Ein wenig geht es uns doch allen so: Wenn wir auf Whisky schauen, denken wir an eine traditionelle Spirtituose, die auch mit dem Duft der „guten alten Zeit“ behaftet ist und uns fast unveränderlich vorkommt (abgesehen vom allzu menschlichen aber auch allzu falschen „früher war alles besser“).

Ein interessanter Artikel bei Whiskyadvocate kann unser Bild des ewigen Klassikers mit sehr schön recherchierten und aufgelisteten Fakten erschüttern. Er listet, natürlich auch etwas subjektiv, die zehn größten Whiskyerfindungen aller Zeiten auf – und wer sich die Liste samt den Erklärungen durchliest, der wird feststellen, dass auch der Whisky und seine Erzeugung ständig in Bewegung sind – was natürlich dann auch Auswirkungen auf den Geschmack hat.

In der Liste der Innovationen, die übrigens auch eine Timeline der Entwicklung unserer Lieblingsspirituose ist, finden sich Innovationen aus Irland, Schottland und den USA – und bei allen davon auch ein Beispiel, wie man diese auch heute noch in verschiedenen Whiskys schmecken und nacherleben kann.

Ganz am Ende der Liste, mit dem Jahr 2001, steht übrigens nicht eine Art, Whisky zu produzieren, sondern Whisky zu genießen: Das Glencairn-Glas, dessen Umrisse ein Symbol für unsere Seite geworden sind, hat es in die Top Ten der Innovationen geschafft. Und das, so denken wir, nicht zu unrecht…

Unser Titelbild zeigt übrigens die erste der Innovationen, die ihren Weg in die Liste gefunden haben: Die Potstill vor dem Jameson Experience Visitor Centre in Midleton.