Früh schon sind in diesem Jahr die ersten beiden Etiketten für die Diageo Special Release in der us-amerikanischen TTB Datenbank zu finden: Man darf sich auf zwei Speysider freuen, die ein Teil der Special Release 2020 sein werden.
Zunächst ist da einmal der Cragganmore 20yo, der zwanzig Jahre lang reifen durfte und mit 51,4% vol. in die Flasche kam. Er zeigt das neue Design der Special Release, das im Vorjahr erstmals präsentiert wurde und das Naturmotive in den Mittelpunkt stellt. Komplex und mit starken Holznoten soll sich der Cragganmore laut Etikett präsentieren:
Als zweite Neuheit ist ein neuer Mortlach 21yo aufgetaucht, und dieser, obwohl laut Etikett ebenfalls zur Special Release 2020 gehörig, bleibt im Design doch ein typischer Mortlach der neuen Linie – wahrscheinlich wird das Design der Release eher auf der Verpackung zu sehen sein. Am Etikett ist er als „kräftig, fleischig und bestimmend“ angepriesen, er hat ein Finish in PX und Olorosofässern erhalten und kommt mit 53,3% vol. in die Flasche. Die Limitierung scheint sich im vierstelligen Bereich zu bewegen;
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Willkommen zur 180. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In Ausgabe 180 finden Sie zwei Podcast und acht neue Videos:
Malts and Metal – Glendronach Revival 2013/14 vs. aktuell
Pat Hock – Das Whisky ABC: Glen Moray & Highland Park
Whisky a. d. S. e. Amerikaners – Benriach 16
Malte Talks Malts – 66.159 „Lots of nice things“ (SMWS)
Whisky Plausch – Oban Little Bay vs. Oban Bay Reserve
Whisky Enjoy – Tahwahkaro Four Grain Bourbon Whiskey
Whisky Evening – Caol Ila 18 Unpeated vs Peated
Whisky & Vinyl – Bunnahabhain Stiùireadair
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Manchmal blicken wir am Sonntag zurück auf ein Video, das wir von Whiskyexperts schon vor längerer Zeit für Sie produziert haben und das wir Ihnen gerne wieder in Erinnerung rufen wollen. So ein Video haben wir uns auch heute ausgesucht, und es entführt Sie auf die Insel Islay, genauer gesagt zur Destillerie Ardbeg.
Gemeinsam mit dem scheidenden Distillery Manager Micky Heads haben wir einen Rundgang durch die Brennerei unternommen, in dessen Verlauf Micky Heads die Eigenheiten der Whiskyproduktion bei Ardbeg erklärt. Knapp 25 Minuten lang begleiten wir ihn durch alle Stufen der Herstellung des Wassers des Lebens und erfahren Interessantes von jemandem, der mit Whisky aufgewachsen ist und für Whisky lebt.
Viel Vergnügen mit unserem Video – und wir melden uns gegen 10:30 wieder mit den neuesten Whiskyvideos und Podcasts deutscher Whiskyenthusiasten – diesmal mit insgesamt zehn Beiträgen. Einen schönen Sonntag wünschen wir!
Die Echlinville Distillery hat uns über zwei Neuerscheinungen in ihrer Serie von Einzelfassabfüllungen informiert: Die Dunville’s 18 Year Old Palo Cortado Sherry Cask Finish Single Malt Irish Whiskeys sind ab sofort in Onlineshop der Destillerie und bei ausgewählten Händlern erhältlich. Einer stammt aus Fass 1203 und wurde mit 55% vol. abgefüllt, der zweite aus Fass 1196, abgefüllt mit 48%.
Was sie gemeinsam haben und welche Unterschiede man zwischen den beiden Fässern finden kann, lesen Sie untenstehend in der englischsprachigen Info:
Dunville’s Irish Whiskey expands Single Cask Series with Palo Cortado Sherry Cask Finish
The Echlinville Distillery is expanding its award winning Dunville’s Irish Whiskey portfolio with the release of two new 18 year old single malts finished in rare Palo Cortado sherry casks.
The duo of Dunville’s 18 Year Old Palo Cortado Sherry Cask Finish Whiskeys are the latest additions to Dunville’s Single Cask Series, with each cask bottled at its optimum strength for the best possible quality and flavour.
Limited to just 313 individually numbered bottles, Cask 1203 is bottled at a cask strength 55% abv. Packed with notes of dried stone fruits, Christmas spices, hazelnut laden crème brulee, and bittersweet citrus fruits, it was named Best Irish Single Malt Aged 13-20 Years at this year’s World Whiskies Awards.
Cask 1196 is bottled at 48% abv, showcasing those lighter citrus fruit notes, with candied orange intertwined with deep filled spiced cherry pie, over a sweet malt base. Again, this is a very limited release, with only 375 numbered bottles available.
Both whiskeys have been finished for over 2 years in the finest Palo Cortado Sherry Casks and are available fromThe Echlinville Distillery online shop and selected retailers.
Dunville’s brand ambassador Jarlath Watson said:
“When we revived the Dunville’s whiskey brand in 2012 we did so with the promise not to compromise in our desire to produce the finest whiskeys conceivable. We stay true to that ethos with our Single Cask Series, which showcases the very best whiskeys in the Dunville’s warehouses and gives our customers what they want – exceptional Irish whiskey, uncompromised and bottled at its optimum strength to deliver both a stunning palate and wonderful, luxurious mouthfeel.
“These Palo Cortado Sherry Finish Whiskeys are the latest additions to the Single Cask Series, with each cask bottled at its best possible abv to maximise its flavour profile. While the cask strength release (Cask 1203) is all about the bolder dark fruit and spice flavour profiles, reminiscent of some of the best sherry bomb whiskeys out there, the reduced alcohol in the 48% abv (Cask 1196) allows the more delicate flavours of citrus, green fruits and the oak itself to come to the fore.
“These are the first Palo Cortado Sherry Cask expressions in the Dunville’s range. Palo Cortado is in itself a rare type of sherry which starts ageing as a Fino or an Amontillado. During the ageing process, the flor becomes damaged or dries off, meaning the sherry ages oxidatively. Palo Cortado Sherry features the crispness of Amontillado and the full bodied sweetness of an Olorosso. While there are many sherry finished whiskeys out there, very few are finished in Palo Cortado casks, so we are delighted to be able to add the Palo Cortado Sherry Cask Finish to our portfolio.
“These whiskeys join Dunville’s PX 12 Cask Strength and 18 Year Old Port Mourant Rum Finish Whiskey to expand our offering of superior Single Cask Series whiskeys that can stand proudly alongside the very best in their genre.
“We firmly believe that each offering from the Single Cask Series further enhances Dunville’s global reputation for excellence and helps us take another step towards restoring ‘The Spirit of Belfast’ to its rightful place among the world’s best whiskeys.”
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun 97 Folgen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Drei auf einen Streich, und das gleich in vierfacher Ausführung – so gestaltet sich heute die Verkostung von Angus MacTaild auf Whiskyfun, wo er wie jeden Samstag für Serge einspringt. Einige der Abfüllungen diesmal stammen aus dem neuesten Batch von The Whisky Agency, der Rest kommt aus verschiedenen Quellen.
Hier also die Verkostungsnotizen zu Irischem Whiskey, Ben Nevis, Clynelish und Ledaig:
Irish Single Malt 16 yo 2003/2019 (51.9%, The Whisky Agency, barrel): 82 Punkte
Irish Single Malt 21 yo 1998/2019 (51.3%, The Whisky Agency, barrel): 87 Punkte
Irish Single Malt 29 yo 1990/2019 (48.5%, The Whisky Agency, barrel): 88 Punkte
Ben Nevis 7 yo 2012/2019 (48%, Thompson Brothers, refill hogshead, 382 bottles): 88 Punkte
Ben Nevis 23 yo 1996/2019 (47.6%, The Whisky Agency, hogshead, 264 bottles): 91 Punkte
Ben Nevis 22 yo 1996/2019 (53.4%, The Single Malts of Scotland for Kensington Wine Market, butt, cask #1659, 440 bottles): 89 Punkte
Clynelish 14 yo (46%, OB, 2019): 88 Punkte
Clynelish 36 yo (47.1%, The Single Malts of Scotland for The Whisky Show Old & Rare, Director’s Cut, 2020): 93 Punkte
Clynelish 30 yo 1972/2003 (50%, Douglas Laing ‘Old Malt Cask’, cask #14747, 126 bottles): 92 Punkte
Ledaig 11 yo 2008/2019 (55.2%, Cadenhead Authentic Collection, hogshead, 270 bottles): 81 Punkte
Ledaig 13 yo 2005/2019 (57.4%, The Whisky Exchange, cask #900174, sherry butt, 622 bottles): 90 Punkte
Ledaig 25 yo 1995/2020 (48.5%, The Whisky Agency, hogshead): 87 Punkte
Und das Destilleriebild des Beitrags widmen wir dem Tagessieger…
Ein etwas ungewöhnlicher World Whisky Day ist das in diesem Jahr – man kann ihn wohl nicht so begehen wie man das aus den letzten Jahren gewohnt ist. Aber feiern kann man ihn trotzdem, und sollte es auch. Für Einsteiger in die Welt des Whiskys hat uns Pernod Ricard Austria einen Text ihres Whiskyexperten Gert Weihsmann geschickt, der einen Einstieg in die Welt des Wassers des Lebens geben soll.
Und damit man den Tag mit einem würdigen Cocktail begehen kann, hat uns Sensory Expert & Experience Designer Reinhard Pohorec im Namen von Pernod Ricard auch eine interessante Variante eines Sazerac, den XVazerac gemixt. Das Rezept finden sie nach dem Text von Gert Weihsmann:
In fünf Schritten zum Whisky-Experten: Tipps von Gert Weihsmann zum World Whisky Day 2020
Freiheit und Whisky gehören zusammen, sagte schon der schottische Dichter Robert Burns. Ein Zitat, das zum diesjährigen World Whisky Day am 16. Mai noch mehr Relevanz hat. Was es mit dem flüssigen Gold auf sich hat, warum Whisky im Trend liegt und wie man in fünf Schritten zum Whisky-Experten wird, erzählt uns Experte Gert Weihsmann von Pernod Ricard Austria.
Neugierde, Begeisterung und die Lust am Verkosten sind Eigenschaften, die ein Whisky-Experte mitbringen sollte. Außerdem ist Wissen über die Etymologie des Begriffes „Whisky“ essenziell. Ursprung ist das gälische Wort „Uisge Beatha“, was so viel wie Wasser des Lebens bedeutet. Im Englischen zu einem Wort verschliffen, wird „Whisky“ (in Schottland) und „Whiskey“ (in Irland) daraus.
Schritt Zwei: Grundwissen
Whisky besteht aus Gerste, Hefe und Wasser, denselben Zutaten wie Bier. Daher ist Whisky ein Bierbrand, der in Schottland zweimal und in Irland dreimal destilliert wird. Nach der Destillation erfolgt die Lagerung in Eichenfässern. Whisky muss mindestens drei Jahre gelagert werden.
Schritt Drei: Lagerung
Die Lagerung des Whiskys ist ein besonders wichtiger Schritt und bestimmt den Geschmack des Endproduktes. Der Fasstyp spielt dabei eine wichtige Rolle und mit zunehmender Lagerzeit nimmt der Whisky die Farbtöne und die Aromen aus dem Fass auf. Dieser Prozess wird additive Reifung genannt. Gleichzeitig werden bei der Fasslagerung störende Stoffe wie Methanol-Rückstände oder Schwefelaromen reduziert, dies wird subtraktive Reifung genannt.
Bourbonfässer aus den USA sind durch ein hartes Eichenholz gekennzeichnet. Das Destillat dringt nicht zu tief ins Holz ein und somit wird dem Whisky eine hellgoldene, Weißweinähnliche Farbe sowie ein blumigfrisches Aroma verliehen. Außerdem werden Bourbonfässer ausgebrannt, sodass eine Rußschicht entsteht und Vanillearoma freigesetzt wird. Die Größe dieser Fässer liegt fast immer bei 190 Liter, das bedeutet, das Fass ist relativ klein, hat aber gleichzeitig eine große Holzfläche.
Sherryfässer aus Europa bestehen aus weichem Eichenholz. Das weiche Holz wird angeröstet, um die Holzporen zu öffnen und somit dringt das Destillat tief ins Holz ein und der Whisky erhält eine bernsteinähnliche Farbe. Die freigesetzten Aromen reichen von Trockenfrüchten über Karamell bis hin zu dunkler Schokolade. Die Größe dieser Fässer liegt meist bei 250 Liter (Hogshead-Fass) und 500 Liter (ButtFass), was im Vergleich zu Bourbonfässern relativ groß ist, während die Holzfläche kleiner ist.
Auch der Lagerungsort beziehungsweise die Umgebungsluft beeinflusst das Aroma des Whiskys, diese interaktive Reifung wird „Angel’s Share“ genannt. So sorgt eine Lagerung am Meer für jodig-salzige Noten und eine Lagerung im Landesinneren für ein würzig-herbes Aroma.
Schritt Vier: Verkostung
Für die Verkostung eines Whiskys ist das richtige Glas ausschlaggebend für die Geschmacksentfaltung. Das Glas sollte oben schmal und unten bauchig sein. Am besten eignet sich ein Dram-Glas (siehe Abbildung) oder auch ein größeres Weinglas. Wichtig ist, dass auch die Nase, das wichtigste Sinnesorgan bei der Whiskyverkostung, genug Platz im Glas hat. Verkostet wird in vier sensorischen Schritten:
SCHAUEN: Welche Farbe hat der Whisky?
RIECHEN: Der wichtigste Schritt, da unsere Nase in der Lage ist, hunderte Aromen zu unterscheiden.
SCHMECKEN: Der Whisky wird in der Mundhöhle gekreist, um zu erkennen, ob er sich eher wie Wasser oder eher wie Olivenöl anfühlt. Wenn der Whisky sich ölig anfühlt, weist dies auf eine lange Langerzeit oder einen höheren Alkoholgehalt hin.
SCHLUCKEN: Reicht der Nachgeschmack nur bis kurz nach der Kehle, oder reicht er bis zur Mitte der Speiseröhre oder gar bis ganz hinunter Richtung Darm?
Schritt Fünf: Whiskysorten & Trends
Man unterscheidet bei den Whiskysorten zwischen Single Malts, Grains und Blends. Single Malts sind Whiskys aus gemälzter Gerste, die aus einer einzigen Destillerie kommen. Single Malts werden In Potstills zwei- oder dreifach destilliert. Grains bezeichnen Whiskys, die aus einem anderen Getreide als gemälzter Gerste gemacht sind. Diese werden in Säulendestillation hergestellt und einfach destilliert. Bei Blends handelt es sich um eine Kombination aus Grains und Malts und 90 Prozent der weltweit verkauften Whiskys sind Blends. Ziel ist es, eine konstant hohe Qualität zu erreichen.
Fortgeschrittene Whisky Genießer sollten auch den Überblick über aktuelle Trends haben. Dazu zählen:
WHISKYS WITH FINISHING CASKS: Die meisten Single-Malt-Destillerien haben ihren eigenen Hausstil. Um Eintönigkeit zu vermeiden, wird gern zu neuen Fässern aus anderen Kategorien gegriffen, beispielsweise zu Rotwein-, Weißwein- oder Süßweinfässern. Die Whiskys bekommen dann zusätzliche Aromen und meist auch eine besonders intensive Farbe.
WHISK(E)YS AUS ALLER WELT: Qualitativ hochwertige Whisk(e)ys gibt es heutzutage nicht nur in Schottland und Irland. In vielen anderen Ländern hat man sich in den letzten Jahrzehnten der Whisk(e)yproduktion zugewandt. Neben den USA (Bourbon), haben sich ganz besonders Japan, Indien und auch Österreich auf die Herstellung von Whisky spezialisiert.
FARMDISTILLERIES: Nach dem Motto „Back to the Roots” gehen besonders in Irland und Schottland immer mehr Landwirte in die Whiskyproduktion. Dabei werden bestehende Farms in Familienbesitz um kleine Destillerien erweitert.
“XVazerac” by Reinhard Pohorec, Sensory Expert & Experience Designer, Wien
Die Whiskey-Marke Jim Beam feiert in diesem Jahr den 225 Geburtstag. Anlässlich dieses außerordentlichen Jubiläums sandte uns Beam Suntory Österreich unter dem Motto Simply Refreshing! mehrere Highball-Rezepturen, mit denen Sie den Sommer und ihren Grillabend genießen können. Wir präsentierten Ihnen gestern den ersten Teil der Highball-Ideen, und heute folgt wie angekündigt der zweite:
Der Highball ist der Sommerdrink 2020!
In den 30-er Jahren war er der klassische „Drink of the day“. Weltweit entdecken einige der besten Bars gerade diesen klassischen Whiskey Drink wieder neu. Jim Beam hat schon jetzt die besten Rezepte für den Trenddrink des heurigen Sommers!
Highballs – die idealen Begleiter für den Grillabend
Whiskey, Soda und Eis – ein moderner Klassiker. Einfach herzustellen und gleichzeitig die Basisrezeptur für kreative Ideen, Garnierungen und individuelle Serves! Whiskey gibt es in vielen Varianten und wir präsentieren ihn im Sommer 2020 nicht nur pur auf Eis sondern als leichten, erfrischenden Drink zum Grillen gemischt mit Cola, Ginger Ale oder Fruchtsirupen. Zitrusfrüchte und Kräuter sorgen für die optische und geschmackliche Krönung. Mit Jim Beam gelingt der perfekte „Jim Beam Zitronen Highball“ mit Zitronensaft, Zuckersirup und Soda oder einfach mit Soda und Limetten- sowie Zitronenspalten(„Jim Beam klassischer Highball“). Perfekt ergänzt wird der Highball auch mit Zuckersirup und Minze („Jim Beam Limette und Minze Highball“). Varianten zum klassischen Highball mit Soda sind „Jim Beam Cola“, „Jim Beam Ginger Ale“ oder „Jim Beam Tonic“, der „Kentucky Splash“ gelingt mit Lime Cordial (gesüßtem Limettensaft), der „Jim Beam Cranberry Highball“ mit Cranberry Sirup.
Empfehlungen für Beam Suntory Sommerdrinks:
Jim Beam klassischer Highball
30 ml Jim Beam White 120 ml Soda Zitronenspalte
1. Glas, Soda und Jim Beam kühlen 2. Zitronenspalte ausdrücken und ins Glas geben 3. Das Glas mit Eis füllen 4. Einen Teil Jim Beam White hinzufügen 5. Das Glas vorsichtig mit Soda füllen 6. Umrühren
Jim Beam Zitronen Highball
30 ml Jim Beam White 120 ml Soda 20 ml Zitronensaft 10 ml Zuckersirup Zitronenspalte (Garnierung)
1. Glas, Soda und Jim Beam kühlen 2. Jim Beam White, frischen Zitronensaft und Zuckersirup ins Glas geben und umrühren 3. Das Glas mit Eis füllen 4. Das Glas vorsichtig mit Soda füllen 5. Vorsichtig umrühren und mit einer Zitronenspalte garnieren
Jim Beam Zitrone & Limette Highball
30 ml Jim Beam White 120 ml Soda Zitronenspalte (Garnierung) Limettenspalte (Garnierung)
1. Glas, Soda und Jim Beam kühlen 2. Zitronenspalte und Limettenspalte ausdrücken und ins Glas geben 3. Das Glas mit Eis füllen 4. Einen Teil Jim Beam White hinzufügen 5. Das Glas vorsichtig mit Soda füllen 6. Umrühren
Jim Beam Limette & Minze Highball
30 ml Jim Beam White 120 ml Soda 10 ml Zuckersirup Limettenspalte (Garnierung) Minzzweig (Garnierung)
1. Glas, Soda und Jim Beam kühlen 2. Limettenspalte ausdrücken und ins Glas geben 3. Restliche Zutaten (Jim Beam, Zuckersirup, Minzzweig) ins Glas geben und verrühren 4. Das Glas mit Eis füllen 5. Einen Teil Jim Beam White hinzufügen 6. Das Glas vorsichtig mit Soda füllen 7. Umrühren und mit Minzzweig dekorieren
Jim Beam Cranberry Highball
30 ml Jim Beam White 120 ml Soda 20 ml Cranberry Sirup Zitronenspalte (Garnierung)
1. Glas, Soda und Jim Beam kühlen 2. Jim Beam White und Cranberry Sirup ins Glas geben und umrühren 3. Das Glas mit Eis füllen 4. Das Glas vorsichtig mit Soda füllen 5. Vorsichtig umrühren und mit einer Zitronenspalte garnieren
Jim Beam Ginger Ale
30 ml Jim Beam White 120 ml Ginger Ale
1. Ein Longdrink Glas mit Eiswürfeln befüllen 2. Einen Teil Jim Beam White hinzufügen 3. Mit vier Teilen Ginger Ale auffüllen
Jim Beam Cola
30 ml Jim Beam White 120 ml Cola
1. Ein Longdrink Glas mit Eiswürfeln befüllen 2. Einen Teil Jim Beam White hinzufügen 3. Mit vier Teilen Cola auffüllen
Eine spannende Neuerscheinung gibt es aus Irland zu vermelden: Writers‘ Tears bringt in Zusammenarbeit mit Dick Mack’s Pub & Brewhouse in Dingle den Writers’ Tears Seaweed IPA Cask Finish, einen Whiskey mit IPA-Finish in einem Fass, das mit Bier, das auch mit Seegras gebraut wurde, befüllt war. Der in Fassstärke abgefüllte Whiskey ist eine Einzelfassabfüllung und wird wohl nicht sehr häufig zu sehen sein, denn viele seiner 306 Flaschen sind bereits in den Händen der Irish Whiskey Society und des Dublin Fire Brigade Whiskey Clubs.
Hier jedenfalls die Infos zum Whiskey, die man uns zur Verfügung gestellt hat:
Seaweed Inspired Labour of Love Brings Writers’ Tears for Chosen Few
Unique Cask Strength Bottling finished in Dick Mack’s Seaweed IPA Yields 306 Bottles
27 May Webcast to discuss Writers’ Tears Seaweed IPA Cask Finish between Walsh Whiskey & Dick Mack’s
Walsh Whiskey has released the second in a series of collaborative experiments with the legendary Dick Mack’s Pub & Brewhouse in the seaside town of Dingle in County Kerry, Ireland. Writers’ Tears – Seaweed IPA Cask Finish is a truly exceptional creation that brings together an old Irish whiskey recipe of Single Pot Still and Single Malt whiskeys, finished in a unique cask infused with the flavour of an 8% IPA beer laced with a seaweed harvest from the nearby Atlantic Ocean.
Commenting on the new collaboration with Dick Mack’s, Walsh Whiskey Founder Bernard Walsh said:
“This time around we wanted to capture the unique flavours and influence of the harvested kelp seaweed, lashings of which were used in the creation of Dick Mac’s Seaweed IPA. Writers’ Tears is known for pushing the boundaries of creativity, and how better to showcase that than with the first Seaweed Finish that Irish Whiskey has ever seen.”
He added:
“Dick Mack’s are known for their bold and innovative approaches to beer brewing and championing of Irish whiskey, as well as their legendary hospitality, so we knew this collaboration was a perfect match.”
Finn MacDonnell, Proprietor and Great-Grandson of Dick Mack, said: “We were delighted with the response to our first collaboration with Walsh Whiskey and jumped at the chance to work on another really unique expression together. Our Seaweed IPA brings the influence of the wild Atlantic Ocean to life and has created something special with Writers’ Tears, which we are proud to have been a part of.”
Bernard Walsh started this ‘spiritual’ adventure in 2018, when Finn mentioned Dick Mack’s newest creation – a Seaweed IPA. A barrel used in the creation of several batches of Dick Mack’s Tóg Bog É Seaweed IPA was sent on the 298 kms/185 miles cross-country from Dingle in County Kerry to Walsh Whiskey in County Carlow. Tóg Bog É (pronounced Toag Guh Bug Ay) is a Gaelic expression meaning ‘Take it Easy’ which has come to identify Irish people’s traditional outlook towards how best to live life.
Dick Mack’s Tóg Bog É Seaweed IPA was brewed with no less than 5 kilos/ 11 pounds of kelp seaweed harvested from County Kerry’s nearby Ballybunion Beach.
On Saint Valentine’s Day 2019 the barrel was filled with the award-winning Writers’ Tears – Copper Pot, triple-distilled, premium blend of Single Pot Still and Single Malt whiskeys and laid down for 14 months to finish. It was bottled naturally, non-chill filtered, at high strength.
The single cask (numbered ‘Batch 56’) has now yielded 306, individually numbered, bottles of Cask Strength (56.3%) super-premium whiskey. The Recommended Retail Price of this unique expression is €82/ US$89/ £72, however many bottles have already been snapped up by members of The Irish Whiskey Society and frontline workers of the Dublin Fire Brigade Whiskey Club. This unique expression is already a collector’s item.
The whiskey holds a colour of golden mustard and flavours of autumnal bramble apple, wrapped in a fragrant butterscotch, opening up to salted fruit syrup and liquorice on the palate. A creamy mouthfeel ascends, as though on the crest of a wave, lapping up gently with a dry earthiness.
Von Glen Scotia haben wir zwei Infos erhalten, die für aufmerksame Leser von Whiskyexperts nicht ganz neu sind, aber die wir Ihnen hier nochmals zeitgerecht gerne in das Gedächtnis zurückholen: Die Brennerei veranstaltet zum diesjährigen Campbeltown Malts Festival, das den Umständen geschuldet diesmal „nur“ online stattfindet, einige interessante Events, zu denen auch Tasting Sets bei Händlern in Deutschland erwerbbar sind – und bringt gleichzeitig eine 14 Jahre alte Limited Festival-Edition mit einem Tawny Port Finish auf den Markt.
Hier die Infos dazu:
Glen Scotia launches the first ever online Campbeltown Malts Festival experience
Exclusive Glen Scotia Dunnage Tasting Boxes to be released ahead of festival
Charles MacLean hosts tasting video introducing Glen Scotia Limited Edition 14 yo Tawny Port Finish
Following the cancellation of the Campbeltown Malts Festival 2020 which had been scheduled to run from 19-21 May 2020, the Glen Scotia Distillery has unveiled plans to offer its programme of events online for the first time.
From 18 May, the distillery’s website will host some of the unique elements of the renowned malts festival, including virtual distillery tours, a historical Campbeltown walking tour, video tastings for fans to follow, and even a dedicated festival playlist collated by the organisers of the Mull & Kintyre music festival.
As part of the programme, it will also make its famous dunnage warehouse tasting available outside the distillery for the very first time. For many, the dunnage tasting is the pinnacle of their Campbeltown Malt Festival experience, hosted by Master Distiller Iain McAlister. The theme for 2020 is The Casks of Campbeltown, and features whiskies matured in casks historically used in Campbeltown, investigating why these casks were used and the influence they have on the modern Campbeltown style.
Only 200 dunnage tasting packs will be released in the UK ahead of the festival, each containing five 25 ml samples along with password access to a specially created tasting video hosted by Iain McAlister. A further 1800 tasting boxes will be distributed to markets around the world. The Glen Scotia Dunnage Tasting Box will be available to order from Dram Team priced at £55.99 (including postage).
Iain McAlister will also lead an online video tasting of some of Glen Scotia’s core range, allowing audiences to discover the different flavours, aromas and distinctive characteristics of Glen Scotia Double Cask, Glen Scotia 15 Years Old and Glen Scotia Victoriana.
A third tasting experience will be hosted by renowned whisky expert Charles MacLean who will introduce the tasting of Glen Scotia’s 2020 Festival Edition, the Glen Scotia Limited Edition 14 Year Old Tawny Port Finish, which has been released this month.
Campbeltown was known as the whisky capital of the world during the Victorian era and was home to over 30 working distilleries. The annual Campbeltown Malts Festival is a celebration of Scotland’s fifth and smallest malt producing region and its whisky making heritage. This year’s event was set to take place from 19-21 May, however in line with Covid-19 government guidance, the festival has been cancelled for the first time since it launched in 2009.
Founded in 1832, Glen Scotia reflects centuries of craftsmanship and experience associated with the region and its award-winning whiskies are renowned for their distinctive maritime influence and Campbeltown character. Glen Scotia will bring its programme of events online from Monday 18th May allowing whisky lovers from around the world to discover and explore all the region has to offer.
Iain McAlister, Distillery Manager at Glen Scotia, said:
“Campbeltown has a unique history, which is intrinsically linked to the production and distillation of Scotch whisky. The annual Campbeltown Malts Festival is our chance to celebrate this rich heritage, and while we cannot welcome people in the traditional sense this year, we can still host them in spirit.
“Glen Scotia’s virtual Malts Festival will feature as much of the real thing as possible. Working with our partners, we have created an exciting programme of events, complete with a special Spotify music playlist, and exclusive tasting sessions.
“With this virtual experience, people can truly enjoy the sounds, sights and tastes of Campbeltown from the comfort of their own homes.”
For further information about Glen Scotia and to take part in the online festival visit www.glenscotia.com/festival.
Glen Scotia unveils Limited Edition 14 Year Old Tawny Port Finish for Campbeltown Malts Festival 2020
Campbeltown distillery, Glen Scotia, has released a new limited-edition single malt Scotch whisky, the Glen Scotia Limited Edition Tawny Port Finish to celebrate this year’s Campbeltown Malts Festival.
The festival was originally planned for 19-21 May, but due to the impact of Covid 19, the Glen Scotia Distillery will now be holding the majority of the Glen Scotia festival itinerary online at www.glenscotia.com/festival from 18 May. The programme includes a special tasting video of the Glen Scotia Limited Edition 14 Year Old Tawny Port Finish hosted by acclaimed whisky author and historian, Charles MacLean.
Distilled in 2006, this wonderfully peated 14 year old single malt has been matured in a combination of refill American oak hogshead casks, medium char American oak casks and first fill bourbon barrels, before being finished in first fill Tawny Port hogshead casks.
The resulting whisky delivers blackberry, floral aromas and ocean spray on the nose, with notes of crisp green apple, peach syrup and vanilla with a honey sweetness developing on the palate, before delivering a gentle peat smoke and spice finish.
Non-chill filtered to ensure it is enjoyed as nature intended, this cask strength single malt has been bottled at 52.8% ABV with natural colour and is priced at £75, and available to buy online now from specialist whisky outlets. A total of 15,000 bottles will be available in markets across the world including Germany, the USA and Taiwan.
Iain McAlister, Distillery Manager at Glen Scotia, said:
“We hope that by taking much of our festival itinerary online we can share a little of the magical Campbeltown whisky history and heritage with those who had hoped to visit the festival this year, and also to those who maybe wouldn’t ordinarily be able to make the journey to Campbeltown.
“We’re are looking forward to sharing the very special video tasting created by Charles MacLean, introducing our new Glen Scotia Limited Edition 14 Year Old Tawny Port Finish single malt, which provides a perfectly balanced combination of the maritime influences associated with Campbeltown along with the soft smoky peat and blackberries from the Tawny Port finish.”
Campbeltown was known as the whisky capital of the world during the Victorian era and was home to over 30 working distilleries. Founded in 1832, Glen Scotia reflects centuries of craftsmanship and experience associated with the region and its award-winning whiskies are renowned for their distinctive maritime influence and Campbeltown character.
Reste aus Whiskyflaschen werden bei vielen Whiskyfreunden eine Living Bottle, eine Art Hausblend, der sich immer wieder verändert und geschmacklich alles sein kann: von hervorragend über überraschend bis hin zur flüssigen Körperverletzung.
Eine andere und höchst interessante Verwertungsmethode für Whiskyreste zeigt das us-amerikanische Magazin Whiskyadvocate.com in einem Online-Artikel: Dort wird erklärt, wie man aus Whiskyresten besonderen und sehr geschmacksintensiven Essig machen kann, der sowohl in der Küche als auch bei Mixgetränken verwendet werden kann. So zum Beispiel wird im Artikel angeraten, die Sauce Hollandaise mit Whiskyessig zu machen, oder einen Schuss davon in einen Mint Tulip zu geben.
Wie man den Whiskyessig herstellt, wird im Artikel gut beschrieben, und wer vor dem Aufwand zurückschreckt: da gibt es fast keinen. Einzig einen dunklen, halbwegs warmen Ort und 10 bis 20 Tage Zeit sollte man haben, um seinen eigenen Whiskyessig zu produzieren.
Und wenn man dann den Whiskyessig gemacht hat, gibt es im Artikel auch Rezepte, die man damit zaubern kann, so zu Beispiel einen Oxymel Smash Cocktail oder die schon erwähnte Sauce Hollandaise mit Whiskyessig.
Geschmacklich kann man dann natürlich auch mit verschiedenen Whiskyarten herumprobieren – ein Whiskyessig mit torfigem Whisky ist da wohl eher die Hardcore-Variante, aber im ersten Gedanken drängen sich zum Beispiel Whiskys aus Sherryfässern auf, die eine interessante Note ergeben könnten.
Probieren Sie es doch einfach einmal aus, und lassen Sie uns ihre Ergebnisse wissen – da gibt es sicherlich einiges zu erzählen und zu teilen…
Nachdem sich Serge Valentin fast die ganze Woche über mit Whiskys aus der Destillerie Macduff beschäftigt hat, wechselt er vom küstennahen Standort dieser Brennerei mit der Verkostung ins Binnenland der Speyside zur Destillerie Glenallachie, die ja vor einiger Zeit von einem Konsortium um Billy Walker gekauft wurde. Fünf Abfüllungen daraus hat Serge verkostet. Zwei davon sind Standards, beide mit Finishes – und die beiden werden von ihm, der kein besonderer Freund von Finishes ist, eher zurückhaltend bis gut bewertet. Dafür können die drei Unabhängigen in der Verkostung auf ganzer Ebene überzeugen:
Glenallachie 10 yo ‘Port Wood Finish’ (48%, OB, +/-2019): 78 Punkte
Glenallachie 12 yo ‘Pedro Ximenez Wood Finish’ (48%, OB, +/-2019): 82 Punkte
Für jene unter den Whiskyfreunden, die neben den schönen Whiskys zum Genießen auch das eine oder andere Sammler- oder Anlegerstück in der Vitrine haben, stand in den letzten Wochen natürlich auch die Frage im Raum, ob Whisky in Zeiten der Krise werthaltig bleibt. Ein recht guter Indikator dafür ist der Whiskystats Whisky Index, der die Wertentwicklung der 500 am meisten gehandelten Whiskys zusammenfasst.
In der Regel ist er das, aber im April gab es ein Ereignis, bei dem sich die beiden wichtigsten Lieferanten von Zahlen für diesen Index aus dem Rennen nahmen. Scotchwhiskyauctions.com veranstaltet wegen der Coronakrise momentan keine Versteigerungen, und Whiskyauctioneer.com musste wegen eines Hackerangriffs den zweiten Teil einer Auktion der Gooding-Sammlung abbrechen und auf unbestimmte Zeit verschieben.
Zur deutschen WhiskyAuction.com, immer schon ein Fixstarter im Index, gesellt sich daher noch Whisky.Auction, um eine halbwegs repräsentative Zahlenbasis für die Marktbeobachtung zu finden. Und aus dieser Zahlenbasis ergibt sich ein deutliches Bild: Auch in der Krise geht es mit dem Wert der fünfhundert meistgehandelten Whiskys leicht aufwärts. Der Index hat nach einem leichten Einknicken im März das Allzeit-Hoch vom Februar wieder erreicht. Die meistgehandelten Flaschen stammen dabei aus den Brennereien Ardbeg, Bruichladdich und Macallan.
Genauere Infos können Sie dem Artikel auf Whiskystats entnehmen – und unser Dank für den Hinweis auf die neuesten Statistiken geht wie üblich an unseren Leser Jedi.
Die schwedische Destillerie Mackmyra freut sich außerordentlich über ihren Erfolg bei den Craft Spirits Awards des American Distilling Institute. Mackmyra Intelligens, der erste „KI-Whisky“, gewinnt Gold und Best of Category. Wir gratulieren Mackmyra ganz herzlich zu diesen Auszeichnungen und teilen mit Ihnen die englischsprachige Pressemitteilung, die wir heute erhielten:
The world´s first whisky created by AI wins gold
Mackmyra Intelligens, the world’s first whisky created using AI (artificial intelligence), has won Gold and Best of Category in the prestigious Craft Spirits Awards Competition organized by the American Distilling Institute.
Together with Microsoft and the Finnish technology consultant Fourkind, Mackmyra has created Mackmyra Intelligens, the world’s first whisky developed using artificial intelligence (AI). Mackmyra Intelligens was presented for the first time in May 2019, at the big tech conference The Next Web in Amsterdam and has since then received a great deal of attention worldwide.
Now Mackmyra Intelligens has been awarded a Gold and has been named Best of Category by the well-regarded Craft Spirits Awards Competition organized by the American Distilling Institute.
“Innovation has always been a key word for us at Mackmyra. Therefore, it is no coincidence that it was we who created the world’s first AI whisky. Now that an incredibly competent jury has awarded it a Gold medal and the Best of Category is great proof that what we are doing is absolutely right,”
says Angela D’Orazio, AI Whisky Mentor and Master Blender, Mackmyra.
“When we started the project, our goal was to push the boundaries of what’s possible with technology but at the same time create something that competes with the world’s best products without any gimmicks. That Intelligens has won Gold in a prestigious competition feels great. This really proves that machines can be used to augment experts in very diverse ways and I’m optimistic about what the future holds.”
says Jarno Kartela, Principal Machine Learning Partner, Fourkind.
“Creating ideas for truly innovative, new products takes time and effort. It’s been a privilege to help augment Mackmyra’s human expertise and craftsmanship with our technology in order to generate differentiated products that retain the spirit, look and feel of their brand. We believe in a future where the power and speed of AI is paired with the ingenuity of a person or an organization empowered to break new boundaries, while respecting everyone’s right to privacy as well as ethical treatment of data. Congratulations to Mackmyra on leading here.”
Nina Lund, Retail and Consumer Goods Sector Lead, Microsoft EMEA (Europe, Middle East, Africa)