Video: Ralfy verkostet Crabbie 15yo Single Malt (Review #860)

In seinem neuesten Video nimmt sich Ralfy eines Whiskys an, der – nach seinen Worten – nicht besonders im Rampenlicht steht. Es geht um den Crabbie 15yo, der aus einer nicht näher genannten Destillerie stammt. Crabbie, die ja erst im Aufbau der eigenen Destillerie sind, agieren hier als unabhängiger Abfüller. Der Crabbie 15yo ist ein gepeateter Malt aus einem Sherryfass und er stammt aus einer Brennerei aus den Highlands.

Besonders überzeugt ist Ralfy nicht von ihm, er empfiehlt sogar definitiv, sich eher den 8 Jahre alten von Crabbie zuzulegen, er sei wahrscheinlich attraktiver, was das Verhältnis zwischen Preis und Leistung betrifft. Der Crabbie 15yo erhält jedenfalls 82 Punkte, liegt damit also eher am unteren Ende der Wertungsskala von Ralfy.

Das gesamte Video ist 17 Minuten lang, wie immer voller interessanter Infos und entweder obenstehend oder hier auf Youtube zu finden. Viel Vergnügen.

Kingsbarns und Inchdairnie reichen Pläne für neue Lagerhäuser nahe Glenrothes ein

Nahe Glenrothes wollen zwei junge Destillerien zusätzliche Lagerhäuser errichten und haben die Baupläne dafür bei den zuständigen Behörden eingereicht, berichtet The Courier heute.

John Fergus and Co Limited, ihnen gehört die Inchdairnie Distillery, und die Wemyss Familie (Besitzer der Kingsbarns Distillery) wollen auf einem Grundstück nahe der Inchdairnie Distillery bauen, 16 Lagerhäuser für Inchdairnie westlich der Brennerei, 12 Lagerhäuser für Kingsbarns und Wemyss Malts im Süden.

Beide Unternehmen sehen die Pläne aus Ausdruck ihrer Entschlossenheit, die gesamten Geschäftsabläufe in Fife zu konsolidieren. Für die Wemyss Familie wären es die ersten eigenen Lagerhäuser, bislang hat man sich in Fife in bestehenden Warehouses eingemietet – für Inchdairnie wäre es eine Erweiterung der bestehenden eigenen Kapazitäten.

PR: Die Starward-Whisky-Familie Österreichs wächst im Jahr 2021!

Neues vom österreichischen Distributor der Whiskys der australischen Starward Distillery: Vienna Distribution bringt drei neue Abfüllungen in die Alpenrepublik (sie sollten in den nächsten zwei bis drei Wochen im Handle zu finden sein) – Starward Left Field, Starward Fortis und Starward Ginger Beer.

Alles, was es dazu Wissenswertes gibt, hat Vienna Distribution in der nachfolgenden Pressemitteilung für unsere Leser zusammengestellt:


Die Starward-Whisky-Familie Österreichs wächst im Jahr 2021!

Österreich hat seine erste Whisky-Premiere im Jahr 2021, wenn Vienna Distribution im Februar drei fantastische Starward-Neuerscheinungen ins Land bringt.

Maria Kitsati, Country Managerin von Vienna Distribution, ist erfreut über das stetig wachsende Starward-Portfolio:

„New World Whisky ist eine schnell wachsende Kategorie und wir sind mehr als stolz darauf, ein großer Teil davon zu sein“,

so Maria Kitsati.

Dürfen wir vorstellen ?

Starward Left Field

Die erste Veröffentlichung, die ein Teil des Kernbereichs sein wird, ist der Left Field. Es ist ein zugänglicher, vielseitiger Single Malt Whisky, der die Merkmale von Starward und die charakteristische Reifung des australischen Rotweinfasses in sich vereint.

Er ist in 100% französischer Eiche gereift, um ein reichhaltiges und würziges Mundgefühl zu verleihen und den komplexen Eichencharakter hervorzuheben, während die delikaten Weinaromen erhalten bleiben. Zeitgemäß, unerwartet, kantig und vollmundig. Abgefüllt mit einem ABV von 40% liegt der Verkaufspreis im Einzelhandel bei rund 35 Euro.

Farbe: helles Gold mit einem leichten Rotton

Aroma: tropische Früchte, roter Apfel, frische Beeren

Gaumen: helle tropische Früchte, geröstete Eiche

Abgang: feines Finish mit weicher Gerbstoffstruktur und französischem Eichengewürz

Starward Fortis

Die zweite Veröffentlichung ist der Fortis Expression. Es handelt sich um einen vollmundigen Whisky mit vollem Geschmack, der nach Belieben serviert wird: pur, gemixt oder als Cocktail.

Abgefüllt mit 50% ABV, ungekühlt gefiltert und in Fässern aus 100% amerikanischer Eiche gereift – gefinisht wird er in 100% amerikanischen Eicherotweinfässern, die überwiegend aus dem Barossa Valley stammen und zuvor kräftige Rotweine wie Cabernet oder Shiraz enthielten.

Der Whisky erscheint in jährlichen Chargen und der Verkaufspreis im Einzelhandel liegt bei rund 60 Euro.

Aroma: vordergründige Aromen von madagassischen Vanilleschoten, reich gerösteter amerikanischer Eiche, Brombeermarmelade, Rosinen, karamellisierten Feigen, Rohzucker und überreifen Pflaumen

Gaumen: reichhaltiger und vollmundiger Vanillin, Quittenpaste, Muscadelle Rosinen, Schokoladenganache, Zimt, gebackenes Bananenbrot

Abgang: viskos und lang, fängt den ganzen Gaumen ein und balanciert gut mit einem Abgang aus Backgewürzen aus Eichenholz und reifen Feigen und Rosinen

Starward Ginger Beer

Zurück aufgrund unglaublicher Nachfrage entstand dieser experimentelle Whisky in Zusammenarbeit mit der Brauerei Boatrocker.

Starward lieh sich einige seltene Ingwerbierfässer aus um den Single Malt darin reifen zu lassen. Diese Fässer liegen seit 30 Monaten im Solera-System – viel Zeit, um diesen saftigen Geschmack aufzusaugen.

Dieser Whisky ist furchtlos. Er wird angeführt von starkem, würzigem Ingwer, obwohl die Würze geschickt mit Süße ausgeglichen ist. Sie erhalten Noten von dunkler Schokoladenfeige, Ananas und Vanille sowie zum Abschluss eine anhaltende Wärme. Er ist mit frischem Ingwer, Zitronengras und Zitrusschalen beladen.

Dieser Whisky wurde nur in Australien veröffentlicht, der über eine Online-Abstimmung verkauft wurde. Vienna Distribution konnte nur 18 Flaschen sichern.

Starward Whisky besteht jetzt aus: “Two-Fold”, “Left Field”, “Nova”, “Solera”, “Fortis” und den zwei Starward Ready Made Cocktails “Old Fashioned” und “Red Manhattan”.

Neu: Glen Grant 72yo von Gordon & MacPhail

Einen echten Methusalem unter den Whiskys hat der unabhängige Abfüller Gordon & MacPhail heute vorgestellt: Der Glen Grant 72yo wurde im Jahr 1948 ins Fass gelegt – ein Oloroso Sherryfass aus amerikanischer Eiche, in dem der Whisky bis zu seiner Abfüllung reifen konnte, und das ihm die dunkle Farbe gab.

In der Nase soll der Whisky Aromen von Weihnachtskuchen zeigen, der mit Oloroso Sherry getränkt wurde, dazu eine leicht versengte Note. Am Gaumen findet man anfangs Süße und zum Ende hin die Holznoten mit Gewürzen, die man nach so einer langen Lagerdauer erwarten würde, dazu einen Hauch Espresso und dunkle Schokolade.

Normalerweise, so Charles MacLean, der von Gordon & MacPhail beigezogen wurde, habe er gegenüber so alten Whiskys eher Skepsis, da diese oft schwach und leblos geworden seien – nicht so bei dieser Abfüllung des Whiskys aus der Brennerei Glen Grant. Es sei einer der besten Malts, die er in seiner 40 Jahre alten Laufbahn jemals gekostet habe – es sei ein herausragender Whisky.

Erstaunlich ist bei diesem Whisky, dessen erste Flasche bei Bonhams versteigert wird und von dem 290 Flaschen abgefüllt wurden, auch die Alkoholstärke: Nach 72 Jahren präsentiert er sich noch mit 56,2% vol.

In der Auktion in Hong Kong wird ein Erlös zwischen 30.000 und 40.000 Euro für die Flasche erwartet – wo dann der Verkaufspreis des Whiskys in einem Darlington Kristalldekanter und in einer Holzbox aus dunklem Walnussholz aus den USA liegen wird, bleibt abzuwarten.

PR: Neu von Teeling aus dem Kirschfass – Wonders of Wood Cherry Wood Cask

Im November erschien der Teeling Wonders of Wood Amburana Cask im Onlineshop – jetzt legt die Destillerie aus Dublin mit einem zweiten Whiskey aus der Serie nach: Der Teeling Wonders of Wood Cherry Wood Cask ist ein 15 Jahre alter irischer Single Malt, der ein Finish im Fass aus Kirschholz erhalten hat (die Iren haben bei der Holzwahl wesentlich mehr Freiheiten als die Schotten oder gar die Amerikaner). Die limitierte Edition wurde mit 57,1% vol. abgefüllt und kostet 125 Euro.

Mehr dazu, die Tasting Notes und eine Verlinkung auf ein Interview mit Iain Wood, der für den Teeling Wonders of Wood Cherry Wood Cask verantwortlich zeichnet, finden Sie im nachfolgenden Pressetext:


Teeling Whiskey Release Second of
Wonders of Wood Bottlings

We are pleased to announce the release of the second in our series of Wonders of Wood bottlings. A 15 Year Single Malt aged initially in bourbon barrels and then in virgin Cherry Wood. Challenging the conception of traditional whiskey flavours, this unique Irish whiskey is full of floral notes, dried fruits and mellow spices. Following on from the Teeling Whiskey Amburana Cask, the very first of our Wonders of Wood releases, this Teeling Distillery Exclusive is very different than anything we have bottled before and definitely not Irish whiskey as you would normally know it. Exclusively available to buy now here!

The selection of the Cherry Wood Cask as the second release of our Wonders of Wood series was decided by attendees of our Wonders of Wood event in September. Hosted by Teeling Whiskey’s Master Distiller, Alex Chasko, Teeling Maturation Manager, Iain Wood and Global Brand Ambassador, Robert Caldwell, the virtual tasting gave participants a unique opportunity to taste some of our most innovative and unique Teeling Whiskey maturation projects. At the end of the tasting we got the audience to vote which was their favourite and share their tasting notes. The winner on the night was to be bottled up as a Single Cask and to be the first of our Wonders of Wood releases. The Amburana Brazilian Hardwood (first release) was the pick of the lot, however the Cherry Wood was such a close second place we had to release it too! To give us a deeper dive into the Wonders of Wood release, we sat down with Mr. Wood himself, our Head of Operations Iain Wood! Read full interview here.

Wonders of Wood Cherry Wood Tasting Notes

Nose: Wood spice, brown sugar, dried fruits (Prunes, Raisins, Sultanas)

Taste: Sawdust, Sandalwood, Rosewater, Turkish Delight

Finish: Long finish with a mellow spice

Bottled at 57.1% ABV and costing €125, this distillery exclusive bottling is a limited edition available from our online shop here!

Highland Park evaluiert in Forschungsprojekt den Einsatz von Energie aus Wasserstoff

Destillerien entwickeln in den letzten Jahren immer mehr Bewusstsein für ihre Umwelt- und Klimaverantwortung. CO2-Neutralität wird immer mehr zum Thema, auch Nachhaltigkeit findet sich in immer mehr Konzepten.

Auf den Orkneys ist es die Destillerie Highland Park, die sich jetzt in diese Richtung engagiert. Man versucht dabei, auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff zu setzen. Und das hat einen lokalen Grund: Eines der führenden Institute auf diesem Gebiet, das European Marine Energy Centre (EMEC) ist auf den Orkneys beheimatet.

Gemeinsam mit diesem Institut und einer ebenfalls auf den Orkneys ansässigen Gin-Destillerie will man nun im Rahmen des Projekts „HySpirits 2“ Möglichkeiten ausloten, Wasserstoff-Technologie im Rahmen des Betriebs der Brennerei zu verwenden. Man hofft, auf diese Weise nicht nur für die teilnehmenden Brennereien, sondern auch für andere Destillerien, die in abgelegenen Gebieten Energie und Wärme für das Mälzen und Destillieren auf innovative und umweltfreundliche Weise gewinnen wollen.

Konkrete Applikationen der Technologie werden im Artikel in scottishfield.co.uk nicht genannt, sie werden sich wohl im Lauf der Zusammenarbeit erst herauskristallisieren.

Serge verkostet: Drei aus Aberlour

Nach seiner recht langen Tour rund um die Welt, bleibt Serge jetzt nach eigenen Angaben länger in Schottland – und beginnt mit dem Buchstaben A wie Aberlour. Drei Abfüllungen hat er sich ausgesucht, zwei von der Brennerei selbst abgefüllte und ein unabhängiges Bottling.

Die Bewertungen in der Verkostung reichen heute von mäh bis recht gut:

Aberlour 2009/2019 (40%, OB, White Oak)70
Aberlour 8 yo 2012/2020 (58.5%, Whisky Is The Limit, 1st fill oloroso quarter cask, cask #800916, 225 bottles) 85
Aberlour ‚A’bunadh‘ batch #65 (59.5%, OB, 2019)85
Die Destillerie Aberlour. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Hier sind die Gewinner unserer 4 Sets mit der Waterford Sheestown Edition 1.2 und der Ballymorgan Edition 1.2!

Gleich unser erstes Gewinnspiel in diesem Jahr hat jede Menge Whiskyfreunde dazu motiviert, ihre Gewinnchance zu wahren und mitzuspielen: Vielen lieben und herzlichen Dank für die fantastische Beteiligung – so macht auch das Vergeben der Preise ebenso viel Spaß wie das Gewinnen!

Diesmal hatteFortuna viel zu tun: Gleich vier unserer Leser*innen dürfen sich bei diesem Gewinnspiel auf jeweils ein Set der aktuellen Abfüllungen aus der Destillerie freuen, den Waterford Sheestown Edition 1.2 und den Waterford Ballymorgan Edition 1.2 – die jeweils mit Gerste einer bestimmten Farm im Südosten Irlands gebrannt werden. Ein beeindruckendes, sehr ausdifferenziertes Geschmackserlebnis.

Bevor wir Ihnen verraten, wer diese vier Gewinner sind, lesen Sie hier mehr über die außergewöhnliche Destillerie und die beiden Abfüllungen (und steigern so die Spannung noch ein kleines Stück mehr):

Waterford Whisky: Terroir-getrieben und einzigartig

Irlands Südosten ist weltweit eines der besten Anbaugebiete für Braugerste und das Zuhause der Waterford Distillery. Einst Brauerei, heute Whisky-Brennerei auf dem neuesten Stand der Technik – dank Mark Reynier. Die Koryphäe mit legendärem Werdegang in der schottischen Whisky-Szene erwarb Waterford 2014. Sein Ziel? Die Destillerie zum Epizentrum für die radikale Umsetzung einer aus der Winzerwelt bekannten Philosophie machen: Terroir. Denn wo Gerste wächst, wie der Boden beschaffen ist oder wie viel Sonne oder Wind das Getreide ausgesetzt ist, birgt das Geheimnis einzigartig authentischer Irish Single Malts. Für sie schlägt das Herz von Waterford.

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Farm für Farm: die Aromen ausgewählter Orte Irlands

Eine Bandbreite ausgewählter Fässer, lange Fermentation oder langsame Destillation sind Faktoren für die Aromenreinheit des Single Malts von Waterford. Geschmacklich entscheidend für Mark Reynier und Team, ist jedoch das Korn selbst. Mehr als 70 irische Farmen bilden das Fundament der Brennerei. Deren Gerste wird separat angebaut, gelagert, gemälzt und destilliert. Farm für Farm entstehen so die „Single Farm Origins“ – Whiskys, die das Geschmacksprofil ihres Herkunftsortes einfangen. Jede der Editionen ist absolut einzigartig und nur limitiert verfügbar.

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Vom Feld bis ins Regal: kompromisslose Transparenz

Ein digitales Logistiksystem mit über 20.000 Datenpunkten pro Destillation und Farm macht den Terroir-basierten Whisky zu 100 Prozent rückverfolgbar. Umfangreiche Informationen zum Herkunftsort, den Gerstenbauern oder der Destillerie selbst eröffnen sich für Single-Malt-Liebhaber über einen Terroir-Code auf jeder Flasche Whisky, der lediglich auf der Webseite eingegeben werden muss. Waterford hat nichts zu verstecken: An den Ufern des Flusses Suir entstehen Whiskys mit außergewöhnlicher geschmacklicher Tiefe und Vielfalt. Alle Editionen werden mit mindestens 46% vol. abgefüllt, sind weder gefärbt noch kühlfiltriert.

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Wir verlosen vier Sets, bestehend aus den beiden aktuellen Abfüllungen von Waterford: Sheestown Edition 1.2 und Ballymorgan Edition 1.2!

Jede Abfüllung von Waterford erkundet einen Ort in Irlands fruchtbarem Südosten. Die Gerste für den fruchtigen, zugleich pikanten „Sheestown Edition 1.2“ wächst am „Ort des üppigen Grases“. Das hügelige Tiefland-Terroir aus gut entwässertem Lehmboden bewirtschaftet seit einem halben Jahrhundert Philip O’Brien. Im Regenschatten der Wicklow Mountains dagegen baut Robert Milnes Familie in fünfter Generation Gerste auf besonders ergiebiger Erde an. Sein Getreide ist Destillationsbasis für „Ballymorgan Edition 1.1“ mit Noten von rotem Apfel, Milchschokolade und Pfeffer.

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Sheestown Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Destilliert in KW 24/2016 und abgefüllt im September 2020, erlangte der Single Malt seine komplexe Reife in First Fill Amercian Oak (33%), Virgin American Oak (19%), Fässern aus französischer Premium-Eiche (25%) und Vin Doux Naturel Casks (23%).

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Ballymorgan Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Vier Jahre, einen Monat und zwei Tage reifte der einzigartige Single Malt in einer Holzkomposition aus First Fill Amercian Oak (34%), Virgin American Oak (20%), Fässern aus französischer Premium-Eiche (23%) und Vin Doux Naturel Casks (23%).

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Und das sind die Gewinner der vier Sets, bestehend aus den beiden aktuellen Abfüllungen von Waterford: Sheestown Edition 1.2 und Ballymorgan Edition 1.2:

Günter Lehnert aus 86479 Aichen
Jana Nicke aus 76432 Baden Baden
Dennis Augustin aus 22339 Hamburg
Lukas Endres aus 97502 Euerbach

Wir gratulieren recht herzlich! Die Preise werden in den nächsten Tagen von unserem Gewinnspielpartner zum Versand gebracht – wir bitten noch um ein klein wenig Geduld.

Und wenn Sie diesmal nicht unter den Gewinnern sind – einfach mal kurz durchatmen – schon bald haben wir wieder tolle Preise für Sie – und bis dahin wie immer die aktuellsten News zum Wasser des Lebens!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

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Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (215)

Willkommen zur  215. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 215 finden Sie acht neue Videos:

Whisky Plausch – Strathearn Batch 001

Whisky Evening – Glen Elgin 12yo

Malts and Metal – Hazelburn 13 Jahre Oloroso Casks

Barrelbeast – Octomore 11.3

Malt Mariners – Top 10 Scotch Whiskys 2020

Pat Hock – Das Whisky ABC: Allt-A-Bhainne & Benrinnes

WhiskyJason – Fettercairn 22 Jahre

Friendly Mr. Z – Woodwork Cask Strength Blend Batch 1


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 7)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv im Vorabdruck präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten)  erscheint am 01.02.2021 im Alba Collection Verlag GbR. Es kann bis zum 20.01.2021 zum Einführungspreis (Subskriptionspreis) von 16,- Euro hier vorbestellt werden.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 6-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 7)

Der Rundgang bei Lagavulin ging nun rasch zu Ende. Das Brennhaus durchliefen wir im Eilschritt, vorbei an vier gewaltigen Brennblasen. Schon wollte ich protestieren, warum wir an den hoch aufragenden kupfernen Skulpturen nicht verweilten! Doch als ich bemerkte, dass unser Guide mehrmals verkniffen auf die Uhr schaute, vermutlich weil wir über den Erklärungen und Fragen aus dem Zeitfenster gefallen waren, hielt ich den Mund und sagte mir, du wirst in den nächsten Wochen noch viele Brennhäuser besuchen können. Auch in die Schatzkammer, in das riesige Lagerhaus mit dem himmlischen Duft aus Tausenden ruhenden Fässern, durften wir nicht einmal einen flüchtigen Blick werfen. Keiner murrte, die Gruppe fügte sich, so dass wir uns nach der halbstündigen Tour im Verkostungssaal an einem ehrwürdigen Eichentisch wiederfanden.

Lagavulin vom Meer aus gesehen. Bild: Whiskyexperts

Der Raum mit rauchgeschwärzten Ölgemälden, einer Sesselgarnitur im Stil von Chippendales und einer Mahagoni-Anrichte, wo edle Whiskys unter Verschluss gehalten wurden, war altbelassen und ließ erahnen, dass hier bereits im Jahr 1816 der Gründer John Johnston sein Erzeugnis am Kaminfeuer verkostete und an dessen Trinkqualität feilte. Wie in diesem Raum mit dem ausgetretenen Dielenboden war die Gründerzeit noch allerorts präsent und als unser Guide den Namen „Lagavulin“ auf seinen Ursprung zurückführte, auf die uralte Sprache der Goidelen, dem mythischen Volk der Kelten, und ihn mit „Mulde, in der die Mühle steht“ übersetzte, nickten wir andächtig und alle waren gespannt auf die anstehende Verkostung.

Nicht unbedingt durstig, aber erwartungsvoll, ergriff jeder der Gruppe, zu der auch ein schweigsamer Chinese gehörte, ein Tasting Glas, in dem sich ölig ein erstaunlich dunkler Malt wiegte. Zwei Editionen standen bereit: die erste war eine Distillers Edition, die in Ex-Bourbonfässern über zehn Jahre gelagert und anschließend ein dreimonatiges Finish in Pedro Ximenez Sherry Fässern erhalten hatte. Zwar fehlte auf der Flasche die Jahresangabe, dafür erfuhren wir, dass diese Kostprobe 43 % vol. Alkohol enthielt.

Wie zu erwarten, bestürmten torfige und rauchige Noten die Nase und hinterher rüttelte auch noch eine Prise bitteres Salz am Nasendach. Nur zwei Schnüffler später grüssten Aromen von Rosinen und Trockenfrüchten und verabschiedeten den medizinischen Geruch von Rauchspeck und Klebstoff, der nun nur noch unterschwellig zu riechen war. Der erste Schluck schmeckte trocken und bitter, doch kaum, dass er sich mit dem Gaumen angefreundet hatte, traten versöhnliche Töne von Karamell und geröstetem Malz aus dem Hintergrund hervor. Dann, beim Kauen, tat sich wieder was: Zitrone wechselte mit Rosinensüße und ließ die heiße Landschaft von Andalusien erahnen. Angenehm bitzelnd passierte er den Gaumen, anhaltend, gar träge ging der Schluck in den Abgang über und überraschte hier wieder mit viel Karamell. Der Lagavulin räumte meine Skepsis beiseite, meine kleine Angst vor dem speckigen Rauch. Ja, sein Torfgeschmack verhielt sich wie ein Kavalier, der niemals einer Dame auf die Füße treten würde. Und auch das Feuer im Abgang hielt sich in Grenzen und – wirklich, der Spruch auf dem Etikett „Time Takes out the Fire but leaves in the Warmth“ erwies sich nicht als hohle Phrase.

Nun gut, der Torfwhisky war immerhin sechzehn Jahre gereift und vor der Abfüllung auf 43 % vol. herunter verdünnt worden. Dem formidablen Alter seiner Reifung war es letztlich zu verdanken, dass der Alkohol den Schlund nicht verbrannte, sondern angenehm wärmte. Was den Gesamteindruck anging, zeigte er mir einen zu flachen Spannungsbogen, zu wenig Dynamik in der Dualität von bitter und süß. So belegte ich ihn im Resultat mit drei Stützrädern.

Nach einer kurzen Pause für Notizen widmete ich mich der zweiten Kostprobe: Distillers Exclusive Edition mit 54 % vol. aus dem Abfülljahr 2017. Der erste Schnüffler verpasste mir einen Nasenstüber, so heftig stieg mir ein Cocktail aus Patex, Teer und Nagellackentferner in die Nase. Der Grund: saure Phenole. Durch das Dörren der gekeimten Gerstenkörner über dem Torffeuer finden diese Phenole zusammen mit weiteren achtzig aromarelevanten Substanzen den Weg in das Malz und sorgen im Guten wie im Schlechten für einen ausladenden Fächer an Aromen.

Jetzt nur noch schmecken! Leichter gesagt, als getan, denn zwischen Nasendach und Mundraum gibt es eine gutgemeinte, organische Verbindung. Der erste Tropfen an der Zungenspitze war versöhnlich milde, geradezu weich wie Seide. Zwar fehlte ihm nicht der Rauch, aber das Grimmige von Klebstoff und Teer. Wenig später schwebten über dem Gaumen nur noch einige Rauchschwaden von Torffeuer, dafür dockten Früchte an: Vanille im Überfluss, exotische Pampelmuse, Zitrone und Limette, auch Schokolade und im Abgang wieder die schönste Süße exotischer Früchte. Als hätten sie sich in meine Schleckzunge verliebt, verweilten diese Aromen lange am Gaumen, während eine pfeffrige Wärme bereits den Magen massierte. Dem Exklusiv gelang, was keinem Whisky bisher gelungen war – er nahm mich gefangen. Mit seiner Weichheit und der Seide im Abgang, einem lange nachhallenden bye bye.

Mit einem zweiten Schluck musste ich mich vergewissern, ob dieser Torfwhisky womöglich ein Schummler war und auf raffinierteste Weise meinen Gaumen irritierte. Aber nein, im zweiten Schluck fehlte auch das Verbrannte, das Holz und der Geschmack von Teer. Zwar waren Teer und Torf im Hintergrund noch zu erahnen, sie wurden aber von Rosinen, Apfel, Vanille, Zimt und Honig zügig und mit Ellbogenkraft beiseite geschoben. Im Abgang fehlte das Brennen und zu meiner Genugtuung war der Alkohol eingebunden wie ein behütetes Baby. Dieser Exclusive verdiente eine maximale Bewertung und erhielt als erstes Dram auf meiner Reise vier Stützräder, weil er eine tragende Geschmacksbrücke vom Torf von Islay zum Karamell der nordamerikanischen Weißeiche und der andalusischen Sherrysüße baute. Dank dieser weitgespannten Brücke, dank dieser Komplexität war er der Beste aller fünfzehn bis dahin probierten Single Malts. Der perfekte „Exclusive“ bestätigte mir – Geschmack kennt keine Luftschlösser.

Nun wollte ich natürlich mehr über diesen Exclusive wissen. Also trat ich auf einen jungen Mann mit Lagavulin Signet auf dem Poloshirt zu, der gerade frische Gläser auf einem Tablett in den Raum balancierte, und fragte ihn frank und frei nach dem Geheimnis dieses exklusiven Single Malts.

Er schmunzelte und sein Lächeln bewies, dass er sich geschmeichelt fühlte. „Wir haben etwas Gutes für uns gemacht!“

Was für eine Ansage: „Für uns!“

Der Schotte mit der beachtlichen Fassstärke unter dem Gürtel wäre kein echter Whiskymacher gewesen, hätte er nicht auch Fakten benannt: „Bei diesem Malt achteten wir ganz besonders auf das Wood Management. Er lagerte zehn Jahre in Ex-Bourbonfässern aus amerikanischer Weißeiche und zwei Jahre zur Abrundung in Ex-Sherryfässern von Pedro Ximenez aus Andalusien. Dazu kommt auch noch die Lagavulin-Besonderheit, die lange Lagerung nahe am Meer, die salzige Seeluft, die von außen durch die Poren in die Eichenfässer eindringt.“

Ich nickte verständnisvoll, wollte aber nicht tiefer in die Materie eindringen, denn der zweifache Gaumenkitzel hatte mich leicht bedudelt, gar mein Hirn umwölkt und leicht benebelt. Ja, so benebelt, dass ich einen großen Fehler beging – ich versäumte eine Flasche Exclusive für umgerechnet 116 Euro zu kaufen. Kurz hatte ich daran gedacht. Aber meine Gepäcktaschen waren bereits randvoll und eine Flasche über viele Hundert Kilometer mitzuschleppen, das wäre doch übertrieben gewesen. Natürlich hätte ich sie mir auch abends zügig in tüchtigen Schlucken hinter die Binde gießen können, aber mein Motto lautete ja nicht „hit the bottle & cycle“, sondern „sip & cycle“. So lebt der erste perfekte Schluck meiner schottischen Reise nur noch in der Erinnerung. Aber dafür regt er umso stärker mein Träumen von Islay an. 

Beschwingt und um ein großartiges Geschmackserlebnis reicher, stieg ich nach zwei Dram wieder aufs Rad und gondelte vier Kilometer auf dem bekannten Sträßlein zurück in Richtung Port Ellen. Wären die Herden von Schafen und Lämmern nicht so fresswütig gewesen, hätten sie gewiss ihre Köpfe gehoben und meinem geträllerten Loblied auf die Bottler von Lagavulin gelauscht. Auf der Rückfahrt schwebte ich solange im Reiseglück, bis mir die Terminplanung für die folgenden Tage und Destilleriebesuche in den Sinn kamen. Klar, nach dem ersten perfekten Schluck lag die Messlatte für das nächste geplante Tasting bei Bruichladdich[1] verdammt hoch, aber jetzt musste ich erst einmal meine drei sonntäglichen Besuche verdauen. Leicht ermattet erreichte ich Port Ellen. Außer Puste umfuhr ich die hübsche Hafenmole in weitem Bogen bis ich das B&B von Frau Lorry erreichte, wo ich an der Gartenmauer vom Fahrrad stieg.

Port Ellen, Blick über den Hafen. Bild: Whiskyexperts

* * *

Kaum, dass ich mich in meinem Winzzimmer auf dem Bett ausstreckt hatte, rumpste es hinter der Wand, so erschreckend nah, dass ich hochfuhr und die beige Streifentapete in Augenschein nahm. Nein, die Wand hatte kein Loch und war auch nicht aus Pappmaché, vermutlich aber aus einer einfachen Lage Rigips. Eine derart jämmerliche Schallisolierung sollte ich nicht nur bei Frau Lorry ertragen müssen, sondern in den nächsten Wochen in vielen Quartieren. Der Grund war ganz einfach der, dass die ursprünglichen Zimmer in den Cottages mit billigsten Materialen in möglichst viele Winzzimmer unterteilt worden waren, um möglichst viele Touristen einzuquartieren. Das privat betriebene B&B-Gewerbe ist in Schottland für viele Familien die einzige Einkommensquelle und hilft enorm, die weitverbreitete Arbeitslosigkeit zu dämpfen. 

Die Hafenstraße in Port Ellen. Bild: Whiskyexperts

Dürftig isolierte Wände mit fremden Gästen nebenan, quietschende Holzdielen im Flur, sturzbachartiges Rauschen der Nachbartoilette, aber auch der Verkehrslärm von draußen und das Vogelgezwitscher vom Fensterbrett konnten letztendlich meinem Nervenkostüm nichts anhaben, weil ich – wie auf all meinen Reisen – Ohrstöpsel dabei hatte. So versiegelte ich die Gehörgänge mit bunten Plastikkegelchen, schloss die Äuglein und dämmerte angezogen auf dem Bett liegend dem Abend entgegen. Um 8.00 post meridiem war ich ja in der Hotelbar auf der gegenüberliegenden Straßenseite verabredet.

Wir wissen um die Opulenz des englischen Frühstücks: Bacon, Ham, Sausage, Eggs, Porridge und jede Menge Toast mit bittersüßer Orangenmarmelade. Und das der Schotten ist nicht weniger opulent. Dagegen ist wenig über das englische und schottische Abendessen bekannt. An dieser Stelle sei nur soviel verraten, es wird recht früh am Abend, eigentlich bereits am Spätnachmittag serviert, was verdauungstechnisch günstig ist, da es dank der Vorherrschaft von Fleisch und Kartoffeln für Stunden den Darmtrakt beschäftigt. Die vor vielen Jahrzehnten eingewanderten Inder brachten zum Glück exotische Gerichte wie Currys mit und heute stehen auf jeder Speisekarte eines schottischen Restaurants und Pubs diese Gerichte. Natürlich auch das Allerweltsgericht Pizza, das nach vielen Lehrjahren auch von den Schotten vortrefflich zubereitet werden kann. Nun braucht der Vegetarier nicht gerade zu verhungern, aber in den meisten Restaurants hat er nur die Wahl zwischen gekochtem oder gegrilltem Beilagen-Gemüse und Gemüse-Curry mit Chutney.

Um später trinkfest an der Bar zu stehen, bestellte ich im Hotelrestaurant eine doppelte Portion gegrilltes Gemüse mit Kochkartoffeln und ein Blondes vom Hahn. Auf das Craft Bier freute ich mich sehr, denn es schmeckte immer wieder unglaublich frisch und fruchtig. Nach dem Abendessen wechselte ich in den Nebenraum, wo über der Tür „Ceud Mille Failte[2]“ stand. In diesem Raum ging es schon lebhaft zu, vor allem der Tresen war von Gästen belagert wie ein Freibier Ausschank. Oder sah es für den Neuankömmling nur so aus, weil viele Gäste an der Theke auf ihr Getränk warteten, das sie dann eigenhändig an die Tische trugen. Nun blieb mein Blick nicht an den sich knubbelnden Thekengästen und am flinken Hantieren der beiden Barmänner hängen, sondern wurde von der Regalwand hinter dem Tresen gefesselt. Hier standen auf beleuchteten Glasböden bis zur Decke an die hundert Whiskyflaschen, nicht nur von Islay, sondern auch von den anderen Inseln, den Highlands, von Speyside und den Lowlands. Wirklich! Auf den Glasböden des deckenhohen Regals stand das trinkbare Schottland für jeden Geschmack bereit. Nach einigem Hin und Her, was den gestressten Barmann ungehalten machte, entschied ich mich für den Organic 2009 von Bruichladdich, einer Brennerei, die an der Westküste von Islay liegt. Morgen würde ich dorthin radeln, das hatte ich bereits geplant. Als Vorbereitung und erstes Hallo wählte ich eine Novität – einen biologisch-dynamischen Single Malt.

Kaum stand das Dram vor mir an der Kante des Bartresens, wurde ich sofort zum Bezahlen aufgefordert, was mir missfiel, da ich diese Angewohnheit von zuhause nicht kannte. Der sofortige Zahlzwang war für mich ein gastronomisches No-Go, denn er vermittelte dem Gast, insbesondere dem ausländischen Gast, den Eindruck, dass er als potentieller Zechpreller betrachtet wurde. Für mich, den temporären Inselbesucher, fiel die sofortige Zahlungsaufforderung unter die mehrmals erlebte „Islay-Arroganz“, was ich dem Barkeeper nicht gerade dezent unter die Nase rieb.

Er zog die Stirn in Falten, schaute mich verkniffen an und erwiderte in barschem Tonfall: „Das ist so Brauch in ganz UK.“

Rumps, da hatte ich`s! Ein interkulturelles Missverständnis, das mich enttäuscht und den Schotten mürrisch zurückließ. Mit eisiger Miene und ohne Trinkgeld zu geben, bezahlte ich das Bio Dram und in unterkühltem Ton, ohne „please“ und „sorry“, bat ich ihn, mir die Flasche anzureichen. Frostig, mit starrer Miene, befolgte er meinen Wunsch und hielt mir die Flasche hin, während er abfällig zur Seite schaute. Aus seiner verletzten Eitelkeit machte ich mir nichts, in aller Ruhe las ich das Etikett: 50 % vol., acht Jahre, ungetorft, organic, zertifiziert von der Biodynamic Association. Diese Zertifizierung entsprach dem Zertifikat der britischen Soil Association und erfüllte die Auflagen eines pestizidfreien Anbaus. Auf der Rückseite der Flasche stand noch die Information, dass der Bruichladdich Organic aus biologisch angebauter Gerste von der Mid Coul Organic Farm von Dalcorss destilliert wurde.

(zur nächsten Folge)


[1] brook-lad-die
[2] tet-mila-folta „zehntausendfaches Willkommen“

Whiskyfun: Angus verkostet Aultmore x2

Die Destillerie Aultmore zählt zu jenen, die nicht besonders laut auf der Klaviatur des Marketings spielen. Man findet die Whiskys allerdings immer wieder bei unabhängigen Abfüller – und zwei dieser unabhängigen Bottlings hat Angus MacRaild heute auf seiner Verkostungliste bei Whiskyfun.

Beide Bottlings punkten in der Verkostung gleich, so unterschiedlich sie auch in der Abfüllung sein mögen – Angus findet beim ersten, es sei ein sehr angenehm trinkbarer Whisky, der zweite verlange der Verkoster einiges ab, würde ihn aber dann belohnen:

Aultmore 9 yo 2011/2020 (48%, Elixir Distillers ‚Reserve Casks‘, six barrels)83
Aultmore 2011/2018 (67.5%, Whisky Illuminati ‚Solaria series‘, cask #900367, 1st fill Spanish oak sherry butt, 120 bottles)83
Die Destillerie Aultmore

Fremde Federn (132): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger


Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist tastings.jpg.

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun schon 132. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor (diesmal auch eine englischsprachige aus den USA, die uns der deutschstämmige Eigner der Seite geschickt hat). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Nur noch bis Sonntag: 4 Sets mit der Waterford Sheestown Edition 1.2 und der Ballymorgan Edition 1.2 gewinnen!

Wir freuen uns riesig darüber, Ihnen gleich zu Jahresbeginn ein neues Gewinnspiel vorstellen zu können, diesmal wieder gemeinsam mit unserem Partner Kirsch Import, dem Importeur der Whiskys aus der irischen Waterford Distillery von Mark Reynier.

Falls Sie noch nicht mitgespielt haben – tun Sie es JETZT! Am Montag ist es zu spät!

Diesmal wird Fortuna viel zu tun haben: Gleich vier unserer Leser*innen dürfen sich bei diesem Gewinnspiel auf jeweils ein Set der aktuellen Abfüllungen aus der Destillerie freuen, den Waterford Sheestown Edition 1.2 und den Waterford Ballymorgan Edition 1.2 – die jeweils mit Gerste einer bestimmten Farm im Südosten Irlands gebrannt werden. Ein beeindruckendes, sehr ausdifferenziertes Geschmackserlebnis.

Bevor wir Ihnen verraten, wie Sie eines der vier Sets gewinnen können, lesen Sie hier mehr über die außergewöhnliche Destillerie und die beiden Abfüllungen (und finden Sie dabei auch die Antwort auf unsere Gewinnfrage):

Waterford Whisky: Terroir-getrieben und einzigartig

Irlands Südosten ist weltweit eines der besten Anbaugebiete für Braugerste und das Zuhause der Waterford Distillery. Einst Brauerei, heute Whisky-Brennerei auf dem neuesten Stand der Technik – dank Mark Reynier. Die Koryphäe mit legendärem Werdegang in der schottischen Whisky-Szene erwarb Waterford 2014. Sein Ziel? Die Destillerie zum Epizentrum für die radikale Umsetzung einer aus der Winzerwelt bekannten Philosophie machen: Terroir. Denn wo Gerste wächst, wie der Boden beschaffen ist oder wie viel Sonne oder Wind das Getreide ausgesetzt ist, birgt das Geheimnis einzigartig authentischer Irish Single Malts. Für sie schlägt das Herz von Waterford.

Farm für Farm: die Aromen ausgewählter Orte Irlands

Eine Bandbreite ausgewählter Fässer, lange Fermentation oder langsame Destillation sind Faktoren für die Aromenreinheit des Single Malts von Waterford. Geschmacklich entscheidend für Mark Reynier und Team, ist jedoch das Korn selbst. Mehr als 70 irische Farmen bilden das Fundament der Brennerei. Deren Gerste wird separat angebaut, gelagert, gemälzt und destilliert. Farm für Farm entstehen so die „Single Farm Origins“ – Whiskys, die das Geschmacksprofil ihres Herkunftsortes einfangen. Jede der Editionen ist absolut einzigartig und nur limitiert verfügbar.

Vom Feld bis ins Regal: kompromisslose Transparenz

Ein digitales Logistiksystem mit über 20.000 Datenpunkten pro Destillation und Farm macht den Terroir-basierten Whisky zu 100 Prozent rückverfolgbar. Umfangreiche Informationen zum Herkunftsort, den Gerstenbauern oder der Destillerie selbst eröffnen sich für Single-Malt-Liebhaber über einen Terroir-Code auf jeder Flasche Whisky, der lediglich auf der Webseite eingegeben werden muss. Waterford hat nichts zu verstecken: An den Ufern des Flusses Suir entstehen Whiskys mit außergewöhnlicher geschmacklicher Tiefe und Vielfalt. Alle Editionen werden mit mindestens 46% vol. abgefüllt, sind weder gefärbt noch kühlfiltriert.

Wir verlosen vier Sets, bestehend aus den beiden aktuellen Abfüllungen von Waterford: Sheestown Edition 1.2 und Ballymorgan Edition 1.2!

Jede Abfüllung von Waterford erkundet einen Ort in Irlands fruchtbarem Südosten. Die Gerste für den fruchtigen, zugleich pikanten „Sheestown Edition 1.2“ wächst am „Ort des üppigen Grases“. Das hügelige Tiefland-Terroir aus gut entwässertem Lehmboden bewirtschaftet seit einem halben Jahrhundert Philip O’Brien. Im Regenschatten der Wicklow Mountains dagegen baut Robert Milnes Familie in fünfter Generation Gerste auf besonders ergiebiger Erde an. Sein Getreide ist Destillationsbasis für „Ballymorgan Edition 1.1“ mit Noten von rotem Apfel, Milchschokolade und Pfeffer.

Sheestown Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Destilliert in KW 24/2016 und abgefüllt im September 2020, erlangte der Single Malt seine komplexe Reife in First Fill Amercian Oak (33%), Virgin American Oak (19%), Fässern aus französischer Premium-Eiche (25%) und Vin Doux Naturel Casks (23%).

Ballymorgan Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Vier Jahre, einen Monat und zwei Tage reifte der einzigartige Single Malt in einer Holzkomposition aus First Fill Amercian Oak (34%), Virgin American Oak (20%), Fässern aus französischer Premium-Eiche (23%) und Vin Doux Naturel Casks (23%).

Und so gewinnen Sie eines der vier Sets, bestehend aus den beiden aktuellen Abfüllungen von Waterford: Sheestown Edition 1.2 und Ballymorgan Edition 1.2:

Sagen Sie uns einfach, welche Philosophie aus der Winzerwelt die Waterford Distillery für ihren Whisky kompromisslos umsetzt:

a) Flaschengärung
b) Terroir

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Waterford“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 17. Januar 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 18. Januar 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Waterford“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 17. Januar 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 18. Januar 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

TTB Neuheiten: 2x Aberfeldy Exceptional Cask 18yo Double Cask Limited Edition

Die Exceptional Cask Serie von Aberfeldy gibt es seit November 2019 (später legte Bacardi auch eine Version für Craigellachie auf) – damals startete sie im Travel Retail, war danach aber auch in Deutschland zu finden.

Nun sind zwei neue Abfüllungen in der us-amerikanischen TTB-Datenbank aufgetaucht, die sich bei einem Alter von 18 Jahren durch die Stärke und die Fassnummer unterscheiden. Ob diese in den Travel Retail gehen werden, ob sie US-exklusiv sind oder international gestreut werden, oder ob es Vorboten für ähnliche Abfüllungen in Europa sind – wir können das anhand der Angaben in der Datenbank nicht sagen.

Jedenfalls haben beide Abfüllungen ein Finish über 1 Jahr und 8 Monate in Oloroso Sherryfässern erhalten, sind mit 52,5% vol. (Aberfeldy Exceptional Cask 18yo Double Cask Limited Edition Fass 3065) und 53,5% vol (Aberfeldy Exceptional Cask 18yo Double Cask Limited EditionFass 3075) abgefüllt und werden in einer limitierten Auflage von 366 (Fass 3075) und 312 (Fass 3065) Flaschen erscheinen.

Hier sind die, fast identischen, Etiketten der beiden möglichen Neuheiten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.