Die National Farmers Union of Scotland, kurz NFU Scotland (oder noch kürzer NFUS) ruft die schottische Whiskyindustrie dazu auf, kein ausländisches Getreide mehr für die Herstellung von Whisky zu verwenden, berichtet The Scotsman.

Dabei geht es der NFSU um zweierlei: Erstens säßen viele schottische Landwirte auf vollen Getreidespeichern, während die schottische Whiskyindustrie zum Beispiel in Frankreich Weizen einkaufe, und zweitens mache der weite Transport ausländischen Getreides ökologisch wie ökonomisch wenig Sinn.

Die SWA entgegnet dem Ansinnen, dass die Whiskyindustrie ohnehin 90% des Weizenbedarfs in Schottland decke, und dass aus Gründen der Flexibilität auch ausländische Lieferverträge bestehen müssen, um zum Beispiel heimische Ernteausfälle kurzfristig kompensieren zu können – und solche Verträge müssten eben erfüllt werden.

Die schottische Regierung ruft beide Seiten zur Kooperation auf, als dritte, nicht unmittelbar betroffene Partei. Für uns ein schönes Beispiel, wie gute Argumente auf beiden Seiten vorhanden sind und trotzdem oder deswegen ein Kompromiss gefunden werden muss…