Wenn Sie zehn alte Whiskyhasen fragen, welches wohl der beste aller Lowland-Malts sei, dann werden Sie mit Sicherheit nicht selten den Namen St. Magdalene oder Linlithgow hören. Die Whiskys dieser Lost Distillery aus den Lowlands, irgendwo zwischen Edinburgh und Glasgow, haben sehr viele Fans. Leider sind die Bottlings schon sehr teuer geworden, sodass man – sollte man die Destillerie noch nicht kennen – eher bei einem Sample oder bei einem Dram auf einer Messe zuschlagen wird.

Eine Abfüllung aus St. Magdalene hat Serge Valentin heute verkostet, und zuwar die neue aus der Private Collection von Gordon & MacPhail. Dazu, weil selbst bei Serge kein anderer St. Magdalene im Regal mehr steht, gibt es ein altes Bottling von Bladnoch vom selben Abfüller, jedoch aus der Connoisseurs Choice-Serie). Letzteres kann bei Serge nur mittelmäßig punkten – im Gegensatz zum St. Magdalene.

Hier die Wertungen aus der Verkostung:

  • Bladnoch 12 yo 1988/2000 (40%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice): 80 unkte
  • St. Magdalene 36 yo 1982/2019 (53%, Gordon & MacPhail, Private Collection, refill American hogshead, cask #2092, 161 bottles): 90 Punkte

Hier ein Bild von dem, was von St. Magdalene noch übrig ist – am Titel haben wir uns für Bladnoch entschieden.

Die alten Gebäude von St. Magdalene – Foto von Tom Sargent, CC-Lizenz