Diageo entlässt 22 Mitarbeiter von Destillerien in Schottland

Keine guten Nachrichten für Mitarbeiter in den schottischen Malt-Destillerien des Getränkekonzerns Diageo: Von den 550 dort Angestellten wird Diageo noch vor Weihnachten 22 entlassen, berichtet Herald Scotland.

Welche Destillerien genau es betreffen wird, und ob die Entlassungen eher in der Verwaltung, den Besucherzentren oder in der Produktion stattfinden werden, ist nicht bekannt.

Ein Sprecher von Diageo sagte, dass man ständig die Effizienz der Unternehmen des Konzerns bewerte und sich nun von 22 Mitarbeitern aus den Destillerien trennen werde – Gespräche mit ihnen seien bereits am Laufen.

Diageo betonte, dass an eine Schließung einer oder mehrerer ihrer Brennereien nicht gedacht sei. Man investiere nach wie vor 185 Millionen Pfund in die Besucherzentren und suche 150 neue Angestellte für die Johnnie Walker Visitor Experience i Edinburgh.

12 Brennereien im Besitz von Diageo – aber die Broschüre der SWA bietet natürlich auch Infos zu allen anderen schottischen Brennereien mit offiziellem Besucherzugang…

Serge verkostet: Zwei aus Braeval

Die Speyside-Brennerei Braeval war früher unter dem Namen Braes of Glenlivet etwa genau so wenig bekannt wie sie es jetzt unter dem Namen Braeval ist – und das liegt eher nicht an dem recht feinen (aber nicht herausragenden) Whisky, der dort produziert wird, sondern eher an dem Umstand, dass es erst seit 2017 eine jährliche Originalabfüllung gibt und der Whisky sonst in Blends wandert, oder hin und wieder bei unabhängigen Abfüllern zu finden ist.

Eine Originalabfüllung und eine unabhängige Abfüllung sind heute bei Serge in der Verkostung zu finden, und er vergibt gute bis sehr gute Noten für beide:

Braeval 16 yo 2000/2017 (54.7%, OB, The Distillery Reserve Collection, cask #5116, second fill hogshead, 288 bottles)85
Braeval 30 yo 1989/2019 (53.9%, Riegger’s Selection for Whisky-Hood, Switzerland, cask #28451)87
Braeval. Bild © Potstill Vienna

Neu: Glencraig 1975 als letzte Jubiläumsabfüllung bei Gordon & MacPhail erschienen

Den 125. Geburtstag des Unternehmens feierte der unabhängige schottische Abfüller Gordon & MacPhail mit einer Serie von speziellen Abfüllungen, die jeweils aus Einzelfassabfüllungen des letzten im Besitz des Bottlers befindlichen Fasses bestanden. Nun ist mit dem Glencraig 1975 die letzte der vier Abfüllungen erschienen.

Glencraig nannten sich die Whiskys, die auf den zeitweise bei Glenburgie installierten Lomond Stills gebrannt wurden. Der 44 Jahre alte Whisky ist auf 110 Flaschen limitiert. Im Geschmack wird er so beschrieben:

In der Nase Honig, Kokos und Eiche. Am Gaumen Noten saftiger Nektarinen, weißer Pfeffer, Limette und Kakaobohnen sowie etwas kräuterige Noten. Ein mittellanges Finish, mit Zitrustönen und darüber floralen Noten.

1500 Pfund wird man für eine Flasche des mit 54,2% vol abgefüllten Whiskys ausgeben müssen – die Händler werden noch im Laufe des Dezembers damit beliefert werden.

Neuheiten bei Kirsch Import: Lost Distilleries, Signatory Un-Chillfiltered, Single Malts of Scotland, Gelston’s

Jede Menge vorweihnachtlicher Neuheiten können wir heute bei Kirsch Import entdecken: Es gibt zwei Abfüllungen aus Lost Distilleries und einige neue und-chillfiltered Bottlings von Signatory, Neues vom unabhängigen Abfüller Single Malts of Scotland und einen Single Pot Still Irish Whiskey mit Pinot Noir Finish von Gelston’s – und einiges davon exklusiv für Kirsch Import.

Hier alles im Detail:


Schlüssel zu Closed Distilleries: Caperdonich 2000/2020 & Imperial 1995/2020 von Signatory Vintage für Kirsch Import

Vor gut zehn Jahren rissen Baggerschaufeln die graubraunen Mauern der Caperdonich Distillery nieder. Seit 2002 war die Speyside-Brennerei bereits stillgelegt. Andrew Symington gehört zu den unabhängigen Abfüllern, die sich die Underdog-Drams in weiser Voraussicht sicherten. Aus seinem Schatz an Fässern wählte Kirsch Import ein im Juli 2000 bei Caperdonich befülltes Hogshead aus.

Wie auch das Etikett darstellt, öffnet die kostbare Abfüllung Genießern noch einmal die Türen der „closed distillery“, um deren selten gewordene Aromen zu entschlüsseln. Dazu zählen Crème brûlée und Fruchtexoten, Sandelholz und feine Fenchelnoten sowie die weiche Süße von frisch gebackenem Tortenboden. Nach 20 Jahren im Fass konnte Signatory Vintage gerade einmal 219 Flaschen mit dem fassstarken Speyside-Whisky befüllen.

185 Dekanter hat der Single Malt aus der Imperial Distillery ergeben, deren Tore sich schon 1998 endgültig geschlossen haben. Die Exklusivabfüllung für Kirsch Import öffnet die Tore der Speyside-Brennerei wieder. 25 Jahre lang reifte der Speyside-Whisky in einem Hogshead und lockt mit tropischer Frucht, weißer Schokolade und Pfefferprickeln.

Caperdonich 2000/2020
Signatory Vintage Cask Strength Collection
Specially selected and bottled for Kirsch Import

20 Jahre
Dest. 06/07/2000
Abgef. 28/08/2020
Fasstyp: Hogshead
Fassnr. 29494
Flaschen 219
53,8% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Tasting Notes:

Nase: Gezuckerte Mandeln, Crème brûlée und zarte Vanille, gefolgt von einem komplexen Gemisch aus gelben Äpfeln, Birnenkompott und einem Potpourri an eingemachten exotischen Früchten.

Gaumen: Sehr süß und gesetzt mit jungen Aprikosen, Walnüssen und Sandelholz. Anschließend sind feine Noten von Kamille, Fenchel und frisch gesägtem Holz wahrzunehmen.  

Nachklang: Der Fruchtmix verbleibt lange und süß am Gaumen und verblasst mit weichen Eichentönen und frischem Tortenboden.

Imperial 1995/2020
Signatory Vintage Cask Strength Collection
Specially selected and bottled for Kirsch Import

25 Jahre
Dest. 18/09/1995
Abgef. 20/10/2020
Fasstyp: Hogshead
Fassnr. 50272
Flaschen 185
56,9% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Tasting Notes:

Nase: Ananas, Blutorange, Mango und Karamell. Anschließend warmer Honig, Walnüsse und Eiswaffel.

Gaumen: Sehr süß mit diversen tropischen Früchten, gefolgt von einem Hauch geraspelter Orangenschale sowie weißem Pfeffer und weißer Schokolade.

Nachklang: Lang und weich. Erneut diverse tropische Früchte. Ausklingend mit einer leichten Mokkanote und etwas Eiche.

Unverfälscht, vielfältig, fair: Neues aus der Un-Chillfiltered-Range von Signatory Vintage

Signatory Vintage steht für die Faszination von Fässern. Neben exklusiven Raritäten-Abfüllungen zeigt sich Andrew Symingtons Talent, das wirklich Gute vom Mittelmaß zu unterscheiden, auch in der Core Range des unabhängigen Abfüllers. In der Un-Chillfiltered-Range etwa präsentiert Signatory Vintage nicht kühlfiltrierte Single Malts, abgefüllt in idealer Trinkstärke mit 46%. So sind die hochqualitativen Scotch Whiskys ein vielfältiges, naturbelassenes Geschmackserlebnis, das die schottischen Bottler Genießern in einem absolut fairen Preis-Leistungs-Verhältnis zugänglich machen.

Dazu zählen etwa die zwei 13 Jahre alten Speyside-Whiskys in dieser Woche. Die Vintage-Abfüllung von Mortlach reifte in zwei Hogsheads, der goldige Single Cask Whisky von Glenlivet in einem First Fill Sherry Butt.

Mortlach 2007/2020
Signatory Vintage Un-Chillfiltered

13 Jahre
Dest. 30/04/2007
Abgef. 10/06/2020
Fassnr. 304882 & 304894
Fass-Typ: Hogsheads
46% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Glenlivet 2007/2020
Signatory Vintage Un-Chillfiltered
 
13 Jahre
Dest. 30/04/2007
Abgef. 09/11/2020
Fassnr. 900274
Fass-Typ: First Fill Sherry Butt
46% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Liebhaber-Whiskys von The Single Malts of Scotland: Parcel No. 4 und eine Exklusiv-Abfüllung

The Single Malts of Scotland steht Synonym für konstant herausragende Abfüllungen. Nicht weiter verwunderlich, wenn man hinter die Kulissen der Marke schaut. Hier ziehen nämlich zwei der wohl renommiertesten Whiskyhändler weltweit die Fäden: die Brüder Rajbir Singh und Sukhinder Singh. Exklusiv für Kunden von Kirsch Import ist diese Woche ein 23 Jahre alter Single Malt von der Ben Nevis Distillery am Fuße des höchsten Bergs in Schottland dabei. Aus dem 1996 befüllten Hogshead wurde der leuchtende Highland-Whisky fassstark in 214 Flaschen abgefüllt.

An den Start geht zudem das vierte Batch der Reihe Reserve Casks. Hinter den Abfüllungen steht Oliver Chilton – oder besser sein ausgezeichneter Gaumen. Der Head Blender und Business Manager im Unternehmenskomplex der Singh-Brüder wählt vier bis sechs Fässer aus, die dann meisterlich in kleinen Batches vermählt werden. Für Parcel No. 4 hat der Whisky-Gourmet Fässer von Aultmore sowie Linkwood aus der beliebten Whisky-Region Speyside ausgewählt.

In den klassisch schönen Flaschen mit besonders detaillierten Etiketten stecken außerdem zwei mysteriöse Abfüllungen: Ein zehn Jahre alter Single Malt einer Speyside Destillerie und ein 13 Jahre alter Whisky aus einer Brennerei der Orkney Islands. Auch was ihre Farbe angeht, lassen die beiden Reserve Casks Genießer „im Dunklen“.

Ben Nevis 1996/2020
The Single Malts of Scotland
Exclusively bottled for Kirsch Import

23 Jahre
Dest. 01/11/1996
Abgef. 25/08/2020
Fass-Typ: Hogshead
Fassnr. 1750
214 Flaschen
53,8% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Reserve Casks Aultmore 2011/2020
The Single Malts of Scotland

9 Jahre
Dest. 2011
Abgef. 2020
Angels‘ Share 24,5%
Anzahl der Fässer 6
Ausgewählt von Oliver Chilton
48% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Reserve Casks Linkwood 2009/2020
The Single Malts of Scotland

10 Jahre
Dest. 2009
Abgef. 2020
Angels‘ Share 27,2%
Anzahl der Fässer 7
Ausgewählt von Oliver Chilton
48% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Reserve Casks A Speyside Distillery 2010/2020
The Single Malts of Scotland

10 Jahre
Dest. 2010
Abgef. 2020
Angels‘ Share 3,58%
Anzahl der Fässer 3
Ausgewählt von Oliver Chilton
48% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Reserve Casks An Orkney Distillery 2007/2020
The Single Malts of Scotland

13 Jahre
Dest. 2007
Abgef. 2020
Angels‘ Share 5,15%
Anzahl der Fässer 3
Ausgewählt von Oliver Chilton
48% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Weinselige Kooperation mit Schauspieler Sam Neill: Single Pot Still Irish Whiskey mit Pinot Noir Finish von Samuel Gelston’s

Als Glücksritter ausgezogen, als erfolgreicher Goldgräber heimgekehrt, erwarb ein junger Whisky-Enthusiast 1869 die Marke Gelston’s Old Irish Whiskey. Seitdem ist sie mit der Familie Neill verknüpft, die aktuell in fünfter Generation das Whiskey-Business führt. Dafür arbeitet das Familienunternehmen mit führenden Destillerien der grünen Insel zusammen. Das Ergebnis: eine vielfältige Whiskey-Range.

Diese erweitert ein limitierter Single Pot Still Irish Whiskey – mit Pinot Noir Finish. Der Whisky ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den Cousins Johnny Neill, Besitzer von Samuel Gelston‘s, und dem etwa aus Jurassic Park bekannten Schauspieler und Weingutbesitzer Sam Neill, der in Neuseeland lebt. Die Cousins bringen nun die beiden Spirituosen und Wein produzierenden Teile der Familie zusammen, indem sie die Aromen beider Handwerke und Hemisphären vermählen.

Typisch für Irland wurde der Single Pot Still Whiskey aus einer Mischung von gemälzter wie ungemälzter Gerste dreifach destilliert. Er reifte in ehemaligen Bourbon-Fässern, bevor er für sein 21-monatiges Finish in Sam Neills Fässer aus französischer Eiche umsiedelte, in denen zuvor dessen prestigeträchtiger Central Otago Pinot Noir lagerte.

Single Pot Still Irish Whiskey Pinot Noir Finish
Samuel Gelston’s Irish Whiskey

Fass-Typ: Bourbon Casks, Pinot Noir Fässer (Finish)
40 % vol.
0,7 Liter

Tasting Notes:

 Nase: Malzig mit Anflügen von Erdbeere, Muskat und tropischen Früchten.

Gaumen: Groß, intensiv und süß mit Noten von schwarzer Johannisbeere und einer feinen Würze.  

Nachklang: Weich mit Marshmallow-Süße und Marmelade.

PR: Johnnie Walker weckt den festlichen Geist durch die Schenkung von einer Million Bäumen

Weihnachten ist die Zeit, in der man sich mit Geschenken Freude macht. Johnnie Walker will das mit einem Geschenk an Schottland, das nicht nur zu Weihnachten Freude bereiten soll, sondern auf Dauer: Der weltweit meistverkaufte schottische Whisky will bis 2025 über ganz Schottland verteilt eine Million Bäume pflanzen, um so den CO2-Fußabdruck zu minimieren.

Hier alles über die Umweltaktion von Diageo:


Johnnie Walker weckt den festlichen Geist durch die Schenkung von einer Million Bäumen

Während sich Leute auf der Welt auf die Zeit des Wohlwollens vorbereiten, verkündet Johnnie Walker ein spezielles Geschenk für die Heimat des schottischen Whiskys

LONDON, 8. Dezember 2020 /PRNewswire/ — Die Hersteller der weltweiten Nr. 1 unter den schottischen Whiskys* gaben heute ihre Absicht bekannt, bis 2025 eine Million Bäume in den vier Ecken Schottlands zu pflanzen. Die Ankündigung ist Teil der fortlaufenden Bemühungen von Johnnie Walker, seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren und die natürlichen Ressourcen wiederherzustellen, die er bei der Herstellung seiner preisgekrönten Reihe von Scotch Whiskys verwendet.

Julie Bramham, Global Brand Director für Johnnie Walker, sagt:

„Schottland ist unsere Heimat. Hier begann unsere Reise vor 200 Jahren und sie ist das Herzstück von allem, was unsere Whiskys so besonders macht. Während wir die Türen für die nächsten 200 Jahre unserer Reise öffnen, wollen wir positive Fortschritte machen, um die wilden schottischen Landschaften und unberührten natürlichen Ressourcen, die unsere Whiskys seit Generationen geprägt haben, zu nähren und zu schützen.“

Bis heute wurden 389.000 der eine Million Bäume in der Nähe von zwei unserer Brennereien in den schottischen Highlands gepflanzt. Während der Laufzeit dieses Projekts werden diese Bäume voraussichtlich über 69.000 Tonnen C02 aufnehmen – das entspricht 10.500 Flügen um die Welt oder fast eine halbe Million Mal von London nach Edinburgh.

In Ballygowan, in der Nähe der Oban Brennerei, wurde die Anpflanzung einheimischer Birken, Eichen, Wildkirschen, Weiden und Haselnussbäume finanziert und umfasst einen neuen Baum, der in Partnerschaft mit Lupi Moll, Umweltunternehmer und Eigentümer der Inverlonan Estates, jedem der 28.000 Mitarbeiter von Diageo gewidmet ist. In Allt Ruadh, in der Nähe der Glen Ord Brennerei, hat sich Johnnie Walker mit Trees for Life zusammengetan, um alte und einheimische Bäume zu pflanzen, die als lebenswichtiger Wildtierkorridor dienen und die Verfügbarkeit von Lebensraum für Arten wie Birkhühnern, Kreuzschnäbeln und roten Eichhörnchen erhöhen werden.

Steve Micklewright, Geschäftsführer von Trees for Life, sagte:

„Der Wiederaufbau ist eine Investition in eine Zukunft, in der Wildtiere und Gemeinschaften gedeihen können. Johnnie Walkers Beitrag zum Trees for Life Allt Ruadh-Projekt ist ein Beispiel für diesen Ansatz. Ihre Unterstützung erkennt die entscheidende Rolle an, die unsere natürlichen Landschaften bei der Wiederherstellung der Natur, bei der Umkehrung der Klima- und Biodiversitätskrise und schließlich bei der Schaffung einer Landschaft in besserer Gesundheit für künftige Generationen spielen.“

Das heutige Engagement folgt auf die jüngste Ankündigung des Mutterkonzerns Diageo, seine kühnen und ehrgeizigen Ziele bekannt zu geben, die in den nächsten 10 Jahren einen positiven Einfluss auf die Welt ausüben sollen. Johnnie Walker hat sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die gesamte Produktion seines weltberühmten Scotchs kohlenstoffneutral ist und alle Brennereien bis 2030 zu 100 % mit grüner Energie betrieben werden.

Julie Bramham fuhr fort:

„Während Diageo unseren erneuerten 10-Jahres-Aktionsplan ankündigt, bin ich stolz darauf, Johnnie Walker an vorderster Front dabei zu haben. Wir sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, die Grenzen von Scotch zu erweitern, und unser Ansatz zu diesen Nachhaltigkeitszielen ist nichts anderes. Wir werden in den kommenden Monaten mehr über die Schritte verkünden, die wir bei Johnnie Walker unternehmen, um eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen; unsere Reise in eine bessere Zukunft beginnt gerade erst…“

Weitere Informationen zu den umfassenderen Nachhaltigkeitsverpflichtungen von Diageo 2030 finden Sie unter www.diageo.com

Für weitere Informationen über die Johnnie Walker 200th Anniversary Story und unsere limitierten Editionen besuchen Sie bitte: www.johnniewalker.com

Treffpunkt: The hidden distillery close to water – eine Trilogie über InchDairnie – Teil 3: Die Whiskies

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon vielbeachtete Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery, über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2), über St. Kilian (Teil 1 und 2) und einen über Springbank (Teil 1  und Teil 2) verdanken, hat für seine fünfte Kollaboration mit Whiskyexperts die Destillerie InchDairnie im Kingdom of Fife besucht, um dort tief in die Geheimnisse der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Brennerei einzutauchen.

Kommen Sie mit ihm und uns in die versteckte Brennerei in den Lowlands, die im Dezember 2015 zu produzieren begann, und lesen Sie in drei Teilen, was Inchdairnie so außergewöhnlich macht. Den ersten Teil finden Sie hier, Teil 2 hier:


Treffpunkt:  The hidden distillery close to water – eine Trilogie – Die Whiskies

Nun bleiben zwei berechtigte Fragen: welche verschiedenen Rohbrände werden von InchDairnie destilliert und wie schmecken denn die?

Nach dem durchstrukturierten Geschäftsmodell von Gründer und Managing Director Ian Palmer erwarte ich eine durchdachte und geschmackvolle Produktpalette. Ich werde nicht enttäuscht.

75% der Produktion für den externen Blendingbedarf

Rund 75% der Produktion von InchDairnie, also etwa 1,5 Mio. Liter reiner Alkohol (LPA), werden für externe Blending Houses hergestellt. Es gibt den ungetorften Strathenry und den getorften FinGlassie. Sie werden direkt an den strategischen Partner MacDuff International in Glasgow abgegeben, der damit seinen Bedarf für die eigenen Blends (Islay Mist, Grand Macnish , Lauder’s) deckt, durch direkte Verwendung und sicherlich auch durch Tausch in der Industrie. Beide Rohbrände werden mit schottischer Gerste hergestellt und einer Standardhefe, die die Brennerei nur für Starthenry und FinGlassie einsetzt. Diese Rohbrände haben sich in ihrem Rezept seit Aufnahme der Produktion im Dezember 2015 nicht verändert.

Es ist somit nur eine Frage der Zeit wann beide Destillate den Weg in die Flaschen unabhängiger Abfüllern finden. Ian und sein Distillery Manager Scott Sneddon sind überzeugt, dass beide Whiskies sehr gut ankommen werden und das Potential haben, Auszeichnungen zu erhalten.

25% der Produktion für die eigenen Whiskies

Da die operative Finanzierung der Brennerei durch den Verkauf von Rohbränden für Blends abgesichert ist, können sich Ian und Scott auf die Entwicklung der eigenen Produktpalette konzentrieren. Sie stehen nicht unter Druck einen Whisky schnell auf den Markt zu bringen. Der erscheint nämlich erst dann, „when it is ready!“, sagt Ian Palmer, „wir setzen 25% unserer Kapazität = 500.000 Liter reinen Alkohols für derzeit vier Produktreihen ein, die es verdienen ausreichend Zeit zur Reifung zu bekommen.

Mit unserem Hefelieferanten Mauri haben wir aus vielen Tausend Heferezepten die optimalen ausgewählt, die einen Rohbrand nach unseren speziellen Vorstellungen möglich machen. Auch mit den lokalen Farmern aus Fife pflegen wir intensive Beziehungen, um genau das Getreide zu bekommen, das wir benötigen. Wir beziehen auch Wintergerste, Roggen und Hafer, die von traditionell ausgestatteten Brennereien gar nicht bis kaum verwendet werden (können). Dieser Prozess nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, aber er lohnt sich geschmacklich sehr. Die daraus entstehenden vier Produktreihen sind: der jahreszeitlich beeinflusste InchDairnie, der torfige KinGlassie, der Roggenwhisky Ryelaw und die Prinlaws Collection, die als ersten Bestandteil der Serie einen Haferwhisky bietet.“

Ryelaw – Single Grain Scotch Whisky

Whisky aus Roggen hört sich erstmal nicht so ungewöhnlich an. Allerdings  kommt der bisher hauptsächlich aus den USA. Jedoch wurde in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern vermehrt Rye Whisky produziert. In Schottland – wo ein solcher Whisky als Scotch Grain Whisky klassifiziert wird – war dies vor allem 2015 (Diageo), 2016 (Lone Wolf) und 2017 (InchDairnie und Bruichladdich) der Fall. Allerdings ist das traditionelle Brennerei Equipment nicht auf Roggen ausgerichtet, der schwerer zu schroten ist und für Verstopfungen im Prozess sorgt. „Uuh, Roggen ist teuflisch“, sagt Scott Sneddon, „das Korn ist kleiner als Gerste, die Körner haben keine Spelze und der Zuckeranteil ist sehr hoch. Dadurch saugt sich der Roggen mit Wasser voll und man bekommt ihn dadurch schwer aus einer traditionellen Mashtun. Mit unserer Hammer-Mühle und dem Mashfilter können wir Roggen jedoch relativ leicht verarbeiten. Die weit größere Aufgabe war für uns eine komplett neue Lieferkette aufzubauen: von der Auswahl des richtigen Korns, über die Farmer in Fife, der Mälzerei Muntons in England, den Maische-Experten Meura in Belgien, dem Hefeproduzenten AB Mauri und den technischen Forschern bei Campden BRI. Die erste Destillation des Ryelaw in der Pilotanlage erfolgte im Oktober 2017 und die Produktion startete am 1. Dezember des gleichen Jahres. Wir wollten das beste Resultat ohne Kompromisse und haben es erreicht.“

Ein Vorgehen, das bei InchDairnie scheinbar immer Anwendung findet.

Die Mashbill des Ryelaw enthält mindestens 51% Roggen. Wieviel genau mögen Ian und Scott nicht verraten. Das New Make Sample zeichnet sich vor allem durch tiefe Süße, Fruchtigkeit und einer samtigen Sanftheit aus, die bei 71,1% schon sehr erstaunt. Die rund dreijährige Lagerung in einem Virgin Oak Cask aus den Ozark Mountains hat diese Geschmackskomponenten mit großer Eleganz versehen und etwas Zimt, leichte Holznoten sowie die besten und saftigsten schwarzen Kirschen hinzugefügt, die ich bisher getrunken habe. Ich finde den Stoff ‚ready to bottle’, aber Ian und Scott schütteln den Kopf. Sie wollen noch ein paar Eigenschaften perfektionieren, beobachten aber ihre Fässer, die aus Holz verschiedener Eichenwälder in den USA geküfert sind und dadurch unterschiedlichen Geschmack produzieren, natürlich ganz genau. „Das ist der Whisky, der bei uns am weitesten gereift ist und sicherlich unsere erste Abfüllung darstellen wird“, sagt Scott. Aber wann genau verrät er nicht, doch lange kann es nicht mehr dauern.

Prinlaws Collection – Raum für (einmalige) Grain Experimente

Jedes Jahr hat Scott zwei Wochen Produktionszeit ( = maximal 80.000 LPA) für ein „Experiment“. „Wir wollen Rohbrände mit einem einmaligen Geschmack destillieren auf Basis von unterschiedlichen Getreidesorten, Hefen und Fassarten. Aufgrund der jeweiligen Besonderheiten und einer notwendigen Lernkurve werden wir die maximale Kapazität von 80.000 LPA nicht unbedingt erreichen und mit dieser Kombination an Rohstoffen vielleicht auch nie wieder arbeiten. Das erste Experiment 2019 war ein Rohbrand aus Hafer“, sagt Ian Palmer, und lässt offen ob dies eine „Single Campaign Distillation“ war. Auf jeden Fall ist die Destillation von Hafer eine seltene Begebenheit, die laut der Veröffentlichung „1908-09 Royal Commission Report on Whisky and Other Potable Spirits“ früher viel weiter verbreitet war. „Heute macht der Mashtun Set-up fast aller schottischen Brennereien eine Verarbeitung von Hafer jedoch nur sehr schwer möglich. Das ist auch ein Grund dafür, dass es keinerlei Definition von Haferwhisky gab, weder in Schottland, Irland oder den USA. Wir haben dazu die Rye Mash Bill transponiert und mindestens 51% Haferanteil festgelegt. Auf der Suche nach dem richtigen Hafer haben wir uns für einen Winterhafer entschieden, der von ausgesuchten Farmern in Fife angebaut und in der Mälzerei Thomas Fawcett & Sons of Castleford in England verarbeitet wurde. Mit gemälzter Gerste vermischt, haben wir dann mit vielen verschiedenen Heferezepten experimentiert und die Chargen in der Pilotanlage destilliert.  Nachdem wir die perfekte Kombination gefunden hatten, destillierten wir im Juni 2019 den ersten Rohbrand für die Prinlaws Collection aus Hafer, mit den gleichen Produktionsvorgaben wie für den Ryelaw. Zur Lagerung haben wir einen Mix aus ex-Bourbon und ex-Moscatel Fässern aus Portugal ausgewählt. Wir sind sehr gespannt, wie sich dieser spezielle Single Grain Scotch Whisky entwickeln wird“, sagt Ian und kann seine Vorfreude kaum verbergen.

Die Nase des knapp einjährigen Samples aus einem Bourbon Fass lässt mich sofort an das morgendliche Porridge im schottischen B&B denken. Die recht ölige Textur verwandelt sich im Mund in Cremigkeit mit mehr Hafer, Birnen, Ananas, Vanille, Honig und etwas Menthol. Die fast 62% Alkohol spüre ich kaum. Dieser Spirit ist einerseits vertraut, andererseits auch komplett anders. Ian hat nicht zuviel versprochen: hier reift augenscheinlich ein sehr komplexer Whisky mit ungewöhnlichem Geschmacksprofil heran, den ich mir im Moscatel-Fass auch sehr gut vorstellen kann.

KinGlassie – mit 20ppm getorftem Malz

Der nahe der Brennerei gelegene Ort Kinglassie ist Namenspate für den mit 20ppm getorften Rohbrand, der wohl leider erst in 8 bis 10 Jahren in unseren Gläsern landen wird. „Die Entwicklungszeit des Rohbrandes betrug rund zwei Jahre und es dürfte einer der ersten – wenn nicht sogar der erste – getorfte Rohbrand aus dem Kingdom of Fife in der modernen Zeit sein“, sagt Ian. „Der Torf, der aus St. Fergus in Aberdeenshire kommt, hat ein sehr rauchiges Aroma und verschmilzt mit der dezenten Süsse der lokalen Frühjahrsgerste. Wir produzieren KinGlassie für zwei Wochen jeden Dezember (= 80.000LPA) und erhalten damit auch den Einfluss des Winters durch unsere Washbacks im Freien. Destilliert wird der Rohbrand in den beiden traditionellen Brennblasen, um dann in ehemaligen Bourbon und Amontillado Fässern zu reifen.“

Der Rohbrand versetzt mich sofort an die Südküste von Islay: Rauch, Torf, Süsse, gelbe Früchte, Citrus – das hier nur 20ppm Phenole im Gerstenkorn gewesen sein sollen kann ich fast kaum glauben. Mit dem dreijährigen Sample aus einem Islay Barrel beamt mich Scott(y) geschmacklich durch Raum und Zeit in die östlichste Brennerei an der A846 auf Islay. Es ist der Mix aus Rauch, Torf, Jod, Süsse, Gummi und Teer der mich in Anklängen an die legendären Abfüllungen der frühen 1970er Jahre dieser Brennerei erinnert. „Wie habt Ihr das denn gemacht?“ Eine Frage, die Scott nur mit einem freudigen Lächeln beantwortet. 

Wenn sich KinGlassie in den nächsten Jahren so gut weiterentwickelt, dann hat er das Potential zu meinem Lieblingswhisky unter den Getorften zu werden.

InchDairnie – Whisky aus vier Jahreszeiten

Was kommt denn jetzt noch, nach Roggen- und Haferwhiskies und einem getorften Lowland Whisky aus dem Kingdom of Fife? Die Antwort ist komplex: der InchDairnie Single Malt, der die jahreszeitlichen Einflüsse seiner Umgebung aufnimmt. Mit einer Produktionsmenge von 4 Jahreszeiten zu je 80.000 LPA = 320.000 LPA ist der InchDairnie das Whisky-Herzstück der Brennerei. Allerdings ist zu befürchten, dass er nicht vor 2029 abgefüllt wird.

„InchDairnie Whisky fängt den Duft und den Geschmack von Frühling, Sommer, Herbst und Winter ein. Dazu wird Frühlings- und Wintergerste eingesetzt und mit unterschiedlichen Heferezepten kombiniert. Die Fermentation in unseren im Freien aufgestellten nicht temperaturkontrollierten Washbacks ist Wind und Wetter der jeweiligen Jahreszeit ausgesetzt. Zudem haben wir mit Tausenden verschiedener Hefen experimentiert, um die perfekte Kombination für jede Jahreszeit zu finden. Wir haben individuelle Cut Points bei der Destillation eines jeden Rohbrands festgelegt und eine individuelle Fassauswahl, um die jahreszeitlichen Geschmacksnoten herauszuarbeiten“, sagt Ian. „Für die InchDairnie-Abfüllung möchte ich die verschiedenen jahreszeitlichen Brände zu einem echten Jahrgang zu vermählen.“

Klingt das komplex oder fantastisch? Tatsächlich nehmen mich die vier Rohbrände auf eine Jahresreise. Zunächst zu einem Frühlingstag mit den ersten Blumen, frischem Gras und der ersten warmen Sonne. Einem Sommertag auf dem Land zwischen Wiesen und Feldern fast reifer Gerste am Waldesrand. Einem frühen Herbsttag im Alten Land zur Obsternte. Die ungetorfte Winterdestillation bringt noch mehr – allerdings getrocknete – Früchte als Wegzehrung für einen Spaziergang an einem kalten Wintertag.

Die vierjährigen Cask Samples unterstreichen dies geschmacklich hervorragend noch durch die verschiedenen Fassarten (z.B. Bourbon, Oloroso, Rioja).

Die flüssigen Jahreszeiten finde ich sehr gelungen und hoffe, dass sie auch einzeln ihren Weg in die Flasche finden.

Die Kunde aus dem Königreich

Der Streifzug durch die Produktpalette war beeindruckend. Das Ziel einen maximalen Geschmack zu erzeugen fand ich in meinem Glas bestätigt, genauso wie die innovative Herangehensweise an Geschäftsmodell und Produktion.

Spätestens mit der Einführung des Ryelaws wird dies der Whisky Community nicht länger verborgen bleiben.

Ian und Scott haben sehr tiefe Einblicke in die sonst (noch) so verborgene Brennerei möglich gemacht. Ich mache mich auf den Weg, stoppe das Auto am Tor und schaue zurück.

Auch andere Brennereien (z.B. Loch Lomond, Springbank, Bruichladdich u.a.) nutzen verschiedene technische Set-Ups, Cut-Points oder Rohstoffe zur Erweiterung ihrer Produktpalette. InchDairnie setzt jedoch auf einem noch höheren Level an, vor allem durch eine weit flexiblere Produktionsanlage mit Hammermühle, Mashfilter und Lomond Still. Zudem ist die aufwendige kontinuierliche Suche und Entwicklung neuer Brände Teil der InchDairnie-DNA.

Nicht hoch genug einzuschätzen ist deshalb die Leistung, mindestens neun qualitativ hochwertige Rohbrände innerhalb von vier Jahren zu entwickeln und zu produzieren.

Statt am Ende der Whisky-Reifung mit einem Finish eine beliebige Geschmacksvariation zu erzeugen, auch auf die Gefahr hin, den Brennereicharakter zu verlieren, setzt Ian Palmer konzeptionell ganz am Anfang an – eine konsequente Umsetzung seiner Denkweise.

Hat Ian Palmer also einen neuen (Destillerie-)Standard gesetzt? Die Zeit wird es zeigen. Ich kann mir aber mindestens vorstellen, dass das Geschäftsmodell und die Produktionsanlage Nachahmer finden wird.

Mein Autoradio spielt “All the Whisky Men” von Robin Laing, ein Song in dem Robin viele „Whisky Men“ der Vergangenheit und Gegenwart in einem Raum versammelt.  Wer wird in den nächsten 20 Jahren zu dieser Gruppe stoßen?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Ian Palmer mit großem Hallo in dieser Gruppe begrüßt wird, wenn sich die Kunde über diese geheime Brennerei durch die sieben Kreisverkehre aus dem verborgenen Königreich hinter den Lomond Hills verbreitet.

PR: Spitzenawards für Glenfiddich bei der diesjährigen International Wine & Spirits Competition

Die Destillerie Glenfiddich freut sich über eine Anzahl von Auszeichnungen bei der IWSC in diesem November – so wurde man für die Malts, aber auch als Unternehmen, nämlich in Form des Mutterkonzerns William Grant & Sons prämiert. Insgesamt 19 Preise sind es 2020 geworden, und was man dazu bei Glenfiddich zu sagen hat, im Speziellen Master Blender Brian Kinsman, können Sie untenstehend in der deutschsprachigen Pressemitteilung nachlesen:


GLENFIDDICH, DER MEISTAUSGEZEICHNETE SINGLE MALT WHISKY WELTWEIT, GEWINNT ZUM WIEDERHOLTEN MALE SPITZENAWARDS BEI DER DIESJÄHRIGEN INTERNATIONAL WINE & SPIRITS COMPETITION

William Grant & Sons gewinnt Scotch Whisky Producer of the Year Award

Glenfiddich, der meistausgezeichnete Single Malt Whisky weltweit, wurde bei der diesjährigen 2020 International Wine & Spirits Competition (IWSC) durch eine Reihe von Kategorien mit zahlreichen Awards geehrt. Die IWSC, die in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiert, lenkt international die Aufmerksamkeit auf herausragende Produkte und setzt damit weltweite Qualitätsstandards. 

Zu den Auszeichnungen gehören: 

  • Single Malt Scotch Whisky Trophy – 26 Years and Over für den Glenfiddich 40 Year Old
  • Gold Outstanding für den Glenfiddich Finest Solera
  • Gold für den Glenfiddich Vino Formosa Cask Finish 1992 und den Glenfiddich 21 YO.

Insgesamt verlieh die Jury 19 Awards an Glenfiddich dieses Jahr – eine Anerkennung des innovativen und breit aufgestellten Whisky-Portfolios. 

William Grant & Sons gewann darüber hinaus den Award für den Scotch Producer of the Year 2020, nachdem das Familienunternehmen bereits im letzten Jahr den Award als Outstanding Spirits Producer of the Year erhielt. 

Brian Kinsman, Master Blender bei William Grant & Sons, kommentierte die Auszeichnungen:

„Dieses Maß der Anerkennung durch die IWSC ist eine außerordentliche Ehre, aber vor allem ist es eine Anerkennung unserer kontinuierlichen Teamleistung, die uns in dieser beispiellosen Zeit besonders viel bedeutet und uns Kraft gibt.

Dieser Erfolg ist auch eine Auszeichnung für das Engagement und die Innovationskraft unseres gesamten globalen Teams. Wir werden weiterhin alles dafür tun, für Menschen auf der ganzen Welt den besten Whisky Schottlands zu brennen.“

Der Wettbewerb folgt einem strengen Bewertungsprozedere durch über 250 internationale Wein- und Spirituosenexperten, die über sechs Monate die eingereichten Produkte beurteilen.

Die IWSC geht nun in ihr 51. Jahr. Ihre Aufgabe bestand von Anfang an darin, Exzellenz zu würdigen und sowohl Händlern als auch Verbrauchern eine Orientierung zu geben. Bewerber aus über 90 Ländern lassen ihre Produkte in ihren jeweiligen Kategorien beurteilen. Mit mehr als einem halben Jahrhundert Tradition gehören die Auszeichnungen der IWSC Competition zu den höchsten der Industrie. 

Glenfiddich wurde 2020 auch im Rahmen der International Spirits Challenge ausgezeichnet und gewann unter anderem Double Gold Awards für Glenfiddich 30 Year Old, Glenfiddich 21 Year Old und Glenfiddich 15 Year Old.

PR: Whisky Hammer versteigert Fässer der Holyrood Distillery mit Whisky nach historischen Rezepten

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Vor etwa zwei Wochen haben wir darüber berichtet, dass die Holyrood Distillery Whisky „nach historischen Rezepten“, also mit alten Gerstensorten und besonderen Hefen sowie sehr langsam proudziert, brennt. Die Fässer dieses interessanten Experiments werden nun bei Whisky Hammer noch bis Ende der Woche versteigert. Eine entsprechende Presseaussendung mit Informationen dazu hat man uns heute zugesendet, ein dazugehöriges Video stellen wir ebenfalls für Sie dazu:


Bids open at Whisky Hammer for unique historic cask resurrected by Holyrood Distillery

-Bidding closes at 7pm GMT this Sunday 13th December –

Whisky lovers have until Sunday (13 December) to bid on a very special series of casks from Holyrood Distillery, Edinburgh’s first single malt distillery for almost 100 years, on leading online auction platform Whisky Hammer.

Holyrood Distillery is recreating historic single malt whiskies based on those produced during Edinburgh’s rich distilling past and these are exclusively available on Whisky Hammer in their first dedicated online cask auction. The auction went live on Friday 4 December with bids starting at £3,000 for each numbered sherry hogshead from Holyrood Distillery. The auction closes at 7pm (GMT) on Sunday 13 December.

For this special auction, the distillery has adopted the whisky making styles used by Edinburgh distilleries in the 1800s and early 1900s. It is filling just 30 casks which will be distilled barley varieties during that period: Chevallier barley and Plumage Archer. Each winning bidder will then be able to select the historic barley variety they prefer and choose the wood to age the whisky in: American oak Oloroso Sherry Hogsheads or Spanish oak Pedro Ximenez Sherry Hogsheads. Holyrood Distillery will also use old-style brewer’s yeasts and recreate the slow distillation methods the now-closed Edinburgh distilleries would once have used. The casks will be filled with spirit in early 2021 and left to mature into exquisite single malt Scotch whisky. 

The majority of the city’s distilleries closed in the 19th century with the last ones being Dean, closing in 1922 and Glen Sciennes distillery, closing in 1925. Holyrood Distillery resurrected the distilling of single malt with its opening in 2019.

Whisky Hammer is one of the leading online whisky auctions globally and hosts online auctions each month.  Dedicated to whisky and other fine spirits, Whisky Hammer’s auctions allow buyers and sellers from every corner of the world to participate. It has auctioned many rare and collectible whiskies – both bottles and casks – since its launch in 2016. But this partnership with Holyrood Distillery marks Whisky Hammer’s first dedicated cask auction, and shows the growing interest in this area among whisky lovers and investors. 

In October, Whisky Hammer auctioned a rare bottle of the world’s oldest whisky ever released by The Macallan – also believed to be the oldest whisky ever launched by a distillery – a 78-year old from the producer’s new Red Collection for £92,500.

Whisky Hammer has recently re-located to a new, purpose built, facility in Aberdeenshire which is also home to a sister business, Still Spirit – a whisky shop and exquisite tasting room.

Holyrood Distillery started distilling in September 2019 in Edinburgh’s city centre. Located right in the heart of Edinburgh’s historic distilling district – on St. Leonard’s Lane with views over Holyrood Park – the 180-year-old building has been thoughtfully renovated to produce gin, liqueurs and whisky.

Daniel Milne, managing director of Whisky Hammer

Daniel Milne, managing director of Whisky Hammer, said:

“Since the Holyrood Distillery cask auction went live on Friday, we’ve had great interest with a number of bids arriving from across the world. Purchasing whisky by the cask is continuing to grow in popularity, and we feel this is offering is further enhanced given Holyrood’s innovative recreation of historic Edinburgh heritage whiskies.

“We’re honoured to partner with Holyrood Distillery to offer these casks exclusively to our customers and would urge anyone interested in participating in the auction not to miss out on this fantastic opportunity.”

David Robertson, co-founder of Holyrood Distillery, said: 

“It’s great to see the interest in these unique casks. At Holyrood Distillery, we’ve taken a contemporary, flavour-led approach to our spirits, so recreating these historic whisky styles has been a fascinating process for us. I know the lucky winners will enjoy continuing this journey with us as they watch their whisky develop and mature.”

To bid in the Holyrood 2021 Heritage Barley cask auction, please visit https://www.whiskyhammer.com/auction/current.php

New Members can sign-up to bid using Whisky Hammer’s quick and straightforward registration process.

Serge verkostet: Octomore x4

Aus der Destillerie Bruichladdich stammt der Octomore – zunächst einmal bekannt als sehr kräftig rauchige Abfüllungen, aber die Octomores können darüber hinaus mit interessanten Finishes oder anderen Experimenten noch mehr. Und auch bei den Unabhängigen finden sich immer wieder erstaunliche Varianten.

Vier Octomore-Anfüllungen verkostet Serge Valentin heute, drei Originalabfüllungen sind dabei, und zwei davon aus der neuen 11-er Serie. Und so sehen die Wertungen in der Verkostung aus:

Octomore 10 yo 2009/2020 ‘4th Edition’ (54.3%, OB, 12,000 bottles)86
Octomore 5 yo 2014/2020 ‘Edition 11.1’ (59.4%, OB)88
Octomore 5 yo 2014/2020 ‘Edition 11.3’ (61.7%, OB)90
Octomore 8 yo 2010-2011/2020 (58.3%, Maltbarn)87
Bei Bruichladdich. Bild © Whiskyexperts

Neu von Kilchoman: Unique Islay Series An Geamhradh 2020

Die Hanseatische Weinhandelsgesellschaft hat neue Single Cask Abfüllungen aus der Destillerie Kilchoman angekündigt – und zwar gleich sieben an der Zahl: Die Unique Islay Series An Geamhradh 2020 bringt jede Menge besondere Abfüllungen – die wir Ihnen hier nachfolgend mit ihren Details auflisten. Sie sollten dann in absehbarer Zeit im Fachhandel zu finden sein, der Sie dann auch über die Preise der Flaschen informiert:

Kilchoman Vintage 2013 56,7% vol. – Fresh Bourbon Barrel – Finish in Calvados Hogshead ( 9 Monate)

Taste: The Calvados Finish has a wonderful aroma of green apples and sweet caramel intermingled with a salty briny aftertaste.

Kilchoman Vintage 2012 55,6% vol. – Fresh Bourbon Barrel – Finish in Ruby Port Quarter Cask (7 Monate)

Taste: The Ruby Port Quarter Cask Finish has a powerful rich texture with summer fruits and peat smoke on the back of the palate

Kilchoman Vintage 2012 53,5% vol. – Fresh Bourbon Barrel – Finish in an „STR“ ex-red wine Hogshead (14 Monate)

Taste: The STR (Shaved, Toasted and Re-charred ex-red wine) Finish has a fruity rich character with plums and apricots to the fore with soft peat smoke on the palate

Kilchoman Vintage 2010 56,0% vol.- Fresh Bourbon Barrel

Taste: The Bourbon Barrel has well integrated citrus, lemon and caramel with underlying sweet- ness and peat smoke on the palate

Kilchoman Vintage 2012 56,6% vol. – Fresh Oloroso Cask

Taste: The Oloroso Hogshead, produced from Kilchoman 100% Islay unpeated malt, has a full bodied spicy, rich character with only hints of salti- ness on the back of the palate

“We only filled a handful of casks with unpeated 100% Islay spirit over the past 15 years and it was always going to be fascinating how they deve- loped differently from the usually peated malt. Although faint notes of peated spirit from the previous spirit runs can be found in the whisky, it is overridden on the palate with strong spice, bold fruits and coastal flavours”

Anthony Wills, Kilchoman Founder

Kilchoman Vintage 2013 56,3% vol. – Fresh Bourbon barrel – Finish in a PX Hogshead (9 Monate)

Taste: The PX Hogshead Finish has wonderful balance between the citrus and lemon from the bourbon barrel and spicy, rich sweetness from the PX cask.

Kilchoman Vintage 2010 56,5% vol.- Fresh Bourbon Barrel

Taste: This Bourbon Barrel has waves of orange peel, vanilla pods and fresh peat smoke.

PR/Video: Nick Offerman für Lagavulin – A Dram Good Holiday

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Auch in diesem Jahr ist der us-amerikanische Komiker und Schauspieler Nick Offerman in der Vorweihnachtszeit unterwegs, um auf unterhaltsame Weise für Lagavulin zu werben. Diesmal geht es um den Lagavulin 8, den neuesten Internettrend „Lip syncing“ und… aber sehen Sie selbst. Alles Weitere dazu in der englischsprachigen Pressemitteilung, die wir von Diageo dazu erhalten haben:


Nick Offerman and Lagavulin Single Malt Scotch Whisky Are Having a Dram Good Holiday at Home

The Newest Video in the ‘Lagavulin: My Tales of Whisky’ Series Toasts to a New Form of Holiday Entertainment

Your Living Room (December 7, 2020) – If you’re in for a simpler form of merrymaking this holiday season, longtime friends Nick Offerman and Lagavulin Single Malt Scotch Whisky have you covered. In the newest holiday spot in the ‘Lagavulin: My Tales of Whisky’ series, Nick Offerman shares how you can have a perfectly good holiday at home, free from endless screen time and new-fangled internet media, despite these unprecedented times.

“A Dram Good Holiday” reveals Nick’s preferred form of holiday entertainment may not live up to pop-culture expectations. Though he does not understand the art of “lip synchronization,” he sure knows how to cherish something worth talking about – Lagavulin Single Malt Scotch Whisky. And while we may not be honoring holiday traditions with our one hundred best friends and second cousin-twice-removed this year, Lagavulin is still the perfect gift for the holidays.

“After many a holiday spent sipping Lagavulin by a blazing Yule Log, I have this year determined to venture into the world of the modern-day internet media tube,” Nick said, likely dressed in a holiday onesie with a Santa hat to boot. “Well, I saw it. I can’t say I fully understand it, nor do I want to, so I will now return to my usual holiday plans and sip the wondrous elixir that is Lagavulin Single Malt Scotch Whisky as intended.”

TTB-Neuheit: Benriach Malting Season First Edition

Bei der Vorstellung der neuen Range von BenRiach unter der Master Blenderin Rachel Barrie war er bereits Thema, nun sind auch erstmal die Label des Benriach Malting Season First Edition in der TTB-Datenbank aufgetaucht, die ein baldiges Erscheinen der Abfüllung erwarten lassen.

Der Benriach Malting Season First Edition wurde mit am eigenen Malt Floor gemälzter Concerto-Gerste im Herbst 2012 destilliert und reifte in Bourbon- und Virgin Oak-Fässern. Der Whisky soll eine malzig süße Note erhalten und wird mit 48,7% vol. Alkoholgehalt abgefüllt werden.

Für die Markenbeobachter unter uns vielleicht auch ein interessantes Detail: Man verzichtet wieder auf das große „R“ in der Marke Benriach und schreibt Marke und Destillerie auf den Etiketten gleich.

Und so sehen die Label aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

PR: Whiskyauctioneer.com startet Auktion mit über 800 Flaschen unabhängiger Abfüller

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Mit über 800 Flaschen unabhängiger Abfüller bestückt whiskyauctioneer.com eine Auktion von 10. bis 14. Dezember dieses Jahres. Die Abfüller stammen aus Deutschland, Italien und Holland und tragen so klangvolle Namen wie Samaroli, Moon Import oder Jack Wieber.

Hier ein Überblick über das, was Sammler in der Auktion erwartet, in der englischsprachigen Pressemitteilung:


WHISKY AUCTIONEER CELEBRATES EUROPE’S LOVE FOR SCOTCH WITH INDEPENDENT BOTTLER AUCTION

Joe Wilson, Head of Auction Content at Whisky Auctioneer. Photo credit: Whisky Auctioneer

Single malt Scotch whisky has long been sipped and savoured across the globe, and although uniquely Scottish by definition, its audience extends far beyond its homeland. Since the 1980s, importers-turned-bottlers in Europe have planted the seeds of what has become a flourishing and ever-growing independent bottler scene across the continent.

Now, in a special sale dedicated to one Collector’s passion for whisky, over 800 bottles from independent European bottlers will go under the hammer in an online sale by WhiskyAuctioneer from 10-14 December 2020. The auction will present the unique opportunity for Scotch lovers and collectors to bid on some of the most complete series’ of whiskies released by iconic German, Italian and Dutch bottlers.

Each expression included in the exclusive European auction is part of Pat’s Whisk(e)y Collection – a treasure trove of decades of incredible whisky in colourful and unusual forms, and the largest private collection of whisk(e)y ever to grace the secondary market.

Auction highlights include over 150 bottles from the Italian distributor and bottler, Moon Import, known as an early pioneer of the independent European bottler category thanks to its intricate label designs and exceptional cask selections. Pat’s collection of Moon Import represents a special time within the category that paved the way for independent bottlers that were to follow. With labels famously designed by founder Pepi Mongiardino, highlights include notable series’, The Animals, The Sea, The Costumes and The Birds – all decorated with artwork discovered in the 18th century encyclopaedia, Brockhaus Enzyklopädie. Other highlights include complete archives of the 30th anniversary bottlings and series’ including Menses, Le Fanciulle dell’800 and The Last Fetish.

Other special expressions to be included in the sale include the legendary Silvano Samaroli’s Coilltean series, and the largest collection of whisky from German independent bottler, Jack Wieber, to reach the secondary market. This will include 84 bottles from the Old Train Line label, featuring rare expressions from ‘lost’ Scottish distilleries including Port Ellen, Glenury Royal and Lochside.

The auction will also feature complete collections from Juul’s Vin & Spiritus in Copenhagen, Denmark, and over 60 rare expressions from Dutch independent bottler, The Ultimate.

The collection’s anonymous owner, Pat, spent decades amassing his library of 9,000 bottles of whisky fuelled solely by a raw passion to explore, learn about and enjoy examples from around the world.

Joe Wilson, Head of Auction Content at Whisky Auctioneer, said:

“There’s an incredibly rich story to be told when it comes to the history and significance of Europe’s independent whisky bottlers, whose expressions have been growing significantly in popularity in recent years. Part of what makes these whiskies so special is that they have been borne solely out of a passion for exploring whisky – much like Pat’s approach to whisky drinking and collecting.

“Our upcoming exclusive European bottler auction will give whisky lovers and collectors an incredible opportunity to discover some amazingly complete series’ of releases that paved the way for the growth of the independent bottler category, and the opportunity to bolster or even begin the collections of the future.”

The remainder of Pat’s Whisk(e)y Collection will be sold across multiple auctions hosted by Whisky Auctioneer over the next six months. For more information and to register to take part in this and all upcoming auctions please visit www.whiskyauctioneer.com

To keep informed as to when Pat’s bottles are going to auction, and to join Pat’s Whisk(e)y Club for exclusive access and content, please visit:

https://whiskyauctioneer.com/pats-whiskey-collection

Treffpunkt: The hidden distillery close to water – eine Trilogie über InchDairnie – Teil 2: Die Produktion

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon vielbeachtete Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery, über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2), über St. Kilian (Teil 1 und 2) und einen über Springbank (Teil 1  und Teil 2) verdanken, hat für seine fünfte Kollaboration mit Whiskyexperts die Destillerie InchDairnie im Kingdom of Fife besucht, um dort tief in die Geheimnisse der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Brennerei einzutauchen.

Kommen Sie mit ihm und uns in die versteckte Brennerei in den Lowlands, die im Dezember 2015 zu produzieren begann, und lesen Sie in drei Teilen, was Inchdairnie so außergewöhnlich macht. Den ersten Teil finden Sie hier, das Finale lesen Sie dann morgen, am Dienstag:


Treffpunkt: The hidden distillery close to water – eine Trilogie – Die Produktion

„Es wird Zeit, dass wir in die Produktion gehen und anschauen was uns anders macht,“ sagt Ian Palmer, Gründer und Managing Director der InchDairnie Distillery und bittet seinen Distillery Manager Scott Sneddon hinzu, der zuvor in gleicher Position bei Glenkinchie war.

Die Brennerei strahlt Modernität und Produktivität aus. Ein kurzer Blick erhascht die Maltbins und Washbacks, die außerhalb neben und hinter dem Gebäude stehen. Scott lässt sie jedoch links liegen und geht direkt zur Mühle, die ich zunächst nicht zweifelsfrei erkannt hätte, am Eingang des Brennereigebäudes.

Die Hammer-Mühle

Scott’s Augen funkeln, als er leidenschaftlich anfängt den Produktionsfluss zu erklären: „Im Gegensatz zu den Rollen-Mühlen von Porteus, Boby oder neuerdings CTS Prozess, die das Malz viel grober schroten, haben wir eine Hammer-Mühle von Asnog aus den Niederlanden eingebaut. Die Mühle schrotet Lose von 4 Tonnen Getreide in feinstes Mehl wodurch wir mehr Stärke und damit letztendlich Zucker beim Maischen extrahieren können und dadurch den Geschmack nachhaltig beeinflussen.“

Angesichts des feinen Mehls erinnere ich mich an jede bisherige Distillery Tour, in der erklärt wird, dass das Malz nicht zu fein gemahlen sein darf, da sonst das Equipment verstopft und zudem die gröberen Bestandteile als Filter in der Mashtun fungieren. Das feine Mehl könnte dort also nicht verarbeitet werden. Und wie ist das bei InchDairnie?

Scott sieht diese Frage kommen: „InchDairnie hat keine Mashtun. Wir nutzen ein Set up, das in Brauereien häufig angewendet wird: In Stahltanks – den „Conversion Vessels“ – wird das Mehl mit 65°C heißem Wasser vermischt. Die auf diese Art aktivierten Enzyme verwandeln nun die Stärke in Zucker. Mit 68°C geht es weiter in den Mashfilter, von denen zur Zeit nur vier in der Whiskyindustrie in Schottland und Irland im Einsatz sind – bei Teannich, Midelton, Waterford und bei InchDairnie.“

Der Mashfilter

Der Mashfilter sieht aus wie ein großes Klavier, das auf der Seite liegt. Seine „Tasten“ bestehen aus bis zu 48 Modulen.

In der Mitte des Moduls sitzt zwischen einer Membran und einem Filter eine große Kammer. Sind alle Kammern befüllt, dehnt sich die Membran durch Luftdruck aus und presst so die Maische durch den Filter. „Es ist im Grunde so als würde man einen Teebeutel zu einer Seite hin ausdrücken”, erklärt Scott. Dieser sogenannte “strong wort” (starke Würze) wird dann in die Gärbottiche gepumpt. Dann entweicht der Druck aus dem System, die Membranen dekomprimieren und das System wird mit Wasser gespült. So entsteht der “weak wort” (schwache Würze) der für den nächsten Maische-Durchgang eingesetzt wird. Die zurückgebliebenen festen Bestandteile fallen einfach unten aus der Kammer heraus. Mashing completed!

Dieser Prozess benötigt weniger Wasser als die sonst gängige traditionelle Methode, was zu einer stärkeren klaren Würze führt. Die hat großen Einfluss auf den Geschmack, denn so entstehen grasige und florale Aromen im New Make während die schwereren Noten minimiert werden.

Als weiterer Vorteil neben der maximalen Geschmacksextraktion kann der Mashfilter Getreidesorten leicht verarbeiten, die traditionelle Systeme sonst nur schwer bis gar nicht verarbeiten können, z.B. Roggen, Hafer und Wintergerste.

Die Nachteile liegen in den höheren Kosten und dem Wartungs- und Reinigungsaufwand für den Mashfilter. Zudem muss er immer komplett gefüllt sein weshalb bei kleineren Chargen Platten in die Kammern eingesetzt werden  müssen, was zusätzlich Zeit kostet.

Für Ian und Scott überwiegen die Vorteile hinsichtlich des Geschmacks und des flexiblen Einsatzes verschiedenster Getreidesorten die Nachteile bei weitem.

Sie müssen draußen bleiben – die Gärbottiche

Die klare Würze wird in einen der vier 80.000l Gärbottiche gepumpt, die zu 75% befüllt werden. Je nach Rohbrand wird eine ganz spezielle Hefe hinzugefügt. Während der nächsten 60 Stunden drückt die Natur nun der Gärung ihren Stempel auf, denn die Bottiche stehen unter freiem Himmel hinter dem Brennereigebäude ohne Temperaturkontrolle. Dadurch entstehen jahreszeitliche Effekte im Geschmack, die explizit gewollt sind.

Die Brennblasen von Frilli

Nach Abschluss der Gärung enthält der Wash stolze 10% Alkohol und wird in die traditionelle 18.000l Wash Still zur ersten Destillation gepumpt, die den Alkohlgehalt auf 25% steigert. InchDairnies Rohbrände aus gemälzter Gerste werden in einer traditionellen 11.000l Brennblase zum zweiten Mal destilliert. Die Alkoholstärke differiert je nach Rohbrand aufgrund unterschiedlicher Cut Points an denen der Alkohol getrennt wird, wobei die Brennblase immer mit gleicher Geschwindigkeit läuft.

Die beiden traditionellen Stills sind mit „double shell and tube condensers“ (Rekuperatoren) ausgestattet, die einerseits einen längeren Kupferkontakt erlauben sowie 35% Energierückgewinnung.

Für andere Getreidesorten (Roggen, Hafer, etc.) findet die zweite Destillation in der neuen Lomond Still statt, die auch von Frilli hergestellt wurde. Sie verfügt über sechs “Destillation Plates” im Hals und ein Refluxsystem, aber erlaubt die Destillation des Rohbrandes nur mit einer Alkoholstärke mit gleichem Geschmacksprofil.

Beam me up Scotty – die Pilot Still

Treppe abwärts befindet sich die Pilot Still – eine Versuchsbrennblase. Wer eine kleine zwiebelförmige Einheit erwartet hat, der wird enttäuscht. Sie sieht eher nach einer kleinen Rakete aus. Hier wird der experimentelle Wash eingesteuert, der zuvor beim Hefehersteller speziell für InchDairnie produziert wurde. „Es ist ein Traum für jeden Brennmeister“, bestätigt Scott. „Hier testen wir neue Hefen und Getreidesorten.“

Für mich ist die Pilot Still der letzte Mosaikstein der erklärt, warum Scott’s Augen so funkeln und ihm sein Job soviel Spaß macht. Welche Experimente so vielversprechend waren, dass sie in eine Produktion mündeten, dass möchte Scott jedoch nicht verraten: „No comment!“

Produktion und Lagerung

InchDairnie ist darauf ausgelegt, zwei Millionen Liter reinen Alkohol (LPA) innerhalb von 50 Wochen im Jahr zu produzieren, im 24/7 Betrieb mit einem Team von fünf Operators. Das entspricht einer Produktion von 40.000 LPA/Woche, die etwa 250 Fässern entspricht.

Mittlerweile wurden acht große Lagerhäuser bei InchDairnie errichtet, die jeweils in zwei Zonen zu 1.000 Quadratmetern segmentiert sind und die jeweils 14.000 Fässer aufnehmen können. Diese stehen auf 6er-Paletten und werden bis zu acht Paletten hoch gestapelt.  “Da wir nur Fässer höchster Qualität verwenden ist das Risiko von Leckagen gering. Jedoch dauert die Reifung etwas länger. Um einen Whisky zu erzeugen, der einer Reifung von drei Jahren in einem traditionellen Lagerhaus entspricht, benötigen wir auf Paletten etwa drei Monate  länger”, erklärt Ian. “Dieser Faktor wird jedoch durch die höhere Anzahl an lagernden Fässern mehr als ausgeglichen. Betreut werden die Lagerhäuser von zwei Mitarbeitern.”

In einem separaten Teil eines Lagerhauses sind die ex-Bourbon Barrels des kleinen aber sehr exklusiven Fassprogramms untergebracht. “Wir bieten nur jeweils 30 Fässer pro Jahr an. Ein spezifischer Rohbrand  wird in einem speziell dafür abgestimmten Fass angeboten. In 2019 war das die Frühjahrsdestillation von Inchdairnie in einem ex-Bourbon Barrel zu einem Preis von 8.500 GBP. Darin enthalten sind die Kosten für Labels, Flaschen und Abfüllung , sechs VIP Besuche in der Brennerei für Gruppen bis zu sechs Personen mit inkludiertem Lunch im Board Room. Zudem bieten wir nach der Abfüllung des Fasses ein spezielles Tasting im Hause des Fassbesitzers an. Mir liegt daran mit unseren Kunden eine Beziehung mit persönlicher Tiefe einzugehen, die niemand sonst in dieser Form bietet”, sagt Ian.

Wir gehen zurück zum Verwaltungsgebäude. Von Ian, Scott, der Brennerei und dem Konzept bin ich bisher tief beeindruckt. Die Ausstrahlung von unbedingtem Selbstvertrauen jederzeit den geschmacklich bestmöglichen Whisky zu produzieren, hat sich nach meiner Wahrnehmung noch verstärkt. Das Schild am Eingangstor war korrekt: “We are busy making whisky” und das mit großer Leidenschaft.