East London Liquor und Cotswolds pulverisieren Crowdfunding-Ziele

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Destillerien, die sich über Crowdfunding neues Geld holen wollen, um ihre Produktion auszubauen, brauchen sich zumindest in England momentan keine Sorgen zu machen, wenn man die beiden Kampagnen von Cotswolds und East London Liquor als Maßstab nimmt: Beide konnten ihre Ziele in atemberaubender Geschwindigkeit erreichen.

Die East London Liquor Company wollte 750.000 Britische Pfund aufnehmen, um ihre Whiskyproduktion voranzutreiben. Es dauerte exakt vier Tage, um dieses selbstgesteckte Ziel zu erreichen. Nun hat man es auf 1.5 Millionen Pfund erhöht.

Und die Cotswolds Distillery, die nach einer Finanzierung der EU ein neues Besucherzentrum erbauen will (wir berichteten vor zwei Tagen), suchte ebenfalls durch Crowdfunding nach mehr Geld für anstehende Projekte, nämlich gleich 2 Millionen Pfund. Und auch dieses Ziel ist in dieser Woche bereits übertroffen worden, wie The Grocer aus England berichtet.

Das Vertrauen der Kapitalgeber in die Nachhaltigkeit des Whiskybooms scheint also nach wie vor ungebrochen zu sein…

Das Gebäude mit der Verwaltung der Cotstwolds Destillerie, dem Shop und dem Tasting Room. Es gibt eine Vielzahl an Merchandise-Artikeln zu kaufen. Bild © Whiskyexperts

Whiskyfun: Angus verkostet drei Raritäten für den US-Markt

Wenn Spezialitäten, die nicht in beliebiger Menge verfügbar sind, auf den globalen Markt treffen, dann führt das unweigerlich dazu, dass manche davon bei uns einfach nicht erhältlich sind. Und solche für uns nicht anderswo. Das macht sie dann in den Augen der Liebhaber irgendwie noch begehrter, frei nach dem Spruch: Willst was gelten, mach Dich selten.

Angus MacRaild, der wie fast jeden Samstag Serge Valentin auf Whiskyfun vertritt, hat heute drei dieser nicht bei uns erhältlichen Abfüllungen verkostet – anlässlich seines Besuches in New York. Dabei geht es um zwei Sonderabfüllungen von Signatory aus dem Jahr 1995, und eine US-amerikanische Abfüllung des Smooth Ambler.

Die Punkte, die Angus in der Verkostung vergab, sprechen Bände über die Qualität:

  • Highland Park 20 yo 1975/1995 (54.3%, Signatory Vintage for USA):92 Punkte
  • Glen Grant 23 yo 1972/1995 (55.8%, Signatory Vintage for USA, sherry): 93 Punkte
  • Smooth Ambler 8 yo ‘Old Scout Rye’ (64.1%, OB for Smoky Beast, cask #990): 91 Punkte

Und das Titelbild widmen wir jetzt einfach mal der ersten Brennerei in der Verkostung…

Highland Park. Photo credit: yashima on VisualHunt / CC BY-SA

Sean Muldoon: In Irland fehlen fähige Brenner (und nicht nur dort)

„There aren’t enough skilled distillers for Irish whiskey boom“, sagt Barbesitzer und Experte Sean Muldoon in einem Artikel auf Imbibe.com – und spricht damit ein Problem an, das nach übereinstimmender Meinung anderer Fachleute nicht nur Irland, sondern in einem gewissen Ausmaß auch Schottland betrifft.

Der Whiskyboom hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von Destillerien entstehen lassen, und jede davon, sei sie groß oder winzig, braucht einen fähigen Brenner, der die Produktion dort fachkundig leitet.

Walsh Whiskey Distillery. © Bernd Scheer, 2017

Sean Muldoon meint, dass es zu wenig Leute gibt, die genügend Erfahrung haben, die vakanten Stellen zu besetzen. An Talent mangelt es nicht, aber Talent sei nicht alles, so Muldoon. Auch die Erfahrung brauche es, um überzeugende Produkte zu schaffen, aber Erfahrung komme von Praxis, und die würde – besonders in Irland – wegen der eher kleinen Anzahl an tatsächlich bereits länger arbeitenden Brennereien fehlen.

„Das letzte, das wir brauchen“, mein Muldoon im Artikel, „ist eine Menge Middleton-Klone“. Es sei deshalb ratsam, auch auf die Erfahrung schottischer Brennereien zuzugreifen.

Mark Reynier von der Waterford Distillery, ehemals bei Bruichladdich, sieht das ähnlich, meint aber, dass das Hauptaugenmerk auf die Regionalität der Zutaten gelegt werden solle, um den irischen Charakter des Destillates zu betonen. Die Kunst des Destillierens sei überall in gleicher Weise zu erlernen. Ebenso wichtig wäre eine Körperschaft, die Regeln wie die Scotch Whisky Association aufstellt, um dem Konsumenten bei irischen Whiskey ähnliche Sicherheit zu geben. So eine Organisation fehle in Irland seiner Meinung nach noch.

Und diese Organisation würde dann wohl mit ihren Regeln und Vorgaben auch eine Richtschnur schaffen, nach der die Brenner ihre Talente entwickeln könnten…

Die Waterford Distillery im Sommer 2017. Bild (c) Bernd Scheer

Serge verkostet: Noch mehr schottische Blends

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Auch heute geht es bei serge Valentin weiter mit einer Auswahl von schottischen Blends, so wie schon gestern probiert. Waren es gestern aber nur solche, die aktuell in den Shops zu kaufen sind, so sind es heute, nach einigen weiteren neuen Abfüllungen, auch einige Blends aus vergangenen Zeiten.

Wer sich und seinen Gaumen schon mit der Materie beschäftigt hat, der weiß, dass da einige echte Perlen darunter sein können (allerdings, auch das muss man sagen, unter jeder Menge schlimmen Zeugs), und drei davon haben es in die Verkostung geschafft – mit höchsten Wertungen.

Aber auch unter den modernen Blends sind durchaus welche, die Serge gefallen können, wenn man seine Tasting Notes liest. Hier aber zunächst die Liste der verkosteten Abfüllungen mit den Punkten dazu:

  • White Horse (40%, OB, blend, +/-2017): 74 Punkte
  • Mitchell’s (40%, OB, blend, +/-2017): 79 Punkte
  • Dew of Ben Nevis ‘Blue Label’ (40%, OB, blend, +/-2017): 75 Punkte
  • Dew of Ben Nevis ‘Supreme Selection’ (40%, OB, blend, +/-2017): 50 Punkte
  • Isle of Skye 8 yo (40%, OB, blend, +/-2017): 77 Punkte
  • Royal Glendee ‘100°proof’ (+/-57%, OB, blend, +/-1960): 90 Punkte
  • White Horse (70°proof, OB, blend, +/-1961): 91 Punkte
  • Johnnie Walker ‚Black Label‘ (43%, OB, blend, +/-1965): 91 Punkte

Video: 15 Cocktails mit Whisky und wie man sie macht

Fenstertag, verlängertes Wochenende – Zeit, sich nach längerer Pause einmal wieder Cocktails mit Whisky zu widmen und diese genialen Seiten des Wassers des Lebens zu beleuchten.

Damit das nicht zu trocken wird (pun intended, wie der Engländer sagen würde), möchten wir das anhand dreier Videos tun, die wir mit der freundlichen Erlaubnis von Mooninabox, einer ausgezeichneten britischen Videoproduktion, für Sie auf Whiskyexperts stellen können.

In diesen drei Videos, die für die The Boneville Cocktail Collection gedreht wurde (sie ist in der Londoner Bar The Elephant’s Head beheimatet – übrigens immer einen Besuch wert), geht es um einfache und einfach erklärte Rezepte für Whiskycocktails. Im Teil 1, den Sie obenstehend finden, geht es um folgende fünf Cocktails:

  • The Old Fashioned
  • Penicillin
  • Morning Glory Fizz
  • The Manhattan
  • Blood & Sand

Teil 2 widmet sich Cocktails mit japanischem Whisky:

Im Detail werden folgende Rezepte vorgestellt:

  • Tokyo Sidecar
  • Nail in the Coffin
  • Maneki-tini
  • After Dinner Sazerac
  • Autumn Delight

Im dritten Teil präsentiert man Cocktails mit Scotch Whisky:

Die Cocktails im Einzelnen:

  • Affinity
  • Bobby Burns
  • Chancellor
  • The Godfather
  • Blue Blazer

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Zuschauen, beim Nachmachen und dann natürlich beim Genießen!

Video: Torabhaig Distillery aus der Luft

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Die Isle of Skye kann seit 2017 mit zwei Brennereien aufwarten: Talisker im zentralen Westen und Torabhaig im Süden. Vor wenigen Wochen hat das Besucherzentrum von Torabhaig seine Pforten geöffnet (wir berichteten hier), und damit rückt die schmucke Destillerie noch mehr in den Fokus des Whiskytourismus.

Am heutigen Feiertag haben wir zwar kein Sonntagsvideo anzubieten, aber das, was Sie obenstehend finden, befindet sich doch ganz in der Tradition dieser Serie: Schöne Drohnenaufnahmen der im traditionellen Stil gehaltenen Destillerie. Da verzeiht man auch, dass die Musik nicht ganz so professionell auf das Video geschnitten wurde.

Viel Vergnügen mit dem Video von Willie McPhelim, das Sie auch auf Youtube sehen können. Und als Draufgabe haben wir hier noch ein Potpourri von Bildern der Brennerei für Sie, die Dr. Mario Prinz vom Potstill Wien aufgenommen hat (ein Klick macht das Bild größer):

Ansichten der Destillerie Torabhaig. Bilder: Potstill Vienna

Neu: Relaunch von Port Charlotte Islay Single Malt Scotch Whisky

Bei der Bruichladdich Distillery hat man für den heutigen Feiertag eine Überraschung vorbereitet: Die Range der torfigen Abfüllungen, die unter dem Namen Port Charlotte bekannt ist, erhält vier Relaunches in neuem Design. Die ersten beiden können wir Ihnen heute bereits detailliert vorstellen; es sind der Port Charlotte 10 und der Port Charlotte Islay Barley Vintage 2011. Für den Herbst wird es noch zwei weitere Bottlings geben, den Port Charlotte MRC:01 und den Port Charlotte MC:01 – über die gibt es aber nur Kurzinfos.

Alles Wissenswerte entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressemitteilung:


Relaunch von Port Charlotte Islay Single Malt Scotch Whisky.

Die Bruichladdich Distillery, auch bekannt als „The Progressive Hebridean Distillers“, vergrößert ihre legendäre Port Charlotte Produktfamilie! Die Range der mit 40PPM stark getorften Islay Single Malt Scotch Whiskys wird im Laufe des Jahres um vier Relaunches in neuem Design erweitert.

Die erste Neuauflage der rauchig-torfigen Islay-Legende ist der Port Charlotte 10. Ehemals nur in stark limitierter Auflage verfügbar, kehrt er nun als dauerhafte „Age-Statement-Qualität“ ins Stammsortiment der Brennerei zurück und ersetzt somit langfristig die aktuelle Multi-Vintage-Cuvée Port Charlotte Scottish Barley. Port Charlotte 10 wird aus 100% schottischer Gerste gebrannt, mit starken 50% vol. abgefüllt und ist im Fachhandel als 0,7l Flasche sowie im Duty Free als 1,0l Flasche erhältlich.

Der zweite Neuzugang ist der Port Charlotte Islay Barley Vintage 2011. Die 100% Islay-Gerste stammt von drei ausgesuchten Farmen (Raymond Fletcher – Dunlossit, Raymond Stewart – Sunderland und Neil McLellan – Kilchiaran) und reift im von der salzigen Meeresluft durchtränkten Warehouse direkt am Loch Indaal.

Allan Logan, Distilling und Operational Director von Bruichladdich, glaubt an den spürbaren Einfluss von Terroir und arbeitet deshalb mit 17 ausgesuchten Islay-Farmen zusammen. Sie alle bauen, trotz der widrigen Klimaumstände auf der wilden Hebrideninsel, erfolgreich Gerste an und liefern diese exklusiv an die Bruichladdich Brennerei. Der Vintage 2011 ist der zweite Jahrgangs Port Charlotte aus 100% Islay Gerste und seit Gründung der Brennerei.

Um das Quartett zu vervollständigen, wartet die Brennerei noch mit zwei ganz besonderen limited Editions in Fassstärke für den Fachhandel bzw. den Duty Free auf. Adam Hannett, Brennmeister von Bruichladdich, konnte aus über 200 Fässern die allerbesten aussuchen, um mit seiner neuen „Cask Exploration“ die enorme Bandbreite und Eleganz der Port Charlotte Range zum Ausdruck zu bringen.

Diese Besonderheiten sind für den Herbst 2018 vorgesehen:

Ein limitiertes Projekt für den Fachhandel Namens Port Charlotte MRC:01. Vintage 2010 und aus 100% schottischer Gerste gebrannt, reift diese Spezialität in handverlesenen Bordeaux-Fässern und wird mit 59,2% vol. abgefüllt. Adam beschreibt den MRC:01 als „eine geniale Kombination von fruchtgeladenem französischem Barrique, kräftigem Torfrauch und dem Einfluss der Reifung auf der wilden Insel Islay.

Parallel wird es für den Duty Free eine limitierte Auflage als Port Charlotte MC:01 geben. Vintage 2009, 100% schottische Gerste und in Marsala-Fässern gereift für eine grandiose Harmonie aus süßer Frucht und rauchigem Torf.

Das junge Team bei Bruichladdich liebt die Kreativität und Dynamik in ihrer Arbeit mit Einflussfaktoren wie z.B. Gerste mit bestimmter Herkunft, die Auswahl spezieller Fässer sowie den Faktor Zeit auf den Geschmack eines Whiskys. Diese Experimentierfreudigkeit und Liebe zum Detail kann man in den Neuentwicklungen der Port Charlotte Range deutlich spüren und auch schmecken.

Die neue Ausstattung kombiniert mattgrünes Glas (als Sinnbild für die Insel Islay) mit modernen Designelementen, die das Fortschrittliche und die Kreativität der Marke unterstreichen.

Gemäß der Philosophie der Brennerei, ist auch auf den neuen Flaschen deutlich zu lesen, das Bruichladdich die erste bedeutende Inselbrennerei war, die bis heute ihre Single Malts auf der Insel destilliert, reift und abfüllt. Adam Hannett sagt dazu:

„Wir erzählen keine Marketinggeschichten oder wilde Insellegenden, sondern glauben an das Islay-Terroir und die Herkunft unserer Rohstoffe und schreiben das deutlich auf unsere Flaschen.“

Geschäftsführer Douglas Taylor fügt hinzu:

„Bruichladdich funktioniert aufgrund bestimmter KeyParameter. Authentizität, Herkunft und absolute Transparenz. Wir beziehen unsere Gerste zu 100% aus Schottland, davon sogar mittlerweile 33% direkt von der Insel Islay. Wir unterstützen den Wiederanbau alter Gerstensorten und experimentieren mit unterschiedlichen regionalen Einflüssen, um die Texturen und Aromen so individuell und authentisch wie möglich zu gestalten. Wir verwenden pures Islay-Quellwasser und all unsere Whiskys werden auf Islay hergestellt, gereift und abgefüllt. Zudem verzichten wir konsequent auf Kältefiltration sowie de Zugabe von Farbstoffen.

Wir bekennen uns stolz zu unserer Herkunft und zu den Menschen hier in der Region. Wir sind uns unserer wirtschaftlichen wie auch sozialen Verpflichtung für die Insel Islay sehr bewusst – und mittlerweile sind wir der größte private Arbeitgeber der Insel geworden, weil wir die komplette Produktion von Anfang bis Ende auf der Insel belassen. Wie sonst könnten die 76 Angestellten und unzähligen externen Partner und Lieferanten der Brennerei unsere Visionen von echten Islay Single Malt Scotch Whiskys verstehen und umsetzen.

Wir sind ein großartiges Team an Leuten mit denselben Werten und Vorstellungen. Wir alle leben die Leidenschaft für unsere wilde Insel Islay und gut gemachten Single Malt Whisky.“

Port Charlotte Scottish Barley 10YO – 0,7l / 50% vol. / UVP – 54,99€ In Deutschland lieferbar ab Ende Mai 2018.

Port Charlotte Islay Barley 2011 – 0,7l / 50% vol. / UVP – 60,00€ In Deutschland lieferbar ab Mitte Juni 2018.

 

Cotswolds Distillery baut neues Besucherzentrum

Wer schon einmal bei der Cotswolds Distillery war, der kennt das auf vielen Bildern gezeigte Besucherzentrum und den Shop der Brennerei nordwestlich von London auch von innen. Und weiß, dass es nicht gerade unglaublich viel Platz bietet. Hier ein Bild von unserem Besuch im letzten Herbst:

Die Cotswolds Distillery – der Shop© Whiskyexperts

Jetzt hat die Destillerie bekannt gegeben, dass man durch die Gewährung eines Darlehens von 145.000 Britischen Pfund des Entwicklungsprogramms für ländliche Gegenden der EU den Bau eines neuen und größeren Besucherzentrums plant.

Den Rest der Kosten will man durch das momentan laufende Crowdfunding-Programm, das sich ein Ziel von 2 Millionen Pfund gesetzt hat, aufbringen. Das neue Zentrum soll auch Räume für Tastings, einen erweiterten Shop, Ausstellungsräume und ein Café bieten und es ermöglichen, den schon jetzt 30.000 jährlichen Besuchern eine größere Auswahl an Touren und Angeboten machen zu können.

Hier noch ein paar Bilder aus der Brennerei und vom Gelände:

Blick auf die Brennblase und zurück auf die Washbacks. Bild © Whiskyexperts
Der Spirit Safe ist wesentlich leichter zugänglich als in Schottland – und im Vergleich zu Verschlussbrennereien in Deutschland nahezu schon als anarchisch zu bezeichnen :-).
Der Spirit Safe. Bild © Whiskyexperts
Der Mash Tun. Gleich gegenüber der Mühle. Abfälle gehen wieder an die lokale Landwirtschaft. Bild © Whiskyexperts
Gemälzt wird nicht vor Ort, aber die Gerste ist ausnahmslos lokal. Bild © Whiskyexperts
Die eigentliche Cotswolds Distillery © Whiskyexperts

Serge verkostet: Blends aus Schottland (Johnnie Walker u.a.)

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Eine Verkostung bei Serge Valentin, aus der Johnnie Walker Red Label als eindeutiger Sieger hervorgeht? Markieren Sie sich das Datum: 10. Mai 2018 – denn heute ist dieser denkwürdige Tag.

Serge Valentin hat heute – just for fun, wie er schreibt – Blends aus Schottland verkostet, und zwar gängige Standardware, die man auch im Supermarkt und im Getränkemarkt finden kann. Und hier setzt sich der rote Walker gegen vier andere Konkurrenten durch. Zehn Punkte Abstand zum Zweitplatzierten, das ist durchaus recht deutlich.

Wie in jeder Verkostung bei Serge sind die Punkte natürlich nur die halbe Miete. Die Beschreibungen sind es, die die Eindrücke detailliert festhalten. Nachzulesen hier.

Und hier die Punkte:

  • Johnnie Walker ‘Red Label’ (40%, OB, blend, +/-2018): 78 Punkte
  • Grant’s Family Reserve (40%, OB, blend, +/-2018): 68 Punkte
  • VAT 69 (40%, OB, blend, +/-2018): 65 Punkte
  • J&B ‘Rare’ (40%, OB, blend, +/-2018): 50 Punkte
  • Haig ‘Gold Label’ (40%, OB, blend, +/-2018): 55 Punkte
  • Grant’s Signature (40%, OB, blend, +/-2018): 60 Punkte
Ein altes Logo von Johnnie Walker, die zweitwertvollste Spirituosenmarke der Welt.

Erster Whisky aus Eden Mill um £7100 versteigert

Es war schon immer etwas teurer, eine Erstausgabe zu besitzen – nicht nur in der Whiskywelt. Wer eine der restlichen 100 Flaschen des ersten Whiskys aus der Destillerie Eden Mill in St. Andrews sein Eigen nennen will (es gab ursprünglich 300 Flaschen davon, aber 200 kamen nie in den freien Verkauf sondern gingen zum Beispiel an Mitarbeiter), der muss dafür 500 Britische Pfund auf den Tisch legen.  

Die Flasche 1 von 300 ist noch etwas teurer geworden. Sie erzielte in einer Versteigerung den rekordverdächtigen Preis von 7100 Britische Pfund, wie einem Artikel in Scottish Field zu entnehmen ist. Der Whisky stammt aus  American und French Virgin Oak quarter casks und einem ex Pedro Ximénez sherry cask – und ist der erste Whisky, der seit 1860 in St. Andrews destilliert wurde.

Wer eine der 100 verbleibenden Flaschen der Erstausgabe (47% Alkohol) erstehen will, der kann dies mittels eine email-Adresse auf dieser Seite tun.

Die Erstausgabe des Whiskys aus der Eden Mill Distillery. Bild: Eden Mill Distillery

Erstabfüllung von The Lübbehusen: fruchtig-rauchiger Single Malt Whisky

Neues aus Deutschland gibt es zu vermelden: Die Lübbehusen Malt Distillery aus Emstek hat ihren ersten Single Malt veröffentlicht. Schon 2014 haben wir über die Eröffnung berichtet, nun tun wir das gerne wieder zum Erscheinen der Erstabfüllung – und gratulieren dazu ganz herzlich.

Hier der Pressetext, den wir erhalten haben:


Erstabfüllung von The Lübbehusen: fruchtig-rauchiger Single Malt Whisky

Whisky-Destillerie aus Norddeutschland startet mit limitierter Auflage

Emstek. Dreieinhalb Jahre nach ihrer Eröffnung bringt The Lübbehusen Malt Distillery nun ihren ersten Whisky heraus. Die Erstauflage des norddeutschen Single Malt Whiskys aus der Nähe von Cloppenburg ist ab sofort direkt bei der Brennerei erhältlich.
 
Fruchtig-elegant mit einem Hauch von Rauch und Wind – so stellte sich Inhaber und Master Distiller Jens Lübbehusen seinen Single Malt Whisky schon 2014 bei der Eröffnung seiner Brennerei vor. Dreieinhalb Jahre später hat er diesen nun erstmals genau so in Flaschen abgefüllt. „Unsere Region verbinde ich mit ursprünglicher Natur und rauer, von Wind und Wetter geprägter Landschaft. Ich wollte einen Whisky machen, der genau das widerspiegelt“, erzählt Lübbehusen, der selbst ein Kind Norddeutschlands ist. Die Mission ist geglückt: Ein handgemachter Single Malt Whisky, der so schmeckt wie die Region, aus der er kommt.
 
Batch 1 – die Erstabfüllung – ist auf 2.825 Flaschen limitiert, von denen zahlreiche bereits an einen exklusiven Kreis von Kunden ausgeliefert wurden. „Unsere Erstabfüllung konnte jeder im Vorfeld bei uns reservieren – einige Fans hatten das bereits bei unserer Eröffnungsfeier gemacht“, erklärt Lübbehusen. Die restlichen 450 Flaschen sind ab sofort im freien Verkauf zum Preis von 59,90 € (0,7 Liter) im Onlineshop der Destillerie erhältlich. Wer den fruchtig-rauchigen Whisky probieren möchte, sollte sich also beeilen.


 
Melange aus vier besonderen Whisky-Fässern

Ein Teil des Single Malt Whiskys wurde aus Gerstenmalz hergestellt, das über Torffeuer getrocknet wurde. Das verleiht The Lübbehusen seinen leicht-rauchigen Geschmack. Das frische Destillat, der sogenannte New Make, reifte in vier verschiedenen Holzfässern zu Whisky heran: First Fill Ex-Bourbonfässern aus den USA, französischen Rotweinfässern, Pedro-Ximénez-Sherry-Butts sowie Ex-Bourbonfässern, in denen vorher rauchiger Scotch Whisky von der berühmten „Torf-Insel“ Islay lagerte. Die Whiskys aus diesen vier Fässern wurden anschließend zur Erstabfüllung von The Lübbehusen vermählt. Abgefüllt wurde die mit 44,4 % vol. – und weder gefärbt noch kühlfiltriert, wie alle Whiskys der Brennerei. Die nächsten Abfüllungen werden in absehbarer Zeit folgen.

Bratäpfel, Vanille und Röstaromen – so schmeckt The Lübbehusen

Das Ergebnis ist ein sehr vielschichtiger Whisky mit leicht phenolischen Raucharomen:

  • Farbe: Rotgold, helles Kupfer
  • Nase: Getrocknete Kirschen und Dörrzwetschge, Apfelschale, Zesten von Grapefruit und Bitterorangen, Distel und getrocknete Kräuter, Röstaromen, warmer, knuspriger Bacon und Räucherspeck, dunkle Schokolade, dezent würzige Holznoten
  • Gaumen: Bratapfel, Orangeat, Vanille, frisches Gebäck, Röstaromen wie von Malzkaffee, Bratengewürze, dunkler Nougat mit dezentem Rauch
  • Nachklang: Dunkle Schokolade mit Trauben und etwas Chili, Dörrzwetschgen, warm und lang anhaltend, abschließend verweilt immer noch etwas Raucharomatik und klebt förmlich am Gaumen

The Lübbehusen Single Malt Whisky
Erstabfüllung – Batch 1 mit 44,4 % vol.
59,90 € für die 0,7-Liter-Flasche
Erhältlich unter www.theluebbehusen.com

Neu: BenRiach 10yo Triple Distilled

Aus Schottland erreicht uns die Meldung, dass von BenRiach ein neuer, dreifach destillierter 10 Jahre alte Single Malt erschienen ist.  Der BenRiach 10yo Triple Distilled ist für den globalen Travel Retail gedacht. Ab sofort wird man den mit 43% abgefüllten Malt in ausgesuchten Flughäfen rund um den Globus kaufen können.

Wir haben für Sie die Tasting Notes und die englischsprachige Pressemitteilung, sowie einige Bilder der neuen Abfüllung, zu der wir allerdings keinen Preis nennen können:


BENRIACH LAUNCHES 10 YEAR OLD TRIPLE DISTILLED SINGLE MALT

BenRiach Distillery is pleased to announce the release of a new triple distilled expression, aged for 10 years, exclusively for the global travel retail market. The expression joins the classic and peated BenRiach Quarter Casks in the global travel retail range from BenRiach. The range embodies the unconventional Speyside style of BenRiach and its creative heritage of distilling malt whisky in a ‘troika’ of styles: unpeated, peated and triple distilled. The new expression was launched at Spirit of Speyside Whisky Festival which BenRiach is an official partner of.

Although Scotch Whisky is traditionally distilled just twice, BenRiach have been experimenting with a third distillation since 1998, giving the spirit an even more fruity and zesty character. Building on the rich cask maturation profile of BenRiach expressions, this rare triple distilled whisky from Speyside has matured for at least ten years in first fill American Bourbon barrels and first fill Pedro Ximenez Sherry Casks. The bourbon barrels add perfectly balanced notes of vanilla and spice, while the Pedro Ximenez casks contribute to the complexity and richness of this smoothest of Single Malt whiskies.
BenRiach Triple Distilled Aged 10 years is bottled at 43%, of natural colour and is a global travel retail exclusive available in selected airports worldwide from May.

Announcing the debut of BenRiach Triple Distilled Aged 10 Years, Master Blender Rachel Barrie, said:

“Two decades ago the BenRiach distillery team started to experiment with small batches of triple distilled whisky, even when most Single Malt Scotch whiskies are distilled just twice. We continue to boldly approach the art of distillation and cask maturation, inspired by the adventurous spirit of our distillery founder.
“I have the wonderful task of bringing out this experimental nature through some of the most interesting casks in Speyside. For the unconventional whisky lovers and explorers, BenRiach Triple Distilled is a chance to enjoy an innovative style of Speyside Single Malt Scotch not once or twice, but triple distilled.”

BenRiach Triple Distilled Aged 10 Years Old Tasting Notes:

Colour: Polished new gold.
Nose: Crisp green apple skin sweetened by a dusting of vanilla icing sugar, white grape, lychee and a sweet barley back note.
Taste: Vibrant freshly sawn oak, pear tarte Tatin dusted with cinnamon and white pepper sauce, with a delicate and sweet floral, barley background.

ABV: 43%
Availability: This is a global travel retail exclusive available in selected airports worldwide.
 

#MOAW INSIGHTS III – Freundschaft, Wissen und persönliche Weiterentwicklung

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„Master of American Whiskey“, kurz #MOAW, wurde 2016 von Brown-Forman Deutschland ins Leben gerufen, um in der Barkeeper-Szene das Wissen um amerikanischen Whiskey zu vertiefen und die Beschäftigung damit anzustoßen. Seit damals begleiten auch wir das Programm mit PR-Berichten darüber, und wollen – nachdem wir über das deutsche Finale berichteten, auch einige Eindrücke vom weltweiten Finale in den USA mit Ihnen teilen. Das tun wir mit einem Pressetext, den wir von Brown-Forman erhalten haben, und einer Galerie von sieben Bildern aus dem Finale in den USA:


#MOAW INSIGHTS III – Freundschaft, Wissen und persönliche Weiterentwicklung

Fünf aus 60 Teilnehmern haben es geschafft erfolgreich ihr Können unter Beweis zu stellen und eine Reise in die Geburtsstätte des American Whiskey zu gewinnen. Doch im Vordergrund stand nicht der Wettbewerbsgedanke:

„Brown‐Forman hat es geschafft, ein Programm ins Leben zu rufen, bei dem auch im zweiten Jahr Freundschaft, Wissen und persönliche Weiterentwicklung im Vordergrund stehen. Ich bin unglaublich dankbar, die Erfahrung gemacht zu haben und kann nur jedem ans Herz legen, im kommenden Jahr selber teilzunehmen.“ (Stefan Körner, Barmanager Bricks Bar und Restaurant, Düsseldorf;  Gewinner „Master of American Whiskey 2018“).

Das Schulungsprogramm „Master of American Whiskey“ wurde 2016 von Brown-Forman Deutschland ins Leben gerufen. Anfang Mai 2018 ging die zweite Runde des bereits in der Bartenderszene etablierten Programmes zu Ende. Renommierte Speaker, zwei Stationen voller geballtem American Whiskey Wissen und die Chance sein bisher erlangtes Know-How in einer dritten Station in den USA, der Heimat des American Whiskey, unter Beweis zu stellen.

Das Programm richtet sich vor allem an Jung-Bartender, die ein breites und fundiertes Wissen zur Kategorie American Whiskey vermittelt bekommen sollen. Während sich Station 1 der Theorievermittlung widmete, mussten die Teilnehmer bei der zweiten Station ihr Wissen in die Praxis umsetzen. Unterstützt und gecoached wurden sie im Verlauf von Speakern wie Jeffrey Morgenthaler (Barmanager Clyde Common and Pepe Le Moko, Portland, Oregon; Co-Autor „The Bar Book: Elements of Cocktail Technique“), Gabriel Daun (Barmanager Gekkos, Frankfurt; Juror und Schirmherr Schulungsprogramm „Master of American Whiskey“), Nick Theurer (Senior Account Manager, Brown-Forman Deutschland GmbH; Juror „Master of American Whiskey“), Bianca Praetorius (Pitchtrainer; Jurorin „Master of American Whiskey“) und Nils Wrage (Chefredakteur Mixology; Juror „Master of American Whiskey“), als auch dem letztjährigen Master of American Whiskey Florian Drucks-Jacobsen (Headbartender Liquid Bar, Tübingen; Juror „Master of American Whiskey“).

Aus 60 Teilnehmern zu Beginn wurden mit Hilfe eines Blind Tastings und Multiple Choice Testes die 15 Besten ermittelt. Diese Teilnehmer traten unter anderem mit einer Barrel-Aged-Cocktail Challenge gegeneinander an. Die fünf Gewinner der zweiten Station bekamen die Möglichkeit nach Kentucky und Tennessee zu reisen und den Titel des zweiten „Master of American Whiskey“ zu erlangen. Vor Ort in der USA bekamen die Finalisten (Frank Thelen, Shepheard, Köln; Marina Hofacker, Spirits, Köln; Andrea Turan, Reingold, Berlin; William Reese, Mash, Hamburg; Stephan Körner, Bricks Bar, Düsseldorf) die Möglichkeit die Brown-Forman Cooperage (Brown Forman stellt seine Whiskey-Fässer selbst her!), die Destillerien und Produktionsstätten von JACK DANIEL´S, WOODFORD RESERVE als auch OLD FORESTER zu besichtigen. Private Insights der Master Destiller, gemeinsame Verkostungen mit den amerikanischen Whiskey-Profis und eine Personal Selection von JACK DANIEL´S Single Barrel in der Destillerie des Marktführers der Kategorie American Whiskey, standen auf der Agenda.
 
Mit dem Programm „Master of American Whiskey“ ist es Brown-Forman Deutschland gelungen, das Menschliche und das Miteinander, die gegenseitige Unterstützung und die Zusammengehörigkeit der Teilnehmer durch das ganze Programm in den Mittelpunkt zu rücken. Insbesondere der Wissensaustausch als auch das Netzwerken innerhalb der Szene wurde bei den jungen Talenten sehr gelobt.

So freut sich Brown-Forman Deutschland auf ein weiteres spannendes Jahr „Master of American Whiskey“.

Hier einige Eindrücke aus den USA:

Bild © Brown-Forman
Bild © Brown-Forman
Bild © Brown-Forman
Bild © Brown-Forman
Bild © Brown-Forman
Bild © Brown-Forman
Bild © Brown-Forman

Exklusiv: Nicola Riske präsentiert die neue Range von The Macallan (mit Video)

Als am Dienstag Nicola Riske, Brand Ambassador von The Macallan für Zentral- und Südeuropa nach Wien kam, um dort im Park Hyatt die neue Core Range der Speyside-Destillerie vorzustellen, war dies natürlich eine gute Gelegenheit, von ihr persönlich mehr über die Nachfolger der bestehenden Serie mit The Macallan Gold, Amber, Siena und Ruby zu erfahren. Zukünftig wird es drei zwölfjährige Macallans in der Standard-Range geben: The Macallan Triple Cask Matured 12yo, The Macallan Double Cask 12yo und The Macallan Sherry Oak Cask 12yo (im Herbst wird dann noch ein altersloser The Macallan Double Cask Gold erscheinen).

Nicola erzählt zunächst einiges über sich und legt dann dar, was sich bei The Macallan ändert. Neu ist, dass es wieder drei Abfüllungen mit Altersangaben geben wird, die drei unterschiedliche Fasstypen (Ex-Bourbonfässer sowie Sherryfässer aus amerikanischer und europäischer Eiche) in unterschiedlichen Kompositionen präsentiert. Ein guter Teil ihrer Ausführungen beschäftigt sich mit dem Fassmanagement bei der Destillerie und wie die unterschiedlichen Fässer den Whisky beeinflussen. 

Mit der Umstellung will The Macallan die Abfüllungen, die in verschiedenen Regionen angeboten werden, global mehr harmonisieren – ohne natürlich die markante Vielfalt, die The Macallan im Segment der speziellen Abfüllungen anbietet, zu schmälern.

Dieses etwas über 18 Minuten lange Interview mit Nicola Riske finden Sie hier und auf Youtube. Es wurde in englischer Sprache geführt.

Im Anschluss an das Interview verkosteten wir die neue Core Range sowie auch zwei Sonderabfüllungen – hier einige Bilder dazu:

Das Tasting der neuen Abfüllungen fand im Park Hyatt in Wien statt. Bild © Whiskyexperts

Zur Core Range selbst: An ihr lässt sich das Zusammenspiel der Fasstypen sehr gut erkennen:

Der The Macallan Triple Cask Matured 12yo reüssiert mit Früchten und Karamell sowie deutlicher Süße, hält sich aber in der Sherry-Stilistik eher zurück. Hier möchten wir Nick Savage, der Master Distiller von The Macallan, mit seinen eigenen Worten laut Presseblatt zitieren:

„Die Kombination aus drei Fässern, die für Triple Cask Matured 12 Jahre verwendet wurde, schafft einen Macallan mit einer leichteren Stilistik und einem komplexeren Charakter und ist Ausdruck unseres ständigen Strebens, konkurrenzlose Single Malts zu entwickeln. Die Verwendung von amerikanischen Ex-Bourbon Eichenfässern verleiht dem Whisky markantere Aromen und Geschmacksnuancen nach hellen Zitrusfrüchten, während er gleichzeitig die hellere Farbe und Süße, die mit amerikanischer Eiche assoziiert wird, beibehält.“

Die Sherrynote im The Macallan Double Cask 12yo wird nun bereits prominenter – aber auch hier dominieren noch Butterscotch und Honignoten sowie leicht zitronige Anklänge. Wiederum Nick Savage:

„The Macallan Double Cask 12 Jahre ist ein faszinierender Single Malt, der die Vereinigung zweier stilistischer Richtungen zelebriert, um einen meisterhaft abgerundeten und markanten, warmen Charakter mit Honig-, Zitrus- und Ingweraromen zu kreieren. Durch die Verbindung von Holzeinflüssen konnten wir eine neue Abfüllung produzieren, die sich perfekt zwischen unseren „Sherry Oak“- und „Triple Cask Mature“-Serien einreiht und Whisky-Liebhabern die Möglichkeit bietet, die Welt von The Macallan weiter zu erkunden.“

Der The Macallan Sherry Oak 12yo stellt dann die Trockenfrüchte und die Würzigkeit der europäischen Eichenfässer ins Rampenlicht. So beschreibt ihn Dr. Nick Savage:

„The Macallan Sherry Oak 12 Jahre spiegelt die intensive Holznote und die Aromen getrockneter Früchte wider, die mit der Sherry-Eichen-Stilistik von The Macallan assoziiert werden, und ist Ausdruck unseres nachhaltigen Strebens, unvergleichliche Single Malts zu kreieren. Wir investieren mehr in Seasoned Casks als jede andere Destillerie, indem wir unsere Fässer mit großer Sorgfalt auswählen, produzieren und betreuen, um jene Tiefe, Komplexität und Geschmacksvielfalt zu erzeugen, für die The Macallan bekannt ist.“

Allen gemeinsam ist ihre ausbalancierte Natur und eine Unkompliziertheit, die aber nicht zur bloßen Flachheit verkommt. 

Zwei Sonderabfüllungen bildeten den Abschluss der Verkostung: Der Macallan Rare Cask setzte prominente Akzente durch die ausschließliche Verwendung von Sherryfässern aus europäischer Eiche, die zuvor mit Oloroso-Sherry gefüllt waren (The Macallan verwendet ausschließlich Oloroso-Sherry für das Seasoning der Fässer), ohne dabei auch nur im Anklang ins Holzige abzugleiten.

Nicola Riske mit dem The Macallan Rare Cask. Bild © Whiskyexperts

Der Macallan Reflexion, als letztes Highlight, zeigte die Charakteristik der alten Macallans mit einer faszinierenden Kombination aus geschmacklicher Wucht und Geschmeidigkeit, die vor allem durch die Auswahl kleinerer Fasstypen erreicht wurde. Er liegt preislich dementsprechend auch dort, wo die alten Originalabfüllungen am Sekundärmarkt zu finden sind. Nichts für den Alltag, aber ein echtes Whiskyerlebnis – mit dem dann auch die Präsentation der Whiskys von The Macallan endete.

The Macallan Reflexion. Eine Sherrybombe im besten Sinn. Bild © Whiskyexperts

Über die neue Destillerie, die ja demnächst eröffnet wird, konnte man übrigens auf der Veranstaltung noch nichts erfahren – die Sperrfrist mit Informationen dazu wird eisern eingehalten. Wir werden aber zum gegebenen Zeitpunkt natürlich ausführlich dazu berichten…