Farkin Distillery auf Islay erhält Baugenehmigung

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Nun ist es soweit: Wie aus zwei gewöhnlich bestens unterrichteten unabhängigen Quellen zu vernehmen ist, wurde der am 6. Dezember 2019 durch Speciality Drinks Limited und die Farkin Distillery Limited eingebrachte Bauantrag mit 1. Dezember 2020 nun endgültig genehmigt und die Parteien, die gegen die Planung Einspruch erhoben, mit 3. Dezember über die Genehmigung benachrichtigt. Auf dem Grundstück südlich und östlich des Farking Cottage bei Port Ellen darf nun die neue Farkin Distillery errichtet werden, die zunächst wegen massiver Einsprüche der örtlichen Bevölkerung gegen das ihrer Meinung nach zu moderne Erscheinungsbild und in Sorge um die bereits sehr ausgelastete Infrastruktur der Insel abgelehnt wurde.

Nach Planänderungen, die nun eine wesentlich konservativer erscheinende Brennerei mit typischem Pagodendach ergeben, wird nun eine Brennerei mit angeschlossener Mälzerei, Vault Warehouses, einem Besucherzentrum samt Shop sowie Tagungsräumen, einer Tasting Lodge und die benötigte Infrastruktur wie Abwasseraufbereitung, Pumphaus, Zufahrten und Parlplätze gebaut werden.

Die Farkin Distillery wird nach ihrer Fertigstellung auf insgesamt vier Brennblasen 1.2 Millionen Liter Spirit pro Jahr erzeugen können.

Der Straße Richtung Ardbeg folgend kommt man zur geplanten Baustelle für die Farkin Distillery. Bild © Jochen Wied

Serge verkostet: Highland Park

Unser Whisky des Monats Dezember 2020 ist einer aus der Destillerie Highland Park – und auch heute können wir wieder über feine Tropfen aus der Brennerei auf den Orkneys berichten: Serge hat sich ihrer angenommen, und verkostet acht Abfüllungen, zwei daraus direkt von der Destillerie.

Wie sie sich im Vergleich zu den sechs unabhängigen Abfüllungen schlagen, sehen Sie hier in der Liste der Flaschen und Punktewertungen der Verkostung:

Highland Park 18 yo ‘Viking Pride’ (43%, OB, +/-2019)85
Highland Park 30 yo (43.1%, Hunter Laing, The Kinship, 2020) 92
Secret Orkney 12 yo 2005/2018 (57%, Cooper’s Choice for Hot Malt Taiwan, cask #26, 360 bottles)90
Secret Orkney 1999/2020 (51.9%, Dutch Whisky Connection, 157 bottles)90
An Orkney Distillery 10 yo 2009/2020 ‘Reserve Casks’ (48%, The Single Malts of Scotland for LMDW, 2020)83
An Orkney Distillery 13 yo 2007/2020 ‘Reserve Casks Parcel No.4’ (48%, The Single Malts of Scotland)86
Highland Park 16 yo 2003/2019 (58.9%, OB for The Whisky Exchange, sherry butt, cask #1885, 585 bottles)85
Highland Park 20 yo 1959/1979 (43%, OB, for Ferraretto Italy, 75cl)94

Nur noch diese Woche: Gewinnen Sie eine von 8 exklusiven Online-Verkostungen mit Laphroaig Ian Hunter Book 2!

Machen Sie jetzt mit – das Gewinnspiel läuft nur mehr diese Woche!

Unser neuestes Gewinnspiel gibt Ihnen die Möglichkeit, einen ganz besonderen Whisky zu verkosten, den man nicht alle Tage im Glas hat: Gemeinsam mit unserem Partner Beam Suntory Deutschland gibt es den Laphroaig 30yo Ian Hunter Book 2 und vier weitere Laphroaig-Abfüllungen in einem exklusiven Onlinetasting mit Tanja Bempreiksz, Brand Ambassador für Laphroaig, und Whiskyexperts zu gewinnen.

Tanja Bempreiksz, Wahlberlinerin und ehemalige Fachjournalistin, war über lange Zeit im In- und Ausland in der Gastronomie tätig. Seit fast 10 Jahren vertritt sie nun als Brand Ambassador das Whisky Portfolio des Hauses Beam Suntory. Regelmäßige Reisen in die Brennereien intensivieren das Fachwissen der Markenbotschafterin, das sie mit Ihren Tasting-Teilnehmern teilt.

Teilnehmen kann jeder ganz entspannt aus seinem eigenen Wohnzimmer. Vor der Verkostung wird jedem Gewinner ein hochwertiges Paket zugeschickt, bestehend aus einem Dram des Ian Hunter Book 2 sowie vier weiteren spannenden Abfüllungen aus der Destillerie.

Während des exklusiven Abends haben Sie die Möglichkeit, Ihr Expertenwissen rund um die Whiskys von Laphroaig und die Destillerie mit Tanja Bempreiksz auszuweiten und uns Ihre Geschichten zu Laphroaig zu erzählen.

Die Online-Verkostung findet am 14. Januar 2021 um 19 Uhr statt – alle näheren Details erfahren die Gewinner dann von Beam Suntory Deutschland.

Der Star des Abends wird der Laphroaig 30yo Ian Hunter Book 2 – hier noch einige Infos zu ihm, bevor wir Ihnen sagen, wie Sie das Tasting gewinnen können:

Laphroaig Ian Hunter Book 2

Mit „Book 2: Building an Icon“ stellt Laphroaig den zweiten Teil der außergewöhnlichen Ian-Hunter-Serie vor. Insgesamt fünf Editionen wird die Ian Hunter-Reihe umfassen, jedes Jahr erscheint ein neuer Teil. Die Abfüllungen der einzelnen Kapitel sind in edel gefertigte Bücher eingebettet und erzählen die umfangreiche und beeindruckende Geschichte von Laphroaig und der Person, die die Destillerie maßgeblich geprägt hat. Nachdem „Book 1“ von Ian Hunters beeindruckender Persönlichkeit handelte, widmet sich „Book 2“ den vielen Stunden unermüdlicher Arbeit, die er in die Marke Laphroaig steckte. Es ist eine Hommage an das letzte Gründungsmitglied der Familie Johnston, der einst die Laphroaig Destillerie leitete und ein einzigartiges Vermächtnis hinterließ.

Der legendäre Ian Hunter

Manchmal polarisierend, aber hochgeachtet und geliebt von denen, die ihn am besten kannten: Ian Hunter ist eine der wichtigsten Personen in der Geschichte des Single Malt Whiskys. Sein Einfluss auf Islay, eine der berühmtesten Whisky-Regionen der Welt, ist unvergleichbar. Als jüngstes Mitglied der Familie Johnston stieß Ian 1908 zur Destillerie, die seine Vorfahren, die Brüder Donald und Alexander
Johnston, im Jahr 1815 gegründet hatten. Mit der Einführung von Ex-Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche in den Reifungsprozess und dem Ausbau der Produktionskapazitäten, legte er den Grundstein für die Erhältlichkeit des Single Malts in weiten Teilen der Welt und machte Laphroaig zu einem weltweit ikonischen Whisky.

„Book 2: Building an Icon“

„Book 2“ erweckt den legendären, charakteristischen Laphroaig-Geschmack auf eine einzigartige Weise zum Leben: komplex, rauchig, intensiv und oftmals provokant. Die Abfüllung lagerte 30 Jahre lang in Sherry-Fässern, wo sie die Aromen des Holzes annahm und das stürmische Klima des Atlantiks einatmete. Nicht kühlfiltriert und mit einer Kombination aus süßen, würzigen und markanten „medizinischen“ Noten ist „Book 2“ wunderbar abgerundet.

John Campbell, Destillerie Manager bei Laphroaig, sagt dazu:

„Man kann den unvergleichbar rauchigen und komplexen Whisky von Laphroaig nicht genießen, ohne dem legendären Ian Hunter Ehre zu erweisen. Sein Einfluss auf die Herstellung unseres Whiskys und auf unsere unvergleichbare Marke ist unbestreitbar, denn er hat Laphroaig zu dem gemacht, was es heute ist.“

Tasting Notes

Farbe: Rotbraun
Aroma: Getrocknete Datteln und Feigen, nach Zigarrenbox, Sahnebonbons und dunkler Schokolade, Lakritz mit medizinischen Noten, rosa Pfeffer und Piment. Das Hinzufügen von Wasser bringt Noten von Pfeifentabak und Orangenschale hervor
Geschmack: Süßer Manukahonig, geräuchertes Steinobst
Abgang: Lang und trocken
Alkoholgehalt: 48,2 %

Und so gewinnen Sie eines der acht Tickets zur Online-Verkostung mit Laphroaig Ian Hunter Book 2:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wann wurde die Brennerei Laphroaig gegründet?

a) 1815
b) 1518

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Ian Hunter“!

Unter allen richtigen Antworten mit dem richtigen Betreff, die uns bis 13. Dezember 2020, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 14. Dezember 2020 bekannt. Die Gewinne und weitere Infos dazu werden danach durch Beam Suntory versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Ian Hunter“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 13. Dezember 2020, 23:59 Uhr. Die Gewinnerinnen/die Gewinner werden am 14. Dezember 2020 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Beam Suntory Deutschland sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Gewinne erfolgt durch Beam Suntory Deutschland. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

TTB-Neuheiten: Glenmorangie X, Bladnoch 14yo 2021 Release

Zwei neue Whiskys haben wir auf der us-amerikanischen TTB-Datenbank gefunden: Zunächst einmal wird es im nächsten Jahr eine neue Version des Bladnoch 14yo geben, für den der Master Distiller Dr. Nick Savage, der von Macallan zur Lowland-Brennerei kam, wiederum so wie schon in diesem Jahr ausschließlich ex-Oloroso Sherryfässer verwendet hat. Abgefüllt wird diese Ausgabe für 2021 erneut mit 46,7& vol.

Und so sieht das Etikett für den neuen Bladnoch 14yo aus:

Höchst interessant ist vor allem unser zweiter Fund: Bei Glenmorangie hat man wohl einen Glenmorangie X genannten Whisky im Talon, der speziell fürs Mixen gedacht ist. Er ist laut Etikett in Zusammenarbeit mit Top-Barkeepern entstanden und im Charakter dicht und süß sein. Abgefüllt ist der Glenmorangie X ohne Altersangabe und mit 40% vol. – und so sehen die Etiketten aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (209)

Willkommen zur  209. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

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Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 209 finden Sie einen Podcast und zehn neue Videos:

Podcast We talk Malts Folge 30Eine Frage des Alters!

World Wide Whisky – Über Umverpackungen

Malts and Metal – Highland Cattle whisky.de und Exklusivab.

Pat Hock – Benriach The Twelve & The Smoky Twelve

https://youtu.be/sL2-d75V4bU

WhiskyJason – Macallan Edition No. 6

Malt Mariners – Arran 10 Jahre vs. Arran 10 Jahre alt

Friendly Mr. Z – 1. Charitywhisky von WhiskyJason

Whisky Plausch – M&H Elements Sherry

Whisky & Vinyl – Talisker 10

Barrel Beast – Octomore 11.1

Malte talks Malts – Glasgow Distillery – SC für Kirsch Import


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Exklusiv: Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 1)

Wir freuen uns, Ihnen ab diesem Sonntag jede Woche ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv im Vorabdruck präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz.

Uli Franz. Foto: lisa-franz.com

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Franz‘ heimliche Liebe gilt Schottland und dem Wasser des Lebens. In Whisky Cycle entführt er den Leser auf ca. 280 Seiten nach Schottland, wo er in fünf Wochen 1.500 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegte. Seine Besuche in 17 großen und kleinen Destillerien waren verbunden mit Tastings und der Suche nach dem perfekten Schluck – the perfect dram.

Das Buch ist auch ein Stück Autobiografie. So steht am Anfang eine Jugendsünde, ein Vollrausch im Alter von siebzehn, den ihm der fahrlässige Umgang mit dem legendären VAT 69 einbrachte. Dieser Rausch hatte zur Folge, dass er zwanzig Jahre lang Whisky weder riechen noch schmecken konnte. Erst dann wich die Abscheu einer immer stärker werdenden Neugier. Auf der Radreise durch Schottland fand dann die endgültige Aussöhnung statt. Aus diesem Grund endet das Buch mit einer Verkostung des Jugendwhiskys VAT 69 an einem Ort, wo die schottische Whiskygeschichte ihren Anfang nahm.

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten)  erscheint am 01.02.2021 im Alba Collection Verlag GbR. Es kann bis zum 15.01.2021 zum Einführungspreis (Subskriptionspreis) von 16,- Euro hier vorbestellt werden.

Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

Kommen Sie also mit auf eine Reise durch die Zeit – und zu 17 Brennereien in Schottland:


Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 1)

Jugendsünde

Ich starb mit siebzehn vor meiner kleinen Bar, die sich in einem Erbstück meines Großvaters versteckte. An einer hohen Dosis Lebenswasser, das bei uns Whisky und bei den Schotten uisge beatha[1] heißt, ging ich zugrunde. Stunden dauerte mein Sterben während einer grässlichen Nacht, heraufbeschworen durch den Überschwang der Jugend. Noch heute, nach mehr als einem halben Leben, befällt mich leichte Übelkeit, wenn ich an damals denke.

Der Nachmittag vor meinem frühen Tod hatte ganz harmlos angefangen.

Nach dem Mittagessen im familiären Kreis schlich ich in den Keller, wo mein Vater das Magazin seines Feinkostladens unterhielt. An der Tür zum Spirituosenlager steckte der Schlüssel im Vorhängeschloss und so konnte ich ungehindert zwischen die Regale treten und mich bedienen. Diesmal schob ich mir keinen Dujardin oder Doornkaat unter die Jacke, sondern eine Flasche Whisky, einen VAT 69.

Whisky war in den sechziger Jahren noch ein Exot, zumindest in meiner Heimat. Bundesweit sah es schon besser aus, da bedrängte er bereits die Weinbrände und wurde in deutschen Kinos als weltmännischer Drink zu einer Stuyvesant oder Luky Strike gefeiert. Was heute der Gin, war damals der Whisky! Nun wollte ich mich auch weltmännisch geben, auch wollte ich es den heimischen Spießern in ihren blank gewetzten Hosenträgerhosen zeigen. So landete der VAT 69 als eine Art Medizin gegen den schwäbischen Mief in meiner kleinen Bar, die ich in eine alte Holztruhe hineingebastelt hatte.

Wenn man den Truhendeckel hob, ließ das Sonnenlicht, das üppig in mein Jugendzimmer floß, den Barschatz und die Gläser überschwänglich blinken. Da Flaschen und Trinkgläser auf Spiegelglas standen, erlebte mein bescheidener Schatz jedesmal einen großen Auftritt. An jenem Nachmittag nun schaute mich die frisch stibizte Flasche so erwartungsvoll an, dass ich ernsthaft glaubte, sie lud mich ein, mir einen ganz Kleinen einzuschenken. Ja, mich für die Quälerei in Latein und Mathematik zu belohnen.

Der erste Schluck, der sich golden am Glasboden wiegte, war wider Erwarten nicht wirklich fein. Ehrlich gesagt, er roch und schmeckte ziemlich scheußlich nach Räucherschinken, sogar nach einem Hauch von Terpentin. Aber kaum war er über die Zunge in Richtung Zäpfchen geronnen, wurde mir wohlig warm und das alkoholische Brennen verschwand, ganz anders als bei einem kratzigen Dujardin oder einem hochprozentigen Obstler. Tief drinnen im Bauch machte sich alsbald eine Wärme breit, so wohltuend, als hätte mir meine Mutter eine Bettflasche aufgelegt.

Nach diesem Schluck, dem ersten Schluck Whisky überhaupt, war ich hin und her gerissen und unentschlossen wie selten zuvor. Sollte ich mir einen zweiten genehmigen oder das schottische Lebenswasser ein für alle mal vergessen? Aber einfach so kapitulieren, weil mir sein Geruch nicht gefiel, das wollte ich dann auch nicht, immerhin war er wohlig warm im Magen angekommen. Also schenkte ich mir nochmals ein – und staunte: dieser Schluck mundete. Süße, fruchtige Noten von Karamell, Vanille und Feigen schmeichelten dem Gaumen und verscheuchten die unfeinen Aromen. Plötzlich erlebte ich eine Veränderung wie zu Beginn einer Radtour: anfangs spürt man nur Mühsal, Kurzatmigkeit und harte Muskulatur. Doch nach der ersten Überwindung entspannen sich die Muskeln und eine angenehme Leichtigkeit durchströmt einen von Kopf bis Fuß.

Gerade als ich mit meinem Selbstversuch beschäftigt war, klingelte es unerwartet und mein Freund Mecki stand in der Tür, schelmisch grinsend, als triebe ihn ein Späßlein um. Mecki, sieben Jahre älter als ich, hatte eine gute Statur und ausgestattet war er mit Arbeitshänden, die ihm bereits ein angenehmes Leben erlaubten. Hingegen ich: Gymnasiast mit dürftigen Noten, schmalen Schultern, mal kleinlaut mal großspurig – eben ein Siebzehnjähriger, der seinem Vater noch auf der Tasche lag.

Mecki suchte bereits eine Frau zum Heiraten, während der Jüngling in mir nach einem Mädchen mit einschlägigen Erfahrung Ausschau hielt. Wir waren also ziemlich verschieden, gingen aber trotzdem jedes Wochenende gemeinsam aus. Da Mecki schon recht gut verdiente, besaß er eine schneeweiße Schönheit, einen Alfa Romeo Gulietta Spider, mit dem wir samstagabends am Scotch Club vorfuhren, was in unserer Kleinstadt mit ihren Volkswagen und Opeln für ziemliches Aufsehen sorgte. Mit stolzgeschwellter Brust saß Mecki am Steuer und ich, nicht minder aufgeblasen, daneben. Dass mir noch die Fahrerlaubnis fehlte, behielt ich in solchen Momenten gerne für mich.

Als mein älterer Freund jetzt grinsend in der Tür stand, um mit mir auf Pirsch zu gehen, hatte ich schon einen Klitzekleinen in der Krone. „Hallo Mecki, komm doch rein. Du siehst nach Unternehmung aus! Willst du wirklich bei dem Sauwetter in den Scotch Club fahren?“

Draußen regnete es in Strömen und ich besaß nicht mal einen Schirm. Unter diesen widrigen Umständen stand mir der Sinn nach Zuhausebleiben, nach Gemütlichkeit.

Mecki nickte und machte einige Tanzschritte, als wollte er auf jeden Fall ausgehen und aus heiterem Himmel fing er an zu singen: „When the night has come and the land is dark…“

„‚Stand by me’, klar, Beny King“, rief ich wie beim Quiz und musste lauthals über sein etwas schräges Geträller lachen. Immerhin war ich noch nicht so beduselt, dass ich unsere Ausgeh-Melodie nicht erkannt hätte. 

Warum er so gut drauf war, wurde mir klar, als ich ihn sagen hörte: „Heute legt ein DJ aus London auf! Mensch Uli, das ist doch was, Soul von Welt bei uns im Kaff!“

„Jaaa, schon Mecki, aber schau mal raus, wie es pisst! Nein, da geh ich nicht vor die Tür, zumal ich für uns beide was echt Schottisches in der Hinterhand habe. Das ist nicht nur was für die Soul, sondern auch fürs Gemüt und deine trockene Kehle. Also, abgemacht, wir bleiben hier.“ Was ich Mecki nicht verriet, dass ich nicht die geringste Lust hatte, schon am ersten Wochenende mein Taschengeld für den halben Monat auszugeben. Immerhin war der Scotch aus meiner Truhenbar gratis und die Musik aus dem Kofferradio gab es ebenfalls umsonst.

Ohne sein Okay abzuwarten, stieß ich ihm freundschaftlich die Faust vor die Brust und nötigte ihn, auf dem braunen Cordsessel Platz zu nehmen. Uns beiden schenkte ich freizügig ein, der VAT 69 war ja in weitestgehendem Sinne eine Spende des Hauses. Mecki protestierte keinen Moment, sondern nickte mir auffordernd zu und hob das gut gefüllte Whiskyglas in meine Richtung. Wir prosteten uns zu und schnell waren Soul, Londoner DJ und Sauwetter vergessen. Schluck um Schluck entspann sich ein Gespräch über den nächsten Urlaub. Mit seinem wunderschönen, aber nicht hundertprozentig alltagstauglichen Cabrio und einem soliden Opel Caravan als Begleitfahrzeug wollten wir und drei Freunde nach Jugoslawien fahren.

Noch während wir Urlaubspläne schmiedeten, versuchte ich krampfhaft mein Wegnebeln vor meinem älteren Freund zu verbergen, so stand ich immer wieder auf und kramte Erdnüsschen und Salzstangen aus der Bartruhe hervor, wobei ich scherzte, mir komme es vor, als befänden wir uns schon im Urlaub auf der Adria, so schwankte mir bereits der Boden unter den Füßen.

Zu vorgerückter Stunde verabschiedete sich Mecki, er wolle noch im Scotch Club vorbeischauen. Nur noch stumm nicken konnte ich, so benebelt war ich bereits von unserem schottischen Abend. Vom Fenster aus sah ich wie er in sein weißes Cabrio stieg und mit matter Hand winkte ich ihm noch hinterher. Der getunte Alfa Motor heulte auf und weg war Mecki. Fahrtüchtig sei er noch allemal, hatte er mir versichert, aber das nahm ich ihm nicht ganz ab, weil ich meinen eigenen Zustand kannte.

Kaum war er aus der Tür, konnte ich nicht länger an mich halten. Ich warf mich aufs Bett und wie auf Kommando ging es los mit dem Karussell. Im Liegen nahm die Übelkeit schlagartig zu, ich musste rülpsen und der Magen krampfte in immer kürzeren Abständen. Der Whiskyrausch hatte, anders als frühere Wein- und Bierräusche, lange auf sich warten lassen, doch als er nun verzögert über mich hereinbrach, geschah dies mit unglaublicher Wucht. Zuerst spürte ich die Wirkung im Schädel. Die Hirnmasse, leider nicht die grauen Zellen, schien sich schlagartig zu potenzieren und mir kam es vor, als wäre sie von M auf XXL angewachsen. 

Jetzt, da ich alleine war, erschien mir mein Zimmer und die aufgeklappte Truhe viel größer, aber auch schmaler, schlauchartig dehnte sich die ganze Einrichtung in eine Tiefe, die vor meinen Augen vibrierte wie unter Strom. Das Schlimmste aber sollte erst noch kommen. Der Magen ließ sich nicht mehr ruhigstellen, er rächte sich mit Übelkeit der widerwärtigsten Sorte.

Zum Glück war das Badezimmer mit der Kloschüssel nicht weit. Mühsam kam ich von der Matratze hoch und torkelte in Schlangenlinien durch einen Tunnel auf die Badezimmertür zu. Unendlich weit erschien mir der Weg, als ich zu würgen begann und spürte, dass der Magen auf dem nächsten Meter rebellieren würde. Gerade noch rechtzeitig schaffte ich es, mich über die Kloschüssel zu werfen, schon reiherte ich los, einen Schwall von saurem, gelblich grünem Brei erbrach ich mit rundgebeugtem Rücken. Die Erleichterung dauerte nur kurz, kaum, dass ich mich aufrichtete, musste ich mich schon wieder unter der nächsten Brechwelle krümmen. Der Kotzschwall stank entsetzlich nach Whisky, aber noch schlimmer nach galligen Säften. Zu zittern fing ich an und am ganzen Körper zu frieren. Kraftlos ließ ich mich vor dem Klo auf den Steinboden sinken und stemmte die Ellbogen auf die verspritzte Sitzbrille. Als ich versuchte, mich aufzurichten und den Kopf unter den Wasserhahn zu halten, knickten die Knie weg und ein Würgereiz beugte mir erneut den Rücken. Doch der Magen war jetzt leer, ausgeleert wie ein umgestülpter Eimer. Ich musste husten und trocken würgen, wodurch mir ekliger Speichel über die Lippen floss. Entkräftet sank ich auf den Fliesenboden nieder.

Noch nie in meinem Leben war ich derart abgestützt. Wie tot kam ich mir vor und in meinem Elend fing ich an zu schluchzen. Das entspannte immerhin ein wenig und lockerte den Druck in der Magengrube, wodurch der Brechreiz allmählich verschwand. Für kurze Zeit musste ich eingedämmert sein, denn als ich wieder zu mir kam, hatte die Übelkeit nachgelassen und ich verspürte einen gewaltigen Durst und ein Brennen im Schlund. Am Waschbecken zog ich mich hoch und drehte mit zitternden Händen den Hahn auf, dann schob ich den Kopf unter den kalten Wasserstrahl, um die Schmerzen hinter der Stirn und das Hämmern im Schädel zu lindern. Das kalte Wasser ersetzte die Eiswürfeltherapie und ganz langsam, mit kleinen Dämmerpausen, kam ich wieder zu mir und konnte mich zum Bett schleppen. Kaum, dass ich auf der Matratze lag, fuhr ich wieder Karusell und der Brechreiz kehrte zurück. Würgend lag ich in meinem Elend, keine drei Meter neben meiner kleinen Bar, die ich laut verfluchte.

Irgendwann musste ich vor Erschöpfung eingeschlafen sein. Auch wenn die körperlichen Qualen allmählich verebbten und ihr Schrecken ganz langsam verblaßte, grub sich die Erinnerung an jene tödliche Nacht tief ins Gedächtnis ein. Wie ein Tattoo ist sie in die Magenwand eingestochen und bis heute präsent.

Am nächsten Morgen war es mir nicht möglich, in die Schule zu gehen. Beim Frühstück log ich meinen Vater an, ich hätte an der Imbissbude eine verdorbene Wurst erwischt und die ganze Nacht gebrochen.

„Ich hab’s dir schon immer gesagt, geh nicht zu dieser billigen Würstchenbude, komm künftig gleich nach Hause zum Mittagessen“, sagte er gewohnt rechthaberisch.

Milder gestimmt, bereitete mir meine Mutter einen Haferschleim zu und als sie den Teller wortlos vor mich hinstellte, strich sie mir sanft durchs strubbelige Haar. Dankbar nahm ich die salzige Kost an, um wieder etwas Festes in den Magen zu bekommen. Doch die Genesung kam nur zäh voran, noch den ganzen Tag plagten mich mörderische Kopfschmerzen, nicht nur hinter den Schläfen, sondern die ganze Stirn entlang und über den Scheitel bis in den Nacken. Angeschlagen wie ich noch länger war, fand ich nur in Trippelschritten in die Normalität zurück. Und mit jedem dieser Schritte schwor ich mir, nie wieder einen Whisky anzulangen. Und wirklich: nie mehr sollte ein VAT 69 seinen Weg aus dem väterlichen Vorratskeller in meine Bartruhe finden.

Wie um den Komarausch auszublenden, band ich mir am Wochenende nach dem Whiskytod meine rotkarierte Schottenkrawatte um und schlüpfte in den schwarzen Blazer mit den Goldknöpfen, um mit Mecki, dem ich von meinem Absturz nichts erzählte, wieder im Scotch Club aufzulaufen.

(hier geht es zur nächsten Folge)


[1] gesprochen:üschke ba

Neu: Die Highland Herold Winterausgabe 2020 ist da

Lesestoff fürs Wochenende: In diesen Minuten ist der neue The Highland Herold in der Ausgabe Nr. 49 für den Winter 2020 erschienen – und wie immer bietet er interessanten und vertiefenden Lesestoff zu vielen Themen rund um das Wasser des Lebens.

Das sind die Inhalte der neuen Ausgabe:

  • All Hands on: Ernie Scheiner schreibt über Springbank, die archaischste der Scotch Whisky Distilleries. Ergänzt wird der Artikel durch Blindverkostungsnotizen von Maggie Miller und Arthur Nägele.
  • Whisky-Doris: Christian Kemper hat Doris und Herbert Debbeler in Falkensee besucht und mit den beiden über ihre Abfüllungen gesprochen. Blindverkostungsnotizen zum neuen Christmas Malt steuern Julia Nourney und Gerhard Liebl bei.
  • Michter’s: Die Small Batch und Single Barrel Bottlings der Kentucky-Brennerei sind weltweit im Handel. Frank Winters Artikel wird begleitet durch Blindverkostungsnotizen von Julia Nourney und Gerhard Liebl.
  • Feuer und Flamme: Julia Nourney erklärt, was es im Bezug auf Reifefässer bedeutet, wenn von „Toasting“ oder „Charring“ die Rede ist. 
  • Nc’Nean Organic Whisky: Eine junge Brennerei in den schottischen Highlands produziert seit 2017 auf möglichst nachhaltige Weise ihren Bio-Whisky.
  • Torabhaig Inaugural Release: Die erste Abfüllung der neuen Torabhaig Distillery auf der Isle of Skye kommt im Frühjahr 2021 in den Handel.

Den neuen Highland Herold #49, Winterausgabe 2020, finden Sie hier kostenlos zum Herunterladen. Wir wünschen wie immer viel Vergnügen damit!

Fremde Federn (126): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger


Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

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Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun bereits 126. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Blended Malt Whiskys aus dem Sherryfass

Vier Abfülungen ohne klare Herkunftsangabe, weil geblendet, dafür allesamt aus Sherryfässern – das ist das, was uns Angus MacRaild heute als Samstagvertretung von Serge Valentin heute in seiner Verkostung präsentiert.

Hier sind die vier Kandidaten der heutigen Verkostung und die Punktwertungen:

House Malt 15 yo 2004/2020 (40%, The Whisky Cellar, refill sherry butt)78

A Fine Christmas Malt 19 yo
(44.5%, The Whisky Exchange, blended malt, sherry, 1918 bottles, 2020)
87

Burnside 25 yo 1994/2020 Blended Malt
(47.6%, Archives ‘The Fishes of Samoa’, cask #7103, sherry butt, 58 bottles)
91
The Wine Society Highland Single Malt 30 yo 1989/2019 (46%, The Wine Society, 7 hogsheads and 3 butts, 2064 bottles)89

Und weil es diesmal um keine Brennerei im Konkreten geht, einfach mal ein Winterbild aus Schottland, eines der Pentland Hills bei Edinburgh – weil Sherrywhiskys einfach schön zum Winter passen…

Exklusiv für Friends of Laphroaig: Limitierte Laphroaig Weihnachtsdose zum Verschenken

Friends of Laphroaig haben jetzt die Möglichkeit, einem Freund oder einer Freundin eine besondere Freude zu bereiten: mit einer Weihnachtsdose, in der sich nicht nur eine kleine Flasche Laphroaig 10 Years Old findet, sondern auch handgefertigtes Stollengebäck, das mit mehrere Tage in Laphroaig eingelegte Rosinen gebacken und danach mit Laphroaig Puderzucker umhüllt wurde.

Zudem gibt es – ebenfalls in der Weihnachtsdose, eine exklusive Christbaumkugel – und das Ganze sieht dann so aus:

Der Clou an der ganzen Sache: Die Dose kostet nichts – lediglich die Versandkosten sind zu bezahlen. Und: Man kann sie sich nicht selbst schicken, sondern „nur“ einem Freund oder einer Freundin eine Freude machen.

Sollten Sie also bereits ein Mitglied der Friends of Laphroaig sein, schauen Sie jetzt in ihr Postfach – dort finden Sie die Mail mit dem Link auf das Geschenk – und machen Sie jemandem eine Freude. Und wenn Sie noch kein Mitglied sind: Mit der Seriennummer, die Sie in jedem Heftchen bei jeder Flasche Laphroaig werden, können Sie sich auf der Webseite anmelden. Für diese Aktion wird es wohl zu knapp – aber das war sicher nicht das letzte Goodie, das es bei den Friends of Laphroaig geben wird…

PR: The Caskhound & Òigridh Òrail – Bottling Winter 2020

Tilo Schnabel, der Mann hinter den unabhängigen Abfüllungen von The Caskhound & Òigridh Òrail, kündigt in einer Presseaussendung vier neue Whiskys an – und er zieht Bilanz seines ersten Jahres als Independent Bottler. Mehr dazu untenstehend:


The Caskhound & Òigridh Òrail – Bottling Winter 2020

„We wish you a Malty Christmas“ – getreu diesem Motto präsentiert Tilo Schnabel, Mastermind von The Caskhound und Òigridh Òrail, vier neue Single Cask-Abfüllungen, die allen Whiskyfreunden die Advents- und Weihnachts-zeit versüßen.

Dabei bleibt die Spürnase für feinen Whisky auch bei der vierten Abfüllungsreihe in diesem Jahr seiner wichtigsten Prämisse treu: ehrlichen Trinkwhisky ohne Allüren, aber dafür mit viel Herz und Geschmack anzubieten – natürlich in Fassstärke, ungefärbt und nicht kühlfiltriert.

ANNANDALE Peated Lowland Single Malt Scotch Whisky, fast 5 Jahre alt (2015/2020), 61,0 % ABV, Matured in a First Fill Oloroso Sherry Butt, Auflage 130 Flaschen (0,7 l) à 74,90 Euro

ARDMORE Highland Single Malt Scotch Whisky, 10 Jahre alt (2009/2020), 58,8 % ABV, Matured in a Bourbon Barrel, Auflage 294 Flaschen (0,5 l) à 42,90 Euro

TORMORE Speyside Single Malt Scotch Whisky, 12 Jahre alt (2008/2020), 56,5 % ABV, Bourbon Barrel Matured + Sherry Quarter Cask Finish*, Auflage 184 Flaschen (0,5 l) à 49,90 Euro

GLENALLACHIE Speyside Single Malt Scotch Whisky, 11 Jahre (2008/2020), 63,6 % ABV, Bourbon Hogshead Matured + First Fill Port Wood Finish**, Auflage 428 Flaschen (0,5 l) à 54,90 Euro

* Finish für 179 Tage | ** Finish für 17 Monate

Eine winterliche Reise durch Schottland

Das CASKHOUND Bottling Winter 2020 kommt dabei fast einer kleinen Reise durch die schottischen Whiskyregionen gleich: von der jugendlichen Kraft des Lowlanders Annandale, über den rauchig-malzigen Highland Malt Ardmore mit der besonderen Prise Schinkenspeck führt unser Weg in die Speyside, vertreten durch die Destillerien Tormore und Glenallachie. Diese beiden Single Malts wissen mit ihrer Balance aus intensiven Bourbon Cask-Noten und den aus den Finishes resultierenden fruchtig-würzigen Sherry- & Port-Aromen zu begeistern.

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr

Manche Jahre kommen und gehen … das Jahr 2020 wird wohl für die meisten von uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen, in jeder Beziehung. Das gilt auch für Tilo Schnabel, der sich im Frühjahr 2020 trotz der sich abzeichnenden Krise nicht davon abbringen ließ, mit der Gründung von THE CASKHOUND einen lang gehegten Traum in die Tat umzusetzen. 10 Monate später, mit zwei verschiedenen Label als unabhängiger Abfüller am Markt präsent, mit insgesamt über 20 Abfüllungen in den Regalen und  bei Kunden und Whiskyhändlern gleichermaßen bekannt und geschätzt, kann der CASKHOUND sein erstes Jahr als großen Erfolg bezeichnen. Das ist nicht selbstverständlich, spornt aber sehr für 2021 an – und dass Tilo Schnabel die Messlatte im nächsten Jahr durchaus gerne höher setzen möchte, glaubt man dem Kuchener gerne. Erste Schritte dazu sind bereits getan, und Whiskyfreunde können sich auf so einige spannende Abfüllungen im kommenden Jahr freuen.

Haben wir Sie hinreichend neugierig gemacht? Bestellen Sie die Abfüllungen von THE CASKHOUND direkt im Shop unter www.thecaskhound.de oder besuchen Sie doch unsere ausgewählten Handelspartner (Liste im Shop).

PR: 82 Chapters to Newcastle bringt zwei neue Single Casks

Zwei neue Bottlings aus Einzelfässern gibt es beim unabhängigen deutschen Abfüller 82 Chapters to Newcastle – ein Fettercairn und ein Glenshiel, beide in Deutschland mit viel Liebe „nachbehandelt“ und danach abgefüllt. Hier alle Informationen dazu, und natürlich auch die Bezugsquelle:


82 Chapters to Newcastle bringt zwei neue Single Casks

Tubist was du trinkst

82 Chapters to Newcastle bringt Whisky heraus, der über 10 Monate im Ex Marsala Fass mit Tubamusik vom Co-Gründer beschallt wurde. Daneben ein Fettercairn, mit Finish im Spätburgunder Fass vom und im Staatlichen Hofkeller.

NACH LANGER PAUSE, BESSER SPÄT(-BURGUNDERFINISH) ALS NIE!

Chapter #5 – Fettercairn Single Cask – Finish im Ex 1st Fill Pinot Noir (Spätburgunder) Fass – 8 Jahre – 50% vol. – Finished and bottled in Germany

Dieser Whisky wurde 2011 gebrannt und im Frühling 2019 nach Würzburg importiert. Dort wurde er für 14 Monate in den Rotweinkeller des Staatlichen Hofkellers Würzburg eingelagert. Das älteste Weingut Deutschlands stellte hierfür nicht nur seine Jahrhunderte alten Gewölbekeller (UNESCO Weltkulturerbe) zur Verfügung, sondern sogar ein Spätburgunder Fass.

TUBA KICKS BRASS!

Chapter #6 – Glenshiel Single Cask – Finish im Ex 1st Fill Marsala Fass – 9 Jahre – 49%vol. – Finished and bottled in Germany

Ein fruchtiger Whisky mit Finish im Ex- Marsala Fass, welches Tag & Nacht mit Tuba-Musik beschallt wurde. Aber warum Tuba? Ganz einfach: Bernhard von 82 Chapters to Newcastle schwingt seit Jahrzehnten leidenschaftlich die Tuba. Er war schon so oft auf YouTube, er ist quasi ein YouTuba. Mit seiner Brass-Band „B4“ war er deutscher Meister und erst letztes Jahr tourte er mit der Tuba durch Mexiko. Die (mit einem Augenzwinkern zur verstehende) Theorie ist, dass sich das Fass durch die Vibration konstant leicht in Schwingung befindet. So sollte der Inhalt besser mit der Fass-Innenwand interagieren.

Alle Abfüllungen sind ab sofort hier zu beziehen: https://www.82newcastle.de/buy

Treffpunkt: The hidden distillery close to water – eine Trilogie über InchDairnie – Teil 1: Die Entstehung

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon vielbeachtete Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery, über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2), über St. Kilian (Teil 1 und 2) und einen über Springbank (Teil 1  und Teil 2) verdanken, hat für seine fünfte Kollaboration mit Whiskyexperts die Destillerie InchDairnie im Kingdom of Fife besucht, um dort tief in die Geheimnisse der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Brennerei einzutauchen.

Kommen Sie mit ihm und uns in die versteckte Brennerei in den Lowlands, die im Dezember 2015 zu produzieren begann, und lesen Sie in drei Teilen, was Inchdairnie so außergewöhnlich macht. Wir starten heute mit Teil 1, den zweiten Teil lesen Sie am Montag, das Finale dann am Dienstag:


Treffpunkt:  The hidden distillery close to water – eine Trilogie – Die Entstehung

Neue Brennereien

Der geneigte Abonnent von Whiskyexperts.net erhält gefühlt wöchentlich die Nachricht über die Entstehung einer neuen Whisky-Brennerei irgendwo auf dieser Welt. Derzeitiger Hotspot ist scheinbar Irland. Lange belegte Schottland diesen Platz mit sieben neueröffneten Brennereien in den 2000ern und 26 in den 2010ern, bei einer eröffneten und wieder geschlossenen (Loch Ewe) – ergibt das 32 neue Produktionsstandorte seit 2004.

In der Regel folgten die Schotten dabei einem Grundkonzept: es wird auf historische Gebäude zurückgegriffen, ggf. sogar mit Brennereivergangenheit. Mitunter gibt es neue Energiekonzepte und in der Regel ein Besucherzentrum und ein Fassprogramm flankiert vom Verkauf von Spirit/Gin/Vodka oder ausgewählten Whiskies anderer Brennereien, um die Zeit bis zur Vermarktung der ersten eigenen Whiskyproduktion finanziell zu überstehen.

Drei Ausnahmen fallen mir ein:

  1. Auf Lindores Abbey trifft zwar vieles o.g. zu, aber es gibt keinen bedeutsameren Ort für eine Brennerei als die Wiege des schottischen Whiskies (erste schottische Dokumentation der Destillation gemälzter Gerste durch Friar John Cor in Lindores Abbey für den König James IV. in den Exchequer Rolls von 1494). 
  • Die Mitchell’s eröffneten Glengyle im Jahr 2004 und sicherten als dritte Brennerei im Ort den Status der einst so stolzen Whiskyregion Campbeltown.
  • Man nehme ein Geheimnis, Gewässer, Wälder, Berge und ein Königreich und hat genug Stoff für ein Märchen. Die Geschichte von InchDairnie – das bedeutet so viel wie “geheime Brennerei nahe am Wasser” – ist jedoch viel moderner und industrieller. Die Brennerei liegt unweit der Lomond Hills im „Kingdom of Fife“ versteckt hinter vielen Bäumen und Verteilerkreisen.

InchDairnie – die geheime Brennerei nahe am Wasser

Nur wenigen ist der Name der Brennerei überhaupt schon bekannt. Bei meiner Vorrecherche fand ich vor allem zwei Worte, die häufig im Zusammenhang mit InchDairnie benutzt wurden: “Innovation” und “Geschmack”. Wie sich bei meinem Besuch zeigte, stehen diese Worte für ein innovatives Geschäftsmodell, eine neu durchdachte Produktion, umfassend analysierte Rohstoffe und eine neue vielfältige Geschmackswelt. Hört sich diese Definition für Sie märchenhaft an? Dann begleiten Sie mich zu einer Brennerei, die nicht viel länger im Geheimen bleiben wird.

Besucher, die den Weg zur Brennerei gefunden haben, treffen hinter dem weit geöffneten Tor schnell auf ein Schild auf dem steht

„Sorry, were are not open to visitors – we are busy making whisky.“

Ich fahre weiter, denn ich habe einen Termin. Aber spätestens jetzt wird klar, dass hier eine andere Whiskygeschichte geschrieben wird als anderswo in Schottland in diesen Zeiten.

Die modernen Produktions- und Verwaltungsgebäude sowie die Lagerhäuser strahlen gesundes Selbstbewusstsein aus, das ich auch sofort bei Ian Palmer wahrnehme. Er ist Gründer und Managing Director von InchDairnie. Rund 40 Jahre Erfahrung in der Whiskyindustrie vereinigt er mit seinen vorherigen Stationen bei Invergordon, Kyndal und Glen Turner (Glen Moray und Starlaw Distillery). Ian ist ein „Whisky Man“ durch und durch und so fällt es nicht schwer sofort im Thema zu sein.

Die Idee entstand 2007

“Die Idee für InchDairnie kam mir etwa im Jahr 2007. Viele Firmen, die Malt Whisky produzierten, schränkten ihre Verkäufe an Dritte stark ein. Ein über lange Zeit gewachsener Wirtschaftszweig kleinerer „Blending Houses“ wurde so mehr und mehr vom Produktfluss abgeschnitten. Blends machen rund 90% des Whiskymarktes aus und selbst wenn man die Industriegiganten, die mehr oder weniger ihren eigenen Bedarf decken, herausrechnet, bleibt das Marktvolumen riesig. Also fragte ich mich: ‚wer wird diese Firmen in der Zukunft beliefern?’ Die Antwort auf die Frage reifte in mir in den darauffolgenden Jahren,“ erinnert sich Ian.

Das Ian sich überhaupt diese Frage stellte liegt spätestens in seiner zweiten Anstellung als Ingenieur bei der Invergordon Distillery vor etwa 28 Jahren begründet, nachdem er zuvor in der Greenwich Distillery in London arbeitete.

„Als junger Ingenieur hatte ich die Gelegenheit das Design von Brennereien in praktischer Tiefe zu studieren. Die Greenwich Distillery wurde von Frilli Srl. gebaut, einer italienischen Firma bei Sienna, die seit 1912 Brennblasen und sogar komplette Brennereien nach den Vorstellungen des Kunden fertigt. Dann kam ich über Invergordon zur Glen Moray Distillery, die auch Frilli Brennblasen nutzt. Bei Planung und Bau der Starlaw Grain Distillery von 2007 bis 2010 griffen wir auch auf die vielseitigen Italiener zurück“, berichtet sich Ian. Es sollte nicht seine letzte Begegnung mit Frilli sein.

Ein neues Brennereikonzept

Mit seiner Antwort im Kopf gründete Ian im Jahr 2011 John Fergus & Co., die später als Holding Company für InchDairnie Distillery fungieren sollte. Doch drei weitere Jahre dauerte es noch bis zum ersten Spatenstich. Eine Zeit, die Ian für die Konzeption nutzte: „Ich suchte nach innovativen Ansätzen für die Whiskyherstellung, um energieeffizient den bestmöglichen Geschmack zu erzielen. Dazu haben wir uns mit einem weißen Stück Papier hingesetzt und die Definition von Scotch Whisky aufgeschrieben. Wir haben dann jeden Produktionsschritt kritisch beleuchtet und neue Wege skizziert, eine Brennerei zu bauen und Whisky zu produzieren. InchDairnie entwickelte sich so Schritt für Schritt“, sagt Ian. „Freunde aus der Industrie und meinem privaten Umfeld machten sich allerdings Sorgen, ob ich mit dem innovativen Konzept nicht ein zu großes Risiko eingehen würde. Aber die meisten vergessen, dass das größte Risiko, das ich eingehen kann, ist, es nicht einzugehen. Denn durch Risikomanagement kann ich es minimieren. Ich bin Ingenieur, ich mag Strukturen und Rahmenkonzepte, die wir bei der Planung von InchDairnie und der heranreifenden Whiskies neu geschaffen haben.“

Das Resultat war ein stimmiges innovatives Brennereikonzept, durch das er 70% seiner zukünftigen Produktion schon an Blending Houses verkauft hatte, bevor der Bau von InchDairnie überhaupt begann. „Dadurch hatte ich den kompletten Betrieb der Brennerei finanziert und die Freiheit gewonnen, mit der verbleibenden Produktionskapazität von rund 500.000 Liter reinen Alkohols pro Jahr (LPA) eine Produktpalette nach meinen eigenen Vorstellungen zu schaffen: mit maximalem Geschmack“, sagt Ian.

Ian’s Businessplan hätte ich sehr gerne gelesen. Das Privileg hatte sein jetziger Investor und starker strategischer Partner MacDuff International Ltd. aus Glasgow. MacDuff ist ein „Blending House“ mit den Marken Grand Macnish, Lauder’s und Islay Mist, das zukünftig auch Malt Whisky aus der InchDairnie Distillery in seinen Blends verwenden wird.

“Wir haben im Jahr 2014 endlich mit dem Bau begonnen und uns natürlich die Expertise von Frilli gesichert. Es dauerte 18 Monate bis wir im Dezember 2015 mit dem Destillieren anfangen konnten. Kaum jemand aus der Industrie und auch nicht die Whiskyfans haben das mitbekommen, bis wir am 17. Mai 2016 offiziell InchDairnie eröffnet haben“, lächelt Ian. „Seitdem produzieren wir zwei Millionen LPA. Das bedeutet eine Produktion von je 40.000 Liter reinem Alkohol in 50 Wochen pro Jahr. Das ist für eine neue Brennerei eine unglaubliche Menge, die aber erst durch unsere Verträge mit den Blending Houses möglich wird. Wir haben das Produktionsgebäude zudem so gestaltet, dass wir unsere Kapazität mit relativ geringem Kapitaleinsatz und zwei weiteren Brennblasen noch verdoppeln können.“

Das Geheimnis um das innovative Geschäftsmodell hinsichtlich der Finanzierung von InchDairnie ist somit gelüftet.

Serge verkostet: Zwei aus Allt-A-Bhainne

Die vielleicht unbekannteste schottische Single Malt Destillerie ist, mangels einer offiziellen Range (es gibt genau eine Originalabfüllung, und das auch erst seit 2018 – schauen Sie mal unter dem Newsbit in den Empfehlungen der Redaktion), Marketing und Zugänglichkeit, Allt-A-Bhainne in der Speyside. Sie ist auch weitestgehend von allem Zauber, der Brennereien umgibt, befreit, denn sie ist im Jahr 1975 schlicht und funktional erbaut worden und läuft weitgehend automatisch, um Whisky für die Blends von Pernod Ricard zu produzieren.

Dennoch findet man nicht so selten Whiskys aus ihr bei unabhängigen Abfüllern, und zwei davon hat Serge Valentin heute verkostet:

Allt-A-Bhainne 10 yo 2008/2019 (46.5%, House of McCallum, cask #172, 432 bottles)85
Allt-A-Bhainne 27 yo 1992/2020 (49.2%, The Whisky Cask Company, bourbon, cask #1800472, 272 bottles) 89
Allt-á-Bhainne Destillerie, Foto von Ingo Wölbern, Public Domain