Neu: Highland Park Valkyrie

Schenkt man einem Exklusivbericht des Whisky Magazine Glauben (und nachdem der Artikel am 31. März erschien, spricht nichts dagegen), wird heute bei der Whisky LIVE London der neue Highland Park Valkyrie vorgestellt. Im Artikel auf Facebook sind in den Kommentaren noch ein paar weitere Bilder zu sehen.

Offizielle Infos zum Highland Park Valkyrie gibt es noch nicht, aber wir konnten bereits im November erfahren, dass er der erste Teil einer dreiteiligen Serie über Wikinger-Legenden sein wird. Gestaltet wurde er in Zusammenarbeit mit dem dänischen Designer Jim Wegener Lyngvild (hier dessen Facebook-Seite).

Bild: Whisky Magazine

Was tut sich am Whisky-Sammlermarkt? Quartalsbericht für April 2017

Whisky wird seit jeher nicht nur getrunken, sondern auch gesammelt – sei es, um besondere Tropfen für später aufzuheben oder rein des Sammelns willen. Immer schon, und verstärkt in den letzten Jahren, war Whisky auch ein Gegenstand der Wertanlage – begünstigt durch den Umstand, dass ältere Jahrgänge immer rarer werden und sich der Markt für Whisky global ausweitet.

Märkte sind dynamisch und ändern sich. Gastautor Marco Jansen von der Whisky Investments GmbH wirft für uns vierteljährlich einen Blick auf den Sammlermarkt und berichtet dabei über relevante Ereignisse und Entwicklungen. Hier ist sein aktueller Beitrag:

Der Whisky-Sammlermarkt – Bericht für Q1 2017

Nachdem die Preise für Whisky Raritäten im Jahr 2016 auf neue Rekordstände geklettert sind (der Apex 1000, ein Index für in UK versteigerte Whisky Raritäten stieg im letzten Jahr um phänomenale 38%!) mehrten sich die Sorgen am Markt, dass es sich bei dem rasanten Aufschwung um eine Blase handeln würde, die kurz vor dem Platzen sei.

In den ersten 3 Monaten des Jahres war hiervon allerdings wenig zu spüren. Beim Markt für Whiskyraritäten zieht die Nachfrage nach Single Malts aus den 60er und 70er Jahren weiter deutlich an – gerade in den letzten Wochen wurde auf Grund dieser Entwicklung über deutliche Preissteigerungen bei den großen unabhängigen Abfüllern spekuliert.

Signifikant ist allerdings, dass die Preise von vielen Highflyern der letzten Jahre wie z.B. Port Ellen, Brora oder auch der japanischen Karuizawa Destillerie stagnieren oder sogar leicht rückläufig sind – die Sammler scheinen nicht mehr bereit zu sein, jeden Preis zu bezahlen und sehen Potenziale für weitere Preissteigerungen eher bei anderen Abfüllungen am Markt.

Weiterhin aufwärts gerichtet ist das Preisniveau hingegen bei Abfüllungen von Macallan – hier konnten zum Teil schon jetzt Preissteigerungen von mehr als 10% seit Jahresanfang beobachtet werden und selbst bei einigen NAS-Abfüllungen der Destillerie ziehen die Preise deutlich an.

Interessant ist auch ein Blick auf die Entwicklung des Negative Apex 1000 – der Index für die Malts mit der geringsten Performance. Wie schon im letzten halben Jahr läuft dieser Index auch in 2017 seitwärts und nicht wie sonst üblich negativ – ein deutliches Zeichen für die sehr breite Nachfrage und relative Stärke des Marktes.

Auch bei den neuen Releases von Sammlerflaschen setzt sich der Nachfragedruck der letzten Jahre fort. Egal ob es neue Abfüllungen aus Campbeltown, von den Orkneys oder zuletzt von Islay waren – die Flaschen wurden den Händlern quasi aus den Händen gerissen. Die Preise an den Sekundärmarkten schossen oft schon wenige Stunden nach dem Release deutlich in die Höhe, unabhängig von Alter und Qualität der Abfüllung.

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass der Markt für Whiskyraritäten sich weiter sehr robust entwickelt und trotz der enormen Entwicklung der letzten Jahre noch keine Anzeichen einer nachhaltigen Blasenbildung auszumachen sind.

Marco Jansen von Whisky-Investments.de

Autor Marco Jansen, Gesellschafter der Whisky Investments GmbH, arbeitet seit 16 Jahren in der Finanzbranche und sein Betätigungsfeld – neben der Betreuung von vermögenden Privatkunden – sind die internationalen Kapitalmärkte. Vor etwa 10 Jahren entdeckte er bei einer Reise nach Schottland seine Leidenschaft für Single Malt Whisky. Seitdem verfolgt er mit Interesse die Whiskymärkte und eine kleine Sammlung erlesener Tropfen füllt die speziell dafür eingerichtete Vitrine in seiner Heimat am Niederrhein.

Unser Titelbild zeigt die Catedral do Whisky – die größte Whiskysammlung der Welt

PR: Neu: Bowmore 4 yo Vintage 2013 – Why Not?! Very Young Malt

Der Onlineshop Fine-Whisky.de informiert uns heute in seiner Pressemitteilung über eine ganz besondere Abfüllung, welche gemeinsam mit der Islay-Brennerei Bowmore realisiert werden konnte. Diese Presseaussendung finden Sie hier in ihrer ungekürzten Gänze:

In Zusammenarbeit mit Bowmore präsentiert der Onlineshop Fine-Whisky.de
zur Feier des vierjährigen Bestehens einen vier Jahre alten Single Malt Whisky.
Dabei war die Suche nach einer Destillerie die sich auf dieses Projekt einlässt
gar nicht so einfach. Nach vielen Telefonaten und Vor-Ort-Gesprächen mit
diversen Destillerien war es schließlich David Turner, Destillerie Manager von
Bowmore, der auf die Idee der Präsentation eines sehr jungen Single Malts,
mit den Worten „Why not?!“ antwortete. Wie es der Zufall wollte, passte der
Vorschlag zu dem für 2017 angestrebten Ziel, die Altersangaben wieder zurück
zu bringen. Der im Januar 2013 destillierte Bowmore reifte in einem
erstbefüllten Bourbonfass und wurde am 01.04.2017 mit einer Stärke von
40,1% Vol. ohne Kältefiltration und in natürlicher Farbe abgefüllt.

Prägnantestes äußeres Merkmal ist die Präsentation in einer gänzlich
schwarzen Glasflasche. Durch das lichtundurchlässige Glas sollen die feinen
Aromen des noch sehr jungen Whiskys optimal vor Sonnenlicht und UVStrahlen
geschützt werden, wodurch möglichst wenig Aromen verloren gehen
soll. Die Aufmachung der Verpackung und des Labels ist bereits in dem neuen
Corporate Design, welches ab April in die Core-Range einzieht, gestaltet. Der
Bowmore 4 yo Why Not?! Very Young Malt kann ab sofort über Fine-Whisky.de
zum Preis von 19,90€ vorbestellt werden. Die Auflage beträgt 401 Flaschen mit
je 0,7l Inhalt.

EU setzt die Schreibweise „Whiskey“ durch

Seit Mittwoch ist es nun offiziell: Das Vereinigte Königreich wird die Europäische Union verlassen. Neun Monate, nachdem die britische Bevölkerung sich im Referendum am 23. Juni 2016 mehrheitlich für ein Ende der EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs entschieden hat, überreichte der britische EU-Botschafter Tim Barrow das entsprechende Schreiben dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk. Nun haben das Vereinigte Königreich und die Europäische Union zwei Jahre Zeit, die alten wirtschaftlichen Verbindungen neu zu verhandeln. Doch unabhängig von einem harten oder weichen Brexit, die Europäische Union und ihre Gremien haben nicht tatenlos abgewartet, bis die Vertreter des United Kingdoms den Austritt offiziell erklärten. Hinter bisher verschlossenen Türen bereiteten sie sich auf ihre Weise auf die Zeit nach dem Ende der Mitgliedschaft des britischen Königreiches vor.

Eine Voraussetzung für den großen Binnenmarkt „Europäische Union“ ist eine EU-weit einheitliche Definition von Produkten und Erzeugnissen. Für Spirituosen zum Beispiel gilt die „Verordnung (EG) Nr. 110/2008 des europäische Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008“. Sie dient zur „Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Etikettierung von Spirituosen, sowie zum Schutz geografischer Angaben für Spirituosen“. Im „Anhang II Spirituosen“ werden die unterschiedlichen Kategorien der Spirituosen definiert. Hier ist nachzulesen, was einen Rum nach EU-Recht zu einem Rum macht und was der Unterschied zwischen einem Branntwein und einem Weinbrand ist. Direkt an zweiter Stelle wird die Spirituose, welche „durch Destillation einer Maische aus gemälztem Getreide mit oder ohne das volle Korn anderer Getreidearten“ und „durch eine mindestens dreijährige Reifung des endgültigen Destillats in Holzfässern mit einem Fassungsvermögen von höchstens 700 Litern“ gewonnen wird, als „Whisky oder Whiskey“ bezeichnet. Hierdurch sind beide traditionellen, regionalen Spielarten des fassgelagerten Getreidedestillats, der schottische Whisky sowie der irische Whiskey, berücksichtigt.

Eine Neufassung dieser Verordnung für die Zeit nach dem britischen Austritt ist schon vorbereitet und liegt in der Schublade. Hier wird nur ein kleines Detail verändert, allerdings mit gravierenden Folgen. Der Entwurf sieht die Bezeichnung „Whisky“ nicht mehr vor, sie wird ersatzlos gestrichen. „Fassgelagertes Getreidedestillat mit einem Mindestalkoholgehalt von 40 % vol.“ wird dann in der Europäischen Union ausschließlich als „Whiskey“ bezeichnet. Und dies gilt auch für alle in die EU importierten Produkte, wie immer auch der Warenaustausch zwischen Großbritannien und der Europäischen Union geregelt sein wird.

Auch manch andere Lücke oder Möglichkeit, ihr Produkt weiterhin als „Whisky“ zu bezeichnen, bleibt der schottischen Whisky-Industrie verschlossen. So kann zum Beispiel Whisky als geschützte geografische Angabe (g.g.A., engl. PGI) beim Scotch Whisky nicht angewendet werden. Denn da Großbritannien nicht mehr EU-Mitglied sein wird, verfährt die Europäische Union rechtlich mit Scotch Whisky ähnlich wie mit Indian Whisky oder Thai Whisky: Im Herkunftsland gilt für die Namensgebung oder Definition die rechtliche Grundlage des jeweiligen Landes, beim Export in die Europäische Gemeinschaft unterliegen die Produkte dem EU-Recht und dessen Definition. Und hier wird dann die Schreibweise „Whiskey“ zwingend angeordnet. Und auch eine regionale Besonderheit wie beim Rhum agricole, welcher durch die AOC-Vorschriften als Begriff und Produkt geschützt ist, findet unter anderem durch die fehlende EU-Mitgliedschaft keine Anwendung.

Für die schottische Whisky-Industrie bedeutet dies, bei einem weiteren wichtigen Exportmarkt auf regionale Besonderheiten zu achten. Schon für den US-amerikanischen Markt wird Scotch Whisky in die dort üblichen 0,75-Liter Flaschen abgefüllt. Hinzu kommen nun auch noch die besonderen Labels und Umverpackungen für den EU-Raum, auf denen Scotch Whisky als Scotch Whiskey ausgewiesen werden muss.

Serge verkostet: Nichts. Und schreibt News

Was ist das für ein seltsamer Tag, an dem der Altmeister der Verkostungsnotizen keine schreibt – sondern eine Menge News? Wir wissen es nicht, aber wir wissen: Das sollten Sie gelesen haben.

Serge bringt Neuigkeiten aus der Welt des Whiskys, die uns trotz intensivster Recherche entgangen sind – die aber ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der Whiskywelt werfen. Lesen Sie Interessantes und Unglaubliches über Markt und Märkte, Menschen, Meinungen, Brand Ambassadors, leere Sonderabfüllungen und vieles mehr. Und zwar hier. Viel Vergnügen!

Unser Whisky des Monats April 2017: Strathisla 2005 GM

Um bei Whiskyexperts der Whisky des Monats zu werden, muss man einiges können: Man muss halbwegs verfügbar sein, unserer Meinung nach ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung zeigen und für Einsteiger wie auch Fortgeschrittene Erfreuliches bieten. Auch im April haben wir uns mit unserer (wie immer durchaus subjektiven) Empfehlung an diese Leitlinien gehalten, wenn man vielleicht auch etwas mehr suchen muss, um ihn im Shop zu finden. Ganz neu ist er nicht mehr, und besonders hervorgehoben wird er wohl auch nirgends sein. Obwohl er es unserer Meinung nach verdient hätte: Der Strathisla 2005 Distillery Label von Gordon & MacPhail.

Irgendwie sieht es ganz eigenartig aus, wenn auf einem so antiken Label die Jahreszahl 2005 prangt, aber nachdem Gordon & MacPhail, der größte unabhängige Abfüller Schottlands, die Rechte an dem alten Destillerielabel besitzt, ist es weniger Gag als konsequente Fortsetzung einer Linie. In der Tat füllt Gordon & MacPhail auch alte Strathislas ab – aus den prall gefüllten Lagern gibt es zum Beispiel auch Strathislas aus den Vierzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Wer das Vergnügen hatte, solche alten Abfüllungen zu kosten der weiß, dass ihnen die lange Lagerung nicht geschadet hat – Holzmonster findet man kaum darunter.

Strathisla an und für sich glänzt als Destillerie nicht durch großes Marketing. Einen 12jährigen gibt es in der Standardrange, und ansonsten ein paar andere offizielle Bottlings, darunter Handabfüllungen aus der Destillerie und ein paar Specials. Nicht mehr als 30 sind es seit 1955 – von einer offiziellen Flut kann man also wahrlich nicht reden. Hingegen kennt wohl fast jeder den Blend, der durch Strathisla seine Eigenart erhält: Chivas Regal. Strathisla ist der Signature-Malt jeder Chivas-Abfüllung.

Der Strathisla 2005, der von Gordon & MacPhail unter dem alten Destillerielabel abgefüllt wird, teilt sich etwas den Charakter dieses Blends, allerdings recht eigenständig und „single-maltig“: Eine hinreißende Nase mit Apfel, Herzkirschen, etwas Zitrone. Am Gaumen bringt er schöne Süße, eine leicht würzige Note und etwas wie Pocket Coffee, also etwas Latte Macchiato mit dunkler Schokolade. Im Abgang bleibt das süße Kaffeegefühl, und das Finish ist für einen Zehnjährigen erstaunlich lang.

Was wir an unserem Whisky des Monats, den Sie mit ein wenig Suchen bei vielen Händlern noch finden sollten, besonders gefällt ist der Umstand, dass er unserer Meinung nach Einsteiger nicht überfordert und Fortgeschrittene nicht langweilt. Für unter 50 Euro ein würdiger Begleiter durch den Monat April.

Flaschenbild mit freundlicher Genehmigung von whic.de

Cotswolds Distillery erweitert um 1.5 Millionen Pfund

Nicht nur, dass die Cotswolds Distillery nordwestlich von London in diesem Herbst den ersten dreijährigen Whisky abfüllt und mit einem Fest der Öffentlichkeit vorstellen wird, hat man dort auch Expansionspläne.

1.5 Millionen Pfund soll die neu zu bauende Abfüllhalle kosten – die man nun auch zügig errichten wird, nachdem der Investitionsbetrag dafür gesichert worden ist. Laut The Drinks Business stammt die Summe zur Gänze von der Investmentbank, die auch schon die bisherigen Pläne der Destillerie finanziert hat, und reflektiert nach den Worten des Gründers der Destillerie, Daniel Szor, das Vertrauen der Investoren in die Destillerie.

Das Inaugural Bottling von 4.000 Flaschen, das im Herbst veröffentlicht wird, ist bereits restlos ausverkauft. Wer sich über die Qualität des zukünftigen Whiskys informieren will, findet auch im deutschen Handel ein kleines Probierset mit Proben des Spirits in seinem momentanen Zustand. Tasting Notes dazu wurden vor kurzem auf meinwhisky.com, dem Blog von Petra Milde, veröffentlicht.

Wer sich für die Fortschritte bei der Destillerie Cotswolds interessiert, kann sich anhand dreier Abfüllungen von der zu erwartenden Qualität überzeugen (New Make, 20 Monate Bourbon Fass und Weinfass)

PR: ALBA Import präsentiert den neuen KILCHOMAN Loch Gorm 2017 – in stark limitierter Auflage.

Über sein baldiges Erscheinen haben wir ja schon vor einigen Tagen berichtet – hier ist nun die offizielle Pressemitteilung des Deutschland-Importeurs ALBA Import, zusammen mit den offiziellen Tasting Notes:

ALBA Import präsentiert den neuen KILCHOMAN: Loch Gorm 2017 – in stark limitierter Auflage.

Loch Gorm – das ist der Name dieser nur einmal im Jahr abgefüllten, im Sherry-Fass gereiften Sonderedition von KILCHOMAN. Ihr Namensgeber ist ein See im Norden der Brennerei, der mit seinem tief-dunkel-torfigen Wasser an die üppige Farbe dieses sherryfass-gereiften Single Malts erinnert.

Die von Fans schon sehnlichst erwartete 2017er Edition ist bereits die sechste Auflage dieses exklusiven KILCHOMAN, der seit 2009 in Oloroso-Sherry-„Butts“ reifte.

Während sich der Hauptanteil der KILCHOMAN Produktion in ehemaligen Bourbon-Barrel von Buffalo Trace Distillery/ Kentucky entwickelt, ist Loch Gorm die einzige General Release, die zu 100% aus Oloroso-Sherry-Fässern stammt. Die aktuelle Edition ist auf nur 13.500 Flaschen limitiert. Wie auch viele andere KILCHOMAN Qualitäten, entwickelt sich Loch Gorm Jahr für Jahr weiter. Die im Vergleich zur letztjährigen Release über ein Jahr längere Reifung verleiht dem neuen Loch Gorm einen vollen, reichen Körper im harmonischen Einklang mit den Torfnoten und der prägnanten Fruchtigkeit, die einen KILCHOMAN Single Malt Whisky ausmachen.

Anthony Wills, Managing Director und Gründer von KILCHOMAN:

“Loch Gorm hat zweifelsohne eine unwiderstehliche Wucht, die aber dennoch in der Mitte dieses Wechselspiels aus Torf, Rauch und tiefen Sherry-Noten eine faszinierende Zartheit und Finesse entwickelt.“

KILCHOMAN Loch Gorm 2017 wurde mit 46% vol. und ohne Kühlfiltrierung oder Zusatz von Farbstoff abgefüllt und ist ab April im Fachhandel erhältlich.

Tasting Notes

Farbe:  Dunkles Mahagoni

Nase:  Orangen- und Zitronennoten durchwoben von Rauch, Torf und Fruchtkompott

Geschmack: Torfrauch im Wechselspiel mit deutlichen Grüßen von Schokolade, Nelken und Zimt

Nachklang: Lang und körperreich mit eleganter Balance von Rauch und Süße

World Whiskies Awards 2017 – die Gewinner

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Gestern Abend wurden in London die jährlichen World Whiskies Awards vergeben, und erneut können sich viele Destillerien und Unternehmen über Auszeichnungen freuen.

Insgesamt werden in über 20 „Taste categories“ Preise vergeben, wir haben hier eine kleine Auswahl der diesjährigen Gewinner für Sie zusammengestellt.

World’s Best Single Malt: Craigellachie31 Years Old

World’s Best Single Cask Single Malt: Venture Chichibu Whisky Matsuri 2017

World’s Best Blended Malt: Johnnie Walker Green Label

World’s Best Blended: SuntoryHibiki 21 Years Old

World’s Best Grain: The Fuji-Gotemba DistillerySingle Grain 25 Years Old Small Batch

Best Irish Single Pot Still: Redbreast21 Years Old

World’s Best Bourbon: John J. BowmanSingle Barrel Bourbon

World’s Best Rye: A.D. LawsSecale Straight Rye Bottled in Bond

Auf der Website World Whiskies Awards finden Sie eine Komplettübersicht mit den dazu gehörigen Unterkategorien.

Serge verkostet: Zwei 17jährige Bowmore

Heute widmet sich Serge Valentin nach Port Ellen einer weiteren Destillerie auf Islay, diesmal aber ist sie nach wie vor in Betrieb (ein Umstand, der uns immer wieder aufs Neue sehr erfreuliche Whiskys schenkt): Es handelt sich um Bowmore im Westen der Insel.

Beide Abfüllungen, die Serge Valentin heute verkostet, sind 17 Jahre alt und stammen von unabhängigen Abfüllern. Die erste kommt von Douglas Laing, Whisky Nummer zwei wurde von der Scotch Malt Whisky Society abgefüllt. Und beide wissen Serge zu überzeugen:

  • Bowmore 17 yo 1998/2015 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask #DL11007, 333 bottles): 89 Punkte
  • Bowmore 17 yo 1998/2016 (57.4%, Scotch Malt Whisky Society, refill barrel, #3.276, ‘Oysters in a thyme mignonette’, 114 bottles): 90 Punkte

Und wie so üblich bei uns, hier wieder etwas bildhaftes Beiwerk zum Bericht, passend natürlich zur Destillerie:

Bowmore. Bild © Bernd Scheer

Bowmore. Bild © Bernd Scheer
Bowmore. Bild © Bernd Scheer
Bowmore. Bild © Bernd Scheer
Bowmore. Bild © Bernd Scheer

Australian Whisky Holdings kann Lark Distillery nicht übernehmen

Da hat auch die Empfehlung des Gründers, Bill Lark, nicht gefruchtet: Das Angebot der Australian Whisky Holdings, über das wir in der Vorwoche berichteten, ist von den Shareholdern der tasmanischen Destillerie abgelehnt worden.

Australian Whisky Holdings bot den 30 Anteilseignern, die über die ganze Welt verteilt sind, 341 AU$ pro Aktie – ein Betrag, der diesen laut dem Bericht von The Mercury nicht ausreichend erschien. Daher ist es nicht möglich, den Anteil von 48.09%, den AWH bereits hielt, weiter aufzustocken und die Destillerie zu übernehmen.

Die Lark Distillery wurde im Angebot von AWH insgesamt mit 14 Millionen Australischen Dollar bewertet.

Ein Vermisster bei Brand der Destillerie Turv Exloo in Holland

Tragisches Feuerunglück in Drenthe in Holland: Seit einem Großbrand einer Farm in Exloo bei Drenthe am Mittwoch, zu der auch die Destillerie Turv Exloo gehört, ist der Besitzer des Anwesens und der Destillerie abgängig – es steht das Schlimmste zu befürchten.

Die Destillerie, die den Turv Exloo-Whisky erzeugte, ist so wie der Rest der Gebäude bis auf die Grundmauern abgebrannt. Zwei der Gebäude standen unter Denkmalschutz. 

Die Polizei kann und will Brandstiftung nicht ausschließen – laut dem Bericht in NLTimesNL (dort finden Sie auch Bilder des Unglücks) gab es Spannungen zwischen dem Besitzer und Anwohnern. Die Farm wurde bereits einmal das Ziel von Vandalismus, und es erscheint seltsam, dass alle Gebäude gleichzeitig in Brand gerieten.

Das Unternehmen, das Mathieu Smakman gehört, stand für drei Millionen Euro zum Verkauf.

PR: Whisk(e)y-Messe Nürnberg THE VILLAGE 2017 – ein voller Erfolg

Vom Team der Whisk(e)y-Messe in Nürnberg, THE VILLAGE, haben wir eine Pressemitteilung zu der am Anfang des Monats stattgefundenen Veranstaltung erhalten. Wir veröffentlichen sie hier ungekürzt:

Whisk(e)y-Messe Nürnberg: THE VILLAGE 2017 war bei Ausstellern und Besuchern ein voller Erfolg

Die Whisk(e)y-Messe Nürnberg lockte nicht nur mit ihrem vielfältigen Angebot an Whisk(e)ys, sondern auch mit dem typischen britisch-irischen Lifestyle sowie mit schönen Produkten, Kleidung und Accessoires für Liebhaber der britischen Inseln. Das karibische Flair und Ambiente der ersten R(h)um-Messe Nürnberg PUEBLO DEL RON sorgte für einen kurzweiligen Messebesuch in entspannter Atmosphäre.

Nürnberg – Rund 16.800 Besucher kamen in die Halle 10 der Freizeit Messe Nürnberg 2017 um THE VILLAGE und PUEBLO DEL RON zu besuchen. Mit rund 2.000 Whisk(e)ys und 150 R(h)ums war für jeden etwas dabei. Zudem überzeugte das Ambiente mit schottischem und irischem Essen, Live Musik und Lifestyle-Produkten. Die Besucher genossen die exklusiven Angebote rund um Whisk(e)y und R(h)um in entspannter und unvergleichlicher Atmosphäre. Durch die professionelle Beratung der Aussteller und Whisky-Experten, fand jeder Besucher den richtigen Whisk(e)y. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die drei limitierten Messe-Whisk(e)ys, die speziell für THE VILLAGE abgefüllt wurden und bereits vor Ort fast ausverkauft waren.

Ausverkauftes Pre-Opening am Vorabend von THE VILLAGE

Der Auftakt am Vorabend der Messe war auch in diesem Jahr ein Geheimtipp. Das Pre-Opening war bereits mehrere Wochen vor dem Start der Messe ausverkauft. 2.500 Besucher konnten eines der begehrten Tickets ergattern und hatten somit die Chance als Erste die große Auswahl an Raritäten bei THE VILLAGE 2017 zu verkosten und den St. Patrick’s Day stilvoll auf der Whisk(e)y-Messe zu feiern.

Experten informierten in den Master Classes

In den Master Classes von THE VILLAGE präsentierten bekannte Whisk(e)y-Experten besondere Raritäten und informierten zu speziellen Aspekten rund um Whisk(e)y, wie Alterungsprozesse und Destillierweisen und deren Auswirkung auf die Qualität des Whisk(e)ys. Auch Größen der Branche gaben sich die Ehre bei THE VILLAGE und stellten ihre Schätze in den Master Classes vor.

PUEBLO DEL RON

Zum ersten Mal begleitete die R(h)um-Messe Nürnberg PUEBLO DEL RON die Whisk(e)y-Messe und zeigte, dass R(h)um weit mehr zu bieten hat als Cuba Libre. Das karibische Flair zog zusätzlich zu den Whisk(e)y-Enthusiasten auch die R(h)um-Liebhaber sowie Entdecker an. Zudem tummelte sich besonders die etwas jüngere Generation, bei der sich R(h)um immer mehr als Kultgetränk etabliert, im karibischen Teil der Halle 10.

Ausblick auf THE VILLAGE und PUEBLO DEL RON 2018

Der nächste Termin für die Whisk(e)y-Messe Nürnberg und die R(h)um-Messe Nürnberg ist der 3. und 4. März 2018, parallel zur Freizeit Messe Nürnberg (28. Februar bis 4. März 2018). Am 2. März 2018 findet wieder das beliebte Pre-Opening statt. Die limitierten Tickets für das Pre-Opening 2018 gibt es ab Mai 2017 im Vorverkauf auf www.whiskey-messe.de. Der Zutritt zur Whisk(e)y-Messe Nürnberg ist ab 18 Jahren gestattet.

Der Highland Herold Frühjahr 2017 ist erschienen

Lesestoff für alle Whiskyfreunde: Soeben ist die neueste Ausgabe des Highland Herold erschienen, und die Frühjahrsausgabe bietet wieder jede Menge interessante Informationen rund um das Wasser des Lebens. Hier ist ein Auszug aus dem Inhalt, den unsere Freunde in der Redaktion des Printmagazins für Sie zusammengestellt haben:

  • Murray McDavid: Ernst J. Scheiner stellt die Whiskyhändler aus der Speyside vor, die sich The Art of Maturation zum Leitmotiv gemacht haben.
  • Bain’s – Cape Mountain Whisky: Der Single Grain Whisky aus der südafrikanischen James Sedgwick Distillery kommt nach Deutschland.
  • Blindverkostung: Vier Blended Malt Scotch Whiskys unabhängiger Abfüller, zwei davon auch mit rauchigen Noten im Portfolio.
  • Glenmorangie Bacalta: In einem kurzen Artikel geht Ernst J. Scheiner auf die Details der Fassvorbereitung für die neue Abfüllung aus der Private Edition von Glenmorangie ein.
  • The Temple Bar Irish Whiskey: Die neue Single-Malt-Abfüllung der renommierten Bar in Dublin.
  • Die Hans-Insel: Welche Rolle kanadischer Whisky bei einer internationalen Streitfrage zum Grenzverlauf spielen kann.

Das gesamte Magazin können Sie unter diesem Link gratis herunterladen.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!