Whiskyfun: Serge und Angus verkosten Laphroaig (Fèis Ìle 2021 Session 5)

Von Islays Nord-Osten, hier waren wir gestern zu besuch bei Caol Ila, geht es heute zur Südküste der Insel. Die Fèis Ìle Tour auf Whiskyfun führt uns heute zu Laphroaig. Serge Valentin und Angus MacRaild teilen auch heure erneut die Session unter sich auf. Ganze fünfzehn Abfüllungen stellen die Beiden uns heute vor.

An der Brennerei Laphroaig und ihren Whisky scheiden sich die Geister, und dies gleich zweifach. Ber selbstbewusste Slogan dieser Destillerie heißt: „You love it or you hate it“. Und zusätzlich sind in den letzten Jahren aus dieser Brennerei Abfüllungen ohne Alterangabe erschienen, die den speziellen und ausgeprägten Charakter des Whiskys an vielen Stellen wegschliffen und von Laphroaig-Liebhabenden nicht unbedingt geschätzt werden – vorsichtig ausgedrückt. Um diese geht es in der heutigen Verkostung auf Whsiykfun natürlich nicht. Sondern um sehr gute und hervorragende Whiskys:

Laphroaig 10 yo (40%, OB, +/-2020)83
Laphroaig ‚Triple Wood‘ (48%, OB, +/-2020)85
Laphroaig 10 yo ‚Original Cask Strength Batch 011‘ (58.6%, OB, 2019)86
Williamson 9 yo 2010/2020 (53.9%, Chapter 7, blended malt, bourbon barrel, cask #907, 235 bottles)84
Laphroaig 6 yo 2011/2018 (52.6%, The Whisky Fair, bourbon hogshead, 306 bottles)86
Lp11 2005/2020 (52.2%, Elixir Distillers, Elements of Islay, bourbon barrels, 496 bottles)88
Laphroaig 24 yo 1996/2020 (51.8%, Elixir Distillers, The Single Malts of Scotland, bourbon, cask #1-104, 217 bottles)89
Laphroaig (59.3%, Douglas Laing/Clan Denny for Or Sileis, Taiwan, cask #DL14131, 264 bottles, 2020)85
Laphroaig 14 yo 2004/2018 (51.7%, Master of Malt, bourbon barrel)86
Laphroaig 12 yo (91.4 proof, Prime Malt, Selection No.1, USA, +/-1980)93
Lp12 2014/2021 (54.7%, Elixir Distillers ‚Elements Of Islay‘, sherry hogsheads, 1672 bottles)84
Laphroaig 1998/2007 (55.3%, Queen Of The Moorlands ‚Edition XXIII‘, hogshead, 287 bottles)86
Laphroaig 16 yo 1995/2011 (59.5%, Signatory Vintage Cask Strength Collection, cask #43, bourbon barrel, 201 bottles)85
Laphroaig 20 yo 1996 (50.9%, Scotch Malt Whisky Society #29.228 ‚Cooking with driftwood‘, refill hogshead, 245 bottles)88
Laphroaig 27 yo (41.7%, OB, refill hogsheads + 1st fill barrels + refill quarter casks, bottled 2017)90

PR: Kavalan-Whisky zum „Best of the Best“ Single Malt in Tokio ernannt

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Nachdem sie bereits bei San Francisco World Spirits Competition abräumen konnte (wir berichteten), war Kavalan auch bei Tokyo Whisky & Spirits Competition sehr erfolgreich. Neben acht Goldmedaillen und vier de fünf Top-Plätze bei Superior Gold gewann die taiwanesische Destillerie auch noch die Auszeichnung „Best of the Best Single Malt“. Welche Abfüllungen im Einzelnen und Besonderen in Tokio überzeugen und begeistern konnten, erfahren Sie in der nun folgenden Pressemitteilung


Kavalan-Whisky zum „Best of the Best“ Single Malt in Tokio ernannt

Der TWSC 2021 ernennt den im Weinfass gereiften Sky Gold-Whisky zum 10. Jubiläum von Kavalan zum besten Single Malt der Welt

TAIPEH, 31. Mai 2021 /PRNewswire/ — Der Whisky von Kavalan ist im Rahmen des Tokyo Whisky & Spirits Competition (TWSC) 2021 zum „Best of the Best“ Single Malt ernannt worden.

Die Single Malts von Kavalan gewannen vier der Top 5-Preise des Wettbewerbs und erhielten Platz 1, 3, 4 und 5 aller teilnehmenden Single Malts, die in diesem Jahr aus der ganzen Welt kamen.

Der „Best of the Best“ Single Malt des Wettbewerbs wird in einem zweistufigen Verfahren gewählt: Die besten 14 Single Malts der ersten Runde werden in einer zweiten Runde von einem Spezialteam von 15 Juroren erneut unabhängig blind verkostet. Aus diesen 14 Single Malts wird der „Best of the Best“ auserkoren.

Erstmals im Wettbewerb wurde Taiwan außerdem zu einer neuen Whisky-Region gemacht, wobei Kavalan die beiden Top-Kategorie-Preise für den taiwanesischen NAS Single Malt und den taiwanesischen Single Malt Single Cask erhielt.

Preise für Kavalan im 3. Tokyo Whisky & Spirits Competition

Best of the Best Single Malt – Erster Platz

  • Der im Weinfass gereifte Sky Gold Single Cask Single Malt Whisky zum 10. Jubiläum von Kavalan
Kavalan 10th Anniversary Sky Gold Wine Cask Matured is TWSC 2021’s ‘Best of the Best’ single malt

Gewinner der Kategorie Taiwanesischer Whisky Single Malt ohne Altersangabe

  • Concertmaster Sherry Cask Finish Single Malt Whisky

Gewinner der Kategorie Taiwanesischer Whisky Single Malt Single Cask

  • Solist Moscatel Sherry Single Cask Strength Single Malt Whisky

Superior Gold

  • 1. Platz – Der im Weinfass gereifte Sky Gold Single Cask Single Malt Whisky zum 10. Jubiläum von Kavalan
  • 3. Platz – Solist Amontillado Sherry Single Cask Strength Single Malt Whisky
  • 4. Platz – Der im Weinfass gereifte Earth Silver Single Cask Single Malt Whisky zum 10. Jubiläum von Kavalan
  • 5. Platz – Ausgewählter King Car Single Malt Whisky zum 40. Jubiläum, im Weinfass gereift
Kavalan awarded a record 4 Superior Golds in 2021 TWSC

Gold

  • Concertmaster Sherry Cask Finish Single Malt Whisky
  • Solist Ex-Bourbon Single Cask Strength Single Malt Whisky
  • Solist Fino Sherry Single Cask Strength Single Malt Whisky
  • Solist Vinho Barrique Single Cask Strength Single Malt Whisky
  • Solist Manzanilla Sherry Single Cask Strength Single Malt Whisky
  • Solist PX Sherry Single Cask Strength Single Malt Whisky
  • Solist Moscatel Sherry Single Cask Strength Single Malt Whisky
  • Distillery Reserve Rum Cask Single Cask Strength Single Malt Whisky
Kavalan awarded 8 Golds in 2021 TWSC

CEO Lee erklärte, Kavalan stehe bei den besten Single Malts einer harten Konkurrenz gegenüber, ganz besonders in Japan.

„Es ist uns eine große Ehre, zum „Best of the Best“ des TWSC ernannt worden zu sein. Wir werden hart daran arbeiten, diesem Titel gerecht zu werden und unsere Qualität, Cremigkeit und Komplexität für unsere Fans wie für unsere Kritiker zu verbessern“

, so Lee

Laut TWSC baut der Wettbewerb auf dem Wissensbestand des Japan Whisky Research Centre auf und wurde als erster großer inländischer Veranstaltungsort zur Bewertung von japanischem Whisky ins Leben gerufen. Die Jury, die in diesem Jahr aus 202 Mitgliedern besteht, setzt sich hauptsächlich aus Barkeepern aus unterschiedlichen Verwaltungsbezirken in ganz Japan und aus Experten für die japanische Spirituosenherstellung und den Großhandel zusammen.

Whisky des Monats Juni 2021: Glen Garioch 12 yo

Nun gilt es wieder, wie eigentlich jeden Monat, eine Abfüllung auszuwählen, den wir dann Whisky des Monats nennen. Die Qualität dieses Bottlings muss uns – selbstverständlich, möchte wir hier einschieben – überzeugen. Dazu muss es eine hohe Verfügbarkeit vorweisen können. Zusätzlich muss unsere Empfehlung auch zu einem annehmbaren Preis erhältlich sein. Manches mal fällt unsere Wahl auf eine Neuerscheinung. Und manches mal greifen wir auf eine Abfüllung zurück, die schon länger erhältlich ist, deren Qualität wir jedoch hier in diesem Rahmen noch nicht präsentierten. So wie in diesem Monat. Denn unsere Empfehlung für den Juni 2021 heißt Glen Garioch 12 yo.

A lot of work in progress

Schottlands Brennerei-Landschaft scheint momentan eine große Baustelle mit kleineren und größeren Um-, An- und Neubauten zu sein. Branchen-Primus Diageo gestaltet die Four Corners of Scotland, Ardbeg erhielt ein neues Stillhouse, die Isle of Barra Distillers möchten noch ihre eigene Brennerei bauen … Und so weiter und so fort.
Wir haben aus der langen Liste der geplanten, noch auszuführenden und abgeschlossenen Bauarbeiten diese Bauspiele zufällig herausgesucht und dadurch diese Liste auch deutlich gekürzt. In den immer, trotz aller Widrigkeiten, noch andauernden Zeiten großer Nachfrage und gestiegener Umsätze sehen die Gesetze des Marktes solche Handlungen und Aktivitäten vor. Doch nicht alle Investitionen dienen dem Zweck der Produktions- und Umsatzsteigerungen. Manchmal gehen Dinge auch einfach kaputt und müssen ersetzt werden. Optimalerweise wird gewartet, bis genügend Einrichtungsgegenstände nicht mehr die vollumfängliche Funktionsweise haben. Dann renoviert man verschiedene Bereiche der Brennerei in Einem. So wird diese dann auch wieder auf den neuesten technischen Stand gesetzt. Das führt dann auch oft zu einer Minderung der Produktionskosten. Und auch die immer wichtiger werdende Klimaneutralität kann und wird dann dabei berücksichtigt. So weit, so gut.

Glen Garioch, im Frühling 2018. Bild © Whiskyexperts

Viel Geld für alte Techniken

Auch Beam Suntory nimmt in diesem Jahr viel Geld in die Hand. 6 Millionen Pfund möchte man ‚in die renommierte Brennerei von Glen Garioch in Oldmeldrum‘ investieren, wie es in der Ankündigung heißt. Bereits im letzten Jahr wurden in der Brennerei kleinere Arbeiten ausgeführt. Doch diese hören sich allerdings eher nach einer Aufräum-Aktion an: Ein neues Washback erhielt die Brennerei, und eine dritte Brennblase, die wohl lange nicht mehr in Betrieb war, wurde entfernt. Und auch die Arbeiten, die in diesem Jahr durchgeführt werden, bringen für die Brennerei nicht den großen Sprung nach vorn. Und dies bewusst und gewollt.

Glen Garioch. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Glen Garioch 2017. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Denn, abgesehen von einer ungefähr 15-prozentigen Reduzierung des CO2-Fubabdrucks, investiert Beam Suntory viel Geld, damit alles bleibt und wird, wie es früher einmal war. Die Eckpfeiler dieser Transformation, wie Beam Suntory/Glen Garioch es nennen, sind die Wiedereinführung von floor maltings und sowie die Installation einer Direkt-Beheizung der wash still. Also, mit recht viel Geld werden einige Bereiche in der Whisky-Herstellung auf den Stand der Technik von vor, sagen wir mal, ca. 50 Jahren gesetzt. Warum, bitte schön, sollte man denn so etwas machen?

Mälzen und Brennen in traditioneller Weise

Wie wir auf unserer bisherigen Reise durch die Welt der Whisk(e)ys erfuhren, machen eigene floor maltings für Destillerien keinen Sinn. Die großen Mälzereien können mit ihren optimierten Prozessen können Malz von beständigerer Qualität herstellen, und arbeiten zusätzlich auch deutlich kosteneffektiver. Und die Direkt-Beheizung von Stills birgt die Gefahr des Anbrennens der wash und dadurch dann die Entwicklung von unerwünschten Fehlnoten. Deshalb muss dann ein wie auch immer genau definiertes Rührwerk eingebaut werden. Viel Aufwand, der sich durch den Einsatz einer indirekten Beheizung durch heißen Dampf, der mittels Rohren die stills und ihren Inhalt erhitzt. So lernten wir es, als die Brennereien ihre floor maltings schlossen, und auf indirekte Befeuerung der stills umstellten. Und das hatten wir auch verstanden und eingesehen.

Glen Garioch. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Glen Garioch 2017. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Glen Garioch begibt sich nun also auf einem Weg, der zu den „traditionellen Brenn- und Mälzmethoden“ führt. Als Destillerie mit einer Kapazität von etwa 1,4 Millionen Liter sind sie kleinste schottische Brennerei im Portfolio von Beam Suntory. Hier passt das Attribut „Handwerk“ am Besten. Die alten Gebäude der Destillerie vermitteln den Eindruck, sie wären bereits zur Brennerei-Gründung 1797 entstanden. In Aberdeenshire gelegen und somit zu den Highlands gehörend, ist sie die am östlichsten gelegene Brennerei in Schottland und somit etwas abseits liegend. Und ihren Namen finden wir in wirklich jeder Liste mit Namen schottischer Destillerien, die immer falsch ausgesprochen werde. Und diese listen erklären uns dann auch, wie sie wirklich ausgesprochen werden. In unserm Fall gilt: Glen Garioch wird Glen Geery ausgesprochen. Ganz einfach Glen Geery. Dies ist der alte Doric dialect, und er ist im Nord-Osten von Schottland wohl immer noch verbreitet. Und das Doric möchten wir nicht mit dorisch übersetzen. es hat nämlich weder etwas mit der Dorischen Notierung noch der Dorischen Ordnung zu tun. Wenigstens wohl nicht direkt. Aber, das würde hier soweit führen.

Glen Garioch 12 yo: Kräftig und ausgewogen

Der Glen Garioch 12 yo kommt uns mit kräftigen 48 % Vol., ohne Kühlfiltrierung und in einer stämmigen (eher gedrungen und bauchig ist bei uns stämmig) und robusten Flasche entgegen. Seine zwölfjährige Reifung genoss der Malt in ehemaligen Bourbon-Casks und in mit Sherry vorbelegten Fässern. Und der Einfluss der beiden Fassarten ist bei diesem Malt wohldosiert und sorgt insgesamt für einen sehr ausgewogenen Genuss. Getreidenote in der präsenten Nase werden umspielt von Frucht – in Richtung Birne – und etwas süßlich-herbem – wir könnten es floral nennen.

Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

Mit diesen Aromen geht es auch am Gaumen weiter, die durch eine Cremigkeit unterstützt werden. Und in der ganzen zeit schwirrt so etwas wie eine subtile Rauchigkeit ganz leicht im Hintergrund mit, die den Genuss noch weiter abrundet. Im Finish recht lang nachhallend, zeigt sich hier die Getreidenote mit einem kleinen süßen Tupfer noch einmal deutlich hervor. Und als sich der Glen Garioch 12 yo dann gänzlich verabschiedet, fragen wir uns: Wo sind denn diese 48 % Vol.? So wunderbar eingebunden und umschlossen, wäre hier ein in Verkostungsnotizen oft geforderte Erhöhung des Alkoholanteils ohne näheren Sinn.

Dem Brennerei-Inhaber Beam Suntory und ihren Produkten steht in unseren Regionen hervorragende Vertriebsmöglichkeiten zur Verfügung. So wundert es uns auch nicht, dass wir den Glen Garioch 12 yo sowohl im stationären und virtuellen Fachhandel als auch im Getränke-Fachmarkt sowie im gut sortierten Lebensmitteleinzelhandel finden. Preislich bewegen wir uns hier, wie meistens beim Whisky des Monats, unter der 40 € Marke. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Genuss mit einem Single Malt der eher älteren Schule – abseits der Moden der Vergangenheit und der Zukunft. Und Glen Gariochs Distillery Manager Kwanele Mdluli wünschen wir sehr viel Freude bei und an der Arbeit in seiner Brennerei.

Glen Garioch 2017. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

PR: Isle of Raasay Single Malt mit Silbermedaille beim Scotch Whisky Masters 2021 ausgezeichnet

Ein schöner Erfolg für den ersten Malt der Isle of Raasay Distillery, der erst in einigen Tagen, am 4. Juni, offiziell vorgestellt wird: Er wurde bei den Scotch Whisky Masters 2021, veranstaltet von The Spirits Business, mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Wir gratulieren der jungen Brennerei ganz herzlich und bringen hier, nach Ende der Sperrfrist, die englischsprachige Pressemitteilung dazu:


ISLE OF RAASAY SINGLE MALT AWARDED SCOTCH WHISKY MASTERS 2021 SILVER MEDAL

ACCOLADE COMES AHEAD OF THE SINGLE MALT’S OFFICIAL LAUNCH THIS FRIDAY

The signature Isle of Raasay Single Malt has been awarded a SILVER medal at the Scotch Whisky Masters 2021. 

The island distillery’s signature release was competing against another 169 single malt Scotch whiskies from 45 different companies in the Highlands & Islands No Age Statement blind tasting category, which had more than double the number of entries as last year.   

This accolade comes ahead of the single malt’s official virtual launch hosted live from the distillery with Whisky Writer Dave Broom this Friday (4th June 2021).

Isle of Raasay Distillery Co-founder Alasdair Day said: 

“We are delighted to have picked up a Scotch Whisky Masters 2021 SILVER award for our signature lightly peated Isle of Raasay Single Malt. 

“It is such an exciting time for everyone at the Isle of Raasay Distillery as we look towards our virtual single malt launch this Friday 4th June, with whisky finally flowing on this island that’s rooted in centuries of illicit distilling.

“We are so proud to be making our mark in the global Scotch whisky industry, while creating fantastic opportunities to work on the Isle of Raasay as we distil, mature and bottle every drop of spirit on the island.”

The Isle of Raasay Single Malt is elegant, lightly peated, with rich dark fruit flavours and maritime notes. Natural colour, non-chill filtered.

Matured in six signature casks – peated and unpeated first fill ex-Rye Whiskey, Chinkapin oak and ex-Bordeaux red wine casks. The first of this cask combination in Scotch whisky history. 

The distillery’s online ballot, to pick up one of 3,000 bottles, had over 17,000 entries. The remaining bottles of Isle of Raasay Single Malt are available from the distillery’s shop on Raasay (one bottle per person), and will shortly be available via trade partners in the UK, and international distributor partners in China, France, Germany, Japan, USA, Australia, Austria, Belgium, Canada, Denmark, Italy, Luxembourg, Netherlands, New Zealand, Norway, Philippines, Poland, South Korea, Sweden and Switzerland. https://raasaydistillery.com/stockists/

PR: Vier neue Gilors Abfüllungen aus der Brennerei Henrich erschienen

Vier neue deutsche Abfüllungen können wir Ihnen heute präsentieren – die Brennerei Henrich hat gleich vier interessante neue Bottlings ihres Gilors Whiskys vorgestellt – von der Portweinfass-Abfüllung bis hin zu einem getorften Gilors in Fassstärke.

Hier alle Infos zu den Neuheiten von Gilors, die sie im Onlineshop der Brennerei Henrich und im ausgewählten Fachhandel finden:


NEUE ABFÜLLUNGEN BEI GILORS

Die Brennerei Henrich lanciert gleich vier neue Abfüllung der Whiskymarke Gilors.

Gilors Portweinfass 2021

Der Whisky lagerte über 6 Jahre in einem Ex-Portweinfass und wurde mit 43% vol. Alkoholgehalt abgefüllt. Im Geschmack präsentiert sich die Abfüllung mit Aromen von Portwein, Kirschen mit Schokoladenüberzug, Mandeln und malziger Süße. Die UVP liegt bei 45,- EUR.

Gilors Sherry Duett (PX & Oloroso)

Ein Duett der Sonderklasse. 7 bzw. 8 Jahre in PX & Oloroso Fässern gelagert, überzeugt der Whisky am Gaumen mit Aromen von Sherry, gebrannten Nüssen, dezente Noten von Traubenschalen und einem balancierten Frucht-Säure-Spiel. Der UVP für diesen Whisky mit 46,4% vol. Alkohol liegt bei 79,- EUR.

Gilors Madeira Fass Peated

Bei dieser Abfüllung wurde der getorfte Whisky über 4 Jahre in einem Ex-Madeirafass gelagert. Abgefüllt mit 45,3% vol. Alkoholgehalt dominiert auf der Zunge ein Aromenpaket von Phenol mit herb-würziger Fruchtsüße und Holz. Die UVP liegt bei 59,- EUR.

Gilors Peated Fassstärke

Über 8 Jahre durfte dieses Powerhouse reifen und wurde mit einer Fassstärke von 54,9% vol. Alkoholgehalt abgefüllt. Im Geschmack explodiert eine ausgeprägte Süße mit Torf und geräuchertem Paprikapulver. Die UVP liegt bei 99,- EUR.

Über Brennerei Henrich GbR

Die Brennerei Henrich GbR mit Sitz in 65830 Kriftel/Hessen wurde innerhalb der letzten Jahre mehrfach mit Gold und Silber auf der renommierten Edelbrandmeisterschaft DESTILLATA in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.

Ursprünglich wurde das Familienunternehmen 1970 als Obstbaubetrieb gegründet. In 2005 wurde die Verschlussbrennerei eingerichtet. Seit 2010 verlagerte sich der Schwerpunkt vom Obstbau sukzessive auf die Brennerei und Kelterei. Neben Edelobstbränden wurde der Whisky Gilors erfolgreich am Markt platziert.

Bildquelle: Brennerei Henrich GbR

PR: Beam Suntory Deutschland vertraut die Komunikation für Premium-Whiskys headspace pr an

Die schottischen Single Malts von Beam Suntory werden in Deutschland an sofort von der agentur headspace pr betreut (zusammen mit anderen Premium-Spirtuosen des Konzerns). Über diesen bedeutenden Etat-Gewinn, bei dem es unter anderem um die Marken Laphroaig, Bowmore, Highland Park und Macallan aus Schottland, Maker‘s Mark aus den USA und Hibiki, Toki, The Yamazaki und The Hakushu aus Japan geht, freut man sich natürlich in der 2006 gegründeten Hamburger Agentur – und stellt uns dazu die folgende Presseaussendung zur Verfügung:


Beam Suntory Deutschland vertraut sein Premium-Portfolio headspace pr an

Hamburg/ Frankfurt am Main, Mai 2021 – Nach einem mehrstufigen Pitch entschied sich Beam Suntory Deutschland für headspace pr als Kommunikationsagentur für die Marken seines Premium-Segments feinster Whisk(e)ys, Gins, Vodkas sowie Rum. Das Premium-Portfolio umfasst unter anderem die schotti- schen Single Malts Laphroaig, Bowmore, Highland Park und Macallan sowie Bourbon-Whiskeys wie Maker‘s Mark und die japanischen Whisky-Marken Hibiki, Toki, The Yamazaki und The Hakushu, außerdem die Gin-Marken Roku und Sipsmith sowie Brugal Rum.

Die in Hamburg ansässige Agentur headspace pr entwickelte bereits für alle Hauptmarken des umfas- senden Premium-Portfolios holistische Kommunikationskonzepte für Produktneulancierungen und die kontinuierliche Markenunterstützung durch klassische PR, Influencer-Kooperationen und Events.

„Für unser vielfältiges stark wachsendes Premium-Portfolio wollen wir einen starken Partner mit umfas- sender Expertise im Premium- und Luxus-Segment an unserer Seite wissen“,

erklärt Lydia Michel, Marketing-Managerin bei Beam Suntory Deutschland,

„schließlich kommt PR insbesondere in der Vermarktung von Premium-Produkten eine große Bedeutung zu. Mit headspace pr haben wir zukünftig einen Partner mit großer Erfahrung bei der Entwicklung von Kommunikationskonzepten, die kreativ, authentisch und relevant sind und mit der Denkweise und dem differenzierten Lebensstil der Zielgrup- pen im Einklang stehen.“

„Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit dem Team von Beam Suntory Deutschland die ikonischen Marken des Portfolios mit kreativen, überraschenden und zeitgemäßen Konzepten weiterzuentwickeln“,

ergänzt Alexander Bohlinger, Geschäftsführer von headspace pr.

Über headspace pr:

headspace pr ist eine inhabergeführte im Jahr 2006 gegründete Full-Service-Agentur für Marken- und Unternehmenskommunikation. Die in Hamburg ansässige Agentur bietet strategische, kreative und inspirierende Beratung und ist spezialisiert auf Konsumgüter und Dienstleistungen im Premium- und Luxusbereich – national und international. Das Leistungsspektrum umfasst Brand PR, Digital, Corporate PR, Media Relations, Influencer Relations und Events. headspace pr ist Partner des globalen strategischen SERMO Netzwerks, das eigenständige Agenturen mit ähnlicher Philosophie und Erfahrung vereint.

Beam Suntory

PR: Charakterstarker Irish Whiskey Kilbeggan Black neu im Online-Handel erhältlich

Der beliebte Kilbeggan Irish Whiskey erhält eine neue und dauerhafte Variante: Der Kilbeggan Black bietet eine dezente Rauchigkeit, die die sanften Noten des Whiskeys nach Angaben der Brennerei ideal ergänzt und unterstreicht.

Mehr zum Kilbeggan Black, der momentan exklusiv im Online-Handel erhältlich ist, in der nachfolgenden Presseaussendung, die wir von Beam Suntory Deutschland erhalten haben:


PRODUKTNEUHEIT: CHARAKTERSTARKER IRISH WHISKEY KILBEGGAN® BLACK AB MITTE MAI EXKLUSIV IM ONLINE-HANDEL ERHÄLTLICH

Irlands älteste Destillerie präsentiert ihre neue Premium-Spezialität und setzt dabei auf Kontrast und Tradition: Kilbeggan® Black Irish Whiskey – veredelt mit getorftem Malz.

Frankfurt am Main – Mit der Einführung von Kilbeggan® Black Irish Whiskey feiert Beam Suntory eine dauerhafte Ergänzung des Kilbeggan® Irish Whiskey-Portfolios. Die neue Premium-Spirituose Kilbeggan® Black (0,7l, 40% vol., UVP 19,99 EUR) ist in Deutschland ab Mitte Mai vorerst exklusiv über den Online-Handel erhältlich.

Mit seiner Gründung im Jahr 1757 bleibt Kilbeggan ein echter original irischer Whiskey, hergestellt von Irlands ältester kontinuierlich lizenzierter Brennerei. In Kilbeggan® Black vereinen sich die lange und erfolgreiche Brennerei-Historie, die raue Landschaft und das Klima Irlands sowie traditionelle Handwerkskunst – und schaffen eine einzigartige Authentizität und Geschmacks-Harmonie. Eine ideale Wahl für den Whiskey-Liebhaber, der Tiefgang und Charakter im Geschmack schätzt.

Wie alle Whiskeys von Kilbeggan® wird auch der Kilbeggan® Black aus weichem Grain Whiskey hergestellt, der mit doppelt destilliertem Malt Whiskey vermählt wird. Durch diese doppelte Destillation bleibt eine Vielzahl seiner reichhaltigen Aromen erhalten und begründet sein aromatisches und komplexes Geschmacksprofil, welches sich gleichzeitig zu einem zugänglichen, würzigen Irish Whiskey zusammenfügt.

Kilbeggan® Black brilliert als Premium Whiskey durch seine vielfältigen Aromen; Im Vordergrund reife grüne Äpfel, Birnen und Getreide und im weichen, langanhaltenden Abgang eine starke, süß-würzige Note bestehend aus Pfirsichen, Karamell und rauchigem Torf. In ehemaligen Bourbonfässern gereift, überzeugt Kilbeggan® Black daher vor allem mit seinem Tiefgang und einem unverwechselbar reichhaltigen und markanten Charakter – in Kilbeggan® Black treffen noch kontrastreicher die weichen Noten auf den subtilen Torfrauch. So lädt auch dieser Kilbeggan® nicht nur Whiskey-Kenner zum entspannten Verweilen ein und verbindet eine angenehm-dezente Süße mit charaktervoller Würzigkeit.

„Wir freuen uns sehr auf die Einführung unserer neuen Premium-Variante Kilbeggan® Black. Er ist der perfekte Whiskey, um sich nach einem langen Tag zurückzulehnen und zu entspannen. Kilbeggan® Black bietet ein raffiniertes Geschmackserlebnis, das durch die Zugabe von getorftem Malz mit mehr Charakter verfeinert wird, während die Geschmeidigkeit, die wir mit irischem Whiskey assoziieren, erhalten bleibt.“

Albrecht Schneider, Marketing Director bei Beam Suntory Deutschland

KILBEGGAN® Black (40% vol.)

Aroma

Dezente Süße mit reifen Äpfeln und Birnen, gefolgt von Pfirsich und cremigem Karamell mit einem leichten Hauch von Torf, der ein wenig Würze und Charakter verleiht.

Geschmack

Mild mit Noten von grünen Früchten und Getreide, die sich zu einem Hauch von Torfrauch entfalten.

Abgang

Lang anhaltend mit dezentem Torfrauch und Gewürzen.

KILBEGGAN® Black ist u.a. erhältlich bei:

Exklusiv: Gewinnen Sie mit Kirsch Import 3x den Glencadam 10yo plus den Glencadam Reserva Andalucía!

Anfang Mai haben wir ihn zu unserem Whisky des Monats gekürt – und jetzt können sie ihn und eine weitere feine Abfüllung aus der Highland-Brennerei Glencadam gewinnen: Gemeinsam mit unserem Partner Kirsch Import verlosen wir insgesamt gleich drei Packages mit dem Glencadam 10 und dem Glencadam Reserva Andalucía.

Bevor wir Ihnen die Gewinnfrage stellen (die Sie durch das Lesen dieses Artikels sicher problemlos beantworten können), hier noch Informationen zu der traditionsreichen Destillerie in den schottischen Highlands und ihren Whiskys:

Glencadam: 180 Jahre bis zum eigenen Whisky

Als die ersten von Pferden gezogenen Omnibusse durch Londons Straßen fuhren und die britische Hauptstadt Peking den Rang als größte Metropole der Welt ablief, öffneten sich im Städtchen Brechin in den östlichen Highlands die Tore einer neuen Whiskybrennerei: Glencadam. Wir schreiben das Jahr 1825 – kurz nach dem Excise Act, das Destillieren von Whisky ist legal und nimmt immer mehr Fahrt auf. Und dennoch: Es sollte rund 180 Jahre dauern, bis die kleine Destillerie mit den roten Türen und Fensterrahmen ihren ersten eigenen Single Malt auf den Markt brachte.

Geheimtipp: Traditionelle Single Malts für Entdecker

Vor etwa 15 Jahren war es so weit und Glencadam trat aus dem Schatten der Blend-Industrie auf die Bühne der Originalabfüller. Ihr Image als „hidden gem“ hat sich die Highland-Brennerei aber bis heute bewahrt und eine treue Fangemeinde um ihre langsam wachsende Range von 10 bis 25 Jahre alten Single Malts sowie Single-Cask-Abfüllungen aufgebaut. Sie alle entstehen wie zur Gründerzeit der Destillerie: traditionell, mit Liebe zum Detail – und dem berühmten Quellwasser aus den Moorans Mountains, das Glencadam Whisky seine Cremigkeit verleiht.

Weich, cremig, authentisch: Glencadam Single Malt

Vom süffigen Glencadam Origin 1825 über fruchtige Portwein- und Sherry-Finishes bis hin zu Goldgewinnern: Glencadam hat eine vielseitige Range an nicht-rauchigen Single Malt Whiskys aufgebaut. Seit den Anfängen der Brennerei stehen dafür lediglich zwei Pot Stills zur Verfügung. Deren Besonderheit: Die Lyne-Arme verlaufen in einem Winkel von 15 Grad nach oben und nicht nach unten. Dies trägt dazu bei, eine besonders zarte und weiche Spirituose zu erzeugen. Alle Single Malts mit Altersangabe werden mit 46% vol. abgefüllt – und zwar weder kühlfiltriert noch gefärbt, für ein authentisches Erlebnis.

Wir verlosen drei Sets, bestehend aus je einer Flasche des vollmundigen Glencadam Reserva Andalucía und einer Flasche des Glencadam 10 y. o.!

Glencadam Reserva Andalucía, Highland Single Malt Scotch Whisky (46% vol, 0,7 Liter):

komplexe Reife in Bourbon- und Sherry-Fässern, intensives Finish in Oloroso-Sherry-Fässern aus Andalusien; vollmundig und weich mit reifen Früchten, Nougat und Vanille, Sultaninen und Karamell; weder gefärbt noch kühlfiltriert.

Glencadam 10 y. o., Highland Single Malt Scotch Whisky (46% vol, 0,7 Liter):

naturbelassener, traditionell hergestellter Single Malt in idealer Trinkstärke; Geheimtipp für Fans von Highland Scotch; spritzig-frischer Whisky mit Zitrus- sowie tropischen Früchten, sanfter Vanille, Brioche mit Zesten und Muskat; weder gefärbt noch kühlfiltriert.

Und so gewinnen Sie eines der 3 Packages mit dem Glencadam 10 und dem Glencadam Reserva Andalucía:

Beantworten Sie folgende Gewinnfrage: Wann wurde die Destillerie Glencadam gegründet?

a. 1066
b. 1825
c. 2017

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Glencadam“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 13. Juni 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 14. Juni 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Glencadam“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 13. Juni 2021, 23:59 Uhr. Der/die Gewinner*in werden am 14. Juni 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Herzlichst,
Ihr Whiskyexperts-Team

Whiskyfun: Serge und Angus verkosten Caol Ila (Fèis Ìle 2021 Session 4)

Von Bruichladdich gestern zieht der virtuelle Fèis Ìle Zirkus heute weiter nach Caol Ila, in den Nordosten der Insel. Mit dabei auch Serge Valentin und Angus MacRaild, die heute neun Abfüllungen aus der Brennerei im Besitz von Diageo verkosten.

Caol Ila ist ja als Destillerie eher hype-befreit, aber man kann wohl unwidersprochen sagen, dass man sich eher schwer tut, einen schlechten Whisky von dort zu finden. Und das scheint auch die Verkostung von heute zu beweisen, wo es eigentlich keinen Ausreißer nach unten gibt, dafür einige nach oben:

Caol Ila 12 yo 2008/2020 (50%, Roger’s Whisky Co, PX octave finish, cask #318691B)86
Caol Ila 11 yo 2009/2020 (58.8%, Elixir Distillers ‚The Single Malts Of Scotland‘, cask #317838, hogshead, 300 bottles)90
Caol Ila 1983/2015 (43%, Samaroli, barrel, cask #1461, 250 bottles)93
Caol Ila 40 yo (44.9%, Hunter Laing, The Kinship Edition No.2, refill American hogshead, 2019)93
Caol Ila 10 yo 2010/2021 (52.9%, Thompson Brothers, 500 bottles)86
Caol Ila 10 yo 2010/2021 (58.2%, Watt Whisky, hogshead, 326 bottles)87
Caol Ila 15 yo 2005/2021 (57.5%, Gordon & MacPhail Connoisseur’s Choice for The Whisky Exchange, cask #301507, refill sherry hogshead, 266 bottles)89
Caol Ila 1977 (63.8%, Gordon & MacPhail ‚CASK‘, 1980s)91
Caol Ila 19 yo 1974/1994 (61.1%, Signatory Vintage, cask #12566, 380 bottles)93

Hier ist unser Gewinner der vier Whiskys in der Dr. Jim Swan Legacy Collection von Schlumberger!

Gemeinsam mit unserem Gewinnspiel-Partner Schlumberger verlosten wir vier Whiskys, die den weltweiten Einfluss einer Whiskylegende zeigen: Dr. Jim Swan. Als Berater und Mentor hat er Destillerien wie Kavalan, Penderyn, die Speyside Distillery oder Filey Bay in Yorkshire entscheidend mitgestaltet und deren Geschmack geprägt.

In der exklusiv für unsere Leser zusammengestellten Dr. Jim Swan Legacy Collection finden Sie Flaschen typischer Whiskys aus diesen vier Brennereien aus aller Welt – und die Nachfrage danach war riesig! Vielen Dank für die zahlreichen Einsendungen – wir sind wieder einmal überwältigt vom großen Echo!

Hier noch kurz, worum es beim Gewinnspiel ging – und dann verraten wir Ihnen, wer die Legacy Collection gewonnen hat:

DR. JIM SWAN “THE SINGLE MALT WHISPERER”

Ein der breiten Masse kaum bekannter, aber in der Whisky-Branche eine in höchstem Maße anerkannter Persönlichkeit war Dr. James Sneddon (Jim) Swan. Der studierte Chemiker war ein langjähriger Experte und Berater der Whiskyindustrie und hat viele jener Whiskys mitgeprägt, die wir heute genießen dürfen. Swan starb am 17.2.2017 im Alter von 75 Jahren und hat uns ein Vermächtnis exzellenter Whiskys aus der ganzen Welt hinterlassen.

Am ehesten bekannt war seine Arbeit mit Taiwans Kavalan Distillery und ihren preisgekrönten Single Malt Whiskys, aber Swan arbeitete mit Brennereien auf der ganzen Welt zusammen. Darunter mit der Welsh Whisky Company (Penderyn), der israelischen Milk & Honey Distillery und der Dublin Distillery Company. Kilchoman oder die Speyside Distillery aus Schottland und Spirit of Yorkshire mit ihren Filey Bay Whiskys aus England gehörten ebenso zu Swans Zöglingen wie Amrut in Indien und viele andere.

Sein besonderer Verdienst war es, jungen Brennereien mit auf den Weg zu geben, wie man Whisky so produziert, dass er deutlich früher als üblich Reife und Komplexität erlangt. Seine frühen Arbeiten zum Thema Chemie des Holzes halfen zu entschlüsseln, wie verschiedene Teile der Eiche zum Geschmack der Whiskys beitragen. Insbesondere war er ein Pionier und Verfechter der STR-Methode (kurz für shaved, toasted und recharred) für die Aufbereitung von Rotweinfässern.

Kavalan Distillery Select 40% vol:

Ein eleganter, ausgewogener Whisky, der in einigen der feinsten Refill Fässer in Yilans subtropischen Klima reift. Der für KAVALAN typische weiche und fruchtige Charakter kommt hier besonders zur Geltung. Das Flaschendesign erinnert and das Wahrzeichen Taipeis, den 101 Wolkenkratzer.

Nase: weich und elegant mit Noten reifer tropischer Früchte, wie grüner Apfel, Mango, Ananas und Kirsche.

Gaumen: reich und komplex mit einem Hauch süßer Vanille und Karamell.

Penderyn Rich Oak 46% vol:

Dieser goldene Whisky reifte zuerst in Ex-Bourbon-Fässern und erhielt dann in STR aufbereiteten Ex-Rotweinfässern sein Finish für mehr Komplexität, mit einen tropisch-fruchtigen und würzigen Charakter sowie reichhaltigen, eleganten Holznoten.

Nase: Auf Zartbitterschokolade, Zimt und der Würze von schwarzem Pfeffer, folgen üppige Aromen von Früchten wie grüner Apfel, Mango, Banane und Guave.

Gaumen: Reichhaltig und komplex. Die cremige Textur mit Noten von Vanille, Eiche, Zimt und einem Hauch von nussigem Toffee geben ein angenehmes Mundgefühl.

Filey Bay STR Finish 46% vol:

Dieser unverwechselbare Single Malt reift in First-Fill-Bourbon-Barrels, bevor er mit einem Finish in STR-Rotwein-Barriques aus der Rioja seinen krönenden Feinschliff erhält.

Nase: Orangenschokolade, gerösteter Bisquit, zimtige Würze, Zitronenzeste.

Gaumen: salziges Karamell, rote Früchte, schwarzer Pfeffer, Bitterschokolade, getrocknete Eiche.

Spey Fumaré 46% vol:

Der Fumare (lat.: rauchen) ist ein Novum für die Destille, der allererste SPEY Single Malt der mit getorfter Gerste hergestellt wird. Ausschließlich in ex-Bourbon-Barrels gereift, verbindet er den Charakter der Destille mit einem völlig neuen Aromenspektrum, Rauch, Torf und Phenole. Ein spannendes, sehr gelungenes Experiment.

Nase: Deutlich medizinisches Aroma, Lagerfeuerglut und Teer – mit einer frischen maritimen Brise von Salzluft, Jod und Algen. Mit etwas Luft kommen Noten wie Vanille und Toffee zum Vorschein.

Gaumen: Cremige Textur, süß und leicht salzig, mit einem rauchig-medizinischen Finish. Ein Nachgeschmack von Lagerfeuer und süßen Basilikum-Noten.

Und der Gewinner der vier Whiskys in der Dr. Jim Swan Legacy Collection von Schlumberger ist:

Felix Späth aus 89343 Jettingen-Scheppach

Wir gratulieren ganz herzlich! Der Gewinn wird durch unseren Partner Schlumberger versendet und geht in den nächsten Tagen in die Post.

Falls es diesmal nicht geklappt hat: Kein Problem, die nächste Chance kommt gleich heute wieder – und wieder mit tollen Preisen für Whiskyfreunde!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

PR: Exklusive Abfüllung – The Temple Bar Distillery Cask bei irish-whiskeys.de

Ein ganz spezieller Ire ist ab sofort bei irish-whiskeys.de zu erhalten: Der The Temple Bar Distillery Cask ist ein 15 Jahre alter Whiskey aus drei Fässern, die in den Kellern unter der Temple Bar lagerten. von ihm gibt es nur 1.000 Flaschen – einige davon nun auch in Deutschland (Link zum Shop im Artikel).

Hier alles Wissenswerte zu diesem besonderen Iren:


Exklusive Abfüllung: The Temple Bar Distillery Cask

Wenn wir The Temple Bar hören, dann denken wir sofort an Dublin’s bekanntestes Stadtviertel.

Die Temple Bar ist der Mittelpunkt für eine tolle Zeit in diesem Künstlerviertel. The Temple Bar wurde 1840 als ein Wine and Spirit Merchant Shop gegründet um dann, der irischen Tradition der Gastfreundlichkeit folgend, zu Irlands bekanntestem Pub und einer der bekanntesten Bars der Welt zu werden. Der Besuch der Bar ist ein Muss, wenn man schon mal vor Ort ist. The Temple Bar zählt zu den berühmtesten Pubs der Welt und ist bei jung und alt beliebt. Jährlich strömen tausende Menschen in die Bar.

1.000 Flaschen
Vol.%: 46%
Füllmenge: 0,7 Liter

Dieser Whiskey durfte 15 Jahre in Bourbonfässern in den Kellern unter der Temple Bar in Dublin lagern. Am 23 Februar 2021 wählte Tom persönlich drei besondere Fässer aus seinen Beständen aus um diesen 15 Jährigen Single Malt zu kreieren.

Durch die Reifung in Bourbonfässern hat dieser Whiskey Noten von warmen Karamel mit etwas Orangenzeste in der Nase. Im Gaumen entfalten sich dann würzige Noten, mit süßer Vanille und Holznoten. Im Nachklang ist er lange mit einer schönen Süße.

Jede Flasche ist von Tom signiert und nummeriert. Insgesamt wurden 1.000 Flaschen abgefüllt.

UVP: 124,90 €erhältlich hier im Webshop

Whiskyfun: Serge und Angus verkosten Bruichladdich (Fèis Ìle 2021 Session 3)

Am Bruichladdich Day des Fèis Ìle ist natürlich auch bei Serge Valentin und Angus MacRaild der Whisky aus dieser Brennerei an der Reihe, verkostet zu werden – sei es als Bruichladdich oder als die getorfte Varietät namens Port Charlotte, wobei der rauchige Whisky heute einen mehr als deutlichen Überhang hat.

14 Abfüllungen sind es heute in der Verkostung, und die einzige, die keine 80 Punkte schafft, ist eine aus der privaten Fasssammlung von Jim McEwan. Hier alle Wertungen im Überblick:

Port Charlotte 2010 ‚OLC:01‘ (55.1%, OB, 2020)82
Port Charlotte 16 yo 2002/2018 (60.5%, Dramfool, 1st fill bourbon barrel, 221 bottles)87
Pl5 2009/2018 (63.1%, Elixir Distillers, Elements of Islay, bourbon hogshead and barrel, 582 bottles)86
Pl6 2011/2019 (55.3%, Elixir Distillers, Elements of Islay, bourbon barrels, 1163 bottles)88
Port Charlotte 10 yo 2008/2019 (56.5%, The Cask Whisperer, Jim McEwan’s Private Stock, Château Margaux wine cask, cask #3562, 329 bottles)82
Port Charlotte 17 yo 2001/2019 (52.8%, The Cask Whisperer, Jim McEwan’s Private Stock, Sherry cask, cask #834, 340 bottles)79
Port Charlotte 13 yo 2001/2015 (63.5%, The Bottlers, refill bourbon hogshead, cask #1031)91
Port Charlotte 6 yo 2011/2018 ‚Islay Barley‘ (50%, OB)90
Port Charlotte 13 yo 2004/2017 (54.1%, Caora, 1st fill bourbon barrel, cask #969, 314 bottles)89
Port Charlotte 15 yo 2003/2019 (55.5%, Maltbarn, sherry cask, 171 bottles)89
Port Charlotte 2009/2018 ‚MC:01‘ (56.3%, OB)84
Bruichladdich Origins (57.5%, OB for Feis Ile 2021, 3000 bottles)87
Port Charlotte 8 yo 2011/2021 PAC:01 (56.1%, OB, bourbon & ex-red wine)87
Port Charlotte 18 yo 2001 (60.4%, OB Private Cask ‚HJW No2‘, #R09/216-8)91

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (234)

Willkommen zur  234. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 234 finden Sie zehn neue Videos:

Whisky Evening – Kilchoman PX

Pat Hock – Three Ships 12 Jahre

WhiskyJason – Ardnamurchan AD/01.21:01 Second Release

Malts and Metal – Schatzsuche im Whiskyregal

https://youtu.be/ljoosdbaVGU

The Whisky Waiter – Ardbeg Scorch General Release

Friendly Mr. Z. – White Heather 21

Whisky Helden – Springbank 1998 Fresh Port Cask, TMM

World Wide Whisky – Laphroaig 1991 Vintage 23 Jahre

Whisky Enjoy – 2x Knob Creek

Whisky Plausch – Bunnahabhain 25


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 26)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist karte-fuer-text.jpg.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

hier geht es zur Folge 25

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 26)

Zusammen mit einem Pulk probiersüchtiger Touristen betrat ich den Shop gleich hinter dem Eingang. Obwohl auch hier Logo-Klamotten von M bis XXL die Regale und Ständer füllten, nahm ich sie nur flüchtig wahr: wieder waren sie schwarz und made in China – anders als in den besuchten Brennereien, eben nur das Logo. Dafür war der hohe Verkaufsraum ein sehenswertes Unikat. Die ursprünglichen Backsteinwände waren vom alten Putz befreit und der Stein war neu verfugt, aber alt und im ursprünglichen Ziegelrot belassen. Über eine Eichendielentreppe stieg ich in den ersten Stock hinauf, wo sich früher ein großer Mälzboden befunden hatte. Entlang der roten Wände hingen historische Schwarzweißaufnahmen, und in einer Ecke stand die Schankbar, hinter deren Tresen ein Senior als Bartender die Besucher zum Probieren animierte. Bei ihm bestellte ich ein Dram Destiller’s Edition, 43 % vol. Der pensionierte Arbeiter, der sich für acht Pfund die Stunde einen Zugewinn verdiente, wie er mir später verriet, servierte das Dram und gab noch eine Erklärung als Nachschlag: „14 Jahre reifte diese Edition und zwar ausschließlich in Ex-Bourbonfässern. Das Besondere an dieser Abfüllung ist die fünftägige Gärung der Maische und eine sehr langsame Destillation des Feinbrands. Diese beiden Merkmale sind seit altersher die Besonderheit unseres Hauses. Übrigens ist diese Edition unser beliebtester Single Malt, wir exportieren ihn vor allem nach Frankreich und in die USA.“

Oban. CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=356364

Mein Blick ging vom Verkostungsglas, an dessen Grund ein goldener Oban schimmerte, zu seinen blauen Augen, deren Strahlkraft die des Malts übertraf. Seine vertrauensvolle Art gefiel mir so sehr, dass ich mir viel Mühe mit dem Verkosten geben wollte. Anerkennend nickte ich ihm zu und noch bevor ich das gereichte Glas zur Nase führte, hielt ich es schräg gegen den Deckenstrahler. Golden schaukelte der 14jährige vor meinen Augen und wies ordentlich Schlieren auf, ölige Bänder, die träge abwärtsflossen, als ich das Glas kreiselnd in Bewegung setzte. Gegen das künstliche Licht mutete sein Gold so dunkel an, dass ich mich fragte, war dieses blinkende Goldbraun wirklich echt, war es wirklich das Ergebnis eines 14jährigen Daseins in der Eiche? Oder hatte man farblich nachgeholfen? Da ich mir nicht sicher war, fragte ich den liebenswürdigen älteren Herrn hinter der Theke und nach kurzem Zögern gab er die Wahrheit preis: „Wir verwenden für diesen Oban als Zusatz caramel, dadurch wird seine Farbe goldener und auch dunkler. Das kommt beim Kunden, vor allem bei den Amerikanern, besser an als eine wässrige Blässe.“

Aha, also war meine Vermutung doch richtig, dass man den Teint des Malts künstlich eingefärbt hatte. Ich sagte nichts, registrierte diesen Eingriff aber als Minuspunkt. Ohne mich mit der Optik weiter aufzuhalten, ließ ich die Nase ihres Amtes walten: das linke Nasenloch erlebte eine ganze Kette süßer Karamell Aromen, die so stark daher kamen, dass sie eine erdige und trockene Torfnote in Schach halten konnten. Anschließend roch ich mit rechts und erschnupperte eine stark ausgeprägte Rauchnote, auch geräucherten Speck und eine Prise Seetang. Der erste Schluck lud süße Exotik auf die Zungenplatte und die Backentaschen füllten sich erneut mit einer Vanille Note. Leider erlebte der Mundraum beim Kauen diese nur flüchtig, zu schnell füllte er sich zum Speichel mit der Bitterkeit von Torf und kaltem Rauch. Schwach, zu schwach für meinen Geschmack, kitzelten würzige Südfrüchte – Feige, Zitrus und Rosine – den weichen Gaumengrund, bevor sie im Abgang verschwanden. Gerade im Abgang, der sich kurz und gradlinig darbot, überwog das Hölzerne der Eichennote und ließ jegliche Spur von Fruchtigkeit vermissen. All diese Eigenschaften addiert, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Nach dem Urteil von Augen, Nase und Mund bewertete ich den populärsten Oban guten Gewissens mit zwei Stützrädern. Fein säuberlich notierte ich dieses Resultat, vergaß aber nicht, hinter das Wörtchen „caramel“ ein Ausrufezeichen zu setzen. Unbedingt musste ich mehr über diesen Zusatz erfahren.

Caramel klingt nach Schleckerei, nach Bonbonsüße, für den Kenner auch nach vielen leeren Kalorien. Ja, man könnte den harmlosen Begriff auch so verstehen, dem Whisky sei lediglich eine Prise von erhitztem Kristallzucker zugesetzt worden. Doch so harmlos ist die Sache bei weitem nicht.

Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz muss der Zusatz, den die Engländer, Schotten und Iren verharmlosend „caramel“ nennen, deklariert werden und kleingedruckt muss auf dem Flaschenetikett stehen: „Enthält Farbstoff: Zuckerkulör“. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich um eine Lebensmittelfarbe, die streng genommen dem schottischen Reinheitsgebot widerspricht, wonach nur Gerste, Wasser und Hefe als Ingredienzien zugelassen sind. Damit nicht genug: in Schottland, England, Irland und vielen anderen Ländern braucht kein Hinweis auf das unnatürliche Additiv auf dem Etikett zu stehen. Ganz von alleine drängt sich also die Frage auf: was hat es mit Zuckerkulör auf sich und wofür ist der Zusatz, der die chemische Bezeichnung E 150 trägt, gut?

Um es vorweg zu nehmen: nicht der Geschmacksverbesserung dient die Lebensmittelfarbe E 150, sondern der kosmetischen Behandlung des Teints. Ja, das Aussehen eines Whiskys ist in diesem Fall mindestens so wichtig wie sein Geschmack. Der Farbzusatz E 150 entsteht durch das Erhitzen von Glucose Sirup unter Verwendung von Schwefelsäure und Ammoniak, also von chemischen Verbindungen, welche hochdosiert die Schleimhäute reizen. E 150 ist eine pechschwarze, extrem bittere und verbrannt riechende, synthetische Substanz aus dem Labor und nicht aus der Natur. Nun wird in der Nahrungsmittelindustrie seit vielen Jahren synthetisches E 150 für die Färbung von Lebensmitteln wie Wurst, Instant Suppen, Waffelröllchen, Malzbier, Coca-Cola und Süßigkeiten ganz legal untergemischt, vorausgesetzt die Tagesdosis von 300 mg/kg Körpergewicht wird eingehalten. Bei diesem recht allgemeinen und schwer kontrollierbaren Gesundheitshinweis ist Vorsicht geboten! In Tierversuchen kam es nach der Injektion von E 150 d, auch Ammoniumsulfit-Zuckerkulör genannt, in hoher Dosis zu starken Muskelkrämpfen im Körper der gequälten Ratten. 

By Grendelkhan – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78810076

Von vielen, allerdings nicht allen, Brennereien wird Zuckerkulör verwendet, um dem Malt einen dunkleren Teint, eigentlich das Indiz für eine lange Fassreifung, zu verleihen und einer Fasslage eine Einheitlichkeit zu geben. Aber mit Zuckerkulör allein ist es beim Whiskyfärben noch nicht getan. Zum Färben von Spirituosen aller Art sind stabile und lösliche Mischeigenschaften notwendig und dafür braucht man neben Zuckerkulör noch Sulfit als Trägerstoff.

Traurig, aber wahr: Das Vorgaukeln einer langen Fassreifung ist durchaus vergleichbar mit der Farbtäuschung bei Seelachs, der in Wirklichkeit gar kein Lachs ist. Was da rosa in der verschweißten Verpackung lockt, ist weißes Fleich vom Dorsch, das mit dem Zusatz von Azofarbstoffen, Gelborange S und Cochenillerot A rötlich eingefärbt wurde. Das mag ein krasses Beispiel sein, aber die Palette von stylischen Lebensmittelfärbungen ist heutzutage so groß, dass man sich fragt: warum spricht alle Welt von Fake News, aber nicht von Fake Food?

Es hilft kein Vertun, ein Malt wie der 14jährige Oban, der ausschließlich in drei-, oder auch viermal zuvor belegten Bourbon Fässern aus nordamerikanischer Weißeiche gereift ist, kann nie und nimmer ein so tiefes Goldbraun ins Glas bringen. Erst wenn ein Whisky länger als 14 Jahre in einem vorbelegten Sherry- oder einem frischen Weißeichefass gereift ist, bekommt er von Natur aus ein leuchtendes Currygold, das sich ganz natürlich bei anhaltender Lagerung in ein Lederbraun verwandelt.

In Oban an der Bar erlaubte ich mir, den Senior mit den strahlend blauen Augen und dem gemütlichen Gesicht zu fragen: „Mal ehrlich, Sir, was soll die chemische Farbe im Whisky?“ Kurz sah er sich um und senkte die Stimme, als vertraute er mir ein Geheimnis an: „Ehrlich gesagt, mag ich dieses Untermischen auch nicht, deshalb rate ich jedem, nur Malts in Cask Strength mit 48 % vol. oder mehr zu trinken, denn caramel wird ja erst beim Verdünnen zugesetzt.“

Das war mal eine ehrliche Antwort und ich spürte, dass wir uns auf der gleichen Wellenlänge bewegten, und so forderte ich ihn auf, sich ein Dram auf meine Kosten zu genehmigen.

„Verehrter Herr, das brauchen Sie doch nicht. Kenner sind mir doch stets willkommen.“

Dem Oban-Pensionär nahm ich dieses Geständnis sofort ab, sein Hantieren hinter der Verkostungstheke sah nach echter Freude an der Arbeit aus. Er schenkte sich ein Gläschen ein und während wir uns zutranken, lockerte er seine Zunge: „Die neuen Besitzer schielen nur nach dem US-Markt. Sie behaupten, die amerikanischen Kunden wollten keine blassen Whiskys und alle Flaschen einer Serie müssten tiptop und gleich aussehen. Ein dunkler Whisky erweckt beim Kunden den Eindruck wie ein goldbrauner Cognac, eben gereift und somit weich, das erzählen uns die Diageo-Leute seit sie Oban gekauft haben.“ Gesagt, getrunken! Als er zum Schluck ansetzte, huschte kurz ein Glanz über seine rosa Wangen. Ja, genüßlich legte er sich seinen Hauswhisky auf die Zunge, schluckte und nickte. Nach einer Pause wischte er sich mit einem karierten Stofftaschentuch die feuchtglänzenden Lippen trocken und erzählte weiter: „Sie müssen wissen, früher fragte keiner nach der Farbe eines Malt. Aus damaliger Sicht muss das heutige Gebaren ziemlich übertrieben wirken! Mein Vater und mein Großvater kauften ihren Hauswhisky noch im Tonkrug. Wirklich, wer hätte damals an so etwas Überflüssiges wie Farbgebung gedacht. Okay, damals ging es mehr um den Geschmack als das Aussehen. Mal abgesehen davon, ging es zu Zeiten meines Großvaters in der Whiskybranche ziemlich rüde zu. Dagegen ist der Zusatz von caramel höchstens so was wie ein Kavaliersdelikt.“

„Was stellten die Leute damals so an?“, wollte ich wissen, meine Neugier war geweckt. 

„Ob Sie es glauben oder nicht, in der alten Zeit wurde massenhaft gepanscht, nicht nur beim Whisky. Da natürlich besonders gern, weil man hier gut verdienen konnte! Nicht in den offiziellen Destillerien, aber in den Schwarzbrennereien und beim Händler. Vielleicht ist hier die Quelle für den Zusatz von caramel zu suchen. Sie müssen wissen, dass Whisky damals nur sehr selten in Flaschen verkauft wurde, dafür in offenen Gebinden im Krämerladen. Dadurch boten sich viele Gelegenheiten, scharfen Essig, süßes Glycerin und bitteren Schwarztee, sogar Ätherweingeist unterzumischen, um einen ganz ‚speziellen‘ Whisky der Kundschaft offerieren zu können.“ Der Pensionär lachte und zeigte dabei eine Front tadelloser echter Zähne. Wieder lachte er und schüttelte den Kopf, als konnte er selbst nicht glauben, was er nun erzählte: „Von meinem Vater weiß ich, dass das Panschen bei uns in Schottland eine lange Tradition hat, nicht nur beim Whisky, auch beim Tee, bei Gewürzen und vielen Kolonialwaren, die aus Übersee kamen. Sie glauben ja nicht, was man früher alles machte. Zum Beispiel den importierten indischen Tee streckte man mit getrockneten Escheblättern, ja genau, und in die Butter wurde getrocknetes Schafshirn hineingeschmuggelt und Knochenpulver und Gips ins Brotmehl. So unappetitlich ging es früher bei uns zu. Wenn ich da an das umstrittene caramel denke, erscheint mir dieser Farbzusatz doch recht harmlos, meinen Sie nicht auch?“ Der Pensionär musterte mich mit seinen blauen Augen, dann kam er nochmals auf meine Frage zurück: „Ich glaube, unserem 14jährigen wird caramel zugesetzt, weil Diageo auf dem amerikanischen Markt Erfolg haben muss, sonst müssen wir hier schließen.“

Oban 14. By Look Sharp! at Dutch Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4063482

Ich ließ das Thema auf sich beruhen, nahm mir aber vor, bei künftigen Verkostungen stärker auf dem Flaschenetikett nach dem Gütesiegel „Non-chill-filtered and natural colour“ Ausschau zu halten.

Längst war das erste Dram verdrückt und Aroma und Geschmack hatten sich aus Nase und Mundraum verflüchtigt. Nun war die Zeit für einen zweiten Oban gekommen. Aufmunternd und mein Zögern lächelnd niederringend, holte der Pensionär mit seinen großen Arbeitshänden eine Flasche vom obersten Regalboden herunter. „Der müsste Ihnen besser munden“, sagte er beinahe kumpelhaft und schenkte in ein frisches Verkostungsglas einen zweiten 14jährigen Oban ein. „Dieser ist zum Abschluss seiner Reifung in Ex-Bourbonfässern noch sechs Monate im Sherry Cask nachgereift.“

Schon wollte ich nach dem Nosing Glas greifen, da schob er mir eine Karaffe hin: „Nehmen Sie doch erst mal einen Schluck Wasser, das neutralisiert und Sie können dann wieder besser schmecken.“

„Danke, Sir!“ Ich trank einen großen Schluck Leitungswasser, das kühl und erfrischend schmeckte.

In der Farbe unterschied sich der zweite Oban nicht vom ersten, vermutlich war auch er synthetisch dunkler eingefärbt worden. In der Nase kam er allerdings fruchtiger und runder als der erste an und war auch weniger rauchlastig. Am Gaumen entfaltete er sich erstaunlich kühl, schon beinahe minzefrisch, ja, es kam mir vor, als hätte er sogar eine Ingwerknolle berührt. Der Abgang war ein Potpourri aus Holz, Pfeffer und Leder, gefolgt von Malz, und ganz zum Schluss erschienen wie zur Belohnung zarte Noten von Mango, Aprikose und Orange. Dieser Oban hatte mehr als zwei Stützräder verdient – ich gab ihm drei. Allerdings auch nicht mehr, weil er mir persönlich doch zu rauchig schmeckte und weil eine salzig-maritime Note die Süße der Südfrüchte weit hinter sich ließ.

Die zweifache Verkostung hatte die Magensäfte angeregt und geholfen, Müsli, Rührei, Lachs und all die Morgengaben aufzuschlüsseln. Die Leibesmitte war inzwischen schön gewärmt und ich fühlte mich in der Sorglosigkeit meines Ruhetags prächtig. Mit einem herzlichen Händedruck bedankte ich mich bei dem Pensionär, der heftig protestierte, als ich für die beiden Drams bezahlen wollte. Nein, auf keinen Fall, sie gingen auf das Haus. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und steuerte den Abgang über die Eichenholztreppe an und beschwingt verließ ich durch den Shop die Destillerie.

(Fortsetzung folgt)