Vorgestern berichteten wir bereits über das Feuer in einem Lagerhaus bei Jim Beam in Kentucky, dem 45.000 Fässer zum Opfer gefallen sind. Auch heute beschäftigt der Brand noch Medien rund um den Globus, und wir wollen in diesem Artikel einmal die bekannten Fakten und neuesten Entwicklungen zusammenfassen.

Zunächst einmal: Das Feuer im Lagerhaus ist noch immer nicht gelöscht, und dies mit Absicht. Die Feuerwehr will, dass möglichst viel vom Alkohol verbrennt, damit dieser nicht in die Umwelt, insbesondere in den Glenns Creek und danach in den Kentucky River.

Leider ist dies bereits geschehen, und von offiziellen Stellen hört man über die ersten toten Fische, die wohl wegen des ins Wasser gelangten Alkohols verendeten. Dies ist dem durch den Alkohol verursachten Sauerstoffmangel des Wassers zu verdanken, und dementsprechend versucht man seitens Jim Beam, mit Belüftungssysetemen, die man im Glenn Creek versenkt hat und auch im Kentucky River versenken will, diesem Effekt entgegenzuwirken.

Die Feuerwehren waren angehalten, den Brand NICHT mit Wasser zu bekämpfen (mit Wasser kühlte man die umliegenden Lagerhäuser, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern), am Hauptbrandort arbeitete man ausschließlich mit Sand. Auch das hatte Umweltschutzgründe, da Wasser das Ablaufen des Alkohols beschleunigt hätte.

Die Straße, an der das Lagerhaus stand, ist für den öffentlichen Verkehr wieder freigegeben, es befinden sich noch zwei Löschgruppen vor Ort und werden auch bis zum endgültigen „Brand aus“ dort verbleiben.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand, allerdings wurde die Fassade eines benachbarten Wohnhaus schwer in Mitleidenschaft gezogen – sie ist durch die große Hitze, die beim Brand entstand, geschmolzen. Die Familie lebt momentan auf KOsten von Jim Beam in einem Hotel – und sie müsse sich um die Kosten der Reparatur keine Sorgen machen.

Was war im Lagerhaus? Laut Beam Suntory „relativ junger Whisky mit der Jim Beam Mashbill“. Obwohl es sich um 45.000 Fässer handelt, ist dies nur ein verschwindend geringer Teil der Produktion und des Lagerbestandes, weit weniger als 2%. Auswirkungen auf die Verfügbarkeit sind daher nicht zu befürchten.

Als Brandursache wird weiterhin Bitzschlag angenommen.

Soweit der aktuelle Nachrichtenstand zum Unglück bei Jim Beam in Kentucky. Sollten sich noch weitere wichtige Neuigkeiten ergeben, sind wir natürlich für Sie dran.