Bei Diageo in Schottland stehen die Zeichen auf Sturm: Nachdem 95% der Beschäftigten, die an einer Abstimmung über ein Angebot des Konzerns auf 2.5% Gehaltserhöhung teilnahmen, dieses ablehnten, ist die Gewerkschaft nun dabei, einen Streik vorzubereiten.

Das Angebot des Konzerns wurde von der Gewerkschaft als „beleidigend“ tituliert, zumal der Konzern vor dem Angebot noch 3.7% gestiegene Profite vermeldete und hohe Summen in den Ausbau seiner Besucherzentren steckt.

Bob McGregor von der Gewerkschaft drückte es relativ unverblümt aus, wie man in The Spirits Business nachlesen kann:

„Diageo appears willing to spend millions creating a whisky shop for Edinburgh’s tourists, while offering the workers who built the Diageo brands we all know and recognise a paltry 2.5%.

“This offer is not only insulting, it’s disgusting given the profits made off the backs of hard working Unite members, who deserve a fairer share of the profits they generate for this hugely successful company.”

Zusammengefasst: Man investiere Unsummen in einen Shop für Touristen, während man den Arbeitern, die die Marken aufbauten, Brosamen zuwerden. Das Angebot sei nicht nur eine Beleidigung, sondern es ist geschmacklos, wenn man sich die Profite ansehe, die am Rücken der Arbeitenden gemacht werden. Sie verdienten einen fairen Anteil am Gewinn des Unternehmens.

Das verbale Säbelrasseln gehört in solch einem Lohnstreit zum Handwerk, ebenso die kalmierende Reaktion von Diageo, wo man sich für weitere Gespräche offen zeigt.

Wie es nun weitergeht, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen.

Die geplante Johnnie Walker Experience in Edinburgh, Teil eines immensen Ausbauprogramms der Besucherzentren vieler Diageo-Brennereien in Schottland. Bild: Diageo.