Fremde Federn (135): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Woche für Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist tastings.jpg.

Whiskyblogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann, was gefällt und was weniger.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 135. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Caol Ila x6

Ein halbes Dutzend Abfüllungen aus der Islay-Brennerei Caol Ila finden wir heute auf der Verkostungsliste von Angus McRaild auf Whiskyfun. Alle davon sind unabhängig abgefüllt, und alle scheinen ihm SEHR viel Freude bereitet zu haben.

Hier die Ergebnisse der Verkostung:

Caol Ila 11 yo ‚Batch 12‘ (48.1%, That Boutique-y Whisky Company, 1489 bottles)87
Chaos Edition No 2 (50%, North Star, 2 oloroso butts and one refill hogshead oloroso finish, bottled 2020, 1500 bottles)86
Caol Ila 11 yo 2009/2020 (58.2%, North Star, oloroso sherry butt, 410 bottles)88
Caol Ila 11 yo 2009/2020 (58.8%, Elixir Distillers ‚The Single Malts Of Scotland‘, cask #317838, hogshead, 300 bottles)87
Caol Ila 12 yo 2008/2020 (58.5%, The Whisky Exchange, cask #313261, hogshead, 283 bottles)90
Caol Ila 35 yo (50.9%, Elixir Distillers ‚Director’s Special‘, bottled 2020, 144 bottles)92

PR: HAWE bringt neue Abfüllungen von Hunter Laing – von Springbank bis Port Ellen

Die Hanseatische Weinhandelsgesellschaft mbH & Co. KG informiert uns über einige Neuheiten aus dem Haus des unabhängigen Abfüllers Hunter Laing, die die Geschäfte in Deutschland in Kürze erreichen werden – die meisten davon exklusiv für Deutschland. Wir haben die Infos für Sie übersichtlich zusammengefasst, die Endverbraucherpreise kann Ihnen Ihr Händler sagen:


Hunter Laing Exklusive Single Casks:  Springbank 30yo, Talisker, Laphroaig Sherry Cask, Bowmore u.a.

Neben der Ardnahoe Distillery auf Islay hat sich Hunter Laing vor allem im Segment der Einzelfassabfüllungen einen Namen gemacht.  Hunter Laing & Co. Ltd. ist ein Familienunternehmen in dritter Generation, das sich auf die Abfüllung feinster schottischer Single Malts spezialisiert hat. Mit den Serien „Old Malt Cask“ und „Old & Rare“ bietet Hunter Laing Single Cask Abfüllungen der gefragtesten Brennereien Schottlands an.

Hunter Laing – Exklusive Einzelfässer für Deutschland

Bowmore 2001 · 18 YO 50 % Vol. 0,7 l
Benrinnes 2000 · 19 YO · 48,7 % Vol. · 0,7 l
Blair Athol 2011 · 9 YO · 50 % Vol. · 0,7 l · Wine Cask
Auchentoshan 2012 · 8 YO · 50 % Vol. · 0,7 l · Wine Cask
Blair Athol 2004 · 15 YO · 50 % Vol. · 0,7 l · Sherry Butt
Orkney 2007 · 13 YO · 50 % Vol. · 0,7 l
Talisker 2010 · 9 YO · 50 % Vol. · 0,7 l
Laphroaig 2006 · 14 YO · 50 % Vol. · 0,7 l
Benrinnes 1996 · 24 YO · 50 % Vol. · 0,7 l
Glen Moray 1996 · 24 YO · 50 % Vol. · 0,7 l
Glen Spey 1996 · 24 YO · 46,1 % Vol. · 0,7 l
Inchgower 1997 · 23 YO · 50,0 % Vol. · 0,7 l
Springbank 1990 · 30 YO · 44,1 % Vol. · 0,7 l

Eidolon Series Pt. 1 – Port Ellen Vintage 1983 – Streng Limitiert – Nur 638 Flaschen weltweit

Der familiengeführte Abfüller Hunter Laing & Co. stellt die brandneue Abfüllungsserie Eidolon vor. Diese Veröffentlichung ist der erste Teil in einer dreiteiligen Serie von Port Ellen Abfüllungen in limitierter Auflage. Destilliert im Jahr 1983, kurz vor der Schließung der legendären Islay-Brennerei, wird es nur 638 Flaschen der limitierten Port Ellen Islay Single Malt Whisky Edition geben. Wie alle seltenen unabhängigen Abfüllungen von Hunter Laing wird auch die Eidolon-Serie in natürlicher Fassstärke und ohne künstliche Färbung oder Kältefiltration präsentiert. Hunter Laing & Co. ist bekannt für seine Fassbestände an raren Malts, insbesondere aus der legendären Whiskyregion Islay.

Port Ellen Vintage 1983 · 36 Jahre · 53,5% Vol. · 0,7 l

Nur noch bis Sonntag: Gewinnen Sie ein Original Cask End aus der Ardbeg Distillery von Whiskyfässer.com!

Unser aktuelles Gewinnspiel ist wieder etwas ganz Besonderes: Diesmal geht es um ein dekoratives Original aus einer der bekanntesten Brennereien überhaupt – ein Original Cask End aus der Ardbeg Distillery auf Islay. Zur Verfügung gestellt wurde es von DEM Spezialisten für echte Fassdeckel und Whiskymöbel, whiskyfaesser.com. Spielen Sie noch heute mit – das Gewinnspiel läuft nur noch bis Sonntag!

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist ardbeg-closer-1024x577.jpg
Um diesen Fassdeckel geht es in unserem Gewinnspiel!

Whiskyfaesser.com ist Europas bedeutendster Händler für original schottische Whiskyfass-Deckel, Dekofässer und Möbel aus alten gebrauchten schottischen Whiskyfässern. Aus allen Regionen und Teilen Schottlands und von fast allen Whisky Brennereien haben sie Originalfässer und Fassdeckel im Angebot. Das Unternehmen versendet ihre Einzelstücke auch nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien, Frankreich, Belgien, Luxemburg und in die Niederlande.

In 3.Generation der Familie Greese führt Nils mit Stolz den Tischlereibetrieb, der von seinem Großvater im Juni 1931 gegründet wurde.

Sein Vater bildete ihn zum Tischler aus und den Meister erwarb er in Hamburg. Tradition und Treue zum Handwerk und Verbundenheit zur Region vereinen sich seit nun schon fast 90 Jahren.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist nils-1024x576.jpg
Nils Greese führt den Tischlereibetrieb schon in 3. Generation

Durch seine Liebe zu Schottland und den schottischen Whisky entwickelte sich in den letzten 10 Jahren eine zukunftsträchtige Geschäftsidee für innovative Produkte. Seit einigen Jahren kauft er in Schottland bei verschiedenen Händlern und Privatpersonen ausgediente Whiskyfässer ein. Whiskyfässer die nicht mehr zur Reifung von Scotch Whisky taugen. Diese holt Greese entweder persönlich ab oder sucht sie zumindest persönlich vor Ort aus. Des Weiteren kauft der Mecklenburger Handwerker wunderschön lackierte Deckel alter Whiskyfässer ein, die schon teilweise mehrere Jahrzehnte alt sind.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fasslager-greese-1024x576.jpg
Die Lager bei whiskyfaesser.com sind trotz Brexit hervorragend gefüllt

Momentan stehen die avisierten Transporte von der britischen Insel in den Sternen und im Whiskyfässer-Lager lichten sich die Regale und Stellplätze. Grund ist nicht nur die alles überlagernde Covid-19 Pandemie, sondern und vor allem der Brexit. Fakt ist aber, dass der kleinen Firma noch eine große Menge Originalfässer zur Verfügung steht und die Auswahl mehr als gut ist.

Und diesen exklusiven Fassdeckel können Sie gewinnen:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist ardbeg-cask-end-1024x768.jpg
Dieses Cask End eines Sherry Hogshead aus der Brennerei Ardbeg gibt es exklusiv bei uns zu gewinnen!

Dieser Originaldeckel eines Ex-Sherry Hogshead stammt aus der Ardbeg Distillery. Aber eigentlich ist das gar kein Fassdeckel, also Cask-Lid, sondern dieses Ardbeg Unikat ist ein Cask-End – ein Fassende. Die Cask-Ends haben im Unterschied zu den leichteren Cask-Lids noch einen Metall-Reifen und Dauben-Enden. Dadurch sind die Enden deutlich größer und der Deckel selbst kommt noch besser zur Geltung und sieht durch die Größe noch hochwertiger aus.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist seite-1-1024x768.jpg
Als Cask End ist kommt der Deckel noch plastischer zur Geltung

Die Fass-Deckel und Fass-Enden von whiskyfässer.com eignen sich hervorragend als wundervolle Dekoration für die Wand. Dazu ist bei allen Deckeln eine Aufhängung an der Rückseite montiert. Darüber hinaus können die Originaldeckel und die Enden als Tischplatte genutzt werden. Entsprechende Konfigurationen finden Sie im Onlineshop von Whiskyfässer.com

Und so gewinnen Sie das Cask End eines Fasses aus der Destillerie Ardbeg!

1. Schreiben Sie uns in einem Satz, wo das Prunkstück bei Ihnen hängen oder aufgestellt wird.

2. Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Whiskyfass“!

Unter allen richtigen Antworten mit dem richtigen Betreff, die uns bis 7. Februar 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 8. Februar 2020 bekannt. Die Gewinne werden danach durch whiskyfaesser.com versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist label-1024x768.jpg

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Whiskyfass“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 7. Februar 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinnerinnen/die Gewinner werden am 8. Februar 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und whiskyfaesser.com sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Gewinne erfolgt durch whiskyfaesser.com. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Daily Maverick: Ausführlicher Bericht über die James Sedgwick Distillery in Südafrika

0

Die James Sedgwick Distillery in Wellington, etwas östlich von Kapstadt, gehört zur in Südafrika heimatlichen Distell Group (der wiederum drei schottische Brennereien, Bunnahabhain, Deanston und Tobermory gehören), und ist für ihren Grain Whisky ( Bain’s Cape Mountain Whisky) und ihren Single Malt (Three Ships) weltweit bekannt. Und auch der Master Distiller, der aus Großbritannien stammende ehemalige Rugbyspieler Andy Watts, ist in der Whiskyszene eine Größe, hat er doch die Brennerei, die mitten im südafrikanischen Weinanbaugebiet liegt, zu einer anerkannten Größe gemacht.

Daily Maverick, ein Online-Magazin aus Südafrika, hat der Brennerei und Andy Watts einen ausführlichen Artikel gewidmet, in dem es nicht nur um die Whiskys, sondern auch um die nachhaltige Ausrichtung der Destillerie geht. Andy erzählt über die Anfänge, als in Südafrika Jameson und Jack Daniel’s die einzigen Whiskymarken waren, die man kannte, und über den Werdegang des Whiskys aus Wellington. Schön bebildert und sehr interessant zu lesen.

Falls Sie danach noch mehr Lust auf Eindrücke aus der Destillerie haben, finden Sie bei uns vier Videos, die wir bei unserem Besuch in der James Sedgwick Distillery mit Andy Watts gedreht haben, darunter zum Beispiel ein Rundgang durch die Produktion. Auch zwei Fotostrecken (hier und hier) zeigen Ihnen die Brennerei und die Lagerhäuser von innen und außen.

Die James Sedgwick Distillery. Bildrechte bei Whiskyexperts 2019

Serge verkostet: Auchroisk

Wenn der Schotte Auchroisk mit normalen Buchstaben in Lautschrift schreiben soll, dann wird er „Othrusk“ schreiben (so wie Serge im Titel der Verkostung heute), und der Deutsche „Ofrask“ – denn so in etwa, das f mit dem geblasenen, weichen th ersetzend, und das a etwas dunkler haltend, wird diese Destillerie nämlich ausgesprochen.

Vier Whiskys aus der Speyside-Brennerei findet man heute als Verkostungsnotizen auf Whiskyfun – allesamt unabhängige Abfüllungen. Alle Whiskys werden gut bis sehr gut bewertet, zwischen 82 und 89 Punkten:

Auchroisk 25 yo 1995/2020 (49.4%, Whisky Erlebnis, bourbon, cask #2063, 129 bottles)88
Auchroisk 12 yo 2007/2020 (56.3%, Lady of the Glen, PX hogshead finish, cask # 816839, 265 bottles)82
Auchroisk 11 yo 2007/2018 (43%, Signatory Vintage, hogsheads, casks #803194 – 803195)85

Auchroisk 27 yo 1991/2019
(48.7%, Valinch & Mallet, bourbon hogshead, cask #19-2701, 293 bottles)
89
The copyright on this image is owned by Anne Burgess and is licensed for reuse under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 license.

GQ Australien: Die teuersten Flaschen Whisky, die jemals verkauft wurden

0

Regelmäßig berichten wir hier auf Whiskyexperts über Whisky-Auktionen, die dort angebotenen, raren Abfüllungen und die Rekordergebnisse, die dort erzielt wurden. Mehrmals konnten wir über neue Rekordauktionen berichten. Und mehrmals wechselte die Krone der teuersten Flaschen Whisky auf ein anderes Haupt. Eine Liste der teuersten Flaschen Whiskys zu erstellen, und diese dann immer auf dem aktuellsten Stand zu halten: Diese Mühe machten wir uns jedoch nie.

So danken wir an dieser Stelle der Redaktion von GQ Australien, die sich dieser Arbeit angenommen haben. Ihre Liste umfasst die sieben teuersten Flaschen Whisky, die jemals verkauft wurden. Und wer die Auktionen mit ultra-raren und höchstpreisigen Whiskys etwas verfolgt hat, wird sich sicherlich nicht wundern, dass in der Liste der sieben Flaschen alleine sechs The Macallan Abfüllungen zu finden sind. Welche dies genau sind, und aus welcher Brennerei die siebte kommt: Die Antworten auf diese Fragen finden Sie im Artikel von GQ Australien.

PR: Scallywag Speyside Malt – Small Batch: BIG Love!

Douglas Laing stellt in seiner heutigen Pressemitteilung eine Multi-Channel-Marketingkampagne vor, mit der sie die Kombination ihres Scallywag Speyside Malt Scotch Whiskys mit Schokolade zum Valentinstag vorantreiben möchte. Douglas Laing startet mit einer Reihe von Lifestyle-Bildern, und einer digitalen Kampagne, die in den Top-Ten-Märkten der Marke Speyside Malt startet. In ihrerPresseaussendung stellt sie auch dieses Valentinstag-Cocktailrezept vor:

Scallywag „Fur-ever Yours“
Scallywags Interpretation des klassischen White Russian

Zutaten
40ml Scallywag
25 ml Haselnusslikör
25 ml dunkler Schokoladenlikör
100 ml Vollmilch
Alle Zutaten in einem Shaker mit Eiswürfeln vermischen. Kräftig schütteln und in ein gekühltes Coupéglas abseihen. Zum Servieren mit dunklem Schokoladenraspel garnieren.

Das unabhängige Unternehmen hinter der Marke Scallywag beabsichtigt, „stark zu investieren“, um die Inhalte durch gezielte Instagram-Werbung, Display-Medien und E-Mail-Marketing-Aktivierung auf ihren Zielmarkt zu bringen. Alle weiteren Information zu Scallywag Speyside Malt sowie zur aktuellen Multi-Channel-Marketingkampagne finden Sie in der folgenden englischsprachigen Pressemitteilung:


Scallywag Speyside Malt

Small Batch: BIG Love!

Douglas Laing today unveils a multi-channel marketing campaign, driving the pairing of their Scallywag Speyside Malt Scotch Whisky with chocolate for Valentine’s Day.

The crusade to tempt consumers into experimenting with the heavenly pairing launches with a suite of lifestyle images, the ultimate Valentine’s Day cocktail recipe and a digital campaign launching across the Speyside Malt brand’s top ten markets. The independently-owned firm behind the Scallywag brand say they intend to „invest heavily” in bringing the content to their target market through targeted Instagram advertising, display media and email marketing activation.

Cara Laing, Director of Marketing in her family business, comments:

“We’ve invested heavily in the Scallywag and chocolate pairing at both consumer and trade level in recent years. The consistent feedback on how perfectly the rich, Sherry and fruity profile of Scallywag enhances the decadent flavours and texture of chocolate is resoundingly positive, and we’re excited to inject new energy into the platform with this new campaign. Valentine’s Day is a key gifting period in the Whisky calendar and our new campaign seeks to ensure Scallywag will be the whisky of choice for loved ones this February.”

Scallywag Speyside Malt Scotch Whisky retails at £40 / 48€ and is available from specialist spirits retailers, online and in Morrisons stores across the UK.

Scallywag “Fur-ever Yours” Cocktail Recipe

Scallywag’s take on the classic White Russian, this deliciously rich creation is the perfect dessert cocktail, with Scallywag’s rich, spicy Speyside character at its heart.

Ingredients

  • 40ml Scallywag
  • 25ml hazelnut liqueur
  • 25ml dark chocolate liqueur
  • 100ml whole milk

Method

Combine all ingredients in a shaker with cubed ice. Shake vigorously and strain into a chilled coupe glass. Garnish with dark chocolate shavings to serve.

GlenDronach Distillery veröffentlicht Cask Strength Batch 9

Die GlenDronach Distillery hat heute, wie sie uns in ihrer englischsprachigen Presseaussendung informiert, ihre neunte limitierte Auflage ihres GlenDronach Cask Strength veröffentlicht. Der Whisky reifte in Pedro Ximénez und Oloroso Sherryfässern aus Andalusien, die Master Blender Dr. Rachel Barrie auswählte. Abgefüllt in seiner natürlichen Fassstärke von 59,4%, ist GlenDronach Cask Strength Batch 9 ab diesem Monat erhältlich. Die Einführung in einzelne globale Märkte kann variieren. So wird diese Abfüllung in den USA erst ab Juni 2021 erhältlich sein. Die UVP für Groß-Britannien beträgt £ 72 (etwas mehr als 80 €, nicht ganz 90 CHF).

Alle weiteren Informationen sowie die offiziellen Tasting Notes zum GlenDronach Cask Strength Batch 9 finden Sie in der folgenden englischsprachigen Presseaussendung:


CONNOISSEURS OFFERED DEEPER INSIGHT INTO THE GLENDRONACH WITH CASK STRENGTH BATCH 9

The GlenDronach Distillery has today (4th February) released its ninth limited edition release of its Cask Strength

Highland Single Malt Scotch Whisky, matured in Pedro Ximénez and Oloroso sherry casks from Andalucía. This richly-sherried expression offers connoisseurs a deeper insight into the distillery’s signature profile, by bottling the whisky at its natural cask strength of 59.4%, to bring out the full character and depth of maturation.

With each unique Cask Strength release, Master Blender Dr. Rachel Barrie individually selects and combines the perfect marriage of sherry casks before they are bottled at natural cask strength, as was custom before the turn of the 20th Century. With every expression of The GlenDronach, the deep, natural colour is drawn from slow maturation in Spanish oak casks. The Pedro Ximénez casks impart rich, fruit flavours, whilst dry and nutty notes come from the Oloroso casks.

Little has changed over the centuries at The GlenDronach, where they carry forth the tradition and time-honoured methods that have been practiced since the distillery was established almost two hundred years ago. Founder, James Allardice, was an early pioneer of sherry cask maturation and deemed the distillery’s complex and full bodied spirit perfect for slow maturation in Spanish oak sherry casks; a popular import into Scotland from Spain in the 19th century.

Master Blender, Dr. Rachel Barrie said:

“The GlenDronach Cask Strength Batch 9 is incredibly rich and full-bodied; the result of years of slow maturation in Pedro Ximénez puncheons and Oloroso sherry butts.
Add a drop or two of water to reveal a cornucopia of flavour; from treacle toffee and raisin-filled toasted brioche, to baked apple and bramble pie and star anise.This crescendos into a lingering dark chocolate, espresso coffee finish. The depth of this Highland Single Malt’s character is boundless.”

Tasting Notes

Appearance: Deep copper
Nose: Cocoa, liquorice root and baked orange on a base of sultana bread and crème brûlée.
Palate: Treacle toffee and raisin-filled toasted brioche crescendo to baked apple and bramble pie, butterscotch and star anise.
Finish: Layers of richly roasted malt, and a lingering dark chocolate, espresso finish.

ABV: 59.4%
RRP: £72
The GlenDronach Cask Strength Batch 9 is bottled at 59.4% ABV, and as is the case for all The GlenDronach expressions, develops its deep colour naturally over time from the Spanish oak in which it rests. It will be available to buy from specialist retailers worldwide from February 2021 (global markets may vary) and in the US from June 2021.

SWA schätzt den Schaden der US-Strafzölle auf eine halbe Milliarde Pfund

0

Wir erinnern uns: Im Oktober 2019 belegten die USA den Single Malt Scotch Whisky mit einem Import-Zoll von 25%. Im Luft- und Raumfahrtstreit um die Subventionen, die die Flugzeughersteller Airbus bzw. Boeing in ihren jeweiligen Ländern erhielten, entschied sich die damalige US-Regierung zu dieser Maßnahme.

Die Scotch Whisky Association, als Interessenvertreter der schottischen Whisky-Industrie zieht nach mehr als einem Jahr und dem Scheitern eines „Mini-Deals“ zwischen Groß-Britannien und den USA für die Post-Brexit-Zeit ein kleines Zwischenfazit:

Kumulierte Exporte von Scotch Whisky in die USA (Oktober 2019 – November 2020)

Exporte (Okt 2019 – Nov 2020)£ 949,307,463
Basischätzung Exporte£ 1,457,559,652
Veränderung absolut£ 508,252,189
Veränderung in Prozent-34,87%

Karen Betts, Chief Executive der Scotch Whisky Association sagt zu diesen Zahlen:

„Die aktuelle Situation ist nicht nachhaltig. Seit Einführung der Zölle sind unsere Exporte in die USA um 35% gesunken, was einem Exportverlust von über einer halben Milliarde Pfund entspricht. Dies wird von großen und kleinen Produzenten gleichermaßen getragen, die Umsatz und Marktanteile in dem seit Jahrzehnten größten und wertvollsten Markt der Branche verlieren, den sie möglicherweise nie wieder erholen werden.“

Diese Zölle verursachen nicht nur kurzfristige Verluste für die Branche, erläutert die SWA, sondern auch langfristigen Schaden für die Kategorie Scotch Whisky. Der Wiederaufbau des durch die Zölle verlorenen Marktanteils könnte Jahre dauern. Die SWA fordert die britische Regierung dringend auf, sich für die sofortige Aussetzung aller Zölle in nicht verwandte Sektoren einzusetzen.

Neben den US-Strafzölle, den schwierigen Handelsbedingungen infolge des Brexit und den globalen Beschränkungen zur Eindämmung der COVID-19-Übertragung kämpft die schottische Whisky-Industrie noch mit einer Erhöhung der Verbrauchsteuern im März-Haushalt Groß-Britanniens und den Grundzöllen in Indien, die derzeit 150% betragen. Viel Arbeit für die SWA.

Neu: Double Eagle Very Rare 20 year old

Die Buffalo Trace Distillery veröffentlicht eine weitere Abfüllung ihres Double Eagle Very Rare. Diese Veröffentlichung ist bereits die dritte dieser Serie, welche 2019 eingeführt wurde. Ganze zwei Jahrzehnte lang schlummerte dieser Whiskey in den unteren Etagen der historischen Lagerhäuser von Buffalo Trace in Frankfurt, Kentucky – für einen Bourbon fast eine halbe Ewigkeit.

Der empfohlene Verkaufspreis für Double Eagle Very Rare beträgt 2.000 US-Dollar. Insgesamt werden nur 199 Flaschen erhältlich sein. Ob es diese Abfüllung überhaupt bis auf den europäischen Markt schaffen wird, dazu konnten wir keine Hinweise finden. Doch es ist diese Flasche, wegen derer wir diese Abfüllung hier erwähnen, und die von Eagle Rare besonders gewürdigt werden. In einem Video dokumentiert Eagle Rare die handwerkliche Herstellung der Karaffen. Dieses nicht ganz zwei Minuten lange Video finden Sie auf Youtube wie auch im oberen Bereich unseres Posts.

Serge verkostet: Ein Aberfeldy Trio

Drei Whiskys aus der Highland-Destillerie Aberfeldy bilden die heutige Session auf Whiskyfun. Die beiden Destillerie-Abfüllungen kommen mit einem Finish daher. Hier kann das Sherry Finish, im Vergleich zum Aberfeldy mit Rotwein-Fass-Finish, eine höhe Punktbewertung einheimsen. Die Abfüllung des Indies Single Cask Nation reifte allerdings durchgehend in einem Bourbon Hogshead. Und dies sogar ganze 28 Jahre lang. An diesem Whisky findet Serge Valentin heute den größten Gefallen, wie Sie mit einem Blick auf unsere Kurzzusammenfassung des Tastings auf Whiskyfun sehen können.

Aberfeldy 18 yo (43%, OB, French red wine cask, +/-2020)79
Aberfeldy 28 yo 1991/2020 (42.4%, Single Cask Nation, bourbon hogshead)87
Aberfeldy 15 yo ‚Exceptional Cask Series‘ (43%, OB, sherry finish, 4800 bottles, 2019)84
Destillerie Aberfeldy. Bildrechte bei Lars Pechmann.

PR: Torabhaig Whisky jetzt auch in der Schweiz verfügbar

Von Kindschi Söhne AG, dem Schweizer Importeur der Whiskys aus der jungen Destillerie Torabhaig auf Skye, haben wir eine Information über die Verfügbarkeit des Torabhaig Legacy 2017 in der Schweiz erhalten. Hier die Presseinfo, die wir natürlich gerne mit Ihnen teilen:


TORABHAIG – nach 190 Jahren die zweite Destillerie der lsle of Skye

Torabhaig, die zweite legale Destillerie, die in der Geschichte der lsle of Skye in Betrieb genommen wurde, bringt im Februar 2021 unter dem Namen Torabhaig Legacy Series 2017 einen, in der Schweiz auf 1,200 Flaschen limitierten, getorften Single Malt auf den Markt. Die mit 46% abgefüllte Erstauflage wird nur einen Destillationsjahrgang umfassen.

„Mit der Eröffnung der zweiten lizenzierten Single Malt Scotch Whisky-Destillerie auf der lsle of Skye waren wir uns von Anfang an des Erbes bewusst, das wir hinterlassen. Es kam für uns nicht in Frage „nur“ einen weiteren Whisky herzustellen“, so Neil Mathieson, CEO der Mossburn Distillers, dem Unternehmen hinter Torabhaig.

,,Wir haben einen charaktervollen Whisky mit echter Tiefe und Komplexität sowie einer Eleganz und Raffinesse geschaffen, die den extrem hohen Phenolgehalt der Gerste in den Hintergrund treten lässt.

Torabhaig Legacy Series 2017 zeichnet sich durch seine unverwechselbare Torfnote aus und bringt den charakteristischen Stil der Destillerie zum Ausdruck: ein Geschmacksprofil, das wir Well-Tempered Peat nennen und von dem wir hoffen, dass es die Zukunft von Torabhaig mitbestimmen wird.“

Ein kleines Stück schottische Geschichte

Die Destillerie Torabhaig ist ein authentisches Abbild ihrer Umgebung, geprägt von der wilden Landschaft und dem Klima der lsle of Skye.

„Alles begann mit einer verlassenen, aber gut erhaltenen Farm, die der ideale Standort für eine Destillerie ist“, erklärt Mathieson.

Das ursprüngliche Gemäuer wurde aus Steinen der nahegelegenen Burgruine Camus errichtet. ,,Wir sahen es als unsere Pflicht an, diese Geschichte zu bewahren, das Gebäude wieder zum Leben zu erwecken, und mehr als nur eine Destillerie zu schaffen. Über vier Jahre hinweg wurden die verfallenen Gebäude sorgfältig restauriert und dabei immer wieder ein Stück Geschichte freigelegt. Darunter auch die Reste eines alten Mühlrades, welches wir nachgerüstet haben und das nun mit dem Kühlwasser der Destillationsanlagen betrieben wird.“

Die neue Generation von Destillateuren

Die Produktion begann im Januar 2017 mit einem lokalen Team aus neun Destillateuren. Einige von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt sogar noch branchenfremd, brannten jedoch im wahrsten Sinne für die Herstellung eines Premium-Whiskys.

„Natürlich hätten wir die Leitung der Produktion einem Destillateurmeister übertragen können. Doch wir wollten die Tradition und das Wissen des Scotch Whisky-Blending und – Destillierens weitergeben und zu einer neuen Generation von Whisky-Herstellern beitragen. Das junge, leidenschaftliche Team wurde von erfahrenen Destillateuren ausgebildet und betreut“, so Mathieson. ,,Wir möchten mit Torabhaig den Kurs der Whisky-Herstellung auf der Insel ändern, in dem wir unseren eigenen unverwechselbaren Charakter einbringen und sehen eine aufregende Zukunft für Whiskys der lsle of Skye.“

Torabhaig Legacy 2017 wird ab Februar 2021 weltweit über den Whisky­Fachhandel erhältlich sein ­ in der Schweiz zu einer UVP von CHF 65.50.

Über Mossburn Distillers

Mossburn Distillers ist das Unternehmen hinter Torabhaig. Mossburn unterhält Niederlassungen im schottischen Jedburgh und Tweedbank sowie in London und ist bekannt für seine Whisky-Palette Signature Casks und Vintage Casks. 2013 wurde das Projekt Torabhaig von Mossburn ins Leben gerufen und begann zunächst mit der Renovierung des alten Gehöfts im gleichnamigen Ort. Nach vier Jahren der Restaurierung und Modernisierung ist Torabhaig seit Januar 2017 eine voll funktionsfähige Single Malt Destillerie.

Über Kindschi Söhne AG

Heute ist Kindschi die grösste Bündner Destillerie und wird von Rico Kindschi in fünfter Generation in der Produktion geführt. Nebst den selbstgebrannten Bündner Spezialitäten ist Kindschi bekannt als Traditionshaus für internationale Spirituosen und Weine aus der Schweiz, Italien, Deutschland, Georgien, Japan, Russland, Schottland und der ganzen Welt. Unser Familienunternehmen wurde 1860 gegründet und ist seit Juni 2019 Tochter der Marussia Beverages Group, zu der auch Mossburn Distillers gehört.

Vorsicht, Falle! Whisky online kaufen in Großbritannien – der Post-Brexit-Ratgeber

Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU sind die Zeiten für Whiskyfreunde am Kontinent andere geworden: War es bislang recht einfach, Whisky in UK zu kaufen und sich zusenden zu lassen, ist die Situation momentan eher unerfreulich. Jetzt von dort eine Sonderabfüllung oder bei uns nicht erhältliche Ausgaben zu kaufen kann entweder schwierig, teuer oder sogar unmöglich werden.

Dieser Artikel beschreibt die Punkte, die Sie seit dem Jahreswechsel VOR einem Whiskykauf in UK bedenken müssen, damit Sie nicht in die Preisfalle tappen, die der Brexit für Whiskyfreunde aufgestellt hat:

Die generelle Situation

Whisky aus dem Vereinigten Königreich zu importieren ist ab dem 1. Januar 2021 mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Man hat nämlich den Warenwert samt den Versandkosten zu versteuern, zwar erst ab einem gewissen Freiwert, der aber bereits mit einer Flasche Single Malt überschritten ist.

  • Bis 22 Euro wird nur die Alkoholsteuer verlangt (die beträgt grob geschätzt 4-5 Euro pro Flasche)
  • zwischen 22 und 150 Euro kommt dann die Einfuhrumsatzsteuer von 19% dazu (Österreich: 20%)
  • ab 150 Euro wird zusätzlich zu allen anderen Kosten auch noch Zoll erhoben.

Die gute Nachricht: Der britische Händler sollte vom Verkaufspreis noch die britische Alkoholsteuer und die VAT abziehen, was zumindest die Einfuhrumsatzsteuer ausgleichen sollte und Einkäufe bis 150 Euro per se nicht verteuern sollte – die zweite schlechte Nachricht relativiert das aber.

Die erste schlechte Nachricht: Bei Auktionen ist das leider völlig anders; für den Gesetzgeber ist das nämlich ein Privatgeschäft, daher volle Einfuhrumsatzsteuer ohne Gegenrechnung der VAT!

Die zweite schlechte Nachricht: Auch die Zollformalitäten sind unter Umständen kostenpflichtig, und Zustelldienste wie z.B. DHL lassen sich den Mehraufwand und das Vorstrecken des Geldes auch bezahlen, was dann auch schon die Einkäufe unter 150 Euro wieder ordentlich verteuert.

Wie man es auch dreht und wendet: Einkauf in UK wird komplizierter. Und teils erheblich teurer.

Wem jetzt noch nicht komplett die Lust vergangen ist, in UK einzukaufen, der muss sich sich auch noch auf unterschiedliche Situation bei den verschiedenen Quellen einstellen:

Die großen und kleinen Händler

Viele Whiskyfreunde haben immer wieder einmal bei Uk-Händlern wie The Whisky Exchange oder Master of Malt Neuheiten oder Raritäten, die bei uns nicht zu erhalten waren, eingekauft. Die Preise lagen bis vor dem Brexit knapp über den Preisen in Deutschland, dazu kam noch der Versand.

Momentan, mit Stand Anfang Februar, kann man generell sagen, dass kein großer Händler zur Zeit in die EU liefert. Seit Jahresbeginn kündigt man auf den jeweiligen Webseiten an, dass man sich um eine praktikable Lösung bemühe, aber offensichtlich hat man noch keine gefunden. Bei kleinen Händlern mag es möglich sein, jemanden zu finden, der zum jetzigen Zeitpunkt in die EU versendet. Vor einer Bestellung raten wir auf jeden Fall, sich mit dem Shop in Verbindung zu setzen und die genauen Formalitäten abzuklären.

Die Distillery Shops

Hier ist es ganz unterschiedlich. Glengoyne zum Beispiel hat den Versand in die EU derweilen eingestellt, der Shop von Wolfburn ist vom Brexit völlig unberührt, bei Bruichladdich schlägt man auf die die Bestellung £10,50 auf und weist darauf hin, dass bei Bestellungen über 150 Pfund weitere Zollgebühren anfallen können. Auch hier ist momentan eine Kontaktaufnahme angeraten, bevor man bestellt.

Auktionshäuser

Nach unseren Informationen und zum Beispiel den Angaben auf whiskyauctioneer.com momentan das schwierigste Thema, da das als Privatgeschäft gesehen wird und keine VAT gegenverrechnet werden kann. Das bedeutet, dass die Kosten schnell enorm werden. Kleines Beispiel? Wir wissen von einer Sendung nach dem Gewinn einer Onlineauktion in Schottland. Der Warenwert 339 Pfund. Dazu kommen Versandkosten von 29 Pfund, die das Auktionshaus aufschlägt. Der Zoll nimmt noch einmal 190 Euro Einfuhrsteuer, der Versandleister 65 Euro für Handling und Abwicklung. Damit wurde aus einem Warenwert von 385 Euro nach Versand, Steuer und Handling eine Summe von 683 Euro. Wenn Sie also bei solchen Auktionen mitbieten, denken Sie bei Ihren Geboten die erheblichen Mehrkosten mit, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Unser Fazit:

Egal ob ein Whisky um 70 oder einer um 700 Euro: Wenn Sie momentan im Vereinigten Königreich kaufen und sich den Whisky nach Hause schicken lassen, wird es auf jeden Fall teurer, als Sie es bislang gewohnt waren. Bei Einkäufen ab 150 Euro wird es deutlich kostspieliger, bei Auktionen sollte man sehr genau überlegen, welche Summen man bieten will, damit der eventuelle Zuschlag nicht zum Schlag ins eigene Gesicht wird. Faustregel: Was Sie in Ihrem Heimatland bekommen können, ist mit fast absoluter Sicherheit in Summe billiger.

Ob sich diese für Whiskykäufer unerfreuliche Lage in nächster Zeit wieder verbessern wird, bleibt ungewiss. Es könnte sein, dass britische Händler dazu übergehen, die Last der Abwicklung auf die eigenen Schultern zu laden, denn der Wegfall der europäischen Kundschaft durch die harschen Preisnachteile, die diese momentan erleidet, wird nicht leicht zu verdauen sein und könnte ev. durch solche Services wie angesprochen gemindert werden. Tatsache bleibt aber, dass das ohnehin nicht günstige Einkaufsland UK teurer geworden ist – und komplizierter.

Und wie sind Ihre Erfahrungen?

Falls Sie seit dem 1. Januar 2021 Whisky in Großbritannien bestellt haben, posten Sie doch untenstehend einen Kommentar. Kennen Sie Shops, die noch in die EU liefern? Zu welchen Konditionen? Wie sieht es bei Destillerien aus? Welche Erfahrungen haben Sie bei Auktionen in UK gemacht? Im Namen unserer Leser Danke für Ihren Input!