St. Kilian Whisky
 

Ein recht interessanter neuer Whiskey wird noch im März in den USA erscheinen und sorgt dort nach der Ankündigung gestern bereits für Aufmerksamkeit: Legent , ein Blend aus Straight Bourbon, Bourbon, der in Rotweinfässern gefinisht wurde und Bourbon, der in Sherryfässern sein Finish bekam.

Interessant an dem Whiskey ist auch, dass er aus einer mehrjährigen Zusammenarbeit des Jim Beam Master Blenders Fred Noe mit dem Master Blender von Suntory Shinji Fukuyo entstand. Von Fukuyo stammt zum Beispiel die Idee, den Whisky nach der Vermengung der Komponenten durch wochenlanges Rühren in großen Behältern den Geschmack nochmals zu verfeinern.

Der Legent kommt ohne Neutralalkohol und Zusatzstoffe aus, ist also rein aus Bourbon gemacht, darf sich aber durch das Finishing nicht Straight nennen. Auch wenn der Whiskey bei Jim Beam in den USA erzeugt wird (er besteht aus meist vierjährigem Jim Beam), wanderten doch über mehrere Jahre Samples zwischen den USA und Japan hin und her, um die ideale Zusammensetzung zu bestimmen (Fukuyo brachte die Expertise im Blenden ein, Noe das profunde Wissen um Bourbon). Auf der Flasche finden sich dementsprechend auch die Unterschriften von Fred Noe und Shinji Fukuyo.

Laut Beam Suntory soll der Legent nicht der einzige Crossover zwischen den beiden Geschwisterunternehmen Beam und Suntory bleiben – seit dem Merger im Jahr 2014 arbeite man intensiv daran, das Wissen zwischen den beiden Teilen des Konzerns auszutauschen. Kein immer einfaches Unterfangen bei den doch großen kulturellen Unterschieden, aber nun scheint dies (nach dem Suntory Ao, der wohl auch schon grenzübergreifend entstand) erste Früchte zu tragen.

Ob wir den Legent, der in den USA 35 Dollar kosten soll und für die Zielgruppe der Millenials gemacht ist, in absehbarer Zeit auch in Deutschland sehen werden? Es scheint so. Der Legent soll unseren Informationen nach schrittweise auch in Europa, beginnend mit Herbst 2019, eingeführt werden…

Mehr Infos zum Legent gibt es übrigens auf der offiziellen Homepage.