Freitag, 23. Januar 2026, 14:23:51

Robb Report: Große Spirituosenmarken sitzen auf unverkauften Lagerbeständen im Wert von 22 Milliarden Dollar

Mehrere Faktoren treffen momentan aufeinander, die die Bestände auf die höchste Menge seit 10 Jahren wachsen ließen...

Nimmt man Spirituosen als Gesamtheit, also Whisky und Whiskey, Cognac, Rum, Tequila und mehr, so hat sich in den Lagern von fünf Branchengrößen (DiageoPernod Ricard, Campari, Brown-Forman und Remy Cointreau) ein riesiger Bestand von unverkauften Spirituosen im Wert von 22 Millarden Dollar angesammelt – der größte unverkaufte Lagerbestand seit 10 Jahren, berichtet Robb Report.

Laut dem Artikel bedeutet das fast unweigerlich, dass die Konzerne wohl oder übel die Preise senken müssen, um die Menge an gereiften Spirituosen schneller in den Markt zu bekommen – etwas, was Konsumenten wohl freuen wird, da die Preise in den letzten Phasen des „Goldrausches“ ohnehin weit nach oben gegangen sind.

Wenn man bedenkt, dass viele Whiskys 10 Jahre und mehr reifen müssen, ist die gesteigerte Produktion in den Zeiten der Pandemie nur ein Teil der möglichen Erklärung für die Überschüsse in der Produktion. Der Konsumwandel, der derzeit(?) die Menschen mehr zu alkoholfreien Alternativen greifen lässt, trägt zusätzlich dazu bei, dass die Produktion über längere Zeit zu optimistisch angelegt war.

Wie die Produzenten mit der Situation umgehen, birgt wieder eigene Gefahren, so Robb Report. Wenn man nun die Produktion zurückfährt und das Interesse in Spirituosen wieder steigt, wird man unweigerlich wieder auf eine Verknappung zusteuern, was wiederum steigende Preise zur Folge hat. Analyst Edward Mundy dazu:

“If you cut inventory during a downturn, you have huge problems when you’re trying to satisfy demand in the future. Ultimately, there’s an element of human judgement—you just don’t know what demand will look like in five years’ time.”

Ob die verringerte Nachfrage nach Spirituosen eine zeitlich begrenzte ist oder länger dauern wird, ist aus heutiger Sicht nicht zu sagen. Nur eines kann man mit Sicherheit feststellen: Whisky wird nicht schlecht. Und das ist gut.

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