Whisky im Bild: Longrow Red 13yo Malbec Casks

Laut den letzten uns zugänglichen Informationen wird auch der Termin „Ostern 2017“ nicht halten, und die nächste Abfüllung in der Longrow Red-Serie sollte dann im Mai erscheinen, aber wir können uns derweilen zumindest mit den Etiketten trösten und einige Informationen von dort herauslesen.

Der neue Longrow Red wird 13 Jahre alt sein, mit 51.3% in Fassstärke abgefüllt, und es wird 9000 Flaschen davon geben. Der Whisky reifte 12 Jahre lang in Bourbon-Fässern, um danach 15 Monate lang in Malbec-Fässern aus Südafrika gelagert zu werden. Hier die beiden Etiketten, zwar für den amerikanischen Markt, aber mit den richtigen Informationen.

PR: Destillerie Kammer-Kirsch zur „Germany Whiskey Distillery of the Year“ gewählt

Grund zur Freude hat die Destillerie Kammer-Kirsch, die bei der Berlin International Spirits Competition 2017 mehrfach ausgezeichnet wurde. Näheres finden Sie in der untenstehenden Pressemitteilung, die wir erhalten haben. Wir gratulieren natürlich ganz herzlich!

Destillerie Kammer-Kirsch zur  „Germany Whiskey Distillery of the Year“ gewählt

Goldregen für die Black Forest Rothaus Whiskys

Kammer-Kirsch kann sich über viele neue Auszeichnungen bei der Berlin International Spirits Competition 2017 freuen.  Die besondere Whisky Expertise der Destillerie wurde mit der Benennung zur  „Germany Whiskey Destillerie of the Year“ bestätigt. Auch die Destillate aus der Black Forest Serie wurden mehrfach prämiert. Die Sonderedition Black Forest Rothaus Sherry Cask Finish 2016 gewann eine Goldmedaille, während Black Forest Rothaus Highland Cask Finish 2016 Bronze bekam. Die hohe Qualität des Black Forest Dry Gin wurde aufs Neue mit einer Silbermedaille anerkannt. Ein stolzes Ergebnis!

Beim World Spirits Award 2017 erhielten die Black Forest Rothaus Whiskys gleich zwei Goldmedaillen. Einen großen Erfolg erzielte der Black Forest Rothaus Single Malt Whisky 2016, der mit einer Double-Gold Medaille honoriert wurde. Die Sonderedition Black Forest Rothaus Lemberger Cask Finish 2016 wurde mit Gold ausgezeichnet.

Die neuen Auszeichnungen sind ein Ansporn für die Karlsruher Destillerie, auch in den kommenden Jahren qualitativ hochwertige Produkte auf den Markt zu bringen.

Neu: Golden Decanters – neuer unabhängiger Abfüller mit erstem Set

Die neue Abfüllungsserie Golden Decanters ist nicht nur wegen ihrer Ausgestaltung und ihres auf den ersten Blick doch verblüffenden Preises etwas Besonderes: Der neue unabhängige Abfüller ist der erste seiner Art, der zur Gänze von einem weiblichen Team geleitet wird.

Julia Hall Mackenzie-Gilanders und Ann Medlock haben mit Golden Decanters eine hochpreisige, kuratierte Abfüllungslinie umgesetzt, die sich nur jeweils im Set erstehen lässt. Zwei Jahre lang hat man nach den Fässern für das erste Viererset gesucht, und dieses nun veröffentlicht. Es besteht aus vier Bourbonfass-Abfüllungen aus unterschiedlichen Destillerien:

  • The Highlander – ein Ben Nevis 19yo
  • The Golf Widow – ein Auchentoshan 22yo
  • The Tight Line – ein Glenlivet 34yo
  • The High Drive – ein Bowmore 26yo

Das Set (es gibt insgesamt 180 davon) ist keines, das man unter dem Sammelbegriff „günstig“ beschreiben würde – für die vier Abfüllungen legt man knapp 8500 Euro auf den Tisch – aber laut Bekunden des Autors des Artikels auf Forbes, Felipe Schrieberg, zählen sie allesamt zu den besten Bourbonfass-Whiskys, die er je verkostet hat. Es scheint also, dass man für das Geld dann jedenfalls etwas Besonderes geboten bekommt.

Dieses Besondere setzt sich auch in der Kundenbetreuung durch den unabhängigen Abfüller fort. Käufer eines Sets erhalten auf Anfrage eine persönliche Führung durch den Abfüller in einer der Destillerien, sollte man einmal nach Schottland reisen – und wer mehr als ein Set ersteht, der wird auf eine Rundreise zu allen vier Destillerien eingeladen.

Bild: Golden Decanters

Buffalo Trace reift Bourbon in Fässern aus 300 Jahre alter Eiche

Die US-Destillerie Buffalo Trace hat uns in einer Pressemitteilung darüber informiert, dass man in der Destillerie gerade mit ganz besonderen Fässern experimentiert: Die Fässer, um die es sich handelt, sind aus dem Holz einer 300jährigen Eiche hergestellt. Man hat bislang schon mit den verschiedensten Hölzern aus aller Welt deren Einfluss auf den Geschmack erprobt; diesmal geht es darum zu sehen, wie derart altes Holz auf den Whiskey einwirkt.

Dabei handelt es sich um Eiche aus Kentucky, und zwar um bereits gefällte Bäume. Es hat laut Angaben der Destillerie über ein Jahr gedauert, bis die Holzfirma East Bernstadt Company das Holz verarbeitet hat, und brauchte danach ein weiteres Jahr der Reifung der geschnittenen Hölzer, bis daraus Fässer gemacht werden konnten.

Die Fässer wurden bereits im Dezember gefüllt und lagern nun in einem Lagerhaus der Destillerie, wo sie wahrscheinlich die nächsten sechs Jahre, womöglich aber auch länger liegen bleiben. Man wird den Inhalt jährlich überprüfen.

Über 14.000 experimentelle Fässer sind in der Destillerie gelagert (zum Beispiel solche, die mit Infrarot behandelt wurden), und wenn auch so manche davon nicht wirklich abfüllbar sein werden, so hat Buffalo Trace mit dieser „Bibliothek“ doch einen interessanten Schatz gelagert, von dem man immer wieder Interessantes wird verkosten können – so man in unseren Landen an die Flaschen kommen kann…

Serge verkostet: Port Ellen x2

Port Ellen – der Name zaubert Whiskyfreunden eine leichte Gänsehaut, denn es gibt kaum eine andere Lost Distillery, die so bekannt ist wie jene im gleichnamigen Ort auf Islay. Die Gebäude stehen zwar noch, aber wer einmal am Gelände war der weiß, dass sie eine Lost Distillery bleiben wird. Und wir wohl immer mehr für die noch verbleibenden Abfüllungen zahlen werden müssen.

Zwei Abfüllungen aus Port Ellen hat Serge Valentin heute verkostet, beide aus dem Jahr 1983 – und wenn wir eines Beweises bedurft hätten, dass nicht alle Abfüllungen aus Port Ellen automatisch absolut superb sein müssen, dann hätten wir diesen heute mit der zweiten Abfüllung geliefert bekommen:

  • Port Ellen 32 yo 1983/2016 (54%, The Auld Alliance, Singapore, cask #001/508, 120 bottles): 92 Punkte
  • Port Ellen 23 yo 1983/2006 (54.1%, The Way of Spirits): 88 Punkte
Port Ellen Distillery. Im Hintergrund die Port Ellen Maltings. Bild: Whiskyexperts

CNN: Video über die Ardnamurchan Distillery

Die Ardnamurchan Distillery des unabhängigen Abfüllers Adelphi produziert ja schon seit einiger Zeit Spirit, und im letzten Herbst gab es auch bereits eine offizielle Abfüllung mit reiferem Spirit, die allgemein sehr positiv aufgenommen wurde.

Ansonsten ist es um Ardnamurchan relativ ruhig – und so ist das heute auf CNN erschienene Video eine der seltenen Gelegenheiten, etwas mehr von dieser Destillerie in den Highlands zu sehen. Alex Bruce, Managing Director, erklärt im Video, wie sehr der Gedanke der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes in den Bau der Destillerie eingeflossen ist. Das Video dauert zwar nur gerade etwas mehr als zwei Minuten, ist aber unserer Meinung nach sehr sehenswert. Folgen Sie einfach den Links.

Alex Bruce, Master of The Quaich und Managing Director der Adelphi Distillery Ltd. sowie der Ardnamurchan Distillery  Ltd. (Copyright: Fusion Whisky Ltd; Picture: Tina Norris)

Copper Rivet Distillery in Kent produziert ersten Single Malt

Natürlich ist es bislang noch New Make, aber die Copper Rivet Distillery in Chatham Maritime hat ihren ersten Produktionslauf hinter sich – und damit Grund zu feiern. Mit dem New Make komplettiert man die Produktpalette, die Master Distiller Abhishek Banik für die Craft Distillery in den Chatham Dockyards vorgesehen hat: Whisky, Wodka und Gin.

Die erste Whiskydestillerie in der Grafschaft Kent, südöstlich von London, wird die ersten Fässer noch in dieser Woche abfüllen, berichtet Kent Online in der heutigen Ausgabe. Mit dem ersten Whisky ist dann 2020 zu rechnen, schon im August des laufenden Jahres will man einen Grain Spirit auf den Markt bringen, der später dann auch als Single Grain erhältlich sein wird.

Seit unserem ersten Bericht im Sommer des letzten Jahres ist die Website der Destillerie deutlich ausgebaut worden und mittlerweile eine gute Quelle, wenn es um Informationen über diese junge englische Destillerie geht.

Chatham Docks. Von von NilfanionOwn work, CC BY-SA 4.0

Australien: Manly Spirits Distillery bei Crowdfunding erfolgreich

Die Manly Spirits Distillery im nördlichen Teil von Sydney hat ihr Ziel beim Crowdfunding-Programm (30.000 australische Dollar) noch knapp vor dem offiziellen Ende erreicht. 139 Unterstützer haben zum Zeitpunkt, zu dem dieser Artikel entsteht, 30.371 AU$ aufgebracht – damit ist zunächst der Start der Produktion gesichert. Wie schon berichtet wird man dort neben Gin auch Single Malt erzeugen.

Die offizielle Eröffnung für Besucher in Brookvale hat sich von April auf den 3. Mai verschoben, dann wird es auch die ersten Flaschen Gin, Wodka und White Dog, also New Make, geben.

Die Stills der Manly Spirits Distillery. Bild: Roland Grain

Neu: Glenrothes Wine Merchants Collection (mit Video)

Berry Bros & Rudd haben soeben die neue Glenrothes Wine Merchants Collection veröffentlicht – eine Reihe von Whiskys aus der Speyside-Destillerie, die im Weinfass nachgereift wurden. Die Philosophie der Collection legt die Destillerie in obenstehendem Video dar.

In der Serie wurden vier verschiedene Abfüllungen veröffentlicht, wie man der entsprechenden Webseite bei Berry Bros & Rudd entnehmen kann:

Die fassstarken Abfüllungen stammen allesamt aus dem Jahr 1992. Sie reiften bis 2014 in Bourbon Hogsheads, dann wurden sie in die entsprechenden Weinfässer transferiert. Preislich sind die Flaschen, die in den wichtigsten Märkten der Destillerie erscheinen werden, bei umgerechnet 230 Euro angesiedelt.

The Balvenie: Head Maltman Robbie Gormley geht in den Ruhestand

Generationenwechsel bei The Balvenie: Head Maltman Robbie Gormley hatte gestern seinen letzten Arbeitstag in der ikonischen Speyside-Destillerie und wird nun seinen Job an die nachfolgende Generation übergeben. 

Über 40 Jahre lang war Gormley in der Destillerie The Balvenie tätig. Als Head Maltman überwachte er den gesamten Prozess vom Wachsen der Gerste bis hin zur Verarbeitung. Und dieser Job war immer ein physischer und keine Schreibtischarbeit. Bevor Robbie Gormley in die Destillerie kam, arbeitete er übrigens 7 Jahre lang in der Royal Navy, auf einem U-Boot.

Die Liebe zum Whisky geht bei Robbie natürlich über die Arbeit hinaus, nach eigenem Bekunden ist es aber eine Wochenendbeziehung. Wir wünschen ihm auf jeden Fall viele schöne Wochenenden im Ruhestand!

Bild: Balvenie

Nant Distillery: Gläubiger gehen vor Gericht, Musiker ohne Gage

Bei der australischen Nant Distillery und den Kalamitäten rund um ihre Geschäftsgebarung geht es nun Schlag auf Schlag weiter: Die Gläubiger werden morgen in einer Gerichtsverhandlung versuchen, Zugriff auf das Fasslager der Destillerie zu erhalten (das ohnehin schon wegen Unregelmäßigkeiten in die Schlagzeilen gekommen ist), weiters auf die Einrichtung und andere bewegliche Gegenstände.

Wie Whiskycast berichtet, ist der Hauptgläubiger die australische FTI Consulting, die damals, zur Gründung der Destillerie, die Mittel zur Beschaffung der Anlagen bereitgestellt hat. Die Schulden bei der FTI Consulting betragen 2.1 Millionen Australische Dollar. Weiters, so hört man, seien auch noch Steuerschulden in der Höhe von 1 Million Dollar vorhanden.

Aber nicht nur Unternehmen und Finanzinstitute betrifft die unschöne Entwicklung bei der Destillerie: ABC Australien berichtet, dass auch eine Menge Musiker, die in einer der Destillerie zugehörigen Bar aufgetreten sind, auf Gagen warten, die niemals ausgezahlt wurden…

Serge verkostet: Glenfiddich, 30 Jahre dazwischen

Das Schöne an Whisky ist, dass er bei fachgerechter Lagerung über Generationen konservierbar ist. So können wir ihn in den ausgefallensten Kombinationen vergleichen, verkosten, genießen. Und unseren Geschmackssinn so auf eine Zeitreise schicken.

Serge Valentin hat das heute mit zwei Abfüllungen von Glenfiddich getan, die in ihrer Entstehung 30 Jahre auseinander liegen. Eine sehr neue Abfüllung, den Glenfiddich Vintage Cask, der trotz seines Namens kein Alter trägt, verkostet er gegen einen Glenfiddich 21yo aus dem Jahr 1987. Er stammt aus dem begehrten Wedgwood Decanter, und laut Serge hat er sich trotz der eher ungünstigen Abfüllungsart (Keramikdekanter sind keine Freunde langer Lagerung) recht gut gehalten:

  • Glenfiddich ‘Vintage Cask’ (40% OB, +/-2016): 81 Punkte
  • Glenfiddich 21 yo (43%, Wedgwood Decanter, 1987): 84 Punkte
Die Brennblasen von Glenfiddich. Bild: Torsten Dahmke

Neu: Kilchoman Loch Gorm 2017

Eine dritte Neuankündigung können wir heute für Sie bringen: Ein Update auf der Website von Kilchoman kündigt den neuen Kilchoman Loch Gorm 2017 an. Er wird ab 3. April 2017 verfügbar sein.

Die neueste und sechste Ausgabe des Loch Gorm stammt ausschließlich aus Oloroso-Fässern, die im Jahr 2009 gefüllt wurden. Sie ist damit die älteste Ausgabe bisher. 13.500 Flaschen sind davon abgefüllt worden, mit 46% Alkohol. Natürlich ist er ungefärbt und nicht kühlfiltriert.

Der Kilchoman Loch Gorm 2017 wird schon in der nächsten Woche an Händler ausgeliefert, eine geringe Anzahl davon kann auch direkt auf der Kilchoman-Website bestellt werden. Den genauen Zeitpunkt, zu dem die Abfüllung in Deutschland erhältlich sein wird, werden wir nach der offiziellen Bekanntgabe durch den Importeur vermelden.

Hier noch die offiziellen englischsprachigen Tasting Notes: 

Colour: Rich mahogany.
Nose:  Orange and lemon notes, rich smoky peat and cooked fruit.
Palate:  Rich chocolate, cinnamon and cloves combined with peat smoke.
Finish:  Long and full bodied with a balance of sweet smoke.

Neu von BenRiach: Peated Cask Strength Batch 1

Die Destillerie BenRiach bewegt sich weiter auf dem Gebiet der getorften Abfüllungen. Wie in unserem Video-Interview mit Alasdair Stevenson aus dem November des Vorjahres bereits exklusiv angekündigt, veröffentlicht die Speyside-Destillerie BenRiach mit heutigem Tag den BenRiach Peated Cask Strength Batch 1.

Der BenRiach Peated Cask Strength Batch 1 ist mit 56% abgefüllt, nicht gefärbt oder kältefiltriert, und ergänzt somit die nicht getorfte Variante der fassstarken Originalabfüllung.

Hier sind die englischsprachigen Tasting Notes dazu:

Colour: Bright summer gold.

Nose: Butterscotch drizzled over campfire-roasted apples combined perfectly with crisp white pepper. A gentle, earthy oak character adds to the subtly peated back note.

Appearance: A warm, toasted oak sweetness combines with toffee apples and ripe nectarines. A sweet heather smoke slowly builds leaving a lingering peat note alongside Scottish tablet and rich stewed barley.

Der neue BenRiach Peated Cask Strength Batch 1 sollte auch schon sehr bald in unseren Geschäften auftauchen, denn er ist für Europa und den asiatischen Raum vorgesehen. Noch nichts erfahren konnten wir über die Preisgestaltung, werden dies aber so bald wie möglich nachreichen.