Freitag, 25. September 2020, 01:30:49

orf.at: Warum Whisky mit Wasser besser schmeckt

Ein Bericht über eine Studie macht zur Zeit die Runde in vielen Medien...

Wee Beastie AUT

Die Wissenschaftsredaktion von orf.at behandelt in einem gestern erschienenen Artikel eine Studie namens „Dilution of whisky – the molecular perspective“ im Magazin nature.com, in der die chemischen Prozesse rund um das Verdünnen von Whisky mit Wasser untersucht und erklärt werden – gemeinsam mit vielen anderen Medien wie BILD oder Spiegel.

Worum geht es? Der in seinem universellen Anspruch diskutable Titel des Artikels auf orf.at bezieht sich hauptsächlich auf torfige Whiskys, und dabei wiederum vor allem auf den Pflanzenstoff Guajacol, der entsteht, wenn Gerste über Torfrauch getrocknet wird. Dieser ist, so der Artikel, wasserliebend und wasserabstoßend gleichzeitig – und das bedeutet, dass er in verschiedenen Verdünnungsgraden des Whiskys unterschiedlich wirken kann:

Karlson und Friedman fütterten ihr Programm mit unterschiedlichen Mischverhältnissen von Alkohol und Wasser. Und fanden heraus, dass sich der halbflüchtige Aromastoff bei einem Alkoholgehalt von 27 bis 45 Prozent vor allem in der Nähe der Oberfläche des Whiskys befindet – also genau dort, wo der Geruch und der Geschmack am intensivsten wahrgenommen wird.

Wenn der Whisky mehr als 59% Alkohol hat, sinkt der Wirkstoff nach unten und der Whisky erscheint weniger rauchig. Wer also die Rauchigkeit eines Whiskys in der Nase intensivieren will, kann das bei Whiskys über 46% durch Wasserzugabe oft erreichen.

Was man unserer Meinung nach zum Artikel und zur Studie anmerken sollte: Guajacol ist bei weitem nicht der einzige Wirkstoff, der auf Wasserzugabe reagiert, und so können sich jede Menge Effekte im Whisky gleichzeitig ereignen, wenn man Wasser beifügt. Deshalb sollte man generelle, allgemeingültige Aussagen darüber, ob Wasserzugabe einem Whisky gut tut, weder aus dem Artikel ableiten noch sonst treffen (der Spiegel betrachtet das Thema übrigens etwas differenzierter als der österreichische Rundfunk). Man kann es tatsächlich nur bei jedem Whisky selbst ausprobieren. Manche öffnen sich, andere tendieren dazu, scharf und seifig zu werden. Und nicht alles, was der Nase gut tut, zeigt sich dann auch positiv am Gaumen oder im mit Wasserzufuhr zwangsläufig kürzer werdenden Finish.

Auch hier gilt das, was unser liebstes Genußmittel so besonders macht: Whisky ist zu komplex, um einfach beschrieben zu werden.

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