Noch nicht wirklich im Mainstream angekommen, aber durch die Sondereditionen wie TheDevil’s Punch Bowl 1-3 oder The Smugglers‘ Series dennoch sehr bekannt, ist die Destillerie Arran. Ihre Standardrange ist nun, 21 Jahre nach der Gründung der Destillerie, bereits ziemlich umfangreich und, geht man nach Ralfy, durchaus wert, getrunken zu werden.
Ralfy bespricht in seinem Youtube-Video, das gestern am Nachmittag online ging, den Arran 14yo – der in der Mitte der Range mit Altersangaben angesiedelt ist. Dieser preisgünstige Whisky, der preislich bei uns unter 50 Euro erhältlich ist, erhält von Ralfy 89 von 100 Punkten und sehr viel Lob.
Auch Arran insgesamt scheint Ralfy durch die Bank zu gefallen, denn er meint, bei dieser Destillerie würde bislang jede Altersstufe bestens funktionieren – allein mit den getorften Abfüllungen von dort hätte er so seine Probleme. Nun ja, im Süden der Insel wird ohnehin gerade Arran II gebaut, und diese Brennerei wird dann die rauchigen Whiskys produzieren. Vielleicht sind diese dann eher nach seinem Geschmack…
Die Speyside-Destillerie Aberlour hat sich mit ihren Standards und dem regelmäßig erscheinenden Aberlour A’bunadh einen guten Namen gemacht. Und sie bietet Besuchern schöne Motive, wohin man auch blickt.
Grund genug, Aberlour heute in unserer Rubrik „Whisky im Bild“ vorzustellen, mit Bildern von Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen in Vorarlberg. Er hat die Destillerie, wie so viele andere, bereist, und uns ein Dutzend interessanter Bilder mitgebracht:
Auch wenn heute ein Feiertag ist, hält es Serge Valentin so wie wir: Whisky ist viel zu interessant, um blau zu machen. Deshalb widmet er sich heute, am Ostermontag, zwei Abfüllungen aus der Destillerie Cardhu. Bei uns sind die Whiskys aus Cardhu nicht ganz so bekannt wie zum Beispiel in Spanien (dort zählen sie zu den meistverkauften Whiskys), aber sie haben durchaus eine Fangemeinde.
Zwei offizielle Abfüllungen hat Serge heute verkostet, mit unterschiedlichen Ergebnissen:
Zwei Meldungen beleuchten heute eine mögliche weitere Verlagerung der Aufmerksamkeit der Whiskyindustrie in den asiatischen Raum, der ja nach einigen gesetzlichen Änderungen in China zuletzt etwas schwächelte, nun aber wieder Fahrt aufnimmt.
Zum ersten ist hier ein Bericht in Press & Journal zu erwähnen, der einen rasanten Anstieg der Exporte von Lebensmitteln und Getränken aus Schottland nach Asien konstatiert: Auf eine Milliarde Pfund ist das Volumen dieser Exporte angestiegen, das ist ein Plus von sieben Prozent. In diesem Segment wuchs Whisky um 3% – eine erfreuliche Entwicklung nach einigen eher durchwachsenen Jahren.
Der zweite Bericht (mit Video) findet sich auf CNBC. Sam Fischer, der CEO von Diageo Asia, spricht in ihm über sehr rosige Aussichten für Whisky in China. Dort macht Whisky momentan gerade einmal 2% des Alkoholkonsums aus, aber man erwartet sich rasantes Wachstum. Ein Grund von vielen: Die Mittelschicht in China, die langsam aber sicher Whisky für sich entdeckt, soll bis ins Jahr 2022 auf, für unsere Verhältnisse gigantische, 630 Millionen Menschen anwachsen.
Unter diesen Vorzeichen ist es wirtschaftlich absolut verständlich, wenn sich die Verantwortlichen der Unternehmen verstärkt diesem Markt zuwenden. Und sollte Whisky in China tatsächlich richtig populär werden, eventuell sogar in der Weise, wie er es bei uns momentan ist, dann hat der Boom erst gerade einmal angefangen…
Runde 19 der Beiträge, die uns von den Vloggern und Podcastern zur Veröffentlichung zugesendet wurden. Wieder ist viel Interessantes dabei, freuen Sie sich darauf und: Frohe Ostern!
Hier ergeht auch unser wöchentlicher Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Unsere beiden Videos am heutigen Ostersonntag widmen sich der Insel Skye. Diese Perle unter den Hebrideninseln bezaubert durch vielfältige Landschaft von sanfter Anmut bis hin zu wilder Schönheit.
Man kann sich dieser Insel auf verschiedene Arten nähern, aber man kann sich wohl nicht ihrem besonderen Zauber entziehen. WIE unterschiedlich Menschen von Skye und ihren Naturwundern in den Bann gezogen werden, möchten unsere beiden Videos zeigen.
Video Nummer 1, obenstehend, stammt von ALS und zeigt die Reise einer jungen Frau, die eine Bucketlist führt, auf der sie Dinge notiert hat, die sie unbedingt einmal getan haben will. Und darauf steht unter anderem, dass sie in die Fairy Pools auf Skye springen will. Gesagt, getan. Das Video auf Vimeo ist so lebendig und verrückt wie die Idee, die es zeigt. Und fängt den Reiz von Skye mit unglaublich viel Charme ein.
Video Nummer 2, untenstehend, betrachtet Skye aus einer völlig anderen Perspektive. Mit Ruhe, Stille – und den Stimmen von Menschen, die auf Skye leben. Man muss sich auf das Vimeo-Video von Jan-Holger Hennies einlassen, man muss innere Ruhe haben dafür. Es besteht aus Stimmen und SW-Fotografien. Und wenn man sich darauf einlassen kann, webt es ein Bild der Insel, das Tiefe hat.
Viel Freude mit unseren beiden Videos, und einen wunderbaren Ostersonntag!
Gestern war es soweit: Verschiedene gemeinnützige Organisationen auf Islay besuchten die Destillerie Lagavulin, die im Vorjahr ihren 200. Geburtstag feierte, um dort von Distillery Manager Georgie Crawford Schecks über insgesamt £588.000,- abzuholen. Diese Summe wurde durch den Verkauf und die Versteigerung des Lagavulin 1991, einer Sonderabfüllung der Destillerie, eingesammelt (wir berichteten unter anderem hier und hier). Alle Erlöse aus dieser Aktion gingen zur Gänze an die Institutionen.
Der größte Teil der Summe kommt mit 310.000 Pfund Islay Heritage, einer neu gegründeten Organisation, die sich um die Betreuung und Erhaltung der archäologischen Stätten auf Islay kümmert, zugute. Aber auch profanere, deswegen aber nicht weniger nützliche Einrichtungen, wie das lokale Schwimmbad und Kunstgruppen konnten von der großzügigen Spende profitieren, berichtet The National.
Eine tolle Aktion der Destillerie, wie wir finden.
Am Anfang der Osterwoche waren wir auf Einladung von Moët Hennessy Österreich bei der Ernennung des Weisshaus Shops zur Ardbeg Embassy dabei. Dort konnten wir mit Paul Malone, dem Global Brand Ambassador für Ardbeg, ein Videointerview führen. Wir sprachen mir ihm über seine Rolle bei Ardbeg, die Destillerie und spezielle Abfüllungen. Das Interview finden Sie obenstehend.
Im Rahmen der Veranstaltung verkosteten die anwesenden Gäste auch diverse Abfüllungen aus der Destillerie, darunter auch einen der bereits sehr selten gewordenen Ardbeg 1978, der im Jahr 1997 mit 43% abgefüllt wurde. Ein klassischer Ardbeg der alten Schule, der mit viel Süße in der Nase und einem elegant dezenten Gesamtbild aus Rauch und Holz sowie einem salzigen Abgang zu beeindrucken wusste.
Hier ein Video mit den einleitenden Worten von Paul zum Ardbeg 1978 – der so selten geworden ist, dass selbst Paul ihn vor der Verkostung noch nicht kannte:
Neben dem Ardbeg 1978 gab es noch einige andere Ardbegs zu verkosten, vom Standard Ardbeg 10 bis hin zum leider nicht mehr produzierten, nur sehr sanft getorften Ardbeg Blasda:
Im Weisshaus Shop waren noch andere Abfüllungen zu bewundern, die das Herz von Ardbeg-Fans höher schlagen lassen (allerdings sind diese nicht verkäuflich):
Die Verkostung geschah übrigens im Rahmen eines Degustationsmenüs, das Executive Chef im 5 Sterne Hotel & Chalet Aurelio Christian Rescher (3 Gault Millau Hauben) extra für den Abend komponierte.
Es war ein gelungener Abend mit schönen Eindrücken und wunderbaren Whiskys – mit interessanten Gästen, interessanten Gesprächen und einer Kulisse, die nicht weniger beeindruckte als die Tiroler Gastfreundschaft.
Unseren redaktionellen Standards entsprechend legen wir hier offen, dass wir die Veranstaltung auf Einladung und Kosten von Moët Hennessy Österreich besucht haben. Moët Hennessy Österreich hatte keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung.
Es dauert immer ein wenig, aber gut Ding braucht bekanntlich Weile, und die 15 Minuten des offiziellen Messevideos zur Whisky Fair Rhein Ruhr Anfang April des Jahres in der Classic Remise Düsseldorf stecken voller Interviews und interessanter Eindrücke. Sie finden in dem Video Gespräche mit Ausstellern und Besuchern, Blicke auf die Stände und auch auf die schönen Oldtimer, die mit den Rahmen der Veranstaltung boten.
Genießen Sie hier oder auf Youtube eine unterhaltsame Viertelstunde, und wenn Sie mehr von der Messe sehen wollen, finden Sie unsere Berichte hinter den nachfolgenden Links:
Ein neuer Bruichladdich ist vor kurzem für den internationalen Travel Retail veröffentlicht worden, und wir haben bislang noch keine Erwähnung desselben in klassischen Medien gefunden (allerdings tauchen die ersten Flaschen bereits auf ebay auf – er sollte also bereits punktuell auf Flughäfen erhältlich sein):
Der Bruichladdich 1990/25 Sherry Cask Edition ist laut einem heute auf Bruichladdich.com erschienenen Artikel über die Geschichte der Sherryfässer (sehr lesenswert!) in traditionellen Oloroso- und Pedro Ximenez-Fässern gefinisht worden, also solchen Fässern, die nicht vorderhand für die Whiskyindustrie präpariert wurden.
Der Whisky wurde in zwei Batches geteilt, die wie folgt in relativ komplexer Weise behandelt wurden, bevor sie wieder vereint wurden:
Batch one: refill Bourbon cask, 17 years; Bordeaux Grand Cru cask, 5 years; Pedro Ximinez sherry cask, 4 years.
Nose: The nose opens dramatically with raisin, dates, figs and apricot, dried in the Mediterranean sun. A remarkable opening for the next wave of Turkish delight and marzipan fused with vanilla, date syrup and prune. The sweetness is exaggerated with a malted barley sugar note. The flavours remind you of Christmas cake and yet there is a sunny late summer quality about this dram rather than winter comforts. Layered underneath the strong Jerez influence are gentle fruit notes present in the spirit since the day it flowed from the stills,
Palate: The palate is complex and deep, the full bodied texture will take time to release its full array of flavours and subtleties. But after 25 years in the making, you can afford a little time to savour this one. As the silky-smooth liquid settles on your tongue there is a heartwarming moment as the flavours released begin to tell the tale of the journey of the spirit to the bottle. The rich, dried fruit flavours with tobacco and leather notes of Jerez tell their story first before the Bordeaux oak offers its creamy vanilla sweetness and dusting of demerara sugar.
Finish: Like an Autumn sunset its finish is long and vivid. The remarkable balance from the selection of casks has allowed a medley of flavours to come together in harmony, there is a deft balance. Close your eyes and revel in this lavish, opulent and multi-layered expression.
6000 Flaschen des Bruichladdich 1990/25 Sherry Cask Edition gibt es weltweit, und sie kosten um die 350 Euro.
Hier noch ein Video über den Whisky, das seit Anfang März auf Youtube steht, aber bislang seltsamerweise keinerlei Beachtung fand:
Petra Milde von meinwhisky.com hat einen weiteren Bericht von ihrer Schottlandreise aus dem Vorjahr veröffentlicht – diesmal geht es zur Lowland-Destillerie Kingsbarns. Die Kingsbarns Distillery gehört zum unabhängigen Abfüller Wemyss und ist seit März 2015 in Betrieb – wir müssen uns also zumindest noch fast ein Jahr gedulden, bis wir den ersten Whisky von dort verkosten können.
Auch hier wieder ein kurzer Ausschnitt aus dem reich bebilderten Artikel:
Es ist kein neues Gebäude, das die Kingsbarns Distillery beherbergt. Um 1800 herum wurde die Farm hier errichtet, deren verbliebene Gebäudeteile behutsam in die Komposition der neuen Brennerei eingebettet wurden. Die Auflagen des Denkmalschutzes einzuhalten und trotzdem einen funktionierenden Brennereibetrieb unter Berücksichtigung aller Sicherheits- und sonstiger gesetzlicher Vorgaben aufzubauen, war eine Herausforderung, die in Kingsbarns wunderbar gelungen ist. „Kingsbarns“, benannt nach der ehemaligen Funktion als Lagerstätte der vom König in Getreidenaturalien eingetriebenen Steuern, strahlt in der Tat ein würdevolles, königliches Flair aus.
Den gesamten Bericht mit den Bildern können Sie hier finden.
Auch heute möchten wir Sie mit den Bildern von Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen nach Schottland mitnehmen, diesmal aber nicht zu einer Destillerie, sondern zur Speyside Cooperage, wo die Fässer für viele Brennereien gemacht oder aufbereitet werden. Das ist harte Arbeit, viel Handwerk und geschieht in fast gigantischen Dimensionen – mit Garantie für beeindruckende Fotomotive.
Folgen Sie uns zur und in die Speyside Cooperage – einem unverzichtbaren Betrieb für die schottische Whiskyproduktion:
Schmeckt der Old Ezra Brooks von heute so wie der alte Old Ezra Brooks aus den 60ern? Dieser Frage will Serge Valentin heute auf den Grund gehen, ohne dabei die Aufgabe wirklich sehr ernst zu nehmen (vorausgeschickt: eine Conclusio zieht er nicht).
In Wirklichkeit geht es ihm wohl eher darum, als Flasche Nummer 12500 in seiner Verkostungsliste einen besonderen Whisk(e)y eintragen zu können, und das ist ihm mit dem Old Ezra Brooks wohl recht gut gelungen. Wir jedenfalls gratulieren Serge zu der außergewöhnlichen Leistung. 12500 Whiskys zu verkosten und dabei zu dokumentieren, das ist schon was! Und hier noch die Punktewertungen der Verkostung von heute:
Ezra Brooks ‘Old Ezra’ 7 yo (50.5%, OB, Kentucky Straight Bourbon, +/-2016): 79 Punkte
Ezra Brooks ‘100 Months Old’ (90° US proof, OB, decanter, 1970): 87 Punkte
Als wir im Dezember des Vorjahres unser exklusives Audiointerview mit Heather Nelson über Toulvaddie führten, nahm ihr Traum von der eigenen Destillerie, die nebenbei die erste von einer Frau geführte Brennerei Schottlands werden soll, gerade erst einmal Gestalt an.
Jetzt, nach dem Einreichen des Bauantrags für Toulvaddie im März, wird dieser Traum immer mehr Realität. Laut einem Bericht in The Independent will Heather Nelson bereits im Mai mit der Produktion beginnen – und bis zu 30.000 Liter Alkohol pro Jahr in Toulvaddie produzieren.
Der Artikel beleuchtet Heathers Motivation, ihren Hintergrund und welche Unterstützung sie von anderen Kleinstdestillerien erfahren hat. Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein, wie sich das Projekt Toulvaddie weiter entwickeln wird.