Irgendwas ist da momentan kräftig durcheinander bei Whiskyfun, der Seite von Serge Valentin. Gestern lief ein Tasting von Angus MacRaild, seine Samstagsvertretung, am richtigen Samstag als Freitagstasting, heute, am Sonntag, wo Serge an und für sich für uns uninteressante Malternatives, also z.B. Rum, Cognac oder andere Spirituosen testet, läuft unter dem Titel „Saturday: Clynelish & Assorted Deliciousness“ wieder eine Session von Angus.

Für Sie bedeutet das neuen Lesestoff, für uns eine Extraschicht in der Redaktion – bitte, gerne geschehen.

Was gibt es also bei Angus zusehen? Elf ganz besondere Whiskys, entweder aus dem Grund, dass sie großartig schmecken, oder weil sie selten, alt und fast nicht zu bekommen sind. Nachlesen zahlt sich wie immer aus, denn die schönen Details stecken nicht in den Punkten, sondern in den Beschreibungen.

Und hier sind sie, die Kandidaten der Sonntagsverkostung, die eine Samstagsverkostung sein sollte:

  • Speyburn-Glenlivet 18 yo 1975/1993 (46%, Cadenhead Original Collection): 89 Punkte
  • Longmorn 10 yo (43%, OB for France, -/+ 1980): 87 Punkte
  • Bowmore 36 yo 1966/2002 (43.20%, Duncan Taylor Peerless, cask #3306, 201 bottles): 93 Punkte
  • Dalmore 15 yo 1963/1978 (80 proof, Cadenhead Dumpy): 91 Punkte
  • Tamdhu 17 yo (80 proof, Cadenhead Dumpy, 1970s): 92 Punkte
  • Glenlivet 12 yo (45.8%, OB, 1960s): 91 Punkte
  • Longmorn 29 yo 1972/2001 (45%, Blackadder, cask #1097, sherry hogshead, 272 bottles): 93 Punkte
  • American Medicinal Spirits Co. Distillery 5. Spring 1916 – Fall 1933 (100 US proof, 50%, OB): 90 Punkte
  • Four Roses (OB, bottled circa 1915): 83 Punkte
  • Rewco Rye Whisky Spring 1917 – Spring 1932 (100 US proof, 50%, OB): 91 Punkte
  • Clynelish 12 yo (56.9%, OB for Edward & Edward, rotation 1971): 95 Punkte

Titelbild? Tja, schwierig – vielleicht die Destillerie, die heute die meisten Punkte einheimsen konnte?

Clynelish. Bild © Diageo