Zum Valentinstag hat die fesslermill 1396® Destillerie einen Whisky aufgelegt, den man selbst dort als „Lady Whisky“ beschreibt. Es gibt ihn in drei unterschiedlichen Etikettengestaltungen – der Inhalt und Geschmack ist aber ist immer gleich.
Hier die von der Destillerie zur Verfügung gestellten Informationen über die Sonderausgabe, die Sie über die Verlinkung im Pressetext beziehen können:
Lady Whisky aus der fesslermill 1396® Destillerie – Der Whiskystrauß zum Valentinstag
Ein Whisky – Drei Gesichter
Die Fessler Mühle inmitten Natur pur ist seit vielen Jahren bekannt für Innovation, Regionalität und Naturverbundenheit.
Die Müllermeister und Masterdestiller Tobias und Wolfgang Fessler betreiben zu ihrer Mühle mit der fesslermill 1396® Whisky- und Gindestillerie auch eine kleine aber feine Destillerie aus der schon viele innovative Destillate in Sachen Whisky und Gin hervorgingen.
Jetzt feiert die Fessler Mühle Geburtstag – das Unternehmen wird 625 Jahre alt und gehört zu den Urgesteinen im Land. Für die beiden Masterdestiller ein besonderer Anlass im Rahmen des Festjahres neue Whiskys und Gins in limitierten Auflagen zu initiieren. Dazu haben sie sich die verschiedensten Partner gesucht. So gibt es Whiskys in Kooperation mit Wacken, unterschiedlichen Bands oder besonderen Institutionen. Darüber hinaus sind auch Blends mit befreundeten Destillen im In- und Ausland geplant.
Das Jubiläumsjahr wurde nun eröffnet mit einem längst fälligen Whisky für besondere Menschen: Unseren Frauen. Hierfür haben die Sersheimer Brenner einen milden Malt Whisky in die Flasche gebracht und mit schottischem Flair angehaucht.
Den mettermalt® Lady Whisky gibt es gleich in den drei optischen floralen Styles Mandelblüte, Rosenblüte und Wildblume.
Der mettermalt® Lady Whisky ist als leicht-milder Whisky mit einem sanften, abgerundeten Aroma und feinem schottischen Flair – Wie ein idealer Strauß zum Valentinstag. Alle optisch unterschiedlichen Styles haben das gleiche Geschmacksmuster – Ein Whisky, drei Gesichter. Mild im Geschmack, natürlich in der Farbe.
Sieben Single Malt Whiskys und zwei Rye Whiskys finden sich heute auf der Neuheitenliste von Kirsch Import – und allesamt kommen sie aus interessanten Destillerien und von namhaften unabhängigen Abfüllungen. Es wird noch einige Tage dauern, bis sie im deutschen Handel zu finden sind, wo man Ihnen dann auch die Preise sagen kann.
Herausheben möchten wir eine neue Serie von That Boutique-y Whisky Company, die sich spannenden Rye Whiskys widmet – zu Beginn aus Dänemark und Deutschland.
Aber alles schön der Reihe nach – und alles schön ausführlich:
Sherry- und Bourbon-Reifung in Fassstärke: Köstlichkeiten aus der Signatory Vintage Cask Strength Collection
Seit 1988 ist Signatory Vintage Abfüller von außergewöhnlichen Whisky-Schätzen und hat sich in dieser für die Whisky-Welt recht kurzen Zeit international in der Branche etabliert. Mit seinen Abfüllungen macht Andrew Symington Genießern Tropfen zugänglich, die ihnen für gewöhnlich verborgen bleiben. Dazu zählen spezielle Jahrgangswhiskys aus einer geschlossenen Brennerei ebenso wie Single Malts aus seltenen Einzelfässern oder Destillerien, die schwerpunktmäßig Whisky für Blends produzieren.
Das galt lange Zeit auch für Mortlach aus Dufftown. Die für ihre vielschichtigen, komplexen Whiskys bekannte Speyside-Brennerei destillierte einen der beiden neuen Single Malts aus der Cask Strength Collection. Zwölf Jahre lang reifte der goldgelbe Scotch in drei ausgewählten Bourbon Barrels, bevor er mit genüsslichen 56,8 Volumenprozenten in 710 Dekanter abgefüllt wurde.
Ein echter Blickfang in der edlen Flasche ist auch die zweite Abfüllung der Runde in intensivem Mahagoni. Für seine appetitlich natürliche Färbung reifte der Speyside-Malt von Strathmill 13 Jahre lang in Refill Butts und erhielt ein zehnmonatiges Finish in einem frischen Sherry Butt.
13 Jahre Dest. 24/10/2008 Abgef. 21/10/2020 Fasstyp: Refill Butts, Fresh Sherry Butt (Finish) Fassnr. 2 709 Flaschen 61,1% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Neue Seiten von Nc’nean & eine Rye Serie: Spannender Jahresstart von That Boutique-y Whisky Company
Bunnahabhain, Linkwood und Glenlivet, Paul John, Mackmyra und Ardbeg. Ein Blick auf das Repertoire von That Boutique-y Whisky Company erweckt den Anschein: Es gibt nichts Gutes, das es hier nicht gibt. Für ihre Premium-Whiskys arbeiten die unabhängigen Abfüller mit Destillerien aus der ganzen Welt zusammen. Ob Single oder Blended Malt, Grain Whisky, Bourbon oder Rye: Alle werden in kleinen Batches abgefüllt. Der Seriosität des Whisky-Business setzt das Team Selbstironie entgegen. Dafür verantwortlich: Grafikerin Emily Chappell, der Kopf hinter den detailreichen Etiketten im Comicstil, die einen Aspekt der jeweiligen Brennerei augenzwinkernd einfangen.
Klar, dass die Whiskymacher*innen von Nc’nean als Vorreiter*innen in Sachen Nachhaltigkeit also entsprechend auf dem Label gewürdigt werden – mit viel Nähe zur gälischen Naturschutzgöttin, nach der die Küsten-Brennerei benannt ist. That Boutique-y füllt als erster unabhängiger Abfüller den überraschend ausgereiften dreijährigen Single Malt mit kräftigen 60,2% vol. ab.
Ebenfalls aus den Highlands stammt ein 22 Jahre alter Ben Nevis, der trotz der langen Reifezeit noch 48,8% vol. liefert. Gleich alt und gleich stark sind die beiden Abfüllungen von der Isle of Mull: ein nicht rauchiger Tobermory sowie ein torfiger Ledaig, dem rauchigen Zweig von Tobermory. Die Verbindung der beiden entdecken aufmerksame Genießer auch auf den Etiketten.
Nc‘nean 3 y. o. That Boutique-y Single Malt Scotch Whisky
3 Jahre 411 Flaschen 60,2% vol. Cask Strength 0,5 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ben Nevis 22 y. o. That Boutique-y Single Malt Scotch Whisky
22 Jahre 399 Flaschen 48,8% vol. Cask Strength 0,5 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ledaig 12 y. o. – Peated That Boutique-y Single Malt Scotch Whisky
12 Jahre 360 Flaschen 50,3% vol. Cask Strength 0,5 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tobermory 12 y. o. That Boutique-y Single Malt Scotch Whisky
12 Jahre 408 Flaschen 50,3% vol. Cask Strength 0,5 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Jetzt neu: Die Rye Series
Neu seit diesem Jahr führt That Boutique-y eine eigene Rye Series – eine Sammlung von Craft Rye Whiskys in kleinen Batches aus ungewöhnlichen und aufregenden Brennereien und Regionen. Da dürfen die Dänen von Stauning nicht fehlen, deren abenteuerliche Gründungsgeschichte das Label karikiert. Auch dabei: ein Rye Spirit der Spreewood Distillers, Deutschlands erster Rye-Destillerie. Nach nur zwei Jahren in einem First Fill Bourbon Cask ausgereift, denn die Feuchtigkeit der sumpfartigen Umgebung der Brennerei verstärkt die Interaktion von Flüssigkeit und Fass.
Stauning Rye 3 y. o. That Boutique-y Rye Whisky
3 Jahre 274 Flaschen 48,5% vol. Cask Strength 0,5 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Spreewood Rye 2 y. o. That Boutique-y Rye Spirit
2 Jahre 212 Flaschen 48,2% vol. Cask Strength 0,5 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Single Cask von Großbritanniens Spirituosen-Experten: Berry Bros. & Rudd Starward – exklusiv für Kirsch Import
Das Gebäude in der Nummer 3 St. James‘s Street, London, ist eine Institution. Hinter der dunklen Fassade mit den fünf hohen Rundbogenfenstern residiert Großbritanniens ältester Spirituosen- und Weinfachhändler – seit 1698. Seine über drei Jahrhunderte gereifte Expertise auf dem Gebiet der Premium-Spirituosen beweist Berry Bros. & Rudd unter anderem mit erlesenen unabhängigen Abfüllungen. Für die heutige Neuheit blieben die Briten im Commonwealth und füllten einen australischen Single Malt der aufstrebenden Brennerei Starward ab – aus dem Einzelfass, in Cask Strength und exklusiv für Kirsch Import. 2016 gegründet verwenden die Whiskymacher aus der Metropole Melbourne ausschließlich Zutaten aus der Region. Neben Gerste zählen dazu vor allem Süß- und Rotweinfässer australischer Weingüter.
Der Single Cask Whisky reifte zunächst sowohl in französischer wie amerikanischer Eiche, bevor er für ein abrundendes Reifejahr in ein ausgebranntes, mit Rotwein vorbelegtes Fass umgefüllt wurde. Unverfälscht bernsteinfarben begrüßt der Single Malt in der Nase mit gerösteter Eiche, süßer Pflaumenmarmelade und einem Potpourri an Beeren. Auch am Gaumen ist die Eiche präsent, untermalt von Würze, Trockenfrüchten und Vanille, die zum langen, würzigen Finish übergehen.
Starward 2017/2020 Australian Single Malt Whisky Berry Bros. & Rudd Exclusive for Kirsch Import 3 Jahre Dest. 2017 Abgef. 2020 Fasstyp: Charred Red Wine Cask, Region Victoria Fassnr. 10067 330 Flaschen 53% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht kühlfiltriert Nicht gefärbt
Zwei neue Whiskys von Morrison Scotch Whisky Distillers sind ab sofort in Deutschland erhältlich: Mac-Talla Terra und Mac-Talla Mare sind Single Malts von der Insel Islay und werden von der Schlumberger Vertriebsgesellschaft importiert.
Hier mehr Infos über die beiden interessanten Abfüllungen:
Mac-Talla – neue Whiskys von Morrison Scotch Whisky Distillers
Schlumberger vertreibt ab sofort die neuen Islay Single Malt Whiskys
Meckenheim, Februar 2021. Bei der Schlumberger Vertriebsgesellschaft gibt es weitere Neuzugänge im Whisky-Sortiment: Die neue Islay Single Malt Whisky-Reihe Mac-Talla der Morrison Scotch Whisky Distillers ist ab sofort erhältlich. „Das Familienunternehmen Morrison Scotch Whisky Distillers ist für uns seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner und begeistert mit seinen herausragenden Abfüllungen. Wir freuen uns, auch ihre neue Produktlinie in unser Portfolio aufzunehmen“, so Rudolf Knickenberg, CEO der Schlumberger Vertriebsgesellschaft.
Als eine der ältesten Whisky-Familien Schottlands sind die Morrisons seit fünf Generationen auf Islay stark vertreten. Der Name ihrer neuen Whisky-Linie Mac-Talla – was auf Gälisch „Echo“ bedeutet – spiegelt genau diese enge Verbindung zwischen der Familie Morrison und der berühmten Whisky-Insel Islay wider. Die Whiskys überzeugen mit ihrer Tiefe und Vielfalt, die typisch für diese Insel ist. Sie sind nicht kältefiltriert und ohne Zusatz von Farbstoffen. Ihr Geschmack hinterlässt einen bleibenden Eindruck – geprägt vom Ungezähmten und den vom Wetter geformten Küsten Islays. Die Range umfasst aktuell zwei Qualitäten.
Terra
Der Whisky „Terra“ (Erde) ist geprägt vom Torfrauch, der seine Eigenschaften aus dem Boden Islays ableitet. Er reifte in ex-Bourbon-Casks und wurde bei 46 % vol. abgefüllt.
Charakter:
Viel Torf in der Nase, frisch abgebranntes Lagerfeuer, dazu leichte Zitrusnoten, die Süße von Quitten und ein bisschen Pfeffer. Am Gaumen viel Rauch und Torf, dann eine schöne malzige Süße und etwas frische Eichennoten. Alkohol kaum spürbar. Finish mittellang, Torf, Malzbonbon und Eiche.
UVP: 47,99 €
Mara
Dieser Whisky spiegelt die maritime Natur der Insel wider und wurde stark von der Atmosphäre des Atlantiksalzes beeinflusst, das Islay umgibt. In ex-Bourbon-Fässern gereift und bei Fassstärke 58,2 % vol. abgefüllt.
Charakter:
Kräftiger Torf und der Duft von Lagerfeuerglut steigen in die Nase. Frische Noten von Zitrus und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer. Am Gaumen eine Flut von Torf und salzigem Rauch, welche auf eine malzige Süße trifft. Der Alkohol ist sehr gut eingebunden, das Finish deutlich lang mit kräftiger Torfnote und würzigem Eichenholz.
Die James Sedgwick Distillery in Wellington nahe Kapstadt ist auch für Whiskyfreunde in Europa keine unbekannte: Unter der Ägide von Master Distiller Andy Watts produziert sie einen Grain namens „Bain’s“ – und einen Single Malt, der unter dem Namen „Three Ships“ weltweit vertrieben und auch nach Deutschland importiert wird.
James Sedgwick Distillery im Morgenrot. Bild (c) Andy Watts
Um den Three Ships Single Malt geht es auch im neuesten Verkostungsvideo von Ralfy. Der mit 46,3% abgefüllte Single Malt ist 12 Jahre alt, was aber bei den Reifebedingungen in den Fasslagern in Wellington (eines davon sehen Sie auf dem obenstehenden Bild, das Andy Watts an einem Tag bei Dienstbeginn aufgenommen hat) ohnehin nicht wirklich mit schottischem Whisky vergleichbar ist – das Klima dort begünstig (ähnlich wie zum Beispiel jenes in Kentucky) sehr rasche Reifung.
Ralfy benotet den Whisky mit 87 Punkten – warum und wieso und was Ralfy rund um den Whisky sonst noch so zu erzählen hat, das können Sie im 15 Minuten langen Video obenstehend oder auf Youtube sehen.
Ardbeg Arrrrrrrdbeg! Islay Single Malt Whisky 51,8% Vollreifung in Rye-Whiskeyfässern
Sample von: Ardbeg Deutschland Verkoster: Bernhard Rems
Ein Ardbeg, der zur Gänze in us-amerikanischen Rye-Fässern reifen durfte, ist bislang ein Unikat. Unikat, das trifft wohl auch auf den ehemaligen Distillery Manager Mickey Heads zu, zu dessen Ehren und Abschied die Destillerie diesen besonderen Whisky herausbringt. Der Ardbeg Arrrrrrrdbeg! ist heute, am 9. Februar, für alle Committee-Mitglieder erhältlich ist – theoretisch jedenfalls, denn er wird den Weg aller Sonderabfüllungen von Ardbeg gehen: einen sehr kurzen Weg vom knappen Angebot in die Vitrinen der Sammler und Kehlen der Ardbeg-Fans. Und in beiden wird er, das sei jetzt schon vor den Tasting Notes verraten, gut aufgehoben sein.
Tasting Notes
Nase: Gleich nach dem Öffnen ein kurzer Schwall tropischer Früchte – der ist aber danach nicht mehr zu erriechen. Es dominiert sofort ein recht trockener, würziger Eindruck, unverkennbar Ardbeg mit dem verschmitzen Anisgruß aus dem Torf, jedoch weniger süß als die Standards oder weiche, ältere Abfüllungen. Die offiziellen Notes erwähnen Banane und Birne – letztere will sich hier der Nase nicht zeigen, die Banane ist vielleicht das einzige Überbleibsel des anfänglichen, nur Sekunden dauernden Fruchtauflaufs.
Gaumen: Das Ganze beginnt (auch für die fast 51% Alkoholstärke) recht weich – viel weicher, als es die Nase vermuten lässt. Die Würze, die die offiziellen Verkostungsnotizen so herausstellen, reitet erst nach einiger Zeit ihre Attacke, aber dann kann sie es tatsächlich, mit scharfer Klinge und diesmal viel Anisgetöse. Die Attacke kommt aus einer Wand aus Rauch, die mit jedem Phenolteilchen die Fahne Ardbegs hochhält. Die Rye-Fässer dürften insgesamt die holzige Würze, die eine kleine Bitterglasur erhalten hat, etwas verstärkt und abgetrocknet haben – aber wirklich präsent sind sie hier nicht.
Finish: Hier sagen zum ersten Mal die Rye-Fässer: Hallo, wir sind Rye-Fässer, nehmt uns bitte zur Kenntnis – denn davor haben sie ihren Einfluss geschickt in die Ardbeg-Noten verwoben. Hier geben sie ein wenig Dille und Roggenfrische in die Asche, und das Ganze endet trocken und holzig, mit einem schönen rauchigen Ausklang, der ohne Abbruch verweht.
Alles in allem: Irgendwie ist das einerseits der verspielteste Ardbeg, der in den letzten Jahren erschienen ist, weil die Rye-Fässer den Ardbeg doch ziemlich verändern, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen. Andererseits ist er in seiner Verspieltheit doch ein seriöser Geselle, denn bei aller Veränderung leidet seine Ardbeg-Seele nicht durch gewollte oder zwanghafte Aufhübschung. Ein Abschiedsgeschenk an Mickey Heads, ohne Pomp und Trara aber mit schönem Charakter – und wahrscheinlich ist das ohnehin genau Mickeys Ding…
Ab heute für Ardbeg Committee-Mitglieder um € 150,- erhältlich.
Japanischer Whisky ist voller Fallstricke, sagt Serge Valentin auf seiner Einleitung für die Verkostung auf Whiskyfun – und er meint damit, dass man sich nicht immer sicher sein kann, ob der japanische Whisky wirklich rein japanischen Whisky enthält, denn die Vorgaben des Gesetzgebers sind da recht lax im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA oder Schottland und Irland.
Und auch in der Zusammenstellung von heute ist es nicht immer einfach, den Glauben ans rein Japanische zu bewahren. Den Glauben an guten Whisky bestätigen allerdings die meisten Abfüllungen in der Verkostung:
Shinobu 10 yo (43%, OB, Japanese, pure malt, mizunara oak finish, +/-2020)
82
Kirin ‚Pure and Mellow Riku Land Discovery‘ (50%, OB, Japanese, +/-2020)
Gemeinsam Whisky genießen – außerhalb der Familie oder Partnerschaft geht das momentan am Besten in Livetastings am Internet. Und zu genau so einem laden Simple Sample gemeinsam mit Loch Lomond Brand Ambassador Germany, Sebastian Büssing ein – mit der neuen Range und einem optionalen Sample des Loch Lomond 30yo.
Mehr dazu in der PR, die wir erhalten haben:
Simple Sample veranstaltet Loch Lomond Live-Tasting mit Brand Ambassador Sebastian Büssing
Heute möchten wir euch auf unser zweites Loch Lomond Live-Tasting hinweisen!
Dabei sein wird wieder Sebastian Büssing – Brand Ambassador Germany von Loch Lomond.
Wir stürzen uns auf die neue Range und haben auch 2 Kracher mit im Programm!
Details:
Loch Lomond Live-Tasting mit Sebastian Büssing
am 24.02.2021 – 20:00 Uhr auf YouTube und Facebook gleichzeitig
Was wird verkostet?
Inchmurrin 12 – im Set enthalten
Loch Lomond 12 – im Set enthalten
Inchmoan 12 – im Set enthalten
Loch Lomond 14 – im Set enthalten
Loch Lomond 21 – im Set enthalten
Loch Lomond 30 – optional bestellbar
5 Whiskys je 5cl werden also regulär in einem Set enthalten sein.
Dieses Set können wir euch zum Sonderpreis von: 34,90€ (100 ml = 13,96 €) anbieten. Der Normalpreis hier liegt bei 42,90€.
Den 30 Jahre alten Loch Lomond werden wir im Stream ebenfalls verkosten, ist aufgrund des hohen Preises jedoch nur optional erwerbbar. Auch hier können wir euch einen Sonderpreis anbieten, dieser liegt bei 39,90€ (100 ml = 79,80 €). Der Normalpreis ist 44,90€.
Ihr könnt also frei entscheiden: Nur das Set mit allen 5 Abfüllungen oder als i-Tüpfelchen noch den 30er dazu.
Wie auch immer ihr euch entscheidet, wir freuen uns definitiv auf einen lustigen, interessanten und genussvollen Abend mit euch!
Auch in diesem Jahr wird das Campbeltown Malts Festival (25. 5. 2021 bis 28. 5. 2021) nur online stattfinden können – aber dennoch gibt es von Glen Scotia auch heuer einen eigenen Whisky dafür. Die Glen Scotia Campbeltown Malts Festival 2021 Limited Edition ist in der us-amerikanischen TTB-Datenbank eingetragen worden, und es handelt sich dabei um einen mit 56,1% vol. abgefüllten Single Malt mit Bordeaux-Finish. Er reifte in First Fill Bourbon Barrels, fünf Monate lang dauerte sein Finish in Fässern, in denen zuerst Medoc Bordeaux lagerte.
Der ungetorfte Whisky zeigt in der Nase zerstoßene rote Beeren mit floralen Noten von Rose und Veilchen, dazu Heidehonig und eine frische Meeresbrise. Am Gaumen finden sich Honigsüße mir Erdbeeren und Äpfel, Zitrusfrucht und vanillige Eichentöne. Das lange Finish zeigt Würze von Zimt und Anis.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Kentucky Straight Bourbon kennen wir als Gattungsbegriff ebenso wie Tennessee Whiskey – nun soll nach dem Willen des Abgeordneten Chris May noch der „Indiana Rye Whiskey“ dazukommen und eine geschützte Bezeichnung werden.
Gemeinsam mit dem Besitzer von Hard Truth Distilling Co in Nashville, Indiana, Jeff McCabem hat May eine Gesetzesvorlage eingebracht, die den Indiana Rye Whiskey und seine Merkmale definieren soll. Die Regeln für Label, Marketing und Produktion würden zum Beispiel besagen, dass der Indiana Rye Whiskey im Bundesstaat erzeugt werden muss, in der Mash Bill mindestens 51% Rye vorhanden sein muss. Er muss mit Sour oder Sweet Mash fermentiert werden, darf höchstens mit 80% vol. destilliert werden und als Abfüllung mindestens 40% Alkoholgehalt haben. Zwei Jahre Mindestreifung ist ebenso per Gesetz vorgesehen.
In Indiana arbeiten mittlerweile 30 Brennereien (die MGP Distillery in Lawrenceburg ist wohl die Bekannteste) – diese würden von einer eigenen Herkunftsbezeichnung natürlich profitieren.
Das Denkmal für die Veteranen des ersten Weltkriegs in Indianapolis, Indiana.
Die Insel Skye beherbergt jetzt zwei Brennereien, die junge Destillerie Torabhaig und, natürlich, Talisker. Und so hat es sich Serge Valentin heute auf Whiskyfun nicht nehmen lassen, Whiskys aus beiden zu verkosten. Drei davon stammen aus Talisker, und von Torabhaig der Inaugural Whisky und eine Einzelfassabfüllung. Und die schlagen sich beide sich sehr gut.
Hier die Whiskys der Verkostung und ihre Punktewertungen:
Talisker ‚Storm‘ (45.8%, OB, +/-2017)
83
Torabhaig 2017/2020 (46%, OB, Inaugural Release, Legacy Series, first fill bourbon, cask #300-600, 32,000 bottles)
Bei unserem Gewinnspiel der letzten Woche ging es um ein dekoratives Original aus einer der bekanntesten Brennereien überhaupt – ein Original Cask End aus der Ardbeg Distillery auf Islay. Zur Verfügung gestellt wurde es von DEM Spezialisten für echte Fassdeckel und Whiskymöbel, whiskyfaesser.com. Die Beteiligung war wieder riesig – wir sagen auch im Namen des Preisgebers herzlichen Dank für das enorme Interesse!
Bevor wir Ihnen aber verraten, wer diesmal von unserer Glücksfee ausgelost wurde, hier noch einmal alles über den tollen Gewinn:
Um diesen Fassdeckel geht es in unserem Gewinnspiel!
Whiskyfaesser.com ist Europas bedeutendster Händler für original schottische Whiskyfass-Deckel, Dekofässer und Möbel aus alten gebrauchten schottischen Whiskyfässern. Aus allen Regionen und Teilen Schottlands und von fast allen Whisky Brennereien haben sie Originalfässer und Fassdeckel im Angebot. Das Unternehmen versendet ihre Einzelstücke auch nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien, Frankreich, Belgien, Luxemburg und in die Niederlande.
In 3.Generation der Familie Greese führt Nils mit Stolz den Tischlereibetrieb, der von seinem Großvater im Juni 1931 gegründet wurde.
Sein Vater bildete ihn zum Tischler aus und den Meister erwarb er in Hamburg. Tradition und Treue zum Handwerk und Verbundenheit zur Region vereinen sich seit nun schon fast 90 Jahren.
Nils Greese führt den Tischlereibetrieb schon in 3. Generation
Durch seine Liebe zu Schottland und den schottischen Whisky entwickelte sich in den letzten 10 Jahren eine zukunftsträchtige Geschäftsidee für innovative Produkte. Seit einigen Jahren kauft er in Schottland bei verschiedenen Händlern und Privatpersonen ausgediente Whiskyfässer ein. Whiskyfässer die nicht mehr zur Reifung von Scotch Whisky taugen. Diese holt Greese entweder persönlich ab oder sucht sie zumindest persönlich vor Ort aus. Des Weiteren kauft der Mecklenburger Handwerker wunderschön lackierte Deckel alter Whiskyfässer ein, die schon teilweise mehrere Jahrzehnte alt sind.
Die Lager bei whiskyfaesser.com sind trotz Brexit hervorragend gefüllt
Momentan stehen die avisierten Transporte von der britischen Insel in den Sternen und im Whiskyfässer-Lager lichten sich die Regale und Stellplätze. Grund ist nicht nur die alles überlagernde Covid-19 Pandemie, sondern und vor allem der Brexit. Fakt ist aber, dass der kleinen Firma noch eine große Menge Originalfässer zur Verfügung steht und die Auswahl mehr als gut ist.
Und diesen exklusiven Fassdeckel können Sie gewinnen:
Dieses Cask End eines Sherry Hogshead aus der Brennerei Ardbeg gibt es exklusiv bei uns zu gewinnen!
Dieser Originaldeckel eines Ex-Sherry Hogshead stammt aus der Ardbeg Distillery. Aber eigentlich ist das gar kein Fassdeckel, also Cask-Lid, sondern dieses Ardbeg Unikat ist ein Cask-End – ein Fassende. Die Cask-Ends haben im Unterschied zu den leichteren Cask-Lids noch einen Metall-Reifen und Dauben-Enden. Dadurch sind die Enden deutlich größer und der Deckel selbst kommt noch besser zur Geltung und sieht durch die Größe noch hochwertiger aus.
Als Cask End ist kommt der Deckel noch plastischer zur Geltung
Die Fass-Deckel und Fass-Enden von whiskyfässer.com eignen sich hervorragend als wundervolle Dekoration für die Wand. Dazu ist bei allen Deckeln eine Aufhängung an der Rückseite montiert. Darüber hinaus können die Originaldeckel und die Enden als Tischplatte genutzt werden. Entsprechende Konfigurationen finden Sie im Onlineshop von Whiskyfässer.com
Und das Cask End eines Fasses aus der Destillerie Ardbeg von whiskyfässer.com gewonnen hat:
Johannes Mett aus 76726 Germersheim
Er schreibt übrigens:
„Viel zu schade um aufzuhängen oder hin zu stellen, deswegen wird daraus die Tischplatte eines tollen Stehtischs, natürlich mit maßangefertigter Glasplatte“
Na, dann wünschen wir viel Freude beim Adaptieren und: Wir gratulieren ganz herzlich! Das Fass wird Ihnen direkt aus der Tischlerei zugesendet – bitte haben Sie etwas Geduld – es wird einige Tage dauern!
Nochmals herzlichen Dank fürs Mitmachen – und schon bald haben wir wieder das nächste Gewinnspiel für Sie vorbereitet. Seien Sie gespannt!
Willkommen zur 218. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 218 finden Sie zwei neue Podcastst und zehn neue Videos:
Whisky Enjoy – Daviess County Straight Bourbon Whiskey
Malte talks Malts – Buffalo Trace 40% vs. 45%
Pat Hock – Bushmills 10 Cognac Finish
Whisky in Drag – Ardbeg 10
Whiskyplausch – Ben Bracken Speyside 28 Jahre
WhiskyJason – Tamdhu Batch #005 Batch Strength
The Bourbon Diaries – Minor Case Rye Sherry Finish
Friendly Mr. Z – Johnnie Blonde
World Wide Whisky – Deanston 13 Jahre – Whic Tarot II
Whisky Evening – Sea Shepherd Navy Strength
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv im Vorabdruck präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist am 01.02.2021 im Alba Collection Verlag GbR erschienen. Es kann zum Preis von 19,- Euro hier vorbestellt werden.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 10)
Am Straßenrand stand auf einer Uferwiese eine Ruhebank wie in einem offenen Garten. An ihr stoppte ich das Rad und schaute auf die Uhr. Alle Achtung, überraschend flott hatte ich mein Tagesziel erreicht. Einen Schluck Wasser, die Beine vertreten – das tat ich nun, um zur Ruhe zu kommen. Viel Adrenalin flutete noch immer den Körper, aber ich bändigte mich. In Urlaubsmanier setzte ich mich auf der breiten Bank nieder, trank aus der Wasserflasche und vesperte die Toasts von Mrs. Lorry.
Wie ich auf die glitzernde Indaal Bucht vor meinen Füßen blickte, kamen mir plötzlich umweltrelevante Gedanken: was wird aus der Destillerie in meinem Rücken, was aus den Destillerien von Laphroaig, Lagavulin, Bowmore und Ardbeg und all den Menschensiedlungen entlang des Inselsaums werden, wenn der Meerespiegel durch das Abschmelzen der Polkappen steigt? All diese Gebäude waren Gebäude des Trotzens gegen die Wassergewalten, solide Zufluchten, gebaut gegen Orkane und Sturmfluten. Aber sie waren auch zweckmäßig am Ufer positioniert, weshalb ihre altgefügten Fundamente nur knapp den Wasserspiegel überragten. Müssten sie in Zukunft umgesiedelt oder mit neugeschaffenen Dämmen geschützt werden? Eine Besorgnis erregende Frage, die von Wirtschaft und Politik noch immer ignoriert wird.
Da das geschmiedete Tor zwischen den beiden kasernenartigen Gebäuden offen stand, konnte ich mein Rad auf den Innenhof schieben und es neben dem Eingang des Visitors Center parken. Hier hatte die Geschäftsleitung sogar einen kleinen, überdachten Radplatz eingerichtet, wie ich voll Freude feststellte. Das Rad, den Helm und die Gepäcktaschen schloss ich mit dem Kabelschloss an einem Poller fest und trat in meiner schwarzen Radmontur in einen schummrigen, langgestreckten Saal, der früher den Darr- oder Mälzboden bildete. Die Gusseisensäulen, welche die Balkendecke trugen, hatte man als Relikt stehen lassen und nur glänzend lackiert. Noch bevor ich an die lange Holztheke des Ausschanks trat, streifte mein Blick ein dunkel gebeiztes Wandregal an der Stirnseite des Saals. Schau an! Vom Regal grüsste der raffinierteste Werbegag der gesamten, weltumspannenden Whiskybranche – der schrill türkise Classic Laddie. Mir schauderte, wie ich dieses knatschige Türkis in vielfacher Ausfertigung im Display auf der Mittelkonsole erblickte. Ganz und gar unpassend empfand ich dieses Knallbonbon für ein seriöses Trinkprodukt, das den Classic Laddie wie den Flakon eines billigen Parfums aussehen ließ.
Nachdem ich das Regalsortiment mit den aktuellen Malts aus der Nähe betrachtet hatte, gesellte ich mich zu den frühen Gästen am hohen Verkostungstresen. Irgendwie war ich gereizt, etwas in mir rumorte, vielleicht war der Wechsel aus der frischen Luft in einen stickigen, nach Synthetik und Whisky riechenden Raum zu abrupt gewesen. Noch bevor ich mich für ein Dram Bruichladdich entscheiden konnte, fragte ich eine der freien Servierdamen provokant, ob diese türkise Flasche auf der Theke ein Werbegag von Rémy Cointreau sei?
„Oh nein, diese Farbgebung ist keine französische Erfindung unseres Eigentümers, nein, nein!“, wehrte die adrette Dame in der schwarzen Bluse ab und schüttelte energisch den Lockenkopf, als hätte ich ihr einen unsittlichen Antrag unterbreitet. „Das Türkis ist eine Erfindung des früheren Besitzers Murray McDavid. Ich arbeite noch nicht so lange hier, aber mir wurde bei der Einstellung folgende Story erzählt: An einem sonnigen Tag wie heute soll Mister McDavid, der gerade die Brennerei von Jim Beam Brands gekauft hatte, an einem dieser Saalfenster gestanden und auf Loch Indaal hinausgeschaut haben. Vor seinen Augen musste das Wasser so grünlich-blau gefunkelt haben, dass er die Eingebung der Farbe Türkis bekam. Und daraus entstand dann im Jahr 2000 die provokante Idee, mit einer türkisen Flasche ein neues Sortiment zu starten. Seither erkennt die ganze Welt einen Bruichladdich an dieser einmaligen Farbe“, sagte die adrette Dame und ich spürte ihre Genugtuung für ihren Arbeitgeber.
Entweder war es ihre sachliche Erklärung oder das Timbre ihrer weichen Stimme, die mich mit der schrillen Farbe versöhnten. Und ich hörte mich kleinlaut sagen: „Schon beinahe spirituell, auf jeden Fall werbetechnisch brillant!“
Nach ihrem redlichen Bemühen bat ich sie um eine Kostprobe. Nein, nicht den türkisen Classic Laddie, sondern den berühmten Octomore wollte ich probieren.
„Eine gute Wahl“, sagte die Dame in der schwarzen Bluse und schenkte mir einen Probierschluck aus einer pechschwarzen Flasche ein. „Our most peated malt, cask strength, 58 % vol.“
Sanft wie ein Lamm bat ich sie, mir bitte auch die Flasche zu reichen, ich wolle die Aufschrift gerne lesen. Auf dem Etikett des Octomore stand kleingedruckt 80 ppm, was für Insider ein Hinweis auf die Stärke der Torfnote ist und einer Erklärung bedarf.
Das international geltende Kürzel ppm bedeutet „phenolic parts per million“ und beinhaltet wie der Name schon sagt, eine überaus subtile Maßeinheit des Phenolgehalts, der mit einem Hochleistungsflüssigkeitschromatographen gemessen wird, den Chemiker HPLC nennen. Für die Messung wird in einer Säule, dem Herzstück des Apparats, ein Lösungsmittelgemisch in seine chemischen Bestandteile zerlegt und analysiert: Wieviele Phenole in der gemälzten Gerste stecken bzw. sich auf ihr abgelagert haben, also jene Bestandteile, die für einen bitteren, teerigen, ledrigen, rauchigen, aber auch vanilligen und zimtigen Geschmack sorgen. Die Zahl 80 ppm auf dem Etikett bewies, dass die über dem Torffeuer gedarrte Gerste zu Beginn ihrer Verarbeitung einen sehr hohen ppm-Gehalt von 160-200 hatte, der durch die Fermentation und Destillation, vor allem aber durch die Fasslagerung mit den Jahren geringer wurde und nun im gereiften Whisky nur noch zur Hälfte vorhanden ist. Mit den Phenolen verhält es sich wie mit der Gerbsäure im Rotwein. Mit den Jahren im Eichenfass werden sie abgebaut und der Whisky wird weicher am Gaumen, was jeder Kenner bestätigen kann.
Der Saal unter der bedrückend niedrigen Holzdecke hatte sich inzwischen mit zahlreichen Besuchern gefüllt und es ging zu wie an einer Theatergarderobe kurz vor dem ersten Klingeln. Von allen Seiten bedrängt, regelrecht umzingelt, wurden die Rundständer und Tischauslagen mit schwarzen T-Shirts, Jacken, Kappen, Handtüchern, Handseifen und Lotionen mit dem Bruichladdich-Logo. Da ich den Auftrieb bereits kannte, hatte ich mich abseits in einem schwarzen Kunstledersessel verschanzt, vor mir das schwach gefüllte Nosing Glas auf einem Glastisch.
Während ich dem Torfhammer noch Zeit zum Atmen ließ, studierte ich einen ausgelegten Flyer mit der Werbung des Erzeugers, auf dem stand „der Welt stärkst getorfter Whisky“. Wie ich so die Erläuterung las, fiel mir der „Sweet Spot“ ein, ein medizinischer Begriff für das plötzliche Umkippen von Euphorie in Ekel beim übermäßigen Genuss von Alkohol und plötzlich beäugte ich das bauchige kleine Glas Octomore, das sich vor meinem geistigen Auge in eine Arznei mit der Aufschrift „Achtung 80“ verwandelte. Wirklich, Ekel stieg in mir hoch und ich wünschte mir nichts sehnlicher als den Sweet Spot – allerdings in umgekehrter Reihenfolge.
Nichts da! Kein Kneifen, ich musste mich jetzt zwingen und all meine Sinne auf den Torfwhisky konzentrieren. Wieder wandte ich mein erprobtes Schema an: Nase rechts, Nase links, Gaumengrund beträufeln, kauen, einspeicheln, schlucken, schmatzend nachschmecken.
Kauen von Flüssigem klingt unsinnig, ist es aber nicht, denn durch die Kieferbewegung gelangen die Aromen auf verschiedenen Bahnen zum Riechzentrum im Nasendach: sowohl durch die Mundhöhle als auch durch die Nasengänge. Und riechen könnte nicht wichtiger sein, denn der Mensch riecht tausendfach besser als er zu schmecken vermag.
Wie zu erwarten, wehte mich bei der ersten Annäherung etwas an, das mich nicht gerade an einen karibischen Sonnenuntergang erinnerte. Voll Abscheu registrierte die Nase Asche, Terpentin, hartgekochte Eier und geräucherten Speck. All diese widrigen Duftnoten stiegen mir in das rechte Nasenloch. Wie ich das Glas ans linke Nasenloch führte, kam es noch schlimmer, mir stieg ein süßlicher Verwesungsgeruch ins Nasendach, auf den butterige Aromen folgten. Puh! Eklig, diese Ausdünstungen! Ich musste würgen. Sollte ich mein erzwungenes Vorhaben abbrechen? Keinesfalls, es musste sein, ich musste meine Ressentiments gegen einen Torfhammer endlich überwinden. Ich zwang mich und träufelte ein Schlückchen unter die Zunge und kaute. Der Speichelfluss setzte augenblicklich ein. Das anfängliche Brennen von 58 % vol. Alkohol ließ langsam nach, das lodernde Gaumenfeuer fiel in sich zusammen.
Plötzlich geschah etwas, das mich staunend schlucken ließ – eine verblüffende Süße breitete sich auf der Zungenplatte aus. Ein echtes Geschenk! Ich erlaubte dem Octomore, mich ein zweites Mal zu überraschen. Das gelang ihm glatt und gradliniger als beim ersten Schluck. Eine fruchtige Süße verdrängte erstaunlich rasch das Bittere, Rauchige und Speckige. Beim Abgang ereignete sich noch etwas Verblüffendes. Just in dem Moment, als der eingespeichelte Schluck die Speiseröhre passierte und sich eine schöne Wärme breitmachte, meldeten sich Nachzügler – salziger Torfrauch und fruchtige Süße, die als Gegenspieler den Octomore 2000 charakterisierten. Ich naschte die restlichen Tropfen aus dem Glas, spülte den Gaumen mit einem Schlückchen Karaffenwasser und resümierte: Für jemanden mit der Präferenz für getorfte Whiskys ist der Octomore ein Gedicht. Für mich als einen eher Süßen erzielte er auf meiner Radler-Skala immerhin drei Stützräder.
Mittlerweile war das Shopping Areal des stickigen Saals voll von schnatternden Besuchern aus aller Welt und an meinem Tisch drängten sich Whiskytouristen aus Indien, Männer mit dunklen Gesichtern und kräftigen Nasen. Ihre Frauen trugen goldene Nasenstecker, protzige Goldreifen und gewaltige Ringe an den Armen und Fingern. Das Übermaß an Leibesfülle verbargen sie unter bunten zeltförmigen Gewändern. Die Gäste aus dem fernen Indien hatten sich grußlos zu mir an den Glastisch gesetzt und plappern und schwatzten als wären sie Maharadschas und Maharanis. Bei all dem Auftrieb wurde es nun höchste Eisenbahn, dass sich der Asphaltcowboy wieder in die Stille verdrückte.
Fluchtartig verschwinden oder noch einen raren Bruichladdich probieren? Mir war klar, dass ich an diesen Ort nicht so schnell wieder kommen würde. Also nutzte ich die Gelegenheit und ging zum Verkostungstresen, um mir einen zweiten getorften Malt auszusuchen, einen Port Charlotte mit einer raffinierten Eigenschaft: Der Malt von 2007 war von Rémy Cointreau in hauseigenen Cognac-Fässern ausgebaut worden. Mit einem schwach gefüllten Nosing Glas kehrte ich zu den indischen Tischnachbarn zurück.
Sowohl in der Nase, als auch am Gaumen befremdete er im ersten Augenblick durch den Gegensatz von rauchigem Torf und pappiger Traubensüße, in der auch noch Spuren von Karamell ihre Zuckernote hinterließen. Der Kontrast zwischen bitter und süß mochte ruppig sein, aber als unangenehm empfand ihn mein Gaumen nicht, eher als Überraschungsangriff mit Gefälligkeitspotenzial. Leider hielt die Gefälligkeit nicht lange an, schon erlebte der Schlund einen Schock! Mit einem Faustschlag setzte der Abgang ein, er war kurz und bitter und endete in einem nur langsam verglimmenden Feuer am Magengrund. Einen kurzen, gar flammenden Abgang mag ich ganz und gar nicht, deshalb brachte es der Port Charlotte der Brennerei Bruichladdich, die turbulente Zeiten von drohendem Bankrott und Stilllegung hinter sich hatte, und jetzt unter den Fittichen von Rémy zur Ruhe gekommen war, nur auf zwei Stützräder meiner Skala.
Große Aufmerksamkeit hatte ich der Verkostung gewidmet, aber nicht all meine Sinne. Während des Tastings lauschte ich zu den indischen Tischnachbarn hinüber und Fragmente ihrer Unterhaltung drangen an mein Ohr. Als ich auf Englisch hörte: „Kilchoman[1] war echt beeindruckend“, war ich wie elektrisiert.
„Ja, das fand ich auch. Kilchoman gefiel mir besser als Bruichladdich. Das Café war sehr schön eingerichtet und die Bedienung sehr zuvorkommend. Wie die uns eingeschenkt hat, das war wirklich großzügig.“
„Dort war es auch gemütlicher als hier.“
„Ist halt auch eine Farmbrennerei. Nicht so eine Fabrik wie hier.“
In meinem Kopf begann es zu arbeiten. Sollte ich noch bei Kilchoman vorbeischauen? Warum eigentlich nicht? War ja irgendwo in der Nähe. Unschlüssig und von den beiden Drams angenehm weich in den Knien, brachte ich das Glas zur Theke zurück und bedankte mich für die freizügige, zweite Kostprobe. Einen älteren, schwarz gekleideten Barmann mit Silberhaar und Schnäuzer, der gerade Pause vom Gläsertrocknen machte, fragte ich: „Wie weit ist es bis zu Kilchoman?“
„Knapp fünf Meilen würde ich schätzen“, meinte er und blickte fragend die Barkollegin neben sich an und diese nickte bejahend. Während die beiden noch miteinander tuschelten, vermutlich über meinen deplazierten Aufzug, trat ich bereits mit dem festen Entschluss durch die Tür: bevor ich die Insel verlasse, will ich mir noch den Umweg von 16 Kilometern zumuten und die Farmdestillerie von Anthony Wills besuchen.
Drei höchst interessante Neuheiten haben wir heute in der us-amerikanischen TTB Datenbank gefunden, und bei allen drei neuen Abfüllungen ist anzunehmen, dass sie nicht nur für den amerikanischen Markt gemacht werden.
Zunächst gibt es wohl schon bald einen Kilchoman PX Sherry Cask Matured, mit insgesamt 12.000 abgefüllten Flaschen (47,3% vol.) wird dieser sicherlich auch in Europa zu finden sein. Altersangabe ist auf der Flasche nicht zu finden, aber die Tasting Notes versprechen Blaubeeren, rote Johannisbeen und etwas Zitrus sowie goldfarbenen Sirup, Datteln und weichen Rauch in der Nase, danach am Gaumen gekochte Beeren, saftige Orange und Eichenholz mit kohligem Rauch und PX-Süße. Das Finish soll lang und abgerundet sein mit Fruchtnoten und Süße. Nicht nur für Kilchoman-Fans verlockende Aussichten.
Neuheit Nummer 2 ist ein 30 Jahre alter GlenAllachie, der – schenkt man dem Label Glauben – eine Ergänzung der Core Range werden wird, denn der GlenAllachie 30yo wird als Batch #1 tituliert. Abgefüllt soll er mit 48,9% vol. Alkkoholstärke werden, eine Flaschenanzahl wird nicht angegeben. Es steht allerdings zu vermuten, dass es nicht besonders viele Flaschen geben wird.
Auch kein billiges Vergnügen wird wohl die Neuauflage des The Balvenie 40yo, der mit einer Alkoholstärke von 40,8% vol. abgefüllt werden wird, also deutlich schwächer als die gleichaltrigen Vorläufer. Auch hier können wir Ihnen die Etiketten zeigen:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.