Angedeutet hat man es uns ja schon bei unserem Besuch bei Bruichladdich im letzten Herbst – nun ist es auch offiziell verlautbart; Remy Cointreau, der Besitzer der Islay-Destillerie Bruichladdich, wird massiv in den Ausbau der Brennerei investieren.

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Geplant ist dort unter anderem, auch Maltings einzurichten, um dem Gedanken einer 100% Islay-Brennerei näher zu kommen, also alle Arbeitsschritte und alle Materialien nur auf Islay durchzuführen. Man hat ja schon vor kurzem Land rund um die Brennerei aufgekauft, um mit Gerste zu experimentieren, man errichtet Lagerhäuser, um 100% des Whiskys auf Islay reifen zu lassen und man möchte letztendlich auch das komplette Bottling und damit die gesamte Wertschöpfung auf Islay bewerkstelligen.

Momentan sendet man zum Beispiel die Gerste (42% davon stammt jetzt schon von Islay) zum Mälzen nach Inverness – nun will man bis 2023 auch diesen Arbeitsschritt selbst durchführen. Anträge für den Bau sind bereits eingereicht. Bis 2024 will Remy noch über 20 Millionen Pfund in diese Pläne stecken, zumindest jene Summe, die man in den letzten fünf Jahren investiert hat.

Diese Pläne – das umfasst auch alle möglichen Schritte, um möglichst Co2-neutral und „grün“ operieren zu können. Man möchte unabhängig von externer Stromversorgung werden, man denkt dazu auch die Gewinnung von Gezeitenenergie an, so wie andere Projekte, die die Energieeffizienz steigern sollen.

Das Investitionsprogramm bedeutet auch mehr Jobs auf Islay. Schon jetzt ist Bruichladdich der größte Arbeitgeber auf der Insel unter den Destillerien, mit mehr als 80 Jobs, die dort ihren Arbeitsplatz haben.

Es wird interessant zu sehen sein, was konkret bei der Brennerei umgesetzt wird – nun heißt es erst einmal auf die Erteilung der Genehmigungen zu warten.