Zur Einstimmung ein (laut Angus MacRaild ausgezeichneter) Kilchoman, und danach fünf verschiedene, schon ältere Abfüllungen aus der demolierten und jetzt im Wiederaufbau befindlichen Brennerei Port Ellen – das ist das Programm auf Whiskyfun für heute. Und ein schönes Programm muss das für den Verkoster gewesen sein, denn keiner der Whiskys im Tasting erhielt dabei unter 90 Punkte:
Kilchoman 13 yo 2007/2020 (55.5%, OB private cask for Max & Julia, cask #69, bourbon barrel, 215 bottles)
90
Port Ellen 10 yo ‚Scottish Wildlife‘ (43%, Signatory Vintage, bottled 1993, mini)
91
Port Ellen 18 yo 1981/2000 (43%, Douglas Laing ‚Provenance Winter Edition‘, sherry)
90
Port Ellen 29 yo 1979/2009 (53.2%, Douglas Laing ‚Platinum‘ for World Duty Free, 270 bottles)
91
Port Ellen 25 yo 1983/2008 (58.4%, Scotch Single Malt Circle, cask #2542, refill sherry, 247 bottles)
91
Port Ellen 22 yo 1974/1997 (59.2%, Signatory Vintage ‚Silent Stills‘, cask #6754, 260 bottles)
Es sind keine guten Nachrichten für die schottische Whiskyindustrie, die uns heute von dort erreichen: Im Jahr 2020 ist der Exportwert von schottischem Whisky wegen der Pandemie und den US-Strafzöllen um eigentlich unglaubliche 23% eingebrochen – in realen Zahlen sind das 1,1 Milliarden Pfund weniger. Damit haben sich alle Zugewinne eines gesamten Jahrzehnts über ein Jahr verflüchtigt.
Auch wenn man die Zahl der exportierten Flaschen ansieht, ist der Rückgang ungemein stark: -13% sind es, die Schottland im Jahr 2020 verlassen haben.
Schlimm sind die Unstände, wenn man sich die Gastronomie und den Travel Retail ansieht: Hier sind es 70% aller weltweiten Märkte, die Rückgänge verzeichnen mussten. Und wenn man nach Regionen aufschlüsselt, ist der Export in die EU um 15% zurückgegangen, der in die USA wegen der Strafzölle sogar um 32%, also knapp ein Drittel.
Es wird wohl einige Zeit dauern, bis diese Verluste wieder zum Teil wettgemacht werden können, und der Brexit wird dabei sicherlich nicht helfen, wie man schon im Januar gesehen hat (nicht nur Privatleute klagen, dass es sehr schwierig ist, in UK zu bestellen, auch der Handel sieht sich mit Problemen konfrontiert). Umso mehr drängt die schottische Whiskyindustrie darauf, dass zumindest bei den Exportzöllen in die USA Besserung durch die britische Regierung ausgehandelt wird.
Keine guten Voraussetzungen hatte – so wie die meisten Getränkegiganten – auch Pernod Ricard im abgelaufenen Jahr: Der Besitzer von Whiskymarken wie Glenlivet, Jameson oder Chivas Regal musste, bedingt durch dein Einbruch im Travel Retail, die Coronakrise und ungünstige Wechselkurse ein Verkaufsminus von 3,9% im ersten Halbjahr 2020 hinnehmen.
Rechnet man den Travel Retail heraus, dann kommt dennoch eine Steigerung von 1% heraus, sogar 13% im Handel mit China und 5% mit den USA. In Europa hingegen gab es ein Minus von 5%, wobei Deutschland, UK, Russland und Polen starkes Wachstum verzeichneten, Irland, Spanien und Frankreich einen starken Einbruch.
Trotzdem rechnet sich die nach Diageo zweitgrößte Gruppe für das Gesamtjahr 2020 ein leichtes Verkaufswachstum aus, und zwar wegen der starken Dynamik in Märkten wie China, den USA und Indien, die man als „must win“-Märkte bezeichnet.
Ein Trio aus der Highland Destillerie Deanston ist heute das Thema der Verkostung bei Serge Valentin auf Whiskyfun. Zwei unabhängige Bottlings sind es, und eine Originalausgabe, aber bis auf den Deanston von Cadenhead ist keiner dabei, bei dem Serge über ein punktemäßiges Achselzucken hinauskommt.
Aber sehen Sie selbst, hier unsere tabellarische Übersicht der Verkostung:
Deanston 10 yo (46%, Cadenhead, Original Collection, 2020)
In UK sind sie jetzt erschienen, die beiden lang erwarteten Neuheiten aus der Destillerie Springbank, allerdings gleich mit einem warnenden Zusatz: wegen andauernder Verzögerungen im Versand durch den Brexit, werden sie in Europa leider noch nicht verfügbar sein. Laut der Destillerie wird es aber bald ebenfalls soweit sein – wenn wir davon erfahren, informieren wir natürlich gesondert darüber.
Hier die Infos zum Longrow Red 10yo Refill Malbec Matured und zum Kilkerran 8yo CS 2021:
Longrow Red (52,5% vol.)
Der getorfte Whisky reifte 7 Jahre in Bourbonfässern, danach 3 in refill Malbec Rotweinfässern. Diese stammen aus den Beständen des De Toren Weinguts in Stellenbosch, Südafrika. Insgesamt wurden 10.000 Flaschen abgefüllt. Preis in UK. 57 Pfund.
Die englischsprachigen Tasting Notes:
Nose
Aromas of chewy vanilla fudge and butterscotch with a hint of tart and sticky stewed rhubarb and grape juice.
Palate
Delicate peat smoke is balanced with notes of juicy red apples and ripe black cherries. Freshly baked pretzels, vanilla and sugar-coated almonds offer buttery, sweet characteristics whilst there is a developing earthy hint of tobacco leaves towards the end.
Finish
The ashy, earthy, buttery characteristics continue with notes of burnt embers and warm buttered toast.
Kilkerran 8-Year-Old Cask Strength (56,9% vol.)
Vollreifung in first fill Oloroso Sherry Casks. Die Anzahl der abgefüllten Flaschen ist uns nicht bekannt, der Preis in UK: 48 Pfund.
Auch hier wieder die englischsprachigen Tasting Notes:
Nose
Well-balanced, rich and softly peated.
Juicy and sticky with notes of maraschino cherries, vanilla fudge, toffee pudding and coffee beans. Jam and fruit, balanced with a light smoky aroma.
Palate
Lovely dark fruit flavours continue with plum, cherry and sweet raspberry. Cooking apples, lemon glazing, a dusting of dark chocolate powder and a dry yet delicate peat smoke towards the end. A familiar coastal brine influence draws out the unique Campbeltown characteristics.
Finish
Notes of sea salt, dark cacao, smouldering campfire, sandalwood, BBQ meat and dry peat smoke.
Kirsch Import stellt uns in seiner heutigen Aussendung die australische Whiskybrennerei Hellyers Road vor. Die 1999 gegründete Destillerie gehörte zu den Ersten nach rund 150 Jahren prohibitionsbedingten Stillstands in Tasmanien. Nähere Details zu Hellyers Road sowie ihren hier erhältlichen Abfüllunegn finden Sie in der folgenden Aussendung:
Single Malt aus Australiens Whisky-Epizentrum
Zitrusfrische, torfige Tasmania Single Malt Whiskys von Hellyers Road
Als Henry Hellyer 1825 den Nordwesten von Tasmanien betrat, war die größte Insel Australiens unerforschtes Territorium. Mit der Erkundung der Region beauftragt, schlug der britische Entdecker und Kartograph eine Straße in den tasmanischen Busch. Heute ist die Hellyers Road Zuhause der gleichnamigen Whiskybrennerei. Mit der Gründung 1999 gehört sie zu den ersten Destillerien nach rund 150 Jahren prohibitionsbedingten Stillstands in Tasmanien – und zum Kreis jener, die das Epizentrum der australischen Whiskyherstellung bilden.
Keine 30 Jahre alt ist das moderne Whisky-Business in Australien heute und blickt trotzdem bereits auf eine beeindruckende Karriere zurück. Die über 40 Brennereien des Kontinents orientieren sich bezüglich Produktionsmethoden und dem hohen Anspruch an Qualität am Beispiel Schottland, zeichnen sich jedoch oft durch einen experimentellen Charakter oder exotische Geschmacksprofile aus. Vielfalt ist ein Charakteristikum von Whisky aus Down Under. Begründet liegt sie unter anderem in der großen klimatischen Bandbreite des Landes.
Das tasmanische Klima, in dem Hellyers Road seine Single Malt Whiskys produziert, ist gemäßigt maritim, geprägt von den „Roaring Forties“ genannten Windströmen und Durchschnittstemperaturen von 6,6 bis 21,5°C. Die Brennerei liegt inmitten eines Naturparadieses mit üppigen Landschaften – ein Viertel der Insel von der Größe Irlands zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe. Hellyers Road profitiert so nicht nur von besonders reinem und weichem Wasser, sondern auch von reichlich lokal angebautem Getreide sowie natürlichen Torfvorkommen.
Das Gerstenmalz für die Single Malts bezieht das Brennerei-Team aus Tasmaniens ältester Brauerei in der Hauptstadt Hobart. Ein sehr langer Fermentationsprozess von gut 65 Stunden legt den Grundstein für Hellyers Roads typischen hellen Frucht- und Zitrusnoten. Behutsam und mit 72 Stunden ziemlich langsam destillieren die Tasmanier 2,5-fach in zwei großen Pot Stills aus Edelstahl und Kupfer. Die Core Range reift in ausgebrannten Bourbon Casks, denen die Tasmania Single Malt Whiskys ihre feine Vanillenote verdanken. Die Destillerie experimentiert zudem mit (Nach-)Reifung in Wein- und Süßweinfässern.
So zählt zur vielfältigen Range von Hellyers Road etwa ein Single Malt mit Pinot Noir Finish. Nach Reifung in Fässern aus amerikanischer Weißeiche lässt man dem Whisky ein bis zu 6-monatiges Finish in den ehemaligen Pinot Noir Casks eines tasmanischen Weingutes angedeihen. Das Ergebnis: reichhaltige Noten von Zitrone und Orange mit sanften Einschlägen von Pfeffer und Würze. Twin Oak dagegen vermählt einen speziell dreifach destillierten Brand aus Bourbon Casks mit Single Malt aus Portweinfässern – für viel Vanille, Zitrusnoten, Beerenfrüchte sowie Röstaromen und die Würze von Muskat.
Pinot Noir Finish Hellyers Road Tasmania Single Malt Whisky
Twin Oak Hellyers Road Tasmania Single Malt Whisky
Mind. 7 Jahre Fasstyp: Bourbon Casks, Port Casks 48,9% vol.
Unverfälschte Single Malts in Trinkstärke
Auch die übrigen Single Malts der Core Range von Hellyers Road reifen für eine Mindestdauer von 7 Jahren und werden grundsätzlich ungefärbt und nicht kühlfiltriert in idealer Trinkstärke von 46,2% vol. abgefüllt. Die Ausnahme bildet mit milden 40% vol. der Original Roaring Forty, der malzige Aromen, exotische Fruchtnoten, Honigsüße und Gewürze zu bieten hat. Die 15-jährige Version Original 15 y. o.ist ein doppelter World-Whiskies-Awards-Gewinner, der von den typischen Zitrustönen über samtige Vanille zu einem weichen Nachklang mit Röstaromen führt.
Original Roaring Forty Hellyers Road Tasmania Single Malt Whisky
Mind. 7 Jahre Fasstyp: ausgebrannte amerikanische Weißeiche 40% vol.
Original 15 y. o. Hellyers Road Tasmania Single Malt Whisky
15 Jahre Fasstyp: ausgebrannte amerikanische Weißeiche 46,2% vol.
Torfiges Tasmanien
Für Torffreunde hat Hellyers Road Peated im Programm, einen Single Malt aus getorftem schottischen Gerstenmalz, der in der Nase neben den typischen Noten von Zitrone und Orange mit einem Hauch von verbranntem Farn begrüßt. Zitronige Süße und Malznoten gehen zum langen Nachklang mit waldigen Aromen, Rauch und Pfeffer über. Slightly Peated ist ein Vatting aus Hellyers Roads Original Single Malt mit dem getorften Whisky der Destillerie. Die Abfüllung zeigt leichte Rauchnoten, überzeugt aber vor allem mit einem spritzigen, fruchtigen Geschmack mit Pfeffer und Ingwer, der genüsslich nachklingt.
Peated Hellyers Road Tasmania Single Malt Whisky
Mind. 7 Jahre Fasstyp: ausgebrannte amerikanische Weißeiche 46,2% vol.
Slightly Peated Hellyers Road Tasmania Single Malt Whisky
Mind. 7 Jahre Fasstyp: ausgebrannte amerikanische Weißeiche 46,2% vol.
Limitierte Sonderabfüllungen
In seiner Master Series füllt Hellyers Road vom Master Distiller persönlich ausgesuchte Fässer zu limitierten Bottlings in Cask Strength ab. Der Peated 14 y. o. gehört zu den ältesten seiner Art, die von einer australischen Destillerie erhältlich sind. Krautige Raucharomen, Zitrone, Orange sowie Vanille, Malz und Pfeffer entfalten sich bei intensiven 64,5 Volumenprozenten. Ebenso stark: der Slightly Peated 12 y. o. aus mittel-rauchigem Malz, abgefüllt aus den einzigen 100-Liter-Fässern der Brennerei in 347 Flaschen. Er begeistert Genießer mit Lakritz- und Torfnoten, süßen Früchten, Malznoten sowie einer angenehmen Frische.
Master Series 2004/2018 – Peated Hellyers Road Tasmania Single Malt Whisky
Irish Distillers hat heute Ergebnisse für die letzten sechs Monate des vergangenen Jahres bekannt gegeben. Der Hersteller einiger der bekanntesten irischen Whiskeys (Jameson, Redbreast, die Spot-Reihe, um nur einige zu nennen) verzeichnet für diesen Zeitraum in einzelnen Märkten und Segmenten so gute Umsatzzahlen wie noch nie. Angesichts der covid-19-Pandemie und den Umsatzrückgängen, die andere Mitbewerber auf dem Markt verzeichnen mussten, präsentiert sich Irish Distillers mit ihren Marken als sehr widerstandsfähig und robust.
Bild: Marcel Freudenstein
Für ihre Marke Jameson verzeichnet das Unternehmen ein weltweites Umsatzwachstum von 3%. Auch in den einzelnen Schlüsselmärkten konnten die Irish Destillers für Jameson teilweise große Zuwächs verzeichnen: Großbritannien + 12%, USA + 7%, Russland + 7% und Irland + 4%. Weltweit verkaufte Jameson 4,75 Millionen Cases, alleine in den USA wurden 2 Millionen Cases abgesetzt. Hier überstieg der Absatz im ersten Halbjahr zum zweiten Mal in Folge diese Marke. Innerhalb der breiten Jameson-Familie verzeichnete Jameson Black Barrel weltweit ein Volumenwachstum von 31% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Auch in der Kategorie Single-Pot-Still verzeichnet Irish Distillers Zuwächse. Das Wertwachstum bei Redbreast betrug 33%, in der gesamten Spot-Reihe verzeichnete das Unternehmen ein Plus von 31%. In diesen beiden Bereichen erweiterten die Irish Distillers auch ihre Angebot. Im März 2020 kam der 27-jährige Redbreast als neue dauerhafte Abfüllung hinzu (wir berichteten). Und in der Spot-Reihe belebte Irish Distillers den Blue Spot wieder, einen siebenjährigen Single Pot Still Whiskey in Fassstärke (auch hier berichteten wir).
Der Getränkekonzern Diageo erreicht auf seinem Weg zu mehr Nachhaltigkeit eine weitere Etappe (wir berichteten über Diageos Zehnjahres-Aktionsplan für Nachhaltigkeit). Lagavulin auf Islay, Blair Athol in Pitlochry, Clynelish bei Brora und die Oban Distillery im gleichnamigen Städtchen dürfen nun eine Green Tourism Zertifizierung in Gold tragen. Mit den Brennereien Glenkinchie und Royal Lochnagar, die dieses Label im vergangenen Jahr erhielten, tragen nun sechs Diageo-Brennereien diese Auszeichnung. Die Änderungen und Neuerungen in der Produktion und in den Besucherzentren, die zur Green Tourism-Zertifizierung führten, waren:
Lagavulin, in Zusammenarbeit mit der Royal Society for the Protection of Birds, hat dazu beigetragen, fast 700 Morgen Torfmoor auf Islay wiederherzustellen und zu erhalten.
Bei Blair Athol wird Pot Ale Sirup zu Tierfutter recycelt. Und aus alten Paletten und anderen Alt-Materialien werden Wildtierboxen gebaut.
Clynelish hat Abstellmöglichkeiten für Fahrräder installiert und wird noch Ladestationen für Elektrofahrzeuge hinzufügen.
Die Oban Distillery stellte bereits 2018 auf Biokraftstoffe um. Im vergangenen Jahr führte ein neues Wasserminderungsprogramm dazu, dass jede Woche 80.000 Liter Wasser eingespart werden konnten.
Wie Barbara Smith, Geschäftsführerin von Diageos brand homes, sagt, wird der Konzern auch für weitere Brennereien eine Green Tourism-Zertifizierung beantragen und „die Messlatte für nachhaltigen Whisky-Tourismus weiter höher legen.“
Wenn wir es richtig verstehen, nimmt im heute Tasting auf Whiskyfun die Speyside-Brennerei Craigellachie den Platz ein, der eigentlich für ihren großen und berühmten Nachbarn vorgesehen war. Unter den sechs unabhängigen Abfüllungen, die die heutige Session bilden, finden wir auch zwei Bottlings aus Deutschland. Die Beiden, aus der C&S Dram Collection und von Whics Amazing Whiskies, erhalten solide Bewertungen.
Zwar wird die erste Serie der Jim McEwan Signature Collection durch den Vertrieb von Dramfool erst Mitte März in den deutschen Handel kommen, aber schon jetzt können wir Ihnen die ersten Infos zur zweiten Serie, die wieder aus drei Abfüllungen besteht, präsentieren. Alles Weitere nachfolgend:
Dramfool präsentiert die zweite Serie der Jim McEwan Signature Collection
Auch wenn von Serie 1 bisher nur wenige Informationen verfügbar sind, gibt es jetzt bereits die Ankündigung für Serie 2. Hintergrund ist nicht zuletzt, dass bei den geplanten Tastings dazu beide Serien auf einmal verkostet werden, da sich damit wunderbar 6 Whiskys ergeben.
Mindestens ein Tasting wird von den Jungs der „Whisky Fakultät“ in Zusammenarbeit mit Dramfool ausgerichtet werden. Das Tasting wird in englischer Sprache durchgeführt werden, da der Meister persönlich (die Rede ist natürlich von Jim McEwan) durch seine Fassauswahl führen wird.
Die zweite Serie widmet sich den von Jim bevorzugten Bourbonfässern. Mit dieser Meinung ist er nicht allein und daher werden sich sicher viele Freunde der Abfüllung finden.
Zeitpunkt der Veröffentlichung von Serie 2 ist noch unbekannt, aber jedenfalls nach Serie 1, die ca. Mitte März auf den Markt kommen wird. Da im Jahr 2021 voraussichtlich auch noch der Release von Serie 3 geplant ist, wird es wohl nicht zu lange danach sein.
Zur Erinnerung. Ein paar der Fässer von Jim werden noch für www.dramfoolcasks.com verwendet, so dass man selbst (Teil)Inhaber eines dieser oder eines anderen Fasses werden kann.
Die weiteren Informationen zu diesen drei Fässern sind direkt von Dramfool und daher in Englisch.
Dramfool JMSC – RELEASE 2
As Release 1 showcased Bruichladdich’s iconic use of wine casks, Release 2 showcases the favourite cask type of Jim McEwan, first fill bourbon casks. While bourbon casks are the most commonly used in whisky maturation, the use of first fill is still deemed a luxury. Most casks being filled and re-used numerous times. Each time, arguably, to the detriment of the maturation of the whisky within.
The classic flavours of vanilla sweetness, the fresh and toasted oak combined with the golden colour these first fill casks impart, it is obvious to see why these would be among the drams of choice of Jim McEwan. As with all bottlings from the Jim McEwan Signature Collection they are bottled un-chill filtered, with no added colour and at natural cask strength, Jim would not allow it any other way.
2.1 Bruichladdich
Distilled on 1st October 2008 this whisky spent its whole 12-year life maturing in cask #2666. This maturation took place in a 1st fill Bourbon barrel originally from Buffalo Trace Distillery.
Established in 1773, where the buffalo crossed the Kentucky River, and with 200 years of distilling and counting, it is one of the oldest distilleries in the United States of America. Their policy on wood and barrels is considered amongst the strictest in the bourbon industry. They insist on a 6-month aged oak barrel before charring and eventually filling. Having won more industry awards than any other distillery they must be doing something (well, a lot) right!
Bottled in February 2021 as Release 2.1 of the Jim McEwan Signature Collection, like all bottlings within the collection, it was bottled un-chill filtered, with no added colour and natural at cask strength of 59.8% (Jim would have it no other way!), it yielded only 215 bottles.
Bottling date: tba
2.2 Port Charlotte
Distilled on 7th July 2010 this whisky spent its whole 10-year life maturing in cask #1415. This
maturation took place in a 1st fill Bourbon barrel originally from Jim Beam Distillery.
Established in 1795, in central Kentucky, Jim Beam Distillery is still working to the original values of its founder some seven generations later. The world’s number one bourbon, they mature casks for four years imparting flavour and sweetness, not only to their spirit, but eventually influencing many of the Scotch whiskies which we enjoy.
Bottled in February 2021 as Release 2.2 of the Jim McEwan Signature Collection, like all bottlings within the collection, it was bottled un-chill filtered, with no added colour (Jim would have it no other way!) and natural at cask strength of 59.4%, it yielded only 257 bottles.
Bottling date: tba
2.3 Octomore
Distilled on 28th March 2013 this whisky spent its whole 7-year life maturing in cask #1872. This maturation took place in a 1st fill Bourbon barrel from a mystery American distillery.
Bottled in February 2021 as Release 2.3 of the Jim McEwan Signature Collection, like all bottlings within the collection, it was bottled un-chill filtered, with no added colour and natural at cask strength of 62.3% (Jim would have it no other way!), it yielded only 256 bottles.
Von Bruichladdich gibt es eine neue Abfüllung ihres Islay Barley Malts, nachdem wir das Label dafür bereits im letzten Oktober auf der TTB-Datenbank entdeckt haben: den Bruichladdich Islay Barley 2012.
Dieser 8 Jahre in einer Mischung aus first-fill Fässern aus amerikanischer Eiche und französischen Weinfässern gereifte und ausschließlich aus Islay-Gerste hergestellte Whisky ist wie immer mit 50% vol. abgefüllt.
19 verschiedene Farmer auf Islay bauen Gerste für Bruichladdich an, eine Tradition, die mit den Islay Barley Malts gewürdigt wird. Schon 2004 wurden der erste Farmer ins Programm eingebunden, das unter dem „Terroir“-Konzept entwickelt wurde und das den Wert lokaler Grundstoffe betont. „Auf Islay gewachsen, auf Islay destilliert und auf Islay gereift“, so Head Distiller Adam Hannett, „in diesem Whisky steckt die Ehrlichkeit und der Stolz der Insel“.
Der Bruichladdich Islay Barley 2012 wird in den nächsten Wochen im Handel verfügbar sein.
Wenn man an US-Whiskey denkt, denkt man vor allem an Kentucky und Tennessee – aber natürlich ist das ein festgefahrenes Klischee, das der Wirklichkeit der Szene in den USA weit hinterherhinkt.
Einen weiteren Beweis für die Vielfalt der Destillerieszene dort, hätte es dem überhaupt noch bedurft, könnte die Eröffnung der Burnt Church Distillery in Blufftown in South Carolina im nächsten Monat liefern. Am 5. März geht es dort los, auf einem knapp 2500qm großen Gelände, auf dem sich die Brennerei, ein Tasting Room, der obligate Shop sowie ein Humidor und ein Raum über Whiskeygeschichte befinden.
40 Vollzeit- und 20 Teilzeitjobs wird es dort geben, und die Besitzer Billy und Sean Watterson erwarten schon im ersten Jahr 150.000 Besucher dort. 17 verschiedene Spirituosen will man dort produzieren, darunter natürlich einen Bourbon. Auch ein alkoholfreier „Spirit“ soll darunter sein.
Man sieht sich bei der Burnt Church Distillery als Unternehmen, das auf die lokale Community großen Wert legt und wird 5% des monatlichen Gewinns an wohltätige Organisationen, die in der Umgebung tätig sind, spenden.
Wer mehr über die Burnt Church Distillery erfahren will, findet hier ihre Webseite und hier den Facebook-Auftritt.
Balvenie und Burnside – zwei Namen für den (fast) gleichen Whisky. Balvenie ist der Name für die Single Malt aus der gleichnamigen Brennerei, Burnside nennt sich der Teaspooned Malt, also Balvenie, der mit einer winzigen Portion eines anderen Single Malts versetzt wurde (und winzig meint winzig) und somit ein Blended Malt ist. Warum macht man das? Der Namensrechte wegen – die Destillerie vergibt an Unabhängige nicht mehr das Recht, den Namen Balvenie auf ihre Abfüllungen zu schreiben, auch wenn ihr Malt in der Flasche ist – um die Marke zu schützen und exklusiv zu halten.
Serge Valentin verkostet heute Whiskys mit beiden Bezeichnungen, und von den fünf verkosteten Abfüllungen sind die ersten drei Bottlings der Destillerie, wobei der 12 Jahre alte Double Wood, also der Standard, gar nicht gut wegkommt.. Hier die Wertungen:
Balvenie 12 yo ‚Single Barrel‘ (47.8%, OB, cask #6752, +/-2019)
85
Balvenie 12 yo ‚DoubleWood‘ (40%, OB, +/-2020)
76
Balvenie 14 yo ‚The Week of Peat‘ (48.3%, OB, The Stories, +/-2019)
83
Burnside 27 yo 1991/2019 (43.6%, Cadenhead, Single Cask, bourbon barrel, 168 bottles)
87
Burnside 28 yo 1991/2020 (45%, C Dully Selection, cask #7367, bourbon barrel, 199 bottles)
Bis Mittwoch, 15 Uhr deutscher Zeit können Sie sich noch einen Traum erfüllen – vorausgesetzt, sie haben etwas Spielgeld zur Hand: Der Back Bowmore DB5 1964, der von der Destillerie Bowmore in Zusammenarbeit mit Aston Martin designt und abgefüllt wurde, steht nämlich bei einer 48h-Auktion von Sotheby’s zur Versteigerung an.
Diese auf gerade mal 27 Flaschen limiterte Edition ist ein 31 Jahre alter Bowmore (der also bereits im Jahr 1995 aus dem Fass genommen wurde), der in einem Oloroso Fass reifte. Abgefüllt wurde er mit 49,6% vol. – in einem eigens erschaffenen Decanter von Glasstorm, der das Logo und Design von Aston Martin zeigt.
Dass wir zuvor das nötige Kleingeld erwähnt haben, hängt mit dem erwarteten Hammerpeis bei der Auktion zusammen: Man rechnet mit einem Zuschlag in der Höhe zwischen 100.000 und 200.000 Dollar. Sobald wir das Ergebnis dann wissen, werden wir es Ihnen mitteilen.