Ein kurzer Artikel auf Spiegel Online beleuchtet die Ambivalenz, mit der schottische Whiskybrenner (und die Konzerne dahinter) den Brexit und vor allem die Zeit danach sehen. Zwar ist kaum eine andere Branche so vehement gegen den Brexit eingestellt, doch sieht man vor allem die Zeit danach mit Besorgnis.

Warum? Weil man einen Zustand fürchtet, in dem man den Binnenmarkt zwar verlassen habe, aber dennoch einen Deal mit der EU hätte, in dem man sich unter den Regeln des Binnenmarkts weiter auf diesem bewege. Denn dann, so die Whiskyproduzenten, stünde man vor der Situation, diese Regeln zwar befolgen zu müssen, aber keinen Einfluss mehr darauf habe, wie sie gestaltet oder umgestaltet würden.

Brennblasen bei Glenmorangie. Photo credit: Jack Shainsky via Visual Hunt / CC BY

Man wäre dann besser dran, so die Sprecherin der SWA (Scotch Whisky Association) im Spiegel-Artikel, wenn man den Handel unter den Regularien der World Trade Organisation (WTO) ablaufen ließe.

Auch ein Hintergrund für diese Haltung: Unter den Regeln der WTO gäbe es für Spirituosen keine Einfuhrzölle in die EU, was der Branche einen gewichtigen Vorteil gegenüber anderen Bereichen der Lebensmittelindustrie verschaffen würde.