PR: Infos zum Release des Ardnamurchan AD / 09.20:01 und einem Tasting Set für das Livetasting auf Zoom

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Zuerst, am 16.10., erscheint ein limitiertes Tasting Set für eine Live-Verkostung mit Alex Bruce und Connal Mackenzie auf Zoom, dann, eine Woche später am 23.10., die offizielle Erstausgabe des neuen Ardnamurchan AD / 09.20:01.

Was Sie von diesem Zoom-Tasting und dem ersten Single Malt aus der Destillerie Ardnamurchan erwarten können, lesen Sie in der nachfolgenden Info, die uns vom Importeur, der Rolf Kaspar GmbH, übermittelt wurde:


Info Release Ardnamurchan AD / 09.20:01 und Tasting Set

Blockchain Technologie via QR code auf jeder der 15.950 Flaschen weltweit im 100% recyceltem Karton – Das sind nur ein paar der Alleinstellungsmerkmale und Feature des ersten Ardnamurchan Single Malt Batch I, AD / 09.20:01, dessen Eintreffen in Deutschland bereits seine Schatten vorauswirft.

Ab Morgen, 16.10., sind im ausgewählten Fachhandel bereits wenige Tasting Sets verfügbar, deren Bestandteil ebenfalls der erste Single Malt sein wird. Insgesamt beinhaltet das Set 4 mal 5cl. Verkostet werden diese in einem Zoom-Tasting mit Alex Bruce und Connal Mackenzie am 24.10.2020 um 17:00 Uhr. Für Deutschland gab es davon 300 Stück, der empfohlene Verkaufspreis beträgt 39,95EUR inkl. MwSt., und das Set beinhaltet:

  • 1 x Ardnamurchan AD 09.20 Single Malt 46.8%
  • 1 x Ardnamurchan 2015 Ex-Oloroso Peated Cask Sample 59.5%
  • 1 x Ardnamurchan 2015 Ex-Bourbon Peated Cask Sample 59.2%
  • 1 x Ardnamurchan 2014 Unpeated Single Barrel 58.2% 5cl

Der offizielle Verkaufsstart des ersten Ardnamurchan Single Malt Batch I, AD / 09.20:01, in Deutschland im Fachhandel ist Freitag der 23. Oktober. Die Abfüllung wird bei insgesamt ca. 50 Fächhändlern zu kaufen sein. Der empfohlene Verkaufspreis ist 49,95EUR inkl. MwSt.

Das Batch I besteht aus einer 50/50 Kombination von getorftem und ungetorftem Whisky, die in einer 65%/35% Kombination aus Ex-Bourbon- und Ex-Sherry-Eichenfässern gereift sind. Die Aromen der Abfüllung erinnern an Honigwaben, Austernschalen und Meerwasser, Erdbeeren mit schwarzem Pfeffer und glühendem Lagerfeuer.

Adelphi ist die Muttergesellschaft der Ardnamurchan Distillery und Adelphi Selection, einem der besten unabhängigen Abfüller von seltenem schottischen Whisky. Vor der Einführung des Ardnamurchan Single Malt hat Adelphi den Schlüsselvertrieb in über 25 Märkten weltweit etabliert. Der Importeuer für Deutschland ist die Rolf Kaspar GmbH in Essen.

PR: Neu bei Kirsch Import – Holzcharakter erkunden mit der Virgin Oak Series von GlenAllachie

Drei interessante Abfüllungen der Speysdie Brennerei GlenAllachie von Billy Walker stellt uns heute der Importeur und Distributor Kirsch in seiner Aussendung vor. Alle drei sind 12 Jahre alt, reiften zunächst in Ex-Bourbon Barrels und genossen danach ein ca. 18-monatiges Finish in unterschiedlichen Virgin Oak Fässern aus französischer Eiche, Chinquapin-Eiche und spanischer Eiche.
Alle weiteren Details zu den neuen Abfüllungen der GlenAllachie Virgin Oak Series finden Sie folgend:


Grundlagenforschung für anspruchsvolle Genießer:
Holzcharakter erkunden mit der Virgin Oak Series von GlenAllachie

Im Spiel mit verschiedenen Fässern und ihrem faszinierenden Einfluss auf Single Malt ist GlenAllachie ein Meister. Mit der neuartigen Virgin Oak Series geht die Speyside-Brennerei noch einen Schritt weiter: Die drei in unbelegten Eichenfässern gefinishten Whiskys ermöglichen Freunden der Kategorie, französische, amerikanische und spanische Eiche unbeeinflusst von Sherry, Wein und Co. geschmacklich zu erkunden. Ein Geschmackserlebnis und gleichzeitig Grundlagenforschung für Liebhaber, für die GlenAllachie erstmals eine Vergleichbarkeit der einzelnen Single Malts herstellt. Alle drei Virgin Oak Scotchs sind 12 Jahre alt, wurden mit 48% vol. abgefüllt, auf gleicher Basis hergestellt und in American Oak (Quercus Alba) Ex-Bourbon Barrels gereift, bevor sie ein ca. 18-monatiges Finish erhielten.

Genießer können sich anhand der Batch-Abfüllungen ein genaues Geschmacksbild von drei verschiedenen Virgin Oak Casks machen. Dafür wählte Billy Walker unter anderem Hogsheads aus französischer Eiche (Quercus Robur) aus, die aus dem Département Haute-Garonne am Rande der Pyrenäen stammen. Das feinkörnige, gleichmäßige Holz trocknet 15 Monate lang an der Luft, bevor es befüllt wird – und dem Whisky seidige Tannine sowie süße Gewürz- und Fruchtnoten verleiht. Das Ergebnis: ein herrlich subtiler, erdiger Single Malt.

Außerdem fiel die Wahl auf Casks aus Chinquapin-Eiche (Quercus Muehlenbergii) aus der Region Northern Ozark in Missouri. Diese Unterart von Quercus Alba ist bekannt für ihre würzigen Einflüsse auf Geschmack und Aroma von Whisky. Den GlenAllachie Virgin Oak Cask macht sie mit komplexen Gewürznoten zu einem außergewöhnlichen Malt. Fast vier Jahre lang luftgetrocknet und dann auf mittlerem Niveau getoastet, ermöglicht Chinquapin Oak ein harmonisches Gleichgewicht von Whisky- und Holzcharakter.

Die bronzefarbene dritte Abfüllung der Virgin Oak Serie punktet mit Sirupsüße und der prickelnden Würze von Zimt und Muskat. Für diesen Effekt entschied sich Billy Walker für Hogsheads aus spanischer Eiche (Quercus Robur). Diese stammen aus den Regionen Galicien und Asturien, insbesondere aber aus dem Kantabrischen Gebirge mit seinem kühleren Klima und höheren Luftfeuchtigkeit. Vor der Abfüllung wird das Holz etwa 18 Monate lang luftgetrocknet, wodurch sich die Eiche für den Whisky öffnet und der Fasscharakter auf den GlenAllachie übergehen kann.

French Oak Finish 12 y. o.
GlenAllachie Virgin Oak Series

12 Jahre
Fass-Typ: Ex-Bourbon-Barrels, Hogsheads aus französischer Eiche (Quercus Robur)
48% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt
UVP: 61,90 €

Tasting Notes:
 
Nase: Wellen von Honig, Toffee, Mokka, Orangenschale und Muskatnuss.

Gaumen: Heidehonig, Toffee und Karamell mit Schichten von Mokka, Zimt, Grapefruit und einem Hauch von erdigen Tanninen.

Chinquapin Oak Finish 12 y. o.
GlenAllachie Virgin Oak Series


12 Jahre
Fass-Typ: Ex-Bourbon-Barrels, Casks aus amerikanischer Chinquapin-Eiche (Quercus Muehlenbergii)
48% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt
UVP: 61,90 €

Tasting Notes:

Nase: Wellen von Heidehonig, Butterscotch und Orangenschale vereinen sich mit Muskatnuss und Lakritz.
Gaumen: Schichten von Heidehonig, Gerstenzucker, geröstetem Gebäck und Orangenschale, gefolgt von Zimt, Hagebutten und Lakritze.

Spanish Oak Finish 12 y. o.
GlenAllachie Virgin Oak Series

12 Jahre
Fass-Typ: Ex-Bourbon-Barrels, Hogsheads aus spanischer Eiche (Quercus Robur)
48% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt
UVP: 61,90 €

Tasting Notes:
 
Nase: Wellen von Honig, Kokosnuss und Melassesirup, gefolgt von Orangenschale und Zimt.
Geschmack: Schichten von Heidehonig, Melassesirup, Kokosnuss und Orangenschale verschmelzen mit Mokka, Muskatnuss und Zimt.

Neu: The Macallan Red Collection

Ein ganz besondere Kollektion präsentiert die Speyside-Destillerie The Macallan heute auf ihrer Website. The Macallan Red Collection erzählt laut eigenen Angaben die Geschichte von The Macallan, einem Streben nach Perfektion in Rot – und stellt diese auch in einem Video dar, welches Sie im oberen bereich unsers Post sowie auf Youtube finden. Im Zentrum der Red Collection stehen der 40-jährige Macallan, der 50-jährige Macallan und der 60-jährige Macallan. Die Kollektion wird dann von Zeit zu Zeit um weitere Abfüllungen ergänzt. Aktuell sind dies ein 71, ein 74 und ein 78 Jahre alten The Macallan Single Malt Whisky.

Zusatz um 15:35:
Auf The whisky business fanden wir nun auch Preise für die einzelnen Abfüllungen:

Die Macallan Red Collection wird später in diesem Monat bei ausgewählten Fachhändlern für die folgenden UVPs erhältlich sein:
40 Years Old £ 11.300 (ca. 12.500 €)
50 Years Old £ 37.500 (ca. 41.400 €)
60 Years Old £ 49.000 (ca. 54.000 €)
71 Years Old £ 58.500 (ca. 64.400 €)
74 Years Old £ 61.500 (ca. 68.000 €)
78 Years Old £ 65.500 (ca. 72.500 €)

Ein einzigartiges Set der Red Collection mit illustrierten Etiketten, die vom Künstler Javi Aznarez sowie den Whisky Makern handsigniert wurden, wird ab dem 15. Oktober 2020 (also heute) bei Sotheby’s London versteigert. Mit der Auktion werden Spenden für die Londoner Food Charity City Harvest gesammelt. Diese Hilfsorganisation bietet den Überschuss der Lebensmittelindustrie für schutzbedürftige Menschen in der ganzen Stadt, pro Woche bereitet sie 80.000 Mahlzeiten zu. Die sechs Abfüllungen des Loses beinhalten jeweils die Flasche mit der Nummer zwei und sind von Kirsteen Campbell (master whisky maker) oder Sarah Burgess (lead whisky maker) signiert. Es wird erwartet, dass der Hammer bei diesem Los bei zwischen 200,000 – 800,000 GBP (ca. 220.000 – 880.000 €) fallen wird.

PR: Der exklusive SLYRS Adventskalender

Auch die Slyrs Destillerie bietet für die Vorweihnachtszeit einen Adventskalender. Dieser umfasst 24 zum Teil stark limitierte und vergriffene Abfüllungen und ist auf 500 Stück limitiert. Welche Abfüllungen sich hier verbergen, erfahren Sie in der folgenden Pressemitteilung.

Zusätzlich weist die Slyrs Destillerie noch darauf hin, dass für ihr großes Online-Tasting die letzten freien Plätze gebucht werden können. Am 31. Oktober um 19.30 Uhr taucht Whisky Koryphäe Jürgen Deibel gemeinsam mit 100 Teilnehmern für zwei Stunden in die Welt von Slyrs ein. Das Tasting findet online und per Video-Übertragung statt. Das Tasting Set und damit die Teilnahme an dieser Veranstaltung kann im Online-Shop der Destillerie bestellt werden.


Der exklusive SLYRS Adventskalender

24 verschiedene SLYRS Whiskys für besondere Momente – Limitiert auf 500 Stück

Um die Vorfreude auf Weihnachten zu erhöhen, haben wir dieses Jahr den langersehnten SLYRS Adventskalender vorbereitet. Mit einer sagenhaften Auswahl machen wir die vorweihnachtliche Zeit am Kachelofen zum Genuss. Denn 24 exklusive und zum Teil vergriffene Raritäten warten darauf verkostet zu werden. Mit dabei – für die volle Aromabandbreite – ein SLYRS Nosing Glas.

24 verschiedene Abfüllungen

Der SLYRS Adventskalender umfasst 24 zum Teil stark limitierte und vergriffene Abfüllungen wie beispielsweise die Mountain Edition, die Mountain Edition Wendelstein und die Mountain Edition Stümpfling. Zudem erwartet Sie unsere bereits nach einem Tag ausverkaufte Oktoberfest Edition 2020 – wie auch der limitierte Aged 12 Years Islay Cask Finish und der Aged 12 Years Port Cask Finish. Als ganz besonderes Schmankerl gibt es zudem unsere neue Liqueur-Neuheit welche erst 2021 erscheinen wird.

Der SLYRS Adventskalender ist nur vor Ort in der SLYRS Destillerie und im SLYRS Online-Shop erhältlich!

Folgende Abfüllungen erwarten Sie

6x SLYRS SINGLE MALT WHISKY vol. 0,02l
Classic 43%
Fifty One 51%
Aged 12 Years 43%
Mountain Edition 45%
Mountain Edition Wendelstein 50,3%
Mountain Edition Stümpfling 50,1%

11x SLYRS SINGLE MALT WHISKY FINISHINGS vol. 0,02l
Aged 12 Years Port Cask Finish 43%
Aged 12 Years Islay Cask Finish 43%
Oloroso Cask Finish 46%
Portwein Cask Finish 46%
Rum Cask Finish 46%
Sauternes Cask Finish 46%
Pedro Ximènez Cask Finish 46%
Marsala Cask Finish 46%
Amontillado Cask Finish 46%
Madeira Cask Finish 46%
Oktoberfest Edition 45%

1x SLYRS BAVARIAN RYE WHISKY vol. 0,02l
RYE Whisky 41%

4x SLYRS BAVARIAN WHISKY LIQUEUR vol. 0,02l
Vanilla & Honey 30%
Alpine Herbs 30%
Bavarian Cream 17%
Bairish Coffee 28%

2x SILD SINGLE MALT WHISKY vol. 0,02l
SILD Crannog 48%
SILD Jöl en Reek 42%

Damit sich das Aroma der Whiskys optimal entfalten kann, sind im Paket sechs SLYRS Nosing Gläser beigelegt.

Neue Whiskybrennerei in Ahascragh erhält grünes Licht

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In Ahascragh, in der Mitte Irlands gelegen, soll eine neue Whiskybrennerei entstehen. Der Galway County Council erteilte hierfür die Baugenehmigung. Die McAllister Distillers Ltd. möchte im alten Mühlengebäude an der Main Street in Ahascragh eine craft distillery errichten. Hier soll dann sowohl Whiskey als auch Gin aus gemälzter Gerste hergestellt werden und schätzungsweise 8 bis 14 Mitarbeiter beschäftigen. Neben einer Brennerei soll das alte Mühlengebäude auch ein Besucherzentrum sowie ein Verkostungsraum und ein Museum zur Geschichte der Gebäudes enthalten. Die Lagerhäuser zur Reifung des Whiskeys werden allerdings an einem anderen Ort sein. Der Bauantrag sieht diese nicht am alten Mühlengebäude vor.

Die Kosten für dieses Projekt sollen zwischen 6 bis 8 Millionen Euro betragen. Hinter der McAllister Distillers Ltd. stehen die Eheleute Gareth und Michelle McAllister aus North County Dublin. Sie gründeten die Firma 2018 mit dem Ziel, handgefertigte irische Spirituosen herzustellen. Auf der Suche nach dem richtigen Ort für ihre Desteillerie kamen Anfang 2019 nach Ahascragh und verliebetn sich in das Dorf.

Die Gebäude sind seit den 1950er Jahren unbewohnt und ungenutzt. Möglicherweise handelt es sich um die Wassermühle, die auf Youtube im letzten Jahr als zu erwerbendes Objekt vorgestellt wurde. Die Website www.ballinasloe.ie präsentiert bereits einen Entwurf der restaurierten Mühle. Auf diesem Bild sind durch das große Fenster des Stillhouses drei kupferne Brennblasen zu sehen.

PR: Waterford Organic: GAIA 1.1 – Bio schmeckt (besser) anders gut

Die Waterford Distillery führt ihren Weg weiter fort. Die von Mark Reynier gegründete Brennerei stellt die Gerste und die Böden, auf denen sie wächst, besonders in den Vordergrund (in unserem Video-Interview mit Mark Reynier können Sie mehr über Waterford und ihre Whiskys erfahren). Mit dem neuen Waterford ORGANIC: GAIA 1.1 veröffentlicht die Destillerie nun den ersten bio-zertifizierten Whisky aus Irland (wir berichteten). Wie uns der Importeur Kirsch heute mitteilt, ist diese Abfüllung nun auch in Deutschland erhältlich. Weitere Infos finden Sie in der folgenden Pressemitteilung:


Bio schmeckt besser anders gut

Waterford erkundet das geschmackliche Terrain von biologisch angebauter Gerste mit Irlands erstem Bio-Whisky, Organic: Gaia 1.1

Stuhr. Gerste ist das Herz der irischen Waterford Distillery. Besonders stark schlägt es in der Brust von Gründer Mark Reynier. Mit seinen Single Malts will er zeigen, welchen Einfluss Gerste aus verschiedenen Terroirs der grünen Insel auf die Aromatik von Whisky hat. Mit Organic: GAIA 1.1 geht Waterford nun einen Schritt weiter: Auf Basis von biologisch angebauter Braugerste ist der Single Malt Irlands erster Bio-Whisky. Paddy Tobin, Alan Jackson, Pat und Denis Booth, Jason Stanley, Trevor Harris und John Mallick heißen die Männer, die Waterfords Bio-Projekt möglich machen. Sie gehören zu den ersten irischen BioBauern, die sich der Herausforderung stellen, Braugerste biologisch anzubauen – ein Unternehmen, das mit dem Ziel einer offiziellen Zertifizierung an zahlreiche Auflagen und strenge Kontrollen gebunden ist. Organic GAIA: 1.1 hat sie erfüllt und bestanden. Durch die Organisation Organic Trust, die irische Hoheit auf diesem Gebiet, wurde der neue Waterford-Whisky als erster in Irland biozertifiziert.

Zugleich markiert der Single Malt den Start einer neuen Waterford-Serie: Arcadian wird alte Sorten, ungewöhnliche Anbaumethoden und inspirierende Gerstenbauer zelebrieren, die wie Waterford Aromen ergründen wollen. Dazu zählen Geschmacksdimensionen biologischer Gerste. Mark Reynier erklärt: „Wir haben Gerste – wo und wie sie angebaut wird – in den Mittelpunkt unseres Handelns gestellt, weil wir neugierig darauf sind, wo der wahre Whisky-Geschmack zu finden ist. Eine natürliche Weiterentwicklung dieser Philosophie ist es, zu sehen, was nicht nur die Herkunft aus einem einzelnen Betrieb, sondern was biologisch angebaute Gerste leisten kann, wenn man ihr die richtige Plattform gibt. Die Einhaltung des Bio-Status ist keineswegs einfach […]. Ist es das also wert? Wir denken schon, denn was wir an Ertrag und Haare-Raufen verlieren, gewinnen wir an Reinheit und Definition von Aromen.“

Irlands erster Bio-Whisky ist nur der Anfang

Für Organic: GAIA 1.1 hat Waterford die 2016er Ernten der oben genannten Farmer gemeinsam verarbeitet. Auch BioGersten-Pioniere fangen klein an und so reichten die ersten Erträge noch nicht für Single-Farm-Abfüllungen wie Waterford sie seit diesem Sommer etabliert. Mit Organic: GAIA 1.1 verweist die irische Destillerie auf die Zukunft: 400 bis 600 Fässer Bio-Whisky sollen künftig pro Jahr produziert werden. Der erste zertifizierte Organic Whisky Irlands ist benannt nach Gaia, in der griechischen Mythologie die Personifikation der Erde. Entsprechend ist der Single Malt nicht nur biologisch hergestellt, sondern auch 100- prozentig natürlich. Nach der Reife in First Fill Casks aus den USA (42%), unbelegten Eichenfässern (17%), Eichenfässern aus Frankreich (23%) sowie Vin Doux Naturel Fässern (18%) wurde Organic: GAIA 1.1 mit 50% vol. abgefüllt. Der neue Waterford-Whisky ist in Kürze über Kirsch Import auch auf dem deutschen Markt erhältlich.

Wer bringt Waterford Organic zu Single-Malt-Fans in Deutschland?

Waterford meets Niedersachsen: In Stuhr, südlich von Bremen, laufen die Fäden für den ersten irischen Bio-Whisky auf dem deutschen Markt zusammen. Das ergibt Sinn, denn Kirsch Import kennt die SingleMalt-Branche schon seit den 1970er Jahren und hat sich früh auf Premium-Whisky spezialisiert. Deutschlands größtes Portfolio im Bereich Single Malt verwaltet in zweiter Generation Christoph Kirsch. Mehr als 3.500 verschiedene Spirituosen lagern in den Hallen des familiengeführten Unternehmens. Darunter viele unabhängige Abfüllungen, spezielle Raritäten, Spirits aus kleinen, handwerklich und ursprünglich produzierenden Craft Distilleries sowie spannende Eigenabfüllungen.

PR: Beam Suntory kündigt den allerersten World Blended Whisky ‚Ao‘ an

Der neue World Blended Whisky ‚Ao‘ erschien im Januar des letzten Jahres bereits in Japan (wir berichteten). Geblendet aus Whiskys der fünf weltgrößten Whiskyregionen (Schottland, Irland, Japan, USA und Kanada), stellte er den ersten deklarierten „Welt-Whisky“ dar. Seine Einführung in andere Märkte der Welt kündigte Beam Suntory bereits bei seiner Vorstellung an. Nun wird ‚Ao‘ noch in weiteren 16 Märkten im Bereich Travel Retail erhältlich sein, wie uns der Konzern heute in seiner englischsprachigen Presseaussendung mitteilte. Wie gewohnt finden Sie diese folgend:


Beam Suntory Announces The First-ever World Blended Whisky ‚Ao‘

LONDON, Oct. 15, 2020 /PRNewswire/ — Beam Suntory has announced the launch of the first-ever world blended whisky, Suntory World Whisky ‚Ao‘, exclusive to global travel retail (RRP 65€/$71).

Available in 16 markets, ‚Ao‘ is the first innovative whisky launch in global travel retail since the coronavirus pandemic began.

Blended using whisky from five of the most renowned distilleries in Japan, Scotland, Ireland, Canada and the US, ‚Ao‘, meaning blue, is named after the oceans that connect the distilleries together. With notes of vanilla, tropical fruit and cinnamon, it is the distinctive climate, fermentation and distillation processes in each whisky-making region that give the whisky its unique taste. 

Fifth generation Suntory chief blender, Shinji Fukuyo, selected each liquid based-on Suntory’s globally-recognised Monozukuri craftsmanship – a relentless pursuit of perfection, attention to detail and quality. Building on Suntory’s history of craftsmanship, this innovative, premium blended whisky embodies the spirit of Suntory and is a tribute to the liquid’s long history.

Shinji Fukuyo said:

„Ao is an exceptional whisky which, through the art of Suntory blending, allows you to enjoy the unique characteristics of all five major whisky-making regions.“

Ed Stening, Global Head of Travel Retail Marketing at Beam Suntory International, said: 

„This is a truly innovative whisky that blends five very different distilleries‘ greatest assets and unique crafts. We couldn’t be more excited to share this exciting innovation with global travel retail.“

Suntory World Whisky ‚Ao‘ is a unique addition to Suntory’s growing portfolio.

Serge verkostet: Ungewöhnliche Benriach

Die Brennerei Benriach hat erst im letzten Monat eine neue Range präsentiert und ihr Design neu gestaltet (bei dieser Gelegneheit sei noch einmal an unser Gewinnspiel hingewiesen). Heute zeigt uns Serge Valentin, wie er selber schreibt, zwei sehr schöne, neue alte Benriach, einer im neuen und einer im alten Design. Auch der junge kleine Aperitif zu Beginn, ein Bernriach mit einem Rumfass-Finish, überzeugt mehr als deutlich.
Die heutige Session auf Whiskyfun und alle Punktewertungen in der Übersicht:

  • Benriach 10 yo 2008/2018 (52%, Asta Morris, Foursquare cask finish, cask #AM 122, 289 bottles) 86 Punkte
  • Benriach ‘The Thirty’ (46%, OB, Four Cask Matured, 2020) 85 Punkte
  • Benriach 38 yo 1981/2020 (46.6%, OB, for The Nectar and La Maison du Whisky, bourbon barrel (phew), cask #522,  168 bottles) 91 Punkte

Cotswolds Distillery veröffentlicht Cotswolds Sherry Cask Single Malt Whisky

Zum ersten Mal gibt es ihn nun, aber nicht zum letzten Mal: Der Cotswolds Sherry Cask Single Malt Whisky (57,4% vol.) wird laut Auskunft der englischen Brennerei in der gleichnamigen Region eine jährliche Abfüllung sein. Der Whisky reifte in einer Kombination aus amerikanischen und spanischen Eichen-Hogsheads, die mit Oloroso- und Pedro Ximenez Sherry präpariert wurden.

Der Whisky soll nach braunem Zucker, Kirschkuchen und gerösteten Kaffeebohnen riechen. Am Gaumen findet man Noten von dunklen Steinobst und gerösteten Mandeln.

Der neue Cotswolds Sherry Cask Single Malt Whisky ist ab dem 15. Oktober, also morgen, verfügbar – allerdings nur bei der Destillerie und wohl auch in deren Webshop. Kostenpunkt ohne Porto: £64.95.

Glenglassaugh veröffentlicht die „Coastal Cask Collection“ 2020 – ingesamt zehn Single Malts

Ein kräftiges Lebenszeichen gibt die im Besitz von Brown-Forman stehende Highland-Brennerei Glenglassaugh: Wie The Whisky Business berichtet, bringt man dort zehn neue Single Malts unter dem Namen „Coastal Cask Collection“ auf den Markt. Es scheint der Nachfolger der Rare Cask Collection zu sein, die 2017 acht Whiskys aus der Zeit vor der Schließung der Brennerei brachte.

Die Whiskys der Coastal Cask Collection sind nun solche, die kurz nach der Wiedereröffnung der Brennerei (2008, nach zwanzig Jahren eingemotteten Daseins) destilliert wurden, also zehn und elf Jahre alt und stammen aus unterschiedlichsten Fässern: Madeira Puncheons, Sherry Puncheons, Hogsheads für spanischen Wein, Pedro Ximénez Butts, Bourbon Barrels, Port Pipes, Oloroso Sherry Butts und Oloroso Hogsheads. Die Fässer sollen lt. Master Blender Rachel Barrie den Abfüllungen unterschiedliche Geschmacksnuancen geben.

Die Coastal Cask Collection soll noch in diesem Monat weltweit erscheinen. Dem Etikett zu entnehmen ist, dass es sich dabei um insgesamt 10 verschiedene Einzelfassabfüllungen handelt, in Fassstärke abgefüllt. Die Preise für UK werden mit £89.00 – £99.00 pro Flasche angegeben.

Serge verkostet: Benromach

Benromach hat ja vor einiger Zeit das Aussehen der Abfüllungen verändert – was in der Community unterschiedlich aufgenommen wurde. Aber egal, wie man die neue Aufmachung findet: Es kommt ja auf den Inhalt an – und diesen verkostet Serge Valentin heute auf Whiskyfun.

Es beginnt bei drei „alten“ Abfüllungen (im alten Design), dabei auch zwei Bottlings mit Wein-Finishes – und wer Serge kennt, der weiß, dass er zu solchen Finishes ein, freundlich gesagt, eher distanziertes Verhältnis hat. Und dementsprechend endet das nicht in einer Liebesbeziehung.

Mit Liebe hat der zweite Teil der Verkostung schon mehr zu tun, hier gibt es den neuen Benromach 15yo und eine Einzelfassabfüllung aus dem Sherryfass für Frankreich. Hier alle Punktewertungen:

  • Benromach 2009/2019 ‘Cask strength Batch 1’ (58.8%, OB): 78 Punkte
  • Benromach 2011/2019 ‘Sassicaia Wood Finish’ (45%, OB): 68 Punkte
  • Benromach 2009/2017 ‘Château Cissac wine cask finish’ (45%, OB, 4200 bottles): 65 Punkte
  • Benromach 15 yo (43%, OB, 2020): 88 Punkte
  • Benromach 2011/2020 (61.2%, OB, for France, first fill sherry, cask #39, 331 bottles): 90 Punkte

PR: Neu von Douglas Laing – Die Scallywag “Winter Warmer” Limited Edition

Von Douglas Laing gibt es Neues zu vermelden: Mit der Scallywag “Winter Warmer” Limited Edition kommt eine neue Variante des Blended Malts aus der Speyside in die Regale der Händler – in Fassstärke, 10 Jahre alt, aus PX- und Olorosofässern, auf 3000 Flaschen limitiert und mit Schal. In UK wird der Scallywag “Winter Warmer” Limited Edition £49.99 kosten, ab 1. November wird er auch in Deutschland erhältlich sein, UVP: 49,97 €.

Hier alle Infos aus der englischsprachigen Pressemitteilung dazu:


Douglas Laing’s Scallywag Reveals “Winter Warmer” Limited Edition

Leading distiller, blender and bottler Douglas Laing & Co today unveils the limited edition Scallywag Cask Strength Winter Edition.

Joining the classic Scallywag Speyside Malt Scotch Whisky and continually-available 10 Years Old offering, the seasonal release is strictly limited to just 3000 bottles globally. Matured exclusively in a combination of Oloroso and Pedro Ximinéz Sherry butts and offered at a natural cask strength of 52.6%, official tasting notes are said to “reflect the Whisky’s deep, amber colour” and include “bold notes of dark fruits, rich cocoa, subtle tobacco and warming winter spices.”

The latest innovation from the award-winning Speyside Malt brand carries a festive red-and-white striped scarf around the bottle neck; a “fun addition” that the firm says renders it “the perfect gift for the season of giving”.

Says Cara Laing, Director of Whisky in her family business:

“We’re delighted to unveil this latest innovation in the Scallywag portfolio, rounding off a year of positive growth for our Speyside Malt brand. The Cask Strength Winter Edition combines a very fun pack with truly serious Whisky – matured exclusively in Spanish Sherry casks, this big, feisty, fruity and festive dram is the ultimate warmer for those dark, chilly Winter nights.”

Scallywag Winter Edition is available in specialist spirits retailers and online and is expected to retail at £49.99.

Exklusiv: Interview mit Alasdair Day, Mitbegründer & Master Distiller der Isle of Raasay Distillery

In einigen Tagen wird hier in unseren Ländern die erste Abfüllung aus der Isle of Raasay Distillery im Handel zu finden sein. Die auf der gleichnamigen, östlich von Skye gelegenen Insel beheimatete bildhübsche Brennerei hat vor mehr als drei Jahren zu destillieren begonnen und jetzt mit dem Isle of Raasay Single Malt Inaugural Release ihren ersten Whisky abgefüllt. Ihm wird dann im nächsten Frühjahr der erste Whisky aus der Core Range folgen.

Wir haben diese Premiere zum Anlass genommen, mit dem Mitbegründer und Master Distiller der Brennerei, Alasdair Day, ein Interview zu führen und ihn zum ersten Single Malt und zu den Besonderheiten der Brennerei zu befragen. Das Interview können Sie untenstehend in einer deutschen Übersetzung lesen. Viel Vergnügen damit!

Alasdair Day, Mitbegründer & Master Distiller der Isle of Raasay Distillery

Whiskyexperts: Herzlichen Glückwunsch zum Erscheinen des ersten Single Malt Whiskys. Es wird noch bis Ende Oktober dauern, bis er nach Deutschland geliefert wird und wir dann die Erstausgabe des Single Malts von der Isle of Raasay Distillery probieren können. Was erwartet uns?

Alasdair Day: Unsere Erstabfüllung wurde aus 100% schottischer Gerste hergestellt, die mit Hochlandtorf (> 48 ppm) gemälzt wurde. Weil wir nur einen schmalen Cut aus den Spirit Stills verwenden, ist sie dabei im Geschmack trotzdem nur leicht getorft. 2017 destilliert, reifte der Spirit für die ersten zwei Jahre in ehemaligen Tennessee Whiskey Fässern und ein Jahr in Bordeaux-Rotweinfässern – das schenkt ihm zusätzlich süße Gewürzaromen mit dunklen Fruchtnoten. Für uns ist dieser Whisky das Verbindungsglied zwischen „While We Wait“ und unserem zukünftigen Core Range Single Malt Isle of Raasay. Insgesamt bietet der Isle of Raasay Single Malt Inaugural Release leichten aromatischen Rauch mit dunklen Früchten (wie Himbeermarmelade auf geröstetem Malzbrot).

Whiskyexperts: Was waren in der Rückschau die größten Herausforderungen auf dem Weg zu dieser Erstveröffentlichung?

Alasdair Day: Eine der größten Herausforderungen war die Schaffung eines jungen Single Malt, der Ausgewogenheit, Komplexität und Tiefe vereint und der mit jungen drei Jahren schon reif zur Veröffentlichung war. Wir haben hart gearbeitet, um diese Balance zu erreichen und dafür zuerst einen eleganten neuen New Make mit Süße, dunklen Fruchtaromen und aromatischem Rauch geschaffen. Der wurde dann in zwei sehr unterschiedlichen Fassarten (nordamerikanische und europäische Eiche) gereift, wobei durch diese unterschiedlichen Fässer Aromen aus Tennessee und Bordeaux zu ihm hinzugefügt werden.

Unser ganzer Spirit ist auf der Isle of Raasay gereift, daher mussten wir zwei zusätzliche Lagerhäuser bauen, ein Dunnage Warehouse und ein Hochlager. Unser ursprüngliches Reifungslager konnten wir so in eine Abfüllhalle umwandeln. Auch das war eine Herausforderung.

Whiskyexperts: Das Wasser stammt von einer „blassen Kuh“, für die Gärung der Maische lässt man sich mit bis zu 118 Stunden sehr lange Zeit und man produziert sowohl getorften als auch nicht getorften Spirit. Rund um die Herstellung von Whisky aus der Isle of Raasay Distillery gibt es also einige Besonderheiten. Erzählen Sie uns doch mehr darüber.

Alasdair Day: Ja, das gesamte Wasser, das wir verwenden, stammt aus unserem „Brunnen der blassweißen Kuh“ (the well of the pale white cow) vor Ort in der Brennerei. Wir verwenden dieses Wasser für den Brennprozess, zur Kühlung, für unseren Dampfkessel, zur Reduzierung des Alkoholgehalts, wenn wir den New Make ins Fass füllen und zur endgültigen Abfüllung.

Aufgrund der komplexen Geologie der Insel Raasay ist unser Wasser reich an Mineralien, insbesondere Mangan, das für die Hefeentwicklung wichtig ist. Es ist auch etwas hart, was unserem New Make Süße verleiht.

Alasdair Day: Wir fermentieren die Maische 3 bis 5 Tage, normalerweise haben wir in zwei Schichten 4 x 3-Tage-Fermentationen und 6 x 5-Tage-Fermentationen. Die fünftägigen Fermentationen bringen diesen Geschmack dunkler Früchte (wie Schwarzkirschen) hervor und ermöglichen auch die Entwicklung von Lactobacillus, wodurch die Komplexität der Aromen erhöht und mehr Säure in der Wash entwickelt wird – das Mehr an Säure wiederum ergibt eine stärkere Wechselwirkung mit dem Kupfer in der Wash Still.

Wir haben auch Kühlmanschetten an unseren Edelstahl-Washbacks, mit denen wir die maximalen Temperaturen während der Fermentation kontrollieren können. Durch das Aus- oder Einschalten können wir auch in unseren torfigen und nicht getorften Fermentationen unterschiedliche Aromen entwickeln.

Jedes Jahr brennen wir sechs Monate mit nicht getorfter Gerste und sechs Monate mit stark getorfter Gerste. Der Spirit von beiden wird getrennt gereift. Beim Vatting füllen wir die verschiedenen Spirits zusammen in einen Bottich, um entweder einen leicht getorften Single Malt zur Abfüllung zu erhalten – oder in der Zukunft Abfüllungen ohne Torf oder stark getorften Single Malts.

Wir haben auch noch eine Kühlmanschette am absteigenden Lyne-Arm unserer Wash Still. Wenn die aktiviert ist, werden die schwereren Dämpfe frühzeitig kondensiert und in die Wash zurückgeführt, woraus dann schwerere, öligere Verbindungen in den resultierenden Low Wines resultieren. Das tun wir vornehmlich beim Brennen mit getorfter Gerste und schalten es bei nicht getorfter Gerste aus – was dann bedeutet, dass unser getorfter Spirit viel viskoser und schwerer ist als unser nicht getorfter Spirit.

Außerdem haben wir einen kleinen Purifier mit sechs Platten (Kupferplatten mit bubble caps) nach der Spirit Still. Zusätzlich gibt es bei uns einen Satz von zwei Ventilen am Ende des aufsteigenden Segments des Lyne-Arms an der Spirit Still – noch kurz vor dem Kondensator. Wenn diese geöffnet sind, gehen die verschiedenen Dämpfe durch den Purifier zum Kondensator, was zu einem leichten Spirit mit einer intensiveren Note von schwarzer Johannisbeere führt. Auch hier können wir dies ein- oder ausschalten, um zwei weitere verschiedene Arten von Spirits aus den zwei verschiedenen Arten von Low Wines zu kreieren. So können mindestens vier verschiedene Arten von New Make-Spirit hergestellt werden, noch bevor der Geschmack von unseren Fässern beeinflusst wird. Momentan produzieren wir das ganze Jahr über zwei Arten von Spirits – stark getorft und nicht getorft -, aber unsere Brennerei bietet uns die Flexibilität, im Laufe der Zeit mit mindestens vier verschiedenen Charakteren von Spirits zu arbeiten, wodurch wir grundlegend verschiedene Geschmacksvariationen erzeugen können – ergänzend zu unserer Verwendung von verschiedenen Gerstensorten und Fassarten.

Whiskyexperts: Die Destillerie verwendet nur schottische Gerste, aber in Zukunft auch lokale Gerste direkt von der Isle of Raasay. Das klingt auch sehr spannend – wie viel Prozent Ihrer Produktion können mit dieser lokalen Gerste bestritten werden?

Alasdair Day: Stimmt, wir haben in den letzten drei Jahren unsere eigene Gerste auf Raasay angebaut. Damit wollten wir herausfinden, welche Gerstensorten während der sehr kurzen Vegetationsperiode (Mai bis August) auf Raasay wachsen und reifen würden. Wir haben verschiedene Sorten erfolgreich angebaut und gemälzt, zum Beispiel Bere, Iskria und Brage. Das macht aber natürlich nur einen sehr kleinen Prozentsatz unserer Gesamtproduktion ausmacht – bisher ungefähr 9 Fässer. Was auch immer wir hier lokal anbauen werden – es wird in Zukunft nur einen Bruchteil unserer Produktion ausmachen und zu ganz besonders limitierten Abfüllungen verarbeitet werden.

All unsere anderen Gerstensorten werden in verschiedenen Regionen Schottlands angebaut, von Arbikie, den Borders, Orkney und Campbeltown bis zu den traditionelleren Gebieten von Aberdeenshire, Angus und der Black Isle. Aus diesen Regionen verwenden wir auch jeweils verschiedene Sorten: Zusätzlich zu Concerto und Laureate gibt es bislang schon einmal Salome und Planet. Alle diese Sorten werden bei uns in der Brennerei separat destilliert und gereift. Wir freuen uns also darauf, nicht nur den Geschmacksunterschied diverser Gerstensorten aufzuzeigen, sondern auch die Auswirkungen der verschiedenen regionalen Wachstumsbedingungen auf den Geschmack einer jeweiligen Sorte.

Whiskyexperts: Auf Ihrer Website präsentieren Sie die Fassarten, die für den Whisky der Isle of Raasay Distillery verwendet werden. Können Sie sie uns vorstellen? Und können Sie auch etwas über die eher ungewöhnlichen Arten von Fässern sagen, wie die Ex Woodford Reserve Rye Whisky-Fässer und die frisch ausgekohlten Chinkapin Virgin Oak-Fässer?

Alasdair Day: Ja, wir verwenden sechs verschiedene Fässer für unseren Single Malt Signature Isle of Raasay, der ab Mai nächsten Jahres veröffentlicht wird. Zwei verschiedene Arten von New Make (getorft und nicht getorft) in jeweils drei verschiedenen Fasstypen. Das allgemeine Geschmacksprofil, das wir in unserem typischen Single Malt Isle of Raasay anstreben, ist ein leicht getorfter Whisky mit reichen Aromen dunkler Früchte. Jedes Fass verleiht dem gesamten Geschmacksprofil ein anderes Element, und die zwei unterschiedlichen Spirituosentypen, die in drei unterschiedlichen Fasstypen gereift und dann im Vattingbottich „verheiratet“  wurden, ermöglichen es uns, einen Single Malt herzustellen, der sowohl Komplexität als auch Tiefe aufweist.

Die Woodford Reserve Rye-Fässer bringen vor allem eine intensive würzige Note mit schwarzem Pfeffer und dann süßere Butterscotch-Noten.

Die Chinkapin-Fässer (Quercus muehlenbergii) mit ihrer hohen  Auskohlungsgrad und ihrer starken Toastung bringen einen Charakter, der weicher und süßer ist als Quercus alba mit weniger Vanille und mehr dunklen Fruchtaromen.  Es erinnert an ein amerikanisches Diner (Pfannkuchen & Sirup) – mit dem torfigen New Make erhält man dazu mehr rauchigen Speck oder BBQ-Spareribs.

Das Bordeaux-Rotweinfass bringt mehr dunkle Früchte, schwarze Trauben, Kirschen und schwarze Johannisbeeren. In Verbindung mit dem torfigen Spirit bekommt man mehr Holzrauch und eine Salzigkeit am Gaumen.

Alle sechs verschiedenen Fässer werden miteinander im Vatting vermählt, um das Gleichgewicht, die Komplexität und die Tiefe zu schaffen, die wir suchen. Im Laufe der Zeit können wir verschiedene Elemente der sechs gereiften Isle of Raasay Single Malts in unterschiedlichen Gewichtungen einsetzen, um verschiedene Abfüllungen zu erzeugen, beispielsweise einen stark getorften und einen nicht getorften Whisky – zusätzlich zu geplanten Einzelfassabfüllungen jeder der verwendeten Fasstypen im Standard Single Malt.

Außerhalb unseres Rezepts für den Single Malt in der Core Range haben wir auch eine Auswahl anderer Fässer, die mit getorftem und nicht getorftem Spirit gefüllt sind, für zukünftige Veröffentlichungen:

  • Manzanilla
  • Oloroso
  • PX
  • Four Roses Bourbon
  • Tawny Port
  • Australischenn Muskat
  • Australischen Cabernet und australischen Shiraz
  • Französische Quercus petraea Fässer
  • Französische Quercus robur Fässer
  • Ungarische Quercus petraea Fässer
  • Fässer aus Quercus humboldtii aus Kolumbien.

Whiskyexperts: Die Isle of Raasay Distillery wurde als Tourismusdestination des Jahres ausgezeichnet – was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an der Brennerei und der Insel? Wenn Sie jemanden überzeugen müssten, warum man ihr einen Besuch abstatten sollte, was würden Sie sagen?

Alasdair Day: Die Isle of Raasay ist eine kleine zerklüftete, windgepeitschte Insel vor der Ostküste von Skye. Nur 14 Meilen lang und 3 Meilen breit ist sie so groß wie Manhattan, aber mit einer Bevölkerung von 161 bei der letzten Volkszählung. Sie bietet einige der besten Aussichten auf Skye und die Cullin-Berge.

Wir haben 20 Leute, die alle auf Raasay leben und in der Brennerei arbeiten. Einige, die auf der Insel geboren und aufgewachsen sind, waren weggezogen, sind aber zurückgekehrt, um in der Brennerei zu arbeiten.

Die Gemeinde auf Raasay hat die Brennerei sehr unterstützt und wir liefern alle unsere Restprodukte aus der Vermaischung an die örtlichen Farmer und Züchter, um ihre Schafe und Rinder zu füttern.

Wir haben für Gäste 6 Schlafzimmer mit Bad als Teil des Brennereigeländes, damit man hier übernachten, unseren Whisky entdecken und genießen kann, während man sich an der ständig wechselnden, atemberaubenden Aussicht auf Skye erfreut. Dies ist eine Erfahrung, die einen lange nach der Abreise noch als wunderbare Erinnerung begleiten wird.

Wahrscheinlich sind wir die einzige Brennerei in Schottland, in der Besucher übernachten können.

Whiskyexperts: Wie sehen die Pläne für die nahe Zukunft aus? Was können wir in naher Zeit von der Isle of Raasay Distillery erwarten?

Alasdair Day: Wie man aus dem bisher Besprochenen sehen kann, haben wir viel für die Zukunft geplant. Von der Einführung unseres Single Malt-Kernsortiments, beginnend mit unserem im Mai 2021 erscheinenden leicht getorften Signature Malt, bis zu allen anderen Projekten, mit der wir die Geschmacksvielfalt, die jetzt schon in unseren Lagerhäusern reift, präsentieren wollen – genauso wie die verschiedenen Gerstensorten und deren Unterschiede durch die Regionen, dann die Vielfalt unserer New Makes und Destillationstechniken sowie Fass- und Eichenarten: In den kommenden Jahren sind viele aufregende Whisky-Veröffentlichungen geplant.

Neben dem Whisky selbst planen wir, unser Besuchererlebnis auf der Isle of Raasay innerhalb unserer Brennerei auszubauen, um mit weiteren Übernachtungsmöglichkeiten mehr Gästen den Zugang zur Brennerei zu bieten. Die Menschen sollen diese wunderbare Insel noch mehr genießen können.

Aber jetzt einmal freuen wir uns darauf, dass alle unseren Isle of Raasay Single Malt probieren und uns auf unserer Reise durch den Geschmack begleiten können. Und wir hoffen, bald viele neue Gäste in unserer Brennerei begrüßen zu dürfen!

Video: Ralfy verkostet Glendronach 18yo (Review #847)

Einen Tag später als sonst bringt Ralfy Mitchell sein neuestes Verkostungsvideo – diesmal handelt es sich um eine Standardabfüllung aus der Highland-Brennerei Glendronach. Der Glendronach 18yo ist es, den er im Video bespricht, und zwar eine neue Version, die dem auf der Flasche angegebenen Alter auch tatsächlich entspricht.

Für jene, die sich noch nicht intensiver mit der Brennerei auseinandergesetzt haben: Durch eine Produktionspause war einige Zeit älterer Whisky als es die Altersangabe vermuten ließ in den Flaschen – zunächst bei 12 Jahre alten Glendronach, dann beim Glendronach 15yo (der in dieser AUsführung für viele als DER Maßstab bei leistbaren Sherryabfüllungen galt) und dann beim Glendronach 18yo. Aber auch der enthält nun der Altersangabe entsprechenden Whisky.

Ralfy gibt dem Glendronach 18yo in seinem über 20 Minuten langen Youtube-Video 90 Punkte und meint, der Glendronach 18yo wäre nun das, was der Glendronach 15 war – ein Sherrymonster.

PS: Der Glendronach 18yo Allardice ist, weil Ralfy sich im Video nicht sicher war, natürlich ohne Farbstoff und Kühlfiltration abgefüllt – wie jeder Glendronach aus der Destillerie (und sicher auch bei allen unabhängigen Abfüllern, die das ja aus Prinzip nie machen).