Wenn es um „seltsam“ (wir haben das „funny“ in der Originalüberschrift von Serge Valentin etwas frei übersetzt) in Zusammenhang mit japanischem Whisky geht, geht es meist um die manchmal nicht ganz transparente Zusammensetzung japanischer Blends, die ganz und gar nicht mit japanischem Whisky gemacht werden müssen, sondern auch von anderswo stammmen können – weil es keine verbindlichen gesetzlichen Regelungen dafür gibt. Suntory garantiert für die eigenen Blends 100% japanische Herkunft, aber bei manchen anderen ist diese Herkunft alles andere als gesichert.

Mit „funny“ meint Serge aber eher ungewöhnliche Whiskys, die zum Teil sehr alte Raritäten sind – also mit einem positiven Unterton. Interessant in diesem Zusammenhang auch seine Beschreibungen im Artikel, die die „funnyness“ der Whiskys etwas genauer verdeutlichen.

Hier einmal die Wertungen der Verkostung:

  • Nikka ‘Single Coffee Grain Woody & Mellow’ (55%, OB, Japan, Distillery Exclusive, +/-2017): 75 Punkte
  • Nikka ‘Pure Malt’ (55.1%, OB, Japan, +/-2002): 87 Punkte
  • Suntory ‘The Whisky’ (43%, OB, Japan, blend, black porcelain decanter, 76cl, +/-1980?): 87 Punkte
  • Karuizawa 21 yo 1967/1988 (43%, OB, Japan, Ocean Sanroku, decanter, 496 bottles): 80 Punkte