PR: J.B.G Münsterländer Single Grain Whisky in neuer Abfüllung

Von der Gutsbrennerei Joh. B. Geuting e. K. wurden wir über eine Neuerscheinung aus ihrem Hause informiert: Der neue J.B.G Münsterländer Single Grain Whisky ist nach einer Reifezeit von sieben Jahren abgefüllt worden und steht nun in einerm auf knapp über 1000 Flaschen limitierten Auflage zum Verkauf.

Nachfolgend alle relevanten Infos für Sie, die wir aus einer Pressemitteilung der Brennerei übernommen haben:

Neu – J.B.G Münsterländer Single Grain Whisky in neuer Abfüllung

Gutsbrennerei Joh. B. Geuting e. K.
J.B.G Münsterländer Single Grain Whisky,
neue Abfüllung, 42%vol., 7- jährig,
Limitiert auf 1036 Flaschen

Es ist soweit – der neue J.B.G Münsterländer Single Grain Whisky konnte nun nach sieben geruhsamen Jahren erfolgreich abgefüllt werden und ist nun unter anderem im Shop erhältlich

Limitiert auf 1036 Flaschen präsentiert die Gutsbrennerei Joh. B. Geuting eine neue Abfüllung des J.B.G Münsterländer Single Grain Whisky.

Mit Geduld, Hingabe und Liebe zum Detail kann die Gutsbrennerei Joh. B. Geuting auch im Frühjahr 2018 wieder an die hohen qualitativen Ansprüche der Whiskys vergangener Jahre anknüpfen.

November 2010 wurde in der Brennerei Malz und selbst erzeugter Weizen eingemaischt und vergoren. Aus dieser Maische wurde der Rohbrand destilliert. Einen Tag später wurde dieses Rohdestillat ein zweites Mal in drei Phasen (Vorlauf, Mittellauf, Nachlauf) destilliert.

Das noch unreife, wunderbar nach Getreide duftende Destillat wurde dann auf ein ehemaliges Sherry Oloroso Fass aus amerikanischer Weißeiche und zwei Rotweinfässern aus europäischer Eiche zur Reifung gegeben.

Der J. B. G. Münsterländer Single Grain Whisky hatte nun sieben Jahre Zeit, um seine ganze Komplexität zu entfalten. Der Single Grain Whisky wurde mit eigenem, quellfrischen Brunnenwasser zweifach destilliert und dann auf die gewünschte Trinkstärke eingestellt. Diese limitierte Single Grain Abfüllung zeichnet sich durch ihren vollmundigen, milden und harmonischen Charakter aus.

Tasting Notes:

Nase: Sherry, Rotwein, Honig, etwas Schokolade, leichte Holznote.

Geschmack: Fruchtig nach Sherry & Rotwein, schokoladig, süßlich nach Honig, würzig, vollmundige Getreidenote, ausgewogene Holznote.

Abgang: Vollmundig, mild & langanhaltend.

Die Gutsbrennerei Joh. B. Geuting schaut auf eine 180-jährige Brennereitradition zurück und liegt im westlichen Münsterland. Der Familienbetrieb wird von Dipl. Betriebswirt Magnus Geuting in 6. Generation geführt. Der Münsterländer Single Malt und Single Grain Whisky wird mit eigenem, quellfrischen Brunnenwasser zweifach destilliert und auf die gewünschte Trinkstärke eingestellt. Er reift in Ruhe zwischen fast 200 Jahre alten Mauern und ist dort kaum Temperaturschwankungen ausgesetzt.

Die limitierten Whiskys der Gutsbrennerei Joh. B. Geuting sind mild, harmonisch und vollmundig.

Serge verkostet: Speyburn 15yo x2

Speyburn ist eine Destilerie, die vielleicht etwas unter der Flut an Speys in der schottischen Whiskynomenklatura leidet. Speyside, Spey, Glen Spey, Speyburn – nicht ganz einfach, sich da ein eigenständiges Profil zu erkämpfen. Und Speyburn sagt man ja auch nach, sehr unterschiedlich ausfallen zu können.

Bei Serge treten heute ein unabhängiger und ein offizieller Fünfzehnjähriger gegeneinander an. Der Speyburn 15 aus der Destillerie kommt mit 46% Vol. ins Glas, der Speyburn 15yo von Douglas Laing aus der Old Particular-Reihe mit unwesentlich stärkeren 48.8%. Gewinner gibt es keinen, nur den Hinweis, dass beide etwas Zeit im Glas brauchen, bevor sie ihren Charakter offenbaren.

Hier die Daten zur Verkostung:

  • Speyburn 15 yo (46%, OB, +/-2017): 80 Punkte
  • Speyburn 15 yo (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, 2018): 80 Punkte
Destillerie Speyburn. Bildrechte bei Lars Pechmann.

Pearse Lyons ist tot

Der Gründer der Pearse Lyons Distillery in Glasgow, Pearse Lyons, ist tot. Der 73jährige verstarb laut einem Bericht der Irish Times an den Komplikationen nach einer Herzoperation, der er sich in Kentucky unterzogen hatte.

Pearse Lyons war Gründer der Alltech Gruppe, ein Unternehmen für Tiernahrung und hatte in Dublin in der ehemaligen St. James Kirche in den Liberties eine Destillerie errichtet, die im September des Vorjahres in Betrieb ging (wir berichteten hier). In Kentucky besaß er die  Lexington Brewing and Distilling Company.

Mehr über Pearse Lyons und seine Unternehmen können Sie im Artikel der Irish Times nachlesen.

Pearse und Deirdre Lyons vor den Brennblasen der Destillerie in der ehemaligen St. James Kirche in Dublin

„1770“ – Glasgow hat ersten Whisky seit über 100 Jahren

Nach mehr als 100 Jahren insgesamt und nach drei Jahren Wartezeit für die Glasgow Distillery Company rund um Liam Hughes, Mike Hayward und Ian McDougall ist es nun soweit: Das Unternehmen, das in Hillington brennt und produziert, bringt die erste Abfüllung auf den Markt.

Insgesamt 5.500 Flaschen davon wird es geben, und man erwartet sich, dass diese sehr rasch in den Händen, Gläsern und Sammlungen von Whiskybegeisterten verschwinden werden. Abgefüllt wird der unter dem Namen „1770“ erhältliche Whisky mit 46% Vol. – den Namen hat er, da in diesem Jahr die längst schon verschwundene Glasgow Distillery gegründet wurde. Ein Design für die Flasche gibt es übrigens noch nicht, sodass wir sie auch noch nicht abbilden können.

Geschmacklich wird der neue Whisky so beschrieben:

refreshing and warming, with hints of pear, rhubarb and custard on the nose, and a lingering peppery yet sweet finish

Der in 50cl-Flaschen, zunächst in first fill ex-bourbon casks gelagerte und dann in virgin oak gefinishte und mit 100 Pfund ausgepreiste Whisky wird über ein Verlosungssystem vergeben, das ab sofort auf der Webseite des Unternehmens installiert ist – die Verlosung findet dann am 3. Juni statt. Teilnehmen kann man hier.

2019 und 2020 sollen dann weitere Abfüllungen folgen, im nächsten Jahr wird der Whisky dann rauchig sein, im Jahr 2020 dreifach destilliert. Zudem sollen jährliche limitierte Abfüllungen auf den Markt gebracht werden. Ob es dann eine Core-Range mit den üblichen Altersangaben geben soll, lässt man bei der Destillerie offen. Man will sehen, wie der Whisky reift und dann danach entscheiden.

Forbes: Vier Frauen, die Whiskygeschichte schrieben

Heute feiert man rund um den Globus den Internationalen Frauentag (die englischsprachige Webseite dazu, eine deutschsprachige haben wir leider nicht gefunden, stellt den Tag und die Aktionen dazu näher vor). Eine gute Sache, die mangels tatsächlicher Gleichstellung der Frauen (auch in unseren Ländern) höchste Berechtigung hat, auch wenn historisch betrachtet schon einiges erreicht wurde – genug halt noch nicht.

Im Whiskygeschäft sind Frauen nicht mehr die Ausnahme, sondern fast schon die Normalität, auch in leitenden Positionen. Eine Selbstverständlichkeit war das lange Zeit nicht, und vor einiger Zeit waren Frauen un Whisky, gerade wenn es um die Herstellung und Vermarktung ging, nicht etwas, was man in einem Atemzug nennen konnte.

Gut also, wenn man sich am Internationalen Frauentag auch mit den Pionierinnen in der Whiskybranche auseinandersetzt. Das Magazin Forbes gibt dazu die Möglichkeit, mit einem Artikel über vier Frauen, die im Whiskygeschäft schon frühzeitig viel bewegt haben. Der englischsprachige Artikel von Felipe Schrieberg, auf den wir Sie gerne hinweisen, beschäftigt sich abrissartig mit:

  • Bessie Williamson, die einst Laphroaig besaß
  • Jessie Roberta Cowan, die mit ihrem Mann Masatake Taketsuru Whisky nach Japan brachte
  • Helen Cumming, Gründerin der Destillerie Cardhu
  • und Ethel Greig Robertson, Edrington

Gute Unterhaltung wünschen wir dabei!

Bessie Williamson

Brown Forman mit starken Zahlen im laufenden Finanzjahr

Das Finanzjahr 2018 bei Brown-Forman, dem US-Konzern mit Marken wie Jack Daniel’s oder BenRiach, beginnt schräg zum normalen Kalenderjahr. Daher sind die ersten 9 Monate des Finanzjahres 2018 bereits berichtsfertig. Und die Zahlen, die das Unternehmen präsentiert, sind solide: Die Nettoverkäufe zum Beispiel stiegen um 9% auf 2,5 Milliarden Dollar

Die am Erfolg beteiligten Märkte sind die USA mit 5% Steigerung, wo vor allem Jack Daniel’s und die Submarken boomten, Großbritannien und Deutschland mit jeweils 6% und 11% sowie Australien mit 10%. Schwach zeigte sich hingegen Japan mit -7%. Die wichtigsten Entwicklungsmärkte für das Unternehmen, Mexiko und Polen, verzeichneten jeweils einen Zuwachs von 10%.

Für das Gesamtjahr im Finanzzyklus rechnet man mit einem Plus von 7% bei den Nettoverkäufen und 11% operativen Einkommenszuwachs, berichtet The Spirits Business.

Serge verkostet: Ein Quartett aus der Destillerie Old Pulteney

Sie hatte lange das Vorrecht, sich die nördlichste Festlanddestillerie in Schottland nennen zu dürfen: Old Pulteney in Wick. Das hat sie nun an Wolfburn verloren – aber nicht den guten Ruf, der ihren Abfüllungen anhaftet. Gerade die Originalabfüllungen mit Altersangaben werden immer wieder gelobt, aber auch von Unabhängigen gibt es sehr schöne Tropfen, wenngleich auch die Brennerei mit den sehr individuell geformten Brennblasen bei ihnen nicht sehr oft vertreten ist.

Vier Abfüllungen aus Old Pulteney hat Serge heute vorbereitet, drei Originalabfüllungen und einem vom unabhängigen Abfüller Cadenhead. Und sie scheinen Serge Valentin auch sehr zu schmecken, wenn man sich die Punktewertungen der Verkostung ansieht:

  • Old Pulteney 12 yo (40%, OB, +/-2017): 83 Punkte
  • Old Pulteney 17 yo (46%, OB, +/-2017): 88 Punkte
  • Old Pulteney 21 yo (46%, OB, +/-2017): 86 Punkte
  • Pulteney 11 yo 2006/2017 (55.8%, Cadenhead, Small Batch, two bourbon hogsheads): 82 Punkte
Die Destillerie Pulteney. Bild: Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen.
Pulteney Destillerie, Foto von K. Schwebke, CC-Lizenz
Die Destillerie Pulteney. Bild: Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen.

Video: Ardbeg Day 2018 – A trip to remember

Ab dem 14.3. können Committee-Mitglieder den Ardbeg Grooves in der Clubabfüllung bestellen – das wurde heute den Mitgliedern in einer Mail bekannt gegeben. Gleichzeitig hat man auch den Termin des Ardbeg Days offiziell gemacht, und vor allem den Ort für die offizielle Feier unter dem Motto „Peat & Love“ – : Es ist der 2. Juni und Offenbach am Main.

Wie man an den Ardbeg Grooves – den „intensiv rauchig-süßen Dram aus den Fässern mit dem höchsten Groove“ kommt, wird noch gesondert mitgeteilt – es steht anzunehmen, dass sich das jährliche Bestellritual auch in diesem Jahr wiederholt.

Wer sich schon mal auf den Ardbeg Grooves einstimmen will, kann das mit dem obenstehenden Video machen, das die Destillerie heute veröffentlicht hat und das sie auf einen „trip to remember“ einlädt…

Der neue Highland Herold ist erschienen – mit Downloadlink

Der Highland Herold Frühjahr 2018 ist soeben erschienen – und wie üblich als PDF-Version gratis downloadbar. Auch diesmal hat sich die Redaktion wieder einer Menge interessanter Themen angenommen, wie man der Übersicht hier entnehmen kann:

  • Glen Scotia Distillery: Ernst J. Scheiner war in der Region Campbeltown unterwegs und berichtet von einer der drei dort heute noch produzierenden Brennereien. Dazu gibt es die Verkostungsnotizen von Katja Langstrof und Ralf Hauer aus der Blindverkostung des Glen Scotia 18 y.o. und des Glen Scotia Victoriana.
  • Cricket and Whisky: Wie Andrew Watts vom Profisportler zum Whiskymacher in der südafrikanischen James Sedgwick Distillery wurde und welche Whiskys er dort schuf beschreibt Ernst J. Scheiner in diesem Beitrag.
  • Finnlands Brennereien: Julia Nourney wirft einen Blick in den europäischen Norden und stellt die dort ansässigen Whiskydestillerien vor.
  • Whisky Review – Hillock 7 ½-Fünfzehntel: Thorsten Herold untersucht die in vier Fässern gelagerte, limitierte Brennereiabfüllung aus dem Hause Habbel.
  • Whisky aus Japan: Jürgen Liebenau besuchte die Nikka Yoichi Distillery auf Hokkaido, die zweitälteste noch in Betrieb befindliche Brennerei des Landes, und stellt sie in diesem Beitrag vor.

Die aktuelle Augabe können Sie hier herunterladen – wir wünschen viel Vergnügen mit der wie immer interessanten und informativen Lektüre.

„Jane Walker“ sorgt für Zorn und Aufruhr in East Ayrshire

Das hat man sich bei Diageo wahrscheinlich auch etwas anders vorgestellt: Um Spenden für den Elizabeth Cady Stanton and Susan B. Anthony Statue Fund und andere Frauenrechtsorganisationen in den USA zu generieren, hat man eine Sonderedition von Johnnie Walker namens „Jane Walker“ aufgelegt und verkauft diese in den USA (wir berichteten hier).

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Einige Publikationen in den USA (aber nicht nur) haben diese Aktion als einen zweifelhaften PR-Stunt angesehen, der ihrer Meinung nach Frauen zum Whiskytrinken verleiten soll und die Sonderedition als Gag gebrandmarkt. Diageo hat darauf bereits reagiert und diese Vorwürfe als ein Missverständnis bezeichnet.

Kaum haben sich hier die Wogen beruhigt, geht an anderer Stelle der Wirbel wieder los. Und zwar diesmal in Schottland, genauer gesagt in Kilmarnock.

Dort hat der Vorsitzende des East Ayrshire Council, Douglas Reidd, die Veröffentlichung der Jane Walker Edition als „Schlag ins Gesicht der Menschen von Kilmarnock“ bezeichnet, berichtet der Daily Record. Seinen Worten nach sei Johnnie Walker a) keine Kunstfigur, sondern eine für die Region wichtige geschichtliche Person und b) daher kein Objekt für Marketingspielereien. Hier einmal das wörtliche Zitat:

“One of Diageo’s oldest brands, the whisky and the family will be linked to Kilmarnock and our proud heritage forever. Diageo is custodian of this brand, conceived and manufactured in Kilmarnock, which became the world’s best-selling whisky long before Diageo.

The decision to launch the Jane Walker whisky is an insult to the people of Kilmarnock and yet another attempt to rewrite the brand’s history.

Diageo might see it as ‘another symbol of the brand’s commitment to progress’ but the fact is they would appear to be severing all ties with the Striding Man’s hometown.”

Um diese Wortmeldung korrekt einordnen zu können, sollte man in Betracht ziehen, dass die Region, die tatsächlich die Heimat der Walker-Familie ist, im Jahr 2012 die Abfüllanlagen für Johnnie Walker, die einen wichtigen Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber darstellten, verloren hat.  700 Menschen wurden darauf arbeitslos.

Diageo wollte sich zu den konkreten Vorwürfen, die Jane Walker Edition sei respektlos gegenüber der Region, nicht äußern.

Johnnie Walker launches Johnnie Walker Black Label The Jane Walker Edition, donating $1 for every bottle made to organizations championing women’s causes. (PRNewsfoto/Johnnie Walker)

Deanston: Die Brennerei in der Baumwollmühle

Zusammen mit ihrem deutschen Vertriebspartner Diversa Spezialitäten GmbH präsentiert Distell in dieser Woche zwei ihrer Brennereien und deren Whiskys – Bain’s und Deanston – in Deutschland. Gestern widmeten wir uns dem ersten Teil der Deanston/Bain’s Roadshow im Whiskyhort in Oberhausen und stellten Ihnen den südafrikanischen Grain Whisky Bain’s vor. In unserem heutigen Bericht bringen wir Ihnen die Brennerei Deanston und ihre Whisky näher.

Deanston. Bildrechte: Bernd Scheer

Die ehemalige Baumwollfabrik am Fluss Teith

Zugegeben, es gibt sicherlich jede Menge schönere Destillerien in Schottland als Deanston. Und dies ist nicht überraschend. Denn eigentlich sind die Gebäude, in der sich diese Brennerei befindet, für eine Baumwollmühle gebaut worden. Ihre Zeit war in den 60ern vorbei, und 1965 wurde dann eine Whiskybrennerei in diese Gebäude wortwörtlich eingebaut. Die architektonischen Gegebenheiten ließen manches Detail nicht so einfach zu. So ist zum Beispiel Deanston eine der wenigen Destillerien, deren Mashtuns ohne Abdeckung und damit offen sind. Der Grund ist hierfür recht simpel, die niedrige Raumhöhen machten eine Abdeckung unmöglich.

Deanston. Bildrechte: Bernd Scheer

Doch Billy Sinclair, International Brandambassador für die Distell Whiskys und damit auch für Deanston, möchte auf der Deanston/Bain’s Roadshow nicht über die archektonischen Besonderheiten referieren, sondern den Teilnehmern des Tastings im Whiskyhort in Oberhausen die Whiskys der Highland Brennerei vorstellen. Und dazu hat er ein große Anzahl an Abfüllungen aus dem Deanston Portfolio mitgebracht.

Billy Sinclair, International Brandambassador für die Distell Whiskys

Schon der Deanston Virgin Oak zeigt zu Beginn den typischen Charakter dieser Brennerei und ihrer Whiskys. Getreidetöne mischen sich hier mit Honig, Vanille und Zitrus und bilden gemeinsam einen weichen und doch reichen Whisky. Der darauf folgende Deanston 12yo nimmt diese Aromen auf. Er zeigt sich jedoch öliger und eleganter am Gaumen, insgesamt würziger und voller.
Beim nächsten zu verkostenden Whisky wird deutlich, dass es eigentlich nicht möglich ist, über Deanston zu sprechen, ohne die architektonischen Besonderheiten zu erwähnen. Denn diese kommen beim Deanston Organic voll zu tragen. Die Baumwollmühle, die Deanston vormals war, nutzte die direkte Lage am Fluss Teith. Die benötigte Energie gewann man mittels Wasserkraft, und auch heute bezieht Deanston, ökologisch unbedenklich, noch sämtliche für die Brennerei benötigte Energie aus dem Fluss.
Dieser Deanston Organic reifte insgesamt 15 Jahre. Zu Beginn lagerte er in früheren Bourbon Casks und erhielt eine abschließende Reifung in sogenannten Virgin Oak Fässern, also Eichenfässern ohne Vorbelegung. Deutliche Toffee-Noten zeigen sich beim Deanston Organic sowohl in der Nase als auch am Gaumen. Dazu kommen Getreidetöne und eine große Zuckersüße, alles in allem haben wir hier weiterhin einen sehr weichen Whisky, wobei dieses „weich“ eine sehr große Zugänglichkeit mit Charakter bedeutet.

Bei der Deanston/Bain’s Roadshow gilt es diese Abfüllungen zu verkosten. Bild (c) Whiskyexperts

Nichts hinzugefügt und nichts genommen

Die Whiskys der Brennerei Deanston machen noch zwei weitere Details aus. Diese Besonderheiten entstehen eigentlich nur dadurch, dass Deanston nichts Besonderes mit ihren Whiskys macht: Alle ihre Whiskys sind weder kühlgefiltert noch gefärbt. Abgefüllt werden die Whiskys, wie generell bei den Brennereien der Distell Group, mit einem Mindestalkoholgehalt von exakt 46,3 % Vol..

Der im Tasting folgende Deanston 18yo bildet da natürlich keine Ausnahme. Dieser sehr ausbalancierte Whisky mit den gewohnten Honig- und Malz-Noten ist dazu würziger als seine Vorgänger und bietet dazu noch ein kräftiges Finish. Er bildet den Auftakt der außergewöhnlichen und limitierten Abfüllungen von Deanston. Ihm folgt der einzige fassstarke Deanston des Abends, welcher ganze 20 Jahre in Oloroso-Fässern reifte. Äußerst würzig und mit kräftigen Kräuter-Noten präsentiert er sich schon in der Nase. Reife Früchte zeigen sich weiter, insgesamt sehr voll an Aromen und sehr komplex. Seine 55,3 % Vol. laden zum Spiel mit der Zugabe von Wasser ein.

Der Abschluss des Tastings ist dem Deanston Decenary vorbehalten. Anlässlich ihres 50sten Geburtstages wurden Whiskys vier unterschiedlicher Fassarten aus vier unterschiedlichen Jahrzehnten miteinander kombiniert. Aus dem Jahr 1977 kam Whisky aus Refill Fässern, American Oak Casks von 1982 wurden verwendet, weiterhin wurden hier 1996 befüllte Port Pipes sowie Pedro Ximénez Fässer von 2006 für den Deanston Decenary verwendet. Von diesem äußerst runden und sehr komplexen Whisky wurden 1.400 Flaschen abgefüllt.

Die Brennerei Deanston und ihre Abfüllungen stehen nicht unbedingt im Fokus vieler Whisky-Freunde. Zu Unrecht. Denn die Distell Group hat nach dem Erwerb der Burn Stewart Distillers und der dazu gehörenden Brennereien (Deanston, Bunnahabhain und Tobermory) einiges getan. Statt mit einem großen Marketing-Budget und wohlklingenden Geschichten die Verkaufszahlen zu forcieren, wurden die Stellschrauben in der Produktion und bei den Abfüllungen ein klein wenig gedreht. Ungefärbt, ungefiltert und auch abseits von Moden ohne überbordenden Fasseinfluss zeigt Deanston mit ihren Whiskys eine gewissen Ursprünglichkeit. Diese sollte mehr Freunde finden.

Die Deanston/Bain’s Roadshow hält heute Abend noch in Köln. Gastgeber dieser letztmaligen Gelegenheit ist das Whisky-Depot Köln.

Mittwoch, 07.03.2018, 18:30 Uhr
Whisky-Depot Köln, Hauptstraße, 39 50996 Köln – Rodenkirchen, in der Rheingalerie

PR: Personelle Veränderungen im On Trade Team von Diageo Germany

Diageo Germany informiert uns über einige personelle Veränderungen, die sich im On Trade Team des Unternehmens Ende März ereignen werden und die wir – nicht nur – für unsere Leser aus der Industrie und dem Handel gerne weitergeben. Hier der Inhalt der Pressemitteilung, die uns dazu erreichte:

Personelle Veränderungen im On Trade Team von Diageo Germany

  • Markus Neher, On Trade Director Germany, verlässt Diageo Ende März 2018
  • Andreas Meyer, National Field Force Manager, und Torben Heitmann, National Group Account Manager, übernehmen die Interims-Führung des Diageo On Trade Bereichs

Hamburg, 07.03.2018 – Markus Neher, On Trade Director bei Diageo Germany, hat nach 16 erfolgreichen Jahren im Unternehmen beschlossen, ein neues Kapitel seiner Karriere außerhalb der Spirituosenindustrie zu beginnen. Ein Nachfolger für die Position wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Bis dahin werden Andreas Meyer, National Field Force Manager, und Torben Heitmann, National Group Account Manager, das On Trade Geschäft gemeinsam führen.

Andreas Meyer. Bild © Diageo Deutschland
Torben Heitmann. Bild © Diageo Deutschland

„Beide sind sehr erfahrene Experten in diesem Bereich und seit vielen Jahren erfolgreiche Führungskräfte bei Diageo“, sagt Dr. Christopher D. Stagg, Country Director Central Europe. Und weiter: „Ich freue mich, dass ich das On Trade Geschäft während dieser Übergangszeit in ihre fähigen Hände legen kann. Dieser Schritt wird sicherstellen, dass wir nahtlos an der Weiterentwicklung des On Trades und unserer vielseitigen Marken und Innovationen arbeiten können.“

Markus Neher verlässt Diageo Ende März 2018.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Markus Neher über 16 Jahre zusammenarbeiten konnten, er in den letzten sechs Jahren den On Trade Bereich geleitet und mit Unterstützung eines sehr talentierten Teams weiterentwickelt hat. Er hat wesentlich zum Erfolg dieser Abteilung und zu unserem Gesamtgeschäft beigetragen, indem er ein beständiges Wachstum sicherstellte und neue Organisationsstrukturen implementierte“, betont Dr. Stagg. „Wir haben sein umfangreiches Wissen über die Spirituosenindustrie und seine Leidenschaft für unsere Marken und unser Geschäft stets sehr geschätzt. Wir danken Markus Neher für sein Engagement in den letzten Jahren und wünschen ihm alles erdenklich Gute für seine berufliche Zukunft.“

Neu: Dalwhinnie Lizzie’s Dram

Nach 31 Jahren bei Dalwhinnie geht Liz Stewart nun am 9. März mit 57 Jahren in Pension – und die im Besitz von Diageo stehende Highland-Destillerie feiert dies mit einer besonderen Abfüllung.

Liz Stewart war die erste Frau in Schottland, die in der Destillation von Malt Whisky arbeitete, als sie 1987 bei Dalwhinnie begann, schreibt Diageo in der englischsprachigen Aussendung, die wir erhalten haben. Ihre Karriere führte sie über die Befüllung von Fässern in den Lagerhäusern zur Überwachung der Fermentation hin zum Still House, wo sie für das Brennen des Spirits verantwortlich war. Mittlerweile sind 17% der Angestellten bei Diageo in der Malt-Produktion weiblich, und 40% im Management.

Zu Ehren von Liz Stewart hat Dalwhinnie nun eine eigene Abfüllung herausgebracht. Lizzie’s Dram, abgefüllt mit 48%, ist in einer limitierten Auflage von 7500 Flaschen erschienen. Erhältlich wird der Whisky allerdings nur in der Destillerie im Destillerieshop sein – einen Preis hat uns Diageo in der Aussendung nicht mitgeteilt.

 

Serge verkostet: Japanische Whiskys

Fünf Japaner, die bei uns nicht so leicht zu bekommen sind, stehen heute auf der Verkostungsliste bei Serge Valentin. Nicht alle davon sind Single Malts, gleich der erste bezeichnet sich als „Pure Malt“ – und Serge erwähnt extra dazu, dass „Pure Malt“ bei japanischen Whiskys nicht unbedingt bedeuten muss, dass der Whisky darin rein japanisch ist – das müsse sogar explizit am Label stehen.

Die restlichen vier sind dann tatsächlich japanische Single Malts, und sie sind auch jene, die mit hohen bis sehr hohen Punktewertungen versehen werden (ab 80 aufwärts).

Hier die Whiskys aus der heutigen Verkostung:

  • Golden Horse ‘Musashi’ (43%, OB, pure malt, +/-2017): 78 Punkte
  • Mars Komagatake ‘Shinanotanpopo’ (52%, OB, Nature of Shinshu, single malt, +/-2017): 80 Punkte
  • Akashi 6 yo 2011/2017 (50%, OB, Eigashima, single malt, selected by Hideo Yamaoka, cask #61191): 87 Punkte
  • Chichibu 2010/2018 (61.3%, OB, single malt, selected by Hideo Yamaoka, 188 bottles): 90 Punkte
  • Yoichi 11 yo 1990/2002 (61.0%, Scotch Malt Whisky Society, #116.2, ‘Spice box and orange oil’): 91 Punkte