Freitag, 27. November 2020, 07:35:49

Wird Whiskey teurer? Ein Blick auf den Zollstreit USA – Europa

Was der Handelsstreit zwischen den USA und Europa für Bourbonfreunde und Produzenten bedeutet

Beam 2020 Bowmore

Der Handelsstreit zwischen den USA und Europa ist in die nächste Phase getreten: Seit heute gelten die von der US-Regierung beschlossenen Zölle auf Importe von Aluminium und Stahl in die USA in der Höhe von zehn und  fünfundzwanzig Prozent. Die USA sehen diese Maßnahme als Schutz der eigenen Wirtschaft vor den Praktiken der EU, die in ihrer Zollpolitik aus Sicht der Vereinigten Staaten restriktiver ist als jene des eigenen Landes.

Die EU hingegen sieht sich durch die Zölle unfair behandelt und hat damit gedroht, ebenfalls Zölle auf verschiedenen Produkte einzuheben. Die Auswahl der potentiell betroffenen Produkte ist so gestaltet, dass die dadurch eingeführten Handelsschranken hauptsächlich Firmen und Regionen betreffen werden, die Trump oder die Republikaner unterstützen. Und dazu zählt Whiskey, denn Tennessee und Kentucky sind republikanische Hochburgen.

Photo credit: martinnemo on Visualhunt / CC BY

Die Gegenmaßnahmen werden, so sie beschlossen werden, frühestens am 20. Juni des Jahres in Kraft treten. Sie würden Zölle von 25% auf die betroffenen Waren verhängen und im Umfang dann etwa dem entsprechen, was die Zölle der USA bedeuten, nämlich ca. 1.6 Milliarden Dollar.

Für Freunde des amerikanischen Whiskeys (egal, ob nun Bourbon oder andere Formen) könnte dies dazu führen, dass ab dann die Produkte teurer werden. Das wird wohl nicht unmittelbar geschehen, weil natürlich ein gewisser Bestand an bereits importierter Ware seriöserweise nicht bereits von den erhöhten Zöllen betroffen ist, aber über die Zeit wird dann eine Preiserhöhung unausweichlich sein – und empfindlich ausfallen.

Ebenso werden die Zölle einen Rückgang des mengenmäßigen Absatzes bewirken, denn solche Verteuerungen bringen unweigerlich verändertes Konsumverhalten, wovon andere Erzeugerländer profitieren werden. Ob das den momentanen Bourbon-Boom nachhaltig dämpfen kann, bleibt aber abzuwarten.

Wobei: höhere Preise für Whiskey sind die eher harmloseren Auswirkungen des Handelsstreits, der ja eher ein Streit USA gegen den Rest der Welt ist. Aber das zu diskutieren sprengt den Themenbereich von Whiskyexperts…

Whiskyexperts Instagram

Unsere Partner

Bruichladdich 125×125
Button Kirsch Whisky
St. Kilian Partnerbutton
Kaspar Button
Mackmyra Partnerbutton
GaG Partnerbutton
Partnerbutton Frank Bauer
Whiskybotschaft Button
JJCorryIW Button
Whiskyhaus Button

Werbung

- Advertisement -
Irish Whiskeys Rect

Neueste Artikel

The Isle of Arran Distillers versteigern Flasche Nummer 1 des exklusiven Whiskys

Der Erlös kommt der PS Waverley zugute, dem letzten seetüchtigen Passagier-Raddampfers der Welt

PR: Scarabus Islay Single Malt mit zwei neuen Abfüllungen

Scarabus 10 Year Old und Scarabus Batch Strength ergänzen die Range

PR: Ab sofort erhältlich – Charity Abfüllung für Strahlemännchen e.V. für krebskranke Kinder von WhiskyJason

17 deutsche Brennereien spendeten Whisky für den wohl umfangreichsten deutschen Blend - und damit für eine gute Sache

The Glenrothes: Distillery Manager Alasdair Anderson im Interview

Anlässlich seines 40jährigen Jubiläums in der Whisky-Branche

Serge verkostet: Glenury Royal

Whiskyfun's Extremely Rare Extra-Premium Incredibly Limited Ultra-Prestige Tasting Sessions For Discerning Collectors Only! Mit dieser schmissigen Einleitung beginnt das...

PR: Hinch Distillery trifft Vereinbarung mit deutschem Vertriebspartner Schlumberger

Die nordirische Brennerei startet außerdem ihr Fasskaufprogramm

Jetzt verfügbar: Springbank 17yo Madeira Wood

Der neue Springbank sollte spätestens in einigen Tagen im Handel auftauchen.

Werbung

- Advertisement -
Weiser 300×250

UNTERSTÜTZEN SIE JETZT IHRE LOKALEN HÄNDLER!

- unentgeltliche Werbung zum Support des Handels -
WeinRiegger
X