Dass die USA mit geplanten Strafzöllen auf Importe verschiedener Güter wie zum Beispiel Aluminium und Stahl den eigenen Angaben nach nationale Interessen schützen wollen, stößt den Handelspartnern, die sich den freien Warenverkehr auf die Fahnen geschrieben haben, sauer auf.

Nach China, die drastische Gegenmaßnahmen angekündigt haben, denkt nun auch die EU über Widerstand durch die Einführung eigener Strafzölle nach, berichtet die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe. Das soll einerseits Orangensaft, Kartoffeln und Tomaten betreffen, andererseits gezielt Produkte aus Bundesstaaten, die als wichtige Bastionen für die Politik von Donald Trump gelten. Harley Davidson fällt da darunter, mit Firmensitz in Wisconsin, aus dem Paul Ryan, der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, stammt. Aber auch Tennessee und Kentucky sollen gezielt in den Katalog aufgenommen werden, da Mitch McConnell dort beheimatet ist – und der ist Mehrheitsführer der Republikaner im Senat.

Das bedeutet, dass Bourbon und Tennessee Whiskey auf der Liste der Produkte stehen, die von Sanktionen der EU betroffen sein könnten. Und das würde wiederum bedeuten, dass sie durch die Zölle doch deutlich teurer werden könnten.

Wie teuer, hängt auch von den Amerikanern ab, die bis April über die Höhe der Strafzölle entscheiden möchten. 24 Prozent ist momentan eine der denkbarsten Varianten, aber es ginge gegen bestimmte Länder noch höher, schreibt die FAZ.

Über weitere Entwicklungen werden wir hier natürlich immer wieder berichten.

Photo credit: jessie essex via Visual Hunt / CC BY