Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (79)

Seit nunmehr 79 Wochen bringen wir Ihnen jeden Sonntag Videos und Podcasts aus dem deutschen Sprachraum zum Thema Whisky und Whiskey. Das ist diesmal in unserer Auswahl dabei:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube  – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY

Video: Parallelstraßen im Glen Roy, River Roy (2 Videos)

Eher kontemplativ fällt die dieswöchige Auswahl unserer Sonntagsvideos aus: Wir begeben uns mit Dave World in das Glen Roy National Nature Reserve, etwas östlich vom Loch Lochy in den westlichen Highlands, nordöstlich der Isle of Mull mit der Destillerie Tobermory. Dort besichtigen wir mit einem Drohnenflug den River Roy und die sogenannten Parallelstraßen, die in Wikipedia sehr gut beschrieben sind:

An den Hängen des Tales erkennt man bei 260 m, 325 m und 350 m drei parallele Linien, die aus der Ferne wie Straßen aussehen, daher ihr Name.

Tatsächlich handelt es sich dabei um drei ca. 10 m schmale Terrassen, die die Uferlinien eines früheren Sees anzeigen. Er bildete sich vor circa 13.000 Jahren während einer zwischenzeitlichen kurzen, nur 900 bis 1100 Jahre dauernden, Klimaabkühlung. Damals rückte Gletschereis von Westen vor und versperrte den natürlichen Wasserabfluss durch das Glen Spean. So staute sich da und in den Seitentälern ein See auf, dessen Wasserspiegel so lange stieg, bis er schließlich bei 260 m eine Geländeschwelle erreichte, über die das Wasser nach Nordosten ins Strath Spey abfließen konnte. Durch das weitere Vorrücken der Eisbarriere wurde von dem See im Glen Spean der sich ins Glen Roy erstreckende Arm abgetrennt, so dass das Wasser dort weiter anstieg, bis es bei 325 m einen neuen Abfluss nach Süden fand. Bei einem noch weiteren Vorrücken der Gletscherfront wurde auch dieser Abfluss versperrt und der schließlich auf 350 m angestiegene See entleerte sich nach Norden. Beim späteren Rückzug des Gletschereises wurde die umgekehrte Entwicklung durchlaufen, so dass der See zunächst wieder das mittlere, dann das untere Niveau annahm, bevor er schließlich ganz verschwand. Durch das jeweils mehrere hunderte Jahre lange Verharren des Seespiegels auf demselben Niveau bildeten sich am Ufer durch Wellenerosion sowie Gefrier- und Tauprozesse des Seeeises die heute als Parallelstraßen sichtbaren schmalen Terrassen an den Talhängen.

Heute verlaufen die Parallelstraßen nicht mehr vollkommen horizontal, sondern nach Nordwest minimal ansteigend (Steigung von 11 bis 14 cm pro km). Dies erklärt sich durch die leicht ungleichmäßige Hebung der lokalen Landmasse beim Abschmelzen des früheren Eisschildes.

Das obenstehende Video zeigt diese interessante Formation aus der Luft, unten finden Sie ein Video, das dem Verlauf des River Roy folgt. Ruhige Schönheit in 4k, ingesamt 16 Minuten lang

Whisky im Bild: Just Whisky in Oberhausen

An diesem Wochenende lädt Tom Skowronek von Anam na h-Alba mit seinem Team zum vierten Mal zur Just Whisky ein. Und wie auch in den Jahren zuvor ist Veranstaltungsort das soziokulturelle Zentrum Altenberg in Oberhausen. In direkter Nähe zum Hauptbahnhof Oberhausen gelegen, beherbergte dieses Gelände früher eine Zinkfabrik.

Wenn Sie möchten, können Sie mit uns gemeinsam über diese kleinere Messe schlendern. Sie setzt sich bewusst von manch anderer Messe ab, in dem sie den alleinigen Fokus auf Whisky setzt. Und der großzügige Außenbereich erlaubt das Verweilen und den Whisky-Genuss unter freiem Himmel.

Die Just Whisky findet heute ihren Abschluss, von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr bietet sich Ihnen noch die Gelegenheit zu einem Besuch.

[justified_image_grid preset=3 row_height=400 ng_gallery=42]

Whiskyfun: Angus verkostet vier unterschiedliche Pärchen

Wir sind es mittlerweile gewohnt und schätzen es sehr: Am Samstag gehört Whiskyfun (meistens) Angus MacRaild. Und heute präsentiert er uns wieder verschiedene Pärchen: Zwei unterschiedliche Abfüllungen einer Brennerei bilden ein vergleichendes Duett. Insgesamt bewegen wir uns wieder quer durch die letzten Jahrzehnte und den unterschiedlichen Altersstufen. Von einem aktuellen achtjährigen Ardmore bis 37-jähirgen Mannochmore reicht hier die Spannweite.

Der heutige Paarlauf auf Whiskyfun in der Kurzübersicht:

  • Ardmore 8 yo 2008/2017 (46%, Berry Brothers, bourbon barrel, cask #708604) 87 Punkte
  • Ardmore 1992/2012 (46%, Wemyss ‘Mellow Mariner’, barrel, 213 bottles) 89 Punkte
  • Mannochmore 16 yo 1977/1994 (61.4%, Cadenhead Authentic Collection) 77 Punkte
  • Mannochmore 37 yo 1977/2015 (49.4%, Cadenhead Single Cask, 210 bottles) 89 Punkte
  • Wolfburn 2014/2018 (57.1%, OB for Dornoch Castle Whisky Bar, bourbon barrel, cask #694, 292 bottles) 85 Punkte
  • Wolfburn Peated 2014/2018 (57.1%, OB for Dornoch Castle Whisky Club, bourbon barrel, cask #807, 284 bottles) 87 Punkte
  • Glenburgie-Glenlivet 24 yo 1993/2017 (53%, Cadenhead Authentic Collection, refill claret hogshead, 216 bottles) 84 Punkte
  • Glenburgie-Glenlivet 13 yo 1978/1992 (59.8%, Cadenhead Authentic Collection) 86 Punkte
  • Longmorn 23 yo (48%, OB, 2017) 86 Punkte
  • Longmorn 15 yo (43%, OB, 1980s) 91 Punkte

Meinwhisky: Zu Besuch bei The Borders Distillery

Reglmäßig durften wir über neue Brennerei-Projekte in Schottland berichten. Und besonders in der Region „The Borders“, zu den Lowsland gehörend, wurden viele geplant. Hier, wo die letzte Whisky-Destillerie 1837 in Kelso schloss, scheint der richtige Ort für neue Brennereien zu sein. Das Rennen um die erste neu eröffnete Destillerie gewann The Borders Distillery in Hawick. Am 1. Mai konnten hier, wie geplant, die Tore für die Öffentlichkeit geöffnet werden.

The Borders Distillery, die neue Brennerei in Hawick
Bild © meinwhisky.com, Petra Milde

Petra Milde traf nur ein wenig später dort ein. Auf ihrem Blog MeinWhisky finden wir jede Menge schöne Fotos und Infos dieser schmucken neuen Brennerei. Sie befindet sich in einem alten Manufakturgebäude, dessen historischer Charme durch unverputzte Steinwände erhalten bleibt und durch das gläserne Dach mit Sonnenlicht durchflutet wird.

Die beiden zwei Wash Stills (je 12.500 l) und die beiden Spirit Stills (je 7.500 l).
Bild © meinwhisky.com, Petra Milde

Bis es den ersten Whisky der The Borders Distillery geben wird, vergehen noch mindestens drei Jahre. Bis dahin können wir, neben dem dort produzierten Gin, zwei ihrer Blends genießen, Clan Fraser und Lower East Side. Wie Petra schreibt:

Zwei leichte, weiche Whiskys, die den Stil der Borders repräsentieren sollen. Ob der hier in der The Borders Distillery erzeugte Single Malt einmal einen ähnlichen Charakter zeigen wird? Wait and see.

So war der Ardbeg Day 2018 in Offenbach/Main

Am 2. Juni war wieder einmal Ardbeg Day, und in diesem Jahr fand die offizielle Veranstaltung dazu in Offenbach am Main statt. Über 500 Ardbeg-Fans verbrachten ein grandioses „Peat & Love Festival“ zum Ardbeg Day 2018. Höhepunkt des Tages war die gemeinsame Verkostung des neuen Ardbeg Grooves mit Karen Fullerton (Global Brand Ambassador Ardbeg) und Thomas Zilm (Brand Ambassador Deutschland).
Wir nehmen Sie mit, auf dieses Festival, mittels einer kleinen Foto-Galerie (und danken Tobias Russ, Communication Manager bei Moët Hennessy Deutschland, an dieser Stelle für die Bilder):

Glen Buchenbach vs. SWA: Glen Buchenbach-Rechtsanwälte sehen gestriges Urteil als großen Erfolg

Wie wir gestern berichteten: Der Gerichtshof der Europäischen Union entschied, dass die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Glen Buchenbach und der Scotch Whisky Association vor dem Landgericht Hamburg weiter geführt werden muss. Dort muss unter anderem erst einmal geklärt, „ob ein normal informierter, angemessen aufmerksamer und verständiger europäischer Durchschnittsverbraucher durch den Namen des betreffenden Erzeugnisses  veranlasst wird, gedanklich einen Bezug zu der Ware herzustellen, die die geschützte geografische Angabe trägt.“
Laienhaft in die Sprache der Normalsterblichen übersetzt: Gehen normale Konsumenten bei Glen Buchenbach wegen des „Glen“ davon aus, dass dieser Whisky aus Schottland kommt und damit ein Scotch Whisky ist.

Dr. Sven J. Mühlberger und die MS Concept Rechtsanwälte, welche Jürgen Klotz, seine Waldhornbrennerei und damit auch Glen Buchenbach in diesem Rechtsstreit vertreten, sehen dieses Entscheidung des Gerichtshof der Europäischen Union als großen Erfolg. Denn, wie wir ihrer Pressemitteilung entnehmen:

Dieser hat am Donnerstag entschieden, dass es nicht ausreicht, dass beim Wort „Glen“ bloße Assoziationen an Scotch Whisky geweckt werden können. Darüber hinaus folgt der EuGH seinem Generalanwalt Henrik Saugmandsgaard Øe auch in einem weiteren wichtigen Punkt. Saugmandsgaard Øe hatte in seinem Schlussantrag im Februar erklärt, dass für ihn eine „hinreichende inhaltliche Nähe“ zwischen dem Begriff „Glen“ und der geografischen Angabe „Scotch Whisky“ nicht sicher ist. Und solch eine Nähe sei nach seiner Auffassung aber Voraussetzung für eine unzulässige Anspielung auf eine geschützte Herkunftsangabe. Diese Interpretation hatte zuvor bereits die Europäische Kommission in ihrer Stellungnahme an den EuGH geäußert und den Standpunkt vertreten, dass eine Verletzung von Scotch Whisky durch das Wort Glen nicht besteht. Es fehle an der hierfür erforderlichen inhaltlichen Nähe, da die Verbraucher das Wort Glen nicht ohne Weiteres mit Scotch Whisky in Verbindung bringen.

Doch diese juristische Auseinandersetzung Glen Buchenbach vs. SWA findet nicht nur vor dem Landgericht Hamburg statt:

Nachdem es Mühlberger und der Waldhornbrennerei gelungen war, einen Löschungsangriff auf die Marke „Glen Buchenbach“ vor dem Deutschen Patent- und Markenamt abzuwehren, geht es hier in die nächste Instanz vor das Bundespatentgericht.

Die vollständige Pressemitteilung der Rechtsanwälte finden Sie auf der Website der MS Concept Rechtsanwälte. Die dort verlinkten Schlussanträgen des Generalanwalts und das Urteil des EuGH sind online noch nicht verfügbar. Sobald sich dies ändert, werden wir diesen Artikel ergänzen.

Serge verkostet: Zweimal Highland Park im Duell

Heute auf dem Programm von Serge Valentin: Ein Duell zweier Highland Parks.

Auf der einen Seite finden wir die neue Abfüllung ‘The Light’, abgefüllt mit 52,9 % Vol.. Dieses im Mai erschienene Bottling folgte auf „The Dark“ und komplettierte die Reihe „Runes“. Die, nach Highland Park Maßstäben, limitierte Abfüllung weiß deutlich besser zu gefallen als ihr Vorgänger. 90 Punkte vergibt Serge hier an diesen „total klassischen HP ohne Botox oder Silikon“.

Auf der anderen Seite finden wir einen 21-jährigen Highland Park vom unabhängigen Abfüller Hunter Laing. Ebenfalls mit starken fast 53 % Vol. abgefüllt, kann dieser Orkneys-Whisky mithalten und erhält ebenfalls 90 Punkte.

Das heutige Duell auf Whiskyfun endet also unentschieden auf einem sehr hohen Niveau. Die beiden heutigen Sparringspartner in der Kurzübersicht:

  • Highland Park 17 yo ‘The Light’ (52.9%, OB, 28,000 bottles, 2018) 90 Punkte
  • Highland Park 21 yo 1996/2017 (52.7%, Hunter Laing, The First Editions, Authors Series, refill hogshead, 230 bottles) 90 Punkte

PR: BenRiach Cask Bottling Batch 15 vorstellt

Die Speyside Brennerei BenRiach stellt die 15te Ausgabe ihrer Cask Bottling Reihe vor. Dieses BenRiach Cask Bottling Batch 15 umfasst insgesamt 17 Fässer, welche in Fassstärke und ungefärbt abgefüllt wurden: 11 mit ungetorftem Whisky und 6 sogenannte Highland peated. Bei den verwendeten Fässern bietet BenRiach eine recht bunte und vielfältige Mischung. Hier fanden Port Pipes, Moscatel Hogsheads, Sauternes Barriques, Rum Barrels and Virgin Oak Fässer Verwendung.

Neun dieser Einzelfassabfüllungen sind für den europäischen Markt vorgesehen, die restlichen Acht werden in Asien, Australien, Neuseeland und Kanada angeboten. Tasting Notes zu den in Europa erhältlichen Bottlings finden Sie am Ende der englischsprachigen Presseaussendung:

Introducing BenRiach Cask Bottling Batch 15

Continuing its journey pushing the boundaries of malt alchemy, BenRiach distillery has released Batch 15 of its cask bottling programme.

BenRiach holds some of the most experimental casks in Speyside, making it uniquely placed to offer a multi-faceted range of casks in both unpeated and Highland peated styles. Each year, Master Blender Rachel Barrie selects a number of distinct casks which celebrate the distillery’s creative distilling and maturation heritage. Batch 15 includes 17 casks: 11 unpeated and 6 Highland peated – an eclectic mix including port pipes, moscatel hogsheads, sauternes barriques, rum barrels and virgin oak. Each bottle is filled exclusively from one of these individual casks.

Announcing the release of BenRiach Cask Bottling Release – Batch 15, BenRiach Distillery Master Blender Rachel Barrie, said:

“Batch 15 provides a rare opportunity to explore the many facets of BenRiach maturation in one batch, something us whisky makers are lucky to do every day. From the sweet side of Marsala wood to the exotic fruity side of Rum and the barbecued smokiness of charred American Virgin oak, there is a cask to suit every whisky lover’s palate. Now’s the time to explore, take your pick and find the cask you most enjoy!”

BenRiach Cask Bottling Release – Batch 15 is available to purchase from specialist retailers from April in Europe, Asia, Australia, New Zealand and Canada.
Europe: Casks 6898, 7859, 7610, 3071, 3236, 5807, 7722, 8731 and 2048 are available in your region.
Depending on the expression the ABV ranges from 53.1% to 61.7%, and is always non-chill filtered and of natural colour.

TASTING NOTES:

1991 CASK #6898
Aged 26 years
Burgundy Barrique
Appearance: Ruby-tawny gold.
Nose: A wine cellar with red grape must and fragrant armagnac-like top notes on a base of walnut skins and earthy dunnage floors.
Palate: Mellow figs and ripe apricots develop into red grape candy tempered by traces of treacle and butterscotch.
ABV: 49.4%

1997 CASK #7859
Aged 20 years
Virgin Oak Hogshead
Appearance: Bright orange.
Nose: Candied orange, cherry lips and wine gums with traces of sugared blackberry and sweet caramelised oak.
Palate: Baked pear and sweet fruity oak progress to bramble apple and cherry pie with stone fruit into the finish.
ABV: 53.1%

2007 CASK #7610
Aged 11 years
Peated / Rum Barrel
Appearance: Chablis.
Nose: Jamaican rum truffles with cocoa beans, coconut milk and chocolate cake, intermingled with cream and star anise.
Palate: Pina colada with cocoa beans, rum and raisin ice cream and iced cappuccino leaving rum-laced espresso into the finish.
ABV: 59.5%

2007 CASK #3071
Aged 10 years
Peated / Oloroso Sherry Butt
Appearance: Bright gold.
Nose: Smoky bacon rind and apple in chestnut stuffing with black peppercorn and traces of butterscotch.
Palate: Baked apple and sourdough cake progress into peppered butterscotch lingering into the savoury finish.
ABV: 58.3%

2007 CASK #3236
Aged 10 years
Oloroso Sherry Butt
Appearance: Deep amber – copper.
Nose: Apple and almond frangipane with a twist of orange peel served with crème-brûlée.
Palate: Armagnac appears mid-palate bringing macerated white fruits and plums with ground nutmeg and traces of soft new leather.
ABV: 58.5%

2008 CASK #5807
Aged 10 years
Sauternes Barrique
Appearance: Dark golden syrup.
Nose: A patisserie of honey-glazed apple and baked peach in crèmecaramel.
Palate: Sweet honeyed peach with coconut cream developing into candy floss and apricot fruit tarts.
ABV: 59.7%

2007 CASK #7722
Aged 10 years
Peated / Virgin Oak Hogshead
Appearance: Deep orange sunset.
Nose: Barbequed banana and roasted apple coated in dark chocolate and treacle toffee with warm spiced oak.
Palate: Smoked applewood and toasted eucalyptus becoming peppercorn and dried banana, leaving a spicy liquorice and fennel finish.
ABV: 57.1%

2007 CASK #8731
Aged 10 years
Moscatel Hogshead
Appearance: Sparkling gold.
Nose: Mellow and soft with butterscotch and honey, with the ripe fruitiness of candied grape.
Palate: Sweet and fruity with mouthwatering honey and lemon toddies progressing into a lingering Calvados finish.
ABV: 59.2%

2008 CASK #2048
Aged 9 years
Peated / Port Pipe
Appearance: Deep ruby.
Nose: Smoked mint and blackcurrant on a forest campfire of cassia bark and orris root, with hog roast served with bramley apple sauce.
Palate: Grilled red grape smothered in olive oil with smoked angelica and star anise, progressing to a charred apple and maple finish.
ABV: 61.7%

PR: Talisker lanciert die Talisker Bodega Serie: Talisker 40 Year Old

Über eine ganz besondere Abfüllung informierte uns heute Talisker. Alle Infos zum neuen TALISKER 40 YEAR OLD können Sie der Presseaussendung entnehmen, die Sie hier ungekürzt finden:

Talisker stellt die Talisker Bodega Serie vor: Damit wird das Talisker Portfolio um eine neue und exklusive Serie von Single Malts erweitert. Eine Hommage an die Tradition des Finishing von Single Malt Whiskys in edelsten Sherryfässern, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückreicht.

Ab Ende Juni launcht Talisker die erste exklusive Abfüllung aus der Talisker Bodega Serie: Talisker 40 Year Old. Mit weltweit lediglich 2.000 Flaschen gehört dieser Ausnahmewhisky bis heute zu den wertvollsten Abfüllungen der ältesten Destillerie der Insel Skye. Talisker ehrt damit die traditionsreiche Beziehung zwischen Talisker und Delgado Zuleta, einem der feinsten und ältesten Sherryproduzenten aus der Region von Marco de Jerez. Für Sammler eine ganz besondere Darbietung des Geschmacks historischer Weinkellereien des renommierten Sherry-Dreiecks, aus dem Talisker einst seine Fässer bezog.

Um das Geschmacksprofil neu zu interpretieren und dieser Beziehung zu gedenken, hat der Master Blender von Talisker den wertvollen Whisky mithilfe einer Auswahl der ältesten und besten Vintage Talisker Whiskys geschaffen. Anschließend wurden mit den Sherrymeistern von Delgado Zuleta fünf sehr außergewöhnliche ehemalige Sherryfässer von Hand ausgewählt, die einst die feinsten und preisgekrönten 40 Jahre alten Amontillado-Sherrys enthielten.

Das Ergebnis ist ein satter, goldfarbener Whisky, der als Echo des alten Talisker auftritt. Mit einer sanften Akzentuierung der Amontillado-Sherryfässer unterlegt, präsentiert sich der Whisky mit Aromen von vollmundigen Rosinen und torfigen Aspekten sowie einer seltenen, süßen Opulenz und fruchtiger Rauchigkeit. In der Nase beginnt er mit weichen und komplexen Noten, gepaart mit einem leichten Prickeln. Diese Aromen verschmelzen mit der Tiefe der satten Fässer, deren Süße in fruchtigen Wellen allgegenwärtig ist und die die traditionelle Schärfe des Talisker bereichert.

Der globale Talisker Brand Ambassador, Donald Colville, zum Talisker 40 Year Old: „Wir sind besonders stolz auf diesen exquisiten Single Malt Scotch Whisky, der die über Jahrhunderte bestehende Handwerkskunst von Delgado Zuleta einfängt. Es handelt sich hierbei um einen hervorragenden alten Talisker mit dem Herz eines Löwen, der durch sein Alter komplex und gleichzeitig voller Lebendigkeit ist und dabei seinen bekannten maritimen und würzigen Charakter beibehält.“

Der Talisker 40 Year Old erscheint in einer durch Siebdruck verzierten Flasche, die in einer handgefertigten Holzbox liegt und an die einzigartige Geschichte dieses Whiskys erinnern soll. Das Design wurde von den charakteristischen Bögen der Sherry-Bodegas sowie der Architektur der Sonnenuhr von Sanlucar de Barrameda inspiriert – der Ort, an dem die Fässer Delgado Zuletas zu Hause sind.

Der Talisker 40 Year Old wird bei ausgewählten Luxuseinzelhändlern weltweit ab Ende Juni 2018 erhältlich sein. In Deutschland und Österreich liegt die UVP bei 3.299 € pro Flasche mit 70 cl.

Glen Buchenbach vs. SWA: EuGH gibt den Fall zurück ans Landgericht Hamburg

Die juristische Auseinandersetzung zwischen der Scotch Whisky Association und Glen Buchenbach geht in die nächste und sicherlich noch nicht letzte Runde. Der Gerichtshof der Europäischen Union entschied heute, dass der Fall erneut vor dem Landgericht Hamburg geklärt werden muss. Davor hatte das Landgericht Hamburg diesen Fall an den Gerichtshofs der Europäischen Union weitergeleitet.

Wie wir der heutigen PRESSEMITTEILUNG Nr. 83/18 des Gerichtshofs der Europäischen Union entnehmen:

In seinem heutigen Urteil stellt der Gerichtshof erstens fest, dass sich aus dem Wortlaut, dem Kontext und dem Ziel der Verordnung ergibt, dass eine „indirekte gewerbliche Verwendung“ einer eingetragenen geografischen Angabe nur dann vorliegt, wenn der streitige Bestandteil in einer Form verwendet wird, die mit dieser Angabe identisch oder ihr klanglich und/oder visuell ähnlich ist. Somit genügt es nicht, dass der streitige Bestandteil bei den angesprochenen Verkehrskreisen eine irgendwie geartete Assoziation mit der eingetragenen geografischen Angabe oder dem zugehörigen geografischen Gebiet wecken kann.

Zweitens entscheidet der Gerichtshof, dass das für die Feststellung, ob eine „Anspielung“ auf die geschützte geografische Angabe vorliegt, maßgebende Kriterium darin besteht, ob ein normal informierter, angemessen aufmerksamer und verständiger europäischer Durchschnittsverbraucher durch den Namen des betreffenden Erzeugnisses veranlasst wird, gedanklich einen Bezug zu der Ware herzustellen, die die geschützte geografische Angabe trägt. Dies hat das nationale Gericht zu prüfen, wobei es gegebenenfalls den teilweisen Einschluss einer geschützten geografischen Angabe in der streitigen Bezeichnung, eine klangliche und/oder visuelle Ähnlichkeit dieser Bezeichnung mit der geschützten geografischen Angabe oder eine inhaltliche Nähe der Bezeichnung zu der Angabe zu berücksichtigen hat. Dabei sind das Umfeld des streitigen Bestandteils und insbesondere der Umstand, dass er von einer Angabe über den wahren Ursprung des betreffenden Erzeugnisses begleitet wird, nicht zu berücksichtigen.

Unsere bisherigen Berichte zu dieser gerichtlichen Auseinandersetzung können Sie hier in einer Übersicht sehen.

Glen Buchenbach von der Waldhornbrennerei Klotz aus Berglen-Oppelsbohm. Fotorechte ebendort.

Whyte & Mackay führt 50 cl Flasche ein

Seit dem 1. Mai gilt in Schottland ein Mindestpreis für Alkohol. Für eine Einheit Alkohol (10ml reiner Alkohol) müssen nun mindestens 50p (57 Cent) bezahlt werden (wir berichteten). Diejenigen unter uns, die regelmäßig in Schottland ihre Whisky-Vorräte auffüllen, sind von dieser Änderung eher nicht betroffen. Die Preise dieser Flaschen liegen und lagen deutlich über dem Mindestpreis.

Bei den unterpreisigen Whiskys sind die Auswirkungen des Mindestpreises zu spüren. Der billigste Blend (40%) muss nun pro Flasche mindestens 14 Pfund kosten. Der unabhängige Abfüller Whyte & Mackay umgeht diese Preiserhöhung mit einem kleinen Trick. Ihren Einstiegs-Blend wird nun in einer 50cl Flasche erhältlich sein, statt wie bisher in einer 70 cl Flasche. Der Verkaufspreis für eine Flasche wird so verbraucherfreundlich bei um £10 liegen und deckt trotzdem den Mindestpreis für Alkohol ab.

Auch wenn für die allermeisten unter uns diese Abfüllung nicht im Fokus steht: Die Einführung kleinerer Flaschen, um so Abfüllungen zu einem für Verbraucher attraktiveren Preis anzubieten, könnte auch bei Single Malts interessant sein. Ab und an sind solche Abfüllungen in kleineren Flaschen ja schon zu finden.

Irlands erster Whiskey-Investmentfonds

Irish Whiskey boomt, wächst und möchte noch weiter wachsen. So wurde 2017 irischer Whiskey im Wert von rund 600 Millionen Euro exportiert. Und dieser Wert soll in den nächsten Jahren weiter steigen. Laut William Lavelle von der Irish Whiskey Association, wird die Hälfte des gesamten irischen Whiskeys derzeit in den USA verkauft. Der Plan sei allerdings, weitere, neue Märkte zu erschließen. Doch dieser Wachstum stellt neue Aufgaben und birgt auch Gefahren. Erst vorgestern berichteten wir, dass John Teeling vor einem Engpass bei irischem Whiskey warnt. Die Nachfrage würde die Produktionskapazität stetig übertreffen.

Um der Nachfrage gerecht zu werden und weiter wachsen zu können, möchte der Irish Whiskey Growth Fund 10 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dieser Fund wurde von der in Cork ansässigen Ilen River Partners gegründet und konzentriert sich als erster ausschließlich auf Investitionen in der Whiskey-Industrie. Fearghal Ó Ríordáin, Geschäftsführer von Illen River Partners, wird auf FORA zitiert, dass Whiskybrennereien „eine immer wichtigere Rolle in der irischen Wirtschaft spielen“. Anfang der 80er Jahre gab es in Irland nur zwei Brennereien. Nun sind es 18, und weitere befinden sich im Bau und in der Planung. Und alle tragen zum Tourismus, zur Landwirtschaft, zum Handel und zum Export bei.

Das Investment-Programm wurde vom Ireland Strategic Investment Fund unterstützt und bietet eine auf die spezifischen langfristigen Bedürfnisse von Whiskey-Unternehmen zugeschnittene Finanzierung sowie Branchenberatung.

Neu: Compass Box Delilah’s XXV

Aus dem Hause Compass Box, bekannt für innovative, experimentelle und dabei immer qualitativ ansprechende Blends, kommt eine neue Abfüllung. Und erneut würdigen John Glaser und sein Team mit diesem neuen Bottling die Bar „Delilah’s“ in Chicago/Illinois. Schon zum 20 Geburtstag der Bar im Jahr 2013 veröffentlichten Compass Box und Delilah’s gemeinsam einen Blend, der uns übrigens recht gut gefiel (unsere Verkostungsnotiz zu Delilah’s Blended Scotch Whisky finden Sie hier).

Fünf Jahre später gibt es nun, anlässlich des 25sten Geburtstages der Chicagoer Punk Rock Bar, eine neue Hommage: Delilah’s XXV. Dieser Blend besteht zum Teil aus dem Blend der ersten Ausgabe, welcher nun noch weitere 5 Jahre in Eichenfässern reifen durfte. Und wie mittlerweile aufgrund ihrer Kampagne für mehr Transparenz in der Whiskyindustrie gewohnt, ist die Zusammensetzung dieses Blends bei Compass Box kein Geheimnis. Delilah’s XXV enthält noch Grain Whisky der Cameronbridge Destillery, sowie Malt Whisky von Miltonduff, Teaninich, Linkwood so wie einer nicht näher bezeichneten Destillerie, welche in der Nähe der Stadt Aberlour liegt. Wer noch die genaue Zusammensetzung des Delilah’s XXV erfahren möchte, kann online auf dem Fact Sheet alles Weitere finden – einzig die Angabe des Alters der einzelnen Komponenten ist Compass Box untersagt.

Wie gewohnt kommt auch diese Abfüllung von Compass Box mit natürlicher Farbe und ungefiltert in die Flaschen. Weltweit sind 8.520 verfügbar. Sie sollten auch schon in den Shops verfügbar sein, der Preis wird sich um die £100/US$100 bewegen, je nach Zielmarkt. Wir werden mal schauen müssen, wie viel das dann in Euro genau sein wird.