die ihr Wissen vertiefen wollen, die Möglichkeit, ein Stipendium für einen jobbegleitenden Intensivkurs zu erwerben. Die Kurse finden in der hauseigenen Bar von Diageo Germany in den Tanzenden Türmen auf der Reeperbahn 1 in Hamburg statt. Die rund dreimonatige Ausbildung, die in Zusammenarbeit mit der Galander Bar Academy Berlin erfolgt, vermittelt die wesentlichen theoretischen Grundlagen im Bereich Warenkunde, Recht & Hygiene, Warenkalkulation, Service & Verkaufspsychologie sowie Herstellung von Mixgetränken  und schließt mit dem „L4L Professional Bartender Diplom“ ab.

Im Rahmen des Programms, das vor rund einem  Jahr in Berlin startete, wurden bis heute bereits mehr als 90 Teilnehmer ausgebildet. Das Feedback der Teilnehmer ist überaus positiv. Susanne Baró-Fernandez, eine der Absolventinnen des Programms, zieht folgendes Fazit: „Die Ausbildung hat mir ermöglicht, mehr Sicherheit und Selbstvertrauen hinter der Bar zu gewinnen. Neben der Erweiterung meines theoretischen Wissens hat mich die praktische Ausbildung angeregt, darüber nachzu-denken, warum ich welche Handgriffe mache und mir geholfen, meinen persönlichen Stil zu entwickeln. Als Ergebnis der dreimonatigen Aus-bildung habe ich gleich mehrere spannende Job-Angebote bekommen.“

Auch die Bars, die ihre Mitarbeiter für diese Ausbildung bereitstellen,  ziehen Nutzen aus dem Programm, betont Ausbilder Dominik Galander von der Galander Bar Academy: „Die Bars schicken uns Kellner und bekommen drei Monate später einen Barchef zurück.“  Neben der deutlich gestärkten Motivation, Teamfähigkeit und fachlichen Qualifikation der Teilnehmer profitieren die Bars auch davon, dass aufgrund der jobbegleitenden Ausbildung keine Fehlzeiten anfallen.

Nach dem Launch des Programms in Berlin und Hamburg soll die Ausbildung ab Herbst deutschlandweit angeboten werden.

Interessierte Personen werden gebeten, ein kurzes Motivationsschreiben + Lebenslauf an info@l4l.academy zu schicken.

Nähere Infos zum Programm und den Teilnahmebedingungen über: www.l4l.academy

Weltweit haben seit der Gründung des Programms im Jahre 2008 mehr als 100.000 Teilnehmer in mehr als 35 Ländern an Learning for Life teilgenommen.

Serge verkostet: Malts ohne Stammbaum

Neben den alterslosen Whiskys finden wir sowohl im Fachgeschäft wie auch in den anderen Outlets Single Malts, die keine definierte Herkunftsangabe tragen (Blends sowieso nicht, da sie ja aus mehreren Destillerien stammen). Meist hat das Fehlen bei Single Malts einen sehr banalen Grund: Die Abfüller haben nicht die Rechte zur Verwendung des Destillerienamens erhalten – was den Whisky unter Umständen verbilligen kann.

Die Qualität der stammbaumlosen Whiskys kann ganz unterschiedlich sein. Eine gute Orientierungshilfe ist die Reputation des Abfüllers – und natürlich sind es auch auch die diversen Tasting Notes im Web. Serge Valentin hat zum Beispiel heute einige der Whiskys ohne Destillerienennung verkostet; die Ergebnisse sind ziemlich breit gestreut:

  • Angels‘ Nectar (40%, OB, Highfern, Scotch blended malt, +/-2014): 83 Punkte
  • Amber Glen ‘Speyside’ (40%, Amber Glen, single malt, +/-2015): 79 Punkte
  • MacPhail’s 10 yo (40%, Gordon & MacPhail, single malt, +/-2014): 72 Punkte
  • Pride of Orkney 12 yo (40%, Gordon & MacPhail, Highland malt, 75cl, +/-1990): 78 Punkte
  • Corriemhor ‚Cigar Reserve‘ (46%, Fox Fitzgerald, single malt, +/-2014): 80 Punkte
  • Speyside 30 yo ‚6th Edition‘ (43.7%, Master of Malt, single malt, 238 bottles, 2014): 85 Punkte
  • Antony’s Choice 15 yo 1991/2006 (56.3%, Chieftain’s, Speyside, sherry butt, cask #5668, 660 bottles): 87 Punkte
  • House Malt 23 yo 1990/2014 (48%, Wilson & Morgan, sherry butt, cask #17, 753 bottles): 90 Punkte
  • Black Snake ‚VAT No5 – First Venom‘ (57.5%, Blackadder, 464 bottles, 2014): 81 Punkte

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Mutmaßliche Fassdiebe in den USA ausgeforscht: Es waren (auch) Destilleriemitarbeiter

Mitte März berichteten wir über einen Fall aus den USA: Dort waren fünf gestohlene Whiskyfässer (mit Inhalt) der Wild Turkey Destillery gefunden worden. Und wir machten auf eine Ähnlichkeit auf einen Fall aus dem Jahr 2013 aufmerksam, als 65 Kartons mit Abfüllungen von Pappy van Winkle (unter Bourbon-Fans extrem gefragt) gestohlen wurden.

Jetzt sind BEIDE Fälle mit einer Gesamtschadenssumme über 50.000 Dollar gelöst, denn dahinter steckt ein Ring aus Dieben und Hehlern, von denen insgesamt drei Leute bei den genannten Destillerien arbeiteten. Mehr dazu finden Sie im Originalartikel auf CNN.

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Whiskyexperts auf der Deutschlandpremiere des Octomore 7.1

Er hatte sich auf der Whisky Fair Rhein Ruhr in Düsseldorf am vorletzten Wochenende schon kurz gezeigt und damit auch sein Erscheinen in Deutschland angekündigt. Gestern Abend wurde er im Whiskyhort in Oberhausen (im westlichen Ruhrgebiet) zum ersten Mal auch offiziell präsentiert: der neue Octomore Edition 7.1.

Gemeinsam mit dem deutschen Distributor Team Spirit in Person von Tobias Klocke lud das noch recht junge Whisky-Fachgeschäft Whiskyhort zu einem Bruichladdich-Tasting. Unser Redakteur Dirk Piesczek folgte dieser Einladung. Durch die aktuelle Range der Islay-Brennerei führte Ewald J. Stromer. Er besuchte 2005 als Student die Bruichladdich Whisky Academy auf Islay und darf sich seit dem „Single Malt Ambassador“ nennen. Er kennt sich bestens mit dieser Islay-Brennerei aus, die ihre Whiskys prinzipiell ohne Färbung und Kühlfilterung abfüllt.

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Der Auftakt zur Whisky-Verkostung war dem Bruichladdich Classic Laddie vorbehalten, welcher aus 100 % schottischer Gerste hergestellt wird. Seiner einladenden, malzigen Nase mit Zitrus- und Vanille-Noten folgt am Gaumen eine deutliche Cremigkeit, in der die Aromen der Nase dezent eingebettet sind, bevor er sich mit einem kurzen und leicht scharfen (und das darf er auch bei 50 % Vol.) Finish verabschiedet.

Ihm folgte der Bruichladdich Islay Barley. Die Gerste dieses Whiskys wurde auf der Rockside Farm auf Islay angebaut und hat – vom Mälzen bei Bairds in Inverness abgesehen – die Insel erst als Whisky wieder verlassen. In der Nase dezenter, erscheint hier, neben malziger Zitrus-Vanille, noch eine grasige Note mit einer feinen Salzigkeit im Hintergrund. Auch am Gaumen erneut die Bruichladdich-typische Cremigkeit, mit einer recht leichten, aber auch komplexen und dichten Aromenkombination aus Gras, Malz, Vanille und einem Anflug von Zitrus. Sein nachhaltiges Finish hält lange an.

Waren die bisherigen Whiskys aus der Produktion nach der Wiedereröffnung 2001, lässt der nun folgende Black Art in die Zeit davor blicken. Die 4.1 Edition ist ein Jahrgangswhisky und wurde im Jahr 1990 destilliert. Bevor er 2013 abgefüllt wurde, durften die in ihm enthaltenden Whiskys in einer Vielzahl verschiedener Fasstypen reifen. Das Ergebnis ist ein unheimlich komplexer und vielschichtiger Whisky. In der Nase würzig mit einem Anflug von Eiche, präsentiert er sich am Gaumen sehr weich, sehr komplex und sehr dicht, mit einer fruchtigen Süße. Sein sehr langes und weiches Finish ist eine Einladung zu einer erneuten Annäherung. Der Black Art ist mit einem einmaligen Nosen und einem kleinen Schluck nicht komplett zu erfassen, denn er weiß immer wieder neue Aromen zu offenbaren.

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Bisher beschäftigten wir uns mit den ungetorften Whiskys der Brennerei Bruichladdich. Nun kommen wir mit Port Charlotte zu den deutlich rauchigen Abfüllungen. Mit 40 ppm hat die bei Port Charlotte verwendete Gerste in etwa den gleichen Phenolgehalt wie z.B. Laphroaig. Doch die Kombination aus dem kalten und langsamen Mälzen und der behutsamen Destillation führt zu einem völlig anderen Geschmacksprofil. Der Port Charlotte Scottish Barley präsentiert sich ähnlich wie der Classic Laddie, ergänzt durch Torfnoten und kalten Rauch. Der Port Charlotte Islay Barley zeigt sich in der Nase recht mild und dezent, am Gaumen leicht und frisch mit einer deutlich wahrnehmbaren Getreidenote, bevor er sich mit viel Torf und überraschend wenig Rauch verabschiedet.

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Wer es mit Rauch und Torf stärker mag, ist mit Octomore – immer in Fassstärke – bestens bedient. Der nun folgende Octomore Scottish Barley 6.1 weist einen Phenolgehalt von 167ppm auf. Doch wer jetzt ins Gesicht springenden Rauch und Torf erwartet, sieht sich getäuscht. Auch hier führt das spezielle Mälzen und die langsame Destillation zu einem Whisky, der zwar deutlichen Rauch und Torf in sich trägt. Ihm fehlen aber die aggressiveren Noten, die bei manchen anderen Islay-Whiskys zu finden sind. So zeigt sich der Octomore 6.1 überraschend verschlossen und gibt nur langsam, aber deutlich Torfnoten preis. Dem Gaumen fügt er eine trockene Süße hinzu und ergänzt im Finish mit deutlichem Rauch. An dieser Stelle klärte Ewald J. Stromer über die Bedeutung der Zahlen hinter dem Octomore-Komma auf. Das .1 zeigt immer das Verwenden von 100 % schottischer Gerste. Nur im Travel Retail sind die .2 Abfüllungen erhältlich und immer ein Fassexperiment, und das .3 weist auf 100% Islay Gerste hin. So wie beim nun folgenden Octomore 6.3. Die Gerste dieses Whiskys baute James Brown auf seiner Farm an. Deutlich offener, breiter und vielschichtiger im Vergleich zum 6.1, zeigt der 6.3 viel Salz, Süße, Torf und Rauch und auch erdige Noten. In Bezug auf die ppm-Zahl setzte der Octomore 6.3 einen neuen Maßstab. Mit 258 ppm darf er sich der rauchigste Whisky der Welt nennen.

Der neue Octomore 7.1 hat „nur“ 208ppm und präsentiert viel malzige Süße mit grasigen und floralen Noten in Kombination mit deutlichem Rauch und Torf. Er ordnet sich genau zwischen den beiden vorherigen Octomores ein. Deutlich zugänglicher als der 6.1 und ein wenig filigraner als der etwas einfordernde 6.3, ist der Octomore 7.1 der ausgewogenere der drei Torf-Monster an diesem Abend. Er ist ab sofort im Handel erhältlich und kostet um die 150 €.

 

PR: Diageo holt 91 Awards bei der 15. San Francisco World Spirits Competition

Von Diageo erreichte uns soeben eine Pressemitteilung zu den – für den Konzern höchst erfreulichen – Ergebnissen bei der 15. San Francisco World Spirits Competition. Dort hat Diageo mit seinen Whiskys insgesamt 91 Preise eingeheimst. Wir bringen die Pressemitteilung für Sie hier in den relevanten Teilen:

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Die Range von Mortlach wurde insgesamt für das Design der Verpackung ausgezeichnet, der Rare Old konnte eine zusätzliche Goldmedaille erringen

Alle Jahre wieder wird mit großer Spannung das Urteil einer Jury erwartet, das der San Francisco World Spirits Competition. Dieses Jahr überzeugten im Rahmen von Blindverkostungen vor allem die Spirituosen aus dem Hause Diageo, auch dank des Verpackungsdesigns. Mit insgesamt 91 Auszeichnungen, von denen 39 der 83 Medaillen Doppel-Gold und Gold sind, triumphierte der Konzern mit seinem luxuriösen Portfolio auf der ganzen Linie.

Besonders in den Kategorien Scotch und North American Whiskey hinterließen die Diageo-Produkte einen bleibenden Eindruck bei der Jury. Gleich 14 Marken gewannen mehrere Medaillen – einige von ihnen erhielten das Prädikat „Best“ ihrer Klasse. Auch im Verpackungssegment konnten sich sieben der Diageomarken mit Medaillen dekorieren. Dazu zählt unter anderem Mortlach Scotch Whisky, der für sein außergewöhnliches Design mit Doppel-Gold ausgezeichnet wurde.

„Echte Qualität ist die Basis einer jeden hochwertigen Spirituose, doch mit der richtigen Verpackung wird das gesamte Erlebnis perfekt. Die Flaschen, die wir hinter den Bars oder in den Supermarktregalen sehen, sind auch bei der Markenbindung ein entscheidender Faktor. Wir sind stolz, dass die Verpackungsdesigns von Diageo die Anerkennung erhalten, die sie verdienen.“, sagt Larry Schwartz, Präsident Diageo Nordamerika über die Anerkennung im Bereich Verpackungsdesign.

Weitere 57 Medaillen im Segment Whisk(e)y unterstrichen auch an dieser Stelle die Top-Qualität des Diageo Portfolios. Besonders hervorzuheben sind die Vertreter der Johnnie Walker Range, die insgesamt 14 Medaillen mit nach Hause nehmen konnten. Auch die Bulleit Whiskeys wurden erneut mehrfach ausgezeichnet.

Sieben der Diageo Whiskys konnten die Auszeichnung „Best“ ihrer Kategorie mit nach Hause nehmen. Darunter findet sich auch die John Walker & Sons Private Collection 2015 Edition, die sich gleichzeitig über den Titel „Best Blendet Scotch – No Age Statement“ freuen konnte. Talisker 10 Years Old wurde mit der Auszeichnung „Best Single Malt Scotch up to 12 Years“ und Talisker Storm als „Best Single Malt Scotch – No Age Statment“ geehrt.

Die junge und zukunftsträchtige Gruppe der Non-Age Whiskys wurde mit insgesamt neun Medaillen ausgezeichnet. Allen voran Talisker Storm, Mortlach Rare Old, Johnnie Walker Double Black, Gold Label Reserve und Blue Label.

Doch auch in der Kategorie Gin, Tequila, Rum und Likör ist Diageo mit seinen Produkten ganz vorn mit dabei und konnte gleich mehrere Medaillen einheimsen. Die gesamte Übersicht der Diageo-Gewinner-Marken der diesjährigen San Francisco Spirits Competition finden Sie auf folgendem Link: http://sfspiritscomp.com/results/browse.

Auszug aus der die Liste der Doppel-Gold- und Gold-Gewinner: 

  • Clynelish 14 Year
  • Old Cragganmore 12 Year Old
  • Crown Royal Northern Harvest Rye
  • Crown Royal Single Barrel
  • Johnnie Walker Double Black
  • John Walker & Sons Private Collection 2015 Edition
  • Lagavulin 12 Year Old
  • Lagavulin 16 Year Old
  • Mortlach 18 Year Old, 25 Year Old, Rare Old (Verpackungen)
  • Oban 18 Year Old
  • Oban Little Bay
  • Talisker 10
  • Talisker Storm

Auszug der Gewinner Gold-Awards:

  • Bulleit Rye
  • Caol Ila 12 Year Old
  • Dalwhinnie 15 Year Old
  • Glenkinchie 12 Year Old
  • J&B Blended Scotch
  • John Walker & Sons King George V
  • Mortlach Rare Old
  • Mortlach 18 Year Old
  • Oban 14 Year Old

Serge verkostet: Drei Karuizawa aus dem Bourbonfass

Drei japanische Karuizawa-Whiskys in einer kleinen Vertikale; alle drei aus dem Bourbonfass und von 1978-1980 – da kann man sich schon ein besonderes Geschmackserlebnis erwarten. Und in der Tat: die niedrigste Wertung, die Serge in der Verkostung für diese japanische Lost Distillery vergeben hat, ist 89 Punkte – also knapp an der Genialitätsgrenze. Hier die Whiskys und Bewertungen im Einzelnen:

  • Karuizawa 34 yo 1980/2014 (63%, OB, No.1 Drinks for LMDW, bourbon, cask #6476): 89 Punkte
  • Karuizawa 35 yo 1979/2014 (58.8%, OB, No.1 Drinks, bourbon, cask #8187): 91 Punkte
  • Karuizawa 35 yo 1978/2014 (63%, OB, No.1 Drinks, bourbon, cask #8383): 92 Punkte
Screenshot von Google Maps
Screenshot von Google Maps

 

 

Blogrundschau: Vom Teufel und von Tomatin

Einen wunderschönen guten Morgen aus der Whiskyexperts-Redaktion. Wir haben uns wieder einmal für Sie auf internationalen Blogs umgesehen, und einige interessante Tasting Notes für Sie gefunden. Ohne viel Vorrede gleich in medias res:

  • Zwei Teufel gibt es auf Whiskosity zu finden: Den Bowmore 10 The Devil’s Casks (Batch 1) und den Arran Devil’s Punchbowl III – beide himmlisch bewertet
  • Aus Polen kommt Luk loves Whisky – aber den Auchentoshan 12yo liebt Luk nur bedingt; er sei zwar per se gut, aber ein wenig brustschwach (der Whisky, nicht Luk).
  • Whisky Belfast hat sich den alten Greenore 8yo zur Brust genommen (er nennt sich ja ab sofort Kilbeggan 8yo) – man findet ihn dort „fantastisch“.
  • Master Quill gibt dem Aberlour 16yo Double Matured (2003) 85 Punkte – zu kritisieren sei höchstens, dass er ein wenig eindimensional sei.
  • Und Words of Whisky hat gemeinsam mit Scott Adamson (Interview hier) 6 Tomatins verkostet (Legacy, 12yo, 14yo Port Finish, 18yo, Cù Bòcan und Cù Bòcan Virgin Oak)

dpb

Whisky im Bild: Arran am Wochenende

Nicht nur bei uns kehrt langsam der Frühling ein, auch auf der Insel Arran wird es grüner und grüner. Die Arran-Destillerie hat heute ein Bild geposted, das am Samstag aufgenommen wurde und das Besucherzentrum zeigt. Die Erwachsenen noch etwas dicker angezogen, die Kinder schon luftiger. Da bekommt man doch gleich Reiselust, oder? 🙂

Bild: Arran-Destillerie
Bild: Arran-Destillerie

Serge verkostet: Benriach (inkl. Benriach 10yo)

Eine ganze Menge an Abfüllungen aus der Destillerie Benriach steht heute am Verkostungsprogramm bei Serge Valentin. Auch der neue Zehnjährige ist darunter (zählt für Serge nicht zu den Favoriten), oder auch der Benriach Solstice 2nd Edition. „Sieger“ in dieser Verkostung ist übrigens ein Benriach aus dem Scotch Single Malt Circle – und damit eine Abfüllung aus Deutschland. Hier die Wertungen:

  • Benriach 10 yo (43%, OB, 2015): 83 Punkte
  • Benriach 15 yo ‚Pedro Ximenez Sherry Wood Finish‘ (46%, OB, +/-2014): 85 Punkte
  • Benriach 15 yo 1996/2013 (47.5%, Whisky Spirits, Whisky Seasons): 83 Punkte
  • Benriach 17 yo ‚Solstice 2nd Edition‘ (50%, OB, +/-2014): 84 Punkte
  • Benriach 1994/2013 (51.5%, OB for Independent Spirit, peated, PX sherry finish, cask #2993, 298 bottles): 82 Punkte
  • Benriach 22 yo 1991/2014 (50.7%, The Whisky Agency, refill barrel, 182 bottles: 87 Punkte
  • Benriach 1991/2010 (57.2%, Scotch Single Malt Circle, bourbon, cask #32281, 209 bottles): 90 Punkte
  • Benriach 29 yo 1984/2014 (50.3%, OB, Tawny Port Finish, cask #4051, 269 bottles): 88 Punkte
Die Stills bei Benriach. Bildrechte: Bernd Scheer
Die Stills bei Benriach. Bildrechte: Bernd Scheer

Diageo’s Nick Morgan über die Kritik an NAS-Whisky in Blogs

Während wir als Nachrichten-Seite versuchen, unsere persönlichen Meinungen nicht in unsere Berichte einfließen zu lassen (und wenn doch, sie dann ausdrücklich zu kennzeichnen) sondern vor allem ein Beitrag zur Meinungsbildung unserer Leser zu sein, können Blogs persönliche Ansichten viel artikulierter zum Ausdruck bringen. Gerade in der Sache von No Age Statements wurden die Argumente oft sehr emotional vorgebracht – und die Ablehnung der Whiskys ohne Altersangaben war viel deutlicher zu vernehmen als Stimmen, die dem NAS-Whisky seine Daseinsberechtigung nicht absprachen.

Nun mag man der Ansicht sein, dass Blogs von der Industrie als Pillepalle abgetan werden – das ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil: Nicht nur aus dem hier angesprochenen Artikel auf Words of Whisky, sondern aus vielen persönlichen Gesprächen mit Verantwortlichen in Destillerien und Konzernen wissen wir, dass man die Diskussionen aufmerksam verfolgt und dass sie nicht ungehört verhallen. Dieses Interesse geht so weit, dass sich der Head of Whisky Outreach von Diageo, der zuvor die Ablehnung von NAS auf Blogs als Ausdruck des Nichtverstehens der Mechanismen der Industrie und des Marketings abtat, auf schriftliche Fragen des Bloggers Thijs Klaverstijn von Words of Whisky mit einer ausführlichen und persönlichen Antwort meldete.

Diese Antworten sind im Sinne auf Words of Whisky nachzulesen, und im Tenor bleibt der Head of Whisky Outreach des größten Getränkekonzerns der Welt bei seiner Ansicht, Uninformiertheit wäre der Hauptgrund für die emotional vehemente Ablehnung von NAS-Whiskys (die Zusammenhänge wären weitaus komplexer, als man sie aus der Sicht eines Single Malt Fans in der Regel erkennen könne), wobei er meint, dass auch er manchmal lieber zu Whisky mit Altersangaben greift, auch wenn dieser zumindest bei Diageo eher als ein Ding der Vergangenheit betrachtet werde.

Leider ist die Antwort von Nick Morgan nicht im reinen Wortlaut wiedergegeben, und daher etwas interpretationsoffen, aber eine interessante Lektüre ist der Artikel nichts desto trotz.

Dr. Nicholas Morgan, Head of Whisky Outreach bei Diageo
Dr. Nicholas Morgan, Head of Whisky Outreach bei Diageo

Neue Destillerie in Israel geplant

Ist es die erste, wie der Artikel in Press&Journal schreibt, oder doch nicht? Jedenfalls gibt es aus Israel von Plänen zu einer neuen Destillerie zu berichten: Rafi Dahan, ein 48jähriger Geschäftsmann aus der Immobilienbranche, hat in den letzten Jahren mit seiner Frau über 40 schottische Destillerien besucht und will jetzt – nach seinen Worten – die „erste und einzige“ Destillerie in Israel aufmachen. Der Whisky soll dort in Fässern von koscherem Wein gelagert werden und insgesamt, unter Aufsicht eines Rabbis, koscher erzeugt werden. Gelagert wird der Whisky übrigens in einem Felsenkeller unter dem Niveau des Toten Meers, also tiefer als jeder andere Whisky.

Baubeginn soll im Mai sein, erste Whiskys gibt es dann ab 2020.

Ist das nun die erste Destillerie? Aufmerksamen Lesern unserer Site kommt sofort die Milk & Honey Destillerie in den Sinn, die ja eigentlich ab heuer produzieren sollte (unsere Berichterstattung darüber finden Sie hier). Deren Website ist allerdings seit Januar 2014 tot, also seit über einem Jahr. Gut möglich also, dass man dieses Projekt abschreiben muss und die Destillerie von Rafi Dahan die erste sein wird.

"DeadSeaIsrael8" by xta11 - Own work. Licensed under GFDL via Wikimedia Commons.
DeadSeaIsrael8“ by xta11 – Own work. Licensed under GFDL via Wikimedia Commons.