Mittwoch, 30. November 2022, 20:52:12

Wir verkosten: Ardbeg Hypernova 2022

Er will der rauchigste Ardbeg bisher sein - hält er sein Versprechen? Und ist das genug, um ihn zu mögen?

Ardbeg Hypernova
Single Malt Whisky 51,0% vol.
Heavily Peated (170+ ppm)

Sample zur Verfügung gestellt von Ardbeg Deutschland
Verkoster: Bernhard Rems

Eine Flasche, eine Mission: der rauchigste Ardbeg Whisky aller Zeiten zu sein. Was der Ardbeg Hypernova verspricht, der ab morgen, den 2. November für die Ardbeg Committee-Mitglieder in Deutschland zum Preis von € 210,- erhältlich ist, das hält er. Und macht es gar nicht einfach, Tasting Notes zu schreiben. Denn, auf das Wesentliche zusammengekürzt, würden sie sich so lesen:

An der Nase: Jede Menge Rauch
Am Gaumen: Noch mehr jede Menge Rauch
Im Nachhall: Die meiste Menge Rauch

Aus. Schluss. Ende. Die anderen Geschmackskomponenten, die Ardbeg in den Tasting Notes aufführt, die sind natürlich tatsächlich auch vorhanden (prominent das, was sehr idyllisch als „Landluft“ umschrieben wird, tatsächlich auch ganz genau das ist, was man sich als Landluft vorstellt, am Gaumen dann Schoko, von der dunklen, aber süßen Sorte, und hinten raus die Erde und die verkohlten Holzenden, also alles, was zu einem echten Ardbeg gehört).

Aber das ist ja beim Hypernova nur Beiwerk. Um das geht es gar nicht, deswegen will man ihn nicht erwerben. Eine 7-Liter-Maschine hat man ja auch nicht deswegen, weil sie so rund läuft.

Nein, der Ardbeg Hypernova ist das, was er zu sein antritt: Das Ofenrohr, das gegen die Ziegelwand knallt und eine schwarze Wolke entlässt, der Schürhaken, der im Mund herumstochert, das Stolpern ins erloschene Lagerfeuer, der tiefe Abstieg in den Teerkessel, der Schlot, der gesprengt wird und der Keuchhusten eines Schornsteinfegers. Seine feine Klinge ist so dick wie eine Eisenbahnschiene, das Wort „komplex“ wurde für ihn nicht erfunden. Und er hinterlässt nebenbei ein Whiskyglas, das Sie nicht mehr abwaschen wollen.

Ist das ausreichend? Aber ja. Und wie! So muss Lautstärke. Lasst ihn knallen und freut euch an ihm!

Hier die offiziellen Tasting Notes, der Vollständigkeit halber:

Farbe: Blasser Schwefel

An der Nase: Kräftig, intensiv und fast brachial in seiner Intensität, füllen Wellen von Teer, Rauch, Meersalz und einem beinahe „Landluft-Aroma“ die Leere. Ätherische Fruchtnoten, die an blühende schwarze Johannisbeeren erinnern, gehen in kräftige Noten von Pfefferminz über. Mit ein paar Tropfen Wasser etwas abgerundeter, mit einem Hauch von Lavendel und einer leicht schokoladigen Note, die sich in ungewöhnlichen Anklängen von Knete und verbranntem Gummi verändern.  

Am Gaumen: Explosiv, pfeffrig am Gaumen mit bizarren Tönen süßer Schokolade, kühler Minze, scharfem Torfrauch, Bittermandeln und einem unendlich langen, anhaltenden Ausbruch von Gewürznoten mit Anis und Gewürznelken.

Im Nachhall: Der Nachhall kollabiert in sich selbst mit enormem, schwerem Rauch, bevor erdige Noten von geröstetem Kaffee und geräuchertem Heidekraut übernehmen.

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