Eine Erweiterung der Range scheint sich bei Mitchell & Sons in Dublin anzubahnen: In der us-amerikanischen TTB-Datenbank sind die Etiketten für eine fünfzehnjährige Abfüllung eines Red Spot Single Pot Still Irish Whiskeys aufgetaucht – er würde sich dann über den Yellow Spot mit 12 Jahren setzen.
Der mit 46% Alkohol abgefüllt Midleton-Whiskey stammt aus einer Kombination von American bourbon casks, Spanish sherry butts und Marsala seasoned wine casks und ist nicht kühlfiltriert. Die Tasting Notes befinden sich auf dem Rückseitenetikett und beschreiben den Red Spot 15yo Single Pot Still Irish Whiskey in der Übersetzung ungefähr so:
Nase: Pot Still-Würze mit reichen Noten gekochter Früchte, Bratapfel, Mango und schwarzen Kirschen. Haselnuss une etwas Leder mit dem Einschlag amerikanischer Eiche.
Gaumen: Eine Mischung von Süße reifer Früchte von den Marsalafässern . Während die Fruchtnoten bleiben, gesellen sich süßer roter Pfeffer und zerstoßener scwarzer Pfeffer hinzu, danach Noten von amerikanischer Eiche und Gerste.
Finish: Eine extralange Infusion von Früchten und Gewürzen.
Hier die Etiketten der Abfüllung – wann sie dann tatsächlich erscheint, wird wohl in absehbarer Zeit durch Pernod Ricard bekanntgegeben…
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Heute ist Pärchenbildung angesagt bei Angus MacRaild, der wie jeden Samstag von Serge Valentin auf dessen Seite übernimmt.
Die Pärchen stammen unter anderem von den Destillerien Glenturret, Cragganmore, Strathmill und Bruichladdich – und weitere Gemeinsamkeiten ergeben sich eher zufällig.
Hier, was Angus im Glas hatte samt den Punktewertungen, die er bei der Verkostung vergab:
Spica 20 yo 1997/2018 (45.2%, North Star, Blended Scotch Whisky, 1000 bottles): 84 Punkte
Blended Scotch Whisky 1979/2018 (53.3%, Berry Brothers for Royal Mile Whiskies, sherry butt, cask #4, 385 bottles): 90 Punkte
Glenturret 28 yo 1987/2016 (44%, Cadenhead Authentic Collection, bourbon hogshead, 162 bottles): 85 Punkte
Glenturret 29 yo 1987/2017 (42.1%, Cadenhead Authentic Collection, bourbon hogshead, 150 bottles): 83 Punkte
Wir bei Whiskyexperts freuen uns immer wieder, wenn wir unsere Leser mit etwas Schönem überraschen können – sei es ein Gewinnspiel um besondere Abfüllungen oder eines um nützliche Accessoires rund um das Wasser des Lebens.
Unser heutiges Gewinnspiel dreht sich um Zweiteres, und das gleich zehnfach: Sie können mit dem Alba Collection Verlag und uns 10x die Whisky Flavours Collection Premium (70x100cm) samt Posterschienen und einem hochwertigen Booklet gewinnen – aber nur noch bis Sonntag! Diese Poster sind nicht nur bildschön, sondern auch perfekt für die Aromenbestimmung bei Verkostungen geeignet. Und egal, ob sie es als normales Poster oder als Wheel-Poster wollen – Ihr Wunsch ist uns Befehl.
Hier einige Infos zum Gewinn – direkt vom Verlag:
„Whisky Flavours“ Poster – Alba Collection Verlag – Neuerscheinung Juli 2018
Das Whisky-Aroma-Rad wollten wir auf keinen Fall neu erfinden. Es gibt bereits zahlreiche Versionen in Textform davon. Dann lernten wir Luise Poley mit ihrem Projekt „Whisky Flavours“ kennen. Luise hatte in ca. 3 Jahren über 320 Whiskyaromen zusammengetragen und einzeln in einem Whiskyglas fotografiert. Wir waren von ihrer Idee so begeistert, dass wir uns zusammen taten und beschlossen diese Idee allen Whiskyinteressierten, egal ob Profi oder Laie, in optisch ansprechender Form zur Verfügung zu stellen.
Die Aroma- und Geschmackssensorik ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt, basierend auf den jeweiligen persönlichen Erfahrungen. Jeder kann seine Sensorik schulen und verbessern. Die 320 abgebildeten Whiskyaromen sind die bekanntesten Aromen. Diese findet man in zahlreichen Tastingnotes diverser Whiskyabfüllungen oder Aromabeschreibungen wieder. Alle Fotos sind echt, die Aromen tatsächlich in einem konventionellen Whiskyglas fotografiert.
Mit etwas Übung kann man nun leicht das Aromenprofil jeder Whiskyabfüllung für sich und Andere nachvollziehbar entschlüsseln und darstellen.
Daraus sind die beiden Poster „Whisky Flavours Wheel“ und die „Whisky Flavours Collection“ entstanden. Das „Whisky Flavours Wheel“, das Analysewerkzeug, ist aufgebaut wie die bekannten Aromaräder. Es enthält 8 Primäraromen, 35 Sekundäraromen und 207 Aromaassoziationen (nun neu als Foto).
Dieses Whisky Flavours Wheel ist die eine Option bei unserem Gewinnspiel…
Die „Whisky Flavours Collection“, ist etwas für Entdecker, Hier sind 239 Bilder von Aromaassoziationen in einem Raster abgebildet, von diesen sind 113 zusätzliche Aromaassoziationen nur auf diesen Poster enthalten.
… und dieses Poster die andere.
Das „Whisky Flavours Booklet“ ist das Bindeglied zwischen den beiden Postern. Im 28-seitigen Booklet sind alle 320 Whiskyaromen beider Poster enthalten und entsprechend den 8 Primär- und 35 Sekundäraromen angeordnet und abgebildet. Darüber hinaus sind im Booklet ausgewählte Entstehungsgeschichten zu einigen Assoziationen enthalten. Darin erzählen wir Ihnen, wie einzelne Assoziationen entstanden sind, und auch, wie sich der Weg zum perfekten Bild mitunter sehr mühevoll bis fast unmöglich darstellte. Wir hoffen, diese kleinen Geschichten sorgen bei Ihnen für Kurzweil und regen Sie zum Stöbern, Schmunzeln oder Nachdenken an.
Alle Poster sind ab sofort im gut sortierten Whiskyfachhandel, im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.
Zu beiden dazu gibt es dieses Booklet mit Erläuterungen.
Und so gewinnen Sie eines der 10 „Whisky Flavours“- Poster samt Booklet:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage, die Sie durch aufmerksames Lesen unseres Beitrags leicht beantworten können: Wieviele Aromen sind im „Whisky Flavours“-Booklet fotografisch abgebildet?
a) 20
b) 120
c) 320
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Poster“!
Schreiben Sie uns auch unbedingt dazu, ob sie das Collection-Poster oder das Wheel-Poster gewinnen wollen!
Unter allen richtigen und vollständigen Einsendungen, die uns bis 12. August 2018, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 13. August 2018 bekannt. Der Versand der Poster erfolgt dann durch den Alba Collection Verlag.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, das gewünschte Poster angibt und seine Lösung mit dem Betreff „Poster“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 12. August 2018, 23:59 Uhr. Die Gewinner/innen werden am 13. August 2018 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Alba Collection und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Poster erfolgt durch den Alba Collection Verlag. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Einen besonderen Abend konnten gestern ausgesuchte Gäste in der Whiskybotschaft in Nieukerk verbringen – und dabei einen ganz besonderen Whiskys verkosten: Zum Marktlaunch des The Dalmore 40yo stellte Global Brand Ambassador von The Dalmore, Mario Kappes, die Abfüllung vor, begleitet von anderen ausgezeichneten Whiskys und einem hervorragenden Menü, das Sptzenkoch Lars Kathage zauberte.
Ein wenig von der Atmosphäre dieses Abends vermitteln der nachfolgende Pressetext und die Fotos, die wir von der Whiskybotschaft erhalten haben:
Singapore – New York – Nieukerk: Verkostung einer Whisky Ikone “The Dalmore 40 Jahre“
Nach Singapore und New York wurde jetzt in der Whiskybotschaft in Nieukerk der Marktlaunch des Dalmore 40 mit einem Whiskytasting der Sonderklasse gebührend gefeiert.
Mario Kappes, Global Brand Ambassador von The Dalmore
Das Tasting wurde natürlich von Mario Kappes – Global Brand Ambassador von The Dalmore – in seiner unnachahmlich sympathischen Art geleitet. Er gab tiefe Einblicke in die Geschichte von Dalmore, sein unglaublicher Humor sorgte für einen kurzweiligen Abend.
Die verkosteten Whiskys wurden begleitet von einem abgestimmten 4-Gänge Menü, gezaubert von Lars Kathage, dem jungen Inhaber und mehrfach ausgezeichnetem Spitzenkoch des Mussumer Krugs aus Bocholt.
Kulinarische Begleitung durch die Kochkunst von Lars Kathage
The Dalmore und die Whiskybotschaft – das ist eine ganz besondere Geschichte. 2003 lernten sich Tim Tünnermann und Richard Paterson auf einer Whiskymesse kennen. Daraus entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, die über die Jahre immer weiter wuchs. Richard Paterson eröffnete Tim Tünnermann als bis dato einzigem Externem die Möglichkeit u.a. in der Dalmore Distillery mitzuarbeiten und exklusive Einblicke zu erhalten.
Richard Paterson und Tim Tünnermann
2013 eröffnete die Whiskybotschaft ihre Bar, Shop & Lounge. Zentraler Punkt hier ist die Dalmore Lounge, gekrönt von einem 12-Ender Hirschgeweih, einem Geschenk von Richard Paterson zur Eröffnung. Hier trifft sich auch die King Alexander III Society – ein kleiner Kreis von Persönlichkeiten, die Whisky besonders schätzen.
Ein Moment der Vorfreude
Nun aber zum Star des Abends – The Dalmore 40.
Exakt 750 Flaschen wurden von diesem 40jährigen Single Malt mit dem imposanten Hirschgeweih auf der Flasche abgefüllt- in der perfekten Trinkstärke von 42%. Nur 10 Flaschen davon sind für den deutschen Markt bestimmt. Die Flasche, ein Kristalldecanter der Edelglaserei Baccarat, ziert der 12-Ender von Dalmore aus Silber, genau wie den schweren Verschluss- ebenfalls aus Silber. Die kunstvoll gearbeitete, lackierte Holzverpackung mit eingearbeiteten Spiegelflächen könnte einem Rolls Royce oder Bentley entnommen worden sein. Vollendet wird die Schatulle durch ein eingelassenes Schubfach mit einem Visitenkartenkästchen natürlich auch aus Silber.
Der Star des Abends: The Dalmore 40yo
Der Whisky reifte zunächst in ex-Bourbon Fässern aus amerikanischer Weißeiche und danach 7 Jahre in von Richard Paterson persönlich ausgesuchten Gonzalez Byass Matusalem Oloroso Sherry Butts- in denen vorher 30 Jahre lang der Sherry lagerte. Als perfekte Veredelung erhielt der Spitzenmalt ein Finish in einem first-fill Bourbon Barrel.
Der Dalmore 40 wurde im Rahmen von Richard Paterson‘s 50jährigem Jubiläum in der Whiskybranche abgefüllt. Er gehört gemeinsam mit dem Dalmore 50 -der ebenfalls zum 50th Anniversary von Richard Paterson abgefüllt wurde- zur Speerspitze von Dalmore‘s superlativen Whiskys. In Relation zum Dalmore 50 der über 40.000£ kostet, ist er mit 6990€ UVP in Deutschland geradezu günstig.
Der Dalmore 40 Jahre ist exklusiv in der Whiskybotschaft und bei der Schwesterfirma Whiskyex hier erhältlich.
Keine schönen Nachrichten für die Belegschaft hat Whyte & MacKay für die Angestellten der Grain-Destillerie Invergordon: Man hat der Belegschaft mitgeteilt, dass wegen anstehender Modernisierungsarbeiten ein Fünftel der dort Beschäftigten ihren Job verlieren wird, genauer gesagt 21 Menschen, und die verbliebenen Mitarbeiter Lohnkürzungen von 10.000 Britischen Pfund pro Jahr hinnehmen müssen.
Der Bericht in Press & Journal zitiert eine Gewerkschaftsmitarbeiterin, die sich vom Ausmaß der Kündigungen überrascht zeigt und daraus folgert, dass man in Invergordon die Produktion kürzen werde, weil es mit den wenigen verbleibenden Angestellen gar nicht anders ginge. Zudem ist man wegen der Lohnkürzungen, die man trotz Weiterbildung und dem erweiterten Verantwortungsbereich hinnehmen müsse, schockiert.
Im Rahmen der schon 2016 angekündigten Renovierung der Destillerie will man vor allem die eingesetzten Stills ersetzen, die für 60% des CO2-Ausstoßes der Brennerei verantwortlich waren. Von den Reaktionen der Belegschaft zeigt man sich bei Whyte & MacKay überrascht, nachdem schon damals gesagt hätte, dass es wohl zu Kündigungen kommen werde.
Auch die Politik hat bereits ein Statement abgegeben – man empfinde die Haltung des Unternehmens gegenüber den Angestellten als extrem unfair, sagte Gail Ross vom lokalen Parlament. Man würde sich auch auf politischer Ebene zusammensetzen und sehen, was man unternehmen werde.
Am 23. Juni 2018 ist in Kentucky ein Lagerhaus für Barton 1792 Whiskey teilweise eingestürzt, Anfang Juli dann komplett. 18.000 Fässer waren davon betroffen, und neben der Angst um das Grundwasser war natürlich auch die Schadensminimierung ein Grund dafür, die Aufräumarbeiten sorgsam und zügig durchzuführen.
Wie das vonstatten geht, und einige interessante Bilder dazu, können Sie heute in einem Artikel in insiderlouisville.com entnehmen, der sich mit den Prozessen nach dem Kollaps beschäftigt und auch einige Fakten liefert, die es nicht in die Massenmedien geschafft haben – so zum Beispiel der Umstand, dass durch ausfließenden Whiskey laut des Kentucky Department of Fish and Wildlife mindestens 3.800 Fische in einem knapp einen halben Kilometer langen Streífen des Withrow Creek starben. Die Destillerie und der Mutterkonzern Sazerac sieht sich auf Grund des Fischsterbens laut dem Artikel nun auch mit einer Schadenersatzklage konfrontiert.
Interessant auch, dass es Gerüchte gibt, dass mit den intakten Fässern unter Umständen eine Art Gedenkabfüllung geplant ist…
In den Lowlands unterhält William Grants & Sons auf dem Gelände der Grain Distillery Girvan die Destillerie Ailsa Bay – und von dort haben wir bisher einen sehr jungen, aber sehr interessanten Single Malt gesehen. Jetzt wurde eine neue Ausgabe angekündigt, der Ailsa Bay Release 1.2 Sweet Smoke.
Was ist anders? Nun, zunächst einmal ist er leicht rauchiger als die vorherige Ausgabe (22ppm anstelle von 21ppm, wobei die Destillerie darauf hinweist, dass man die Rauchigkeit am Whisky und nicht vorher an der Gerste misst, sodass die Angaben wesentlich zuverlässiger seien). Dazu kommt dann die Lagerung in kleinsten Hudson-Bourbonfässern, die die Süße des Malts unterstreichen. Auch dafür hat man eine Maßeinheit: SPPM, Sweetness as Parts Per Million. Hier ist man nun bei 19 sppm angekommen – die erste Ausgabe hatte 11 sppm.
Frischer Holzrauch mit Noten von glimmender Heide soll die Nase erreichen, und am Gaumen verspricht man Rauch, Frucht und cremiges Toffee.
Abgefüllt wird der Whisky nach wie vor mit 48.9%, man hat allerdings das Packaging etwas geändert und „wissenschaftlicher“ gestaltet, um darauf hinzuweisen, dass bei der Herstellung des Whiskys mehr Wissenschaft involviert ist als bei jedem anderen.
Erhältlich wird der neue Ailsa Bay zunächst ab Anfang September nur in Australien, Finnland, ausgewählten Geschäften im Vereinigten Königreich und im UK TRavel Retail sein, und kosten soll er an die 55 Pfund.
Wachsnoten – das ist der Begriff, mit dem der Destilleriecharakter von Clynelish gerne beschrieben wird. Als Nachfolger/Epigone von Brora (die ja wieder auferstehen wird) hat Clynelish auch einen gewissen Sonderstatus unter den Destillerien in den Malzherzen der Whiskyfreunde – und ein guter Clynelish ist in der Tat nicht zu verachten.
Unter fünf Abfüllungen aus der Highlanddestillerie versucht Serge anläßlich des sechzehnten Geburtstags von Whiskyfun (zu dem wir natürlich ganz herzlich und ehrfurchtsvoll gratulieren) solche gute Clynelishs zu finden – und landet in der Tat fünf Volltreffer, denn die niedrigste Bewertung heute sind recht gute 85 Punkte.
Hier die Riege der Abfüllungen aus der Verkostung heute:
Clynelish 9 yo 2008/2017 (54.3%, The Whisky Cask, bourbon barrel): 85 Punkte
Clynelish 12 yo 2005/2018 (55.1%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry butt, cask #308764, 518 bottles): 85 Punkte
Clynelish 17 yo 1996/2014 (58.2%, Hunter Laing, The First Editions): 90 Punkte
Clynelish 20 yo 1996/2017 (51.2%, The Whisky Cask, bourbon hogshead): 90 Punkte
Clynelish 21 yo 1995/2017 (55.5%, Signatory Vintage, Cask Strength Collection, hogshead, cask #8672, 566 bottles): 91 Punkte
Templeton Rye war bei uns schon einige Male in den Schlagzeilen. Im Jahr 2014 musste das Unternehmen 2.5 Millionen Dollar Strafe zahlen, weil es die Herkunft des Whiskeys nicht ordentlich auf der Flasche deklarierte (er kam nicht aus einer eigenen Destillerie, sondern wurde, wie so viele andere Marken, bei MGP aus Lawrenceburg, Indiana) und zu Unrecht die Begriffe „small batch“ und „prohibition-era recipe“ auf dem Label führte.
Dann gab es im Vorjahr den Spatenstich für die eigene Destillerie in Templeton, wo bis dahin nur eine Art Mini-Brennerei stand. Wie geplant ist die Destillerie nun 2018 fertig geworden und wurde mit einem Festaktakt am 7. August offiziell eröffnet. Ab 2022 soll dann der eigene Whiskey abgefüllt werden.
Das Projekt hat 17 Jobs in der Destillerie, dem Cafe und dem Besucherzentrum geschaffen und ist darauf ausgelegt, jährlich bis zu 500.000 Gallonen zu produzieren, schreibt The Spirits Business in einem kurzen Artikel.
Eine neue Abfüllung für die Core Range hat die Highland-Destillerie Wolfburn für Anfang September angekündigt: Wolfburn Langskip. Benannt nach den Langschiffen der Wikinger wird dies die vierte und dabei die Flagschiffabfüllung für die permanente Range der Brennerei werden.
Der Wolfburn Langskip wird mit 58% Alkohol ins Fass kommen – also nicht Fassstärke, sondern auf alle Batches harmonisiert. Gelagert wurde der Langskip ausschließlich in First Fill ex-Bourbon Barrels. Die Brennerei bezeichnet ihn als „wunderbar ausbalanciert, stark, aber weich“.
Den Preis für die Abfüllung in Deutschland können wir leider noch nicht benennen, werden aber die offizielle Ankündigung, so es sie gibt, natürlich gerne nachreichen.
Einen dreijährigen Sponsorvertrag haben Manchester United und Chivas Regal abgeschlossen: Chivas wird nun ab Freitag, wenn das Team zum ersten Saisonspiel Leicester City begrüßt, prominent als Marke rund um das Heimstadium sichtbar sein.
Unter dem Motto „blended is better“ sprechen sich beide Partner für Vielfalt und Teamwork aus.
Aus der Zusammenarbeit von Manchester United und Chivas Regal ist auch der obenstehende Film entstanden, der ebenfalls unter dem Motto „blended is better“ steht. Viel Vergnügen dabei!
Momentan purzeln die Auktionsrekorde fast jeden Tag – und auch heute dürfen wir wieder über ein Bottling berichten, das einen neuen Höchstpreis erzielen konnte. Diesmal stammt es nicht aus der Riege der üblichen Verdächtigen, was Brennereien anbelangt, sondern aus der Islay-Destillerie Laphroaig.
Ein Laphroaig 1967 vom unabhängigen Abfüller Samaroli (und mit seiner Unterschrift) erzielte bei einer Versteigerung auf whiskyauctioneers.com den Rekordpreisvon 61.000 Pfund. Das ist der höchste für diese Flasche jemals erzielte Preis und höher als ein unlängst für über 50.000 Pfund versteigerter Laphroaig 1966, ebenfalls von Samaroli.
Samaroli ist ein unabhängiger Abfüller aus Italien, der für die ausgesuchte Qualität seiner Abfüllungen bekannt war. Von Samaroli stammen viele der besten unabhängigen Abfüllungen legendärer Destillerien. Ursprünglich gegründet von dem leider Februar 2017 verstorbenen Silvio S Samaroli, war sie besonders in den Achtzigerjahren ein Garant für hochwertige Abfüllungen, von denen viele heute Legenden sind.
Der Gewinner bei der Onlineversteigerung, bei der es insgesamt 65 Mitbieter gab, kommt aus Deutschland. Bei der letzten Versteigerung des gesuchten Bottlings (es gab davon einmal 720 Flaschen) im Jahr 2014 ging er noch um 5.700 Pfund über den Verkaufstisch.
Falls sich jemand fragt, ob dieser Whisky nur teuer oder auch gut ist: Serge Valentin gab ihn bei einer Verkostung sagenhafte 98 Punkte.
Jetzt darf gemutmaßt werden, wer in Deutschland der neue glückliche Besitzer dieser Flasche ist… ;-).
Sie steht nicht oft im Rampenlicht: Diageo’s Highland-Destillerie Teaninich. Aus ihr kommen nur ganz wenige Originalabfüllungen (letztes Jahr in den Special Releases, Flora & Fauna und einige andere), der Rest wird für Blends verwendet.
Besser sieht die Situation bei unabhängigen Abfüllern aus, wo hin und wieder ein Fass auftaucht. Knapp dreihundert unabhängige Abfüllungen sind über die Zeit erschienen, und aus diesen bedient sich Serge bei seiner heutigen Verkostung. Es ist einer von Douglas Laing, einer von Cadenhead und einer, ein sehr spezieller, von Adelphi, der auch das Tasting haushoch „gewinnt“.
Hier die Bottlings der Verkostung und ihre Wertungen:
Teaninich 18 yo 1999/2018 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask # 12675, 328 bottles): 82 Punkte
Teaninich 11 yo 2006/2018 (55.2%, Cadenhead, Small Batch, 450 bottles): 87 Punkte
Teaninich 32 yo 1983/2016 (51.8%, Adelphi, for Paul Ullrich Switzerland, cask #6753, 211 bottles): 92 Punkte
Ein Stück Whiskeygeschichte wird es ab 31. August bei Whiskyauctioneer.com zu ersteigern geben: Die Teelings haben sich entschlossen, die ersten 100 Flaschen des aus der neuen Teeling Distillery in Dublin stammenden Single Pot Still Whiskeys zur Versteigerung zu bringen.
Die Idee dahinter ist keine kommerzielle, sondern dient einem guten Zweck: Den Erlös der gesamten Auktion will man wohltätigen Einrichtungen in den Liberties, dort, wo die Destillerie gebaut wurde, spenden. Die Auktion, die bis zum 10. September dauert und für alle Freunde irischen Whiskeys auf der ganzen Welt offensteht, ist damit das erste Mal, dass eine Destillerie die Erstausgabe nicht für den eigenen Gewinn nutzt, sondern für die Gemeinschaft.
Die Erstausgabe des Teeling Single Pot Still Whiskeys wurde aus einer Mashbill von 50% ungemälzter und 50% gemälzter Gerste gemacht, und reifte drei ganze Jahre in einem ex-Muskateller-Fass.
Wer Interesse an der Teilnahme an der Aution hat, der kann sich hier für sie anmelden.
Jack und Steven Teeling mit der Flasche der Erstausgabe
Auch hier können wir Ihnen die englischsprachige Pressemitteilung für weitere Infos präsentieren:
Dublin Whiskey is Reborn with Auction of First Dublin Distilled Whiskey from the Teeling Whiskey Distillery
Unique opportunity to own a piece of Irish whiskey history while donating to worthwhile causes
Teeling Whiskey, Ireland’s leading progressive whiskey producer, has announced that it will be celebrating the coming of age of its Single Pot Still by auctioning off the first one hundred celebratory bottles to whiskey fans worldwide. Partnering with www.WhiskyAuctioneer.com, the auction, which will run from the 31st of August until the 10th of September, will see all profits raised from the sale donated to charitable causes based where the Teeling Whiskey Distillery is located in Dublin’s Liberties.
The arrival of Teeling Whiskey Single Pot Still, the first Dublin distilled whiskey from the Teeling Whiskey Distillery, is a landmark occasion for Ireland’s whiskey industry and in particular for Dublin. Dublin whiskey and its distilleries were at the forefront of the previous golden era for Irish whiskey in the 19th century and it was a very dark day for Irish whiskey when during the 1970s these last remaining distilleries closed their doors. The opening of the Teeling Whiskey Distillery in 2015 marked a new chapter in the history of Dublin whiskey distilling, firmly putting Dublin and Teeling Whiskey at the forefront of a new wave of distilleries, that are driving a new golden era for Irish whiskey.
By purchasing one of the first celebratory Teeling Single Pot Still bottles, Irish whiskey drinkers and collectors can avail of a rare opportunity to own a piece of Irish whiskey history while contributing to very worthy causes. The online auction, which is open to Irish whiskey fans from around the world, will run for two weeks and will be the first time an Irish whiskey distillery will auction off its first ever bottling. This is the first release of Teeling Single Pot Still Whiskey, produced from a recipe of 50% un-malted barley and 50% malted barley, a uniquely Irish mash bill made famous by Dublin distillers, distilled in 2015 in the Teeling Whiskey Distillery and aged fully for over 3 years in a high quality and unique ex-Muscat barrel.
Commenting on the Single Pot Still celebratory release, Jack Teeling, Founder and Managing Director of Teeling Whiskey said:
“When the Teeling Whiskey Company was formed in 2012, my vision was to revive Irish whiskey distilling in Dublin and put the capital back at the top table of whiskey producing areas in the world. While we have achieved a lot over the subsequent 6 years the release of our own Dublin distilled whiskey completes the revival of the craft of distilling in Dublin and hopefully draws us into a new renaissance for not only Teeling Whiskey but Dublin distilled Irish whiskey as a whole.
The Liberties area of Dublin has been very good to us, so we want to use our very first release as an opportunity to give something back. This is why we want to ensure we get the very best price for a piece of Irish whiskey history, through working with the guys at www.Whiskyauctioneer.com. This will allow Teeling Whiskey fans from all over the world to get a chance to own one of our very first bottlings of our first distillate from our new distillery.”
The auction of Teeling Whiskey’s first Single Pot Still release, in partnership with www.Whiskyauctioneer.com, follows other such successful auctions through this platform for The Milk & Honey Distillery, Israel’s first whisky distillery and most recently for The Lakes Distillery based in the Cumbrias in England, which achieved a world record for the most expensive bottle of whiskey sold via auction for a new distillery. The Lakes Distillery Bottle No. 1 sold for £7,900 and each of the 99 other bottles sold thereafter, achieved an average price of £900 per bottle.