Im Bericht zu unserem Whisky des Monats Januar beschreiben wir, wie Bulleit offen mit der Tatsache umgeht, dass der Whiskey in der Four Roses Distillery in Lawrenceburg, Kentucky hergestellt wird. Andere Marken sind in ihrer Kommunikation mit dem Umstand, dass sie nicht in ihrer „eigenen“ Destillerie gebrannt werden, sondern nach Rezept von einem Fremdhersteller, eher zurückhaltend bis verschwiegen.  Dieser Problematik, die mittlerweile bereits zu einem Prozess und schlechter Presse führte, widmet CBS einen Videobericht, in dem die Dinge zwar etwas verkürzt (weil auf die gesamte Kategorie angewendet), aber dennoch anschaulich dargestellt werden.

Im Beitrag geht es um den Templeton Rye Whiskey, und dort bei Rye ist die „Lohnproduktion“ verbreiteter als beim Bourbon  – allerdings muss man unserer Meinung nach auch berücksichtigen, dass sowohl beim Bourbon als auch beim Rye die Produktionsstätte nicht der einzige Einfluss auf das Endprodukt ist. Die sogenannte Mash Bill, also das Rezept dafür, und der verwendete Hefestamm sind wohl für den Geschmack wesentlich bestimmender.

Aus dieser Anlage stammen einige kleinere "Craft"-Whiskeys
Aus dieser Anlage stammen einige kleinere „Craft“- Rye Whiskeys