Catoctin Creek Distillery will nach 1 Mio. Dollar Investment Produktion verdreifachen

0

Die im Jahr 2009 in Virginia gegründete Catoctin Creek Distillery hat laut einem Bericht in The Spirits Business über das letzte Jahr eine Ausweitung ihrer Produktion geplant und will mit den dafür nötigen Arbeiten im Juni 2021 fertig sein (die Pläne mussten wegen der Covid-Pandemie teilweise zurückgestellt werden).

Die Brennerei, an der Constellation Brands seit Anfang 2017 einen Minderheitenanteil besitzt, will dann im Vergleich zu jetzt die dreifache Menge an Alkohol produzieren. Eine 2000 Liter Kuipferbrennblase wird die jetzt 12 Jahre in Betrieb befindliche kleinere Still ersetzen, ein Kühlsystem, das auf Glykol basiert, wird ebenso installiert wie ein 2000 Liter fassender Mash Tank so wie sechs Fermenter mit ebenfalls je 2000 Liter Fassungsvermögen. Die Betreiber Scott und Becky Harris bieten gleichzeitig ihr bisheriges Equipment zum Verkauf an.

Die Catoctin Creek Distillery wurde bei Ihrer Gründung die erste legale Brennerei in der Geschichte ihrer Heimatstadt, Purcelville. Ihre Produkte sind in fast 30 Staaten der USA und auf drei Kontinenten erhältlich. Auch in Deutschland findet man ihre Abfüllungen im Handel.

Catoctin Creek Distillery. Bild von Scott E. Harris – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27919737

Uproxx: Abseits der großen Whiskyländer – 11 Whiskys, die Sie probieren sollten

Best-of – Listen sind ja so eine Sache, gerade wenn es um Genuss geht, denn Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Aber die Auswahl, die das Online-Magazin Uproxx in seinem ArtikelExpand Your Whiskey World With These Bottles From Beyond The ‘Big Five’ Whiskey Producing Nations“ zusammengestellt hat, ist unserer Meinung nach gut gelungen und bringt auch einige Whiskys, die sogar abseits der üblichen Verdächtigen der jeweiligen Länder ausgewählt sind.

Was hat man dort also ausgewählt? Es geht um Whiskys, die nicht in einem der fünf großen Whiskyländer (Schottland, Irland, USA, Japan und Kanada) produziert wurden. Elf Vorschläge sind es, die der Autor Christopher Osburn hier ausgewählt hat, und zu jedem gibt es eine kurze Beschreibung, Tasting Notes und eine Conclusio.

Hier sind die elf ausgesuchten Whiskys, für Details folgen Sie unserem Link:

  • Mackmyra Brukswhisky (Schweden)
  • Abasolo El Whisky De Mexico (Mexiko)
  • Penderyn Celt Single Malt Welsh Whisky (Wales)
  • Seven Seals Peated Port Wood (Schweiz)
  • Starward Nova (Australien)
  • Brenne French Single Malt Whisky (Frankreich)
  • Cotswolds Single Malt Whisky (England)
  • Milk & Honey Whiskey In Bloom (Israel)
  • Amrut Fusion (Indien)
  • Bain’s Cape Mountain Whisky (Südafrika)
  • Stork Club Straight Rye Whiskey (Deutschland)

Viel Spaß beim Nachlesen – und vielleicht auch beim späteren Ausprobieren…

Der deutsche Vertreter auf der Liste ist der Stork Club Straight Rye Whiskey

Polizei in Alabama nimmt drei Schwarzbrenner fest – konfisziert 1230 Liter Moonshine

Eine Meldung aus Alabama, genauer gesagt aus Russell County, hat uns heute erreicht: Dort hat das Büro des örtlichen Sherriffs nach einer Hausdurchsuchung drei Schwarzbrenner festgenommen, eine 48 Barrel Brennblase sowie über 1200 Liter Moonshine, die Bezeichnung für illegal gebrannten Bourbon New Make, beschlagnahmt.

Die drei Verdächtigten im Alter zwischen 34 und 58 Jahren haben sich wohl nicht nur mit dem illegalen Brennen von Alkohol ein Zubrot verdienen wollen, es wurden im Gebäude an der Rutherford Rd. nahe bei Hurtsboro auch Marihuana und gestohlene Gegenstände wie zwei Autoanhänger und gefälschte Papiere sowie eine Waffe gefunden.

Alle drei Schwarzbrenner sitzen nun im Russell County Jail ein, die Kautionen für das Trio wurden auf Summen zwischen 35.000 und 38.500 Dollar festgelegt.

Moonshining in Alabama hat eine lange Tradition – seit eh und je versuchen die Gesetzeshüter, dieser illegalen Tätigkeit einen Riegel vorzuschieben, allerdings mit mäßigem Erfolg. Wer mehr über die Geschichte des Moonshining in Alabama erfahren will, der sei auf den höchst interessanten englischsprachigen Artikel „Alabama moonshine raids through the decades: 81 years of lawmen battling bootleggers“ auf al.com verwiesen – der auch mit einer Vielzahl von historischen Aufnahmen bebildert ist.

Aus Tennessee stammt diese Whiskey Still, die im Museum of Appalachia in Norris, Tennessee, USA vom berühmten Moonshiner Marvin „Popcorn“ Sutton (1946-2009) aufgestellt wurde. Photo by Brian Stansberry – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6811055

Serge verkostet: Whisky weltweit, Episode 13

Die USA, Irland, Japan, Deutschland (mit Slyrs) und die Niederlande – das sind die fünf Stationen der Whiskyweltreise von Serge Valentin, die bereits die 13. Folge andauert und damit schon insgesamt fast 70 Whiskys vorgestellt hat. Diesmal liegen die Wertungen zwischen 83 (Slyrs) und 89 (Millstone) Punkten, also alles sozusagen im grünen Bereich. Auch einer der Whiskys aus unserem aktuellen Gewinnspiel ist dabei – mit schönen 87 Punkten.

Wie üblich hier unsere tabellarische Auflistung aller heute verkosteten Whiskys:

Kentucky Owl 11 yo ‚Batch No. 1‘ (55.3%, OB, America, Straight Rye Whisky, 2017)88
Waterford 2016/2020 ‚Single Farm: Ballymorgan 1.2‘ (50%, OB, Irish, 30,000 bottles)87
Yoichi ‚Rum Wood Finish‘ (46%, OB, Japan, 2017)84
Slyrs ‚Fifty-One‘ (51%, OB, Germany, +/-2018)83
Millstone 19 yo 1998/2018 (46%, OB, The Netherlands, PX, cask #2548, 351 bottles)89

Video: Ralfy verkostet Bladnoch 11yo (Review #859)

Starten wir diesen Dienstag mit dem neuesten Verkostungsvideo von Ralfy Mitchell, der sich diesmal eines Lowlanders annimmt. Der Whiskykenner von der Isle of Man hat einen Bladnoch 11yo im Glas, abgefüllt mit 46,7% vol. und natürlich ohne Kühlfiltration (die bei dieser Stärke auch nicht mehr notwendig ist, denn der Alkohol ist stark genug, um die Eintrübung des Whiskys bei Kälte – zum Beispiel bei Kontakt mit Eis – zu verhindern).

Im etwa 16 Minuten langen Video exploriert Ralfy den Geschmack des Whiskys (eine Originalabfüllung der Destillerie) und erzählt natürlich wie immer auch viel Wissenswertes rundherum – und kommt schließlich zur Punktewertung, die mit 86 Punkten durchaus positiv ausfällt.

Das gesamte Video, können Sie entweder obenstehend oder auf Ralfys Kanal auf Youtube sehen – wir wünschen wie immer viel Vergnügen damit!

PR: Simple Sample veröffentlicht ein außergewöhnliches Live-Tasting Sampleset mit Kavalan & Lustau

Wer sich ausführlicher mit der Beziehung zwischen Whisky und Sherry beschäftigen möchte, der findet in einem Online-Tasting, veranstaltet vom unabhängigen deutschen Abfüller Simple Sample, am 10.02.2021 um 20:00 Uhr die Gelegenheit dazu. 4 hochwertige Abfüllungen von Kavalan und vier Sherrys von Lustau werden hier gemeinsam verkostet.

Alle Infos dazu inklusive der Anmeldemöglichkeit finden Sie nachstehend in der Presseaussendung von Simple Sample:


Simple Sample veröffentlicht außergewöhnliches Live-Tasting Sampleset mit Kavalan & Lustau – Sherry meets Whisky

Simple Sample treibt  das Thema „Sherry meets Whisky“ auf die Spitze und veranstaltet ein Live-Tasting in Kooperation mit Kavalan & Lustau – vertreten durch den deutschen Generalimporteur Schlumberger.

Verkostet werden am 10.02.2021 – 20:00 Uhr 4 Premium Single Cask Abfüllungen von Kavalan mit den passenden, hochwertigen Sherrys von Lustau.

Als Gäste werden dabei sein:

Silvia Engelhardt – Marketingmanagerin von Kavalan

Francisco Rodriguez-Lopez aka „Paco“ – Brand Ambassador von Lustau

Und natürlich die zwei Jungs von Simple Sample.

Im Set enthalten, je 5cl:

– GRATIS Kavalan Tastingglas

– Kavalan Solist – Amontillado Sherry Cask (UVP: 319,90€)

– Kavalan Solist – Manzanilla Sherry Cask (UVP: 319,90€)

– Kavalan Solist – Pedro Ximénez Sherry Cask (UVP: 399,90€)

– Kavalan Solist – ? – Geheimes Sample, wird Live im Stream aufgelöst! (UVP: 319,90€)

– GRATIS Lustau Tastingglas

– Lustau – Los Arcos – Amontillado

– Lustau Manzanilla Papirusa

– Lustau Pedro Ximénez San Emilio

– Lustau – ? – Geheimes Sample, wird Live im Stream aufgelöst!

Alle Samples sind etikettiert mit offiziellen Logos der entsprechenden Marken und kommen in einer schwarzen Box mit folgendem Etikett:

Simple Sample meint:
„Eine, wie wir finden, geniale Auswahl die sich absolut sehen lassen kann.

Wir sind gespannt, wie stark sich die verschiedenen Sherrys in den Whisky wiederfinden und wie sich die Reifung tatsächlich auswirkt.

Wir freuen uns riesig auf dieses ganz besondere Tasting!“

Die stark limitierten Sets sind ab sofort im Onlineshop von Simple Sample versandkostenfrei erhältlich:

https://www.simple-sample.de/p/kavalan-and-lustau-sherry-meets-whisky-live-tasting-sampleset

Der Preis für das komplette Set inkl. Versandkosten und der beiden Gläser beträgt: 99,90€ (100 ml = 24,98 €)

Australische 5Nines Distillery veröffentlicht drei limitierte Editionen

Die 2016 gegründete australische 5Nines Distillery von David Pearse und Steven Griguol, in den Hügeln um Adelaide gelegen, hat drei neue Limited Editions veröffentlicht, die über den Webshop der Brennerei zu beziehen sind. Sollten Sie sich für einen dieser Whiskys interessieren, kontaktieren Sie bitte die Brennerei unter der folgenden Adresse: info (at) 5ninesdistilling.com.au – rechnen Sie aber damit, dass das, besonders wegen der momentanen Umstände, eher etwas langwieriger und auch kostenintensiver werden könnte.

Hier alles über die drei neuen Abfüllungen der 5Nines Distillery, samt den Tasting Notes:

SELECT SINGLE CASK – 5ND060 PINOT CASK

Cask Notes
Cask: 5ND060
Cask Size: 100 litres
Oak: French
Cask Provenance: Murdoch Hill Wines Pinot Noir
Cooper: A Stiller Coppers, Bethany SA
Char: Medium
Cask yield: 143 bottles
ABV: 49.4%

Tasting Notes
Dangerously drinkable! This delicious amber nectar is a luxurious and subtle dram.
Nose: light cinnamon, apple, pear, summer meadow, melting butter on raisin toast, maraschino cherry liqueur inside dark chocolate, butterscotch, sun filled soil, brown sugar, citrus growing nearby, wood, moss, twigs, ginger, calico around a Christmas pudding.
Palate: touch of toffee, mild ginger, nutty biscuit, gentle licorice, sweet oak, vanilla, light smoke.
Finish: long well balanced sweet malt, gentle oak, marmalade like fruit, sweet grapes.

Production Notes
Malt: South Australian gown and malted Pilsner
Fermentation: 7 days
Distillation / barrel fill date: 29th December 2017
Cask emptying date: 22nd August 2020

SELECT SINGLE CASK – 5ND090 SHERRY CASK

Cask Notes
Cask: 5ND090
Cask Size: 100 litres
Oak: French
Cask Provenance: Spanish PX Sherry
Cooper: Round Oak Barrels, Spanish cooper unknown
Char: Medium
Cask yield: 146 bottles
ABV: 46.7%

Tasting Notes
Endless nosing! A real emotion filled experience.
Nose: vanilla custard, melted butter, gentle oak, short bread
Palate: pears, butter on toast, creamy vanilla, soft caramel, roasted buts
Finish: spicy oak, salted apple crumble, fruit blossom

Production Notes
Malt: South Australian gown and malted Pilsner
Fermentation: 7 days
Distillation / barrel fill date: 12th May 2018
Cask emptying date: 22nd August 2020

CASK STRENGTH – 5ND0107 LIQUEUR FRONTIGNAC

Cask Notes
Cask: 5ND107
Cask Size: 100 litres
Oak: French
Cask Provenance: Clare Valley Liqueur Frontignac
Cooper: A Stiller Coppers, Bethany SA
Char: Heavy
Cask yield: 120 bottles
ABV: 57.8%

Tasting Notes
Warm sweet golden nectar
Nose: Wet earth, malt sweetness, burnt caramel
Palate: Caramel boiled lollies, bluegum honey, malt
Finish: Honey, apples, subtitle oak

Production Notes
Malt: South Australian gown and malted Ale Malt
Fermentation: 7 days
Distillation / barrel fill date: 30th September 2018
Cask emptying date: 31st October 2020

PR: William Grant & Sons startet deutsche Landesgesellschaft

Wie bereits im März des letzten Jahres von uns berichtet, ist William Grant & Sons, Besitzer von Destillerien wie Glenfiddich oder The Balvenie, jetzt auch in Deutschland mit einer eigenen Landesgesellschaft vertreten. Mit dem ersten Januar hat diese Gesellschaft ihren Betrieb aufgenommen – damit endet auch die langjährige Zusammenarbeit mit Campari Deutschland, die bislang den Vertrieb des Portfolios von William Grant & Sons übernahmen.

Hier die neue Presseaussendung dazu:


William Grant & Sons startet deutsche Landesgesellschaft

Hamburg (ots) – Das globale Premium-Spirituosenunternehmen William Grant & Sons hat zum 1. Januar 2021 seine eigene Vertriebsgesellschaft in Deutschland eröffnet.

Das neue Unternehmen mit Sitz in Hamburg wird von Geschäftsführer Markus Kramer geleitet, der im vergangenen Jahr ein Team von über 40 Mitarbeitern in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Finanzen, Supply Chain und HR aufgebaut hat.

Die neue Landesgesellschaft ist Teil der kontinuierlichen Strategie von William Grant & Sons, seinen Kunden in Schlüsselmärkten noch näher zu sein und seine weltbekannten Marken wie Glenfiddich, Tullamore D.E.W., Grant’s und Hendrick’s weiter auszubauen.

Markus Kramer, Geschäftsführer von William Grant & Sons Deutschland, sagt:

„Ich freue mich sehr, dass wir unsere eigene, deutsche Vertriebsgesellschaft gegründet haben und jetzt mit unserem motivierten, neuen Team loslegen, um William Grant & Sons als führenden Premium-Spirituosenpartner für unsere Kunden im On-Trade und Off-Trade zu etablieren.“

PR: Redbreast Irish Whiskey und BirdLife International leisten einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt

Im Vorjahr haben wir ja bereits über die hübsche Verpackungs- und Charity-Idee der irischen Whiskeymarke Redbreast aus dem Haus Pernod Ricard berichtet, jetzt haben wir von Pernod Ricard Deutschland eine deutschsprachige Pressemitteilung dazu bekommen. Die Futterhäuschen, um die es bei der Aktion ging, sind leider bereits restlos ausverkauft, wegen des großen Erfolges hofft man aber nicht nur unter Vogelfreunden auf eine Neuauflage der gelungenen Aktion. Hier die Informationen dazu:


Redbreast Irish Whiskey und BirdLife International leisten einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt

Limited Edition für einen guten Zweck

Die Zusammenarbeit von Redbreast Irish Whiskey mit der Organisation BirdLife International hat ein besonderes Projekt zum Schutz der Vogelartenvielfalt hervorgebracht. Dafür hat Redbreast Irish Whiskey eine Limited Edition auf den Markt gebracht, die nicht nur durch ihre Optik besticht, sondern praktisch ist und einem guten Zweck dient. Sie besteht aus einer Flasche, die eine elegante, kupferne Hülle umgibt und gleichzeitig ein schönes Vogelfutterhäuschen darstellt. 15 Euro jeder bereits verkauften Redbreast 12 Year Old Limited Edition wurden direkt an BirdLife International gespendet und kommen dem Erhalt der Artenvielfalt und der Vogelschutzarbeit zugute. Das gemeinsame Ziel der Kooperation ist es, heimische Vögel in der Winterzeit zu helfen und dadurch die Artenvielfalt aufrechtzuerhalten. Mit der Limited Edition können Whiskey-Liebhaber die Aktion von Redbreast und BirdLife International unterstützen. Zusätzlich werden durch die Partnerschaft lebenswichtige Mittel zur Erhaltung und Wiederherstellung der Lebensräume vieler Vogelarten bereitgestellt. Laura Hanratty, Head of Prestige and Speciality Brands von Irish Distillers, erklärt das Engagement hinter dem gemeinsamen Projekt:

« Wir sind stolz auf die Einführung der wunderschön gearbeiteten Limited Edition. Sie wurde speziell für die Verwendung als Vogelfutterhäuschen entwickelt. Dafür haben wir eng mit BirdLife International zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass das Futterhäuschen unserer Mission gerecht wird. Denn gerade in den kälteren Monaten, in denen die Nahrung knapp werden kann, wollen wir natürlich nicht nur die Rotkehlchen, sondern alle heimischen Vögel schützen.»

Genießen und Gutes tun

Das Besondere der exklusiven Flasche ist das Gehäuse: Redbreast-Fans, die eine der Flaschen erworben haben, können das Vogelfuttergehäuse mit Futter füllen, im eigenen Garten aufhängen und so im Winter die Vogelpopulationen schützen.

Gemeinsam für den Erhalt der Artenvielfalt

Das gemeinsame Projekt soll die wichtige und nachhaltige Botschaft noch tiefer im Bewusstsein der Menschen verankern. Redbreast Irish Whiskey ist einer von weltweit 100 BirdLife-Partnern, die sich für den Schutz von Vögeln, Lebensräumen und globaler Vielfalt einsetzen. Aufgrund der positiven Resonanz auf die Aktion sind weitere gemeinsame Projekte geplant.

Serge verkostet: Whisky weltweit, Folge 12

Auch die erste volle Arbeitswoche des Jahres startet mit bei Serge Valentin mit Whiskys aus aller Welt, genauer gesagt diesmal fünf Abfüllungen aus Deutschland, Schweden, Schottland, Spanien und den USA. Die Nase vorne hat diesmal der Daftmill aus Schottland, der deutsche Elch-Whisky platziert sich im (breiten) Mittelfeld.

Hier die tabellarische Aufbereitung der Verkostung von heute:

Elch Whisky ‚Auflage 6‘ (52.7%, OB, Germany, 1200 bottles, 2020)85
Mackmyra ‚Motörhead‘ (40%, OB, Sweden, +/-2015)78
Daftmill 2007/2020 (58.2%, OB, for Kirsch Import, first fill bourbon, cask #26, 226 bottles)89
Liber 10 yo 2010/2020 (59.9%, OB, Spain, Spanish Whisky Club, 1st fill PX, cask #110, 300 bottles)86
Heaven Hill 11 yo 2009/2020 (67.5%, C. Dully Selection, USA, cask #3440929, 246 bottles) 86

Nur noch diese Woche: 4 Sets mit der Waterford Sheestown Edition 1.2 und der Ballymorgan Edition 1.2 gewinnen!

Wir freuen uns riesig darüber, Ihnen gleich zu Jahresbeginn ein neues Gewinnspiel vorstellen zu können, diesmal wieder gemeinsam mit unserem Partner Kirsch Import, dem Importeur der Whiskys aus der irischen Waterford Distillery von Mark Reynier.

Das Gewinnspiel geht in die letzte Woche! Falls Sie noch nicht mitgespielt haben – tun Sie es JETZT!

Diesmal wird Fortuna viel zu tun haben: Gleich vier unserer Leser*innen dürfen sich bei diesem Gewinnspiel auf jeweils ein Set der aktuellen Abfüllungen aus der Destillerie freuen, den Waterford Sheestown Edition 1.2 und den Waterford Ballymorgan Edition 1.2 – die jeweils mit Gerste einer bestimmten Farm im Südosten Irlands gebrannt werden. Ein beeindruckendes, sehr ausdifferenziertes Geschmackserlebnis.

Bevor wir Ihnen verraten, wie Sie eines der vier Sets gewinnen können, lesen Sie hier mehr über die außergewöhnliche Destillerie und die beiden Abfüllungen (und finden Sie dabei auch die Antwort auf unsere Gewinnfrage):

Waterford Whisky: Terroir-getrieben und einzigartig

Irlands Südosten ist weltweit eines der besten Anbaugebiete für Braugerste und das Zuhause der Waterford Distillery. Einst Brauerei, heute Whisky-Brennerei auf dem neuesten Stand der Technik – dank Mark Reynier. Die Koryphäe mit legendärem Werdegang in der schottischen Whisky-Szene erwarb Waterford 2014. Sein Ziel? Die Destillerie zum Epizentrum für die radikale Umsetzung einer aus der Winzerwelt bekannten Philosophie machen: Terroir. Denn wo Gerste wächst, wie der Boden beschaffen ist oder wie viel Sonne oder Wind das Getreide ausgesetzt ist, birgt das Geheimnis einzigartig authentischer Irish Single Malts. Für sie schlägt das Herz von Waterford.

Farm für Farm: die Aromen ausgewählter Orte Irlands

Eine Bandbreite ausgewählter Fässer, lange Fermentation oder langsame Destillation sind Faktoren für die Aromenreinheit des Single Malts von Waterford. Geschmacklich entscheidend für Mark Reynier und Team, ist jedoch das Korn selbst. Mehr als 70 irische Farmen bilden das Fundament der Brennerei. Deren Gerste wird separat angebaut, gelagert, gemälzt und destilliert. Farm für Farm entstehen so die „Single Farm Origins“ – Whiskys, die das Geschmacksprofil ihres Herkunftsortes einfangen. Jede der Editionen ist absolut einzigartig und nur limitiert verfügbar.

Vom Feld bis ins Regal: kompromisslose Transparenz

Ein digitales Logistiksystem mit über 20.000 Datenpunkten pro Destillation und Farm macht den Terroir-basierten Whisky zu 100 Prozent rückverfolgbar. Umfangreiche Informationen zum Herkunftsort, den Gerstenbauern oder der Destillerie selbst eröffnen sich für Single-Malt-Liebhaber über einen Terroir-Code auf jeder Flasche Whisky, der lediglich auf der Webseite eingegeben werden muss. Waterford hat nichts zu verstecken: An den Ufern des Flusses Suir entstehen Whiskys mit außergewöhnlicher geschmacklicher Tiefe und Vielfalt. Alle Editionen werden mit mindestens 46% vol. abgefüllt, sind weder gefärbt noch kühlfiltriert.

Wir verlosen vier Sets, bestehend aus den beiden aktuellen Abfüllungen von Waterford: Sheestown Edition 1.2 und Ballymorgan Edition 1.2!

Jede Abfüllung von Waterford erkundet einen Ort in Irlands fruchtbarem Südosten. Die Gerste für den fruchtigen, zugleich pikanten „Sheestown Edition 1.2“ wächst am „Ort des üppigen Grases“. Das hügelige Tiefland-Terroir aus gut entwässertem Lehmboden bewirtschaftet seit einem halben Jahrhundert Philip O’Brien. Im Regenschatten der Wicklow Mountains dagegen baut Robert Milnes Familie in fünfter Generation Gerste auf besonders ergiebiger Erde an. Sein Getreide ist Destillationsbasis für „Ballymorgan Edition 1.1“ mit Noten von rotem Apfel, Milchschokolade und Pfeffer.

Sheestown Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Destilliert in KW 24/2016 und abgefüllt im September 2020, erlangte der Single Malt seine komplexe Reife in First Fill Amercian Oak (33%), Virgin American Oak (19%), Fässern aus französischer Premium-Eiche (25%) und Vin Doux Naturel Casks (23%).

Ballymorgan Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Vier Jahre, einen Monat und zwei Tage reifte der einzigartige Single Malt in einer Holzkomposition aus First Fill Amercian Oak (34%), Virgin American Oak (20%), Fässern aus französischer Premium-Eiche (23%) und Vin Doux Naturel Casks (23%).

Und so gewinnen Sie eines der vier Sets, bestehend aus den beiden aktuellen Abfüllungen von Waterford: Sheestown Edition 1.2 und Ballymorgan Edition 1.2:

Sagen Sie uns einfach, welche Philosophie aus der Winzerwelt die Waterford Distillery für ihren Whisky kompromisslos umsetzt:

a) Flaschengärung
b) Terroir

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Waterford“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 17. Januar 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 18. Januar 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Waterford“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 17. Januar 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 18. Januar 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

TTB-Neuheit: Lagavulin 11yo Offerman Edition Finished in Guinness Casks

In der us-amerikanischen TTB-Datenbank ist eine neue Offerman-Edition von Lagavulin aufgetaucht, und zwar eine mit einem gewissen Twist: Die Lagavulin 11yo Offerman Edition Finished in Guinness Casks ist, wie der Name schon sagt, ein 11 Jahre alter Lagavulin, der eine Nachreifung in Guinness-Fässern (oder wohl besser gesagt, Fässer, die mit Guiness-Bier präpariert waren, erfahren hat.

Die Lagavulin 11yo Offerman Edition Finished in Guinness Casks ist mit 46% vol. abgefüllt und dürfte wohl leider nur in den USA erhältlich sein – wer also wissen will, wie sich das Guinness-Finish auf den selbst bereits sehr charakterstarken Lagavulin auswirkt, der muss dann wahrscheinlich auf Eigenimport setzen. Obwohl – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

Hier jedenfalls die Etiketten der Abfüllung:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (214)

Willkommen zur  214. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 214 finden Sie neun neue Videos:

Malte talks Malts – Starward – Single Cask 2016/2019

Whisky Plausch – Top 5 2020

Whisky Evening – Cardhu 21

Malts and Metal – Smokehead Islay Malt und Ausblick

Whisky in Drag – Glengoyne Tea Pot Dram Batch 007

Barrelbeast – Octomore 11.2

The Malt Head – Hogmanay Malt von WhiskyChamber

WhiskyJason – Meine TOP 10 Scotch Whisky 2020

Friendly Mr. Z – Macallan Sherry Oak 12


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 6)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv im Vorabdruck präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten)  erscheint am 01.02.2021 im Alba Collection Verlag GbR. Es kann bis zum 20.01.2021 zum Einführungspreis (Subskriptionspreis) von 16,- Euro hier vorbestellt werden.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist karte-fuer-text.jpg.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 5-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 6)

Als ich in einem großen aufwärts führenden Bogen den Abschied von der Bucht anging, musste ich immer wieder zurückschauen. Der Blick über die weite Niederung war so einmalig, dass ich ihn unbedingt abspeichern musste. Eine derart stimmig in die Küstenlandschaft eingebettete Destillerie sollte mir in den kommenden Wochen nur noch einmal begegnen, und wenn ich Ardbeg mit Auchentoshan[1] verglich, dann sah ich hier die reinste Idylle. Auchentoshan, meine erstbesuchte Brennerei, lag nämlich dicht an der lärmenden Autobahn im Glasgower Vorort Clydebank.

Die „überlebte“ Verkostung eines getorften Malts hatte meiner Skepsis einen Knuff verpasst und kurzentschlossen steuerte ich auf der Rückfahrt nach Port Ellen die Brennerei Lagavulin[2] an.

Der Himmel über Islay konnte einem Radler nicht wohlgesonnener sein, überhaupt war er seit meiner Ankunft in Edinburgh Anfang Mai überaus gnädig gewesen. Als ich vor sechs Tagen von dort losgeradelt war, musste ich meinen Anorak nur für einige Stunden überziehen. Wenn mich auf Islay etwas behinderte, dann nicht der Regen, sondern ein böiger und überaus launischer Wind, der mir ins Gesicht schlug, gleich darauf aber drehte und mir in den Rücken fiel, was bekanntlich eine schöne Sache und gar nicht hinterhältig ist. Wie ich nun zur dritten Islay-Brennerei unterwegs war, galoppierte er vom atlantischen Horizont herein, als wolle er mich ins Grün einer weitgefächerten Weidelandschaft drängen.

Nach Verlassen der Ardbeg Bucht bewegte ich mich für längere Zeit dicht an pockennarbigen und grauschwarz verwitterten, vor Jahrhunderten trocken aufgeschichteten Steinmauern entlang und kam an äsenden Mutterschafen mit Lämmern vorbei. In gemächlichem Tempo hielt ich Zwiesprache mit den weißen Wollknäueln dicht hinter der Mauer, die vor drei Monaten weißfellige Kinder geboren hatten. Kehlig rief ich „mäh, määh, määääh“ und schnalzte mit der Zunge. Kurz hoben sie die langen Köpfe mit den Schlappohren, guckten den nahen Menschen erschrocken an, senken dann aber gleich wieder ihre rosigen Schnauzen, um die sprießenden Halme zu schnabulieren. Wochen später, auf der Fahrt durch die Highlands, sollten mir noch Tausende und Abertausende ihrer Artgenossen begegnen und von einem Schafhirten erfuhr ich, dass ihre Allwetterwolle zu Dumping Preisen nach China und ihr festes Muskelfleisch in die muslimischen Länder verkauft wird.

Nach zwanzig Minuten Treten in einem mittleren Gang, was mich den Schluck Ardbeg rasch ausschwitzen ließ, bog ich auf den Parkplatz von Lagavulin ein. Diese dritte Brennerei an der Südküste der Insel könnte der kleine Bruder von Laphroaig sein, so ähneln sich ihr Antlitz und ihr Standort. Beide liegen unmittelbar am Ufer einer Bucht, wo es bei der Ankunft wieder nach Salz, Algen und Seetang roch, denn der Atlantik zeigte immer noch Ebbe. Über dem kalkweiß getünchten Puzzle aus Lagerhäusern, Mälzhalle und Brennhaus stand eine Wolke aus Mostgerüchen wie über einer bayerischen Brauerei. Hätte nicht der verräterische Geruch die Gebäude umwabert, man hätte in ihnen eine x-beliebige Fabrikanlage vermuten können, so nahe am Wasser gewiss auch eine Werft für den Schiffsbau.

Lagavulin. Bild © Diageo

Nachdem ich umgerechnet zehn Euro bezahlt hatte, durfte ich an einer Gruppenführung durch das Herzstück der Destillerie mit anschließender Verkostung teilnehmen. Auf der halbstündigen Führung beeindruckte die hohe Halle mit den zehn hölzernen Maischbottichen aus Oregon Pinie. Diese zehn wash backs waren so gewaltig, dass mir bei ihrem Anblick ein Faszinosum aus meiner Kindheit in den Sinn kam.

Auf der Kirmes gab es noch in den fünfziger und sechziger Jahren das Motodrom, in dem Motorradfahrer unter Höllenlärm und Abgaswolken die hölzernen Steilwände auf einem Rundkurs befuhren und, für mich als kleinen Jungen unbegreiflich, selbst aus großer Höhe nicht zu Boden fielen. An dieses haushohe, runde Steilwandgebilde aus gefügten Holzdielen musste ich denken, als ich jetzt die wash backs bei Lagavulin erblickte. Dabei stand unsere Gruppe nicht am Boden, sondern auf verzinktem Gitterstahl, der als Empore um die Bottiche gebaut und nur über eine Gittertreppe zu erklimmen war.

„Was schätzen Sie, wieviele Liter haben da drin Platz?“ Unser Guide, eine junge Schottin mit breitem Gesicht voller Sommersprossen und brünettem Haar, das dichtgeflochten in Zöpfen auf ihren Schultern lag, schaute in die Runde. Wir alle schwiegen wie ertappt, derweil wir ernsthaft überlegten. Endlich wagte eine blonde Frau in schrill-pinkem Sportanorak zu schätzen und rief gegen den Maschinenlärm ankämpfend in den Raum: „Ich würde schätzen, 10.000 Liter!“

Unser Guide schüttelte den Kopf, nicht rechthaberisch, nur wissend: „Nein, viel mehr! Knapp das Vierfache, 38.000 Liter. Schauen Sie durch den Rost, auf dem wir stehen, wie weit die wash backs in die Tiefe reichen. Wir stehen hier sechs Meter über dem Boden. Und der Durchmesser eines Bottichs beträgt nochmals fünf.“ 

Noch nie zuvor hatte ich solch einen gewaltigen, aus Holzbohlen gefügten Bottich erblicken und auch noch anfassen dürfen. „38.000 Liter Fassungsvermögen!“ notierte ich beeindruckt ins Tagebuch.

Wir gruppierten uns um eine Luke im hölzernen Bottichdeckel und einer nach dem anderen durfte den eckigen Lukendeckel anheben und seine Nase ins Innere stecken. Als mir die Ausdünstungen, die dem blubbernden, mostbraunen Bläschenmeer entstiegen, in die Nase schossen, sprang mich augenblicklich die geballte Kraft der alkoholischen Gärung an. Diese Ausdünstungen, die auch abgemildert durch die hohe Halle waberten, waren alles andere als ein Nasenschmeichler. Sie detonierten als Duftbombe aus fruchtigem Most, aber auch als Gestank von Durchfall und bitterer Stammwürze.

Das Mädchen mit den Zöpfen erklärte nun das Geschehen im Maischbottich: „Der Malzbrei sieht aus wie Porridge, allerdings schmeckt er noch fader als Haferschleim. Nun ja, er ist ja noch im Werden. Auf jeden Fall wird er mit heißem Wasser aufgegossen und zu einer Würze eingedickt, wodurch die enthaltene Stärke durch die Arbeit der Enzyme in Malzzucker umgewandelt wird. Das Ziel der mehrmaligen heißen Wässerung ist es, alle vergärbaren Zuckeranteile aus dem Brei herauszulösen. Schließlich wird eine letzte Wasserfüllung mit nahezu kochendem Wasser vorgenommen. Diese dritte, recht wässrige Suppe bleibt dann im Bottich zurück und dient als Ausgangsmaterial für die neue Befüllung…können Sie mir soweit folgen?“, fragte sie und blickte uns der Reihe nach an. Niemand sagte ein Wort, auch nicht die vermeintliche Amerikanerin im schrillen Anorak, aber alle nickten und bekundeten stumm ihre Wissbegier.

Lagavulin. Bild: Whiskyexperts

Die junge Schottin war gewiss zum Guide ausgebildet worden, sie machte ihren Job sehr gut und konzentrierte sich auf das Wesentliche: „Also, nun der nächste Arbeitsschritt! Durch den perforierten Boden des Holzbottichs, der wie ein Sieb wirkt, wird die Würze von den Feststoffen der gemahlenen Gerste, was vor allem Spelzen sind, abgetrennt und gesammelt. Diese Würze fließt durch einen Wärmetauscher und gelangt“, unser Guide zeigte mit ausgestrecktem Arm nach oben, „durch das Rohrsystem an der Hallendecke in die Brennblasen in der angeschlossenen Brennhalle. Die ausgewaschenen Spelzen werden keinesfalls weggeworfen, denn sie enthalten immer noch wertvolle Mineralien, Proteine und vitaminreiche Ballaststoffe. Deshalb werden sie getrocknet und an die Bauern der Umgebung als Nahrungsergänzungsmittel für das Vieh verkauft.“ 

Sie verzog keine Miene, als sie „Nahrungsergänzungsmittel“ in den Mund nahm, aber ich erspähte ein Zwinkern ihres linken Auges, als wollte sie ganz beiläufig den Gesundheitsaposteln eins auswischen. Wieder spitzte sie die zart geschminkten Lippen und fuhr fort: „Soweit also die vorausgegangene Verarbeitung der Gerste. Nun zum Prozess im zweiten Bottich, ich will ihn auch erklären. Also, hier drin wird im ersten Schritt die über das Rohrsystem aus dem Nebengebäude eingeleitete Zuckerlösung bis auf 20° Celsius abgekühlt. Erst bei dieser niedrigen Temperatur können die Hefepilze für die Gärung zugesetzt werden. Wäre der Brei heißer, würde die Hefe absterben und die Gärung würde unterbleiben…“

„Bitte erklären Sie uns auch, was es mit der Hefe auf sich hat“, wollte ein älterer Herr mit Schweizer Akzent wissen, der in einem fort fotografierte und ebenfalls alle Ausführungen notierte.

Die junge Schottin nickte, vermutlich wurde diese Frage nach der Hefe öfters gestellt, und antwortete: „Wir verwenden eine industriell gefertigte Trockenhefe. Sie müssen wissen, Hefe ist ein Pilz, also etwas Essbares, das weder tierisch noch pflanzlich ist. Finden die Hefezellen, die in die Milliarden gehen, ein passendes Milieu aus Wärme, Mineralien und Proteinen vor, beginnen sie zu knospen und vermehren sich rasch. Man unterscheidet zwischen Wildhefe und Zuchthefe, aber bei Lagavulin wird nur noch getrocknete und industriell gefertigte Zuchthefe verwendet, die wir einkaufen. Um 30.000 Liter Würze zu fermentieren braucht man 100 kg Trockenhefe, erst dann kann die Verwandlung von Zucker in Alkohol beginnen.“ 

„Für mich riecht es hier wie in einer Bierbrauerei“, warf ein Besucher aus der hinteren Reihe ein.

„Ja, wenn es hier wie in einer Brauerei süßlich-sauer riecht, darf das keinen verwundern, denn der schäumende Brei ist tatsächlich Bier, allerdings ohne den Zusatz von Hopfen. Deshalb benutzen wir auch nicht das Wort beer sondern sprechen von wash. Wer will, kann nun nochmals einen Blick ins Innere werfen.“ Ruckartig hob sie erneut den Lukendeckel in die Höhe, drehte den Kopf zur Seite, so abrupt, als hätte ihr Nebenmann einen Gewaltigen ziehen lassen. Mit ausgestrecktem Arm zeigte sie auf den wabernden, mostbraunen Brei: „Die Dauer der Gärung bestimmt den Geschmack und die Würzigkeit des wash, der bekanntlich das Ausgangsprodukt für die Destillation ist. Bei der Gärung ist es genauso wie bei der Kaffeeröstung. Je schneller eine Röstung durchgepeitscht wird, einfach um eine große Menge Röstkaffee mit möglichst geringem technischen Aufwand zu bekommen, desto nichtssagender, ja auch bitterer, werden die braunen Bohnen im Geschmack. Bei uns dauert die Gärung um die 100 Stunden. Wir setzen also auf Gründlichkeit, weil dies Einfluss auf die spätere Qualität des Whiskys hat. Während der vier Tage und Nächte dauernden, sanften Gärung wandeln die Hefestämme den Zucker in Alkohol um…Können Sie mir noch folgen? Ist ja nicht so ganz einfach die Materie…“

Bei Lagavulin. Bild: Whiskyexperts

„Wie im Chemieunterricht“, rief der Herr mit dem Schweizer Akzent dazwischen und alle lachten herzhaft über den kleinen Scherz.

Auch die Schottin musste lachen, vergass aber keine Sekunde ihre Aufgabe als engagierte Gruppenleiterin. „Also wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, bei der Gärung. Also dabei geht es nicht so ganz reinlich zu. Durch Fäulnisbakterien entsteht Kohlendioxid, was farblos und im Gegensatz zum Butangas geruchlos ist und von unseren Nasen nicht wahrgenommen wird. Das ist also nicht ungefährlich, deshalb muss während der Gärung immer für Frischluft gesorgt werden. Bei Lagavulin wird das Gas abgesaut und über Rohre ins Freie geleitet. Wenn die Gärung abgeschlossen ist, hat das hopfenlose, nussig schmeckende Bier einen Alkoholgehalt von 8 – 9 % vol. und kann über ein Rohrsystem den Brennblasen im nächsten Gebäude zugeführt werden.“

„Ich hätte noch eine Frage zur Fermention: Wie verhindert man, dass der wash überkocht?“, wollte die pinke Dame wissen, die ich aufgrund ihres Zungenschlags für eine Besucherin aus dem Land des Bourbon hielt.

„Ja, das ist in der Tat eine wichtige Frage. Ein Braumeister muss immer wachsam sein, dass das blubbernde und in Blasen wabbernde Bier nicht überschäumt und bei der hohen Temperatur von 80 Grad C nicht überkocht.“ Sie machte eine kleine Verschnaufpause und schloss währenddessen das Lukenfenster vor uns. „Früher haben die Braumeister ein Stück Kernseife in den Bottich geworfen, um das Bier zu zähmen. Heutzutage haben die wash backs oben einen großen, waagrecht laufenden Propeller, der den Schaum immer wieder klein schlägt. Wie Sie sehen können, sind die Luken mit gut verschließbaren Deckeln versehen, damit aus der Hallenluft keine Essigbakterien eindringen können und damit auch der Gärschaum nicht herausquillt. Allerdings auch wegen des gefährlichen Kohlendioxids, was ja in hoher Konzentration die Aufnahme von Sauerstoff verhindert. Wohlgemerkt, man riecht das Gas ja nicht, deshalb ist es so gefährlich. So, wer will, kann jetzt noch den Finger in den Brei dippen.“ Wie sie das sagte, öffnete sie nochmals die Luke und lud uns mit ausladender Handbewegung der Reihe nach ein, eine Fingerprobe zu nehmen.

Nahezu jeder der Gruppe folgte der Aufforderung, auch ich, und zu meinem Erstaunen schmeckte der Brei wie ein warmer Bananen-Shake, erstaunlich süß und cremig nussig.

(Fortsetzung folgt)


[1] ock-en-tosh-en, „Ecke des Feldes“
[2] lah-gah-voo-lin